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Leserstimmen (76)

Charlotte Link: Die Entscheidung

Die Entscheidung Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0441-0

Erschienen: 05.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Die Entscheidung

Von: Michelle Elisee Datum : 07.09.2017

https://michelleelisee.wordpress.com/

Klappentext

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Von der Autorin Charlotte Link habe ich schon sehr viel Positives gehört und bin schon des Öfteren um sie herumgeschlichen. Jetzt hab ich endlich die Chance bekommen, mir meine eigene Meinung zu machen. Tatsächlich habe ich ungewollt ziemliche Vorurteile gegenüber deutscher Autoren, doch hat sich das hiermit aufgelöst. Charlotte Link hat mich definitiv eines Besseren belehrt.

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannungsreich. Er packte mich und ließ mich bis zur letzten Seite nicht los. Sehr gekonnt und sicher in dem was sie tut, wirkte dieses Werk.

Der Inhalt des Buches sprach mich auf Anhieb an. Obwohl ich sehr selten Krimis lese, musste ich einfach wissen, wie es hier ausgeht. Ich wurde nicht enttäuscht und bereue es nicht, mich mal wieder an einen Krimi herangewagt zu haben.

Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut. Es passt perfekt zu der Geschichte, zieht einen sofort in den Bann und bringt einen sofort in Stimmung.


Mein Fazit zu diesem Buch ist durchweg positiv. Vom Cover bis zum Inhalt harmoniert alles uns reißt einen in seinen Bann. Unbedingt mehr von dieser Autorin!

Mir hat das Buch gefallen! Absolute Leseempfehlung!

Von: Jacky Datum : 05.08.2017

https://exlibrisreadmorebooks.blogspot.de

Titel: Die Entscheidung
Autor/in: Charlotte Link
Genre: Kriminalroman
Erschienen am:
Verlag: Blanvalet
Seiten: 575
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag/
eBook (epub)/
Taschenbuch (erscheint am 16.10.2017)
Preis: 22,99€/
19,99€/
9,99€
Kaufen? Hier!
ISBN: 978-3-7645-0441-0/
978-3-641-199880-7/
978-3-7341-0522-7

Bewertung insgesamt: *****
Klappentext
Was, wenn du
im falschen Moment
die falsche
Entscheidung triffst?

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern
in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch
dann kommt alles anders. Die Kinder sagen ihm
kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf
einem Strandspaziergang begegnet er einer verwahrlosten,
verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig
verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt,
tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend,
dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische
Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis
nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen,
das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser
Verbrecher geriet. Selinas dramatische Flucht löst eine Kette
von sich überschlagenden Ereignissen aus, die für Simon
und Nathalie zur tötlichen Gefahr werden.

Inhaltsangabe aus dem Buch
>>Ich glaube, ich habe einen Mann umgebracht!<<
Als Simon, ein deutscher Urlauber, der in
seinem südfranzösischen Ferienhaus einem
einsamen Weihnachtsfest entgegensieht,
diese Worte von der jungen Französin hört,
die er am Strand getroffen hat, reagiert er
mit Fassungslosigkeit: Nathalie, verwahrlost
und halb verhungert, redet von ominösen
Verfolgern, die sie zur Flucht aus Paris veranlasst
haben, und von einem in Notwehr begangenen
Tötungsdelikt. Der von Selbstzweifeln gequälte
Simon, der zweimal im Leben eine richtige
Entscheidung treffen wollte und der Fremden
daher seine Hilfe angeboten hat, findet sich
in einem Alptraum wieder. Gehetzt von
skrupellosen Verbrechern, deren Ziele und
Motive weder er noch Nathalie kennen. Und
als Teil einer viel größeren Geschichte, deren
Anfänge bis nach Osteuropa reichen, wo Eltern
verzweifelt nach ihren verschwundenen
Töchtern suchen...

In mehreren Handlungssträngen erzählt
Charlotte Link, wie die fatale Entscheidung
eines einzigen Augenblicks für einen Mann
und jeden Menschen in seiner Umgebung
zur tötlichen Gefahr wird.

Über den Autor
CHARLOTTE LINK, geboren in
Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste
deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre
Kriminalromane sind internationale
Bestseller, auch Die Betrogene eroberte wie-
der auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste.
Allein in Deutschland wurden bislang über
26 Millionen Bücher von Charlotte Link
verkauft; ihre Romane sind in zahlreichen
Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt in der Nähe
von Frankreich/Main.

Erster Satz
GOUSSAINVILLE, FRANKREICH,
MONTAG, 7. DEZEMBER
"Sie braucht tatsächlich nur ein paar Sekunden, um das
Türschloss zu öffnen."

Meine Meinung
Das Cover ist der Autorin wirklich gut gelungen. Der Strand, welcher zudem auch noch düster aussieht, so wie es in der Geschichte mit dem schlechten Wetter und so erzählt wurde, ist echt gut geworden. Außerdem finde ich, dass das Cover auch super zu der Szene passt, wo Simon die junge Französin Nathalie sieht und ihr in ihrer schlechten/schwierigen Situation hilft. Bei dieser Szene kommt auch noch einmal der Titel besonders zum Ausdruck. Alles hat mit der einen Entscheidung angefangen, wordurch er in die ganze Geschichte verwickelt wurde.
Charlotte Link hat es geschafft, mir ein hoch spannendes Highlight zu bescheren.
Die Geschichte ist komplex, was ich dieses Mal wirklich super fand. Die Autorin hat ein durchaus bekanntes Thema genommen, jedoch fand ich, wie sie es geschrieben hat, einfach perfekt zusammengesetzt. Die Komplexität, die sie mit den zahlreichen Perspektiven schafft, entwickelt ein gigantisches Gerüst aus Verstrickungen, die nur ganz langsam am Ende der Geschichte ineinander fließen und dann auch noch überraschend aufgelöst werden. Das hat mir in der Geschichte auch super gefallen.
Somit kann ich gleich noch einmal etwas über die verschiedenen Perspektiven schreiben. Normalerweise finde ich den ständigen Wechsel von den Perspektiven, die nichts miteinander zu tun haben, ja nicht ansprechend, aber hier fand ich es angenehm zu lesen. Man hat bis zum Ende hin immer mehr erfahren, wie stark alles zusammenhängt. Zudem handelten die Perspektiven, welche in der Ich-Erzählform geschrieben sind auch in der Gegenwart, bis auf die, wo Nathalie von ihrer Vergangenheit geredet hat, aber das hat mich auch nicht gestört.
Charlotte Link hat das mit dem Netz aus Verwirbelungen von Abgründen, Situationen, Geschehnissen und Figuren auf den 575 Seiten super hinbekommen.
Nun zu den Charakteren, welche mir auch super gefallen haben, weil sie sehr intensiv und gut ausgearbeitet wurden und man sich so auch ein sehr deutliches Bild von den einzelnen Figuren machen konnte.
Die Emotionen in der Geschichte, die in dem Kriminalroman eine sehr große Rolle einnehmen, konnte ich richtig miterleben und mitfühlen. Zudem spielt hier auch noch sehr stark Angst, Verzweifelung und Panik mit. Aber auch Selbstzweifel, die die Hauptfigur Simon zutiefst leiden lässt und die Nathalie in die Magersucht trieb.
Charlotte Link bring dies mit ihrem wunderbaren Schreibstil super zur Geltung.

Als Fazit kann ich sagen, das "Die Entscheidung" einem deutlich zeigt, dass jede noch so gut gemeinte Entscheidung eine fatale Ereigniskette nach sich ziehen kann. Ich fand das Buch super zu lesen und man kann schon sagen, ich habe es wortwörtlich verschlungen. Es ist ungeheuer spannend und ich bin wirklich begeistert von Charlotte Link, da es auch mein erstes Buch von ihr war.

Also: Mir hat das Buch super gefallen! Absolute Leseempfehlung!

Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag Blanvalet für das Rezensionsexemplar!

Eure Jacky

Lesenswert, aber leider nicht das beste Buch von Charlotte Link

Von: somethoughtsonbooks Datum : 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Zuallererst muss ich sagen, dass Charlotte Link mit zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört. Eine Bücherreihe im Regal ist bei mir zuhause allein ihr gewidmet. Deswegen war ich natürlich total gespannt, als das neue Buch „Die Entscheidung“ veröffentlicht wurde.
Der Titel verrät bereits: Manchmal kann eine einzige Entscheidung dein komplettes Leben verändern - wie auch bei Simon.
Diese Geschichte ist für mich persönlich aber anders, als die bisherigen Bücher von Charlotte Link. Denn was ich besonders an ihren Büchern mag, ist, dass man in das Leben verschiedener Personen eintaucht und oftmals so gar nicht weiß was der eine mit dem anderen zu tun hat. Erst im Laufe der Zeit wird klar, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen. Bei "Die Entscheidung" ist es mir sehr früh klar wie das Ganze zusammenhängt. So beeindruckend ich die Integration von aktuellen Geschehnissen, wie dem Terroranschlag von Paris, und auch der Flüchtlingskrise finde, so fehlt trotzdem im Laufe der Geschichte das typische Charlotte Link-„Aha-Erlebnis“. Stattdessen beende ich das Buch relativ frustriert und mit einigen offenen Fragen. Simon und Nathalie sind durch die Erlebnisse definitiv um einiges stärkere Charaktere geworden. Ich frage mich aber, ob der ein oder andere Schicksalsschlag dafür tatsächlich notwendig war. Und was passiert dann am Ende mit den beiden? Wie soll Nathalies Leben weitergehen? Sie steht am Ende des Buches ja quasi ohne irgendetwas da. Und wie kann Simon sein Leben weiterleben? Er hat Stärke gegenüber seiner Exfrau bewiesen, aber was ist mit dem Rest? Er trägt eine Schuld, die niemand so einfach verarbeiten kann.
Eine weitere Person ist auch Ninka: Ihre Eltern haben so viel Stärke bewiesen, die Mutter ist über sich hinausgewachsen - der Leser bleibt aber im Unklaren, ob die Familie aus Bulgarien jemals wieder vollständig und vor allem glücklich sein wird. Das Buch hat gezeigt, dass beide Elternteile ohne ihre Tochter niemals zurück in ihr normales Leben können.

Mein Gesamteindruck:
Nicht eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Charlotte Link - aber lesenswert!

Tolles Buch, definitiv empfehlenswert!

Von: Alina Datum : 10.07.2017

lostinpagesforever.blogspot.de/?m=1

Die Entscheidung - Charlotte Link

Titel: Die Entscheidung
Autor: Charlotte Link
Verlag: blanvalet
Sprache: Deutsch
Seiten: 575
Preis (DE): 22,99€
Erschienen: 05.09.2016
ISBN: 978-3-7645-0441-0

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Entscheidung/Charlotte-Link/Blanvalet-Hardcover/e401816.rhd

Inhalt
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …


Meine Meinung:
Cover
Das Cover dieses Buches ist, wie von allen Charlotte Link Büchern, mit einem Landschaftsbild versehen. Wie immer sind die Farben sehr kalt und düster. Ich finde, dass das gut zu den Büchern passt, da es um Verbrechen geht und man die mit kalten, trostlosen Farben assoziiert.
Außerdem ist auf dem Cover ein Strand zu sehen, der auch zur Handlung des Buches passt, da Simon in Südfrankreich Urlaub macht und dort am Strand auch Nathalie findet.

Charaktere
In diesem Buch gibt es wie in vielen Büchern von Charlotte Link mehrere Protagonisten, da zwei ganz unterschiedliche Geschichten dann doch irgendwie zusammenhängen und miteinander zutun haben. Meiner Meinung nach kommen alle Figuren in diesem Buch authentisch herüber. Es ist jedoch sehr fraglich, warum zum Beispiel Simon Nathalie bei sich aufgenommen hat, obwohl er nichts über sie wusste. Ich denke es ist eher unwahrscheinlich, das jemand so etwas tun würde, allerdings nicht ausgeschlossen.

Schreibstil
Der Schreibstil von Charlotte Link gefällt mir generell sehr gut. Es ist nicht zu langatmig, aber auch detailliert, sodass man sich alles vorstellen kann. Vorallem mochte ich, dass das Buch wie eine Art Tagebuch geschrieben wurde: über jedem Kapitel steht das Datum und der Ort der darin passierenden Handlung .

