Leserstimmen zu
Nicht die Bohne!

Kristina Steffan

(2)
(1)
(0)
(0)
(0)

Rezension zu Nicht die Bohne von Kristina Steffan Titel: Nicht die Bohne! Autor: Kristina Steffan Verlag: Diana Verlag (Random House) Seiten: 352 Genre: ChicLit/Liebesroman Preis: TB 8,99 € / ebook 7,99 € Erscheinungsdatum: 09.04.2013 Isbn: 978-3453357426 Klappentext: Paula Schmidt mag keine Kinder. Klein, laut, dreckig, muss nicht sein. Karriere dagegen unbedingt! Gerade hat sie sich von Olaf und seinem Dauerthema Familienplanung getrennt, da ist Paula plötzlich schwanger. Ungewollt, versteht sich. Dass das bohnenförmige Wesen auf dem Ultraschall ihr das Herz stehlen könnte, damit hat sie nicht gerechnet. Ebenso wenig mit dem Chaos, das nun über ihr Leben hereinbricht: in Form einer Kreißsaaltour mit Duftlämpchen und Walgesängen, einer neuen beruflichen Laufbahn auf dem Ökohof und eines schweigsamen, aber sehr attraktiven Tischlers namens Simon Meinung: Nachdem ich den Roman „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, welchen Steffan unter dem Namen Kristina Günak herausgebracht hat, ausgelesen hatte, der mich sehr begeistern konnte, habe ich auf anhieb fünf (ja, fünf) weitere Bücher von ihr bestellt. Der Klappentext von „Nicht die Bohne!“ sagte mir aufgrund des Themas am meisten zu und so wurde dies meine nächste Lektüre. Auch hier wurde ich wieder gut unterhalten. Mit „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ konnte dieser Roman jedoch nicht ganz mithalten. Auch in „Nicht die Bohne!“ konnte mich der locker leichte und humorvolle Schreibstil durch die Seiten tragen. Steffan erschafft anscheinend immer wieder weibliche Figuren, die nicht auf den Mund gefallen sind und sich auf eine charmante und witzige Art und Weise durchs Leben bringen. Einzig die leichte Oberflächlichkeit, die mich auch in dem unter Günak veröffentlichten Roman, gestört hatte, war auch hier wieder zu finden. Sie ist leider ein fester Bestandteil des Genres ChicLit. Wenn man jedoch darüber hinwegsehen kann, hat man sicher Spaß mit den Protagonisten der Bücher. Was man nicht erwarten sollte, ist eine im Vordergrund stehende Liebesgeschichte, der die Schwangerschaft nebenbei gestellt wird. Die Liebe entwickelt sich hier nach und nach und dies auch eher auf eine leise Art und, die mir wieder einmal sehr zugesagt hat. Allerdings hatte ich teilweise auch das Gefühl, dass das eigentliche Hauptthema aufgrund etlicher Nebensächlichkeiten in den Hintergrund gerückt wurde. Und trotzdem mochte ich auch diese Geschichte aus der Feder von Frau Steffan/Günak. Es ist immer wieder ein Kunst, selbst den Nebenfiguren so viel Leben einzuhauchen, dass man sie nach Beenden des Romans sofort vermisst. Fazit: ChicLit mit Tiefgang - ein Rezept mit dem Kristina Steffan immer wieder bei mir Punkten kann.

Lesen Sie weiter

Nicht die Bohne! ist ein humorvoller Roman rund um das Leben einer Karrierefrau, die ungewollt schwanger wird. Paula hat nämlich eigentlich einen großen Plan für ihr Leben und Kinder kommen darin ganz und gar nicht vor. Sie mag die kleinen Teppichratten einfach nicht, denn sie sind laut, stinken öfter mal gerne und machen ganz viel Arbeit. Sogar die Trennung von ihrem Freund Olaf war darin begründet, dass er Kinder wollte und sie nicht. Und dann sitzt sie plötzlich kurz nach der Trennung mit einem positiven Schwangerschaftstest da. Und nun? Meine Gebärmutter ist nicht nur befruchtet, sondern auch noch hinterhältig! (S. 38) Paulas Panik konnte ich vom ersten Moment an total nachvollziehen, denn sie hatte bisher mit Kindern einfach nichts im Sinn und soll sich nun plötzlich um ein solches Wesen kümmern. Erst nach und nach kann sie sich immer besser damit abfinden und das "Projekt Bohne" starten. Ihre praktische Art mit der Schwangerschaft umzugehen war mir sehr sympathisch, denn sie steht ansonsten mit beiden Beinen fest im Leben. Ihre Entscheidung niemals Kinder zu haben und sich mit dem Babykram auch nicht näher zu beschäftigen, ist beim Projekt Bohne natürlich ein großer Nachteil. Paula weiß vieles nicht, dass man normalerweise vor einer Schwangerschaft in Erfahrung bringt (z.B. Was darf man essen?) und ist vor allem am Anfang sehr verunsichert. Gleichzeitig ist Paula mit ihrer Pragmatik total liebenswert und ihre Sprüche sind oft unschlagbar ironisch, besonders wenn es um Klischees rund um die Schwangerschaft geht. Sehr gut gefallen hat mir, dass es neben den vielen ironischen, humorvollen Szenen auch ernsthafte Unterhaltungen gab, die dem Buch eindeutig an Tiefe verliehen haben. Paula muss sich nämlich nicht nur der Schwangerschaft stellen, sondern ihr Leben dadurch komplett verändern. Sie hat richtige Existenzängste, weil sie alleinstehend ist und dazu noch einen neuen Job braucht. Aber sie findet oft die richtigen Gesprächspartner, die sie wieder aufbauen und ihr zeigen, dass sie nicht allein ist. Das alles wird auf eine so direkte, offene und ehrliche Art erzählt, dass man Nicht die Bohne! nicht aus der Hand legen möchte. Bewertung Nicht die Bohne! überzeugt auf ganzer Linie. Das Buch ist nicht nur romantisch und humorvoll, sondern beschäftigt sich auch mit den Problemen einer Schwangerschaft ohne dabei ein typischer Frauenroman zu sein. Ich hab mich wunderbar unterhalten gefühlt und werde die Autorin im Auge behalten. Mit Nicht die Bohne! hat sie sich direkt in mein Herz geschrieben

