Leserstimmen zu
Das Bild der Erinnerung

Micaela Jary

(3)
(2)
(1)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Ein seit 70 Jahren verschollenes Bild des Malers Leo Reichenstein wird einem Auktionshaus in München angeboten. Mitarbeiterin Anna Falkenberg soll die Echtheit des Gemäldes prüfen. Sie hat daran gewisse Zweifel. Nachforschungen führen Anna nach England und in die Nachkriegszeit von Berlin. Während Anna sich in der Gegenwart über die Echtheit des Bildes Klarheit verschaffen muss, taucht der Leser in die Vergangenheit ein. Die damalige Bevölkerung von Berlin und die Besatzer kommen sich näher, sehr nah. Es entstehen Freundschaften und tiefere Bindungen. Hier erwartet den Leser eine Achterbahn der Gefühle. Annas Nachforschungen und Entdeckungen sind nicht weniger spannend. Stück für Stück kommt sie der Wahrheit über das Bild auf die Spur. Gut ausgearbeitete Figuren, wobei insbesondere die Charaktere in der Vergangenheit den Leser emotional erreichen, und eine ebenso gute Geschichte lassen Lesefreude aufkommen. Der Roman ist gut geschrieben und ist leider viel zu schnell ausgelesen. „Das Bild der Erinnerung“ ist eine schöne Lektüre, die ich wärmstens empfehlen kann. Viele angenehme Lesestunden sind garantiert.

Lesen Sie weiter

Klapptext Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg arbeitet in einem Münchner Auktionshaus.Eines Tages wird das Bild eines Liebespaares des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein eingeliefert,das seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt. Auf den ersten Blick das Original,doch Anna beschleichen Zweifel an der Echtheit des Gemäldes,und sie beginnt Nachforschungen anzustellen. Ihre Recherchen führen sie zu einer Galerie nach London und zu dem Charmanten Oliver Richardson,der ebenfalls an der Geschichte des Bildes interessiert ist. Er fährt mit ihr nach Cornwall zu seinem Großvater,der die Wahrheit zu kennen scheint.Henry Richardson nimmt Anna mit auf die Reise in die Vergangenheit und zu einer großen Liebe im Jahre 1946 in Berlin. Erinnerungen werden lebendig,die schließlich auch Annas eigenes Leben berühren. Meine Meinung Der Klapptext hörte sich recht gut an und somit dachte ich, das könnte ja entsprechend gut werden. Was es dann am Anfang der Geschichte auch war. Diese Geschichte wird in zwei Zeitebenen beschrieben, was ich ja nicht schlecht finde,nur hier waren es mir zu viele Zeitsprünge. Ich wusste nachher gar nicht mehr, um was es genau geht. Somit hat sich das lesen dann als sehr schwierig gestaltet. Einiges fand ich auch sehr langatmig. Ich habe gedacht, in so einer Geschichte muss doch ein bisschen Drama drin sein, aber leider war das hier nicht der Fall. Eigentlich finde ich Geschichten gar nicht mal so schlecht, wenn es um die Nachkriegszeit geht, aber hier hatte ich echt Probleme mich zurecht zu finden. Es gab auch zu viele Charakteren, zu denen ich nicht richtig Bezug aufbauen konnte, weil es mir einfach zu viele waren. Eigentlich schade, denn die Geschichte im allgemeinen fand ich gar nicht mal so schlecht. Man hätte wirklich ein bisschen mehr drauß machen können. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Dafür war es einfach zu langatmig und durch die übermäßig vielen Charakteren zu unübersichtlich.