Handlung
Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Ich war direkt schon von Anfang an gefesselt, was bei dem letzten Charlotte Link Buch leider nicht so war. Hingegen zu dem letzten Buch hab ich mich auch zwischendurch nicht gelangweilt, es war durchgehend spannend und actionreich. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Ende viel zu schnell ging, was mich etwas enttäuscht hat, denn nachdem die Handlung vorher schon so spannend war, hatte ich mit einem entsprechend aufregenden Ende beziehungsweise Höhepunkt gerechnet. Das ist jedoch mein einziger Kritikpunkt . Sonst fand ich das Buch spitze, wahrscheinlich das beste Charlotte Link Buch, das ich bisher gelesen habe.

gute Story, interessante Charaktere - perfekt für langes Wochenende

Von: 100 Geschichten Datum : 02.06.2017

www.100geschichten.blog

>> Man musste sich nur einen Moment lang auf der Welt umschauen, um zu wissen, dass es diese Hölle gab.... <<

Im Weihnachtsurlaub in Frankreich will Simon mit seinen beiden Kindern, welche bei der Ex Frau wohnen, die Feiertage verbringen. Doch der Nachwuchs entscheidet sich spontan um und Simon scheint Weihnachten allein feiern zu müssen. Am verlassenen Strand trifft er auf die verwahrloste und verängstigte junge Französin Nathalie und ab dem Moment trifft er eine von vielen – für ihn verheerenden – Entscheidungen.
Seine Freundin in Hamburg will sich von ihm trennen, er wird in einen scheinbaren Mord verwickelt und Nathalies Vergangenheit und blinde Liebe zu ihrem Freund Jerôme - der verschwunden ist und sich verstecken muss – zieht Simon immer weiter in gefährliche Machenschaften, die quer durch Europa reichen und einen Skandal aufdecken.


Wer ist Jerôme?
Nathalie: „Jerôme. Und mein Leben wendete sich zum Guten.“
Éliane: „.... und Liebe ist ein großes Wort. Toleranz und Gleichgültigkeit können manchmal in einer engen Nachbarschaft zueinander leben und die Grenze ist unter Umständen sehr schwer zu erkennen.“
Berney: „Es war etwas Kaltes und Berechnendes in seinem Wesen, und das empfand ich als umso unangenehmer, als es ihm wegen seiner Scheißfreundlichkeit nie nachzuweisen war.“



Fazit:
Obwohl es ein recht üppiger Roman von 575 Seiten Umfang ist, habe ich ihn an einem Wochenende durchgelesen. Ich hatte schon lange keinen Roman mehr von Charlotte Link gelesen und fragte mich schon nach den ersten paar Seiten nach dem Warum?
Die Geschichte beginnt Anfang Dezember in drei Erzählsträngen, welche gegen Weihnachten ineinander verweben. Die Geschichte von Nathalie erzählt sie aus der Ich-Perspektive und wechselt dann mit Simon in die Gegenwart und in die dritte Erzählform.
Die Autorin taucht gut in die Geschichte ein und nimmt mich als Leser mit in den tristen und kalten Dezember in Frankreich. Ab Seite 33 war ich schnell im Geschehen und die Erzählstränge liefen gut und flüssig ineinander über. Obwohl man natürlich zügig eine Ahnung bekommt, wie der Plot aufgebaut zu sein scheint. Dies nimmt dem Ganzen ein wenig die Spannung. Doch für mich haben das Story und Charaktere gut aufgefangen.


Wertung: 3,5/5 Sterne
Gelesen: Mai 2017

Eine nicht getroffene Entscheidung ist letztlich doch eine

Von: Bunter Lesesessel Datum : 24.05.2017

www.bunterlesesessel.blogspot.com

Dieser neue Roman aus der Feder von Charlotte Link ist wieder ein echter Pageturner. Schon ab der ersten Seite ist man mitten im Geschehen und verfolgt die aktuelle Story aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Voll Spannung liest man fast bis zur Mitte des Buches, bevor das eigentliche Thema des Buches das erste Mal genannt wird. Aber die Geschichte ist so interessant gestrickt, dass man eigentlich nach den ersten drei Sätzen weiß, worum es geht: um den grausamen Mädchenhandel zwischen Ost- und Westeuropa. 

Mit aktuellen Bezügen auf die jüngere Geschichte und die Terroranschläge des islamischen Staates hier in Europa macht uns die Autorin noch einmal ganz klar, dass die Geschichte in unserer Zeit und in unserem Land passiert. Spannend verstrickt Charlotte Link die Schicksale verschiedener Personen und lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Besonders gut gefällt mir eigentlich der Buchtitel. Die Entscheidung. Jeder der Protagonisten hat eine Entscheidung zu fällen, die sein weiteres Leben bestimmen wird. Ja mehr noch, ist es vielleicht sogar ein Appell an den Leser, nicht tatenlos dem grausamen treiben dieser Welt zu zu schauen, sondern in seinem Umfeld Aufmerksamkeit und zu Zivilcourage gegenüber anderen zu zeigen.
Mein Tipp: das Buch unbedingt lesen, weil es absolut brisant und aktuell ist und zudem eine spannende Geschichte bietet.

Ein super spannendes Buch

Von: Denise.M Datum : 04.05.2017

xbabiix.blogspot.de/

Inhalt:

Nur ein ruhiges Weihnachtsfest feiern, im schönen Südfrankreich, ganz ohne Stress und Hektik, das wünscht sich Simon. Doch dann kommt alles ganz anders und sein Plan löst sich in Luft auf,
Erst sagen seine Kinder kurzfristig ab, und dann gibt ihm seine Freundin auch noch den Laufpass. Doch es ist eine seltsame Begegnung, die Simons Leben letztlich völlig aus dem Gleichgewicht bringt. Während eines Strandspatziergangs trifft er auf eine junge, verwahrlost aussehende Frau namens Nathalie. Es stellt sich heraus, dass Nathalie weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat. Außerdem ist sie fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt. Simon hat Mitleid mit der jungen Frau und bietet ihr seine Hilfe an. Dabei ahnt er nicht, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und die Hände skrupelloser Verbrechen geriet.

Mein Fazit:

Wieder einmal mehr ein typischer Kriminalroman von Charlotte Link. Bei jedem Buch von ihr denke, ich, das ist der absolute Nervenkitzel. Aber jedes neue Buch übertrifft völlig meinen Erwartungen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Spannung pur bis zum Schluss. Ein tolles Buch voller Spannung das man sogar die Luft anhalten muss. Mir hat es super gut gefallen ich hoffe es folgen noch weitere tolle Bücher von Ihr.

Die Finsternis unserer Welt

Von: Literatur-Universum Datum : 28.04.2017

https://www.literatur-universum.com

Die mittlerweile 54-jährige Bestseller Autorin Charlotte Link hat ihr nächstes Buch herausgebracht. Sie gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Nach den letzten zwei sehr aufregenden Büchern »Im Tal des Fuchses« und »Die Betrogene«, war die Vorfreude auf den neuen Krimi »Die Entscheidung« dementsprechend exorbitant.

Charlotte Link Kenner werden von der Erzählweise wenig überrascht sein. Meisterhaft spinnt die Autorin wieder ein Netz von widerwärtigen Konflikten und Geschehnissen. Erwartungsgemäß gelingt ihr das in ihrer prägnanten Sprache äußerst famos. Die Leichtigkeit der Schilderung der Ereignisse ist eine Tugend, die diese Autorin zu ihrer breiten Beliebtheit verholfen hat. Der Stil ihres Erzählens verleitet Menschen dazu, sich auch in Geschichten verlieben zu können. Bei dem neuen Werk scheint mir jedoch die Intensität zu groß zu sein. Die Beschäftigung mit den Details zu ausgeprägt. Seitenfüller. Unwichtiges als Wichtiges reklamierend. Ungewohnt bei dieser ansonsten prägnanten Schreiberin.


Die Handlung spielt sich zu einer Zeit ab, in der in Frankreich wegen der Terroranschläge immer noch der Ausnahmezustand herrscht. Die Erzählung beginnt mit einer Flucht Anfang Dezember, und umfasst eine mehrwöchige Odyssee durch Missverständnisse, Elend, Macht und Angst. Kapitelweiße werden immer die Tage datiert, an denen sich die Handlung abspielt. Eine Reise ist es auch deswegen, weil sich die Geschichte an mehreren Orten abspielt und sie, trotz der großen Entfernungen zueinander, verbindet. Paris, Lyon, Les Lecques und Sofia sind dabei zentrale Verbindungsantennen.

Die Hauptprotagonisten des Romans Nathalie und Simon sind die Säulen der Erzählung. Wobei Nathalie aus einer monologartigen Ich-Perspektive ihre Geschichte und die gegenwärtigen Handlungen erzählt und Simon aus der auktorialen Erzählsicht beschrieben wird.
Weiters wird die Geschichte, wie bei Link gewöhnlich, aus der Sicht von vielen verschiedenen Figuren dargestellt. Man bekommt ein Konstrukt einer Geschichte aus den Augen vieler Charaktere. Diese äußerst interessante Vorgehensweise macht den Inhalt dieses Buches spannend. Die Spannung gerät jedoch immer dann ins Wanken, wenn die Erzählung dazu neigt, alles immer genau schildern zu wollen. Es macht den Eindruck einer Erklärungsnot. Mit den zunehmenden Seiten überschwemmt diese Schreibweise die Spannungselemente.

Simon ist ein 40-jähriger Übersetzer aus Hamburg, der seit einigen Jahren geschieden ist. Seine Mitmenschen echauffieren sich über seine Art, es jedem recht machen zu wollen. Durch seine Gutmütigkeit erreicht er immer das Gegenteil seiner Intentionen. Als seine Kinder ihm absagen, das Weihnachtsfest mit ihm zu verbringen, bleibt er in dem Ferienhaus seines Vaters in Frankreich alleine zurück. Seine neue Beziehung läuft ebenfalls auf sehr glattem Eis, sodass er betrübt einen Spaziergang am Strand vollzieht. Als er dort einen Streit mitbekommt und von einer jungen Frau angefleht wird ihr zu helfen, ist es wieder seine Gutmütigkeit, die ihn in eine verlegene Position kommen lässt. Er nimmt die fremde, verstörte Person mit sich in das Ferienhaus.
Der größte Fehler seines Lebens. Ab diesem Moment stürzt ihn seine Hilfsbereitschaft in eine Verstrickung, die sein Leben für immer verändern wird.

Das Buch handelt viele Themen am Puls der Zeit ab. Machtverhalten, Armenverhältnisse, Lebenskrisen und die heutzutage sehr präsente Thematik der Schleuserbanden sind dabei das Zentrum. Der Blick auf diese verschiedenen Themen wird sehr vergrößert dargestellt und durch die verschiedenen Charaktere manifestiert. Die Figuren, die aus verschiedenen Milieus stammen, versuchen diese Begriffe, aus verschiedener Sichtweise zu tragen und zu erklären.

Die Problematik scheint mir hier zu sein, dass manchen Figuren die Authentizität fehlt. Manche Figuren wirken zu plastisch und zu hohl. Simon und Nathalie, die zwei Hauptcharaktere dieser Geschichte besitzen kaum Strahlkraft. Man fühlt sich als Leser sehr distanziert zu ihnen. Man versucht viel Abstand zu ihnen zu gewinnen. Ein Ergebnis von zu wenig Leben in den Figuren.
Um Marcel Reich-Ranickis Quintessenz zu Detailverliebtheit zu verwenden: 250 Seiten weniger hätten dem Buch mehr Stärke verliehen. Charlotte Link hat schon bessere Bücher geschrieben. Jedoch ist dieses Werk eines, welches sich mit sehr essentiellen, gesellschaftskritischen Themen befasst. Zu lesen lohnt es sich aus diesem Grund allemal.


Inhalt:
Simon ist geschieden, lebt alleine und versucht es immer allen recht zu machen. Das weiß seine Exfrau auszunutzen und spielt mit ihm wie eine Marionette. Zu allem Überfluss sagen seine Kinder kurz vor Weihnachten auch noch den gemeinsamen Urlaub in Frankreich ab. So fährt er alleine und trifft bei einem Spaziergang am Meer auf Nathalie.
Somit beginnt für ihn ein Alptraum, aus dem es kein entkommen zu geben scheint und beide um ihr Leben bangen müssen. Auch Selina, die viele Kilometer entfernt von Frankreich in Bulgarien ist, hat mit dieser kriminellen Organisation zu tun, konnte ihnen aber entfliehen. Nun wird auch sie gejagt.

