Leserstimmen zu
Die Suche

Charlotte Link

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Eines Tages wachst du auf und dein Leben ist nicht mehr dasselbe. Als Hannah verschwindet, bricht für ihren Vater, Ryan, die Welt zusammen. Für ihn ist sofort klar, wer für die Entführung seiner Tochter verantwortlich ist. Doch diese Entführung war erst der Anfang. Es kommt alles noch viel schlimmer. Der zweite Fall für Kate Linville und Caleb Hale. Die Geschichte setzt mit der Hannah-Entführung, vier Jahre zuvor, ein und wird nie aufgeklärt. Als eine Leiche gefunden wird und ein weiteres Mädchen verschwindet, herrscht für Caleb Hale Alarmstufe rot. Hängt die Entführung mit dem Mord zusammen? Und was ist mit Hannah – lässt sich ihre Geschichte mit den beiden neuen verknüpfen? Aber wieso hat der Mörder so lange gewartet? Es scheint das Typische Labyrinth ohne Ausgang zu sein. Und da wäre noch der Alkohol, der ihn an der Zungenspitze kitzelt und aus der Bahn zu werfen versucht. Durch puren Zufall landet auch Kate in diesen Fall. Sie bezieht vorläufig eine Wohnung in Scarborough, weil ihr Elternhaus von ihren Mietern verwüstet wurde. Aus dieser Wohnung wird das Mädchen Amelie entführt und zieht Kate hinein in den Fall. Doch eigentlich ist es ihr strikt verboten, sich in fremde Fälle einzumischen. Und da ist noch diese alte Geschichte mit Caleb Hale. Darf sie es überhaupt riskieren Nachforschungen zu betreiben? Sie lässt sich zumindest verführen – und stößt auf Indizien, die ihr Leben für immer verändern werden. Charlotte Link beweist wieder einmal absolute Unterhaltungsqualität. Die Affinität zum Nervenkitzel ist der Autorin anzumerken und quasi in die Wiege gelegt worden. Sie baut, wie üblich, sehr viele Figuren ein und konstruiert um sie herum eine unfassbar spannende Geschichte. Figuren, die absolut konträr sind und zusammengefügt werden und dadurch einen novellistischen Erzählstrang projizieren. Es ist eine absolute Meisterleistung wie sie scheinbar unabhängige Geschichten miteinander verknüpft und langsam die Puzzleteile sich ineinanderfügen. Nachdem ihr letzter Thriller, Die Entscheidung, etwas schwächelte, ist ihr neues Werk ein absolutes Lesevergnügen. Dieser Thriller darf in keiner Thriller-Bibliothek fehlen.