Lesen Sie weiter

Berührende Geschichte über eine Liebe in der Nachkriegszeit

Von: Berliner Bücherjunkie aus Berlin

18.12.2013

Meine Meinung: Die Geschichte beginnt 2010 in München, als Anna Falkenberg ein seit 70 Jahren verschollenes Bild mit einer Expertise versehen soll. Seit sie das Bild zum ersten Mal gesehen hat, hat sie das Gefühl das dieses Bild nicht echt ist. Nur durch dieses Gefühl zieht sie die Fertigstellung der Expertise in die Länge und setzt sich mit den heutigen Besitzern der Galerie Richardson zusammen. Die Galerie Richardson befindet sich in London und bildet den 2ten Erzählstrang der Geschichte. Diese 2 Erzählstränge werden in dem Moment verbunden als Anna in London aus dem Flieger steigt um von Oliver, dem jetzigen Besitzer der Galerie mit seinem Großvater Henry bekannt gemacht zu werden. Henry erzählt dann beiden die wahre Geschichte des Bildes. Außer an diesen 2 Handlungsorten, befinden wir uns im Nachkriegsberlin im Jahr 1946. Diese Kapitel haben die Atmosphäre aus dieser Zeit absolut klasse rüber bringen können und waren für mich das Highlight in diesem Buch. Am Anfang habe ich mich etwas gewundert warum es diese Kapitel gibt aber dies klärt sich im Laufe der Story. Der Schreibstil lässt sich richtig klasse lesen und die Emotionen hat er perfekt rüber bringen können. In den Kapiteln des Nachkriegsberlin habe ich mich gefühlt als wenn ich selber zwischen den Trümmern und in den Wohnungen ohne Heizung leben würde. Für mich als Berlinerin war es nochmal etwas besonderes da ich die Ecken, die im Buch vorkommen selber kenne. Fazit: Ein berührendes Buch, was die Nachkriegszeit in Berlin perfekt wieder gegeben hat. Empfehlenswert für alle die Geschichten über Familiengeheimnisse und verschiedene Zeitzonen mögen.

Lesen Sie weiter

Das Bild der Erinnerung

Von: Kerstin G. aus Hagen

16.10.2013

Bisher entführte mich Micaela Jary mit ihren Büchern in fremde Länder. Mit "Das Bild der Erinnerung" entführte sie mich diesmal in das "Trümmer-Berlin" der Nachkriegszeit. In ihrer Geschichte wechseln sich Szenen auf verschiedenen Zeitebenen ständig ab. Die direkt zu Beginn aufgebaute Spannung kann durch die geschickt gesetzten Szenenwechsel durchgängig bis zum Schluss gehalten werden. Sie erlebt zum Ende hin sogar durch überraschende Wendungen noch eine deutliche Steigerung. Die Spannung bleibt vor allem erhalten, da sich das Geheimnis um das Gemälde "Das Liebespaar" von Leo Reichenstein nur sehr langsam und Schritt für Schritt aufklärt. So wird der Leser durch seine Neugier auf die Auflösung regelrecht an das Buch gefesselt. Mir selbst fiel es unheimlich schwer, das Buch wieder an die Seite zu legen. Aber nicht nur das Geheimnis um das Gemälde zwang mich zum ständigen Weiterlesen. So detaillierte Infos über das harte Leben im Berlin der Nachkriegszeit hatte ich bisher nirgends bekommen. Sehr authentisch beschriebt Micaela Jary die Schicksale verschiedener Personen. Für mich sehr ergreifend erzählt. Das Berlin der Nachkriegszeit wird von der Autorin quasi wieder auferweckt. Mir kam alles sehr real vor. Teilweise hatte ich das Gefühl selbst zwischen den Trümmern umher zulaufen und die Menschen zu beobachten. Viele detaillierte Infos zu Nahrung, Wohnen, medizinischer Versorgung, Kunst, Musik, Kleidung, etc. tragen zu diesem Bild bei. Die gesamte Atmosphäre dieser Zeit wird dem Leser sehr gut vermittelt. Fazit: "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary bietet den Lesern sehr detaillierte Infos über das Leben im Nachkriegs-Berlin. Ergreifende Schicksale, eine Liebesgeschichte und ein spannendes Geheimnis um ein Gemälde fesseln den Leser bis zur letzten Seite. Unbedingte Leseempfehlung :-)