Fazit:
Spannend, wie immer bei Charlotte Link.
Es gibt mehrere Story Zweige die sich dann nach und nach zusammen fügen. Bei manchen weiß man manchmal nicht wo sie hinführen sollen, aber am Ende macht natürlich alles Sinn.
Der Roman ist super geschrieben, ich mag den Schreibstil von Charlotte Link sehr gerne. Er ist spannend, packend und manchmal undurchsichtig.
Ich hatte viele schöne Lesestunden und kann diesen Krimi nur weiter empfehlen.

Die Entscheidung
Charlotte Link

***** Sterne

Inhalt:
Simon ist geschieden, lebt alleine und versucht es immer allen recht zu machen. Das weiß seine Exfrau auszunutzen und spielt mit ihm wie eine Marionette. Zu allem Überfluss sagen seine Kinder kurz vor Weihnachten auch noch den gemeinsamen Urlaub in Frankreich ab. So fährt er alleine und trifft bei einem Spaziergang am Meer auf Nathalie.
Somit beginnt für ihn ein Alptraum, aus dem es kein entkommen zu geben scheint und beide um ihr Leben bangen müssen. Auch Selina, die viele Kilometer entfernt von Frankreich in Bulgarien ist, hat mit dieser kriminellen Organisation zu tun, konnte ihnen aber entfliehen. Nun wird auch sie gejagt.

Fazit:
Spannend, wie immer bei Charlotte Link.
Es gibt mehrere Story Zweige die sich dann nach und nach zusammen fügen. Bei manchen weiß man manchmal nicht wo sie hinführen sollen, aber am Ende macht natürlich alles Sinn.
Der Roman ist super geschrieben, ich mag den Schreibstil von Charlotte Link sehr gerne. Er ist spannend, packend und manchmal undurchsichtig.
Ich hatte viele schöne Lesestunden und kann diesen Krimi nur weiter empfehlen.

verwirrend, aber sehr gut...

Von: juli.buecher Datum : 08.04.2017

https://www.instagram.com/juli.buecher/?hl=de

Eine falsche Entscheidung die dein ganzes Leben durcheinander bringt & dich in Lebensgefahr. Aber letztendlich war die Entscheidung doch die Richtige.

Inhalt/Klappentext:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders. Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Standspaziergang begegnet er einer verwahrloste, verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt, tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben sucht und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Selinas dramatische Flucht löst eine Kette von sich überschlagenden Ereignissen aus, die für Simon und Nathalie zur tödlichen Gefahr werden.

Meine Meinung:
Die Geschichte ist besonders am Anfang extrem verwirrend. Man liest unterschiedliche Storys und Sichtweisen, die erstmal nicht zusammenpassen.
Direkt am Anfang beginnt das Buch mit viel Spannung. Ein Mädchen flüchtet aus einem Haus. Man erfährt sich vor was sie flieht, aber es scheint ihr viel Angst zu machen.
Man lernt Simon kennen, der alleine in Südfrankreich im Haus seines Vaters sitzt.
Außerdem Nathalie, welche ein junges Mädchen ist, das bei ihrer alkoholkranken Mutter lebt und sich zunehmend um sich selbst kümmern muss.
In Bulgarien hingegen leiden Kiril und seine Familie unter akutem Geldmangel & versuchen zumin. ihrer ältesten Tochter ein besseres Leben zu schaffen. Leider mit schlimmen Folgen.

Nur langsam setzen sich die Einzelteile zusammen und die unterschiedlichen Geschichten gehen in einander über. Respekt, dass die Autorin den Überblick behalten hat.
Ich fand es zu keiner Zeit nervig oder anstrengend. Ich war zwar dauerhaft verwirrt beim Lesen, wollte aber immer wissen wie es weitergeht. Ich war also von Anfang bis Ende gefesselt von der Story und der Spannung.

Das Buch ist nicht blutig oder grausam geschrieben. Auf jeder Seite ist es realistisch und gut vorstellbar.

Die Aufklärung am Ende fand ich auch toll. Oft wird nicht hinreichend aufgeklärt. Doch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Alles was mich am Anfang verwirrt hat, hat sich spätestens am Ende aufgelöst. Für Simon hatte "Die Entscheidung" aufjedenfall am Ende etwas positives.

Die Charaktere sind sehr toll beschrieben. Vor allem Nathalie, die man an Leser schon als Kind kennen lernt & ihre Kindheit und Jugend miterlebt. Manchmal hätte ich sie am liebsten angeschrien oder geschüttelt. Sie ist sehr authentisch beschrieben.

Der Schreibstil ist wieder gewohnt leicht und locker, aber trotzdem fesselnd.

Fazit:
Für mich ein gelungenes Buch. Kann keine großen Unterschiede zu vorherigen Büchern der Autorin feststellen.
Die Story ist zwar sehr durcheinander, aber meiner Meinung nach toll gemacht. Dinge die Anfang passieren, haben am Ende eine wichtige Bedeutung.
Von mir, entgegen vieler anderer, eine klare Leseempfehlung.

Gutes Buch - gute Entscheidung

Von: Krimisofa.com Datum : 30.03.2017

https://krimisofa.com

Die Mutter Säuferin, der Vater weg. So sieht die Kindheit der kleinen Nathalie aus, die mit ihrem Leben nicht mehr weiter weiß. Mit 16 schließlich lernt sie Jérôme kennen, der ihr ganzes Leben verändert, unter ihm isst sie endlich wieder mehr, nachdem sie jahrelang an Magersucht litt und nahezu nichts zu sich nahm. Er ist ihr ein und alles, sie himmelt ihn an, breitet den roten Teppich aus, wo er geht. Bis er sie eines Tages warnt, nicht mehr zurück nach Hause zu gehen, sie solle Paris verlassen, so schnell wie möglich. Irgendwann gabelt sie Simon auf, der eigentlich nur Ferien im Haus seines Vaters machen wollte – aber aus den Ferien wird der pure Albtraum …

Wie ist es, ohne Vater und quasi ohne Mutter aufzuwachsen? Wie ist es, sich in der Schule ständig zu verstellen, weil man sich für seine Mutter, die ganzen Tag nur besoffen herumliegt, schämt? Wie ist es, wenn man nach und nach immer weniger Freunde hat, weil man niemanden mehr mit Heim nehmen kann? Charlotte Link erzählt es uns – und noch viel mehr.

Eigentlich dreht sich in "Die Entscheidung" alles um Nathalie, aber Simon ist mindestens genauso wichtig für die Geschichte. Ihn erleben wir aus der dritten Person, und aus seiner Sicht erleben wir Nathalie. Aber dann gibt es noch Nathalie aus der ersten Person, in dem Strang rekonstruiert sie ihre Lebensgeschichte wie in einem Tagebuch. Nathalie ist der interessanteste Charakter in der Geschichte, weil er so gut gezeichnet ist, dass man als Leser mit ihm mitlebt, sich in ihn hineinversetzt – und der einem irgendwann auch so auf die Nerven gehen kann, dass man irgendwann nur mehr resigniert den Kopf schüttelt. Nathalie ist alles, nur sicher kein einfacher Charakter. Bei Simon ist es ähnlich, nur ist er nicht ganz so facettenreich. Er ist ein herzensguter Mensch, der es jedem Recht machen will und dabei ganz auf sich selbst vergisst. Dadurch gerät er mit Nathalie in einen Strudel voller Angst und Verzweiflung.

Und dann gibt es noch die Geschichte rund um eine bulgarische Familie, die nicht mehr ein und aus weiß. Der Vater Kiril findet keine Arbeit und sitzt mit seiner Frau Ivana und fünf Kindern daheim, wo sie kurz vor dem Rausschmiss stehen, weil sie die Miete nicht bezahlen können. Plötzlich kommt eine Frau und bietet ihnen Geld für ihre Tochter, die eine große Karriere als Modell machen kann – ich denke, wir alle wissen, wo das hinführt.

"Die Entscheidung" spielt kurz nach dem Terroranschlag 2015 in Frankreich, der Terroranschlag spielt zwar keine wesentliche Rolle, wird aber immer wieder erwähnt. Man erkennt von Anfang an, wo Charlotte Link mit der Geschichte hin will und ist auch sofort gepackt und bereit, sich mitreißen zu lassen, es herrscht von Anfang an eine unfassbare Spannung. Normalerweise lässt sich Link mit dem Aufbau der Geschichte etwas Zeit, nicht jedoch hier. Dabei thematisiert sie ein wichtiges und brisantes Thema, dem vonseiten der Medien, aber vielleicht auch von uns selbst, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, weil es einerseits ein gesellschaftlich nicht anerkanntes ist und andererseits „uns“ eh nicht betrifft.

Negativ ist leider der Bulgarien-Strang, der von Anfang an vorhersehbar und ziemlich farblos ist, sowohl von den Figuren, die irgendwie alle gleich und weder Ecken noch Kanten haben, als auch von der Handlung her. Die Geschichte in Bulgarien ist top, aber wie sie gespielt wird ist eher flop. Auch mit dem Twist vor dem Showdown tut sich Link meiner Meinung keinen Gefallen – der macht die ohnehin komplexe Geschichte nur noch unnötig komplexer.

Fazit: "Die Entscheidung" ist ein rundum spannendes und packendes Buch, das all meine Erwartungen übertroffen hat, mit einer brisanten Thematik aufwartet und zum Teil verdammt gut gezeichnete Charaktere bereithält.

Teilweise zu lang, aber spannend mit aktuellen Bezügen

Von: Leben. Lieben. Lachen. Lesen. Datum : 02.03.2017

https://www.facebook.com/lebenliebenlachenlesen

Charlotte Links neues Werk ist sicher nicht ihr bestes, aber ein solider Thriller, der mich wunderbar über viele Stunden unterhalten hat.

Die Handlung, bei der es um eine Reihe schlechter Entscheidungen geht, spielt diesmal in Frankreich und Bulgarien, verwoben durch einige junge Frauen in ungünstigen Situationen.
Als deutscher Protagonist ist Simon in Frankreich und nimmt sich der vollkommen verzweifelten Nathalie an, die auf der Suche nach ihrem Freund ist. Doch der ist wie vom Erdboden verschwunden. Parallel entscheidet sich in Bulgarien ein Elternpaar dazu, ihre hübsche Teenietochter mit einer vermeintlichen Modelagentin in den Westen gehen zu lassen. Eine der eingangs erwähnten schlechten Entscheidungen. Es entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, für alle Beteiligten.

Ich habe das Buch gerne gelesen, allerdings fehlte mir an einigen Stellen die Spannung. Manchmal schien alles ein wenig vor sich hin zu plätschern. Großartig fand ich, dass die Charaktere, wie immer bei Charlotte Link, stringent durchdacht sind und auch Entwicklungen durchmachen. Das Ende hätte ich gerne noch ausführlicher gehabt, denn das wird, als hätte es dann schnell gehen müssen, runter erzählt. Schön fand ich die Bezüge zu den aktuellen Terrorereignissen in Frankreich, die Hinweise auf die Flüchtlingsproblematik in ganz Europa und die Tatsache, dass das beschwerliche Leben in Bulgarien ebenso dargestellt wird.

Alles in allem ein guter Plot, für Fans der Autorin sicher lesenswert.

Die Entscheidung

Von: MonesBlogWelt Datum : 01.03.2017

monesblogwelt.blogspot.de/

MEINE WORTE ZUM BUCH - ACHTUNG - SPOILERGEFAHR:
Es ist kurz vor Weihnachten. Der 40 jährige Simon sitzt alleine im Ferienhaus, seines Vaters,
in Frankreich. Seine beiden Kinder hatten beschlossen, nicht mit ihm mit zu kommen und seine Freundin hatte sich auch von ihm getrennt. Enttäuscht von der ganzen Situation, geht er trotz des schlechten Wetters am Strand spazieren, wo er auf Nathalie trifft, ein junges fanzösisches Mädchen. Diese benötigt dringend seine Hilfe. Da sie völlig verwahrlost, ausgehungert und durchnässt ist, nimmt er sie erstmal mit zu sich.

