Leserstimmen zu
Du. Wirst. Vergessen.

Suzanne Young

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Eigentlich bin ich kein großer Dystopie-Fan. Das heißt, ich habe schon mehrere gelesen, aber es gab bisher nur eine, die mich wirklich begeistern konnte: "Du wirst vergessen". Im Mittelpunkt der Dilogie steht eine Epidemie, die sich immer weiter unter den Jugendlichen auf der ganzen Welt verbreitet - Depressionen und in Folge dessen eine alarmierende Anzahl an Selbstmorden. Immer mehr junge Erwachsene wählen diesen letzten Ausweg. Als traditionelle Therapien nicht mehr anschlagen und die Massen an Patienten einfach nicht mehr zu bewältigen sind, lässt die Regierung eine neue Art der Behandlung entwickeln: das Programm. Sobald ein Jugendlicher Anzeichen einer Depression zeigt, wird er abgeholt und in eine der Institutionen der Organisation gebracht. Was genau hinter den Mauern der Krankenhäuser passiert, weiß niemand, doch wenn die Patienten sie wieder verlassen, sind jegliche negativen Gefühle in ihnen verschwunden. Allerdings nicht nur das, denn die Ärzte nehmen ihnen nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Erinnerungen - am Ende der Behandlung sind die Jugendlichen nicht mehr als leere Gefäße. Für die 17-jährige Sloane, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, gibt es keine schlimmere Vorstellung, als genau das zu erleben. Nachdem ihr Bruder Selbstmord begangen hat, gilt sie jedoch als besonders gefährdet und wird daher genauestens beobachtet. Von ihren Eltern, von ihren Mitschülern, von ihren Lehrern. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Tag für Tag eine Maske aufzusetzen und ihre wahren Gefühle und Gedanken für sich zu behalten. In der derzeitigen Situation reicht schon ein minimales Anzeichen von Schwäche, um von anderen gemeldet zu werden, jeder kämpft mittlerweile für sich selber. Die einzige Person, der Sloane bedingungslos vertraut, ist ihr Freund James. Nur in seiner Gegenwart erlaubt sie sich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein weiterer Vertrauter ist Miller, dessen Freundin Lacey - Solanes beste Freundin - vor Kurzem ins Programm geschickt wurde. Seitdem geht es ihm immer schlechter und so dauert es nicht lange, bis auch er infiziert wird. Bevor ihn die Agenten jedoch in die Hände kriegen, bringt er sich mit einer weit verbreiteten Droge namens QuikDeath um. Nach diesem Verlust fällt es James immer schwerer, sich zusammenzureißen. Selbst Sloane schafft es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sie kann nur tatenlos zusehen, wie ihr Freund von Agenten abgeholt wird. Und damit fängt ihr eigener Kampf gegen die Depression an - den sie verliert. Was mich am meisten an dieses Buch gefesselt hat, ist die Intensität, die es ausstrahlt. Es hat mich einfach von Seite Eins an vollkommen eingenommen. Die Stimmung ist durch das Thema natürlich sehr düster, aber irgendwie auch greifbar - die Verzweiflung von Sloane und James, die allgegenwärtige Angst, im Programm zu landen; das alles hat Suzanne Young dermaßen gut be- bzw. geschrieben, dass es sich in einem festsetzt. Ich glaube, dass das für Menschen, die selber mit Depressionen zu kämpfen haben und/oder sehr empathisch sind, ein echtes Problem darstellen könnte, ihr solltet euch also gut überlegen, ob ich das Buch lesen möchtet. Für mich persönlich hat aber genau _das_ "Du wirst vergessen" zu einer Geschichte gemacht, die ich nicht weg legen konnte. Ich war vollkommen vertieft in der Welt der Jugendlichen. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat... aber selten hat mich etwas so mitgerissen und berührt. Dabei ist der Plot gar nicht groß actionlastig oder spannend im nervenzerreißenden Sinne. Im ersten Teil des Buches geht diese Anziehungskraft vorrangig von den Charakteren aus. Vor allem die Liebe zwischen Sloane und James hat es mir angetan. Ich bin ja kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier ist so anders, dass ich an keiner Stelle als nervig oder überflüssig empfand. Viel mehr hat mich die Verzweiflung, mit der die beiden Jugendlichen sich aneinander klammern, ergriffen und gefesselt. Im Grunde wollen sie nur eins: überleben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, genauso wie gegen die des anderen und müssen zudem tagtäglich aufpassen, ja die richtigen Dinge zu sagen, um nicht weg geschickt zu werden. Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über das Programm, denn es kommt, wie es kommen muss: Sloane wird eingewiesen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie kein einfacher Patient sein wird. Sie wehrt sich von Anfang an mit Händen und Füßen gegen die Behandlung, sie kämpft, sie schreit - leider jedoch erfolglos. Also begleitet der Leser sie dabei, wie sie sich langsam aber sicher in eine dieser leeren Hüllen verwandelt, die sie mehr verabscheut als alles andere. Nur dass sie sich eben nicht mehr daran erinnert, dass sie niemals so werden wollte. Doch mit der Einlieferung und Behandlung im Programm ist Sloanes Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Allerdings kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen, ohne euch zu spoilern. Nur so viel kann ich euch verraten: Sloane schließt der Therapie erfolgreich ab und wird zurück in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Sie versuchen, dem Mädchen ein normales neues Leben zu ermöglichen, aber irgendetwas nagt an ihr... --- Fazit --- Mit "Du wirst vergessen" hat Suzanne Young einen tollen Auftakt einer tollen Dilogie geschrieben, der mich von vorne bis hinten fesseln konnte. Das Buch behandelt ein trauriges Thema auf sehr intensive Weise und besticht dabei vor allem durch die Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere. Für Fans von Dystopien definitiv eine Empfehlung!