Lesen Sie weiter

Durch ein Bild zurück in die Vergangenheit

Von: Monika Stutzke aus Berlin

16.09.2013

Ein lange verschollenes Bild, "Das Liebespaar" von Leo Reichenstein, wird in der Galerie, in der Anna Falkenberg, eine junge Kunsthistorikerin, arbeitet, angeboten. Der Galeriebesitzer wittert ein gutes Geschäft, wird ihm doch die komplette Sammlung von Philip Coleman in Aussicht gestellt. Um die Echtheit des Gemäldes zu beglaubigen, soll Anna eine Expertise zu dem Bild erstellen. Sie selbst hat von Anfang an ihre Zweifel über die Echtheit, macht sich aber mit eher mäßigem Erfolg an die Arbeit. Ein Stempel auf der Rückseite zeigt, dass sich dieses Gemälde einmal in der Londoner Galerie Richardson befand und Anna schreibt den Besitzer zu dem Bild an und bittet um Auskunft. Die Antwort jedoch bestätigt nur ihre Zweifel hinsichtlich des Bildes und sie versucht, der Wahrheit um das Bild auf den Grund zu gehen ... Der Autorin Micaela Jary ist es hervorragend gelungen, um dieses verschollene und wieder aufgetauchte Bild eine Geschichte zu schreiben, die die Lebenswege verschiedener Personen betreffen. Der Roman spielt in 3 Zeitebenen, in der heutigen Zeit und rückblickend in den Jahren 1946 sowie 1961 in den Städten Berlin, München und London. Durch die wechselnden Zeiten offenbaren sich dem Leser Schicksale, die betroffen machen. Schicksale, die die Zeiten brachten, ausgehend aus der Nachkriegszeit. Alles fing seinerzeit in Berlin 1946 an, der Zeit der Fräuleinwunder, als Berlin unter der Besatzung der 4 alliierten Staaten stand. In Berlin lernen sich der britische Captain Henry Richardson, der Amerikaner Lieutenant Philip Coleman und die deutschen Frauen Grete Brahm und ihre Nichte Felicity, Fee genannt und die Krankenschwester Brigitte kennen. Die Umstände haben sie zueinander geführt. Es sind harte Zeiten für alle. So kurz nach dem Krieg fehlt es an allem, Essen, Heizmaterial, Wohnungen. Die Trümmerfrauen sind dabei, Berlin wieder aufzubauen, in bestehende Häuser und Wohnungen werden Zwangszuweisungen von Heimatlosen vorgenommen, die medizinische Versorgung ist am Boden. Als Deutsche hat man sowieso nichts mehr zu lachen und zu erwarten. Es ist aber auch eine Zeit, in der die Kunsträuber unterwegs sind, Gemälde wurden gestohlen und in die eigenen Länder verschifft. Und doch gab es auch zu dieser Zeit Menschen, die Kunstwerke versteckt gehalten haben, damit sie nicht geraubt werden, die Einsatz zeigten. Micaela Jary hat mit ihrem Roman diese Zeit wieder auferstehen lassen. Es gibt viele Bücher über die Zeit des Krieges, aber über die Nachkriegszeit, wie hier speziell in Berlin, habe ich noch nicht soviel gesehen. Realitätsnah ist es der Autorin gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen, mit all ihren Nöten und Ängsten, die die Menschen zu der damaligen Zeit bedrängten. Als Leser hatte ich das Gefühl, mich in eben dieser Zeit selbst zu bewegen, so anschaulich konnte sie mir die Zeit nahe bringen. Dieses Buch ist ist fast ein Geschichtsbuch der Berliner Nachkriegszeit mit allem, was dazugehört. Die Geschehnisse 1946 haben Einfluss auf die Werdegänge der Protagonisten bis in die Gegenwart hinein und teilweise auch auf ihre Nachkommen. Die genauen Zusammenhänge und Verknüpfungen werden erst gegen Ende deutlich und überraschen den Leser. Das Anfertigen einer Expertise über das angebotene Bild in einer Galerie als Anlass zu nehmen, einen Roman über die Nachkriegszeit zu schreiben, finde ich genial und absolut gelungen. Micaela Jary hat für diesen Roman hervorragende Recherchearbeit geleistet. Ich bin ja ein großer Fan von Geschichten und Geheimnissen, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpfen und die Autorin hat an der Stelle meinen Nerv getroffen. Mit diesem Roman habe ich nicht nur ein Geschichtsbuch über die Nachkriegszeit in Berlin in der Hand, sondern auch ein Buch über Liebe, Gefühle, Hoffnungen, Schicksal und Verrat, das 3 Zeitepochen gekonnt miteinander verbindet. Es ist ein ergreifendes Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Lesen Sie weiter