Er erfährt von ihr, das sie vor einer Woche Hals über Kopf und nur mit dem, was sie bei sich trug, auf Bitten ihres Freundes Jerome`, aus Paris geflohen ist. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht und Simon wird die ganze Angelegenheit zu heikel.
Das ganze Ausmaß von ihrer Flucht scheint ziemlich gefährlich zu sein und schon bald gibt es erste Todesopfer, die alle in Verbindung mit Jerome` gebracht werden können.

Wie es scheint, sind die Täter auf der Suche nach Nathalie und Simon, um an Jerome` heran zu kommen. Denn der hat nebenbei für eine Menschenschmugglerring gearbeitet. Er hat als Fahrer Mädchen transportiert, welche glaubten, als Model groß Kariere zu machen, aber in Wirklichkeit zur Prostitution gezwungen wurden. Da er sich aber in eines dieser Mädchen verliebt hatte und ihr auch noch zur Flucht verholfen hatte, wird er jetzt gesucht. Denn das geflohene Mädchen war nicht nur abgehauen, sondern hat direkt auch einen Laptop mitgehen lassen, auf dem sich sämtliche Daten über den Schmugglerring befinden.

Nathalie und Simon werden von der Polizei an einen geschützen Ort gebracht, nichts ahnend, das einer der Polizisten zu den Menschenhändlern gehört.

Tatsächlich taucht der gesuchte Jerome` auch noch auf und damit nimmt das Unheil seinen Lauf...



FAZIT:
Mir hat dieser Krimi wirklich gut gefallen.
Die Geschichte an sich, ist sehr ausführlich aufgebaut, wirklich spannend bis zum Schluss, mit vielen Wendungen und einem dann unerwarteten Ende. Einzig das Prompte Ende, hätte meiner Meinung nach etwas ausführlicher gestaltet werden können, da hätte man in der Auflösung mehr ins Detail gehen können.
Trotzdem muss man sagen, das der Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa gut wiedergegeben wurde und nicht übertrieben dargestellt ist.
Durch ihren unverwechselbarer Schreibstil, den unterschiedlichen Erzählperspektiven und Handlungsstränge zieht sie die Leser in ihrem Bann. So mag man das Buch gar nicht zur Seite legen. Durch den Bezug auf die Terroranschläge in Frankreich, wirkt das ganze zudem auch noch relativ aktuell.
Alles im allen würde ich sagen, das es völlig zu Recht ein Bestseller ist und freu mich auf weiter Bücher von ihr.

Spannend und aktuell

Von: vielleser18 Datum : 03.02.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Weihnachten 2015. Der 40jährige Hamburger Simon macht Weihnachtsferien in dem Ferienhaus seines Vaters in der französichen Provence. Allein. Seine Kinder aus der geschiedenen Ehe wollten kurz vor der Reise doch nicht mit und seine neue Freundin wollte er anfangs wegen der Kinder nicht dabei haben. Nun will sie nicht mehr. Simon ist einer, der sich mit Entscheidungen und Richtungswechseln in seinem Leben nicht leicht tut, im Gegenteil, er lässt sich gerne von allen ausnutzen und beeinflussen. Ihm fehlt die Energie, das Durchsetzungsvermögen, der Antrieb und vor allem ein eigener Wille.
In dem einsamen Haus fällt im allerdings auch bald die Decke auf den Kopf und so kommt es, dass er an einem regnerischen Tag mal wieder die falsche Entscheidung trifft, als er endlich mal Mut zeigt um einzuschreiten und aktiv was zu unternehen. Er trifft auf die 20jährige Nathalie, die in Bedrängnis ist und statt ihr vielleicht nur mit Geld auszuhelfen, nimmt er sie sogar mit in sein Haus. Ein großer Fehler mit weitreichenden Folgen.

Charlotte Link gehört zu meinen Lieblingsautoren. Diesmal ist der Roman spannend, allerdings gehört er vielleicht nicht ganz zu den Pageturnern, die ich sonst von ihr gewohnt bin. Anderseits punktet er durch große Charakterstudien bei mir, denn sie hat die Protagonisten sehr gut aufgebaut.
So gibt es auch mehrere verflochtene Erzählstränge. Einmal der aktive, sehr spannende Teil um Simon. Dann der Teil um Nathalie, ihre Kindheit und Jugendzeit und wie es dazu kam, dass sie die Freundin von Jerome wurde (der auch noch eine große Rolle hier spielen wird). Dieser Teil war zwar nicht so spannend und m.E. etwas zu breit ausgelegt, aber dennoch interessant. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Abhängigkeiten und Problemen.
Ein weiterer Strang führt uns nach Bulgarien. Zu den Angehörigen eines vermissten Mädchens. Durch diesen Erzählstrang wird bald klar, um was es sich im Kern bei der dieser Geschichte handelt. Aber auch hier enthüllt sich erst alles nach und nach. Dieser Teil war interssant und auch spannend, man fiebert bei der Suche mit und leidet als Mutter mit der Familie.
Ein weiterer (kleiner) Erzählstrang bietet einen (kleinen) Blick hinter die Kulissen einer Polizeikommmissarin in leitender Position.

Viele Stränge, ein Buch, bei dem man sich erst etwas einlesen muss, der aber dann rasant durchstartet und immer wieder sehr spannend wird. Viele Momente, bei den man mit den Protagonisten zittert und die Toten bedauert.
Vor allem ist es ein aktuelles Thema in der jetztigen Zeit. Es gibt viele Menschen wie Simon, die sich treiben lassen, weder im Leben noch in der Beziehung aktiv genug sind oder anscheinend immer die falschen Entscheidungen treffen. Auch die Magersucht, der Menschenhandel und manch weitere Begebenheit in diesem Roman sind aktuelle Themen.
Meines Erachtens hat Charlotte Link diese Komponenten spannend verflochten und eine tolle Story daraus gemacht, die mich gefesselt hat.
Einzig Nathalies Geschichte war mir zu detailliert, daher ein halber Punkt abzug, Nur ein halber, denn auch ihre Geschichte gehört zum Gesamtkonzept dazu und hat ihre Art, ihre Beweggründe erklärt.

Wieder einmal hat mich Charlotte Link mit ihrem abwechslungsreichen, flüssigen und sehr interessanten, fesselnden Schreibstil überzeugen können. Dialoge und Aktionen konnte sie wieder sehr lebendig beschreiben.

Fazit:
Ein aktuelles und brisantes Thema, spannend und lebendig erzählt.
4,5 Sterne - aufgerundet hier auf 5 Sterne.

Eine falsche Entscheidung mit fatalen Folgen

Von: Bookpoint Datum : 26.01.2017

www.book-point.eu/

Wer die Bücher von Charlotte Link mag, der wird auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können. Da ich ein großer Fan der deutschen Autorin bin, landete auch dieses Buch wieder sofort auf meinen Wunschzettel. Ich bin der Meinung, dass Charlotte Link eine der besten deutschen Kriminalbuchautorinnen ist. Ihr unverwechselbarer Schreibstil hebt sich von dem der anderen Autoren ab und so schafft sie es, den Leser immer wieder zu überraschen. Nicht nur ihre Kriminalromane, sondern auch ihre Familiengeschichten gehören einfach in jedes Bücherregal.

Ein bisschen verwundert war ich allerdings schon, denn anders als in den vorherigen Romanen ist nicht England, sondern Frankreich der Schauplatz des Verbrechens. Zudem greift Link in ihrem neuen Roman ein ganz aktuelles Thema auf und befasst sich mit dem Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa. Das komplexe Thema der Zwangsprostitution von Jugendlichen aus dem Osten wird dabei eigentlich nur kurz angerissen. Vielmehr geht es um die Handlanger und die ganze Organisation dahinter.Besonders gut hat mir der aktuelle Bezug gefallen, den Link immer wieder in ihrem Roman einfließen lässt, denn so kommt sie auch immer wieder auf die Terroranschläge in Frankreich zu sprechen.

Wie immer in Links Romanen wird der Leser in der Irre geführt, in dem die Autorin mehrere Erzählperspektiven und Handlungsstränge in den Roman einbaut. Von Frankreich nach Bulgarien, der Leser bekommt nur häppchenweise Informationen und tappt quasi bis zum Ende im Dunkeln. Die vielen Handlungsstränge und die sich häufig wechselnde Perspektive gefallen mir an den Romanen von Charlotte Link immer am besten. Und aus diesem Grund erweist sich auch dieser Roman wieder mal als absoluter Schmöker. Die unheimliche Atmosphäre, die schon im Prolog beginnt, zieht sich durch den ganzen Roman.

Charlotte Link lässt die Handlungsstränge am Ende wieder gekonnt ineinanderfließen und entscheidet sich für ein offenes Ende. Schade fand ich, dass sich am Ende alles ziemlich schnell aufgelöst. Ich hatte leider das Gefühl, dass eine Geschichte, die sehr ausführlich aufgebaut worden ist, am Ende sehr schnell aufgelöst wurde. Ansonsten kann ich allerdings nichts Negatives festhalten und bin der Meinung, dass Charlotte Link wieder einen guten Spannungsroman um ein sehr aktuelles Thema konstruiert hat.

Enttäuschung

Von: Petra Hasdorf aus Köln Datum : 21.01.2017

leonie-ha@web.de

Ich bin eine absolute Charlotte Link Leserin.Hat man erstmal ein Buch von Ihr gelesen....Will man sie alle lesen.So ging es mir, und ich bin immer schon auf die Neuerscheinungen gespannt.
So ging es mir auch bei ihrem neusten Werk " Die Entscheidung ".....Leider muss ich sagen...Das erste Buch welches mich enttäuscht, da das Ende so vorher sehbar war....Schade!

Überdenke deine Entscheidungen

Von: Martinas Buchwelten Datum : 09.01.2017

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Dieser Krimi der leisen Töne ist anfangs durch die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven noch ziemlich verworren. Der Leser wird von Bulgarien nach Frankreich und wieder zurück katapultiert, ohne sich wirklich zurechtzufinden....was sich allerdings im Laufe der Geschichte natürlich ändert.

Der Prolog beginnt mit dem Ausbruch eines namenslosen jungen Mädchen aus einem Haus, das streng bewacht wird. Man spürt ihre Angst und weiß, dass es hier um Leben und Tod geht, wenn ihr die Flucht nicht gelingt.

Danach der Schwenk nach Südfrankreich, wo Simon wie jedes Jahr die Weihnachtszeit im Sommerhaus seines Vaters verbringt. Er ist geschieden und eigentlich sollten seine beiden Kinder mit ihm Weihnachten verbringen, doch seine Exfrau nutzt seine Gutmutigkeit aus und zieht ihr Angebot kurzfristig wieder zurück. Seine Freundin Kristina hat ebenfalls die Nase voll, weil sich Simon noch immer nicht offiziell zu ihr bekannt hat und sich von seiner Exfrau immer wieder ausnutzen lässt. Sie stellt ihm ein Ultimatum. So sitzt er letztendlich alleine im Südfrankreich und lernt bei einem Strandspaziergang die verwahrloste Nathalie kennen. Diese ist in einem unbewohnten Feriendomizil eingestiegen und hat dort einige Tage geschlafen, bis der Hausmeister sie gefunden hat und nun der Polizei übergeben will. Simon nimmt die junge und völlig verängstigte Frau, die keine Papiere bei sich hat, mit und gibt ihr zu Essen und eine Schlafmöglichkeit. Doch als sie ihm gesteht einen Mann getötet zu haben und ihr Freund Jérome sie vor Menschen warnte, die hinter ihnen her sind, weiß Simon, dass er einen Fehler begangen hat.....

Im dritten Handlungsstrang, der in Bulgarien spielt, kämpft Kiril mit seiner Familie ums Überleben. Die fünf Kinder, seine Frau Ivana und er haben kaum mehr etwas zu Essen, der Strom ist abgeschaltet, die Miete seit Monaten nicht mehr bezahlt und auch sein Bekannter Dino will ihm kein Geld mehr leihen. Kiril und Ivana wissen weder ein noch aus. Als Dino den Beiden von Bekannten erzählt, deren Tochter bei einer Modelagantur untergekommen ist und große Chancen als Topmodel im Westen hat, schlägt er ihnen vor, ihre bildhübsche ältere Tochter Ivanka der Agenturchefin vorzustellen. Kiril hofft, dass wenigstens eines seiner Kinder die Chance auf ein besseres Leben bekommt, und geht auf den Deal ein.....

