Leserstimmen zu
An einem Tag mit dir

Sarah Jio

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Jennifer, die Enkelin von Anne, findet in deren Mülltonne einen Brief aus Tahiti, den Anne wohl versehentlich mit Werbeprospekten weggeworfen hatte. In diesem Brief bittet eine fremde Frau um Annes Hilfe bei der Aufklärung eines Mordes, der an einem Abend im Jahr 1943 am Strand von Bora-Bora geschah. Anne war damals während des 2. Weltkrieges als Lazarettschwester mit ihrer Freundin Kitty dort stationiert. Dieser Brief und einige alte Fotos, die Jennifers Vater zufällig beim Aufräumen gefunden hat, wecken in der alten Dame die Erinnerungen an die Zeit vor 70 Jahren, die sie auf der Insel verbracht hat. Auf einem Foto ist auch Westry zu sehen, ein Soldat, den Anne auf der Insel kennenlernte. Er wurde ihre große Liebe, die jedoch schmerzlich endete und dennoch hat sie Westry nie vergessen. Die Geschichte ist aus Annes Sicht in der Ich-Form erzählt und spielt auf zwei Zeitebenen. So wie Anne ihrer Enkelin ihre Geschichte erzählt, erlebt der Leser die Zeit, als sich Anne als junge Frau in den Dienst ihres Landes stellte und als Krankenschwester in ein Kriegslazarett auf Bora-Bora ging. Sarah Jio erzählt Annes Geschichte sehr einfühlsam und schafft es dabei wunderbar, neben den Schrecken des Krieges auch die Schönheit der Insel im Südpazifik zu beschreiben. Ein Zusammenspiel, das oft nicht zusammen zu passen scheint, denn ein Krieg im Paradies, das sollte nicht sein. Die jungen Krankenschwestern und auch die jungen einheimischen Frauen hatten es damals nicht leicht, umgeben von Soldaten, die viele Entbehrungen ertragen mussten. Aber es gab auch schöne Momente für die junge Anne, besonders als sie Westry kennenlernt und die beiden in einer alten Strandhütte einen Zufluchtsort finden. Ich habe sehr mit den beiden gefiebert, dass es für sie und ihre Liebe ein Happy End geben möge, aber das Leben hatte andere Pläne. Ausgelöst durch den Brief und die Bitte um Hilfe entscheidet sich Anne trotz ihres hohen Alters mit ihrer Enkelin noch einmal nach Bora-Bora zu fliegen, um der fremden Briefschreiberin bei der Suche nach Gerechtigkeit zu helfen und mit der Vergangenheit abzuschließen. Ich dachte, Anne und Westrys Geschichte sei schon sehr bewegend aber die aktuellen Ereignisse, die dann folgen, sind es genauso. Gefesselt habe ich verfolgt, was nach so vielen Jahren noch ans Tageslicht kommt und wie die Vergangenheit aufgearbeitet wird. Und es gibt noch so einige Überraschungen für Anne. Sarah Jios lebendiger und mitreißender Schreibstil hat mich dieses Buch auf eine ganz besondere Weise erleben lassen. Ich fühlte mich mitten in die Handlung hineinversetzt und konnte sehr gefesselt am Schicksal der Protagonisten teilhaben. Die Geschichte hat mich sehr bewegt und hat mir auch an einigen Stellen die Tränchen in die Augen getrieben. Aber am Ende habe ich selig gelächelt- „An einem Tag mit dir“ ist ein gefühlvoller und bewegender Roman, der ohne Kitsch über eine große Liebe und Themen wie Freundschaft, Verlust und Verrat erzählt, eingebettet in die historischen Ereignisse im 2. Weltkrieg. Ich hatte unterhaltsame und bewegende Lesestunden und empfehle dieses wunderschöne Buch uneingeschränkt weiter! Fazit: 5 von 5 Sternen

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Eines Tages gibt ihre Enkelin der gut 90-jährigen, in Seattle lebenden Anne Godfrey einen rätselhaften Brief aus Tahiti. Eine ihr fremde Frau bittet sie darin um Mithilfe bei der Suche nach Gerechtigkeit für einen Mord, der an einem Abend im Jahr 1943 am Strand von Bora Bora verübt worden war. Der Brief wühlt die alte Frau auf und ist für sie Anlass für eine Reise in die Vergangenheit, als sie während des 2. Weltkriegs als Lazarettschwester auf der Insel im Südpazifik stationiert war. Sie erzählt ihrer Enkelin von dieser Zeit und der großen Liebe, die sie dort erlebt, die aber ein schmerzliches Ende gefunden hat. Schließlich bleibt Anne trotz ihres hohen Alters nichts anderes übrig, als zusammen mit ihrer Enkelin noch einmal nach Bora Bora zu fliegen, um ein großes Unrecht wieder gutzumachen. Resümee: Es gelingt der Autorin genau wie in ihren anderen Werken*) so auch in diesem Roman, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen. Das Buch ist aus der Sicht Annes geschrieben, die mit Anfang 20 unmittelbar vor der Heirat mit dem erfolgreichen Bankier Gerard steht. Kurzfristig sagt sie die Hochzeit jedoch ab, um sich zusammen mit ihrer Busenfreundin Kitty als Krankenschwester auf Bora Bora zu verpflichten. In dem Soldaten Westry findet sie dort die große Liebe, die jedoch durch Intrigen schmerzlich endet. Es geht also um den Themenkomplex Freundschaft, Liebe, Verrat und Verlust sowie Gerechtigkeit, überwiegend vor der Kulisse Bora Boras während des 2. Weltkriegs. Freundschaftliche und Liebesbeziehungen entwickeln und verändern sich in der Abgeschiedenheit und unter den Bedingungen des Lazarett-Camps auf besondere Weise. Nach den Erfahrungen dort werden in der Heimat eingegangene Verbindungen zum Teil anders bewertet und in Frage gestellt. Dies ist wieder ein fesselnder Jio-Roman und zugleich ein einfühlsam geschriebenes Buch, das mich sehr bewegt hat. Bis zum Schluss hofft man doch noch auf ein Happy-End für Anne und Westry und darauf, dass die Autoren wieder die ihr eigenen Zufälle spielen lässt. Und auch die Sprache ist wieder so "farbenprächtig" und bildhaft, dass man sich direkt in die Handlung hineinversetzt fühlt. Fazit: ein spannender, bewegender Roman *) "Brombeerwinter" (Rezension vom 04. Dez. 2014) "Zimtsommer" (Rezension vom 22. Juli 2016) "Irgendwo für immer" (Rezension vom 06. Nov. 2017) "Der Kameliengarten (Rezension vom 12.Nov. 2017)

