Leserstimmen zu
Wir beide, irgendwann

Jay Asher, Carolyn Mackler

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Die 16-jährige Emma bekommt 1996 ihren ersten Computer geschenkt. Als sie sich ins Internet einloggt, passiert das eigentlich unmögliche: sie landet auf Facebook – einer Seite, die es eigentlich noch gar nicht gibt und die ihr die Zukunft von 2011 zeigt. Eine Zukunft, in der sie scheinbar furchtbar unglücklich ist. Ganz im Gegensatz zu ihrem ehemals besten Freund Josh. Obwohl ihr Verhältnis zu ihm momentan eigentlich eher schwierig ist, machen sich die Zwei gemeinsam daran ihre Zukunft zu entdecken – und zu verändern. „Wir beide, irgendwann“ von Jay Asher und Carolyn Mackler stand erst mal ziemlich lange auf meiner Wunschliste und lag dann noch eine ganze Weile auf meinem SuB. Aber jetzt habe ich es gelesen, an einem Rutsch, an einem Tag, was ja eigentlich erst Mal ein gutes Zeichen ist. Jay Asher kannte ich schon von seinem gefeierten Bestseller Tote Mädchen lügen nicht, Carolyn Mackler kannte ich noch überhaupt nicht. Der Schreibstil in „Wir beide, irgendwann“ ist aber gut mit dem in „Tote Mädchen lügen nicht“ zu vergleichen. Recht einfach und flüssig, oft direkt, aber immer so, dass es zu den beiden Charakteren Josh und Emma passt, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist. Aber diese Charaktere sind… Ja, was soll man sagen. Sie sind auf jeden Fall glaubhaft, selbst wenn man sie nie vollständig kennenlernt. Dabei ist Josh wie Clay in dem eben schon erwähnten „Tote Mädchen lügen nicht“: immer nett und freundlich, so, dass jeder gut mit ihm auskommt. Immer. Er ist halt der nette Junge von nebenan, mit dem Emma schon im Sandkasten gespielt hat und der Samstagmorgens in Schlafanzug und mit Müslischale zu ihr kam um Disney-Filme zu schauen. Er ist halt… Josh. Und deswegen kann und will sie auch nicht mit ihm zusammensein. So sagt sie es im Buch und dafür hätte ich ihr am liebsten eine geklatscht. Bist du blind, Mädchen? Siehst du nicht, wie gut er dir tut? Überhaupt war Emma für mich absolut keine Sympathieträgerin. Sie ist launisch, zickig und glaubt, alles Gute in ihrem Leben würde man ihr einfach so schenken. Und wenn etwas schief läuft, dann sind die anderen Schuld. Die beiden Autoren haben hin und wieder versucht diesen Eindruck abzuschwächen, aber geklappt hat das – zumindest bei mir – nicht. Ich kann Emma nicht leiden und meiner Meinung nach hat sie Josh gar nicht verdient. Punkt. Und trotzdem habe ich mit den Beiden mitgefiebert. Wie oft saß ich da und habe das Buch angeschrien: „Wehe ihr kriegt das bis zum Ende nicht auf die Reihe! Wehe!“ Denn naja, sie gehören einfach zusammen und das merkt man als Leser ziemlich schnell. Da wurde die Facebook-Zeitreise für mich zur Nebenhandlung. Zu einem weiteren Grund, aus dem Josh und Emma nicht zusammen sein können und damit manchmal ziemlich ätzend. Aber auch spannend und witzig, wenn man unsere Zeit und unsere Art mit sozialen Medien umzugehen aus der Sicht der Neunziger sieht. Ein großer Pluspunkt für das Buch ist Kellan. Kellan ist Emmas beste Freundin und für mich wirklich der größte Lichtpunkt der Geschichte. Sie ist witzig, schlagfertig und sie weiß, was sie will. Und sie scheint mit allem klarzukommen, was man ihr in den Weg wirft. Sie ist die beste Freundin, die man sich wünschen kann und Emmas Sorge um sie ist eine Eigenschaft, die ich an Emma tatsächlich mochte. Fazit: „Wir beide, irgendwann“ war eine kurzweilige Lektüre, die Spaß gemacht hat und mich hin und wieder fast um den Verstand gebracht hätte. Die Charaktere konnten mich größtenteils nicht packen, besonders Emma nicht, aber mitgefiebert habe ich trotzdem mit ihr. Schlussendlich regt das Buch auf seine Art zum Nachdenken an: darüber, wie wir uns im Social Web bewegen und darüber, was wir eigentlich wollen. Für mich ist es damit ein schönes, rundes Jugendbuch.