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Schon wieder habe ich einen Krimi von Charlotte Link gelesen. Ich kann es nicht lassen, diese Krimis ziehen mich magisch an. Schon allein das geheimnisvolle und düstere Titelbild hat seine Aufmerksamkeit auf mich gezogen… Beschreibung des Buches: „Die Suche“ ist im Oktober 2018 im blanvalet-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 654 Seiten. Auf dem Titelbild ist ein altes Steinhaus mit vermoosten Dach, das in einer einsamen Gegend zu stehen scheint, zu sehen. Es wirkt düster und geheimnisvoll. Kurze Zusammenfassung: Zu Beginn des Krimis verschwindet ein junges Mädchen auf dem Nachhauseweg in den Hochmooren Nordenglands. Vier Jahre später reist Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard, in die Hochmoore von Yorkshire um dort ihr Elternhaus, das Mietnomaden ziemlich verdreckt und heruntergekommen hinterlassen haben, wieder auf Vordermann zu bringen und zu verkaufen. Da wird eine Mädchenleiche gefunden, gleichzeitig verschwindet die 14jährige Tochter des Ehepaares in dessen kleine Pension sich Kate eingemietet hat. Kates Ermittlerinstinkt kann sich der Sache nicht entziehen, obwohl sie in diesem Gebiet gar nicht zuständig ist. Mein Leseeindruck: Wie so oft in Charlotte Links Krimis beginnt dieses Buch mit einem Prolog, der ein paar Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt. Zunächst sieht man keinen eigentlichen Zusammenhang zum aktuellen Kriminalfall. Je mehr man in den Krimi einsteigt, desto mehr glaubt man Verbindungen zum Prolog herstellen zu können, doch die Autorin legt immer wieder neue Spuren, spannt neue Fäden und bringt neue Verdächtige ins Spiel. Die Perspektivwechsel geben dem Leser schon verschiedene Hinweise, die die Ermittler nicht haben. Man fragt sich ständig, wer ist hier der/die „Gute“ oder der/die „Böse“, so geheimnisumwittert lässt Charlotte Link ihre Figuren wirken. Auch die Protagonistin Kate ist sich immer wieder unsicher, wem genau sie trauen kann. Im Laufe des Romans entwickeln sich die Charaktere, man erfährt immer mehr von ihnen, ihren Eigenheiten und ihrer Vergangenheit. So macht man sich beim Lesen ein eigenes Bild und hat schon bald seine eigenen Verdächtigen. Doch wie das bei Charlotte Link so ist, die große Auflösung kommt ganz zum Schluss. Hier führen die Fäden wieder zusammen, man versteht den Prolog und das Handeln der Personen. Die Autorin schafft es, die Spannung während der mehr als 650 Seiten zu halten. Neben der Auflösung des Krimis durchlebt die Polizistin Kate ein Gefühlschaos. Kate ist eine sehr einsame Frau und anfällig für Schmeicheleien und Interesse an ihr vom anderen Geschlecht. So lässt sie sich relativ schnell auf eine Affäre ein, während sie gleichzeitig über ein Online-Portal einen weiteren Mann kennenlernt, der Gefallen an ihr gefunden hat und ihr nachstellt. Die Atmosphäre im Hochmoor und die einzelnen Schauplätze beschreibt Charlotte Link sehr genau, so dass man sich teilweise selbst hineinversetzt fühlt. Für meinen Geschmack ist der Roman ein wenig zu lang geraten, auch wenn die Spannung eigentlich nie abflacht, so zieht sich die Geschichte im mittleren Teil ziemlich. Trotzdem steht Charlotte Link für Spannung, besondere Charaktere und gut durchdachte Plots. Fazit: Alles in allem gefällt mir dieser Krimi sehr gut. Das Ende ist nicht vorhersehbar, die Ermittler haben ihre kleinen privaten Beziehungsprobleme, die Protagonisten sind toll beschrieben und die geheimnisumwitterte Geschichte ist bis zum Ende hin schlüssig erzählt.