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Anne Calloway hat ihr Leben gelebt und kann auf viele erfüllte Jahre zurückblicken. Da erreicht sie eines Tages ein Brief aus Bora Bora und sie beginnt einen Tripp in die Vergangenheit, zurück ins Jahr 1942, als sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin Kitty auf den Weg in den Pazifik gemacht hatte, um dort als Krankenschwester zu arbeiten. Anne hatte sich gerade mit Gerard verlobt und flieht vor ihm, da sie nicht verstehen kann, warum er sich vom Wehrdienst hat freistellen lassen. Sie will noch was von der Welt sehen und fühlt sich ihrem Land verpflichtet, so dass sie sich freiwillig als Krankenschwester meldet. Sie landet auf der Insel Bora Bora und ist von ihr verzaubert. Dort sind 2000 Soldaten und ca. 45 Krankenschwester stationiert. Nicht immer geht es dort zivilisiert zu, denn die Männer haben lange Zeit keine Frauen gesehen. Der Krieg scheint anfänglich weit weg zu sein, kommt aber mit der Zeit immer näher. Beim Tanzen wird Anne von einem Soldaten angemacht, ein anderer verteidigt sie. Dieser andere ist Westry, ein Soldat, der bald die Liebe ihres Lebens werden wird. Am Strand entdecken die beiden eine versteckte Hütte, die sie sich zu eigen machen und in der sie sich immer treffen, wenn es ihnen möglich ist. Eines Abends werden die beiden Zeugen eines Mordes, der von einem Soldaten an eine junge schwangere Einheimische begangen wird. Sie behalten darüber Stillschweigen, aber es wird nichts mehr wie es war. Nach 9 Monaten läuft Annes Zeit auf der Insel ab und Westry muss ein weiteres Mal an die Front. Wird es für die beiden ein Happy End geben? ... Sarah Jio hat ein wunderbares einfühlsames Buch geschrieben, das mich sehr bewegt hat. Mittels eines Briefes gelingt es ihr, die Brücke zwischen 1942 / 43 und dem Heute zu schlagen. Als Anne diesen Brief erhält, denkt sie an ihre Zeit auf der Insel zurück und erzählt ihrer Enkelin davon, auch von ihrer großen Liebe Westry und wie alles endete. Die Schreiberin des Briefes bittet um Hilfe, denn der Mordfall an die Einheimische von vor fast 70 Jahren ist noch immer nicht geklärt. Anne, die Sympathieträgerin des Buches hat auch nach all dieser Zeit ihre große Liebe Westry nie vergessen, obwohl sie einen anderen geheiratet hatte. Auf der Insel waren sie die Liebenden schlechthin. Anne, verträumt und liebevoll und der hilfsbereite, loyale Westry sind ein wahres Liebespaar, die zueinander stehen. So liebevoll und zärtlich sie miteinander umgingen, wünschte man als Leser ihnen alles Glück der Welt. Das Leben und der Neid anderer ließen dies aber nicht zu. Der Autorin ist durch ihre bildhafte Schreibweise hervorragend gelungen, sich als Leser ebenfalls auf dieser Insel wohlzufühlen. Auch die Schrecken des Krieges waren allgegenwärtig und machen betroffen, zumal das Zusammenspiel von Schönheit und Krieg nicht zusammen zu passen scheint. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen, war fasziniert von der Schönheit der Insel, habe mitgezittert um die Liebe von Anne und Westry, habe mit gebangt, dass Westry von seinen Einsätzen gesund zurück kam und war genauso entsetzt wie die beiden Protagonisten, als sie den Mord beobachteten. Ich hatte das Gefühl, ein Teil der Geschichte zu sein, so sehr konnte ich mich hineinversetzen. Da ich nah am Wasser gebaut bin, hatte ich das ein oder andere Mal auch Tränen in den Augen. Für mich ist die Autorin eine Neuentdeckung und ich werde sie auf alle Fälle im Auge behalten. Ein Buch, das ich wirklich gern weiterempfehle.

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