Sicher hat man als Leser einige Ideen, wie diese drei Handlungsstränge zusammenhängen könnten und doch ist es nur ein Teil der sehr umfangreichen Geschichte, die Charlotte Link uns hier präsentiert. Denn neben Menschenhandel, Magersucht und Beziehungsproblemen nimmt die Autorin diesmal auch Bezug zu den Ereignissen im November in Paris 2015.
Nach einem etwas verwirrendem Anfang begann sich nach und nach ein Bild abzuzeichnen und die Geschichte zog mich immer mehr in seinem Bann. Überraschende Wendungen und unvorhersehbare Geschehnisse ließen mich an der doch teilweise sehr komplexen Handlung dranbleiben. Obwohl der Kriminalroman auch ein paar Längen aufweist, fand ich die Dramatik hinter den Kulissen sehr spannend.
Das Ende, bei dem ein Strang mehr oder weniger offen blieb, fand ich gut gewählt. Hier ein Happy Ende zu bringen wäre zu viel des Guten gewesen.
Die Autorin beeindruckt vorallem mit der Aussage, wie eine völlig harmlose Entscheidung das Leben eines Menschens völlig aus der Bahn werfen kann.

Charaktere:
Nathalie und Simon sind beide nicht wirklich liebenswerte Charaktere, die jedoch im Laufe des Romans an Substanz gewinnen. Vorallem Simon beginnt seine große Schwäche zu überdenken, es allen recht machen zu wollen und im Endeffekt immer als Verlierer dazustehen. Nathalie hingegen ist abhängig von der Liebe zu Jérome, der selbst nur seine Vorteile im Sinn hat. Durch sein blendendes Aussehen und seiner charmanten Art gelingt es ihm auch viele Menschen zu täuschen. Beeindruckt hat mich Ivana, die hier kämpft wie eine Löwin. Die anfangs schwache und völlig verzweifelte Frau wird zu einer Kämpferin, die alles für ihre Tochter aufgibt.
Die Ermittler im Krimi spielen hingegen nur eine kleine Rolle, die aber am Ende des Krimis noch eine besondere Bedeutung haben werden.....

Schreibstil:
Der Schreibstil von Charlotte Link lässt sich wunderbar lesen, ist leicht und flüssig. Die Charaktere sind gut gezeichnet, wachsen einem aber nicht ans Herz. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge erlebt man die Geschichte aus verschiender Sichtweise und kann sich so mehr in die Gefühlswelt der Figuren hineinversetzen.

Fazit:
Ein komplexer Spannungsroman, der durch die anfangs vielen Stränge etwas verwirrend beginnt, jedoch danach rasant fortschreitet und mit überraschenen Wendungen punkten kann.

Kein Weg zurück

Von: Rosa Datum : 07.01.2017

amillionpages.de

Charlotte Link zählt für mich zu den besten zeitgenössischen Kriminalautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Romane verschlungen und bin jedes Mal überrascht, wie unterschiedlich ihre Werke sind, obwohl sie schon eine Vielzahl veröffentlicht hat. Keine Geschichte gleicht der anderen, und ihre Protagonisten sind weit davon entfernt, den für das Genre üblichen Klischees bzw. Stereotypen zu entsprechen. Ihr spezieller Erzählstil, mehrere Handlungsstränge letztendlich zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen und den Leser dabei gekonnt immer wieder auf falsche Fährten zu führen, trägt meines Erachtens maßgeblich dazu bei, dass jedes ihrer Bücher in nur kurzer Zeit den Sprung auf die Bestseller-Listen schafft. Gleiches gilt auch für ihren neuesten Thriller "Die Entscheidung", der mich absolut gefesselt und mir wieder Stunden hochspannender Unterhaltung beschert hat.

Im Dilemma

Simon Lemberger freut sich darauf, Weihnachten mit seinen beiden Kindern im Ferienhaus seines Vaters in La Cadière/Südfrankreich zu verbringen. Doch die Kids sagen trotz fester Zusage kurzfristig ab, weil sie den hippen Freund ihrer Mutter ihrem spießigen Vater vorziehen. Simon ist enttäuscht und wütend, aber er traut sich nicht, seiner Ex-Frau Maya, die so gerne über seinen Kopf hinweg entscheidet, und seinen wankelmütigen Sprösslingen einmal so richtig die Meinung zu sagen. Er geht Konflikten lieber aus dem Weg, da er es sich mit niemandem verderben möchte.

Seine neue Partnerin, Kristina Dembrowski, hat er mit dieser Einstellung bereits vergrault. Sie ist es leid, nur die Frau im Hintergrund zu sein, denn Simon hatte bisher immer noch nicht den Mut, sie seiner Familie und seinen Freunden offiziell vorzustellen. Als Simon Kristina eröffnet, dass er Weihnachten lieber allein mit seinen Kindern feiern möchte, um sie nicht mit seiner neuen Lebensgefährtin zu überfordern, reicht es ihr endgültig, und sie beschließt, ihm keine zweite Chance zu geben. Simon, dessen Weihnachts- und Beziehungspläne sich von jetzt auf gleich in Rauch aufgelöst haben, hadert mit sich und seiner Situation.

Eine folgenschwere Begegnung

Auf einem seiner Strandspaziergänge eilt Simon der verängstigten und bis auf die Knochen abgemagerten Französin Nathalie Boudon zur Hilfe. Die scheinbar obdachlose und entkräftete junge Frau war aus lauter Verzweiflung in ein Apartment eingebrochen, um dort wenigstens für einige Tage ein Dach über dem Kopf zu haben. Er beruhigt den aufgebrachten Hausmeister, zahlt ihre Mietschulden und nimmt sie bei sich auf – eine folgenschwere Entscheidung, denn Nathalie ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch mehr ist aus ihr nicht herauszubekommen. Als sie merkt, dass sie Simon trauen kann, fasst sie sich schließlich ein Herz und erzählt ihm, was passiert ist. Nachdem sie es vor Hunger nicht mehr ausgehalten hatte, war sie in Lyon mit einem Unbekannten in seine Wohnung gegangen, der ihr Essen versprochen hatte, anschließend jedoch über sie hergefallen ist. In ihrer Panik hatte sie ihm eine Flasche über den Kopf geschlagen, worauf er regungslos liegen blieb. In der Annahme, er sei tot, verließ sie fluchtartig seine Wohnung, ohne ihre Tasche und ihr Handy mitzunehmen.

Die Gejagten

Obwohl Simon eigentlich nichts lieber täte, als Nathalie mit etwas Geld wieder vor die Tür zu setzen, entschließt er sich, ihr noch ein letztes Mal zu helfen und mit ihr nach Lyon in die Wohnung des Angreifers zu fahren, um ihre Handtasche zu holen. Ein wahnwitziger Plan, wie er erst viel zu spät erkennt, denn der Mann ist tatsächlich tot – jedoch nicht von einem Schlag auf den Kopf, sondern durch brutale Folterung. Nathalie schwört, nichts damit zu tun zu haben, doch Simon kommen erste Zweifel. Und ehe sich beide versehen, geraten sie ins Visier brutaler Menschenhändler, die vor nichts zurückschrecken, um Nathalie in ihre Gewalt zu bringen. Simon ahnt, dass Nathalie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Als sie endlich mit offenen Karten spielt, ist es viel zu spät, denn die Killer sind ihnen längst auf der Spur…

Hochspannender Thriller um ein brisantes Thema

Das brisante Thema "Menschenhandel" steht im Fokus von Links spannungsgeladener Geschichte. Und, wie immer, hat sie exzellent recherchiert: Beängstigend realitätsnah katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden, die Menschen zu Ware degradieren und sie jeglicher Würde berauben. So wird denn auch in zwei weiteren Handlungssträngen dieses Romans das tragische Schicksal der jungen Bulgarin Selina geschildert, die in die Fänge einer solchen Organisation gerät, und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka beleuchtet. die auf eine Modelkarriere im Westen hoffte.

Am Ende gelingt es der Autorin wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählfäden so zu verknüpfen, dass sich auf einmal der Gesamtkontext und alle Zusammenhänge für uns wie von selbst erschließen. Bis es allerdings soweit ist, müssen wir dem rasanten Tempo dieses hochexplosiven Thrillers, den man nicht aus der Hand legen kann, folgen, einige falsche Fährten entlarven und zu guter Letzt beim nervenaufreibenden Showdown wieder einmal feststellen, wie trügerisch Vertrauen sein kann. Mein Fazit: Ein absolutes "Must Read"!

Ein ruhiger Krimi der dennoch packend und spannend ist

Von: Lines Bücherwelt aus Nentershausen Datum : 04.01.2017

line.jasmin@yahoo.de

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin jedes mal aufs neue begeistert.
Die Meinungen zu diesem Buch gehen ja ziemlich auseinander, dennoch wollte ich mir selbst ein Bild machen.
Nun nach dem lesen kann ich sagen ich bin wieder begeistert!
Dieses Buch ist zwar ein Krimi der leisen Töne aber dennoch ist der packend und gleichzeitig auch fesselnd.

Simon hat es nicht leicht, er wollte nur ein besinnliches Weihnachtsfest mit seinen beiden Söhnen verbringen, dafür sagt er sogar seine Freundin ab, tja, was tut diese? Sie macht Schluss, auch seine beiden Söhne sagen kurzfristig ab und so verbringt Simon alleine Weihnachten.
Bei einem Spaziergang am Strand findet er die völlig verängstigte und verwahrloste Nathalie, kurzerhand beschließt er ihr zu helfen, doch genau das wird ihm und seiner Ex Freundin zum Verhängnis...

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr angenehm zu lesen.
Sie schreibt sehr flüssig, dadurch liest sich das Buch fast wie von selbst.
Trotz seiner Recht hohen Seitenzahl habe ich dieses Buch in Rekordzeit verschlungen.
Wieder schaffte es die Autorin mich bereits nach wenigen Zeilen in die Story zu ziehen, ich konnte mich der Sogwirkung einfach nicht entziehen.

Die Charaktere in diesem Buch könnten unterschiedlicher kaum sein.
Zum einen ist da Simon, der einfach viel zu gut für diese Welt ist. Er ist immer hilfsbereit und hat ein großes Herz. Das ihm genau das mal zum Verhängnis werden würde hätte er nie gedacht.
Doch auch die anderen Charaktere hat die Autorin einfach klasse beschrieben.

Die Handlung ist fesselnd und auch spannend.
Sicherlich merkt man hier das dieser Krimi etwas ruhiger ist, aber das störte mich nicht denn die Autorin weiß genau wie sie Spannung aufbauen kann.
Zum Ende hin als alle Handlungsstränge zusammen laufen, könnte es spannender kaum sein, überraschende Wendungen und unerwartete Ereignisse ließen mich nicht mehr los.

Ich für meinen Teil kann sagen das mir dieses Buch unglaublich gut gefallen hat, wieder einmal zeigt die Autorin wie talentiert sie ist.
Ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch und werde auch dieses mit Sicherheit lesen!

Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen.

Fazit:
Mit "Die Entscheidung" ist es der Autorin wieder gelungen mich völlig zu fesseln. Mit diesem Buch hat sie einen Krimi der etwas leiseren Töne geschaffen, dies tut der Spannung allerdings keinen Abbruch.
Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl!


Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit

Von: Kerry aus Berlin Datum : 02.01.2017

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Es ist kurz vor Weihnachten und Simon, der bisher in seinem Leben nicht wirklich was auf die Reihe gekriegt hat, will eigentlich das bevorstehende Weihnachtsfest mit seinen Kindern in Südfrankreich im Hause seines Vaters verbringen. Doch diese machen ihm einen Strich durch die Rechnung, denn sie wollen nicht nach Frankreich und ein ödes Weihnachtsfest mit ihrem Vater verbringen. Diese Situation ist typisch für Simons Leben, denn nach der Trennung von seiner jetzigen Ex-Frau hat sie die Kinder bekommen und nutzt diese als Druckmittel gegen ihn. Auch seiner neuen Beziehung zu Kristina tut diese Situation nicht gut, denn obwohl die beiden schon seit sechs Monaten zusammen sind, hat er ihr immer noch nicht seine Kinder vorgestellt und wenn seine Ex-Frau ruft, lässt er bei Kristina alles stehen und liegen, um sich um die Kinder zu kümmern. Kristina ist nicht auch gewillt, so kurzfristig zu springen und Simon zu begleiten, jetzt, wo seine Kinder ihm abgesagt haben. So macht er sich allein auf den Weg.