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Geniales Buch

Von: Booklisa

23.06.2016

Die Gesellschaft wird erschüttert durch eine Epidemie, die unter Jugendlichen umgeht und dafür sorgt, dass diese reihenweise Selbstmord begehen. Um das zu verhindern, wurde „Das Programm“ entwickelt. Wo angesteckte Jugendliche hingeschickt werden, um von der Krankheit befreit zu werden. Doch dort wird man von viel mehr als der Krankheit befreit. Die gesamten Erinnerungen werden gelöscht, so dass man sich nicht mehr an die krankmachenden Erfahrungen erinnern kann. Doch auch die Schönen vergisst man. Es passiert also immer öfter, dass sich kranke Jugendliche schneller umbringen, weil sie lieber sterben, als in „Das Programm“ zu müssen, aus dem nur leere, gefühllose Hüllen zurückkehren. Personen: Sloane hat ihren Bruder an die Krankheit verloren, er hat sich sein Leben genommen. In ihrem Umfeld werden immer mehr Freunde angesteckt und trotz all dem Schmerz, den sie über die Verluste von ihnen empfindet, versucht sie, sich möglichst normal zu verhalten, damit sie nicht in „Das Programm“ muss. Doch dann erwischt es ihren Freund, den sie wie verrückt liebt. Sie teilen so viele fantastische gemeinsame Erinnerungen, dass sie diese auf keinen Fall verlieren will. Aber wie soll sie nach so vielen Verlusten noch stark bleiben? Für jeden gibt es irgendwann eine Grenze. James ist Sloanes Freund und hat ihr versprochen, immer auf sie aufzupassen. Doch als er krank wird, kann er nicht mehr auf sie aufpassen. Er kann nicht einmal sich selbst beschützen. Wird er sich das jemals verzeihen können? Und wird er seine Erinnerungen wiedererlangen können? Fazit: Die Geschichte hat mich unheimlich berührt. Es ist eine ganz neue Idee, was das Buch so interessant gemacht hat. Es war von vorne bis hinten spannend und unvorhersehbar. Außerdem bin ich der Meinung, ein solcher Fall ist gar nicht so unrealistisch, sollten wir uns einer solchen Krankheit gegenüber sehen. Ich habe Sloane für ihr Durchhaltevermögen und ihre Stärke geliebt. Allerdings konnte ich ihre Mutter auf den Tod nicht ausstehen, wobei das bestimmt Absicht der Autorin war. Was mich nicht befriedigt hat, war das Ende. Es ist so offen und lässt so viele Möglichkeiten zu, dass es eigentlich eine Fortsetzung geben muss! Ich habe natürlich recherchiert und dann entdeckt, dass es wirklich eine Fortsetzung gibt! Ich bin also mehr als neugierig, diese in die Finger zu bekommen und zu erfahren, wie es rund um „Das Programm“ weitergeht!