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In Charlotte Links zweiten Band um Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard und DCI Caleb Hale, gerät die Ermittlerin rein zufällig in eine Entführungsgeschichte. Kate ist zurück in Scarborough in North Yorkshire, um ihr Elternhaus zu entrümpeln und zu verkaufen. Ihre Mieter haben das Haus völlig verwüstet und verdreckt hinterlassen. Kate nimmt sich Urlaub und lässt es renovieren, um es anschließend von einem Makler gewinnbringend abzustoßen. In dieser Zeit quartiert sie sich in einem kleinen Bed&Breakfast bei der Familie Goldsby ein. Kurze Zeit später verschindet ihre Tochter Amelie spurlos. Am Tag zuvor wurde die Leiche der gleichaltrigen Saskia Morris im Hochmoor gefunden, die bereits vor einem Jahr verschwunden ist. Die Indizien sprechen dafür, dass Saskia bis vor kurzem noch gelebt hat. Einige Jahre zuvor ist die 14-jährige Hanna auf dem Heimweg ebenfalls nicht nach Hause zurückgekehrt und blieb bis heute verschwunden. Die Klatschpresse sucht bereits nach dem sogenannten "Hochmoorkiller". Kate lässt das Verschwinden von Amelie nicht los. Ihre Eltern wenden sich verzweifelt an sie, doch ihr sind die Hände gebunden. Der Fall liegt bei DCI Caleb Hale, der schon im ersten Band ihren Alleingang nicht befürwortet hat. Trotzdem beginnt Kate Nachforschungen anzustellen und ist auch als Einzige davon überzeugt, dass das Verschwinden von Hanna mit den neuen Taten zusammen hängt. Der Prolog, der einige Jahre zurückreicht und in dem der Leser die 14jährige Hanna kennenlernt, hat mich sofort überzeugt und in die Geschichte hinein katapultiert. Danach wird es allerdings etwas langatmig und die Geschichte wird insgesamt künstlich in die Länge gezogen. Es gibt zu viele Wiederholungen und ich habe bereits in "Die Betrogene" verstanden, dass Kate voller Selbstzweifel und Selbsthass steckt. Man braucht nicht noch einmal zwanzig Wiederholungen in diesem Buch, damit jeder checkt wie Kate tickt. Als unscheinbare Frau, die keinerlei Freunde hat und sich durchs Leben kämpft, erscheint sie mir als Detecive Sergeant völlig ungeeignet. Man erfährt auch in diesem Buch nicht, welche Position sie bei Scotland eigentlich einnimmt. So bleibt sie trotz der vielen Wiederholungen um ihr mangelndes Selbstwertgefühl nur eine Schattenfigur, denn sehr viel mehr erfährt man über sie nicht. Als sympathische Protagonistin würde ich Kate ebenfalls nicht bezeichnen. DCI Caleb Hale wiederum erfüllt das typische Ermittlerklischee: Alkoholkrank und alleinstehend. Die Hauptprotagonisten haben sich kein bisschen seit dem letzten Band weiterentwickelt, was ich schade finde. Kate mischt sich wieder in Hale's Fall ein und ermittelt auf eigene Faust. Zur Geschichte rund um die entführten Mädchen hat die Autorin so einige Charakter und Handlungsstränge aufgefahren. Neben der Familie rund um die entführte Amelie gibt es Einblicke in die Arbeit einer Sozialarbeiterin und der ebenfalls 14jährigen Mandy, die von zuhause ausreißt und natürlich auf der Liste der gefährdeten Opfer ganz oben steht. Hanna, das erste verschwundene Mädchen, ihr Vater und ihr Bekanntenkreis wird ebenso genau betrachtet, wie diverse Zeugen und Verdächtige. Es wird zwar nicht verwirrend und man kann allen Personen und Handlungssträngen gut folgen, doch einige davon laufen komplett ins Leere. Im Großen und Ganzen ist der Krimi trotzdem spannend geschrieben. Die düstere Novemberstimmung hat die Autorin wieder sehr gut eingefangen. Trotzdem waren es mir zu viele Wiederholungen und 200 Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan. Es wurden viele falsche Fährten gelegt, die mich miträtseln ließen und trotzdem überraschte mich die Autorin im letzten Drittel mit einem Täter, den ich so gar nicht auf dem Bildschirm hatte. Gerade am Ende folgte ein Showdown, der viel Spannung aufbaute, der aber so manches Handeln einiger Figuren für mich nicht wirklich schlüssig wirken ließ. Schreibstil: Auch dieser Krimi lässt sich trotz der künstlich in die Länge gezogenen Handlung gut und flüssig lesen. Charlotte Link erzählt aus verschiedenen Perspektiven ihrer Figuren. So begleiten wir Kate, die Mädchen und auch den Entführer selbst bei ihren Handlungen. Fazit: Beginn und Ende sind gelungen, doch in der Mitte gab es einige Längen. Zweihundert Seiten weniger hätten dem Krimi gut getan. Auch die Charaktere sind nicht wirklich einnehmend und zu viele Wiederholungen schmälern den Lesegenuss. Erst zum Ende hin kommt Spannung auf, der in einem etwas zu gewollten Showdown gipfelt. Nicht schlecht, aber es gibt Besseres von der Autorin.

