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Leserstimmen (5)

Jochen Frech: Hochsommermord

Hochsommermord Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74464-0

Erschienen: 09.12.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein heißer Sommerthriller

Von: nef Datum : 20.08.2015

www.buchjunkies-blog.de

Inhalt:
Moritz Kepplinger packt seine letzten Sachen zusammen. Sein Studium an der Hochschule der Polizei hat er erfolgreich abgeschlossen und wird in wenigen Tagen in Göppingen seinen Dienst als Kriminalkommissar antreten.
Viel ist es nicht, was er aus seiner Studentenwohnung mitnimmt. Allerdings hat er noch einige Sachen bei seiner Ex-Freundin Valerie im Keller zu stehen. Diese geht ihm schon seit einer ganzen Weile auf die Nerven mit den Kartons. Doch Moritz hat Angst davor zu ihr zu fahren.
Die Trennung hat ihn völlig unvorbereitet getroffen. Bis heute kann oder will ihm Valerie keinen Grund dafür nennen und Moritz hängt in der Luft. Irgendwann muss er sich der Situation stellen, doch nicht heute.

Lea Thomann ist in Eile, als ihr Telefon klingelt. Ihr Mutter, natürlich. Jedes Mal schafft diese es sie in den ungünstigsten Zeiten anzurufen. Doch Lea ist sich auch durchaus bewusst, dass sie keine gute Verbindung zu ihrer Mutter pflegt. Sie würgt sie ab, da sie dringend zum Dienst muss.
In dieser heißen Jahreszeit macht es noch weniger Spaß als Polizistin unterwegs zu sein.
Der Tag verspricht turbulent zu werden. Lea und ihr Partner werden zu einem schweren Unfall gerufen. Mehrere Wagen sind ineinander gefahren und stehen in Flammen. Lea kann den Anblick beinahe nicht ertragen.
Als dann auch noch eines der Opfer in den Flammen steht und sich bewegt, kippt sie um. Diese Bilder wird sie so schnell nicht wieder los werden.
Als sie zurück in der Dienststelle ist schiebt sie Wachdienst und sieht einen Anruf von einer gewissen Susanne Jessen. Da erinnert sich Lea, dass die Familie Jessen ihr bestens bekannt ist � dienstlich.

Susanne Jessen wartet auf die Wiederkehr ihrer Tochter. Das Wochenende hat ihre 10-Jährige Tochter Manuela bei ihrem Vater verbracht, doch er weiß genau, dass Manuela am Sonntagabend pünktlich zum Beginn der Lindenstraße zu Hause sein soll.
Doch ihre Mutter wartet vergeblich. Sie versucht ihren Ex-Mann zu erreichen, schafft es jedoch nicht. Es war ja klar, dass er sich nicht an die Verabredung hält. Susanne war außer sich vor Wut. Es war die beste Entscheidung ihres Lebens, sich von Gerd Jessen scheiden zu lassen. Leider haben sie ein gemeinsames Sorgerecht, obwohl Susanne weiß, dass Gerd der gemeinsamen Tochter nicht gut tut.
Als sie ihren Ex-Mann erreicht erwischt sie ihn gerade bei der Heimfahrt von einem Ausflug mit seinen Kegelfreunden. Jetzt fiel ihr auch wieder ein, dass er dieses Wochenende gar nicht geplant hatte die Zeit mit Manuela zu verbringen. Vielleicht hat er sie dennoch einfach mitgenommen. Das traut sie ihm auf alle Fälle zu. Angeblich sei er bald daheim, dann würde sie ja wissen ob Manuela bei ihm ist oder nicht.

Moritz hat seinen ersten Abend in Göppingen bei einem netten Griechen verbracht und kommt leicht verkatert am Montagmorgen, seinem ersten Tag in die neue Dienststelle. Er hätte nie gedacht, dass dieser Tag sein Leben derart verändern würde.
Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis er zu seinem neuen Chef kam um sich vorzustellen. Kurz vor Ende des Gespräches stürmte die Sekretärin herein und übergab ihrem Chef einen Faxausdruck. Dieser wundert sich. Ein vermisstes Kind. Das ist für gewöhnlich nicht ihre Baustelle. Doch da alle anderen Beamten gerade im Dienst unterwegs sind, drückt der Chef Moritz das Fax in die Hand. Sein erster Fall. Dabei hat er noch nicht mal einen Schreibtisch.
Als im klar wird, dass die 10-Jährige Manuela bereits seit Freitagmittag vermisst wird, beginnt er zu wirbeln. Die ersten Stunden nach dem Verschwinden sind die wichtigsten. Die Mutter der kleinen Manuela liegt mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Eine Vernehmung ist ausgeschlossen. Der Vater des Kindes scheint sich um den Gesundheitszustand seiner Ex-Frau nicht zu kümmern. Seine kleine Tochter ist ihm jedoch sehr wichtig. Leider kann er den Beamten nicht helfen. Und seine Vergangenheit wirft kein gutes Licht auf ihn.

