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Leserstimmen (53)

Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis

Marlenes Geheimnis Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-29205-5

Erschienen: 11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Familäre Geschichte mit Herz und Drama

Von: Svenja Datum : 06.12.2017

https://www.instagram.com/lovely_book_reviews/

Eine Geschichte über zerstrittene Familien, verstorbene Familienmitglieder und deren Vergangenheit vor, während und nach dem Krieg.
Gefüllt mit viel Gefühl, starken Persönlichkeiten und vielen Geheimnissen.
Obwohl ich keine Geschichten über den Krieg mag, hat mir das Buch sehr gefallen. Es geht um eine junge Frau, die die Geheimnisse ihrer Familie aufdeckt und nebenbei ihr Leben umkrempelt. Teilweise ist es herzzerreißend aber, obwohl die Geschichte vom Tod, Leid und Krieg vieler Menschen erzählt, macht es einen nicht wehmütig. Die Geschichte ist so gewählt geschrieben, dass einem zwar ab und zu die Luft eng wird, man aber nicht großartig Tränen verdrückt, weil die Geschichte dafür einfach viel zu spannend ist. Mit Drama, Familie, Freunde und ein wenig Liebesglück gefüllt ist die Geschichte für jeden, der gerne Spannung in seinen Büchern findet und eine seichte Geschichte für zwischendurch sucht. Ich würde sogar behaupten, dass das Buch einen darüber zum nachdenken bringt, was der Krieg für die Familien bedeutet hat, wie grausam manche Menschen waren/sind und wie stark jemand sein muss, der trotz so vielem Leid noch glücklich wird. Es ist eine wirklich tolle Geschichte, die einem vieles näher bringt und trotz ihren über 400 Seiten flüssig zu lesen ist. Ich würde dem Buch 4,5 von 5 Sternen geben.

Sehr bewegend

Von: World of books and dreams Datum : 01.12.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Nane kehrt nach einer langer Zeit in ihre Heimat an den Bodensee zurück, doch der Grund, aus dem sie dort ist, ist alles andere als erfreulich, denn ihre geliebte Großmutter Eva ist verstorben. Ihre Tante Marlene und ihre Mutter verstehen sich nicht so gut, den Grund dafür kennt Nane nicht. Als nach der Beerdigung Nanes Mutter wieder abreist, beschließt Nane sich eine Auszeit bei ihrer Tante zu gönnen. Dabei bekommt sie Evas Aufzeichnungen aus längst vergangenen Tagen in die Hand und neugierig beginnt Nane mit dem Lesen dieser. Dabei versinkt sie sehr schnell in der Vergangenheit und durch einen Zufall kommt Nane einem Geheimnis immer näher auf die Spur.
Meine Meinung:
Ich bin ja ein großer Fan von Familiengeschichten, die zeitenübergreifend erzählt werden und dabei auch noch Geheimnisse verhüllen und so wurde ich schon sehr neugierig auf Brigitte Riebes Roman Marlenes Geheimnis. Bisher kannte ich noch keine Bücher der Autorin, doch dies werde ich auf jeden Fall noch ändern. Der Einstieg in den Roman fällt leicht, denn man befindet sich gleich mitten in der Geschichte und begleitet Nane, eine der Protagonistinnen in der Gegenwart, auf die Heimreise. Schon hier spürt man, dass man es sehr bald schon mit Geheimnissen rund um die Familiengeschichte zu tun bekommt und genau so verhält es sich auch. Doch Brigitte Riebe gibt natürlich nur langsam und Stück für Stück Preis, worum es hier wirklich geht und was das Geheimnis ist. Die Geschichte lädt geradezu zum Mitraten und Miträtseln ein und ist absolut fesselnd, immer wieder gibt es Wendungen, die das Buch zu einem Pageturner werden lassen, da man wissen muss, wie es weitergeht.
Fesselnd ist auch der Schreibstil der Autorin, denn sie schreibt wunderbar leicht und mitreißend, so dass man einfach tief darin versinken kann. Dabei schafft sie es ganz wunderbar, gerade bei den Rückblenden in die Vergangenheit die Geschehnisse lebendig werden zu lassen.
Genau diese verschiedenen Zeiten, in der die Geschichte spielt, macht das Buch auch zu etwas besonderem. Wir lernen Eva Menzel und ihr Familie kennen und zwar in der Zeit des zweiten Weltkriegs. Dabei erlebt man hautnah, wie diese Familie, die einst wohlhabend und angesehen war, plötzlich vor dem Verlust von allem steht. Sie werden aus ihrer Heimat, dem Sudetenland, vertrieben und es folgt eine Zeit voller Entbehrungen, aber auch voller Freundschaft. Dieses Schicksal ist sehr berührend erzählt und man fühlt mit Eva und fühlt sich auch mit ihr verbunden. Brigitte Riebe lässt diese Zeit sehr lebendig werden und man spürt, dass die Autorin hier gute Arbeit bei der Recherche geleistet hat. Sie verknüpft geschickt ihre fiktive Geschichte mit wahren Begebenheiten, so dass man den Eindruck hat, etwas Reales zu betrachten.
Durch einen Erzähler in der dritten Person verfolgt der Leser das Erlebte, dabei hat man durchaus das Gefühl, geradezu die Ereignisse anzusehen, da es sehr lebendig geschildert wird. Man durchläuft viele, unterschiedliche Gefühle beim Lesen und trifft auf Grausamkeiten, aber auch Menschlichkeit, wenn man gerade nicht damit rechnet.
Die Charaktere waren ganz großartig, auch wenn man das Gefühl hat, dass man Eva Menzel, später Auberlin, deutlich näher kennenlernt, doch das liegt auch daran, dass das Geheimnis der Familie aus der Zeit stammt, in dem Eva selbst noch jung ist. Eva fand ich großartig, sie wirkte durch und durch authentisch und lebendig, Aber auch die anderen Personen nehmen wichtige Rollen ein, gerade auch Evas beste Freundin Molly nimmt hier eine äußerst wichtige Rolle ein.
Aber auch die Personen der Gegenwart, die zwar etwas mehr im Hintergrund bleiben, sind trotzdem voller Leben, so dass man auch hier durchaus den Eindruck hat, mit ihnen gemeinsam dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Mein Fazit:
Ein Buch, das mich sehr berühren und bewegen konnte. Die Charaktere machten die Geschichte sehr lebendig und wirkten auf mich authentisch und glaubwürdig. Viele Wendungen und Ereignisse, die den Leser in Atem halten, machen die Geschichte atmosphärisch und ich fühlte mich in die Zeit zurückversetzt. Eva ist eine tolle Persönlichkeit und ihre Entwicklung innerhalb der Geschichte wirkte absolut nachvollziehbar. Aber auch die weiteren Charaktere haben mir gut gefallen und ich konnte die Geschichte zufrieden beenden. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung!

Sehr bewegende Familiengeschichte

Von: lenisvea Datum : 24.11.2017

lenisvea.blogspot.de


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Erschienen: 11.09.2017

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen


Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal

Meine Meinung:

Ich bin durch die vielen positiven Meinungen auf dieses Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir dieses vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Durch Lucinda Riley und Corinna Bomann habe ich Romane mit Familiengeheimnissen für mich entdeckt. Seitdem wage ich mich auch langsam an historische Romane heran.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte ist von Anfang an so interessant und spannend, dass man sehr schnell durch das Buch kommt.

Man lernt Nane kennen, die mit ihrer Mutter Vicky zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva reist und im Anschluss ein paar Tage bei ihrer Tante Marlene verbringen möchte. Kurz nach der Beerdigung gelangt sie an Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die alles verändert. Es kommen Familiengeheimnisse ans Licht.

Für mich selbst kann ich sagen, dass mir das Buch die damalige Zeit sehr gut näher bringen konnte. Es hat mich einfach total in den Bann gezogen, Eva und Marlene durch diese sehr schlimme Zeit zu begleiten.

Alles in allem kann ich hier nur eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mich konnte das Buch von der ersten Seite an begeistern und bekommt von mir daher auch sehr gute 4,5 Sterne.

Guter historischer Roman

Von: eulenmatz iest Datum : 09.11.2017

https://eulenmatz-liest.com/

INHALT:
Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

MEINUNG:
Auf Grund der sehr vielen positiven Meinungen im Vorfeld habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Bisher habe ich von Brigitte Riebe noch nichts gelesen, aber es war für mich so kleiner persönlicher Anstoß endlich mehr historische Romane zu lesen. Marlenes Geheimnis ist ein ideales Buch, um einen ersten Einstieg in das Genre zu finden.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Christiane, genannt Nane, und in der Vergangenheit die junge Eva, Nanes Großmutter. Zunächst war etwas irritiert wegen des Titels und den Zusammenhang der beiden Frauen mit Marlene, aber im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, das Evas Geschichte zum Teil auch Marlenes Geschichte ist. Eva und Evas Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel über Sudetendeutschland und die Auswirkungen nach dem zweiten Weltkrieg. Auch wenn es meine Familie auch betroffen hat, hatte ich immer ein zwiegespaltenes Verhältnis zu den ganzen Organisationen und Zusammentreffen „der Vertriebenen“. Das Buch hat mich allerdings etwas milder gestimmt, denn im Grunde konnte die Deutschen, die dort wohnte und deren Heimat diese Gegend war, ja nichts für politischen Ereignisse. Ich möchte hier mit keinem tauschen.

Eva, die einst ein junges, recht naives Mädchen war, muss in den Wirren des Zweiten Weltkrieges schnell erwachsen werden, denn am Ende zählt nur das reine Überleben. Mit Nane hingegen bin ich nicht sonderlich warm geworden. Nane kommt zu Beerdigung von Eva und bringt ein Sack voll eigenes Probleme mit, die natürlich immer wieder Thema sind. Alles in allem war das für mich allerdings recht uninteressant, genauso wie die sich anbahnende Liebesgeschichte. Evas Geschichte nimmt hier einfach sehr viel Raum ein. Nane ist nur der Schlüssel, um an besagtes Geheimnis zu kommen. Dem Buch fehlte es in meinen Augen ein wenig an Sogwirkung/ Spannung. Man hat bis zum Schluss nicht den Eindruck irgendeinem Geheimnis auf der Spur zu sein. Es liest sich mehr wie ein Zeitzeugenbericht, was keinesfalls schlecht ist, aber mich hat es etwas enttäuscht. Am Schluss kommen ein paar Sachen ans Licht, die man sich dann schon gedacht hat.

Generell fand ich den Schluss sehr überstürzt. In wenigen Seiten löst die Autorin alles auf. Die Art der Auflösung hat mir auch nicht wirklich gefallen. Treibende Kraft ist dabei Nane. Um Lichts ins Dunkel zu bringen liest sie ein privates Tagebuch vor, was ich nicht wirklich in Ordnung fand.

FAZIT:
Ein wirklich interessantes Buch über die Zeit in Sudetendeutschland vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Was die Spannung und Sogwirkung anging, konnte mich das Buch dennoch nicht restlos überzeugen. Die Aufklärung des Geheimnisses kam mir an Ende zu überstürzt und zu kurz.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Marlenes Geheimnis

Von: Inge da Silva aus Aachen Datum : 06.11.2017

ingedsg@arcor.de

Brigitte Riebe hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Ein wunderbarer Roman, der in zwei Teilen erzählt wird, einmal die Gegenwart und dann die Vergangenheit. Es geht um 3 Generationen von Frauen: Eva, Marlene, Vicky und Vickys Tochter Nane. Es geht in dem Buch um Vertreibung, Krieg und Liebe, die nicht sein durfte, und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage, nachdem Eva gestorben ist. Der Roman ist sehr emotional erzählt, sehr berührend. Man merkte, dass du mit dem Herzen geschrieben hast. Du hast alles so toll beschrieben man war beim Lesen mitten im Geschehen drin – Kopfkino pur. Ich könnte mir das Buch gut als Film vorstellen. Oft war ich sehr berührt. Diese Geschichte, wie soll ich es sagen, passt mit meiner eigenen Geschichte und der meiner Mama zusammen, die auch als 5-jährige von Aachen nach Schlesien zog, um später vertrieben zu werden. Sie hat bis heute kaum darüber gesprochen, was geschah auf der Flucht. Wenn Filme oder Dokus im Fernseher darüber kommen, schaltet sie aus. Sie sagt, sie will davon nichts mehr wissen oder hören. Es ist vorbei. Dann fließen Tränen. Das meiste, was ich darüber weiß, ist, dass ich von meinem Onkel war, der damals etwas älter war. Zurück zum Buch: Es ist brillant, einfach klasse. Bin immer noch überwältigt. Habe es in drei Tagen ausgelesen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen – es war zu spannend erzählt. Danke nochmals! Lg Inge <3

Berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen

Von: Laura von Eden Datum : 05.11.2017

www.lauravoneden.de

Seit dem ich Lucinda Riley für mich entdeckt habe, habe ich eine kleine Vorliebe für Geschichten um Familiengeheimnisse, die vorzugsweise auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Als ich dann das neue Buch von Brigitte Riebe entdeckt habe, war sofort klar, dass ‚Marlenes Geheimnis‘ genau meinen Geschmack treffen könnte.