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Es ist der Mai im Jahr 1996. Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten und auch die 16-jährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Es ist das bislang teuerste Geschenk ihres Vaters, der von der Familie getrennt lebt. Ein Stück weit will er sich dadurch die Liebe seiner Tochter sichern, denn gerade in dem Alter ist das Verhältnis zu Teenagern alles andere als einfach, wobei hier noch erschwerend die Scheidung hinzukommt. Um gleich durchstarten zu können, gibt ihr Josh, ihr bester Freund und Junge von nebenan eine AOL-Starter-CD. Als sie sich nach einer zeitraubenden Installation ins Internet einwählt, erscheint ihr eine etwas merkwürdige Seite, die sich Facebook nennt. Ihr ist nicht ganz klar, was passiert ist, aber dieses Facebook, das sich ihr offenbart, scheint ihr Leben in 15 Jahren widerzuspiegeln und was sie dort liest, gefällt ihr so ganz und gar nicht. Sie ist mit ihrem Leben vollkommen unzufrieden, arbeitslos und unglücklich verheiratet. Josh hingegen, der in 15 Jahren ebenfalls auf diesem Facebook vertreten ist, ist mit einer Schönheit verheiratet und führt ein perfektes Leben. Wann genau ist aus Josh, dem netten Jungen von nebenan, ein Frauenheld geworden? Auf jeden Fall kann es nicht angehen, dass ihr Leben so den Bach runtergehen wird! Soweit der Vorsatz, doch wie in die Tat umsetzen? Fest steht, sie weiß, wo es wohl in 15 Jahren enden wird, doch eigentlich müsste sie dieses Leben verändern können, wenn sie sich konsequent Vorsätze setzt und diese auch strikt einhält. Tatsächlich versucht sie sich erst in kleineren Gegebenheiten und es scheint zu funktionieren - der Status auf diesem Facebook verändert sich. Allerdings, so ganz optimal ist es noch nicht gelaufen und überhaupt, man kann ja einiges austesten, immerhin wird sie erfahren, welche Konsequenzen es nach sich ziehen wird. Josh hingegen beobachtet die Veränderungen anfänglich durchaus interessiert, bis ihm bewusst wird, dass sich durch die Änderungen Emmas auch das Leben der anderen Menschen in ihrem Umfeld radikal verändern wird ... Wenn du alles ändern könntest! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Interaktionen der Figuren Emma und Josh gefallen, denn obwohl Josh anfänglich diesem Experiment gegenüber recht aufgeschlossen ist, so sieht er doch relativ schnell die Gefahr, die dieses birgt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Mir hat es besonders die Figur des Josh angetan, denn dieser verfügt einer einen gesunden Menschenverstand und weiß, dass auch nur kleine Änderungen in der Gegenwart große Konsequenzen haben werden. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch nette Lesestunden bereitet hat, das Buch jedoch nicht an "Tote Mädchen lügen nicht" vom selben Autoren heranreicht.