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Suzanne Young schildert in ihrem Buch eine bedrückende, freudlose Zukunft. Weltweit bringen sich Jugendliche um - reihenweise, oft ohne ersichtlichen Grund. Anti-Depressive scheinen das nicht verhindern zu können, doch es gibt neue Hoffnung für verzweifelte Eltern, die um ihre Kinder fürchten: das "Programm", eine neuartige Therapie, die aus als gefährdet eingestuften Teenagern glückliche und angepasste macht. Dummerweise verlieren sie dabei einen Großteil ihrer Erinnerungen und damit auch ihrer Gefühle... Wer wiederkommt, ist ein anderer Mensch, der seine Freunde nicht mehr erkennt. Von allen Seiten werden Kinder und Jugendliche überwacht: von den Eltern, den Lehrern, überhaupt allen Erwachsenen in ihrem Leben. Wer weint, wütend reagiert oder anderweitig negative Emotionen zeigt, riskiert, ins Programm eingewiesen zu werden, und das will keiner. Deswegen zeigen die meisten Jugendlichen ihre wahren Gefühle nicht mehr - niemandem, niemals, unter keinen Umständen. Aber gerade dieser Zwang, sich 24 Stunden am Tag zu verstellen, kein Ventil mehr zu haben für Trauer, Angst oder Zorn, treibt viele erst recht in den Selbstmord. Ich fand diese Grundidee unglaublich faszinierend und originell. In vielen Dystopien geht es um Zensur, aber hier wird das wirklich auf die Spitze getrieben! Denn es geht ja nicht darum, bestimmte Weltanschauungen oder politische Ansichten zu verbieten, sondern um grundlegende menschliche Empfindungen, die man gar nicht abstellen kann. Dabei sind die Menschen, die die Gefühle der Jugendlichen so grausam beschneiden, häufig genau die Menschen, die sie lieben und nur das Beste für sie wollen. Womit ich allerdings nicht sagen will, dass das notwendigerweise auch für die Erfinder und Wissenschaftler des Programms gilt... Sloane war mir direkt sehr sympathisch, gerade weil sie ihre Gefühle nicht perfekt im Griff hat. Man spürt jederzeit, wie bedroht sie sich auch in den alltäglichsten Situationen fühlt. Hat jemand gesehen, dass ich Tränen im Auge hatte? Habe ich jetzt breit genug gelächelt, glücklich genug geklungen? Am Anfang der Geschichte wirkt sie eher schwach, denn sie klammert sich sehr an ihren Freund James und hofft darauf, dass er sie vor allem Bösen beschützen kann - aber das erweist sich natürlich schnell als vergebliche Hoffnung, und danach muss Sloane zeigen, dass sie selber stark, klug und entschlossen sein kann. In meinen Augen durchlebt sie im Laufe der Geschichte ein großes emotionales Wachstum, und das ist es, was für mich hauptsächlich einen guten Buchcharakter ausmacht. James hatte es bei mir etwas schwerer. Er will zwar alle beschützen, die er liebt, aber dadurch, dass er immer stark sein und niemanden in Gefahr bringen will, wagt er auch nur selten, seine eigenen Ängste offen zu zeigen. Da er aber gerade dadurch unter enormem Druck steht, schlägt sein Verhalten oft schnell um und er kann ein richtiger Bad Boy sein. Dennoch fand ich auch ihn interessant, und er ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Viele der Charaktere sind schwer einzuschätzen, aber das ist ja nur logisch in einer Welt, in der alle unter 18 ihre wahren Gefühle verstecken... Die Liebesgeschichte hat etwas sehr Rührendes, denn Sloane und James riskieren viel füreinander. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, und als James mit dem Selbstmordvirus infiziert wird, scheint alles verloren - im Programm werden frühere Beziehungen und Freundschaften komplett gelöscht, um einen Neustart zu ermöglichen. Aber Sloane gibt nicht auf... Ja, es gibt (kurz) eine Art Dreiecksgeschichte, wie in so vielen Jugendbüchern. Aber hier fand ich das gut geschrieben und auch sinnvoll, denn die Protagonisten leben in einer absoluten Ausnahmesituation, in der Gefühle schon mal durcheinander kommen können - vor allem, wenn der eine sich nicht mehr an den anderen erinnert... Die Geschichte ist meiner Meinung nach zwar düster und bedrückend, aber auch sehr spannend, mit vielen interessanten Wendungen. Im ersten Teil habe ich mich immer gefragt: was genau ist dieses "Programm" denn nun? Was machen sie mit den Jugendlichen? Deswegen wurde es für mich dann auch doppelt packend, als der Handlungsort sich endlich ins Herz des Programms verlegte. Ich fand die Erklärung dieser "Wunderheilung" sehr glaubhaft - so perfide wie genial. Leider könnte ich mir wirklich vorstellen, dass so etwas in der Zukunft möglich sein könnte... Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre, so dass ich direkt mitten drin war im Geschehen und Sloanes Gefühle immer gut nachvollziehen konnte. Fazit: Suzanne Young beschwört eine finstere Zukunftsvision herauf, in der Selbstmord unter Jugendlichen zur Epidemie wird und die Erwachsenen sich nicht anders zu helfen wissen, als gefährdete Teenager ins "Programm" zu schicken, wo ihnen Erinnerungen und Emotionen genommen werden. Wer zurückkommt, ist quasi ein Gefühlszombie, ein halber Mensch. Aus Angst vor diesem Schicksal wagt kein Jugendlicher mehr, negative Gefühle zu zeigen, und so wird die Welt emotionslos und falsch... In meinen Augen wurde diese originelle Idee sehr schlüssig und spannend umgesetzt, mit einer jungen Heldin, mit der man mitfühlen und mitleiden kann. In diesem ersten Band wirft man einen Blick hinter die Kulissen des "Programms" und kann erahnen, dass hinter diese Selbstmordepidemie mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band ("ICH.ERINNERE.MICH").