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Die 14-jährige Hannah lebt mit ihrem Vater Ryan alleine in der nordenglischen Küstenstadt Scarborough. Ihre Mutter hat sie verlassen als Hannah 4 Jahre war. Ryan traut seiner Tochter nichts zu, verunsichert sie und redet ihr ständig ein, dass sie nichts auf die Reihe bringt und alles vermasselt. Bei einem Ausflug zu ihrer Großmutter trifft sie den 19-jährigen Kevin. Sie glaubt, dass sich ihr Leben nun endlich ändern wird. Allerdings darf ihr Vater von diesem Kontakt nie erfahren, da er davon überzeugt ist, dass Kevin und sein Bruder kriminell und gewalttätig sind. Plötzlich verschwindet Hannah spurlos … 4 Jahre später verschwinden weitere Mädchen … handelt es sich um den gleichen Täter? Der Hochmoor-Killer ist in aller Munde und die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Detective Chief Inspector Caleb Hale und Kate Linville, Beamtin von Scotland Yard, die aus privaten Gründen auf diesen Fall stößt, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen … Der Schreibstil von Bestseller-Autorin Charlotte Link ist flüssig und angenehm zu lesen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass sich Satzanfänge oft wiederholen, was mich etwas gestört hat. 3 Sätze hintereinander beginnen mit demselben Wort. Vielleicht bin ich hier zu akribisch, aber mir gefällt das einfach nicht. Und mir ist das im Buch häufiger negativ aufgefallen. Die Geschichte um die entführten Mädchen ist spannend beschrieben, wobei mir bei der Hälfte des Buches die Story etwas langatmig und langgezogen vorkam. Immer wieder werden Tathergänge wiederholt, zwar oftmals aus Sicht unterschiedlicher Protagonisten, aber für mich als Leser etwas nervig. So kann man auch 650 Seiten füllen. Auch die Tatsache, dass in dem Roman so viele verschiedene Personen vorkommen und man ständig am überlegen ist, um wen es gerade wieder geht, hat mir das Lesen ab und an etwas holprig erscheinen lassen. In der zweiten Hälfte des Buches hat sich dann allerdings die Spannung wieder etwas aufgebaut und es kam zu unvorhersehbaren Wendungen, die diese Geschichte letztendlich doch zu einem relativ spannenden Krimi entwickelt hat. Leider war mir auch die Protagonistin Kate nicht sonderlich sympathisch. Eine Polizistin ohne Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen. Hingegen hat mir der Polizist Caleb Hale ganz gut gefallen. Wobei Ermittler mit einem Alkoholproblem ja auch schon sehr abgedroschen sind. Was mich auch beschäftigt, ist die Frage, warum die Geschichte der deutschen Autorin in Großbritannien spielt. Mir hätte dafür Berlin, Köln oder ihre Heimatstadt Frankfurt besser gefallen. Aber so haben wir hier dafür eine Tee trinkende Ermittlerin von Scotland Yard, was international natürlich mehr hermacht  Was mir sehr gut gefällt sind die Kapitel aus Sicht des Täters. Sie beschreiben sehr genau seine Gedanken und sein Vorgehen beim Gefangenhalten seiner Opfer. Trotz meiner Enttäuschung (vielleicht wegen der zu großen Erwartung) vergebe ich für diesen Kriminalroman 4 Sterne.

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Juchhu, ein neuer Kriminalroman meiner Lieblingsschriftstellerin .... Ich freue mich sehr und bin gespannt, wie ein Flitzebogen. „Die Suche“ von Charlotte Link hat ein hübsches Cover. Ein einsam gelegenes Haus, viel Landschaft und dunkle Farben, die den düsteren Charakter unterstreichen. Der Klappentext ist vielversprechend und so beginne ich gespannt zu lesen. Ich werde nicht enttäuscht, denn schon bald ist es so perfide, das sich mir die Nackenhärchen hochstellen. Ein Mädchen wurde ermordet, ein weiteresverschwindet spurlos .... Mord, Entführung... Die Geschichte ist recht kniffelig. Ich rätsele und kombiniere, liege aber oft falsch, da man das Ganze nicht wirklich vorhersehen kann. Die Autorin bringt immer wieder Neues und Unerwartetes ins Spiel und damit bleibt der dicke Wälzer mit seinen über 600 Seiten irre aufregend. Die Protagonisten sind gut durchdacht und detailgenau beschrieben. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, hätte sie Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard etwas mehr Power verpassen können. Irgendwie erwarte ich das als Leserin, das eine Polizistin eine Powerfrau ist und kein angeschlagenes, depressives Wrack. Der Schreibstil der Autorin ist wiederum angenehm, flüssig und der Thematik angemessen. Ich freue mich, denn immer mehr nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf. Ich sehe wieder einmal rabenschwarze menschliche Abgründe und bin begeistert, wie gut Charlotte Link dieses Werk gelungen ist. Die Krimikönigin kehrt zu ihrer gewohnten Professionalität zurück, denn das letzte Buch gefiel mir nicht ganz so gut. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich und nun trifft das Buch meinen Krimi-Nerv wieder voll und ganz. Trotzdem gibt es auch in diesem Krimi, einige nicht ganz nachvollziehbare Gedankensprünge und auch zu viele Zufälle und Wendungen, die das eine oder andere Mal doch sehr konstruiert anmuten. Aber lest bitte selber!