Wir begleiten Nane, die in ihren Heimatort zurückkehrt und dort auf ihre Familie und alte Freunde trifft. Dort angekommen, erhält sie Aufzeichnungen ihrer Großmutter. Durch diese Aufzeichnungen werden wir mit in die Vergangenheit genommen und erfahren wie es der Familie zu Kriegsbeginn erging. Die Familie wurde aus dem Sudetenland vertrieben und die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr einfühlsam und feinfühlig zu beschreiben. Doch auch in der gegenwärtigen Zeitebene schafft es die Autorin eine Familie zu zeichnen, die sich durch so manche Umstände voneinander entfernt hat. Unsere gegenwärtige Hauptfigur Nane macht keine leichte Zeit durch, und man merkt förmlich wie sie langsam wieder etwas Halt findet. Beide Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt und ich könnte nicht sagen, welche Zeitebene ich interessanter fand, denn beide hatten ihren Reiz.

Brigitte Riebe hat, wie oben schon erwähnt, eine sehr einfühlsame Art auch grausame Dinge zu schildern, außerdem kann man durch ihre sehr bildhafte Sprache sehr gut in das Geschehen eintauchen. Ihr Schreibstil liest sich sehr flüssig und lebendig.

Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt, vor allem die grausamen und nicht beschönigten Erlebnisse aus der Kriegszeit beziehungsweise Nachkriegszeit. Letztlich könnte man dem Buch wohl auch den Titel ‚Geheimnis mehrerer Generationen‘ geben, denn im Endeffekt hängt in der Familiengeschichte natürlich alles zusammen.

Für mich war ‚Marlenes Geheimnis‘ ein rundum gelungener Familienroman, der berührt und auch nachdenklich macht.

Drei Frauen, drei Generationen

Von: die.buecherdiebin Datum : 01.11.2017

https://www.instagram.com/die.buecherdiebin/

Inhalt: Nane reist zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva an den Bodensee. Dort hatte Eva zusammen mit ihrer ältesten Tochter Marlene eine gut florierende Schnapsbrennerei betrieben, die Marlene nun allein weiterführen muss. Eva hat ihrer Enkelin Nane die Aufzeichnungen ihrer Vergangenheit hinterlassen, beginnend im Jahr 1938. So erfährt Nane alles über Evas Erlebnisse und Gefühle während der Kriegsjahre, der Vertreibung aus dem Sudetenland und dem Neuanfang am Bodensee. Und so wird auch endlich ein lange gehütetes Geheimnis gelöst…
Meine Meinung: Die Geschichte der drei Frauen; Eva, Marlene und Christiane, genannt Nane, wird auf zwei Zeit, bzw. Handlungsebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um die 34-jährige Nane, die gesundheitliche Probleme hat und dringend eine Auszeit braucht. Sie wohnt nach der Beerdigung bei Marlene und liest in jeder freien Minute die Aufzeichnungen ihrer Großmutter Eva, die die Jahre 1938 -1953 umfassen.
Diese Rückblicke in die Kriegs- und Nachkriegszeit haben mir am besten gefallen und hätten gerne noch mehr Raum in dem Buch einnehmen dürfen. Bisher habe ich noch nicht viel über die Sudetendeutschen im und nach dem Krieg gehört oder gelesen, darum fand ich diese Geschichte besonders interessant.
Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist sehr flüssig und durch den Wechsel der Zeiten fliegt man nur so durch die Seiten.
Von den drei Protagonistinnen mochte ich Eva am liebsten.
Aus dem aufgeweckten Kind Marlene ist eine reservierte und eigensinnige Frau geworden, die ihre Kindheitserlebnisse nie abschütteln konnte. Wenn man später ihre Geschichte kennt, versteht man ihre Verletzlichkeit.
Nane konnte mich dagegen nicht so richtig überzeugen.
Gegen Ende des Buches werden die Jahre 1945 - 1953 leider ziemlich überstürzt erzählt. Das hat mir nicht so gut gefallen. Doch die anschließende Auflösung von Marlenes Geheimnis fand ich richtig gut. Darauf wäre ich nicht gekommen.
Fazit: Ein interessanter, informativer und auch berührender Familienroman mit einem gut recherchierten Hintergrund (Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin). Nicht perfekt, aber durchaus lesenswert.

Bewegende Geschichte dreier Generationen

Von: Petra Radtke Datum : 29.10.2017

petrasbuecherinsel.blogspot.de/

Der Roman beschreibt die Geschichte dreier Generationen, Eva, Marlene, Marlenes Halbschwester Vicky und deren Tochter Nane. Es handelt vom Leben von Eva mit ihren Eltern im Sudetenland, der Verteibung der Deutschen nach dem Krieg, das Leben als Flüchtling und endlich angekommen in der neuen Heimat am Bodensee. Es handelt von Liebe über alle gesellschaftliche Schranken hinaus, von der Unmenschlichkeit und Elend des Krieges, von der Kraft der Menschlichkeit in dieser schrecklichen Zeit, die Stärke von Freundschaft, aber auch von Hass und Lügen, die ein Leben begleitet haben....
Mich hat der Roman von Anfang an gefesselt. Da Brigittes Riebes historische Romane mir besonders gefallen, war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht. In ihrer besonderen Schreibweise, gelingt es ihr immer wieder den Leser mit auf eine Reise zu nehmen. Man sieht die Geschehnisse direkt beim Lesen vor sich. Taucht ein in eine Welt, die nie vergessen werden darf. Man erlebt zu welcher Stärke die handelnden Frauen in einer Welt voll Entsetzen, Mord, Hunger und Zerstörung heranwachsen. Eva, die im Krieg die Liebe ihres Lebens erlebt, aber auch ihre liebsten Menschen verliert, hat immer wieder die Kraft für andere Menschen, besonders für die kleine Marlene da zu sein. Man bangt mit ihr und hofft doch noch auf ein gutes Ende.
Ihre Enkelin Nane liest nach dem Tode ihrer Oma deren Aufzeichnungen und so manches Geheimnis wird dadurch aufgedeckt. Gleichzeitig hilft sie ihrer Tante Marlene bei der Apfelernte am Bodensee und durch die wunderbare Beschreibung , fühlt man sich als Leser in die wunderschöne Landschaft am Bodensee versetzt. Aber auch Nanes Mutter hat ein Geheimnis, das sie nun erst nach dem Tod der eigenen Mutter aufdecken wird...Die Geschichte lebt von Spannung, gefühlvollen, aber auch schrecklichen Momenten. Ich selbst habe viel Neues vom Leben der Sudetendeuschen und der politischen Hintergründe ihrer Vertreibung erfahren. Da meine Mutti auch als Flüchtlingskind mit meiner Oma, Uroma und ihrem kleinen damals 5 Monate alten Bruder aus Ostpreußen in die brandenburgische Stadt kam, die im Buch beschrieben ist, habe ich mich nach dem Lesen des Buches mit ihr lange darüber unterhalten.Sie erzählte mir, dass ihre Familie Glück hatte und gleich von lieben Menschen in ihrem Haus aufgenommen wurde. Auch von Soldaten der Roten Armee hat sie als Kind oft Grütze bekommen. Es gab also auch viel Menschliches nach dem Grauen des Krieges. Gerade heute ist dieses Buch sehr aktuell. Man sollte sich mehr in die Menschen reinversetzen, die ihre Heimat heutzutage wegen Krieg und Hunger verlassen müssen und sie nicht von vornherein ablehnen.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Diese Zeit darf nicht vergessen werden.
Danke an Brigitte Riebe für spannende, berührende und historisches Wissen vermittelnde Lesestunden.

Familiengeheimnis zum weiterempfehlen

Von: Romina Datum : 29.10.2017

https://rominas-buecherwelt.blogspot.ch/2017/03/willkommen-auf-meiner-bucherseite.html?m=1

Autor: Brigitte Riebe


432 Seiten


Verlag: Diana


Hardcover


Familiengeheimnis


Nanes Grossmutter, Eva, ist gestorben. Alle treffen sich in Rickenbach zur Beerdigung bei der ältesten Tochter, Marlene. Marlene und Vicky sind Halbschwestern und haben sich schon immer in den Haaren, leider auch an der Beerdigung, denn direkt danach ist Vicky wieder abgereist. Nane bleibt noch ein paar Tage zur Erholung bei ihrer Tante, doch das ändert sich, als sie das Tagebuch von ihrer Grossmutter liest. Ein Familiengeheimnis kommt ans Licht.


Ein tolles Familiengeheimnis, dass ziemlich in der Nähe von mir gespielt hat. Das Buch wird nämlich in zwei verschiedenen Zeiten erzählt, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit. Man bekommt einen Eindruck, wie es früher im Krieg in Tschechien und Deutschland ausgesehen hat und wie es zu und her ging. So erfährt man, wie es jungen Mädchen, wie Eva und Milly, ging, wo sie überall hingebracht worden sind und was sie alles erleiden mussten. Was für tragische Verluste sie machen mussten und doch immer weiter blicken mussten. Wie alle hofften es sei endlich vorüber und es doch noch weiter ging. Eine Geschichte, bei der man mitfiebert bis zur letzten Seite. Ich kam schnell in die Geschichte hinein und konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen.


Der Schreibstil hat mir gut gefallen, so kam ich, wenn ich gelesen habe, sehr gut voran. Eine tolle Idee fand ich das Tagebuch in der Geschichte, dass die Sucht zum weiterlesen aufbaute. Das Cover ist passend zum Buch gewählt, mit Blick auf den Bodensee ;)


Fazit: Ein tolles Familiengeheimnis, dass sich weiterempfehlen lässt, darum 5/5 Sternen :)

Bewegende Familiengeschichte und sehr lebendige Erzählung der deutschen Geschichte anhand des Schicksals dreier Frauen

Von: schnäppchenjägerin Datum : 27.10.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Die 34-jährige Christiane, kurz Nane genannt, fährt anlässlich der Beerdigung ihrer Großmutter Eva in ihre Heimat an den Bodensee. Die Pharmavertreterin braucht ohnehin eine Auszeit von ihrem Leben in Frankfurt und bleibt ein paar Tage länger bei ihrer Tante Marlene, die die familiengeführte Schnapsbrennerei übernommen hat.
Auch Nanes Mutter Vicky kommt zur Beerdigung, hat aber ein derart zerrüttetes Verhältnis zu ihrer Schwester, dass sie direkt wieder abreist.

Eva hat ihrer Enkelin ein Buch mit ihren Memoiren hinterlassen, in denen Nane zu lesen beginnt und deren Offenbarungen über ihre Familiengeschichte sie überrascht.
Durch die Aufzeichnungen von Eva Menzel im Zeitraum von 1938 bis 1953 erfährt man deren Lebensgeschichte und die ihrer Tochter Marlene. Eva wohnte zur Zeit des Nationalsozialismus in Reichenberg im Sudetenland, wo sie von ihrem Vater, einem Apotheker, das Schnapsbrennen erlernt hat, während ihre Mutter Julika dem Alkohol verfiel. Als ihr Vater letztlich doch an die Front musste, befand sich Eva stets in dem Zwiespalt, weiterhin Schnaps zu brennen, der ein begehrtes Zahlungs- bzw- Tauschmittel wurde und damit die Alkoholsucht ihrer Mutter zu unterstützen.

Als 16-Jährige verliebt sie sich in den Tschechen Jan, der Ende des Zweiten Weltkriegs als Partisan gegen die Deutschen kämpfte und bei dem Versuch Eva vor den übergriffigen russischen Besatzern zu schützen, sein Leben ließ.

Es folgten schwierige Jahre, geprägt von der Krankheit der Mutter, der Vertreibung aus der Heimat und der Ungewissheit, ob der Vater wieder lebend zurückkehren würde.
Über verschiedene Lager in Brandenburg und Sachsen gelangt die Familie schließlich nach Rickenbach am Bodensee, wo Eva zusammen mit Marlene 1946 ein neues Leben beginnt und mit dem heimischen Äpfeln eine florierende Schnapsbrennerei aufbaut.
Aus dem Flüchtlingsmädchen aus Nordböhmen wird in den 40er-Jahren die dreimalige Bodensee-Apfelkönigin.

Genauso gebannt wie Nane die Lebensbeichte ihrer Großmutter liest, die damit ihre Enkelin über ihre Herkunft aufklären möchte und gleichzeitig für eine Annäherung ihrer beiden ungleichen Töchter Marlene und Viktoria sorgen möchte, ist man als Leser von den sehr authentisch wirkenden Frauenschicksalen fasziniert. Eva lernt man als warmherzige und starke Frau kennen, die sich im Leben vieles erkämpfen musste, bevor sie am Bodensee Fuß fasste und Toni, den Vater ihrer Tochter Viktoria heiratete. Marlene war ein aufgewecktes junges Mädchen und wirkt als erwachsene, über 70-jährige Frau reserviert und unnahbar. Rätselhaft ist ihre Allergie auf rohe Äpfel, die so gar nicht zu ihrem Erfolg bei der Herstellung von Obstbränden passt und ihre starke Abneigung gegen die Nachbarsfamilie Bentele, die sogar zur Beerdigung von Eva ausgeladen wird.

All diese Fragen gilt es mit Hilfe von Evas Aufzeichnungen aufzuklären, bei der Nane ihrer Heimat wieder ein Stück näher kommt.
"Marlenes Geheimnis" ist eine bewegende Familiengeschichte, die die Historikerin Brigitte Riebe detailreich und sehr anschaulich schildert. Gerade die Authentizität und die Leidenschaft mit der die deutsche Geschichte anhand des Schicksals von Eva bzw. Marlene wiedergegeben wird, machen den Roman zu einem emotional fesselnden, generationenübergreifenden Leseerlebnis.