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Endlich einmal wieder ein Wow-Effekt-Buch! Du. Wirst. Vergessen. von Suzanne Young ist eine Young Age-Dystopie, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Sie beinhaltet alles, was eine gute Geschichte für mich ausmacht. Tragik, Liebe, Dramatik, Trauer und Hoffnung. Der Leser durchläuft ein Gefühlschaos, weil er nicht erwarten kann, wie es weitergeht. So ging es mir zumindest und ich verschlinge viele Dystopien. Du. Wirst. Vergessen. ist eine ganz besondere. Du. Wirst. Vergessen. wird aus der Sicht von Sloane erzählt, einem Mädchen, dass nach und nach mitansehen muss, wie ihre Freunde und ihre Familie ihr genommen werden. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Gefühle für Jugendliche als gefährlich eingestuft werden. Gefühle führen zu Selbstmord unter den jungen Erwachsenen. Mir hat es imponiert, wie sehr sie darum kämpft, sie selbst zu bleiben und ihre Erinnerungen an ihren Freund James nicht zu verlieren. Sie ist eine starke Protagonistin, die nicht aufgibt und immer wieder neues aufdeckt, was der Geschichte zusätzliche Spannung bringt. Auch James war als Charakter toll. Die Beziehung zwischen ihm und Sloane wirkt authentisch. Ich mochte die Nähe zwischen den beiden und habe bis zum Schluss mitgefiebert, ob es ihnen gelingt, ihre Liebe zu erhalten. Gleich zu Beginn der Geschichte ist ein Schock-Moment, den man durch Sloanes Augen miterleben muss. Sie muss miterleben, dass ihre Schulkameradin vom Programm abgeholt wird. Ihre Empfindungen, die sie nach außen hin nicht zeigen darf, sind schon hier eindrucksvoll beschrieben. Ab dieser ersten Szene war ich gefangen von der Atmosphäre und dem Gesellschaftssystem, dass sich die Autorin ausgedacht hat. Je tiefer der Leser mit Sloane hinter das Programm blickt und das sogenannte System entdeckt, desto spannender und emotionaler wird das Buch. Man fiebert mit den Figuren mit und kann die tragische Entwicklung kaum mit ansehen, ist aber gleichzeitig so an den Text gefesselt, dass man auch nicht mit Lesen aufhören kann. Die Idee, den Jugendlichen ihre Erinnerungen zu nehmen und sie so "zu heilen", mag nichts neues sein, wohl aber die Verbindung mit einer Welt, die erschreckend nah an die Gegenwart angelehnt ist. Tatsächlich könnte "Das Programm" durchaus jeden Moment eingeführt werden, was noch mal zusätzlich schockiert. Wer also denkt, er kennt alles dystopische, was es so gibt, wird bei Du. Wirst. Vergessen. eines besseren belehrt. Bewertung Du. Wirst. Vergessen. ist ein absolut überzeugender Beginn einer neuen dystopischen Reihe. Eine Gesellschaft, die am Abgrund steht und eine Liebesgeschichte, die fesselt und berührt, sind die tragenden Elemente des Buches. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, denn das Buch erfüllte meine Erwartungen an eine gute Dystopie vollkommen.