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Ich bin normalerweise kein Leser, der auf die Cover der Bücher achtet, aber bei diesem hier möchte ich hervorheben, dass es unglaublich gut zum düsteren Setting und der Atmosphäre dieser Geschichte passt. Alleine schon deswegen war es eine Freude, diesen Krimi zur Hand zu nehmen. Auch der Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte, denn Charlotte Link erzählt fesselnd und sehr bildreich, sodass man die dunkle Umgebung jederzeit vor Augen hat. Der Plot des Krimis war unglaublich spannend und dicht erzählt. Ich war als Leserin schnell in der Geschichte drin, weil es nicht wie bei vielen Krimis üblich eine lange Einführung ins Geschehen gibt. Auch die Perspektive aus Sicht des Täters hat mir super gefallen und ich wusste bis zum Schluss nicht, um wen es geht. Diese Sicht hat man in Krimis und Thriller leider viel zu selten. Auch die anderen beiden Perspektiven der Ermittler und des Opfers waren großartig ausgearbeitet. Die beiden Ermittler Kate Linville und Caleb Hale kenne ich bereits aus dem Krimi "Die Betrogene", in dem die beiden das erste Mal aufgetreten sind. Charlotte Link scheint also eine Reihe zu schreiben, was mich persönlich sehr freut. Ich liebe es, Protagonisten länger zu begleiten, um ihre Entwicklung verfolgen zu können. Bei den Bänden hat sich bereits einiges getan, Caleb bekämpft seine Alkoholsucht und hat sie teilweise auch unter Kontrolle, was nicht unbedingt einfach ist, gerade bei dem Job. Kate konnte ich in diesem Band ebenfalls besser kennenlernen und habe so einiges aus ihrem Privatleben erfahren. Zwar erfüllen die beiden das ein oder andere Klischee, aber diese Klischees funktionieren einfach und gefallen mir persönlich sehr gut, deswegen ziehe ich da auch keinen Stern ab. Fazit: Für Charlotte Link-Fans ein Muss, ihre Bände sind aber auch für Krimi-Einsteiger super geeignet. Dann würde ich aber "Die Betrogene" gleich mitkaufen, damit man die Bände der Reihe nach lesen kann. So machts mehr Spaß.

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Mein Buchtipp

Von: get lucky

29.11.2018

Die Suche --- Charlotte Link In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht. Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur ... Ja, jetzt noch was für Krimi-Liebhaber, und das ganze über 600 Seiten --- 600 Seiten Spannung pur, ich konnte es nur schwer wieder aus der Hand legen. Verschiedene Handlungsstränge, falsche Spuren, Düsterness, menschliche Schicksale und wunderbare Charaktere! Ich fands einfach klasse Detective Chief Caleb Hale samt Detective Kate Linville wiederzubegegnen! Der Schreibstil ist einfach nur mitreißend, es kam mir keine Langeweile auf, und obwohl so viele mit in die Handlung einbezogen sind, habe ich nie den Überblick verloren, So, lange mitgefiebert mitermittelt, und doch hatte ich wohl keine Chance, doch lest selbst, wie es endet, es lohnt sich !