,Erzählte Geschichte in Form eines Generationenromans

Von: ,Magicsunset Datum : 24.10.2017

https://www.facebook.com/circlestones.blog/

„Die Vergangenheit verlierst du nie. Aber wenn du heute nicht lebst, dann wirst du auch die Zukunft verlieren.“ (Zitat Eva)

Christiane (Nane) Auberlin ist 34 Jahre alt, lebt in Frankfurt und arbeitet als Pharmavertreterin. Als ihre Großmutter Eva Auberlin stirbt, reist sie zum Begräbnis nach Rickenbach im Bodenseegebiet. Das 1898 erbaute Auberlinhaus, die Apfelplantagen, die bekannte Schnapsbrennerei der Familie sind für Nane untrennbar mit ihren Großeltern und der Kinderzeit verbunden. Später kam es zum Bruch zwischen ihrer Mutter Vicky und ihrer Schwester Marlene, Nanes Tante, die inzwischen 77 Jahre alt ist.

Während ihre Mutter sofort nach dem Begräbnis wieder abreist, bleibt Nane bei Tante Marlene. Diese übergibt ihr ein verschlossenes Kuvert, in dem sich ein dickes Notizbuch und ein Brief ihrer Großmutter befinden. Es ist ein Tagebuch und beginnt 1938. Eva, fast elf Jahre alt, schreibt über ihr Leben in Reichenberg, ihre Eltern Fritz und Julika Menzel.

Während Nane während nächtlicher Lesestunden Evas Geschichte, ein Leben der Gefahr, Flucht, Neuanfänge, liest, überdenkt sie ihr eigenes bisheriges Leben und beginnt, über mögliche neue Wege nachzudenken.

Doch so einfach ist das nicht, das Tagebuch enthüllt auch Familiengeheimnisse, wirft neue Fragen auf, die es zu klären gibt. Wird es einen Neubeginn für Nane und eine Versöhnung für Vicky und Marlene geben?

Auch wenn die Personen des Romans, abgesehen von aus der Geschichte bekannten Persönlichkeiten, fiktiv sind, die geschilderten Ereignisse sind es nicht. Das Massaker von Lidice am 10. Juni 1942, bei welchem ein gesamtes Dort vernichtet und die Einwohner bis auf einige wenige Kinder ermordet wurden, ist Tatsache. Auch die Beneš-Dekrete und die damit verbundene Geschichte der Vertreibung und Aussiedlung der Sudentendeutschen sind historische Fakten.

Auch die Schauplätze dieses Generationenromans gab und gibt es wirklich, die Gegend um Rickenbach-Salem, Region Bodensee, ist bekannt für die Obstplantagen und die alten Familienunternehmen, die feine Edelschnäpse herstellen.

Die Geschichte ist in der Erzählform der dritten Person geschrieben und spielt auf zwei Zeitebenen. Das Tagebuch mit der Hauptprotagonistin Eva und später auch Marlene „Leni“ umfasst die Jahre 1938 bis 1953. In der Jetztzeit geht es vor allem um Nane. Die Kapitel wechseln zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, dadurch wird auch Spannung erzeugt.

Auch wenn Männer eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen, es geht hauptsächlich um die Schicksale der drei Frauen Eva, Marlene und Nane, verbunden im Laufe der Handlung mit ihnen nahestehenden Frauen.

Eva wird durch die Ereignisse früh aus der Kindheit in eine Rolle mit Verantwortung gedrängt, die sie, obwohl manchmal verunsichert, immer annimmt und nie aufgibt. Gerade dadurch, dass sie keine perfekte Heldin ist, gewinnt sie die Sympathie der Leser.
Interessant ist der Charakter Marlene, zuerst verschlossen auch ihrer Nichte Nane gegenüber, ist sie im Grunde eine kluge, herzliche Frau und das enge Band, das sich zwischen Marlene und Nane entwickelt, ist nachvollziehbar und man freut sich mit diesen beiden Frauen. Vicky bleibt im Hintergrund, was sich aber auch aus ihrer Lebenseinstellung erklärt.
Nane, anfangs trotz ihrer 34 Jahre in Bezug auf sich selbst etwas unsicher wirkend, scheint Kraft aus dem Tagebuch ihrer Großmutter und der Geschichte ihrer Familie zu schöpfen. So wird sie bereit, auch für sie wichtige Entscheidungen zu treffen.
„Vielleicht ist aber das, was du gerade erlebst, auch nur etwas, das vielen Menschen irgendwann in der Lebensmitte zustößt: Man hält inne, freiwillig oder gezwungenermaßen, zieht Bilanz und merkt plötzlich, dass man irgendwo falsch abgebogen sein muss.“ (Zitat, Marlene zu Nane).

Nicht so gut gefallen mir die zahlreichen Hinweise (hints), die von der Autorin besonders in den ersten Kapiteln des Buches gesetzt werden. „Dem Laden fehlt die Seele“, zum Beispiel. Hier scheint die Autorin die Leserschaft etwas zu unterschätzen, denn abgesehen vom etwas rasch zusammengemischten Ende ist die Entwicklung der beiden Geschichten nachvollziehbar und die Zusammenhänge erkennbar. Ich hätte mir auch beim Wechsel zwischen dem Tagebuch der jungen Eva und der Gegenwart auch einen deutlichen Wechsel in der Sprache gewünscht. Die verliebte sehr junge Eva schreibt ihre Gedanken natürlich schwärmerisch nieder, aber zu der 34 Jahre alten Nane passt das für mich nicht.

Insgesamt jedoch ein sehr gut recherchierter Generationenroman über starke Frauen, die sich Ereignissen stellen müssen, dass sie sich so nicht ausgesucht haben. Sehr sympathische Protagonistinnen, eine gut und flüssig zu lesende Sprache, eine interessante, packende Geschichte und damit ein aus meiner Sicht absolut empfehlenswertes Buch.

Eine spannende und bewegende Geschichte

Von: zauberblume Datum : 18.10.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/zauberblume/

Brigitte Riebe hat sich mit ihrem neuen Roman "Marlenes Geheimnis" selbst übertroffen. Ich habe bisher viele ihrer wunderbaren Bücher gelesen, aber dieses ist nun mein absoluter Favorit.

Die Geschichte handelt von drei Frauen, und zwar Eva, Marlene und Nane und zieht sich über drei Generationen. Sie beginnt zu Kriegsende und führt in die Gegenwart. Marlene lebt nun nach ihrer Vertreibung uns der Heimat, die nun bereits 70 Jahre zurückliegt in Rickenbach, das in der Nähe von Salem liegt, am Bodensee. Hier hat sie sich nach der Vertreibung mit ihrer Mutter Eva ein neues Leben aufgebaut. Marlene betreibt eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet. Doch als Nane, die eigentlich Christina Julika Auberlin heißt, die Aufzeichnungen ihrer Großmutter Eva liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Familiengeheimnis kommt ans Licht.....

Wow! Nach Beendigung des Buches mußte ich erst einmal den dicken Kloß, der sich in meinem Hals bebildet hat, hinunterschlucken, so bewegt und berührt hat mich diese Geschichte. Man merkt beim Lesen einfach, das die Autorin eine promovierte Historikerin ist, denn die Kriegs- und Nachkriegszeit ist so genau beschrieben, dass vor meinem inneren Auge ein Film abläuft. Man wird richtig wachgerüttelt. Ich sehe die brennenden Dörfer, die verzweifelten Menschen, ihre Hilflosigkeit vor mir und die Macht der Überlegenen ist förmlich zu spüren. An vielen Stellen hatte ich beim Lesen richtiges Gänsehautfeeling, denn ich habe die verzweifelten Schreie der Menschen in meinen Ohren. Furchtbar was zu dieser Zeit alles passiert ist.

Nun zu den Charakteren, die den Roman zu einem wahren Erlebnis machen. Im hier und jetzt ist Nane, die gerade an einem Scheideweg in ihrem Leben angekommen ist. Und nun kehrt sie zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Rickenbach zurück. Eva hinterlässt Nane ein Tagebuch mit ihrer Lebensgeschichte. Und nun dürfen wir tief in die Vergangenheit eintauchen. Wir lernen Eva und ihre Familie kennen, sehen sie in ihrer alten Heimat Reichenberg. Doch dann kommt der Krieg und ändert alles. Mir geht wie Nane, ich bin gefesselt von Evas Geschichte und mir hat es wirklich den Atem verschlagen, was da alles ans Licht gekommen ist. Da gibt es für die ganze Familie einiges zu verarbeiten, wenn das Familiengeheimnis ans Licht kommt.

Ich will aber nicht mehr verraten, denn so ein Wahnsinnsbuch sollte jeder selber lesen und genauso in die atemberaubende Geschichte eintauchen, wie ich es getan habe. Sie hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt. Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker - es macht Mut und verbreitet Hoffnung. Selbstverständlich vergebe ich für diesen Bestseller (für mich ist es unbedingt einer) 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein). Ein absolutes Lesehighlight.

Lügen und Geheimnisse

Von: Eliza Datum : 18.10.2017

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Brigitte Riebe hat ein Buch geschrieben, dessen Thema aktuell ist und gleichzeitig aber auch die Zeit unserer Eltern und Großeltern prägte, Flucht, Vertreibung, Krieg und Hass. Gleichzeitig erzählt sie aber auch von einer Liebe, die alles überstrahlt und von familiärem Zusammenhalt, der Hindernisse überwindet.
Das Cover lässt erst einmal kein schwieriges Thema vermuten, es ist die Sehnsucht der Frau zu spüren, die endlich ankommen möchte. Das Blau des Himmels spiegelt sich im Bodensee, der zum verweilen einlädt. Der Klappentext spricht hingegen von Vertreibung und Lügen, die über eine Familie hereinbrechen. Auf zwei Zeitebenen, verwoben mit Briefen und Tagebucheinträgen, erzählt die Autorin eine sehr berührende, traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte, die den Leser einfach anrühren muss. Sudetendeutschland für die heutige Generation kaum noch ein Begriff, aber es geht nicht nur um die Menschen die dort ihre Heimat verloren haben. Brigitte Riebe hat allen Vertriebenen mit diesem Roman ein Denkmal gesetzt, ob aus dem Sudetenland, ob aus Schlesien, dem Ermland oder anderen ehemaligen deutschen Gebieten. Eine ungewisse Zukunft stand allen bevor, sie wussten nicht, was sie in ihrer neuen Heimat erwartet.
Dieser Roman ist aber auch ein Appell an Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, denn die Meisten, die ihre Heimat verlassen haben, tun dies nicht freiwillig, sie haben ein Motiv, aber auch oft müssen sie einfach gehen, weil sie von den Besatzern nicht mehr gewollt werden.
Eine sehr berührende und zugleich auch authentisch Gesichte die den Leser mitnimmt und so schnell nicht wieder loslässt. Dies liegt auch an den Figuren, die Brigitte Riebe zum Leben erweckt. Nane ist eine junge Frau, die in ihrer Zeit gefangen ist, die ihr Leben nicht lebt, sondern eigentlich nur noch funktioniert. Ihre Mutter Vicky ist eine Frau, die sowohl sprunghaft als auch höchst emotional ist, ihre Schwester Marlene, die Hauptfigur, diejenige die die Vergangenheit einholt und der es noch gelingen muss deren Schatten abzuschütteln, um wirklich frei und glücklich zu sein. Eva, die Mutter von Marlene und Vicky ist diejenige Person mit der der Leser am meisten leidet und mitfiebert, sie ist es (neben Nane), die auch mein Herz sofort im Sturm erobert hat.
Romane zum Thema Nachkriegszeit sind derzeit auf dem Buchmarkt stark vertreten, dieser Roman ist sehr lesenswert, da er ein authentisches und gleichzeitig berührendes Zeugnis seiner Zeit abgibt.
Ich kann diesen Roman nur allen Lesern und Leserinnen empfehlen, die gerne Romane lesen, die einen guten geschichtlichen Hintergrund haben, gleichzeitig aber auch aktuelle Themen ansprechen und eine atmosphärische Geschichte mögen, die Generationen verbindet.
Eine klare Lese- und Kaufempfehlung!
Ich bedanke mich bei Brigitte Riebe für diese berührende Geschichte und der Verlagsgruppe Random House und dem Diana Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