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Wirklich gelungene Dystopie!

Von: Atelier Maikind

22.06.2015

Wer im Programm ist hat keine Chance mehr zu entkommen. Sloane erfährt das an ihrem eigenen Leib, denn ihr Freund James wird vom Programm geholt. Dort werden ihm jegliche Erinnerungen genommen. Er kennt Sloane nicht mehr und weiß auch nicht mehr über ihre Gefühle Bescheid. Sloanes größter Alptraum wird Realität… Die Charaktere sind wirklich sehr stark. Beide, Sloane und James, machen im Buch eine große charakterliche Veränderung durch. Leider kann ich dazu nicht viel verraten, weil ich euch sonst viel zu viel verraten würde. Auch die gesamte Welt, in der „Du. wirst. vergessen“ spielt hat es in sich. Selbstmord-Epidemien, Menschen ohne Erinnerung und anderes hält die Menschen in Atem. Würde ich in dieser Welt leben wollen? Ganz klar: NEIN! Der Schreibstil der Autorin ist ok. Ich fand ihn nicht überragend gut, aber auch nicht supertoll. Geschrieben ist der Roman in der Ich-Form aus Sloanes Sicht. Manchmal war mir der Spannungsbogen zu lang und ab und an habe ich das Buch auch einfach weggelegt. Natürlich war es irgendwie fesselnd, aber nicht so extrem wie bei anderen Büchern. Es war ein wirklich emotionales und romantisches Buch, aber auf der anderen Seite war es auch deprimierend und düster. Das Cover alleine hätte mich nicht dazu animiert dieses Buch zu lesen. Es sieht mir einfach zu künstlich und ausdruckslos aus. Leider trifft diese Beschreibung auch aufs englische Originalcover zu. Mir wären spontan zwei Gestaltungsideen eingefallen, die passender für den Inhalt dieses Buches gewesen wäre und gleichzeitig perfekt aufs Cover gepasst hätte. Natürlich hat das Design einen Sinn, den man versteht, wenn man das Buch gelesen hat, aber trotzdem sieht es einfach nicht interessant aus. „Du. wirst. vergessen“ ist wirklich ein guter Auftakt. Teilweiße ist das Buch etwas zäh geschrieben, aber das muss sein um alles verstehen zu können. 4 von 5 Sternen für diese Dystopie. ★★★★☆