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Wenn mich ein Buch richtig fesselt, dann kann man mein Erlebnis damit in etwa als "hell-dunkle-hell-dunkel-hell-dunkel-fertig" beschreiben, denn dann schaffe ich es manchmal tatsächlich nicht, das Buch aus der Hand zu legen und das letzte, was ich abends tue, ist lesen und das erste, was ich morgens tue, ist das fortzusetzen. Ging mir nach etlichen eher mäßigen Krimis und Thrillern in letzter Zeit zum Glück mit "Die Suche", dem neusten Werk Links mal wieder so. Die weiß schon ganz genau, wie man seine Leser fesselt, muss ich sagen. Wobei ich auch zugebe, dass ich Charlotte Link immer nur in kleinen Dosen mag.  Zu viele Bücher von ihr am Stück und ich werde des Stils irgendwann überdrüssig, zumal dann immer irgendwann die Erkenntnis wiederkommt: Der Täter ist immer irgendeine frustrierte Frau. Zu dem Schluss bin ich glaub in den letzten 15 Jahren jedes Mal gelangt, wenn ich so 3-4 ihrer Bücher hintereinander gelesen habe. Aber nur mal 1-2 Bücher sind super.  Besonders schön - auch als Schnell- und Vielleserin bin ich hier gut beschäftigt, denn bei 650 Seiten, hab sogar ich Zeit mal zu denken, oha, da hast du ja noch ganz schön was vor dir. Meist ist bei dem Gedanken das Buch schon fertig :D Den vorherigen Band "Die Betrogene", der sich ebenfalls um die FBI-Agentin Kate Linville und Ermittler Caleb Hale dreht, kannte ich nicht, was aber im Grunde genommen keinen großen Einfluss nimmt. In Rückblenden und kurzen Erklärungen erfahren wir im Laufe des Buches nämlich, was im ersten vorgefallen ist und, wie die Personen daher zueinander stehen. Schnell ist man in der Geschichte drin, aber mit den vielen Handlungssträngen und Namen tue ich mir doch ein wenig schwer und muss anfangs manchmal nochmal ein bisschen blättern, um zuordnen zu können, um wen es denn nun genau wieder geht. Den Lesefluss behindert das aber nicht. locker und leicht kommt man zügig voran und rätselt begeistert mit.  Worum es geht? Kate kommt in ihr altes Heimatdorf zurück, nachdem Sie erfahren hat, dass ihre Mieter das alte Elternhaus völlig zerstört zurückgelassen haben, um für Ordnung zu sorgen und dieses endlich zu verkaufen. Vor Ort quartiert sie sich bei einer Familie ein, deren Tochter am nächsten Tag beim Einkaufen scheinbar spurlos verschwindet. Wurde sie entführt oder ist sie vor der verhassten Klassenfahrt davongelaufen? Als am gleichen Tag die Leiche eines gleichaltrigen 14-jährigen Mädchens auftaucht, das monatelang als vermisst galt, erscheint die Situation in einem völlig neuen Licht. Kate will sich zwar eigentlich aus allem raushalten, da es nicht ihr Fall ist, wird aber unweigerlich doch in das Geschehen eingebunden. Daneben ist eine kleine Ausreißerin im identischen Alter ebenfalls unauffindbar und was ist eigentlich aus Hannah geworden, die schon vor drei Jahren in eben diesem Dorf verschwunden ist? Sind die Mädchen abgehauen, wurden Sie entführt und hängen alle Fälle am Ende doch irgendwie zusammen?  Kate Linville ermittelt (doch). Abgesehen davon, dass ich mir schwer damit tue zu glauben, dass 14-jährige Mädchen zu so teils komplexen Gedankengängen fähig sind und sich vor allem so hochtrabend ausdrücken würde, wie sie es hier tun (ganz ehrlich, dazu sind heutzutage kaum die meisten Erwachsenen in der Lage), ein tolles Buch. Nicht pulitzerverdächtig, nicht enorm anspruchsvoll, aber eine gute, solide und fesselnde Krimilektüre, die ich mit gutem Gewissen für ein paar unterhaltsame Stunden und schlaflose Nächte empfehlen kann.

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