interessant, aber wenig überraschend

Von: S.D. vom Blog esdeh Datum : 15.10.2017

esdeh.blogspot.de

"Marlenes Geheimnis" von Autorin Brigitte Riebe widmet sich hauptsächlich der Zeit des Nationalsozialismus ab ca. 1942 bis nach Kriegsende und wird in Form von schriftlichen Hinterlassenschaften von Eva Auberlin an ihre Enkelin Nane aufbereitet.
Die namensgebende Marlene tritt hierbei nicht als Erzählerin auf, sondern ist Bestandteil der Erzählung in der Vergangenheit und einzige aus dieser Zeit noch lebende Figur in der Gegenwart. Ich persönlich fand den Titel nicht gut gewählt, denn so ist dem Leser direkt klar, bei wem hier ein Geheimnis zu suchen ist und die Zusammenhänge können schon lange vor der eigentlichen Auflösung hergeleitet werden. Ich hätte daher ein neutraleren Titel in der Art von "Evas Erinnerungen" oder "Das tschechische Geheimnis" für besser befunden.
Mir hat der Teil in der Vergangenheit ausgesprochen gut gefallen, was besonders an der Figur der Eva liegt, die von Kindheit an begleitet wird und mit der man so sehr vertraut wird.
Den Anteil in der Gegenwart fand ich nicht ganz so gelungen, was hauptsächlich an den Figuren liegt. Marlene fand ich nur unzureichend beschrieben und irgendwie wird dies ihr nicht gerecht. Es gibt so viele andere Personen die sie mögen und schätzen, aber leider geht das aus den Szenen mit ihr überhaupt nicht hervor, im Gegenteil wirkt sie eher verschroben und unnahbar.
Ebenfalls nicht warm wurde ich mit Christiane Auberlin, genannt Nane, die in der Gegenwart die Hauptfigur ist und die auf die Reise in den Ort des Familienbetriebes begleitet wird. Hier wurde versucht das aktuell sehr angesagte Thema „burn out“ unterzubringen, was ich nur als misslungen bezeichnen kann. Einerseits betont Nane sich selber gegenüber immer wieder wie krank sie doch wäre und das sie dies erzählen müsste, aber andererseits hat sie nur eine Woche Urlaub genommen und scheint sich nicht mal in ärztlicher Behandlung zu befinden. Das fand ich nicht glaubhaft und auch nicht denen gegenüber fair, die ebenfalls damit kämpfen ernst genommen zu werden mit ihrer Erkrankung.
"Marlenes Geheimnis" widmet sich einem Kapitel der Geschichte, das auch gut zur heutigen Zeit passt. Denn nach Kriegsende waren die Deutschen und alle die auch nur entfernt damit zu tun hatten alles andere als gerne gesehen und so kam es zu großflächiger Vertreibung und Flüchtlingsströmen von Ost nach West die wenig gastlich willkommen geheißen wurden. Es wird auch ein sehr dunkles Kapitel der Kriegsgeschichte aufgegriffen und weitestgehend historisch korrekt wieder gegeben, der Rest ist dann der künstlerischen Freiheit geschuldet, aber wen die Details interessieren, der kann die Ortsnamen einfach mal nachschlagen. Nett wäre es natürlich gewesen, wenn die Autorin in einem Nachwort selber zu den historischen Fakten und der literarischen Fiktion Auskunft gegeben hätte, denn gerade bei historischen Romanen ist mir dies immer sehr wichtig.
Insgesamt gesehen fand ich "Marlenes Geheimnis" interessant, aber wenig überraschend.

Ein wundervoller historischer Roman

Von: TemptationLady Datum : 14.10.2017

ladysbuecherwelten.blogspot.de/

Mein erstes Buch der Autorin Brigitte Riebe und ich muss sagen, der Schreibstil von ihr hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte, die sie aufgeschrieben hat, hat mich in vielen Teilen sehr mitgenommen. Auch wenn ich es jetzt gelesen habe, wie es eventuell in den Auffanglagern zugegangen ist, so kann ich es mir immer noch nicht vorstellen, wie es ist. Die Menschen, die da früher lebten, haben echt einiges durchmachen müssen und ich finde, die Autorin hat das, aber auch die Gefühle sehr gut rüber gebracht. Sie hat es verstanden, mich als Leserin abzuholen, mich mit den Gefühlen zu konfrontieren, mir die Lage klar darzustellen. Und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere, die sie geschaffen hat, waren für ich sehr authentisch und echt. Brigitte Riebe hat ihnen Leben eingehaucht, was so toll fand. Nane hat mich beeindruckt, denn sie hat es in ihrem bisherigen jungen Leben nicht wirklich sehr einfach gehabt und muss ein paar Entscheidungen treffen um sich selber nicht zu verlieren. Nane erhält ja von Eva nach ihrem Tod ein Päckchen, in der ihre Geschichte enthalten ist. So erfuhr ich, wie die Familie Auberlin zusammen hängt und was damals so alles passiert ist.


Die Geschichte rund um Eva, Marlene und Nane hat mich wirklich sehr mitgenommen. Es ist eine so tolle Geschichte, dass ich eigentlich traurig war, als sie zu Ende ging. Als alles aufgeklärt war. 5 Sterne für Brigitte Riebe und "Marlenes Geheimis".

Leseempfehlung!

Von: Lesendes Federvieh Datum : 13.10.2017

lesendesfedervieh.blogspot.de

Eva und Marlene gehörten vor mehr als siebzig Jahren zu den unzähligen Flüchtlingen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Doch sie hatten Glück und konnten sich am Bodensee durch Evas Kenntnisse im Schnapsbrennen eine neue Existenz aufbauen. Als Eva stirbt, hinterlässt sie ihrer Nichte Nane Aufzeichnungen über ihre Erlebnisse in der Vergangenheit. Als diese zu lesen beginnt, stößt sie auf ein lange gehütetes Geheimnis…

Brigitte Riebe ist mit ihrem Buch "Marlenes Geheimnis" eine imposante, generationsübergreifende und bewegende Familiengeschichte gelungen, die ich sehr gerne gelesen habe. Das für mich sehr interessante Thema der Kriegs-und Nachkriegszeit nach 1945 hat sie präzise recherchiert und so gut in ihrem Roman verarbeitet, dass man als Leser neben einer guten Handlung auch noch so ganz nebenbei eine gehörige Portion Geschichtswissen dazu bekam. Für mich war alles authentisch bis "in die letzte Faser" des Buches, denn die Lebensumstände und die politischen Strömungen sind im Buch super beschrieben.

Dazu tragen natürlich auch die hervorragend ausgearbeiteten, lebendigen Charaktere bei. Ich konnte mir Eva, Molly, Leni und all die anderen in dieser entbehrungsreichen Zeit sehr gut vorstellen. Evas Geschichte ist hier eine von vielen Schicksalen, die es damals sicher zuhauf gab. Gleichzeitig ist sie aber auch ein kleines Denkmal für alle starken Frauen, die nicht aufgegeben haben. So sehe ich es jedenfalls.

Auch blieb die Geschichte bis zum Schluss spannend. Durch immer neue unvorhersehbare Wendungen und dem Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit war ich sehr neugierig, wie es denn nun weitergeht. Da fiel es mir doch des Öfteren schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Gut gefallen hat mir auch alles Wissenswerte über die Schnapsbrennerei. Das war mal etwas Besonderes. Für mich hat beim Lesen alles gepasst und somit gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Ein unglaublich bewegendes Buch

Von: Svanny Datum : 12.10.2017

svannysbuecherwelt.blogspot.de/?m=1

Inhaltsangabe:

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage...

Fazit:


Dieses Buch hat mir wirklich unglaublich gut gefallen.
Man steigt mit der Sichtweise von Nane in das Buch ein. Diese hat gerade ihre Großmutter verloren und kommt daher wieder in ihre alte Heimat am Bodensee. Dort findet sie das Tagebuch ihrer Großmutter und liest darin. Dadurch kommen die Zeitsprünge zustande. Es wird abwechselnd aus der Vergangenheit der Großmutter und der Gegenwart mit hauptsächlich Nanes Erlebnissen berichtet.
Gerade die Erzählungen aus der Vergangenheit gingen mir wirklich sehr nahe.

Die Autorin hat das ganze so gut verpackt, dass alles unglaublich authentisch wirkt und man wirklich ganz gefesselt ist von dem Buch. Wer die Zeit dafür hat, der kann dieses Buch wirklich in einem Schwung durchlesen. Durch die Zeitwechsel wird der Spannungsbogen ständig hoch gehalten.

Durch die bildhafte Erzählung hat mich die Autorin so fesseln können, dass ich alles andere um mich herum vergessen habe. Es ist eine sehr bildliche und lebhafte Erzählweise.

Mit dem Geheimnis, dass am Ende heraus kommt hätte ich so nicht gerechnet. Während des Lesens spinnt man sich seine Fäden zusammen und kommt auf die Idee einer familiären Verbindung, aber in dem Umfang bin ich nicht darauf gekommen. Daher war das Ende überraschend, aber nicht unvorstellbar.

Sehr ernst und dennoch unterhaltsam

Von: Dataha aus ´ Datum : 11.10.2017

Christiane Auberlin, genannt Nane, fährt von Frankfurt zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva nach Rickenbach an den Bodensee (zu dem das Cover sehr gut passt). Sie wohnt bei ihrer Tante Marlene, der dort eine eigene erfolgreiche Schnapsbrennerei gehört. Eva hinterlässt Nane ein Tagebuch mit ihrer Lebensgeschichte, das die Enkelin umgehend zu lesen beginnt.

Evas Geschichte beginnt 1938 in Reichenberg, dem heutigen Liberec in Tschechien. Nach Kriegsende muss sie mitansehen, wie ihre große Liebe, der Tscheche Jan, erschossen wird und wegen der politischen Ereignisse sieht sie sich gezwungen, zu fliehen. Nach einer langen Odyssee landet sie schließlich am Bodensee, wo sie sich mit Leni dauerhaft niederlassen kann. Ihre Kenntnisse über Obst und die Schnapsbrennerei helfen ihr dabei. Dies führt auch dazu, dass sie den Obstbauern Toni Auberlin heiratet.

Nane selbst fühlt sich am Bodensee sehr wohl, da sie momentan in einer Krise steckt. Ihr Job gefällt ihr nicht, sie ist ausgepowert und irgendwie bekommt sie ihr Leben gerade nicht in den Griff. Außerdem bedrückt sie der Streit zwischen ihrer Mutter Vicky und Tante Marlene. Da ist es hilfreich, dass sie sich um eine verletzte Hündin, die sie Souki nennt, kümmern muss. So lernt sie den Tierarzt Fabio Rossi und seinen Assistenten Brian Reeves kennen, mit denen sie sich gleich anfreundet. Und letztendlich hat sich das Vertrauen ihrer Großmutter ausgezahlt und sie kann Licht in die Familienverhältnisse bringen.

Brigitte Riebe hat hier ein sehr ernstes Thema behandelt, nämlich Flucht und Vertreibung. Dazu kommen die Gräueltaten im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dennoch ist es der Autorin gelungen, ein unterhaltsames Buch zu schreiben. Es macht auf jeden Fall Mut, Neuanfänge zu wagen, ob man möchte oder nicht. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich empfehle es gerne weiter.

Ein Lesehighlight! Einzigartig und bewegend erzählte Familiengeschichte

Von: Gina1627 aus Marienheide Datum : 11.10.2017

Anlässlich des Todes ihrer Großmutter Eva reist Nane nach Rickenbach an den Bodensee, um im Kreise ihrer Familie am Grab von ihr Abschied zu nehmen. Ihre Oma hatte hier nach dem Krieg eine neue Heimat gefunden und mit ihrem späteren Ehemann zusammen seine Schnapsbrennerei wieder aufgebaut, die sie nach seinem Tod gemeinsam mit ihrer Tochter Marlene erfolgreich weiterführte. Nane entschließt sich dazu, ihren Aufenthalt bei ihrer Tante noch um ein paar Tage zu verlängern und ihr ein bisschen Gesellschaft zu leisten. Als diese ihr das Tagebuch ihrer Großmutter Eva überreicht, offenbart sich für Nane ein großes und bewegendes Familiengeheimnis.
„Marlenes Geheimnis“ ist eine wundervolle und sehr bewegende Familiengeschichte von Brigitte Riebe, die mich mit ihrem überaus einfühlsamen und mitreißenden Erzählstil total begeistert hat. Sie versteht es perfekt eine große Spannung in ihrem Roman aufzubauen, indem sie ihre zwei Handlungsstränge jeweils in den dramatischsten und geheimnisvollsten Momenten abwechselt. Ihre Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und mit viel Leben gefüllt worden und faszinieren einen direkt. Durch Nanes Lesen in dem Tagebuch ihrer Oma erleben wir mit Eva und ihrer kleinen Tochter Marlene sehr authentisch das grausame Kriegsgeschehen in ihrer früheren Heimat, dem Sudentenland und ihre menschenverachtende Vertreibung und den sehr leidvollen und entbehrungsreichen Weg in eine ungewisse Zukunft. Die Autorin untermauert die Geschichte der beiden mit sehr gut recherchierten wahren Begebenheiten und schafft dadurch eine sehr bedrückende und eindringliche Atmosphäre beim Lesen, die einen mitnimmt. Eva verkörpert hier all die mutigen und starken Frauen, die sich in und nach dem Krieg alleine durchs Leben kämpfen mussten und ihr Mut ist nur zu bewundern. Meine Lieblingsfigur aber war die kleine Marlene, die einem durch ihren einzigartigen Charakter direkt ans Herz gewachsen ist.
Mit Nane erleben wir in dem Erzählstrang in der Gegenwart nicht nur ihre persönlichen Probleme sondern auch die Entschlüsselung des gestörten Familienbandes zwischen ihrer Tante Marlene und ihrer Mutter Vicky, durch das sich langsam und spannend herauskristallisierende Geheimnis ihrer Familie. Hier hat die Autorin viele überraschende Wendungen ins Geschehen eingebaut und einen Abschluss im Buch geschaffen, der mich zu Tränen gerührt hat.
Mein Fazit:
Brigitte Riebe hat mich mit „Marlenes Geheimnis“ außerordentlich gut unterhalten und emotional sehr bewegt. Eine wunderschöne Geschichte, die nachhallt und einen dankbar macht, heute leben zu dürfen. Sie hat durch ihr Buch eine Erinnerung an alle Menschen aufleben lassen, die durch unsere schreckliche geschichtliche Vergangenheit so viel Leid und Not erlitten haben, aber auch an einigen wenigen Charakteren aufgezeigt, wie die Zukunft dieser Generation sich zum Besseren gewendet hat. Ich bin sehr froh, dass ich dieses tolle Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte und habe dabei eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich sehr gerne noch weitere Bücher lesen möchte.
Für dieses einzigartige Leseerlebnis vergebe ich 5 Sterne.