Ein verschwundenes Gemälde und ein Familingeheimnis

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim

03.06.2013

Der Galerie Bonhoff wird ein Gemälde von Leo reichenstein angeboten. Die alleinerziehende Anna Falkenberg erhält den Auftrag, die Echtheit des Gemäldes zu überprüfen und eine entsprechende Expertise zu schreiben, damit das Bild meistbietend verkauft werden kann. Anna beginnt Nachforschungen anzustellen und wendet sich an die Galerie, bei der das Bild angeblich erworben wurde: Galerie Richardson, London. Nachdem Anna zunächst einige merkwürdige Mail-Antworten erhält, macht sie sich schließlich selbst auf den Weg nach London und findet nicht nur Oliver Richardson, sondern auch eine verwirrte Lebensgeschichte des Bildes, das sich mit ihrer eigenen kreuzt. Was hat es mit dem Bild auf sich und warum werden Anna und ihre kleine Tochter plötzlich bedroht? Das Buch ist bisher in der Club Premiere beim Club Bertelsmann erschienen und wird im 16.09.2013 noch einmal im Goldmann Verlag erscheinen. Beide Cover sind sehr schön, auch wenn das vom Club etwas mehr Melancholie ausstrahlt. Eine verträumte Brücke mit Magnolienblüten im Vordergrund bildet den Weg zur Vergangenheit von Anna, Oliver und einem sehr anrüchigen – leider fiktiven – Bild von Leo Reichenstein. Die Geschichte spielt in drei Zeitebenen. Begonnen wird in der Gegenwart 2010. Aber um die Geschichte des Bildes und der Protagonisten verstehen zu können, gibt es immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit. Diese enden entweder kurz nach Kriegsende in Berlin oder 1961 in London. Alle drei Handlungsstränge laufen zunächst für sich alleine und man versucht als Leser automatisch, die Verbindung zwischen diesen herzustellen. Nach und nach fügt sich alles zusammen und im Mittelpunkt steht immer das Bild „Das Liebespaar“ von Leo Reichenstein. Die Autorin hat sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Gerade bei den Ausführungen zur Malerei, Galerien, Expertise, aber auch zum Leben in Berlin kurz nach Kriegsende. So beschreibt Micaela Jary sehr anschaulich, wie zerstört Berlin in dem Bereich war, in dem Grete Brahms und ihre Nichte Fee gelebt haben. Auch das Leben an sich und die ständige Angst konnte man beim Lesen regelrecht nachempfinden. Die Verbindungen zu den Briten, Amerikanern oder Russen und deren Handlungen bleiben dabei nicht unerwähnt. Die Protagonisten werden nach und nach eingeführt und man lernt sie und ihre Beziehungen zueinander im Verlauf der Geschichte immer genauer kennen. So bleiben sie zu Beginn etwas farblos, nehmen aber mit Fortschreiten der Geschichte Farbe und Gestalt an, so dass sie dem Leser am Ende als gute Freunde ans Herz gewachsen sind. Zwar ist das Bild von Leo Reichenstein fiktiver Natur, jedoch wurde es von der Autorin so detailliert beschrieben, dass ich es praktisch vor meinem inneren Auge die ganze Zeit gesehen habe. Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen und Spannungspunkte. Was zunächst wie drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erscheinen, fügen sich nach und übereinander und ergeben ein komplexes Gesamtbild. Dabei wurde das Buch so realistisch und berührend geschrieben, dass man meinen könnte, es wurde hier auf Erlebtes zurückgegriffen. Dank der auktorialen Erzählweise, wird der Leser in die Situation des allwissenden Beobachters versetzt. Er hat damit einen tieferen Einblick in die Geschichte und Gefühle der Protagonisten. Ein abgeschlossenes, jedoch teilweise doch noch offenes Ende, laden zum Weiterdenken der Geschichte oder zum Hoffen auf eine Fortsetzung ein. Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Als Leser ist man immer am überlegen, wie es weiter geht bzw. wie die einzelnen Protagonisten und Handlungssträngen zusammengehören. Am Ende des Buches findet man ein Nachwort der Autorin zur Geschichte und eine Danksagung. Fazit: Ein geheimnisvolles Bild, ein Liebespaar mit Hindernissen und die Nachkriegszeit in Berlin ziehen den Leser in ihren Bann und lassen ihn nur schwer wieder zurückkehren.

Lesen Sie weiter