Leserstimmen zu
Wir beide, irgendwann

Jay Asher, Carolyn Mackler

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Es ist der Mai im Jahr 1996. Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten und auch die 16-jährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Es ist das bislang teuerste Geschenk ihres Vaters, der von der Familie getrennt lebt. Ein Stück weit will er sich dadurch die Liebe seiner Tochter sichern, denn gerade in dem Alter ist das Verhältnis zu Teenagern alles andere als einfach, wobei hier noch erschwerend die Scheidung hinzukommt. Um gleich durchstarten zu können, gibt ihr Josh, ihr bester Freund und Junge von nebenan eine AOL-Starter-CD. Als sie sich nach einer zeitraubenden Installation ins Internet einwählt, erscheint ihr eine etwas merkwürdige Seite, die sich Facebook nennt. Ihr ist nicht ganz klar, was passiert ist, aber dieses Facebook, das sich ihr offenbart, scheint ihr Leben in 15 Jahren widerzuspiegeln und was sie dort liest, gefällt ihr so ganz und gar nicht. Sie ist mit ihrem Leben vollkommen unzufrieden, arbeitslos und unglücklich verheiratet. Josh hingegen, der in 15 Jahren ebenfalls auf diesem Facebook vertreten ist, ist mit einer Schönheit verheiratet und führt ein perfektes Leben. Wann genau ist aus Josh, dem netten Jungen von nebenan, ein Frauenheld geworden? Auf jeden Fall kann es nicht angehen, dass ihr Leben so den Bach runtergehen wird! Soweit der Vorsatz, doch wie in die Tat umsetzen? Fest steht, sie weiß, wo es wohl in 15 Jahren enden wird, doch eigentlich müsste sie dieses Leben verändern können, wenn sie sich konsequent Vorsätze setzt und diese auch strikt einhält. Tatsächlich versucht sie sich erst in kleineren Gegebenheiten und es scheint zu funktionieren - der Status auf diesem Facebook verändert sich. Allerdings, so ganz optimal ist es noch nicht gelaufen und überhaupt, man kann ja einiges austesten, immerhin wird sie erfahren, welche Konsequenzen es nach sich ziehen wird. Josh hingegen beobachtet die Veränderungen anfänglich durchaus interessiert, bis ihm bewusst wird, dass sich durch die Änderungen Emmas auch das Leben der anderen Menschen in ihrem Umfeld radikal verändern wird ... Wenn du alles ändern könntest! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Interaktionen der Figuren Emma und Josh gefallen, denn obwohl Josh anfänglich diesem Experiment gegenüber recht aufgeschlossen ist, so sieht er doch relativ schnell die Gefahr, die dieses birgt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Mir hat es besonders die Figur des Josh angetan, denn dieser verfügt einer einen gesunden Menschenverstand und weiß, dass auch nur kleine Änderungen in der Gegenwart große Konsequenzen haben werden. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch nette Lesestunden bereitet hat, das Buch jedoch nicht an "Tote Mädchen lügen nicht" vom selben Autoren heranreicht.

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Inhalt: Emma bekommt zu ihrem Geburtstag einen Computer. In dieser Zeit eine totale Neuheit. Mit einer mysteriösen CD erscheint plötzlich Facebook mit ihrem Profil. Nur ist sie dort einige Jahre älter und verheiratet. Erst denkt sie, ihr bester Freund Josh hat sich einen Scherz erlaubt, aber der ist genauso ratlos. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich mit auf eine kleine Zeitreise genommen. In die Zeit vor den sozialen Netzwerken und speziell vor Facebook. Das Cover fällt schön auf. Die Farben, gestreift über das ganze Cover, die Silhouetten. Richtig schön und ein toller Hingucker im Regal. Emma hat Geburtstag und bekommt einen Computer. Allein das ist für sie schon ein Highlight. Dank des Internet-Anschlusses gibt es sogar ihre ersten E-Mails. Aber plötzlich kommt sie auf ihre eigene Facebooks-Seite. Nur ist sie dort ein paar Jahre älter und verheiratet. Aber das gefällt ihr so gar nicht. Sie überlegt, was sie im jetzt tun kann, um ihre Zukunft zu beeinflussen. Da auch ihr bester Freund Josh seine Neugier nicht stillen kann, schauen die beiden auch mal, ob es von ihm so ein Profil gibt. Eine aufregende Zeit beginnt für die beiden, denn Emma spielt ein wenig in ihrer und Joshs Zukunft herum. Es war toll zu lesen, wie ein kleiner Fleck auf dem Teppich die Zukunft beeinflussen kann. Oder wie sich das Lieblingsessen ändert. Manchmal erwische ich mich selbst bei solchen Gedanken, ob das Leben anders verlaufen wäre, wenn man damals sein Glas nicht umgeworfen hätte oder sich an einem bestimmten Tag nicht im Internet eingeloggt hätte Und bei diesem Buch kann man das genau so lesen. Es ist lustig, auf welche Ideen Emma kommt und wie das ihre Zukunft oder zumindest die Ausschnitte, die sie selbst bei Facebook sehen kann, ändert. Das Buch ist einfach und locker geschrieben. Die Sprache war nicht extra jugendlich gemacht, super schön zu lesen. Fazit: Klare Leseempfehlung. Am Ende hätte ich mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, aber das macht die Geschichte definitiv nicht schlechter. „Wir beide, irgendwann“ ist für alle etwas, die sich nochmal vor die Zeit von Facebook versetzen möchten.