Marlenes Geheimnis

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 26.09.2017

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und man merkt vielen ihrer Titel an, dass sie Hintergründe zu ihren Geschichten sehr genau recherchiert. So auch hier: Krieg und Vertreibung, Liebe in unsteter Zeit, vor über 70 Jahren und heute. Dinge, die Kinder sehen, die niemand egal welchen Alters sehen will und sollte. Dazu zwei ungeheuer gut verfasste Erzählstränge über Großmutter und Enkelin. Denn was erstere erlebte, greift noch in die übernächste Generation über. Viel wird erzählt über große Note, Mut zu handeln, humanitäre Hilfe untereinander, dem Drang manches unter den sprichwörtlichen Teppich zu kehren und dadurch eine andere Art von Elend und Missverständnissen auszulösen.

Sehr, sehr lesenswert! Gerade, aber nicht nur, in Zeiten wie diesen.

Ein grossartiges Buch

Von: hope23506 Datum : 26.09.2017

https://www.instagram.com/hope23506/?hl=de

REZENSION "MARLENES GEHEIMNIS" von Brigitte Riebe
Lieben Dank an das @bloggerportal @randomhouse und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

TITEL: Marlenes Geheimnis
AUTOR: Brigitte Riebe
SEITEN: 432
VERLAG: Diana Verlag
ERSCHEINGSDATUM: 11.09.2017
PREIS: 19,99 (Hardcover)

COVER:
Durch das wunderschöne und verträumte Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Mit diesem Blick ueber den Bodensee wirkt es liebevoll gestaltet. Man erkennt die Sehnsucht darin und möchte das Geheimnis ergründen. In diesem Cover kann man sich verlieren.

INHALT:
Nach langer Zeit kehrt Nane an den Bodensee zu ihrer Tante Marlene zurück. Der Grund dafür ist, die Beerdigung ihrer geliebten Oma Eva. Von ihrer Tante bekommt sie ein Notizbuch überreicht, welches ihre Oma geschrieben hst. Nane beginnt zu lesen und liest die grossartige, traurige und sehr bewegende Familiengeschichte und kommt dem Geheimnis von Marlene auf den Grund.

MEINE MEINUNG/FAZIT:
Mein erstes Buch von Brigitte Riebe und es hat mich umgehauen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, bis ich das ganze Geheimnis kannte. Der flüssige und fesselnde Schreibstil zieht einen immer wieder in seinen Bann. Brigitte Riebe hat sehr tiefgründig recherchiert und es authentisch umgesetzt.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, die kapitelweise geschrieben sind. In jedem Kapitel und jeder Zeitebene ist man sofort gefangen. Es ist sehr lebensnah geschrieben und die Charaktere waren symphatisch und ich habe so mit ihnen mitgelitten. Beim Lesen sind mir etliche Male die Tränen gekommen und ich habe Gänsehaut bekommen. Der Spannungsbogen war über das ganze Buch konstant hoch. Die Schicksale sind sehr lebendig geschrieben. Oft musste ich geschockt innehalten und konnte doch nicht aufhören zu lesen. Es ist packend und authentisch erzählt.
Bei mir wirkt diese Geschichte noch lange nach. Im gesamten Buch kam keine Langeweile auf und jeder Satz und jedes Kapitel waren wichtig.
Danke für dieses wunderbare und grossartige Buch. Lest es alle.

Absolute Leseempfehlung und natürlich 5/5 Sternen. ����������



Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Von: Märchenfee/Tiara Datum : 23.09.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Maerchenfee/

Inhaltsangabe:
Marlene hat mit ihrer Mutter Eva nach dem Krieg ein neues Leben am Bodensee begonnen. Dort betreiben sie eine gut gehende Schnapsbrennerei.
Doch dann stirbt Eva und Marlene händigt ihrer Nichte Nane Aufzeichnungen ihrer Großmutter aus. Dabei entdeckt Nane ein lange gehütetes Familiengeheimnis.

Meine Meinung:
Ich habe schon viele Romane von Brigitte Riebe mit großer Begeisterung gelesen. Doch mit Marlenes Geheimnis hat sich die Autorin nochmals selbst übertroffen.
Auf sehr einfühlsame Weise erzählt sie uns Evas Leben, die aus dem Sudetenland vertrieben wurde und bei Toni Auberlin in Rickenbach bei Salem eine neue Heimat fand. Gemeinsam bauen sich die beiden eine erfolgreiche Schnapsbrennerei auf.
Auch Nane hat es nicht einfach und möchte am Bodensee eine Auszeit nehmen. Sie ist total überarbeitet, leidet am Born-out-Syndrom und denkt ebenfalls darüber nach, ihr Leben grundlegend zu ändern.
Die beiden Geschichten werden abwechselnd erzählt und beide konnten mich erreichen.
Die Geschichte läßt einen nicht mehr los und wird bestimmt noch lange in mir Nachwirken. Brigitte Riebe beschönigt nichts und es war wirklich eine grausame Zeit, wo ich froh bin, dass ich diese nicht miterleben mußte.
Man fragt sich, wieviel Leid kann ein Mensch aushalten, aber das scheint Eva und Marlene nur umso stärker gemacht zu haben.
Auch in der Jetztzeit konnte ich mich gut in Nane und ihr Born-out, dass ja immer mehr verbreitet ist, gut hineinversetzen.
Marlenes Geheimnis gehört zu meinen Jahreshighlights, denn diese Geschichte hatte alles, was ein gutes Buch für mich ausmacht.
Ein schönes Cover, eine berührende Geschichte mit einem sehr flüssigen und fesselndem Schreibstil und da Brigitte Riebe promovierte Historikerin ist, natürlich sehr gut recherchiert. Die Autorin scheint auch sehr tierlieb zu sein, was bei mir immer noch Extrapunkte gibt.
Von mir gibt es eine ganz klare Lesempfehlung und ich freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin.

Eines meiner Highlights dieses Jahres!

Von: Martinas Buchwelten Datum : 23.09.2017

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Die Vertreibung der Sudetendeutschen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ist leider auch noch heute ein sehr brisantes Thema. Brigitte Riebe erzählt in ihrem neuen Roman "Marlenes Geheimnis" eine bewegende Geschichte rund um diese ungewollte Ausbürgerung.
Da meine Verwandten mütterlicherseits ebenfalls aus dem Sudetenland flüchten mussten, hat mich dieser Roman ganz besonders bewegt.

"Marlenes Geheimnis" ist ein Roman in zwei Zeitebenen und erzählt von drei starken und bewunderswerten Frauen einer Familie. Im Gegenwartsstrang lernen wir zuerst Nane kennen, die zum Begräbnis ihrer Großmutter Eva anreist. Nach langer Zeit kommt sie wieder nach Rickenbach am Bodensee, wo sie viele schöne Tage ihrer Kindheit verbracht hat. Ihre Tante Marlene führt dort eine gutgehende Schnapsbrennerei und Obstplantage. Während sich Nane bei Eva und Marlene immer wohlgefühlt hat, gab es zwischen Nane's Mutter Vicky und der Halbschwester Marlene immer wieder Streitereien. Das ändert auch der Tod der Mutter nicht...
Nane, die sich in letzter Zeit krank und in ihrem Job überfordert fühlt, nimmt sich für das Begräbnis und die Tage danach eine kleine Auszeit. Sie steht an einem Scheideweg und weiß nicht wirklich, wie ihr Leben weitergehen soll. Als ihr Marlene einen Brief und das Tagebuch ihrer Großmutter aushändigt, vertieft sich Nane in der Lebensgeschichte von Eva, der Apfelkönigin - einer Frau mit einer sehr bewegenden Lebensgeschichte, die von Not, Hunger, Leid und Vertreibung erzählt und von der Stärke nie aufzugeben...

Mit viel Liebe und Engagement erzählt die Autorin, stellvertretend für viele Sudetendeutsche, im Vergangenheitsstrang die Geschichte von Eva Menzel, Tochter eines Apothekers und einer Opernsängerin, die von Prag nach Reichenberg (heute Liberec) umziehen. Dort auf dem Land fühlt sich Eva im Gegensatz zu ihrer Mutter wohl und schließt schnell Freundschaft mit Molly und Jan, in den sie sich später verliebt. Oft geht sie mit ihrem Vater in die Obstwiese und lernt die Schnapsbrennerei. Doch mit der Übernahme Hitlers ist die unbeschwerte Jugend vorbei. Nach einem Attentat auf einen hochrangigen SS-Mann, kommt es zu einer äußerst grausamen Vergeltungsmaßnahme, die das Verhalten der tschechischen Bevölkerung den Sudetendeutschen gegenüber gänzlich ändert. Auch Eva und Molly spüren die Veränderungen, den Hass und die Wut der Tschechen. Als diese beginnen alle Sudetendeutschen zu enteignen, sie in Lager zu sperren und anschließend auszusiedeln, können auch die beiden Freundinnen und ihre Eltern ihrem Schicksal nicht entgehen...

In zwei Zeitebenen erzählt Brigitte Riebe vom Schicksal der Sudetendeutschen, die in Österreich und Deutschland eine neue Heimat suchen mussten und nicht übereall gerne aufgenommen wurden. Mit nichts als den Kleidern am Leib und den wenigen Habseligkeiten, die man tragen konnte, mussten diese Menschen am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen. Das Thema Flüchtlinge ist nicht nur eines von heute, das vorallem vor den Wahlkämpfen immer wieder heiß diskutiert wird, denn Heimatvertriebene gibt es schon seit jeher. Man sollte niemals vergesen, dass man selbst ebenso schnell in diese Lage kommen könnte...

Trotz des ernstes Themas hat mich dieser Roman wunderbar unterhalten. Die Schilderungen, die abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen, empfand ich als stimmig, wobei mich aber der Vergangeheitsstrang aus persönlichen Gründen noch mehr interessierte und einnehmen konnte. Interessant fand ich auch die Beschreibungen des Schnapsbrennens und ich mochte die Ausflüge „ins Obst“.
Von der ersten Seite an fesselte mich diese Familiengeschichte, die berührt, aber auch ermahnt - jedoch nie mit dem erhobenen Zeigefinger! Ein wahrer Lesegenuss!

Schreibstil:
Brigitte Riebe hat einen sehr flüssigen, einfühlsamen und ausdrucksstarken Schreibstil. Man ist sofort mitten in der Geschichte und taucht erst wieder auf, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Die Autorin hat sehr gut recherchiert. Auch die Charaktere sind sehr lebhaft beschrieben und gut gezeichnet. Sie alle haben Ecken und Kanten und sind mitten aus dem Leben gegriffen.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung für diesen wundervollen Roman. Hier erlebt man Geschichte, die zu Unrecht nahezu vergessen ist. Ein Buch, das berührt und bewegt. Ich kann nur sagen: Lest selbst!

Für mich war es ein absolut gelungenes Lesevergnügen – ein perfektes Buch

Von: Buchrättin aus h Datum : 22.09.2017

Ein Buch mit einer Geschichte, die voller Emotionen steckt. Überraschungen, Trauer, Verlust, Herzklopfen, Liebe.
Erzählt wird hier in zwei Erzählsträngen. Nane kehrt an den Bodensee zurück. Sie kommt zur Beerdigung ihrer Großmutter und trifft hier auf Freunde, die sie als Kind kannte und auch ihre Tante, zu der eine Distanz besteht.
Nane erhält nun alte Tagebücher. Tagebücher ihrer Großmutter Eva und als Leser begleite ich Nane auf dieser Reise in die Vergangenheit, die in die Zeit des 2. Weltkrieges führt und dann weiter auf die Flucht aus Tschechien bis an den Bodensee.
Was mir vor allem sehr gefallen hat, ist das Abtauchen können aus der Gegenwart, der Realität mitten hinein in den jeweiligen Erzählstrang der Geschichte. Wobei ich anmerken muss, dass es mir schwerer fiel wieder aufzutauchen, als ich die Erzählstränge der Vergangenheit gelesen habe. Es ist unheimlich intensiv und nimmt einen Leser mit auf eine Kopfkinoreise und lässt mich als Leser hautnah in der Geschichte dabei sein.
Das gelingt der Autorin auch durch die lebendigen Figuren, die Beschreibungen der Umgebung. Beim Lesen des Textes entsteht in meinem Kopf ein komplexes Bild.
Ich mochte auch die Wendungen, die die Geschichte nahm. Aber auch die Spannung blieb während des Lesens immer vorhanden, weil es der Autorin bis zum Schluss gelungen ist, mich zu überraschen.
Gut gefallen haben mir auch Szenen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Szenen über Flüchtlinge, damals nach dem Krieg. Ihre Stellung in der Gesellschaft, die Reaktionen der damaligen Bewohner.
Aber auch in dem Erzählstrang der in der heutigen Zeit angesiedelt ist, regen Szenen zum Nachdenken an. Es gab eine Szene, wo Nane über ihren Tinnitus nachdenkt, ihre Abgeschlagenheit. Das ist ein Thema der heutigen, durchaus stressigen Zeit und ich fand es sehr gelungen, dass der Leser hier kurz auch innehalten konnte und auch angeregt wurde, durch Nanes Situation darüber nachzudenken. Sehr gefallen hat mir und immer wieder für kleine Schmunzelmomente sorgte Leni, das Kind. Auch wenn auch sie schlimme Dinge erlebt hat im Krieg, ist ihre kindliche Sichtweise sehr schön dargestellt und lockert mit ihrer kindlichen Ehrlichkeit einige Szenen auf.
Kleiner Tipp, gerade auf den letzten Seiten sollte man sich Taschentücher bereit legen. Ich hatte Tränen in den Augen – was für ein genial emotionales Buch.
Aber auch die Gegenwartserzählung hält Überraschungen und Wendungen und auch Geheimnisse bereit.
Für mich war es ein absolut gelungenes Lesevergnügen – ein perfektes Buch, mit Geschichte, die mich fesselte, die Emotionen auslöste, die lebendige Figuren beinhaltete. Perfekt!