Ein Strandspaziergang soll jedoch Simons Leben nachhaltig verändern, denn er trifft auf eine junge Frau in Not. Diese ist in ein Apartment eingestiegen und wurde vom Hausmeister erwischt. Es kommt zu einer Szene am Strand, die darin gipfelt, dass der Hausmeister die Polizei rufen will, um die junge Frau verhaften zu lassen. Simon mischt sich, entgegen seiner Art, ein und gibt dem Hausmeister Geld für die Reparatur des aufgebrochenen Schlosses und kann so die Gemüter beruhigen. Eher widerwillig nimmt er sich anschließend der jungen Frau, die sich als Nathalie vorstellt, an. Er will ihr eigentlich nur etwas zu Essen besorgen und sie dann ihre Wege ziehen lassen, doch ehe er es sich versieht, ist sie bei ihm vorübergehend eingezogen. Als sie ihm offenbart, dass sie einen Mann getötet hat, der sie vergewaltigen wollte, ahnt er, dass er sich mit ihr eine Menge Ärger ins Haus geholt hat.


Derweil kämpft Kiril in Bulgarien um das Überleben seiner Frau und seiner fünf Kinder. Seine Frau Ivana hat zu tun, die Familie mit dem wenigen, was sie haben, über Wasser zu halten und die Situation wird immer schlimmer. Zwar gelingt es Kiril immer mal wieder, von seinem Freund Dano Geld zu leihen, doch dieser drängt nunmehr auf die Rückzahlung der Schulden, die Miete ist seit mehreren Monaten nicht bezahlt und die Kinder haben für den kalten Winter in Sofia keine ausreichend wärmende Kleidung. Als Dano Kiril von einer Bekannten erzählt, die eine Modelagentur hat und ihm die Tatsache offeriert, dass seine älteste Tochter Ninka durchaus das Zeug zu einem Topmodel hätte, will Kiril diese Chance ergreifen. Wenigstens eines seiner Kinder soll die Möglichkeit zu einer besseren Zukunft haben. Schnell ist man sich einig und Ninka sehr aufgeregt, immerhin steht ihr eine große Karriere bevor - doch nach ihrer Abreise hören weder Kiril noch Ivanka etwas von ihrer Tochter ...



Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Schnell stellte sich die Grundthematik des Buches heraus und dennoch schaffte es die Autorin immer wieder, mich mit Wendungen innerhalb des Plots zu verblüffen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mir keiner der Protagonisten sonderlich sympathisch war. Weder Simon noch Nathalie konnten etwaige Sympathien meinerseits erringen, hingegen war ich von der Figur der Ivana regelrecht entzückt, denn wenn sie auch am Anfang des Buches etwas passiv wirkt, so stellt sich doch schnell heraus, dass in ihr das Herz einer Löwin schlägt, die nicht gewillt ist, eines ihrer Kinder seinem Schicksal zu überlassen. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat.

Skrupellose Menschenhändler

Von: Sandra S. Datum : 26.12.2016

www.buchrezicenter.de

Zum Buch: Simon plant, Weihnachten mit seinen Kindern im Haus seines Vaters in Frankreich zu verbringen. Doch seine Exfrau macht ihm einen Strich durch die Rechnung, seine Kinder möchten angeblich nicht mitkommen. Mit seiner Freundin Kristina hat er sich zerstritten, weil er sie nicht seinen Kindern vorstellen und daher auch nicht Weihnachten mit allen gemeinsam verbringen möchte. So reist er alleine nach Frankreich. Während eines Spaziergangs vom Strand trifft er auf eine verwirrt und verwahrlost erscheinende junge Frau, die in Schwierigkeiten mit zwei Männern steckt, weil sie in ein Appartement eingebrochen ist und dort übernachtet hat. Simon nimmt sich in Gutmütigkeit der jungen Frau – Nathalie – an und lädt sie zu sich nach Hause ins Ferienhaus ein, um ihr 1-2 Tage Schutz und Nahrung zu bieten. Doch dann erzählt Nathalie ihm eine seltsame und kurios verlaufene Geschichte über ihren verschwundenen Freund Jerome, ihrer Flucht vor unbekannten Verfolgern und dass sie vermutet, an ihrem letzten Aufenthaltsort vor ein paar Tagen einen Mann getötet zu haben, der sie belästigt hat. Und dass sie genau von „denen“ beobachtet und verfolgt wird, die auch an ihrem Freund interessiert sind – warum weiß sie jedoch nicht.
Der Gutmensch Simon fährt mit Nathalie zum Tatort zurück, um Klarheit zu schaffen. Sie finden den Mann, der zwar tot ist, aber erst vor wenigen Stunden ermordet wurde. Somit ist klar, dass Nathalies Spur eindeutig sichtbar ist und die ominösen Jäger nichts Gutes im Sinn haben. Am Ferienhaus wieder angekommen, finden sie dieses vollkommen verwüstet vor. Die Verfolger scheinen Nathalies aktuellen Aufenthaltsort entdeckt zu haben. Simon hat mittlerweile genug von der Geschichte. Daher kann jetzt nur noch die Polizei helfen … doch auch das hat wiederum einige fatale Folgen …

Mein Fazit: „Die Entscheidung“ ist ein sehr solider Krimi, der einige parallel verlaufenden Handlungsstränge aufnimmt und langsam zusammen führt. Über die Protagonistin Nathalie erfährt man sehr viel über die Erlebnisse und Rückblicke ihrer Vergangenheit, ihr gescheitertes Elternhaus, die Alkoholsucht ihrer Mutter und die Suche nach Liebe und Halt. Den sie in Jerome gefunden hat, doch dieser bringt sie in Schwierigkeiten. Der weitere Protagonist Simon schlittert als Gutmensch, der nicht nein sagen kann und immer hilfsbereit ist in diese verstrickte Situation hinein, als er auf Nathalie trifft. Er selbst bekommt sein Leben nicht auf die Reihe und lässt sich von seiner Exfrau wie eine Marionette behandeln. Und dann gibt es noch die Bulgarische Familie, die ihre Tochter an eine dubiose Agentur mit Modellversprechungen abgeben, um sich von dem erhaltenen Geld ernähren zu können. Und eine kämpferische Mutter, die sich auf die Suche nach ihrer Tochter macht. Und alle werden von den skrupellosen Menschenhändlern verfolgt, da sie irgendwie in diese Dinge verstrickt scheinen…

Alle Personen versuchen auf unterschiedliche Weise ihr Ziel zu finden. Sie sind in ihrem Charakter nachvollziehbar, man fiebert mit und bringt für Simon doch etwas Mitleid auf.
Trotzdem mochte ich keinen Charakter im Buch so wirklich. Aber dies musste auch nicht sein, da normale Eigenschaften logisch denkender Menschen nicht in den Plot passen.
Ich fühlte mich gut unterhalten, ein paar kleine Längen sind mir aufgefallen, aber konnten schnell überflogen werden. Ein richtiges Happyend gibt es leider nicht, das Schicksal von einigen Personen bleibt bewusst offen.
Meines Erachtens trifft Charlotte Link den gewohnten Ton und Schreibstil, daher ist man auch mit diesem Krimi sicher ebenso gut beraten wie mit den bisherigen Erscheinungen.

Die Entscheidung

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 22.12.2016

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Ein Krimi, der auf den ersten 150 Seiten überzeugt. Mit problembehafteten Typen, wie aus anderen Krimis von Charlotte Link bekannt, die ab und zu für Überraschungen sorgen. Mit Typen, die auch andere Seiten aufziehen können als den von Beginn an erwarteten. Mit einem Charakter als Hauptperson, der sich weiter entwickelt.
Es dreht sich um moderne Sklaverei rund um Prostitution, ein aktuelles Thema, welches spannend und traurig erzählt wird.

Leider flacht der Krimi nach den ersten 150 Seiten enorm ab, so, als ob ihn eine andere Person weiter geschrieben hätte. Das ist sehr schade und deutlich unter dem Niveau anderer Titel von Link. Ab der Mitte wurde der Roman für mich gähnend langweilig und ich legte ihn zur Seite.

Ein wirklich tolles Buch!

Von: Nici Datum : 11.12.2016

nici.onw.at

Inhalt:

Eigentlich will Simon in Frankreich nur ein schönes Weihnachtsfest mit seiner Familie feiern. Doch irgendwie klappt das nicht so ganz. Seine Kinder sagen alle ab, seine Freundin lässt ihn allein sitzen und am Strand begegnet er einer verwahrlosten Frau, die Natalie heißt. Sie ist mager und ganz allein. So tut ihm leid und er bietet ihr Hilfe an. Doch er weiß nicht, das er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird. Selina, ein junges Mädchen, das ein besseres Leben suchte, gerat in skrupelloser Verbrecher. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Natalie, tausende Kilometer entfernt in der Provence, zum Verhängnis werden...

Meinung:



Danke nochmal an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!♥

Das Cover ist wunderschön, dass mich sehr ansprach und mich neugierig gemacht hat. Es schaut spannend und interessant aus, was mir persönlich super gut gefällt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Charlotte ist eine Göttin!

Ich habe noch nie zuvor einen Kriminalroman gelesen und war sehr neugierig wie es mir gefällt. Der Schreibstil von Charlotte Link ist wirklich einzigartig gut. Sie schreibt so real und so gut, das ich mich in dem Buch wie zuhause gefühlt habe. Da ich ja das Hörbuch auch schon gehört habe und so den Inhalt kenne, war ich trotzdem nochmal geschockt. Das Buch ist einfach tausendmal besser. Charlotte beschreibt alles so detailliert und genau, das es sowas von gut ist. Also ich kann es einfach jedem weiterempfehlen!

Die Geschichte wird aus sehr vielen Perspektiven erzählt, was kompliziert sein kann, doch die Autorin hat es so gut geschrieben, das es für mich kein Problem war! Alle Personen werden super beschreiben und man kennt sich gut aus Zum Beispiel Nathalie. Sie wird verwahrlost und mager auf einem Strand gefunden. Sie wird so lebendig und so so gut beschreiben, dass ich manchmal glaubte, es gebe sie wirklich. Auch die anderen werden nicht zu kurz gehalten.

Im großen und Ganzen ein wirklich gutes Buch, dass ich wirklich jedem empfehlen würde. Alle Handlungen und Gedanken kann man verstehen, und man hat gar kein Problem mit irgendetwas. So bin ich auch schon ein kleiner Charlotte Link Fan geworden und ich muss mir mehr von ihr kaufen. Ih habe schon so viel positives gehört, eigentlich nur positives, das ich jetzt vollkommen verstehe, warum alle von ihr schwärmen. Das heißt, ich empfehle es jedem weiter. Ein wirklich Top Buch!!

Fazit:

Da ich alles so gut fand, bekommt das Buch wieder 5 von 5 Sternen!♥

Bei Charlotte Link ist Spannung ja eigentlich immer garantiert

Von: Max Sanders von Sixth Chapter Datum : 11.12.2016

sixthchapter.blogspot.de/

So auch in ihrem neuesten Buch Die Entscheidung. Erzählt wird hier aus verschiedenen Perspektiven.
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob diese Story etwas für mich ist, da es neben recht viele Charakteren auch viele Ortswechsel gibt. Aber wie immer bei Charlotte Link ist man ganz schnell gefesselt.
Für meinen Geschmack gab es zwar eine Tote zu viel, aber dennoch bekommt Die Entscheidung gute 4 von 5 Bücherherzen.

viele Stränge, kein Überblick

Von: NA Datum : 28.11.2016

www.youtube.com/nicoabrell

Ich bin ein großer Fan von Charlotte Link, aber dieses Buch ist einfach nur ärgerlich und überflüssig. Es werden verwirrend viele Handlungsstränge aufgemacht, welche die Lektüre unnötig anstrengend machen. Und die pseudokritische Haltung gegenüber bulgarischen Mädchenhändlern ist oberflächlich, klischeehaft, abgelutscht und unnötig. Das bislang erste für mich langweilige, ja fast peinliche Buch der ansonsten von mir sehr geschätzten Autorin.