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Cover: Das Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Man sieht Sloane (denke ich) in dreifacher Ausführung, gespalten und mit einem eindringlichen Blick. Der Blick sagt einfach schon alles aus und deutet auf ein spannendes und beängstigendes Buch hin. Der Titel ist in blau und sehr prägnant gestaltet. Meinung: Ich bin im Internet auf das Buch aufmerksam geworden, da vor kurzen dem zweite Teil raus kam. Nachdem ich den Klappentext gelesen hat wusste ich das ich die Bücher unbedingt lesen muss. Am Anfang kommt einem vieles bekannt vor, doch so ist es nun mal, alles Dystopien arbeiten mit dem gleichen Thema und so ist es nicht zu vermeiden das man meint einiges schon zu kennen.. Das Buch ist sehr spannend und super geschrieben, ich habe die ganze Zeit mit Sloane mitgefiebert und gehofft das irgendetwas passiert was ihr hilft. Leider ist das Buch sehr auf das Programm fixiert und der Leser erfährt sehr wenig von der gesamten Welt an sich. Die Charaktere sind toll beschrieben und man kann sich in Slonae hinein versetzen und erlebt die Geschichte so als wäre man selbst dabei. Schön finde ich das James und Sloane sich lieben und immer für einander da sind, was auch geschieht. Doch leider macht den beiden Das Programm einen Strich durch die Rechnung und reißt sie auseinander. Ohne Erinnerung an den anderen besteht nur eine sehr geringe Möglichkeit das die beiden wieder zusammenfinde, doch das Herz erkennt nun mal die große Liebe, auch wenn der Verstand sie vergessen hat. Sloane ist eine starkes Mädchen und lässt sich von nichts und niemandem unterkriegen auch wenn sie ab und an auch Tiefpunkte und Stimmungsschwankungen hat. Es ist schon heftig zu erleben, das negative Gefühle als eine Epidemie angesehen werden und man so den Jugendlichen alle Erinnerungen nimmt, die schönen so wie die schlechten und dann denkt alles sei in Ordnung. Doch Sloane und James kämpfen um die Liebe und ihre Erinnerungen und bringen der Leser dazu mitzufiebern. Zitate: (c) blanvalet "Wir passten aufeinander auf. Manchmal sind unsere Schuldgefühle, weil wir überlebt haben, stärker, als wir es ertragen können, ein Geheimnis zwischen uns, von dem wir uns nichts anmerken lassen. Aber wir sind alles, was uns noch geblieben ist." "Zwei Wochen nach dem Tod meines Bruders gestand mit James, dass er mich liebte,. Versprach, dass er mich nie mehr verlassen würde. Dass er uns beide retten würde. Er versprach es." Fazit: Hier und da ist die Geschichte etwas in die Länge gezogen, aber sonst ist das Buch sehr spannend und auch erschreckend. Der tolle Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und man fiebert mit Sloane und James mit. Durch das offenen Ende muss man hier auch direkt das zweite Buch lesen da man einfach wissen möchte wie es weitergeht.

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Spannend aber zäh.

Von: Liss

30.03.2015

Schon vor dem Lesen habe ich mir Gedanken über das Buch gemacht, da die Reihe leider nicht weiter übersetzt wird und ich mich nicht immer ganz so gern ans Englische herantraue. Bringt es dann überhaupt etwas, damit anzufangen? Nun ja, erstmal weg mit diesem Gedanken und hin zum Buch. Sloane ist junge 17 Jahre alt und lebt in einer Welt mit einer unheimlich hohen Suizidrate. Deshalb werden alle auffälligen Jugendlichen in "Das Programm" geschickt, in dem sie geheilt werden sollen. Doch was genau machen sie dort mit einem, da sich niemand, der dort raus kam, an jemanden erinnert hat. Boah, das war eine gruselige Vorstellung und die infizierbare Suizidalität klang echt verstörend. Und dann ging es auch schon rasant los mit ersten Selbstmorden von Leuten in Sloanes unmittelbarem Umfeld. Es dauert nicht lange da landen auch Sloane und ihr Freund James im Programm. Aber dann zieht sich das Buch unheimlich in die Länge. Ich will nicht verraten wie es dort abläuft, aber es passiert fast 200 Seiten lang nur das selbe und es geht nicht weiter voran. Dann kommt ein weiterer Schritt bis kurz danach wieder eine kurze Durststrecke kommt. Es folgt immer ein kleiner Meilenstein mit anschließenden laaangen, identischen Abläufen. Das hat mich ein bisschen angenervt, da man so das Gefühl bekommt, dass das Buch in die Länge gezogen wird. Sloane und James hingegen sind als Personen klasse beschrieben. Vor allem James als der unruhestiftende, rebellische Jugendliche, der sich nach außen hin aufmüpfig gibt, tief im Inneren aber ein ganz weiches Herz hat. Es dauert eine Weile bis man dieses Herz erreicht und so wirkt er manchmal schroff und sprunghaft, als ob er nicht weiß, was er wirklich will und trotzdem wirkt er anziehend auf Sloane. Das macht ihn unheimlich interessant. Vor allem im 3. Buchabschnitt lernt man James nochmal ganz anders kennen, was einem einige Schmunzler entlockt. Sloane hingegen ist sehr wissbegierig, aber auch mutig. Wenn sie weiß, was sie will, setzt sie alles dran, um das zu erreichen. Das merkt man im Verlauf des Buches und ist beeindruckend. Zur Story: Man sollte nicht viel sagen, außer, dass die beiden GEGEN das Programm zu kämpfen versuchen, was sich als extrem schwierig herausstellt. Dabei lernen sich die beiden immer wieder von ganz anderen Seiten kennen und lieben, was zu echt süßen Szenen führt, aber auch manchmal zum Heulen ist. Man fiebert mit den beiden mit und hofft, dass sie das Ganze heil überstehen. Fazit "Du.Wirst.Vergessen." ist der Auftakt, in dem die beiden Jugendlichen Sloane und James versuchen sich gegen "Das Programm" zu stellen. Die Idee ist super, in der Umsetzung folgen immer mal wieder laaange Durststrecken, die auf's Gemüt schlagen und das Buch zäh machen. Die Entwicklung und die Beziehung zwischen James und Sloane hingegen ist schön anzuschauen und spannend zu verfolgen. 4/5 Punkte.