Eine aufwühlende und bewegende Geschichte über eine mutige und starke Frau

Von: Arietta aus Traben-Trarbach Datum : 18.09.2017

Brigitte Riebe hat es verstanden mich wieder einmal zu verzaubern mit ihrem neuesten Roman, der mich zutiefst berührte und beim Lesen unter die Haut ging. Es war mir ein großes literarisches Vergnügen, diesen ungewöhnlichen, facettenreichen Roman mit großem historischen Hintergrund zu lesen. Sie ist eine ausdrucksstarke Autorin mit einem ganz eigenen Stil. Sie besitzt eine aufmerksame Beobachtungsgabe. Man spürte beim Lesen, dass eine promovierte Historikerin zugange war. Wie sie von der Vertreibung und Flucht der Menschen aus Osteuropa schrieb. Es war so Bildhaft geschildert, dass man es mit eigenen Augen sah, es war wie Kopfkino. Ihr Sprach- und Schreibstil ist sehr flüssig, klar und kraftvoll. Das Historische ist sehr korrekt und gewissenhaft recherchiert. Alles kommt sehr logisch und schlüssig daher, so dass man sich sehr gut hineinversetzen kann. Am Ende der Geschichte laufen alle Fäden in einem großen Ganzen zusammen, es blieben keine Fragen offen. Auch der Spannungsbogen blieb von Anfang an bis zum Ende hoch und sehr fesselnd. Es erwarten einen beim Lesen immer wieder sehr überraschende Wendungen, besonders der Schluss war mehr als überraschend, mit einem Ende, das man nicht erwartet hätte. Ihre Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet, auch die einzelnen Charaktere hat sie sehr glaubhaft und real herausgearbeitet. Es sind Menschen aus Fleisch und Blut. Die historische Authentizität und Wahrheit ist präzise wiedergegeben. Sie hat Wahrheit und Fiktion gekonnt miteinander verknüpft, ebenso die verschiedenen Zeitebenen.


„Eine tragische und facettenreiche Geschichte, die einen tief berührt und ans Herzen geht, einfach brillant und gekonnt erzählt“

Wer dieses Buch nicht liest versäumt etwas! Danke liebe Brigitte Riebe für dieses BUCH !!!

optimal aufeinander abgestimmte Thematik, die voll und ganz zu Herzen geht und Geschichte von damals begreiflich macht

Von: Gudrun Datum : 17.09.2017

https://testerblog.jimdo.com/

Das Cover mit seiner wunderschönen Sicht auf den Bodensee und seinen herrlichen Farben ist so vortrefflich gewählt; stimmiger könnte es nicht sein. Dazu auch noch die Frau mit dem Fahrrad, die die Stimmung durch Kleidung und Art des Fahrrads gekonnt zum Inhalt aufgreift. Fast möchte man den Blick und das Geheimnis der Frau einfangen. Aber, genau das macht so neugierig und man wird von der ersten bis zur letzten Seite des Buches detailreich und emotionsgeladen aufgeklärt.



Die Schreibweise der Autorin ist super eingängig und so lebensnah und authentisch, dass ich mich von Beginn an mitten im Geschehen fühlte.

Genauso verhält es sich mit der Darstellung der Charaktere. Hier denkt man, dass man sich auf einer Ebene mit den Mitwirkenden befindet.

Dieses Buch umfasst so viele Elemente, die gelungen ineinanderfließen und Emotionen der unterschiedlichsten Art hervorrufen.

Auch werden Realität und Fiktion gekonnt ineinander verwoben, dass es nie Zweifel an der ganzen Geschichte gibt.



Hier wird keine Zeile langweilig und wenn man denkt, dass man etwas vorhersehen könnte, hat man sich getäuscht, denn die Vorgänge schlagen hier und da immer wieder andere Wege ein und zeigen auf, wie Spannung aufgebaut und hochgehalten werden kann.



Die Schilderungen, die abwechselnd durch zwei Zeitebenen erfolgen, machen zum Ende hin ein komplettes und begreifbares Bild. Dies resultiert unter anderem auch auf das wunderbare Lokalkolorith, so dass man die Orte mit Land und Leuten unmittelbar vor Augen hat.



Hier wird Kriegsgeschichte so lebendig und nachvollziehbar dargestellt, dass man als Leser die Gegebenheiten und die daraus entstehenden Beweggründe und Vorkommnisse wunderbar eingängig und verständlich, nachvollziehen und begreifen kann.



Der Inhalt befasst sich mit dem Kriegsgeschehen, gerade um die Vertreibung und Flucht von Sudetendeutschen und den daraus resultierenden Machtverhältnissen und wiederum den daraus hervorgehenden Konflikten und miserablen Zustände für die Bevölkerung. Hier wird dann nicht nur von einer Seite her, sondern eben aus Sicht der Flüchtigen und auch aus Sicht der ansässigen Landbevölkerung geschildert und was da in den Köpfen so vor sich geht und den daraus entstehenden Handlungen.



Dieses Buch zeigt Geschichte in einer super authentischen, bodenständigen Art auf, die das Interesse an der damaligen Zeit mehr und mehr weckt.



Mein Fazit: optimal aufeinander abgestimmte Thematik, die voll und ganz zu Herzen geht und Geschichte von damals begreiflich macht

Von Altlasten und Neuanfängen

Von: Goldtime aus München Datum : 17.09.2017

Schon lange bin ich ein Riesenfan der bekannten Bestseller-Autorin Brigitte Riebe – besonders ihre Mittelalter-Romane haben es mir angetan und mir ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit vermittelt.
Um so gespannter war ich auf ihren neuesten Roman, der in die aktuelle Gegenwart hineinragt – und ich wurde von ihr wieder mal so richtig gefesselt und begeistert!

"Marlenes Geheimnis" handelt zunächst einmal von drei Frauen, die drei Generationen widerspiegeln. Sie leben in Zeiten, die sich dramatisch verändert haben. Da ist zum Einen Eva, die mit ihrer kleinen Tochter Schreckliches durchmachen musste, als sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem heimatlichen Sudetenland vertrieben wurde. Aus ihrer Sicht erfahren wir viele realistisch dargestellte Gefahren, die sie durchlaufen musste, aber auch schöne, berührende Situationen, in denen sie Freunde findet, die ihr trotz aller Bedrohungen hilfreich zur Seite stehen.
Tochter Marlene trägt seit dieser Zeit ein düsteres Geheimnis mit sich herum, das sich heute in ihrem abweisenden, zunächst etwas unsympathischen Verhalten zeigt. Doch dann quartiert sich nach Großmutter Evas Beerdigung ihre Nichte Nane bei Marlene ein, um etwas Abstand zu ihrem Burnout-Job zu finden. Sie lässt sich durch Marlenes Wutausbrüche nicht abschrecken, denn sie spürt eine zutiefst verletzte Seele dahinter. Und so nach und nach, wie bei einem vielschichtigen 3D-Puzzle, erfahren wir anhand Evas Tagebuch und Marlenes Erzählungen die ganze Geschichte...


Mich hat dieses wunderbare Buch tagelang bewegt – ich habe es in kleineren Etappen gelesen, obwohl der Spannungsbogen dazu einlädt, es in einem Rutsch zu "verschlingen". Schon allein die traumhafte Kulisse des Bodensees, die tollen Landschaftsbeschreibungen und das Künstlerleben an diesem paradiesischen Fleckchen haben mich zum Träumen gebracht!
Dazu lernen wir sympathische, nicht immer perfekte "Heldinnen" kennen, mit denen wir uns gut identifizieren können, denn durch die detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Zeiten findet man sich ganz schnell in ihre unterschiedlichen Lebenssituationen ein.

Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich mich verhalten hätte als Eva, auf der Flucht, ganz auf sich alleine gestellt war, als Marlene, die so vieles alleine stemmen musste oder als Nane, die es zwar vergleichsweise gut hatte, aber durch ihren Job immer mehr ausbrannte. Auch die Nebenfiguren fand ich durchweg super gelungen, auch die "Bösewichte", die nicht fehlen dürfen... :-)
Sowohl für Marlene als auch für Nane ist ihre Begegnung eine Chance, mit den alten Lasten endlich abzuschließen und einen Neuanfang zu wagen.

Fazit: Ein berührendes, lebendiges und einfach tolles Buch über eine Zeit, die zu Unrecht beinahe in Vergessenheit geraten ist.
5 Sterne und eine dicke Leseempfehlung!

Berührende Geschichte über einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte

Von: Sissy0302 aus Rothenfels Datum : 17.09.2017

Nane reist zur Beerdigung ihrer Großmutter an den Bodensee. Von ihrer Tante bekommt sie einen Umschlag, in dem sich eine Art Tagebuch der Großmutter Eva befindet, in dem sie für ihre Enkelin ihre Geschichte aufgeschrieben hat. Und diese Geschichte entführt Nane und uns Leser in den 2. Weltkrieg. In das Leben im Sudetenland und die anschließende Vertreibung.

Das Buch ist in zwei Zeitebenen aufgebaut. Die Vergangenheit von Eva als junges Mädchen bis zu der Zeit als sie am Bodensee ankam und die ersten Jahre dort. In der Gegenwart geht es hauptsächlich um Nane, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befindet. Mir haben beide Zeitebenen sehr gut gefallen, da Nane ein sehr liebenswerter Charakter ist. Aber richtig gefangen genommen hat mich Evas Geschichte. Vielleicht hing das auch damit zusammen, das meine eigenen Großeltern Kriegsvertriebene waren. Dieses Buch bedeutete für mich einen Einblick in deren Vergangenheit, denn ähnliche Erfahrungen werden wohl alle Vertriebene gemacht haben.

Brigitte Riebe hat dieses Buch äußerst interessant geschrieben. Die geschichtlichen Fakten sind sehr spannend und ergreifend erzählt. Viele Male kann man nur fassungslos den Kopf schütteln. Man weiß, wie scheußlich dieser Krieg war, aber in diesem Buch habe ich noch einmal ganz andere Dinge erfahren. Was mir auch sehr gut gefallen hat, die Gewalt wurde nicht ausgeschlachtet. Die Autorin hat es auch so geschafft, einem das Ausmaß zu vermitteln.

Für mich gehört dieses Buch zu den Büchern, die man gelesen haben sollte.

Ein Buch, das seinen Leser im besten Sinne verschlingt

Von: Melo vom Bücherzoo Datum : 16.09.2017

buecherzoo.blogspot.de/

Marlenes Geheimnis von Brigitte Riebe

Beurteilung:
Nane kehrt zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva an den Bodensee zurück. Schon mit der ersten Seite des Buches schafft es Brigitte Riebe eine tiefe Verbundenheit und Liebe zu diesem Ort zu vermitteln.

Nane, unsere Protagonistin, ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Wenn nicht diese gesundheitlichen Probleme wären, die sie sich kaum erklären kann, die aber immer deutlicher auf einen umfassenden Richtungswechsel in ihrem Leben drängen.

In Rickenbach am Bodensee treffen Nane, ihre Mutter Vicky und Tante Marlene aufeinander. Während man bereits zwischen Nane und ihrer Mutter leichte Unstimmigkeiten erfühlt, steigert sich dies um ein Vielfaches, als Tante Marlene auf der Bildfläche erscheint.
Was ist zwischen den Frauen geschehen, dass solch ein mühsam unterdrückter Groll vorherrschend ist? Während Nane eher in neutraler Position steht, scheinen Vicky und Marlene sich verbal zu zerfleischen. Und man fragt sich unwillkürlich, was geschehen sein mag. Charakterlich sind die beiden schon sehr unterschiedlich. Vicky ein Freigeist, unzuverlässig, sprunghaft, während Marlene verantwortungsbewusst, klar und auch etwas streng ist. Ist die Rivalität der beiden in deren unterschiedlichen Wesen begründet? Dafür scheint der Groll jedoch zu stark zu sein.