Als Lea Thomann von der Vermisstenanzeige der kleinen Manuela erfährt, will sie unbedingt mit dem leitenden Beamten der Ermittlungen sprechen.
Moritz ist verwundert über das Interesse der Polizistin, doch schon bald erweist sich ihr Wissen als enorm wichtig.
Doch, können sie Manuela überhaupt noch lebendig finden?

Meinung:
Jochen Frech legt mit 'Hochsommermord' seinen Debütroman vor. Natürlich merkt man, dass seine persönliche Berufslaufbahn als ehemaliger SEK-Beamter ihm bei der Geschichte zu Gute kommt.
Schnell wird klar, dass er sich in dem Metier gut auskennt und kann somit die Abläufe glaubhaft vermitteln.

Der Roman beginnt mit einem kleinen Abschnitt über ein kleines Mädchen einige Jahre vor den eigentlichen Ereignissen. Das hat mich etwas verwirrt, ergibt aber alles einen Sinn.
Die einzelnen Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und kommen durchaus glaubhaft rüber. Der Autor hat es allerdings etwas zu gut gemeint mit den persönlichen Schicksalen Protagonisten. Eigentlich hat jeder ein dunkles Loch in seiner Vergangenheit, das er gern verbergen möchte.
Er wirft dem Leser immer einen kleinen Brocken hin um ihn am Grübeln und Knobeln zu halten, aber bei einem gut 300 Seiten Buch hätte man das vielleicht einfach etwas schneller hinter sich bringen können.

Die Geschichte an sich liest sich gut weg und ist auch durchgängig spannend. Man muss natürlich wissen wie die Ermittlungen laufen und ob es den beiden am Ende gelingen wird das Mädchen lebend zu finden.
Die Erzählstränge wechseln hier immer wieder zwischen Moritz, Lea, Susanne Jessen, Gerd Jessen und dem Täter. Wobei man natürlich nie erfährt, wer es ist.

Zwei Dinge haben mich gestört. Es gibt eine kurze Szene mit einem Fuchs � die fand ich jetzt irgendwie sehr merkwürdig und auch nicht zwingend notwendig für die Geschichte.
Außerdem ging mit Moritz mit einem Satz, den er sich als Mantra immer wieder ins Gedächtnis gerufen hat, auf die Nerven. Drei Mal hätten ja gereicht, aber es waren meinem Empfinden nach wenigstens zehn Male. Dafür ziehe ich dem Buch aber nur einen halben Stern ab, denn der Autor hat es geschafft mich spannend zu unterhalten und ich warte nun, ob es bei diesem einen Roman bleibt, oder ob er die beiden Ermittler noch einmal zusammenführt um einen neuen Fall auf zu decken.

Bodenständige Krimikost

Von: Iris Gasper Datum : 30.04.2015

www.buchrezicenter.de

Der Prolog, der einen Ausflug schildert und in einem schrecklichen Unglück endet, scheint lange Zeit nichts mit der Handlung der sonstigen Geschichte zu tun zu haben. Aber natürlich ist dem nicht so…

Moritz Kepplinger hat die Polizeihochschule beendet und tritt seinen Dienst als Kriminalkommissar in Göppingen an. Sein allererster Einsatz hängt mit dem Verschwinden eines Mädchens zusammen. Manuela Jessen ist an einem Freitag nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Die Mutter vermutet sie zunächst bei ihrem Ex-Mann, bis ihr erst am Sonntag bewusst wird, dass ihr ehemaliger Mann das Wochenende ganz woanders verbracht hat und die Tochter zwangsläufig gar nicht bei ihm sein kann. Zu den Ermittlungen hinzugezogen wird die Polizistin Lea Thomann, die eigentlich im Streifendienst arbeitet, die die Familie Jessen aber aus vorangegangenen Einsätzen kennt bei denen sie Manuelas Vater als gewalttätig kennengelernt hat. Zwischen Moritz und Lea entwickelt sich relativ schnell eine angenehme Harmonie, mit der die Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit geschaffen ist. Beide haben auch im privaten Bereich mit Problemen zu kämpfen, verstehen es aber damit umzugehen.