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Inhalt: Emma bekommt zu ihrem Geburtstag einen Computer. In dieser Zeit eine totale Neuheit. Mit einer mysteriösen CD erscheint plötzlich Facebook mit ihrem Profil. Nur ist sie dort einige Jahre älter und verheiratet. Erst denkt sie, ihr bester Freund Josh hat sich einen Scherz erlaubt, aber der ist genauso ratlos. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich mit auf eine kleine Zeitreise genommen. In die Zeit vor den sozialen Netzwerken und speziell vor Facebook. Das Cover fällt schön auf. Die Farben, gestreift über das ganze Cover, die Silhouetten. Richtig schön und ein toller Hingucker im Regal. Emma hat Geburtstag und bekommt einen Computer. Allein das ist für sie schon ein Highlight. Dank des Internet-Anschlusses gibt es sogar ihre ersten E-Mails. Aber plötzlich kommt sie auf ihre eigene Facebooks-Seite. Nur ist sie dort ein paar Jahre älter und verheiratet. Aber das gefällt ihr so gar nicht. Sie überlegt, was sie im jetzt tun kann, um ihre Zukunft zu beeinflussen. Da auch ihr bester Freund Josh seine Neugier nicht stillen kann, schauen die beiden auch mal, ob es von ihm so ein Profil gibt. Eine aufregende Zeit beginnt für die beiden, denn Emma spielt ein wenig in ihrer und Joshs Zukunft herum. Es war toll zu lesen, wie ein kleiner Fleck auf dem Teppich die Zukunft beeinflussen kann. Oder wie sich das Lieblingsessen ändert. Manchmal erwische ich mich selbst bei solchen Gedanken, ob das Leben anders verlaufen wäre, wenn man damals sein Glas nicht umgeworfen hätte oder sich an einem bestimmten Tag nicht im Internet eingeloggt hätte Und bei diesem Buch kann man das genau so lesen. Es ist lustig, auf welche Ideen Emma kommt und wie das ihre Zukunft oder zumindest die Ausschnitte, die sie selbst bei Facebook sehen kann, ändert. Das Buch ist einfach und locker geschrieben. Die Sprache war nicht extra jugendlich gemacht, super schön zu lesen. Fazit: Klare Leseempfehlung. Am Ende hätte ich mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, aber das macht die Geschichte definitiv nicht schlechter. „Wir beide, irgendwann“ ist für alle etwas, die sich nochmal vor die Zeit von Facebook versetzen möchten.

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Im Jahr 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren aller ersten Computer geschenkt. Durch ihren besten Freund Josh kommt sie an AOL, wo sie sich sofort eine E-Mail erstellt und sich ins Internet begibt. Als sie sich einlogt, entdeckt Emma etwas merkwürdiges namens "Facebook". Voller Interesse klickt sie auf den Button, der sie sofort auf Facebook befördert. Die Seite verlangt, dass sie sich mit ihrer E-Mail Adresse einlogt. Emma weiß zwar nicht wohin das ganze führen mag, gibt aber trotzallem ihre E-Mail Adresse so wie ihr Passwort ein. Unglaublich! Emma scheint wirklich auf Facebook aktiv zu sein. Wie kann es sein? Sie hatte nie zuvor einen Computer und Internet schon gar nicht. Doch als Emma genauer hinsieht bemerkt sie, dass es nicht wirklich sie selbst ist. Zumindest nicht sie im hier und jetzt. Emma scheint 15 Jahre älter zu sein und laut Facebook geht ihr Leben dem Bach unter. Sie kann es nicht fassen, dass soll sie in 15 Jahren sein? Soll das alles ein schlechter Witz von Josh sein? Möchte er sie verarschen, weil sie damals nicht seine Gefühle erwidert hat? Doch als sie sich etwas genauer auf Facebook umschaut, bemerkt sie, dass auch andere bekannte Personen auf Facebook verzeichnet sind. Mit großem Interesse schaut sie sich deren Profile und somit deren Zukunft an. Emma informiert Josh unverzüglich über ihre Entdeckung. Beide sind sich einig, dass dies kein blöder Streich sein kann. Es ist viel zu realistisch und alles spricht dafür, dass dies der Wahrheit entspricht. Doch wie kann es möglich sein, dass man allein durch Facebook in seine Zukunft schauen kann? Da Emma mit ihrer Zukunft nicht gerade zufrieden ist, versucht sie immer wieder, alles so hinzudrehen, dass sie am Ende in Facebook glücklich ist. Doch die Zukunft zu verändern scheint alles andere als einfach zu sein. Komme was wolle, sie wird ihre Zukunft ins positive umwandeln, sie möchte nicht eine traurige und verzweifelnde Frau sein. "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher und Carolyn Mackler, ein sehr bekannter und beliebter Facebook-Jugend-Roman. Ich habe mich schon sehr auf das Buch gefreut und bin mit großen Erwartungen an das Buch herangegangen. Wenn mehr als die halbe Lesewelt davon begeistert ist, dann muss es doch einen umhauen? Naja, umhauen kann man nicht gerade sagen. Wie üblich mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und wie so oft wurden diese nur teilweise erfüllt. Der Schreibstil ist einfach, Jugendsprachlich gehalten. Das Buch wurde in zwei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, einmal die von Emma und einmal die von Josh. Immer im Wechsel bekommen wir Emmas, wie auch Josh Gedanken und Gefühle mit. Diese "Facebook-Sache" finde ich sehr durcheinander. Sie wird meiner Meinung nach nicht richtig erläutert. Wie die beiden im Endeffekt auf dieser Seite landen, bzw. wieso sie ihre Zukunft vorab sehen können, wird am Ende nicht aufgedeckt. Mich hätte doch schon interessiert, was das ganze für eine Bedeutung hat und wieso ausgerechnet Emma von Facebook erfährt. Ich habe einfach am Ende auf mehr Erklärung und Information dazu erhofft. Alle Protagonisten waren mir sehr sympathisch, bis auf Emma und ihrer besten Freundin. Emma fand ich von der ersten Seite an unausstehlich. Sie hat eine schreckliche Persönlichkeit und denkt zum größten Teil nur an sich selbst. Hauptsache ihr geht es gut und sie bekommt alles was sie möchte. Dass sie andere damit verletzt scheint ihr egal. Es dreht sich alles nur um Emma! Zumindest in ihrer kleinen Welt. Sie ist für mich egoistisch und einfach unglaublich nervtötend. Ihre Gedankengänge konnte ich nie nachvollziehen, keinen einzigen davon. Und ehrlich gesagt tut mir Josh, ihr bester Freund, sogar ein wenig leid, dass er sich so bemühen muss, um Emma die Augen zu öffnen, dass es sich nicht nur um sie dreht, dass sie damit auch anderen Menschen schaden kann, wenn sie die Zukunft ständig versucht so hinzudrehen, dass sie damit zurecht kommt (sie ist grundsätzlich jedesmal unzufrieden, egal was sich verändert). Ich persönlich konnte mit Emma überhaupt nichts anfangen und fand es eher nervtötend mich durch ihre Kapitel zu lesen. Die Grundstory, bzw. die Idee der beiden Autoren fand ich spitze. Aber wie am Anfang schon gesagt, hätte ich etwas mehr Hintergrundwissen erwartet. Man hätte viel mehr aus der Geschichte machen können, das ganze Potential wurde, meiner Meinung nach, nicht genutzt. Ansonsten kann man, aber muss man nicht, dieses Buch lesen. Für zwischendurch ist es in Ordnung. Aber kein richtiges Lesehighlight.

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Also eigentlich bin ich ja gar nicht die Zielgruppe dieses Romans. Ich bin aus dem Alter längst raus, um Highschool-Geschichten zu lesen und weder habe ich mich damals Mitte der 90er für Computer interessiert (ich hatte eine kurze Computer-Phase in den 80ern, als es den C64 und später den Amiga 500 gab) noch bin ich heute bei Facebook. Aber dieses Buch hat mir trotzdem wirklich super gefallen. Es ist lustig und spannend geschrieben. Besonders die Idee, eine Zeitreise auf diese Art zu gestalten, finde ich klasse. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Emma und Josh geschrieben, die natürlich immer dann wechselt, wenn es gerade spannend wird. Aber auch wenn die beiden zusammen sind, wechselt die Sicht und da das Buch von zwei Autoren geschrieben wurde, ist dieser Wechsel wirklich immer sehr überzeugend. Die Schrift (in meiner Ausgabe aus der Bücherei) ist relativ groß, was besonders abends angenehm für die Augen ist. Außerdem liest sich das Buch dadurch sehr schnell. "Ach die eine Seite noch...ach noch schnell das Kapitel zu Ende...ach noch schnell den Rest des Tages lesen..." Die Geschichte beschreibt einen Zeitraum von sechs Tagen, sie beginnt am Sonntag und endet am Freitag. Der Beginn jedes neuen Tages ist gekennzeichnet. Was mir besonders gut gefallen hat: Die Jungen und Mädchen sind recht emanzipiert. Mädchen gehen mit jüngeren Jungs aus und holen sie auch zuhause ab, wenn die Jungs noch keinen Führerschein haben. Die Mädchen sind sportlich, sie spielen Fußball und machen Leichtathletik. (Zu meiner Zeit waren Mädchen in solchen Geschichten höchstens Cheerleader.) Und die Moral von der Geschichte? Lebe hier und jetzt!

