Leserstimmen zu
Der Weg der Könige

Brandon Sanderson

Die Sturmlicht-Chroniken (1)

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Mein erstes Buch von Brandon Sanderson, das ich auf deutsch lese. Ich hatte zuvor große Angst, dass bei der Übersetzung viel von dem grandiosen Schreibstil des Autors verloren geht, doch soweit ich das beurteilen kann, ist es eine sehr gute Übersetzung geworden. Brandon Sanderson baut in diesem Buch mal wieder eine einzigartige, detailreiche und komplexe Welt auf mit verschiedenen Völkern, Wesen und natürlich Magie. In dieser Welt überkreuzen und verbinden sich die Schicksale mehrerer Charaktere zu einer Geschichte. Die Charaktere sind sehr authentisch und jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Eigenschaften, die sein Tun und Handeln durch die ganze Geschichte hinweg beeinflussen. Es ist nicht, wie bei dem Einheitsbrei vieler anderer Bücher, in denen eigentlich alle Charaktere ziemlich gleich sind und ziemlich gleich reden und handeln. Besonders Schallan hat mich beeindruckt. Sie ist eine begabte, humorvolle junge Frau, die ganz genau weiß, was sie will und dafür alles tut. Mit ihrer vorlauten Art bringt sie sich genauso oft in Schwierigkeiten, wie sie sich daraus rettet. Auch Adolin mit seiner Direktheit und Loyalität fand ich sehr interessant. Dann ist da noch Kaladin, der vor kurzem erst versklavt wurde, trotzdem aber verliert er nicht seine Stärke und seinen Willen. Ich liebe es, wenn Bücher mich überraschen können, denn leider sieht man bei vielen Büchern den Ausgang schon auf den ersten Seiten. Nicht bei Brandon Sanderson! Am Anfang weiß ich nie so genau, was eigentlich passiert. Man bekommt erst mal nur die kleinen Geschichten mit und erst später ergibt sich ein Gesamtbild der umfassenderen Geschichte. Es gibt ungeahnte Entwicklungen, spannende Intrigen und jede menge plot twist, so dass man nie sicher sein kann, welcher Charakter es bis zum Ende schaffen wird und wie das Ende überhaupt aussehen wird. Beim Lesen habe ich öfters mal die Zeit vergessen, da die Handlung so spannend und der Schreibstil so fesselnd war. Dennoch habe ich lange gebraucht, das Buch fertig zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird und kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen!

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*** Da der Rest auf dieser Seite bereits angegeben ist, füge ich hier nur meine Meinung ein *** Zuerst einmal über den Plot: Er ist einfach großartig! Ich liebe es, wie die verschiedenen Schicksale miteinander verknüpft sind. Auch der Schreibstil ist einfach fantastisch und unheimlich fesselnd. Dadurch entsteht eine einzigartige Spannung, die es einem fast unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere kann man eigentlich nur lieben, Kaladin, weil er so willensstark und unabhängig ist und die Freude am Leben nicht verliert. Schallan ist liebenswert, weil sie so wissbegierig ist und einen ziemlich vorlauten Humor hat. Adolin finde ich cool, weil er ein Splitterträger ist, also wirklich tapfer und wahrer Krieger. Außerdem finde ich es witzig, wie er seinen Vater mit wechselnden Damen, denen er den Hof macht, verwirrt. Dalinar ist auch zu achten, da er als Großprinz alles für den Schutz des Königs tut und sich die größte Mühe gibt, richtig zu handeln. Wie ich bereits erwähnt habe, finde ich die Splitterträger unheimlich cool, aber auch das Peitschen, das Szeth im Prolog verwendet. Zwar beinhaltet das Ende des Bandes keinen wirklichen Cliffhanger, allerdings wird kurz vor dem Ende ein kleiner Geschmack auf die Zukunft gegeben, saß durchaus Spannung hinterlässt.

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Das ich ein großer Brandon Sanderson Fan bin wissen ja die meisten Leser*innen. Ich liebe seine Bücher und bin der Meinung, dass er ein wirklich fantastischer Autor ist. Der in jedes seiner Bücher unglaublich viel Arbeit steckt. Neben Magie, Fantasy und Abenteuer finden sich dort auch immer philosophische Ansätze. Natürlich habe ich mich tierisch gefreut als ich gehört habe, dass er jetzt auch an einer „Saga“ schreibt. Ich muss aber zu geben, dass ich aufgrund der dicke der Bücher etwas länger gebraucht habe bis ich mich an das Erste von ihnen herangewagt habe. Ich habe es nicht bereut…wie ich erwartet habe hat mich wieder eine großartige Geschichte ans Buch gefesselt. Die vielen Seiten flogen beim Lesen nur dahin… Die Geschichte ist sehr spannend und breitet eine sehr komplexe neue Welt vor dem Leser aus. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Zwischendurch finden sich immer wieder Zeichnungen, die dem Leser das gelesene auch noch einmal genau verbildlichen. Abenteuer. Intrigen. Schlachten. Spannende Rückblicke. Geheimnisse. Nicht nur die Welt ist sehr komplex sondern auch die Geschichte an sich. Und wie immer glänzt auch dieses Buch mit sehr faszinierenden und beeindruckenden Charakteren. Brandon Sanderson gelingt es jeder einzelnen Randfigur Persönlichkeit zu verleihen. Kluge Frauen. Starke Männer. Besonders gut gefallen hat mir Kaladin mit seinem Windsprengsel. Ebenso wie die Dialoge der Charaktere. Dialoge, die zwar zur Geschichte gehören aber manchmal weit über diese hinaus gehen und noch Anklang in unserer Welt finden. Ich muss zugeben, dass ich immer wieder baff bin was für Dialoge sich Autoren zusammenschreiben können. Sie erschaffen eine Welt und dann gelingt es ihnen, diese nicht nur mit Leben sondern auch noch mit Kunst und Philosophie zu füllen. Ich bin da echt fasziniert von so einer Erschaffungsgabe. Fazit: Wow. Brandon Sanderson will einen Epos schreiben und dieser Auftakt lässt bei mir keinen Zweifel, dass ihm das auch gelingen wird. Die Geschichte hat unglaublich viel Potential und ich freue mich schon auf die vielen Bücher die meine Bücherregale füllen werden.

