Leserstimmen zu
Du. Wirst. Vergessen.

Suzanne Young

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Eigentlich bin ich kein großer Dystopie-Fan. Das heißt, ich habe schon mehrere gelesen, aber es gab bisher nur eine, die mich wirklich begeistern konnte: "Du wirst vergessen". Im Mittelpunkt der Dilogie steht eine Epidemie, die sich immer weiter unter den Jugendlichen auf der ganzen Welt verbreitet - Depressionen und in Folge dessen eine alarmierende Anzahl an Selbstmorden. Immer mehr junge Erwachsene wählen diesen letzten Ausweg. Als traditionelle Therapien nicht mehr anschlagen und die Massen an Patienten einfach nicht mehr zu bewältigen sind, lässt die Regierung eine neue Art der Behandlung entwickeln: das Programm. Sobald ein Jugendlicher Anzeichen einer Depression zeigt, wird er abgeholt und in eine der Institutionen der Organisation gebracht. Was genau hinter den Mauern der Krankenhäuser passiert, weiß niemand, doch wenn die Patienten sie wieder verlassen, sind jegliche negativen Gefühle in ihnen verschwunden. Allerdings nicht nur das, denn die Ärzte nehmen ihnen nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Erinnerungen - am Ende der Behandlung sind die Jugendlichen nicht mehr als leere Gefäße. Für die 17-jährige Sloane, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, gibt es keine schlimmere Vorstellung, als genau das zu erleben. Nachdem ihr Bruder Selbstmord begangen hat, gilt sie jedoch als besonders gefährdet und wird daher genauestens beobachtet. Von ihren Eltern, von ihren Mitschülern, von ihren Lehrern. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Tag für Tag eine Maske aufzusetzen und ihre wahren Gefühle und Gedanken für sich zu behalten. In der derzeitigen Situation reicht schon ein minimales Anzeichen von Schwäche, um von anderen gemeldet zu werden, jeder kämpft mittlerweile für sich selber. Die einzige Person, der Sloane bedingungslos vertraut, ist ihr Freund James. Nur in seiner Gegenwart erlaubt sie sich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein weiterer Vertrauter ist Miller, dessen Freundin Lacey - Solanes beste Freundin - vor Kurzem ins Programm geschickt wurde. Seitdem geht es ihm immer schlechter und so dauert es nicht lange, bis auch er infiziert wird. Bevor ihn die Agenten jedoch in die Hände kriegen, bringt er sich mit einer weit verbreiteten Droge namens QuikDeath um. Nach diesem Verlust fällt es James immer schwerer, sich zusammenzureißen. Selbst Sloane schafft es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sie kann nur tatenlos zusehen, wie ihr Freund von Agenten abgeholt wird. Und damit fängt ihr eigener Kampf gegen die Depression an - den sie verliert. Was mich am meisten an dieses Buch gefesselt hat, ist die Intensität, die es ausstrahlt. Es hat mich einfach von Seite Eins an vollkommen eingenommen. Die Stimmung ist durch das Thema natürlich sehr düster, aber irgendwie auch greifbar - die Verzweiflung von Sloane und James, die allgegenwärtige Angst, im Programm zu landen; das alles hat Suzanne Young dermaßen gut be- bzw. geschrieben, dass es sich in einem festsetzt. Ich glaube, dass das für Menschen, die selber mit Depressionen zu kämpfen haben und/oder sehr empathisch sind, ein echtes Problem darstellen könnte, ihr solltet euch also gut überlegen, ob ich das Buch lesen möchtet. Für mich persönlich hat aber genau _das_ "Du wirst vergessen" zu einer Geschichte gemacht, die ich nicht weg legen konnte. Ich war vollkommen vertieft in der Welt der Jugendlichen. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat... aber selten hat mich etwas so mitgerissen und berührt. Dabei ist der Plot gar nicht groß actionlastig oder spannend im nervenzerreißenden Sinne. Im ersten Teil des Buches geht diese Anziehungskraft vorrangig von den Charakteren aus. Vor allem die Liebe zwischen Sloane und James hat es mir angetan. Ich bin ja kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier ist so anders, dass ich an keiner Stelle als nervig oder überflüssig empfand. Viel mehr hat mich die Verzweiflung, mit der die beiden Jugendlichen sich aneinander klammern, ergriffen und gefesselt. Im Grunde wollen sie nur eins: überleben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, genauso wie gegen die des anderen und müssen zudem tagtäglich aufpassen, ja die richtigen Dinge zu sagen, um nicht weg geschickt zu werden. Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über das Programm, denn es kommt, wie es kommen muss: Sloane wird eingewiesen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie kein einfacher Patient sein wird. Sie wehrt sich von Anfang an mit Händen und Füßen gegen die Behandlung, sie kämpft, sie schreit - leider jedoch erfolglos. Also begleitet der Leser sie dabei, wie sie sich langsam aber sicher in eine dieser leeren Hüllen verwandelt, die sie mehr verabscheut als alles andere. Nur dass sie sich eben nicht mehr daran erinnert, dass sie niemals so werden wollte. Doch mit der Einlieferung und Behandlung im Programm ist Sloanes Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Allerdings kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen, ohne euch zu spoilern. Nur so viel kann ich euch verraten: Sloane schließt der Therapie erfolgreich ab und wird zurück in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Sie versuchen, dem Mädchen ein normales neues Leben zu ermöglichen, aber irgendetwas nagt an ihr... --- Fazit --- Mit "Du wirst vergessen" hat Suzanne Young einen tollen Auftakt einer tollen Dilogie geschrieben, der mich von vorne bis hinten fesseln konnte. Das Buch behandelt ein trauriges Thema auf sehr intensive Weise und besticht dabei vor allem durch die Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere. Für Fans von Dystopien definitiv eine Empfehlung!