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Inhalt Emma bekommt von ihrem Vater einen Computer geschenkt und von ihrem ehemals besten Freund Josh, die benötigte CD-Rom um den Computer internetfähig zu machen. Kaum wählt sie sich schließlich ins Internet ein, öffnet sich die Facebook-Seite. Einziger Haken: Es ist 1996 und Facebook existiert noch gar nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten findet sie auch ihre und Josh’s Seite. Zu ihrer Überraschung ist sie 15 Jahre später totunglücklich. Josh hingegen führt ein Leben wie im Bilderbuch. Zeit, etwas zu ändern. Eigene Meinung Kaum angefangen, hatte ich das Buch auch schon nach knapp zwei Tagen durch. Das lag allerdings nicht unbedingt an der tollen Geschichte, sondern vielmehr an dem leichten Schreibstil. Erzählt wird aus zwei Perspektiven abwechselnd, was zum einen gut ist, da man so Einblick in die Gefühle von Emma und Josh bekommt, zum anderen hat mir die Ausarbeitung aber nicht gefallen. So musste ich immer schauen, in welchem Kapitel ich jetzt lese, da ich keine Veränderung des Schreibstils beim Wechsel von Josh zu Emma, oder umgekehrt, feststellen konnte. Außerdem gefiel mir Emma einfach nicht. Sie wirkte teilweise extrem egoistisch und scheint anderen Leuten kein Glück zu gönnen. Ständig bastelt sie in der Gegenwart an ihrem zukünftigen Leben herum und immer hat sie am Ergebnis etwas auszusetzen. Und wehe Josh führt ein glückliches Leben. Von Josh’s Liebe zu Emma hat man leider auch nur sehr wenig mitbekommen. Fazit Ich habe mir insgesamt mehr Liebe im Buch gewünscht und gehofft, dass die Sache mit der Facebookseite in der Zukunft schöner umgesetzt wird. Trotzdem ließ sich hiermit gut die Zeit vertreiben.

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Autoren-Duo: Jay Asher, Jahrgang 1975, verheiratet, lebt mit seiner Familie in Kalifornien. Nach abgebrochenem Lehramtsstudium arbeitete er u. a. als Schuhverkäufer, Buchverkäufer und Bibliothekar. 2007 veröffentlichte er seinen 1. Jugend-Roman, der sich in den USA über 1 J. auf Platz 1 der Bestseller-Listen hielt und 2009 in Deutschland unter dem Titel “Tote Mädchen lügen nicht” veröffentlicht wurde. Carolyn Mackler, Jahrgang 1973, lebt mit Mann und Sohn in New York und schreibt Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher, die in den USA mehrfach ausgezeichnet wurden. “Wir beide, irgendwann” ist das 1. gemeinsame Jugendbuch des Autoren-Duos. Handlung: Die 16jährige Emma bekommt im Jahr 1996 ihren 1. Computer geschenkt und landet bei der Internet-Installation durch Zufall auf einem Link namens “facebook” und in ihrem eigenen Profil im Jahre 2011. Emma erkennt, dass sie mit 31 J. eine arbeitslose und unglücklich verheiratete Frau sein wird, die von ihrem Mann betrogen wird. Ihr bester Kumpel, Nachbar und Mitschüler, der eher unscheinbare Josh – dem sie ihre Entdeckung anvertraut – soll hingegen gut situiert im Job und mit dem umschwärmtesten Mädchen ihrer High-School verheiratet sein. In der Gegenwart beschäftigt sich Emma mit wenig anderem als mit ihrer Zukunft und stellt fest, dass sie durch Änderungen in der Gegenwart, Einfluss auf ihre Zukunft nehmen kann – aber auch auf die Zukunft von Josh, der seit dieser Entdeckung jedoch – im Gegensatz zu Emma – eher versucht, den Grundstein für die entdeckte glückliche Zukunft zu legen. Fazit: Das 394 Seiten starke Buch ist in einem angenehmen Schriftbild, einer gut verständlichen Ausdrucksweise und in kurzen Kapiteln geschrieben, die jeweils abwechselnd aus der Sicht von Emma und aus der Sicht von Josh berichten. Das Cover ist ansprechend gestaltet und das Buch sehr angenehm und kurzweilig zu lesen. Zu Beginn des Buches habe ich mich etwas schwer getan zu verstehen, welche Veränderungen in Emma’s Gegenwart in welcher Weise