Tante Marlene ist ein absolut interessanter Charakter. Man möge mir verzeihen, wie lieblos das nun klingt. Damit möchte ich sagen, dass mich ihr Charakter am meisten beschäftigt hat. Sie bietet so viele Facetten… Sie ist stark, verantwortungsvoll, zuweilen etwas ruppig und sagt, was sie denkt. Dann wiederum zeigt sie Nane gegenüber aber auch Zuneigung und -eher ungewollt- eine sehr verletzliche Seite.
Mit leisen Tönen schafft es Brigitte Riebe, Gefühle in dem Leser zu wecken, die sich festsetzen und das Gelesene nicht vergessen lassen. Und das hat sie mit dem Charakter von Tante Marlene besonders eindrucksvoll geschafft.

Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als Nane beginnt, in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter Eva zu lesen, die diese ihr hinterlassen hat.
Auch ich habe, als der erste Eintrag begann, tief Luft geholt, in Erwartung die Geschichte der Familie zu erfahren und auch dem Groll von Marlene auf die Spur zu kommen.
Die Zeitsprünge beginnen im Jahr 1938. Dem Jahr, in dem das Sudetenland dem Deutschen Reich angegliedert wird und die ganze Tschechoslowakei das Grauen namens „Hitler“ zu spüren anfängt.
Dank der Aufzeichnungen ihrer Großmutter erfährt Nane nicht nur, wie Eva die Kriegsjahre durchgestanden hat, sondern auch von ihrer großen Liebe Jan und dem unvorstellbaren Leid und den Verlusten, die Eva in diesen Jahren durchstehen musste.

Nach und nach gerät Nane bei ihrer Lektüre zu Erkenntnissen, die ihre Kreise bis in die Gegenwart ziehen und Geheimnisse aufdecken, die viele nicht einmal ahnten. Auch die Rolle, die die in Rickenbach ansässigen „Benteles“ in der Auberlinfamilie spielen, wird allmählich deutlich.

Besonders, als die kleine Marlene in der Geschichte auftaucht, war ich sehr ergriffen. Aber wie ihre Geschichte ist, sollte man sich wirklich mit aller Ruhe und Aufmerksamkeit bei der Lektüre von „Marlenes Geheimnis“ zu Gemüte führen.

Das Tagebuch ihrer Großmutter hat Nane die Vergangenheit ihrer Familie näher gebracht, viele Fragen beantwortet, Geheimnisse aufgedeckt…
Nun ist es an Nane, was sie mit ihren Einsichten macht.

Während ich dieses Buch gelesen habe, habe ich einen kleinen Ausflug nach Rickenbach unternommen, das etwa 15 Minuten von meinem Wohnort entfernt ist. Ich bin also durch die Rickenbacher Sträßchen spaziert und habe mich so verbunden mit der Geschichte gefühlt, wie ich es noch bei keiner anderen in der Form erlebt habe. Auch deshalb war das Lesen von „Marlenes Geheimnis“ eine besondere Erfahrung für mich.
Noch beim Schreiben dieser Rezension bin ich erneut und anhaltend ergriffen vom Gelesenen.
Wie unsagbar stark viele Frauen, die ähnliches wie Eva erlebt haben, gewesen sein mussten. Aber welche Wahl hatten sie schon? Die Angst als ständigen Begleiter zu haben, muss so zerstörerisch wirken, dass ich es mir nicht annähernd vorstellen kann. Und Gott dankbar bin, es bisher auch nicht zu müssen.
Und dann muss man irgendwie weiterleben… Mit all den schrecklichen Erfahrungen in der Seele und den schlimmen Bildern im Kopf. Man muss funktionieren, leben, im Zweifelsfall sogar versuchen zu vermitteln, dass das Leben schön sein kann, wenn man Kinder hat. All jene, die das erreicht haben, sind für mich wahre Helden, die eine unbeschreibliche Stärke in sich tragen. All jene, die es schaffen mit schrecklichen Erlebnissen weiterzuleben und das Leben zu lieben und zu schätzen.

Ich danke dem Diana Verlag, der es mir ermöglicht hat, dieses Werk bereits so früh zu lesen und ich danke Brigitte Riebe für diesen Roman. Auch wenn sie vielleicht Zweifel hatte, ob ich ihr Buch zu schätzen wüsste, tue ich es zutiefst, dessen kann sie versichert sein. Vielen herzlichen Dank!

5 von 5 Äpfeln für diesen Roman

Unbedingt lesen ... meine absolute Leseempfehlung

Von: Katrin Pron aus Wallenhorst Datum : 14.09.2017

Meine Rezension zu dem Buch "Marlenes Geheimnis" von Brigitte Riebe

MEINE MEINUNG:
Dieses Buch war für mich eine Reise. Eine Reise zurück zu den Gesprächen mit meiner Großmutter (väterlicherseits), welche damals mit dem allerletzten Güterwaggon aus Schlesien geflüchtet ist. Mit nur einem Koffer. Aus Angst ließ sie alles liegen und stehen. Weil sie nicht erahnen konnte, was passieren wird, wenn die polnische Armee mit der russischen Armee einzieht. Der Krieg hatte ihr die Heimat genommen und sie war mit 3 Kindern auf der Flucht Richtung Dresden... nicht einfach für eine alleinstehende Frau.

Die Autorin Brigitte Riebe hat mich mit diesem Buch sehr oft zum Nachdenken gebracht.

Das Buch hat zwei Handlungsstränge. Somit sind es zwei unterschiedliche Zeitebenen. Jede Ebene hat ihre eigene Spannung und nach und nach verweben sich die zwei Zeiten. Ich wurde von der ersten Seite an in die Geschichte regelrecht reingezogen. Was leicht anfing, entwickelte sich von Seite zu Seite in eine fühlende Richtung. Vor allen kam bei mir eine Art Kopfkino vermehrt hervor.

Wo ich etwas kritisch denke (was aber für mich kein Bewertungsabzug ist) und hier zwei Punkte anbringen möchte, ist zum Beispiel der Schluss des Buches. Es kam mir vor, als wenn das Ende nicht mehr so richtig ausgearbeitet wurde. Es war mir zu abgehackt und erledigt. Ebenfalls bin ich über so manches Fremdwort gestolpert, wo ich mir selbst gewünscht hätte, dass man eine andere Wortverwendung findet, die erklärend ist. Weil es auch Leser gibt, die so manches Fremdwort nicht verstehen und dann einfach drüber lesen. Das sind jetzt nur ein paar Beispiele: Pamphlete = Schmähschrift, guttural = kehlig, probate Lösung = geeignete Lösung).

Aber im Ganzen ist es der Autorin wieder einmal gelungen mich zu begeistern und ich bin gefühlsmäßig so dankbar, dass ich diese Zeit nicht miterleben musste. Ich stellte mir sehr oft die Frage „was hättest Du jetzt getan“.

FAZIT:
Flüssiger, leichter, aber ausdrucksstarker Schreibstil ~ sehr gut von der Autorin nachgeforscht ~ eine Verwebung aus Familiengeschichte und historischen Roman ~ ab der ersten Seite fesselnd geschrieben ~ berührend, aber auch erschreckend und sehr ermahnend ~ emotionale Buchabschnitte, wo man doch mal ein Taschentuch benötigt ~ meine absolute Leseempfehlung

BEWERTUNG:
5 von 5 Krönchen

Ein absoluter Lesegenuss mit Höhen und Tiefen, den man einfach gelesen haben muss.

Von: Katis-Buecherwelt Datum : 13.09.2017

katis-buecherwelt.blogspot.de/

Die Autorin Brigitte Riebe war mir bereits ein Begriff durch viele ihrer erfolgreichen Veröffentlichungen. "Marlenes Geheimnis" ist mein erstes Buch, was ich von der Schriftstellerin gelesen habe und ich kann mit Garantie sagen, es werden noch weitere folgen.

Als Nane informiert wird, dass ihre Großmutter Eva verstorben ist, reist sie an den Bodensee, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Dort angekommen, wird ihr das Tagebuch von Eva ausgehändigt und Nane beginnt in ihren Aufzeichnungen zu lesen.
Dabei lernt sie Eva von einer anderen Seite kennen und erfährt Dinge, die sonst keiner wusste. Neben der Reise in die Vergangenheit gibt es Streitigkeiten zwischen ihrer Mutter Vicky und ihrer Tante Marlene, und Nane fängt an sich Gedanken um ihr Leben zu machen. Sie fällt eine Entscheidung und hat schlussendlich die Aufgabe, das Geheimnis von Marlene ans Tageslicht zu bringen. Was ist damals passiert und wie wird Nane`s Zukunft aussehen?

Brigitte Riebe hat mich mit ihrem flüssigzulesenden Schreibstil gefangen genommen. Mit viel Einfühlungsvermögen führte sie mich an die Geschichte heran und verlor dabei zu keiner Zeit den Faden, der mich mit Hingabe und Spannung erfüllte.
Der Roman lief dabei wie in einem Film vor meinem inneren Auge ab, was mir unglaublich gefallen hat.

Geschrieben ist die Erzählung in der Gegenwart und in der Vergangenheit aus den Sichten von Nane und Eva. Dabei befand ich mich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bis einige Zeit danach. Ich lernte Eva kennen, die von ihrer Flucht aus ihrer Heimat dem Sudetenland, ihrer großen Liebe und ihrem Neuanfang am Bodensee erzählt.
Anfänglich fühlte ich mich in der Gegenwart bei Nane am Wohlsten, doch schon bald wendete sich das Blatt und ich konnte es kaum erwarten, mehr von Eva zu erfahren. Die Zeit von 1938 bis 1952 waren aufregend und vorbildlich recherchiert. Ich zog jedes Detail aus der Zeit in mir auf, wie ein ausgetrockneter Schwamm. Und das, obwohl ich normalerweise kaum Bücher lese, die mir zu ausgiebig ins Geschichtliche gehen. Doch hier, habe ich Gefallen daran gefunden.

Die Protagonisten habe ich alle gemocht und sie zeigten sich facettenreich. Sogar Hermann Bentele, der mir zu Beginn nicht gerade sympathisch war, stimmte mich nachdenklich. Er schaffte es meine anfängliche Abneigung ablegte.

Die Story durchlebte ich mit vielen verschiedenen Emotion, die mich beim Lesen begleiteten. Es gab Szenen, in denen mein Herz vor Schreck erstarrte und ich kurz Innehalten musste, um danach gebannt weiterzulesen. Ich freute mich mit den Charakteren, oder bekam vor Rührung oder Trauer eine Gänsehaut und einen dicken Kloß im Hals. Es war alles dabei und dafür danke ich Brigitte Riebe.

Am Ende zogen sich alle Erzählstränge schlüssig zusammen und das langgehütete Geheimnis, was der Leser bereits kennt, wird gelüftet. Die Aufklärung, verlief meiner Meinung nach, etwas zu ruhig und kurz ab. Trotzdem bin ich mit dem Schluss zufrieden und trennte mich nur ungern von der Geschichte, die ich in nur kurzer Zeit lieben gelernt habe.

Fazit:
"Marlenes Geheimnis" erzählt eine packende Familiengeschichte in der heutigen Zeit und zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ein absoluter Lesegenuss mit Höhen und Tiefen, den man einfach gelesen haben muss. ~ facettenreiche Charaktere ~ mitfiebern bis zur letzten Seite ~ ein historischer Roman mit Herz und Leidenschaft geschrieben.

Marlene und Eva

Von: Jutta Sommer aus Erkelenz Datum : 13.09.2017

Hier möchte ich gerne meine persönlichen Eindrücke zu Marlenes Geheimnis mitteilen.

Am stärksten berührt hat mich Evas Geschichte, da sie mich sehr an das erinnert, was mir meine Mutter von ihrer Flucht und Vertreibung erzählt hat. Sie ist erst vor Kurzem gestorben und hat tatsächlich erst in ihrer letzten Zeit überhaupt darüber gesprochen. In den letzten Tagen vor ihrem Tod hatte sie furchtbare Alpträume davon und wir konnten ihre Angst richtig spüren. Sie war Jahrgang 1927, musste ihr zu Hause im Frühjahr 1945 von jetzt auf gleich verlassen.

Brigitte Riebe hat mit Evas Geschichte sehr gut geschildert, was zur damaligen Zeit passiert ist und wie die Bevölkerung auf beiden Seiten leiden musste. Mehr als einmal musste ich das Lesen unterbrechen, weil ich so aufgewühlt war und mir die Tränen kamen. Auch über das Geschehen in Lidice viel mir das Lesen sehr schwer, aber es ist sehr wichtig darüber Bescheid zu wissen. Eigentlich müsste man doch denken, das die Menschen daraus lernen würden. Aber wenn man so mitkriegt, was heute immer noch überall passiert, merkt man, dass dem leider nicht so ist.

Aber Marlenes Geschichte war nicht nur traurig. Sie war spannend, interessant und unterhaltsam zu lesen, dass ich tatsächlich nur 2 Tage für das tolle Buch gebraucht habe. Nane und Marlene sind mir auch sehr ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gerne Zeit verbracht. Vor allem, da ihre Geschichte am Bodensee spielt, wo wir letztes Jahr erst einen schönen Urlaub verbracht haben. Das Marlenes Geheimnis am Ende gelüftet wurde, fand ich vor allem für Marlene wichtig. So kann sie mit ihrer eigenen Geschichte doch jetzt gut abschließen. Auch wenn für mich recht schnell klar war, um was es bei ihrer Geschichte ging, fand ich die Auflösung doch sehr gelungen. Deine Umsetzung und deine Schreibweise fand ich wieder sehr fesselnd und genau deshalb lese ich deine Bücher auch so gerne. Ganz egal unter welchem Namen du gerade schreibst.