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Wirklich gelungene Dystopie!

Von: Atelier Maikind

22.06.2015

Wer im Programm ist hat keine Chance mehr zu entkommen. Sloane erfährt das an ihrem eigenen Leib, denn ihr Freund James wird vom Programm geholt. Dort werden ihm jegliche Erinnerungen genommen. Er kennt Sloane nicht mehr und weiß auch nicht mehr über ihre Gefühle Bescheid. Sloanes größter Alptraum wird Realität… Die Charaktere sind wirklich sehr stark. Beide, Sloane und James, machen im Buch eine große charakterliche Veränderung durch. Leider kann ich dazu nicht viel verraten, weil ich euch sonst viel zu viel verraten würde. Auch die gesamte Welt, in der „Du. wirst. vergessen“ spielt hat es in sich. Selbstmord-Epidemien, Menschen ohne Erinnerung und anderes hält die Menschen in Atem. Würde ich in dieser Welt leben wollen? Ganz klar: NEIN! Der Schreibstil der Autorin ist ok. Ich fand ihn nicht überragend gut, aber auch nicht supertoll. Geschrieben ist der Roman in der Ich-Form aus Sloanes Sicht. Manchmal war mir der Spannungsbogen zu lang und ab und an habe ich das Buch auch einfach weggelegt. Natürlich war es irgendwie fesselnd, aber nicht so extrem wie bei anderen Büchern. Es war ein wirklich emotionales und romantisches Buch, aber auf der anderen Seite war es auch deprimierend und düster. Das Cover alleine hätte mich nicht dazu animiert dieses Buch zu lesen. Es sieht mir einfach zu künstlich und ausdruckslos aus. Leider trifft diese Beschreibung auch aufs englische Originalcover zu. Mir wären spontan zwei Gestaltungsideen eingefallen, die passender für den Inhalt dieses Buches gewesen wäre und gleichzeitig perfekt aufs Cover gepasst hätte. Natürlich hat das Design einen Sinn, den man versteht, wenn man das Buch gelesen hat, aber trotzdem sieht es einfach nicht interessant aus. „Du. wirst. vergessen“ ist wirklich ein guter Auftakt. Teilweiße ist das Buch etwas zäh geschrieben, aber das muss sein um alles verstehen zu können. 4 von 5 Sternen für diese Dystopie. ★★★★☆

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Cover: Das Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Man sieht Sloane (denke ich) in dreifacher Ausführung, gespalten und mit einem eindringlichen Blick. Der Blick sagt einfach schon alles aus und deutet auf ein spannendes und beängstigendes Buch hin. Der Titel ist in blau und sehr prägnant gestaltet. Meinung: Ich bin im Internet auf das Buch aufmerksam geworden, da vor kurzen dem zweite Teil raus kam. Nachdem ich den Klappentext gelesen hat wusste ich das ich die Bücher unbedingt lesen muss. Am Anfang kommt einem vieles bekannt vor, doch so ist es nun mal, alles Dystopien arbeiten mit dem gleichen Thema und so ist es nicht zu vermeiden das man meint einiges schon zu kennen.. Das Buch ist sehr spannend und super geschrieben, ich habe die ganze Zeit mit Sloane mitgefiebert und gehofft das irgendetwas passiert was ihr hilft. Leider ist das Buch sehr auf das Programm fixiert und der Leser erfährt sehr wenig von der gesamten Welt an sich. Die Charaktere sind toll beschrieben und man kann sich in Slonae hinein versetzen und erlebt die Geschichte so als wäre man selbst dabei. Schön finde ich das James und Sloane sich lieben und immer für einander da sind, was auch geschieht. Doch leider macht den beiden Das Programm einen Strich durch die Rechnung und reißt sie auseinander. Ohne Erinnerung an den anderen besteht nur eine sehr geringe Möglichkeit das die beiden wieder zusammenfinde, doch das Herz erkennt nun mal die große Liebe, auch wenn der Verstand sie vergessen hat. Sloane ist eine starkes Mädchen und lässt sich von nichts und niemandem unterkriegen auch wenn sie ab und an auch Tiefpunkte und Stimmungsschwankungen hat. Es ist schon heftig zu erleben, das negative Gefühle als eine Epidemie angesehen werden und man so den Jugendlichen alle Erinnerungen nimmt, die schönen so wie die schlechten und dann denkt alles sei in Ordnung. Doch Sloane und James kämpfen um die Liebe und ihre Erinnerungen und bringen der Leser dazu mitzufiebern. Zitate: (c) blanvalet "Wir passten aufeinander auf. Manchmal sind unsere Schuldgefühle, weil wir überlebt haben, stärker, als wir es ertragen können, ein Geheimnis zwischen uns, von dem wir uns nichts anmerken lassen. Aber wir sind alles, was uns noch geblieben ist." "Zwei Wochen nach dem Tod meines Bruders gestand mit James, dass er mich liebte,. Versprach, dass er mich nie mehr verlassen würde. Dass er uns beide retten würde. Er versprach es." Fazit: Hier und da ist die Geschichte etwas in die Länge gezogen, aber sonst ist das Buch sehr spannend und auch erschreckend. Der tolle Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und man fiebert mit Sloane und James mit. Durch das offenen Ende muss man hier auch direkt das zweite Buch lesen da man einfach wissen möchte wie es weitergeht.

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