Die Suche nach dem vermissten Mädchen gleicht einem Wettlauf mit der Zeit. Wenngleich der Leser mehr weiß als die Ermittler, schafft es der Autor hier durchweg eine hohe Spannungslinie zu halten, denn bis zum Schluss ist nicht klar welches Motiv hinter der Tat steckt und damit bleibt auch der Täter lange Zeit im Verborgenen.

Die Ermittlungsarbeiten werden sehr sachlich beschrieben und hieran merkt man ganz deutlich, dass der Autor Jochen Frech sich bestens in Polizeikreisen auskennt und weiß wie eine Ermittlung läuft. Hier gibt es auch alltägliche Dinge zu erledigen und nicht nur ständige Action zu erleben.

Moritz Kepplinger ist ein Mensch wie du und ich, der seine Arbeit manchmal liebt und manchmal hasst und nicht aus der Masse heraus sticht. Ein sympathischer Ermittler, der gemeinsam mit seiner Kollegin Lea noch weitere Fälle lösen sollte und das bitte genauso ruhig und sachlich wie in diesem Debütroman hier.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

Das Inferno

Von: wal.li Datum : 12.04.2015

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Mit Wehmut verlässt Moritz Kepplinger die Polizeihochschule. Soeben hat er die Prüfung mit guten Ergebnissen abgelegt und schon muss er die nach fast drei Jahren vertraute Umgebung verlassen. Am Montag, den 23.Juli 2013, tritt er seine erste Stelle bei der Polizei-Inspektion in Göppingen an. Es bleibt ihm kaum eine halbe Stunde Zeit sich einzugewöhnen, denn es wird das Verschwinden eines 10jährigen Mädchens gemeldet. Eine Sache, die sofortigen vollen Einsatz erfordert. Denn je länger ein Kind verschwunden ist, desto geringer ist die Hoffnung. Und dieses kleine Mädchen verschwand schon am Freitag. Die geschiedenen Eltern bemerkten nichts, weil sie dachten, die Kleine sei beim jeweils anderen.

Der frischgebackene Kommissar Moritz Kepplinger macht sich mit großem Eifer an seine Aufgabe. Ins kalte Wasser gestürzt muss er versuchen zu bestehen und er macht seine Sache nicht schlecht. Sich immer der Möglichkeit von Fehlern bewusst, dabei aber an den Dozenten denkend, dass nur unbedingter Perfektionismus einen von Taten abhält, die die Ermittlung voranbringen. Eine gewisse Anzahl von Fehlern sei erlaubt. Bei seinen ersten Schritten steht ihm die Streifenpolizistin Lea zur Seite, die auch manchmal an ihrem Beruf zweifelt und doch gerne zur Kripo möchte. Mit ihrem Einfühlungsvermögen und wachen Verstand ist sie dem Kommissar manchmal voraus. Doch beide bringt der Fall an ihre Grenzen. Die zerstrittenen Eltern des Kindes, die Mutter erleidet einen Nervenzusammenbruch, der Vater neigt zur Gewalttätigkeit, keine leichte Ausgangslage, nicht leicht einen Ermittlungsansatz zu finden. Lange müssen die Ermittler im Trüben fischen, etliche Spuren führen ins nichts.


Der Autor, selbst im Polizeidienst tätig, weiß wovon er schreibt. Eindringlich schildert er die mühsame Kleinarbeit der Spurensuche, die Enttäuschung über einen vergeblichen Gedanken, die langsam schwindende Hoffnung, das Kind lebend zu finden, den Versuch sich dennoch an diese Hoffnung zu klammern, das langsame sich herauskristallisieren eines Zusammenhangs. Hin und her schwankend zwischen Schilderungen, die eher einem Polizeibericht gleichen, und den emotionalen Befindlichkeiten der Protagonisten, die einen beim Lesen mitfiebern und mitempfinden lassen, bietet dieser Krimi mit dem sympathischen Kommissar-Neuling Kepplinger einen hervorragenden Einblick in die Ermittlungstätigkeit der Beamten. Ein erster Fall, der nicht nur dem Kommissar im Gedächtnis bleiben wird.