Die Entscheidung

Von: Marnie7412 Datum : 24.11.2016

marnieblogtallerhand.wordpress.com

Klappentext

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Inhalt

Charlotte Link verlässt ihr gewohntes Terrain und der Schauplatz des geschehens befindet sich diesmal in Frankreich und Bulgarien . Was sich aber nicht negativ auf den Roman auswirkt. Der Übergang zwischen den Ländern ist fließend .

Wobei der Anfang des Buches doch sehr verwirrend ist. Der Leser braucht einige Seiten bis man sich in die Geschichte hinein findet. Wenn man aber in der Geschichte drin ist , wird es zum spannenden Krimi. Das Buch einfach neben bei zu lesen geht nicht . Man sollte schon dran bleiben können .

In Frankreich bangt Simon um sein Leben , als er merkt , daß dubiose Männer hinter Nathalie und dann auch ihm , her sind. Während in Bulgarien eine Mutter um das Leben ihrer Tochter bangt . Denn es kristallisiert sich raus , das sie unwissentlich , ihre Tochter einem Menschenhändler Ring verkauft haben.

Und ausgerechnet Nathalie’s Freund steckt mitten drin. Und ist auf der Flucht.

Schnell nimmt die Geschichte Fahrt an. Und gegen ende klärt sich , fast schon rasant , alles auf.

Nicht der beste Roman von Charlotte Link. Zwar spannend und packend wie immer , aber dadurch das es anfangs so verworren war

Gibt es von mir nur

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Super gelungenes Buch

Von: Michele.F Datum : 22.11.2016

https://www.instagram.com/buechereulen_/

Ich habe mich riesig gefreut wo ich endlich den neuen Krimi von Charlotte Link gelesen konnte wo ich sehnsüchtig drauf gewartet habe. Wie gewohnt, wurde ich mal wieder Positiv überrascht. Was bei den Charlotte Link Romanen aber nichts neues ist.
Das Buch war flüssig zu lesen und habe es dann auch direkt in einem Rutsch durch gelesen.
Mich hat die Story gefesselt und es war mal was neues was ich bis jetzt noch nicht gelesen habe.

Klappentext:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

In mehreren Handlungssträngen erzählt Charlotte Link, wie die fatale Entscheidung eines einzigen Augenblicks für einen Mann und jeden Menschen in seiner Umgebung zur tödlichen Gefahr wird.

Brillianter Kriminalroman

Von: Leseherz Datum : 16.11.2016

https://buecherwurmhamburg.wordpress.com/

Wenn das Leben es nicht gerade gut mit einem meint, will man doch gerade das haben, was man am meisten liebt: Seine Kinder! Zumindest war dies der Plan von Simon, seine beiden Kinder an Weihnachten bei sich zu haben. Nur hat er die Rechnung nicht ohne seine Kinder gemacht, die ihm kurzerhand absagten. Die Beziehung, die er nach Maya hatte war, aufgrund des Schweigens und verheimlichen, zum Scheitern verurteilt. Also was tut man, um den Kopf wieder frei zu kriegen? Ein Spaziergang!

Dies veränderte jedoch Simons Leben von Anfang an! Er trifft auf eine junge, total verwahloste Frau! Trotz aller Zweifel und Beklemmungen, bot er ihre Hilfe an und tappte, ohne das er es weiß, in eine Falle! Nathalie fühlte sich von Verbrechern verfolgt und war vernarrt darauf, ihren Freund Jérome zu finden! Denn der seilte sich von heute auf morgen ab und warnte sie! Sollte sie zur Polizei gehen? Ausgeschlossen! Aber was wusste Nathalie wirklich? Jérome schwieg und die Verbindung zu ihm brach ab. Völlig verängstigt ging sie mit Simon mit und sie erzählte ihm nur Bruchstücke, wieso sie glaubt, der Teufel sei hinter ihr her!
Sie stießen schließlich auf eines der möglichen Opfer – Nathalie ging per Anhalter mit und der, der sie mitnahm, hatte jedoch keine guten Absichten! Wie es die Natur will, wehrte sich Nathalie und zog ihm eine Flasche über den Kopf und rannte Hals über Kopf raus – ohne Handy, ohne Papiere! Wie soll sie dies der Polizei also erklären? Simon und Nathalie fuhren zu diesem Mann, ohne zu wissen das dieser schon längst tot ist! Sie verhedderten sich in eine Situation und Simon verlor langsam die Geduld und wollte Nathalie loswerden.

Sie kamen im Haus seines Vater an, doch fanden eine wilde Verwüstung vor! Einbruch! Aber von wem? Hier in der Gegend sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht! Doch er konnte keine Polizei einschalten. Er verstrickte sich immer weiter in die Geschichte, ohne einen Ausweg zu finden!

Zeitgleich fahnden die Beamten in Bulgarien nach einem Mädchen. Es solle gute Chancen auf eine Modelkarriere gehabt haben und auch eine weitere Familie, die Geldsorgen hatte, ließ sich auf dieses dubiose Geschäft ein – ohne zu wissen was wirklich dahinter steckte! Die Vereinbarung war, sobald Ninka angekommen war, solle sie sich melden. Doch nichts geschah! Panik machte sich bei der Mutter breit und machte sich, nachdem sie nur kleine Details bekam, selbst auf die Suche nach der Familie von Selina. Sie wussten was und sie wird auch erfahren, was geschehen ist!
Währenddessen kamen Nathalie und Simon unter Polizeischutz und kamen in eins der gesicherten Häuser!

Somit liefen sie in eine tödliche Falle!

Fazit: Charlotte Link versteht es, die Leser zu fesseln. Auch wenn es ab und an langatmig wurde, ist das Ende spannend und man liest automatisch weiter! Wieder ein brillianter Kriminalroman!

Spannungsreiche gute Krimiunterhaltung

Von: Isa Datum : 13.11.2016

wwwbookwoman.blogspot.com

Das Buch möchte ich unter zwei Aspekten heraus bewerten:
Das erste ist der Krimi an sich. Für mich wie alle Charlotte Link-Krimis gut konstruiert, sehr spannend und gleichzeitig verständlich zu lesen; für Leseratten locker an mehreren Schmöker-Abenden durchzubekommen. Daumen hoch für gute Krimiunterhaltung einer geschätzten Autorin.
Das zweite ist der Inhalt und Handlungsstrang. Mag sein, dass das natürlich auch Geschmackssache ist, aber ich persönlich fand die Geschichte um und mit Menschenhandel etwas zu klischeehaft. Aber bitte, das ist eine absolut subjektive Ansicht.
Die Art und Weise wie das Thema in Krimiform eingebettet worden ist lässt absolut keine Wünsche offen. Ein typischer Linkroman; aufgrund des Themas von mir trotzdem 'nur' 4 Sterne.

Viel Aufmerksamkeit wird hier erwartet

Von: Eliza Datum : 13.11.2016

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Über das neue Buch von Charlotte Link hört man zur Zeit sehr unterschiedliche Meinungen. Teilweise kann ich die Kritik nachvollziehen, teilweise aber auch nicht, im Folgenden möchte ich euch an meinen Eindrücken zu dem Buch teilhaben lassen. Das Cover ist erstmal klasse, genau so stelle ich mir das Cover für einen guten Thriller vor: dunkel, düster, bedrohlich, einsam. Der Klappentext lässt die Handlung eigentlich schon ganz gut erahnen, sie ist verworren und gerade am Anfang sehr unübersichtlich. Charlotte Link erwartet von ihren Lesern sehr viel, Aufmerksamkeit ist gefragt und ein detektivischer Spürsinn. Da ich bei der Vielzahl von Erzählsträngen auch schnell den Überblick verlor, habe ich mir eine Skizze gemacht: Wer erzählt wann wo? Hinzu kam ganz schnell ein Netz, wie die Figuren (möglicherweise) zusammenhängen (können). Nach jedem Kapitel erfolgt ein Szenenwechsel, dem es dem Leser schwer macht sich direkt zu Beginn mit einer Figur anzufreunden. Hinzu kommt, dass die Autorin zusätzlich auch noch verschiedene Erzählperspektiven wählt und die Kapitel in unterschiedlicher Typografie vorliegen. Ich habe gut 150 Seiten gebraucht, um mich mit dem Buch anzufreunden, dann hatte es mich allerdings in seinen Bann gezogen. Ich konnte bereits nach wenigen Wörtern bzw. Sätzen das Kapitel einer handelnden Figur zuordnen. Auch die vielen Schauplätzen stellten für mich kein Problem mehr dar.
Die Figuren, die Charlotte Link zum Leben erweckt sind teilweise ziemlich genial und vielschichtig, es gibt so gut wie keinen Protagonisten, der einen im Laufe des Romans nicht überrascht. Besonders beeindruckt hat mich die Figur der Nathalie, sie ist eine Figur zu der ein ungeheuer differenziertes psychologisches Profil/Dossier vorliegen muss, sonst würde diese Person nicht diese Überzeugungskraft innerhalb des Romans entwickeln. Chapeau, Charlotte Link! Der Erzählstil der Autorin ist wie immer sehr rasant und bildhaft, Dialoge überwiegen, beschreibende Passagen sind eher selten. Der Aufbau dieses Romans ist ein kleines Meisterwerk, denn so eine Story schreibt man nicht einfach mal so, ein höchst ausgeklügeltes System steckt hier dahinter, denn Charlotte Link überlässt nichts dem Zufall.
Nach verwirrendem und sehr forderndem Anfang, entfaltet Charlotte Link eine Geschichte, die den Leser in den Bann zieht und ihn nicht wieder los lässt. Gute Unterhaltung, die allerdings seine Leser fordert und eine hohe Aufmerksamkeit voraussetzt.
Ein Thriller, den man nicht einfach mal so lesen kann, zur leichten „Unterhaltung“ ist er nicht geeignet. Wer Entspannung beim Lesen sucht sollte besser zu einem anderen Werk greifen. Dennoch kann ich das neue Buch von Charlotte Link empfehlen, denn am Ende wird der Leser für sein Durchhaltevermögen entschädigt. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Genuss

Von: get lucky Datum : 03.11.2016

friendly-hearts.blogspot.de/

Habt ihr Lieblingsautoren/-innen?

Ich werde immer eine nennen, und ganz vorne weg
Charlotte Link.

Auf jede Neuveröffentlichung warte ich sehnsüchtig,
habe glaube ich wirklich fast alles gelesen und liebe die historischen Romane genauso, wie ihre genialen Krimis!

Das Neue: Die Entscheidung



Der größte Teil der Handlung spielt aktuell im geschockten Frankreich, auch Paris ist Schauplatz.
Simon würde gerne mit seinen Kindern Weihnachten im Ferienhaus seines Vaters feiern, diese verspüren keine Lust, seine Freundin gibt ihm den Laufpass,...
Bei einem Spaziergang am Strand macht er eine Zufallsbekanntschaft und gibt Nathalie, die total verängstigt, abgemagert, verwahrlost und ohne Geld und Papiere auf der Flucht ist, Obhut.
Er kann natürlich nicht ahnen, dass dies tiefgreifende Folgen hat und er in mörderische Szenarien involviert werden wird.

"Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?"

Nebenschauplatz dieses Romans ist Bulgarien, und hier der Menschenhandel, um genauer zu sein, der Mädchenhandel.
Eine Mutter macht sich dort auf die Suche nach ihrer Tochter, knüpft Kontakte zu einer Familie deren Tochter fliehen konnte.

Als Leser kann man die Handlungen parallel verfolgen, es ist natürlich klar, dass es einen Zusammenhang geben muss.
Es sind sehr viele Zufälle in dieses Buch gepackt, viele Personen und eine krankhafte Liebe spielen eine Rolle und Charlotte Link versteht es den Spannungsbogen immer hoch zu halten.
Zwischendurch wurde es mir manchmal fast ein bisschen viel, doch zum Schluss hin nimmt der Krimi wirklich noch einmal Fahrt auf und gespannt habe ich zu Ende gelesen.

Nachdem ich ja nun so viel aus der Hand der Schriftstellerin kenne,
nein, es ist nicht das beste ihrer Bücher, aber bringt dennoch spannende Lesestunden!

Vielleicht ja auch schon eine erste Geschenkidee für Weihnachten!