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Klappentext/Inhalt: Ergreifend, spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt! Nur das >Programm< kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stützte in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das >Programm< in holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen... Meine Meinung: Bei diesem Buch habe ich nur positives gehört. Deshalb habe ich riesig auf die Geschichte gefreut. Natürlich hatte ich auch so einige Erwartungen und diese wurden mehr als erfüllt. Sloane hat schon einiges in ihrem Leben durchmachen müssen aber sie hat ja James. James ist ihr Rettungsanker. Ohne ihn würde sie das Ganze nicht durchstehen. Dann passieren einige krasse Dinge und James ist wie ausgewechselt. Nach und nach merkt Sloane, dass es James immer schlechter geht aber sie will das nicht wahr haben. Leider wird James dann abgeholt und in das „Programm“ gesteckt. Sie will alles versuchen, dass James sich wieder an sie erinnern kann. Wird sie das schaffen? Hat sie mit James noch eine Zukunft? Das müsst ihr unbedingt selber herausfinden. Ich muss sagen, dass ich Sloane wirklich toll finde. Sie versucht in dieser Welt zu Recht zu kommen, will aber eigentlich ganz anders Leben. Außerdem versucht sie wirklich einiges und schlägt auch immer wieder über die Strenge. James ist auch ein toller Charakter. Anfangs ist er wirklich ein toller Typ. Er ist für Sloane da aber leider passieren dann einige schlimme Dinge und diese verändern ihn sehr. Er lässt sich immer mehr hängen und schließlich wird er abgeholt und muss ins >Porgramm<. Als er wieder aus dem Programm kommt – kann er sich an nichts mehr erinnern. Werden James und Sloane wieder zusammen kommen? Welche Zukunft wartet auf James? Das müsst ihr unbedingt lesen :). Die Thematik dieses Buches ist wirklich krass. Es ist wirklich kein einfaches Thema und es grandios was die Autorin da geschaffen hat. Diese Geschichte ist wirklich erschreckend realistisch dargestellt. Fazit: Die Thematik dieses Buch ist wirklich nicht ohne. Die Autorin hat eine tolle und spannende Geschichte erschaffen. Vor allem ist diese so erschreckend realistisch. Die Charaktere und Schauplätze sind toll dargestellt. Außerdem kann man die Gefühle und Taten der Charaktere sehr gut nachvollziehen und verstehen. Leider erscheint der 2. Band erst im Frühjahr 2015. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Bewertung: Cover: 5/5 Klappentext: 5/5 Inhalt: 5/5 Schreibstil: 5/5 Gesamtpaket: 5/5 5 von 5 Sterne

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