Lesen Sie weiter

Schwanger? Kann nicht sein. Aber die zwei blauen Linien sagen etwas anderes. Da hat sie sich von Olaf getrennt, weil er unbedingt eine Familie mit Kindern haben wollte, im Gegensatz zu ihr, und nun das. Paula mag keine Kinder und hat das Mutter-sein eigentlich nie ernsthaft in Betracht gezogen. Paula sieht sich als Karrierefrau und will im Leben was erreichen, die Leiter nach oben steigen. Stattdessen wird sie gefeuert, von einem Tag auf den anderen. Natürlich geht sie nicht, ohne ihrem Chef noch mal so richtig die Meinung gesagt zu haben. Was nun? Paula ist wie gelähmt und weiß nicht, was sie tun soll. Aber bereits nach dem ersten Arztbesuch und dem ersten Ultraschallbild der Bohne, wie sie ihr Kind von Beginn an nennt, ist alles anders. Sie will das Kind, auch wenn sich ihr Leben von diesem Tag an permanent ändern wird ... Wow, was für ein Buch, war einer meiner ersten Gedanken, als ich das Buch zugeklappt hatte. Lange habe ich mich nicht mehr so gut unterhalten mit einem Buch. Paula, die Karrierefrau, wird von ihrer Schwangerschaft völlig überrumpelt. Sie war nicht gewollt und schon gar nicht geplant. Nie im Leben hat sie an Kinder gedacht. Genau wie sie ist fast jeder in ihrer Umgebung mit überrascht über das Ereignis, wissen doch ihre Familie und ihre Freundinnen um ihre Meinung zu dem Thema. Ich fand die Reaktionen der einzelnen Personen total faszinierend. Es wurde ihr weder nach dem Mund geredet, noch wurde ihr irgendwas eingeredet. Alle standen zu ihr, egal wie ihre Entscheidung ausfallen würde. Selbst ihre Eltern brachten das sehr gut. Paula hat eine Familie und Freundinnen, die jeder gern hätte. Sie sind zur Stelle, wenn sie gebraucht werden und stehen ihr jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Man muss sie einfach mögen. Aber auch Paula selbst ist eine Protagonistin, die man gern zur Freundin hätte. Als sie ihre Schockstarre über die Schwangerschaft und ihre Kündigung überwunden hatte, startet sie voll durch. Mit Hilfe eines Anwalts geht sie gegen ihre Kündigung vor. Ihr gelingt das Unglaubliche, sie findet eine Halbtagsstelle auf einem Biohof, wo sie sich auf eine Stelle als Assistentin für Vertrieb und Buchhaltung beworben hatte. Sie hat zu allen einen guten Kontakt bis auf Simon. Der würde sie zwar als Mann ansprechen, aber seine Brummigkeit und Distanziertheit schrecken sie anfangs ein wenig ab. Bis sie sich langsam in Simon verliebt, aber der stößt sie immer wieder von sich. Aber Paula wäre nicht Paula, wenn sie nicht versuchen würde herauszubekommen, welche Probleme Simon hat, weswegen er so ist. Kristina Steffan hat mir mit ihrem Buch eine wunderbare Unterhaltung beschert. Es gab Stellen, da musste ich richtiggehend lachen. Eine Szene des Buches hat sich in meinem Kopf hartnäckig festgesetzt. Sie beschreibt ein paar Männer, die an einem Tisch sitzen und brainstorming betreiben. Nur sie vergleicht diese Männer mit Hennen in der Ei-Austreib-Phase. "Die bekommen dann auch immer so einen glasigen Blick, kurz bevor das Ei aus dem Hintern fällt" (Seite 241). Mein Kopfkino versuchte zu erfassen, wie die Autorin an dieser Stelle Recherche betrieben hat. Wie lange mag sie wohl den Hühnern Auge in Auge gegenüber gesessen haben, um das in ihren Augen zu sehen? Aber sie scheute auch vor anderen Vergleichen nicht zurück. Was mit der "Bohne" beginnt, hört auch beim Vergleich, wie Kaffee schmecken kann, nicht auf. Ein ausgesprochen warmherziger, humor- und liebevoller Roman um Liebe, Freundschaft und Verantwortung. Mit der Protagonistin Paula freundet man sich sehr schnell an und schließt sie ins Herz. Auch ihre Freundinnen, Arbeitskollegen und ihre Familie sind so gezeichnet, dass man sie einfach mögen muss. Selbst Simon in seiner Verletzlichkeit hat etwas berührendes an sich, dem man sich schwer entziehen kann. Ein wirklich tolles Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und ich hoffe noch auf mehr Bücher von der Autorin in diesem Genre.

Lesen Sie weiter