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Autoren-Duo: Jay Asher, Jahrgang 1975, verheiratet, lebt mit seiner Familie in Kalifornien. Nach abgebrochenem Lehramtsstudium arbeitete er u. a. als Schuhverkäufer, Buchverkäufer und Bibliothekar. 2007 veröffentlichte er seinen 1. Jugend-Roman, der sich in den USA über 1 J. auf Platz 1 der Bestseller-Listen hielt und 2009 in Deutschland unter dem Titel “Tote Mädchen lügen nicht” veröffentlicht wurde. Carolyn Mackler, Jahrgang 1973, lebt mit Mann und Sohn in New York und schreibt Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher, die in den USA mehrfach ausgezeichnet wurden. “Wir beide, irgendwann” ist das 1. gemeinsame Jugendbuch des Autoren-Duos. Handlung: Die 16jährige Emma bekommt im Jahr 1996 ihren 1. Computer geschenkt und landet bei der Internet-Installation durch Zufall auf einem Link namens “facebook” und in ihrem eigenen Profil im Jahre 2011. Emma erkennt, dass sie mit 31 J. eine arbeitslose und unglücklich verheiratete Frau sein wird, die von ihrem Mann betrogen wird. Ihr bester Kumpel, Nachbar und Mitschüler, der eher unscheinbare Josh – dem sie ihre Entdeckung anvertraut – soll hingegen gut situiert im Job und mit dem umschwärmtesten Mädchen ihrer High-School verheiratet sein. In der Gegenwart beschäftigt sich Emma mit wenig anderem als mit ihrer Zukunft und stellt fest, dass sie durch Änderungen in der Gegenwart, Einfluss auf ihre Zukunft nehmen kann – aber auch auf die Zukunft von Josh, der seit dieser Entdeckung jedoch – im Gegensatz zu Emma – eher versucht, den Grundstein für die entdeckte glückliche Zukunft zu legen. Fazit: Das 394 Seiten starke Buch ist in einem angenehmen Schriftbild, einer gut verständlichen Ausdrucksweise und in kurzen Kapiteln geschrieben, die jeweils abwechselnd aus der Sicht von Emma und aus der Sicht von Josh berichten. Das Cover ist ansprechend gestaltet und das Buch sehr angenehm und kurzweilig zu lesen. Zu Beginn des Buches habe ich mich etwas schwer getan zu verstehen, welche Veränderungen in Emma’s Gegenwart in welcher Weise Auswirkungen auf Emma’s Zukunft haben, weil das am Anfang meiner Meinung nach etwas verworren scheint. Insgesamt findet immer wieder ein Wechsel zwischen Gegenwart und Zukunft statt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und obwohl man das Ende schon vorhersehen kann, mag man das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wäre in meiner Jugend dankbar für so abwechlungsreiche Lese-Unterhaltung gewesen. Wenn einem z. B. das Buch “Was? Wäre? Wenn?” von Wiebke Lorenz gefallen hat, findet man meiner Meinung auch dieses Buch hier ganz toll! Lediglich in einem Punkt gibt es einen kleinen Abzug von mir: Da wir nun bereits das Jahr 2012 schreiben, wäre es schön gewesen zu erfahren, wie es Emma und Josh nach den Veränderungen im Jahr 1996 und ihrem Leben danach tatsächlich im Jahr 2011 ergangen ist :-) Daher 4 von 5 möglichen Punkten :-)

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