Erzwungener Sprung ins kalte Wasser

Von: Birgit Seibold aus Stuttgart Datum : 03.03.2014


Dieser Krimi wird uns von einem Polizeibeamten, der u.a. auch 5 Jahre SEK in B-W in seiner Vita aufweisen kann, präsentiert. Sprach- und Schreibstil sind wirklich gut und flüssig zu lesen. Da Jochen Frech weiß wovon er spricht bzw. schreibt, bekommen wir einen tieferen und realistischen Eindruck von der gesamten Ermittlungsarbeit. Der Autor kommt aber niemals schulmeisterlich oder dozierend rüber. Er schafft die Balance zwischen Fiktion und Realität mit einer Leichtigkeit, die man eher einem „alten Hasen“ zutrauen würde als einem Debütautoren. Chapeau!

Jochen Frech fängt uns mit seinem Prolog ein, der uns gedanklich bis zum Ende begleitet. Man stellt immer wieder eigene Vermutungen an, wie er zur Geschichte passen könnte und wird dann am Schluss doch noch überrascht. Durch diesen Prolog baut er gekonnt Spannung auf, die bis zum Ende aufrecht erhalten wird. Dieses Buch kommt einem Pageturner sehr nahe. Immer wieder läßt er uns auch an den Gedankengängen des Täters teilhaben ohne dass in irgend einer Weise aufklärende Rückschlüsse auf die “namenlose“ Person gezogen werden können (sehr nervig, aber sehr gut für die Geschichte).

In seinem ersten Buch, einer hoffentlich langen Serie, lernen wir Moritz Kepplinger und Lea Thoman als erfrischend anderes Ermittlerduo kennen.

Moritz bekommt an seinem ersten Arbeitstag als Kriminalkommissar (er war vor seinem Studium, wie unser Autor, beim SEK) als “harmlos“ eingestuften Fall, der sich dann aber als sehr komplex, erschütternd und spektakulär herausstellt.
Er holt die “Streifenbeamtin“ Lea, die eine in den Fall verstrickte Familie bereits aus früheren “häuslichen“ Einsätzen kennt, als wirkliche Bereicherung mit ins Boot.

Die beiden Hauptprotagonisten ergänzen sich bei der Arbeit sehr gut. Sie haben beide leider (was sie aber sehr menschlich macht) ein enormes Päckchen an seelischem Ballast mit sich rumzuschleppen. Man spürt das Knistern zwischen ihnen förmlich, …..

Die allgemeinen Beschreibungen der Orte und Personen von Jochen Frech sind nicht zu weit schweifend, sondern sehr gut auf das Kopfkino abgestimmt. Glaubhafte und sehr gut gezeichnete Hauptprotagonisten, die mir persönlich sehr sympathisch sind, runden das fesselnde Krimierlebnis ab.

Moritz geht mit dem “Griechen seiner Wahl“ eine körperlich sehr anspruchsvolle Wette ein. Sollte er diese verlieren, mutiert er für einen Monat zum Tellerwäscher. Seine zeitraubende Ermittlungsarbeit, die zu seinem und unserem Leidwesen immer wieder in Sackgassen endet, bleibt keine Zeit zum vorbereitenden Training, daher.......

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich sehr auf den neuen Fall dieses Ermittlerteams freue und aus diesem Grund hier eine absolute Leseempfehlung ausspreche.

"Man sieht nur, was man weiß!" (Zitat)

Von: Diana Jacoby aus Bretten Datum : 25.02.2014

Zum Inhalt:

Moritz Kepplinger, ehemaliger SEK-Beamter und frischgebackener Kriminalkommissar tritt in Göppingen seinen Dienst an. Bereits am ersten Tag muss er sich um den Fall der Vermissten 10jährigen Manuela kümmern. Zusammen mit der Polizeiobermeisterin Lea Thomann beginnen die Ermittlungen, die jedoch einiges überraschendes zu Tage bringen.

Meine Meinung:

Selten einen so spannenden regionalen Krimi gelesen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bis zum Schluss lässt der Autor, im Übrigen selbst Polizist, den Leser im Dunkeln. Die Geschichte wirkt so glaubhaft und echt, dass es sich wirklich um einen reelen Fall handeln könnte. Die Protagonisten sind hervorragend dargestellt, so dass der Leser sich schon bald als Zuschauer dieser ganzen Szenerie fühlt.

Mich mich mit Sicherheit eines der besten Debüts diesen Jahres.

Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung der beiden Ermittler.