Auswirkungen auf Emma’s Zukunft haben, weil das am Anfang meiner Meinung nach etwas verworren scheint. Insgesamt findet immer wieder ein Wechsel zwischen Gegenwart und Zukunft statt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und obwohl man das Ende schon vorhersehen kann, mag man das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wäre in meiner Jugend dankbar für so abwechlungsreiche Lese-Unterhaltung gewesen. Wenn einem z. B. das Buch “Was? Wäre? Wenn?” von Wiebke Lorenz gefallen hat, findet man meiner Meinung auch dieses Buch hier ganz toll! Lediglich in einem Punkt gibt es einen kleinen Abzug von mir: Da wir nun bereits das Jahr 2012 schreiben, wäre es schön gewesen zu erfahren, wie es Emma und Josh nach den Veränderungen im Jahr 1996 und ihrem Leben danach tatsächlich im Jahr 2011 ergangen ist :-) Daher 4 von 5 möglichen Punkten :-)

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Emma und Josh sind 16 Jahre alt, Nachbarskinder und seit Jahren sehr gut befreundet. Zumindest waren sie das, bis Josh mehr wollte als Freundschaft. Als Emma nun von ihrem Vater einen Computer geschenkt bekommt, gibt Josh ihr eine CD mit dem AOL-Programm, das sie auf den Rechner installieren will. Schon beim ersten Einloggen gerät sie auf eine Seite, die sich "Facebook" nennt, die ihr völlig fremd vorkommt. Als sie dann auch noch feststellen muss, dass sie dort Mitglied ist, Bilder von sich sieht, auf denen sie älter als jetzt ist, hält sie es für einen Joke. Es kann ja nicht sein, dass sie auf eine Seite geraten ist, die es erst in 15 Jahren geben wird. Dort ist sie 31, arbeitslos und ihr Mann scheint fremd zugehen. Was für eine niederschmetternde Zukunftsaussicht. Als sie Josh dazuholt und in seine Zukunft guckt, ist dieser mehr als zufrieden, denn er hat einen gut bezahlten Job und ist mit dem hübschesten Mädchen der Highschool verheiratet. Glück, was willst du mehr. Emma will ihre Zukunft ändern, aber wird es ihr gelingen und vor allem, welche Konsequenzen hat es für alle anderen? Was wäre wenn ich in meine Zukunft gucken könnte, so 15 Jahre weiter? Wie geht man damit um, wenn einem nicht gefällt, was man sieht? Wer genau würde das nicht verhindern wollen? Die Motive, die Emma leiten, ihre Zukunft ändern zu wollen, nachdem sie ihre Zukunft in 15 Jahren gesehen hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Wer möchte schon arbeitslos sein und einen Mann haben, dem man nicht trauen kann? Die Ideen, die die Autoren aufzeigen, um die Zukunft zu ändern, finde ich schon gelungen. Emma steigt in die Materie voll ein. Josh, der mit seiner Zukunft mehr als zufrieden ist und daraufhin auch seine Gegenwart gestaltet, steht Emmas Änderungen skeptisch gegenüber. Er hat Angst, dass die Änderungen auch ihn betreffen könnten und ist jedes mal erfreut, wenn seine Zukunft konstant bleibt. Der Blick in die Zukunft macht Emma und Josh aber auch nachdenklich und sie hinterfragen ihre Gegenwart. Die Autoren führen uns zurück in eine Zeit, wo es noch nervig war, sich ins Internet einzuloggen. Telefonieren und zeitgleich Internet ging nicht, da die Leitung belegt war. Eine Zeit, in der die heutige Realität nerven würde. "Aber stell dir vor, wir würden heute schon erfahren, dass wir uns in Zukunft wieder im Krieg befinden oder dass wir es immer noch nicht geschafft haben, einen Farbigen oder eine Frau zum Präsidenten zu wählen, oder dass sich die alten Stones auch weiterhin auf die Bühne schleppen - das würde mich echt total abturnen" (S. 66) Ein gelungenes Jugendbuch, das auch den Ansprüchen der älteren Jugend gerecht wird. Während des Lesens musste ich öfter mal schmunzeln, wenn die Erinnerung an vergangene Zeiten aufkam, die man bislang erfolgreich verdrängt hatte.

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