Vielen Dank für die wunderbare Geschichte.

Ein sehr bewegender, ein sehr kluger Roman!

Von: Monika Schulte Datum : 13.09.2017

monikaschulte.blogspot.de

Als Eva Auberlin stirbt, treffen nach langer Zeit die Schwestern Marlene und Vicky aufeinander. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auch Vickys Tochter Nane kommt zur Beerdigung an den Bodensee. Nane nimmt sich vor, länger bei ihrer Tante zu verweilen, braucht sie doch dringend eine Auszeit von ihrem Job, der sie immer mehr auszehrt. Kaum am Bodensee angekommen, rettet sie einen verletzten Hund und lernt einen Tierarzt kennen. Sie fühlt sich gleich zu ihm hingezogen, doch momentan hat sie andere Sorgen.

Von ihrer Tante Vicky erhält Nane einen Umschlag ihrer Großmutter. Darin enthalten ist ein Tagebuch. Als Nane beginnt zu lesen, taucht sie in die Vergangenheit der Familie ein und erfährt, wie ihre Großmutter Eva mit der damals noch kleinen Marlene  nach dem Krieg aus dem Sudetenland vertrieben wurde und an den Bodensee gekommen ist, um dort eine Schnapsbrennerei aufzubauen. 

"Marlenes Geheimnis" - als das Buch bei mir ankam, wollte ich erst einmal nur ein paar Zeilen lesen. Andere Bücher warteten schließlich schon viel länger darauf gelesen zu werden, doch ich konnte nicht mehr aufhören. Ich musste immer weiterlesen. Brigitte Riebe ist die geborene Geschichten-Erzählerin und mit ihrer packenden Sprache hat sie eine Zeit zum Leben erweckt, die vielen unbekannt ist. Es geht um die Vertreibung von Menschen aus dem Sudetenland.

Der Krieg ist vorüber, doch den Sudetendeutschen schlägt nur Hass entgegen. Sie müssen ihr Land verlassen. So kommt Eva an den Bodensee, wo sie den Kriegsheimkehrer Toni Auberlin heiratet und mit ihm eine Schnapsbrennerei aufbaut. 

Nane und ebenso der Leser werden regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Es ist eine bewegende, eine nachdenklich stimmende Geschichte und vor allen Dingen ist es auch ein Stück deutsche Geschichte. Als ich das Kapitel über Lidice gelesen habe, musste ich manches Mal den Atem anhalten. Spannung, Entsetzen, Rührung. Sämtliche Gefühle wechselten sich ab. 

Brigitte Riebe hat es wieder einmal geschafft, dass gewaltige Bilder beim Lesen entstanden sind. Trotz aller Gräueltaten des Zweiten Weltkrieges, die im Roman nicht verheimlicht werden, schafft die Autorin es, den Leser mit ihrer Geschichte und ihren Protagonisten zu verzaubern auf der Suche nach Liebe und Heimat. 

"Marlenes Geheimnis" - ein sehr bewegender, ein sehr kluger Roman. Unbedingt lesen!

Bewegender und berührender Roman

Von: Miss Norge aus Rabenau Datum : 13.09.2017

www.missnorge.de

Ich kann es gleich vorweg schreiben: Ein Roman, der mich tief berührt und sehr bewegt hat. Brigitte Riebe hat mich als Leserin an den Lebenslinien von zwei Frauen entlang geführt, die einmal im "Heute" und im "Damals" angesiedelt sind. Im "Heute" begleitet man Christiane Auberlin, von allen Nane genannt, die zur Beerdigung ihrer Großmutter zurück nach Rickenbach am Bodensee kommt, an den Ort ihrer Kindheit, wo sie immer die Sommerferien verbrachte. Hier überreicht ihr ihre Tante Marlene ein kleines Päckchen, darin ein Notizbuch mit der Lebensgeschichte ihrer Großmutter. In den "Damals"-Abschnitten bekam ich dann zu lesen, wie Nanes Großmutter Eva den Krieg und die Flucht aus ihrer Heimat beschreibt. Diese Zeiten müssen sehr schlimm gewesen sein, denn das liest man aus jedem Satz der Autorin. Doch dazwischen streut Brigitte Riebe immer wieder kleine Lichtblicke ein, die mich als Leserin wieder etwas erleichtert haben. Denn die Beschreibungen von Eva gehen einem schon sehr an die Nieren, aber trotz allem bleibt sie stark und gibt niemals auf.
Als Hauptcharakter hat mich die Person der Eva sehr angesprochen und fasziniert, doch Nane, ihre Enkelin blieb mir irgendwie ein bisschen fremd und etwas zu blass. Das kann auch daran gelegen haben, das allein die Geschichte um Eva, die Kriegswirren und ihr unbändiger Lebenswille mich so in den Bann gezogen haben, das Nane eine Nebendarstellerin wurde, oder besser gesagt, nur eine Erzählerin der Lebensgeschichte der Großmutter. Obwohl Nane am Ende der Geschichte klären kann, warum ihre Mutter Vicky und ihre Tante Marlene so unterschiedliche Persönlichkeiten geworden sind. Brigitte Riebe hat eine wunderbare Ausdrucksweise, die der damaligen Zeit entsprochen hat und selbst die kleinsten Nebencharaktere hat sie so angelegt, das jede Person ihren Platz in der Geschichte hatte und nicht einfach nur schnell mal am Rande erwähnt wurde. Zum Ende der Geschichte hin klären sich viele Nebensächlichkeiten auf und einige lose Verbindungen verknüpfen sich, so dass ich als Leserin zufrieden und glücklich nach dem letzten Satz das Buch zuklappen konnte.

Fazit
Eine mitfühlende, bewegende und tief berührende Geschichte über starke Frauen auf der Flucht, die den Krieg hautnah miterleben mussten und so manchen großen Verlust zu bewältigen hatten. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und so manches Tränchen unterdrückt beim Lesen. Ich wünsche diesem wundervollen Roman viele Leserinnen und Leser.

Wenn die Vergangenheit auf die Gegenwart trifft und die Wahrheit ans Licht kommt

Von: nirak aus Rendsburg Datum : 13.09.2017

„Marlenes Geheimnis“ beginnt damit, dass Christiane Auberlin, genannt Nane, in ihre Heimat fährt. Ihre Großmutter Eva ist gestorben. Das Erbe, welches Nane erhält, ist wohl etwas speziell zu nennen. Es sind die Aufzeichnungen einer Frau, die viel zu erzählen hat. Die Großmutter hat eine Vertreibung aus ihrer Heimat hinter sich. Mit Macht bricht die Vergangenheit ihrer Großmutter und auch ihrer Tante Marlene und ihrer eigenen Mutter über das junge Mädchen herein.

„Marlenes Geheimnis“ beginnt eigentlich völlig unspektakulär und harmlos. Der Tod der Großmutter ist für Nane nur schwer zu verkraften, zumal die junge Frau eine ganze Menge eigener Probleme zu bewältigen hat. Als sie dann aber die Aufzeichnungen der Großmutter zu lesen bekommt, die Gedanken und die Geschichte in die Vergangenheit des 2 WKs gehen, bekommt die Geschichte eine dramatische Wendung. Es ist schon fast bedrückend zu nennen, wie Brigitte Riebe hier die Ereignisse der Zeit schildert. Was die Familie durchmachen musste, ist einfach unvorstellbar, es hat mich berührt und traurig gemacht. So manche Träne musste ich mir beim Lesen wegdrücken. Schrecklich, dass es so etwas gegeben hat.

Meisterhaft hat es die Autorin geschafft, die Szenen immer im richtigen Moment zu wechseln, sowohl Nane, als auch den Leser aus der Vergangenheit, auftauchen zu lassen und sich der Gegenwart zuzuwenden. Dieser Handlungsstrang war zwar auch nicht immer einfach zu lesen, denn auch Nane hat einiges zu bewältigen. Trotz der vielen Ereignisse und Schrecken gelingt es der Autorin auch wieder Hoffnung durchklingen zu lassen. Mir hat gut gefallen, wie Brigitte Riebe hier ihre Geschichte erzählt hat. Ihr ist die Verbindung der Gegenwart mit der Vergangenheit wunderbar gelungen. Gerade die Pausen in der Vergangenheit haben mir gut gefallen. So konnte man beim Lesen Luft holen und genau wie Nane einmal durchatmen, bevor es weiterging. Auch das Verbinden der Vergangenheit mit der Gegenwart ist gelungen. Erst so nach und nach enthüllt sich die Vergangenheit und das ganze Schicksal der Familie kommt zu Tage. Die einzelnen Protagonisten hat die Autorin wunderbar gezeichnet und lebendig werden lassen. Für mich war der Roman stimmig. Ich habe Marlenes Geheimnis gern gelesen.

Wenn die Vergangenheit etwas preisgibt

Von: Karen Grace Holmsgaard aus Strausberg Datum : 13.09.2017

Sehr gefreut habe ich mich, als ich „Marlenes Geheimnis“ von Brigitte Riebe in meinen Händen hielt.
Erstens habe ich von dieser Autorin schon viele gute Romane gelesen und zweitens fand ich das Cover von ihrem neuesten Werk wunderschön.
Aber nun zum Inhalt:

Drei starke, stolze und recht unterschiedliche Frauen verschiedener Generationen.
Dazu eine herrenlose Hündin und ein Geheimnis.
Das ist der Stoff aus dem gute Romane sind und Brigitte Riebe ist ein großer Wurf gelungen.

Nanes Großmutter Eva ist verstorben und hat ihrer Enkelin Nane etwas hinterlassen.
Nein, kein Haus, kein Auto und keine Millionen. Hinterlassen hat sie der jungen Frau ihre Lebensgeschichte zusammengefasst in einem Notizbuch.

So trifft also die Vergangenheit auf die Gegenwart.
Und was ich da zu lesen bekam, war sehr fesselnd und ist auch noch gar nicht sooo lange her.
Selbstverständlich möchte ich nun nicht zu viel verraten.
Entführt werden wir in das Sudetenland, nach Nordböhmen. Die Nationalsozialisten sind an der Macht.
Eine dunkle Zeit, kein Zweifel…

Erst recht, wenn Bestien an der Macht sind, einem liebe Menschen genommen werden und Liebende getrennt werden.
Alles wirklich spannend, aber genaueres muss der Leser selbst herausfinden.

Und ab und zu geht es dann auch wieder kurz in die Gegenwart.
Auch diese Zeit hat ihre Geheimnisse, wirft Ungereimtheiten auf und hat ihre Rätsel.

Gott sei Dank erreicht Adolf Hitler den Endsieg nicht und wir schreiben das Jahr 1945.
Leider auch schlechte Zeiten für die große Liebe und deren Folgen.
Was dann folgt ist erst mal nichts für schwache Nerven, aber sehr spannend.

Nach vielen grausamen Details geht es wieder in die Gegenwart.
Wir treffen auf eine Hündin mit verwöhntem Gaumen. Und auch Nane muss sich über einige Dinge klarwerden.

Begeben wir uns nun noch einmal in das Jahr 1945.
Zwar ist der Krieg vorbei, aber es bleibt dramatisch und spannend. Das sei verraten.
Storkow und Fürstenwalde? Kenne ich. Es geht also in das Bundesland Brandenburg, super!
Auf einmal sind mir einige Dinge sehr vertraut gewesen, wenn sie auch nur kurz erwähnt wurden.
Schließlich geht es nach Sachsen in die Textilindustrie.

Unterdessen trifft Nane auch in der Gegenwart auf die Vergangenheit, diesmal in einer anderen Form. Ich sage nur: Sütterlin.

Währenddessen geht es in Werdau im Jahre 1945 auf und ab.
Doch bald findet sich Eva in ihrem alten Element wieder, welches sie mit Feuereifer betreibt.
Die Freude darüber währt jedoch nur kurz. Wieder einmal meint es das Schicksal nicht gut.

Und unsere Nane in der Gegenwart? Die ist wohl drauf und dran sich zu verlieben. In wen, das verrate ich natürlich nicht.
Abgesehen davon taucht eine neue Freundin namens Alice auf und es wird spannend.
Nun muss sich Nane wohl noch intensiver mit Sütterlin beschäftigen…

Kurz vor dem Ende gewinnt der Roman noch einmal mächtig an Fahrt.
Und schließlich geht es auch für Eva und Marlene an den Bodensee. Eine neue Heimat ist endgültig gefunden.
Aber sind nun auch alle Geheimnisse gelöst?
Das möge der Leser bitte selbst herausfinden.
Spannend ist dieser Roman bis zur letzten Seite.

Mich hat das neuste Werk von Brigitte Riebe sehr bewegt. Ich habe es ab und zu auch beiseitegelegt und nachgedacht.

Daher gerne von mir fünf Sterne.

Für mich persönlich ist dieses Buch sehr lehrreich gewesen. Ich stamme aus den neuen Bundesländern und da wurden die Themen Flucht und Vertreibung mehr oder weniger totgeschwiegen. Es wurde lediglich ab und zu mal von Umsiedlern gesprochen. Und Heimatverbände durften nicht gegründet werden.
Zumindest habe ich es so erlebt.

Karen Grace Holmsgaard