Menschenhandel

Von: Diane Jordan Datum : 02.11.2016

https://booksofloveblog.wordpress.com/

Menschenhandel

Rezension von Diane Jordan

Unbeständig, nass-kalt, feucht ... Richtiges Herbstwetter eben ;-) Die Temperaturen sinken, es wird merklich kälter und der Regen prasselt schon seit Tagen an die Fensterscheiben. Was gibt es da wohl Schöneres, als sich mit dem neuen Kriminalroman von Charlotte Link gemütlich, mit Wolldecke, aufs Sofa im Wohnzimmer zurückzuziehen? Ich liebe Krimis und ganz besonders diese feinen von meiner Lieblingsautorin. Immer wieder ein Hochgenuss, gut konstruierte und durchdachte Handlungen und Charaktere dieser hervorragenden Schriftstellerin zu lesen. Einzutauchen in die menschlichen Abgründe und tief in die Psyche des BÖSEN zu blicken. Kicher ☺, so habe ich wohldosierte Kälteschauer vor Spannung und Wohlgefühl, Seite um Seite. Herrrrrrlich sage ich euch. Charlotte Link gelingt es wieder einmal fantastisch schwierige Themen fesselnd zu verpacken. Ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie sie das hinbekommt. Insgeheim würde ich das nämlich auch gerne hinbekommen und auch so erfolgreich als Autorin sein.
Zum Inhalt:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Mehr über die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Fazit: 4 Sterne**** Der Kriminalroman „Die Entscheidung“ ist im Blanvalet Verlag erschienen. Er hat 576 Seiten und kostet 22,99 Euro. Wer Krimis liebt, kommt um dieses Buch nicht herum.

Dieses Buch habe ich zur Rezension kostenlos erhalten, dass hat aber keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und faire Bewertung.

Nicht der Beste Link, aber trotzdem spannend

Von: Cleos Bücherblog [https://ichlesehaltgern.com/] aus München Datum : 27.10.2016

https://ichlesehaltgern.com/

Ein neuer Charlotte Link pünktlich zum Urlaub – viel besser geht es nicht! Und so vertiefe ich mich auch gleich in den neuen Roman. Dieses Mal versucht sich Charlotte Link an schwerer Kost: dem Thema Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa.

Dazu verlässt sie ihren meist gewählten Schauplatz England und nimmt den Leser mit nach Frankreich, das nach den letzten Terroranschlägen noch unter Schock steht. Unter Schock stehen auch bald ihre Protagonisten Nathalie und Simon: Nathalie wird ohne weitere Informationen von ihrem Freund Jérôme aufgefordert, Paris zu verlassen, unterzutauchen und sich keinenfalls der Polizei anzuvertrauen. So beginnt ihre Flucht in die Provence. Dort trifft sie auf Simon, Urlauber aus Deutschland, der mit seinem bisherigen Leben hadert und das Ende seiner Beziehung befürchtet. Simon hat Mitleid mit Nathalie, die er auf der Straße und völlig ausgehungert von der Flucht auffindet, und nimmt sie mit in sein Haus. Damit hat er auch schon einen Schritt zuviel getan und findet sich mitten in einer Verfolgungsjagd durch unbekannte Gegner wieder, von denen weder Nathalie noch Simon wissen, warum sie sie eigentlich verfolgen. Doch in ihrem Umfeld gibt es bald mehrere Tote, die Sache ist ernst und schon weiß niemand mehr, wem man trauen kann.

Als Leser ist man den beiden einen Schritt voraus, denn man kennt die parallele Geschichte aus Bulgarien, wo eine Mutter verzweifelt nach ihrer Tochter sucht, die als „Model“ in den Westen reiste. Und so ahnt man schon bald, dass sich Jérôme auf ein illegales und höchst gefährliches Spiel eingelassen hat.

Wie immer ist dieser Roman von Charlotte Link ein richtiger Schmöker, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe: Informationshäppchen, die dem Leser zur rechten Zeit zugeworfen werden, wechselnde Erzählperspektiven und verschiedene Erzählstränge sorgen in gewohnter Manier dafür, dass die Spannung nicht nachlässt. Das macht Spaß, allerdings wirkt die Geschichte insgesamt doch ein wenig konstruiert. Es ist schon recht unwahrscheinlich, wie Simon als völlig Unbeteiligter in die Geschichte hineingezogen wird und schließlich auch noch ein ganz persönliches Todesopfer zu beklagen hat. Simon ist genauso eindeutig der Pechvogel in diesem Spiel, wie Jérôme der ewig auf seinen eigenen Vorteil Bedachte und Nathalie die abhängig Liebende – auch wenn die Autorin sie zum Schluss bewusst aus dieser Rolle zu befreien versucht und ihr noch ein wenige Heldentum zukommt.

Das gewaltige Thema des Menschenhandels wird dabei insgesamt doch nur gestreift und mit einigen Allgemeinplätzen bedient: die unschuldigen Mädchen, die von einer Modelkarriere träumen, die brutalen russischen Schlägertypen, die dieselben Mädchen in ihrer Unterkunft in Paris bewachen, die noch brutalere Aufpasserin und der obligatorische korrupte Polizist. Viel mehr ist aber wohl auch von einem Krimi nicht zu erwarten und in der Hauptsache geht es ja um Jérômes Verwicklung in das Gechäft. Diese ist am Ende trotz aller Spannung leider doch vorhersehbar. Schade auch, dass Charlotte Link sich diesmal in Teilen für ein offenes Ende entschieden hat.

Fazit: Sicherlich nicht der stärkste Roman von Charlotte Link, aber dennoch eine spannend und unterhaltsame Lektüre!

Nicht der Beste Link, aber trotzdem spannend,Nicht der Beste Link, aber trotzdem spannend

Von: Cleos Bücherblog [https://ichlesehaltgern.com/] Datum : 27.10.2016

www.ichlesehaltgern.com

3 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Menschenhandel, Winter an der Küste, krankhafte Liebe

Das sagt der Verlag zum Buch:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden…

Meine bescheidene Meinung:
Ein neuer Charlotte Link pünktlich zum Urlaub – viel besser geht es nicht! Und so vertiefe ich mich auch gleich in den neuen Roman. Dieses Mal versucht sich Charlotte Link an schwerer Kost: dem Thema Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa.

Dazu verlässt sie ihren meist gewählten Schauplatz England und nimmt den Leser mit nach Frankreich, das nach den letzten Terroranschlägen noch unter Schock steht. Unter Schock stehen auch bald ihre Protagonisten Nathalie und Simon: Nathalie wird ohne weitere Informationen von ihrem Freund Jérôme aufgefordert, Paris zu verlassen, unterzutauchen und sich keinenfalls der Polizei anzuvertrauen. So beginnt ihre Flucht in die Provence. Dort trifft sie auf Simon, Urlauber aus Deutschland, der mit seinem bisherigen Leben hadert und das Ende seiner Beziehung befürchtet. Simon hat Mitleid mit Nathalie, die er auf der Straße und völlig ausgehungert von der Flucht auffindet, und nimmt sie mit in sein Haus. Damit hat er auch schon einen Schritt zuviel getan und findet sich mitten in einer Verfolgungsjagd durch unbekannte Gegner wieder, von denen weder Nathalie noch Simon wissen, warum sie sie eigentlich verfolgen. Doch in ihrem Umfeld gibt es bald mehrere Tote, die Sache ist ernst und schon weiß niemand mehr, wem man trauen kann.

Als Leser ist man den beiden einen Schritt voraus, denn man kennt die parallele Geschichte aus Bulgarien, wo eine Mutter verzweifelt nach ihrer Tochter sucht, die als „Model“ in den Westen reiste. Und so ahnt man schon bald, dass sich Jérôme auf ein illegales und höchst gefährliches Spiel eingelassen hat.

Wie immer ist dieser Roman von Charlotte Link ein richtiger Schmöker, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe: Informationshäppchen, die dem Leser zur rechten Zeit zugeworfen werden, wechselnde Erzählperspektiven und verschiedene Erzählstränge sorgen in gewohnter Manier dafür, dass die Spannung nicht nachlässt. Das macht Spaß, allerdings wirkt die Geschichte insgesamt doch ein wenig konstruiert. Es ist schon recht unwahrscheinlich, wie Simon als völlig Unbeteiligter in die Geschichte hineingezogen wird und schließlich auch noch ein ganz persönliches Todesopfer zu beklagen hat. Simon ist genauso eindeutig der Pechvogel in diesem Spiel, wie Jérôme der ewig auf seinen eigenen Vorteil Bedachte und Nathalie die abhängig Liebende – auch wenn die Autorin sie zum Schluss bewusst aus dieser Rolle zu befreien versucht und ihr noch ein wenige Heldentum zukommt.

Das gewaltige Thema des Menschenhandels wird dabei insgesamt doch nur gestreift und mit einigen Allgemeinplätzen bedient: die unschuldigen Mädchen, die von einer Modelkarriere träumen, die brutalen russischen Schlägertypen, die dieselben Mädchen in ihrer Unterkunft in Paris bewachen, die noch brutalere Aufpasserin und der obligatorische korrupte Polizist. Viel mehr ist aber wohl auch von einem Krimi nicht zu erwarten und in der Hauptsache geht es ja um Jérômes Verwicklung in das Gechäft. Diese ist am Ende trotz aller Spannung leider doch vorhersehbar. Schade auch, dass Charlotte Link sich diesmal in Teilen für ein offenes Ende entschieden hat.

Fazit: Sicherlich nicht der stärkste Roman von Charlotte Link, aber dennoch eine spannend und unterhaltsame Lektüre!,

Sehr unterhaltsam

Von: Suse Datum : 26.10.2016

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Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Die Autorin:
Charlotte Link wurde 1963 als Tochter der Autorin Almuth Link in Frankfurt am Main geboren. Ihr Abitur legte sie an der Christian-Wirth-Schule in Usingen ab. Weniger aus Familientradition – ihr Vater war Richter am Oberlandesgericht – vielmehr weil sie gegen Unrecht an Tieren vorgehen wollte, studierte sie sechs Semester lang Jura an der Universität Frankfurt. Sie wechselte aber 1986 nach München zu den Fächern Geschichte und Literaturwissenschaft, die ihre literarische Arbeit unterfütterten. An ihrem Erstlingswerk Die schöne Helena begann sie bereits mit 16 Jahren zu schreiben, sie konnte es dann mit 19 Jahren veröffentlichen.

Sie wurde sowohl mit Gesellschaftsromanen als auch mit psychologischen Spannungsromanen in englischer Erzähltradition bekannt. Die Titel Sturmzeit, Wilde Lupinen und Die Stunde der Erben sind eine Trilogie, die neben anderen Werken vom ZDF für das Fernsehen in dem Fünfteiler Sturmzeit verfilmt wurde. Der Roman Am Ende des Schweigens wurde 2004 in der Kategorie Belletristik für den Deutschen Bücherpreis nominiert, ihr 2000 erschienener Roman Die Rosenzüchterin führte mehrere Wochen die Spiegel-Bestsellerliste an. Die Gesamtauflage ihrer Romane liegt bei über 20 Millionen.
2014 erschien ihr Buch über die letzten Jahre ihrer an Krebs erkrankten Schwester Franziska, die sie während ihrer Krankheit begleitete. Charlotte Link lebt zurzeit mit ihrem Lebensgefährten in Wiesbaden

Meine Meinung:
Ich habe schon länger kein Buch mehr der Autorin gelesen und habe mich daher besonders auf diese Geschichte gefreut. Das die Autorin gut schreiben kann wusste ich schon und dennoch hat sie mich hier wieder überrascht. Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte drin und habe sie förmlich inhaliert. Ganz toller und spannender Aufbau. Die Personen sind super ausgearbeitet und sympathisch. Bei dem Ein oder Anderen ist man sich aber bis zum Schluss nicht sicher, welche Rolle diese Figur wirklich spielt. Ich mag das sehr, nicht zu wissen woran ich bin. Das Thema was die Autorin hier gewählt hat ist sehr aktuell und hat mich als Leser nicht kalt gelassen. Die einzelnen Handlungsstrenge waren super spannend und gut ausgearbeitet. Man möchte immer wissen wie es weitergeht.

Ich kann die negativen Stimmen zu diesem Buch nicht verstehen. Mich hat es sehr gut unterhalten und ich war bis zum Ende gefangen. Das Ende hat nochmal an Fahrt aufgenommen und war für mich plausibel. Ich habe mitgefiebert und gehofft und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Tolle Geschichte und ich kann nur eine klare Empfehlung aussprechen.