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Es gibt so viele tolle Romane und großartige Autoren dort draußen, dass ich immer zögere, wenn die Frage nach meinem Lieblingsautoren kommt. Wenn ich mich jedoch für einen einzigen entscheiden müsste, dann wäre das definitiv Brandon Sanderson. Ich LIEBE seine Bücher und seinen Ideenreichtum! Darum war ich auch überglücklich, als das Rezensionsexemplar von „Der Weg der Könige – Die Sturmlicht-Chroniken 1“ vom Heyne Verlag kam. 900 Seiten purer Lesegenuss von meinem Lieblingsautor! Hach, herrlich! Das neue Fantasy-Epos von Brandon Sanderson liest sich wie Schokolade: Man genießt jede einzelne Seite, die mit immer neuen und leckeren Geschmacksrichtungen aufwarten. Schnell setzt der Suchtfaktor ein und mal will MEHR, man liest immer schneller und am Ende ist es immer noch nicht genug, da die Tafel bzw. der Roman viel zu schnell vorbei ist. Gut, wenn man klug war und sich schon vorher Nachschub besorgt hat. :-D Was hat mir besonders gut an „Der Weg der Könige“ gefallen? Darf ich „alles“ schreiben, ohne dass ihr mich steinigt? Denn genauso ist es: Ich liebe die Welt, ich identifiziere mich mit den Figuren, ich fiebere bei jedem einzelnen Abenteuer, jeder überraschenden Wendung mit, ich will sie auf ihrer Reise begleiten, mit ihnen zusammen die Geheimnisse von Roschar ergründen, mich vor den faszinierenden Gefahren fürchten, die sich Brandon Sanderson ausgedacht hat, ich will mich mit den Sprengseln anfreunden, selbst zum Splitterträger werden, die Geheimnisse über die Herolde aufdecken und noch vieles mehr. Und genau das unterscheidet einen durchschnittlichen Roman von einem großartigen und fesselnden Buch wie „Der Weg der Könige“. Darüber hinaus begeistert der Roman mit Liebe zum Detail. Zahlreiche Karten, Skizzen und Illustrationen im Buch sowie ein kleiner Anhang mit Erläuterungen am Ende bringen den Lesern Brandon Sandersons neue Fantasywelt näher. Wie immer, wenn ich ein neues Fantasybuch von Brandon Sanderson lese, möchte ich es am liebsten zu meinem Lieblingsbuch von ihm erklären. Dann kommt er mit dem nächsten Roman um die Ecke – und es geht einfach nicht. Denn SIE SIND ALLE TOLL, OHNE AUSNAHME. Nicht ohne Grund ist er mein Lieblingsautor. Brandon Sanderson nimmt uns in „Der Weg der Könige – Die Sturmlicht-Chroniken 1“ mit auf eine mitreißende Entdeckungsreise mit unbekanntem Ziel durch eine phantastische Welt und gibt uns die Gelegenheit seine großartigen Kreationen und Sehenswürdigkeiten mit vor Staunen offenem Mund zu bewundern – um uns dann um die nächste Ecke die nächste, noch prächtigere zu präsentieren. Dafür gibt es bei mir natürlich die volle Punktzahl.

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“Fantasievoller Start in eine neue Fantasyreihe mit interessanten Charakteren und viel Liebe zum Detail.”

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Brandon Sanderson bleibt sich treu. Ich glaube das ist alles was man wissen muss, wenn man schon Werke dieses Autors kennt, denn dann ist klar, dieses Buch wird richtig gut. Es gibt drei verschiedene Protagonisten, denen wir Kapitelweise durch ihre Erlebnisse folgen. Da hätten wir zum Beispiel Shallan. Eine junge Frau die mehr wissen will als sie eigentlich immer dachte. Sie begibt sich bei Jasnah in die Lehre. Doch ihr eigentliches Ziel ist es, Jasnahs Seelenwächter zu stehlen, um ihre Familie zu retten. Dann hätten wir noch Dalinar, der ein großer Krieger ist, aber seine Heldenzeiten größtenteils schon hinter sich hat. In seinem Alter darf man es auch ruhiger angehen. Kaladin ist für mich der Hauptprotagonist und Held der Stunde. (In Wahrheit sind natürlich alle Protagonisten gleich wichtig, nur er interessiert mich persönlich am meisten.) Sein Ziel ist es einfach nur zu überleben, denn er ist ein Sklave. Sobald man von Kaladin liest, steht fest, dass mehr hinter ihm steckt, als nur der Mensch, der er ist. Natürlich weiss er selbst nichts davon und das macht das Ganze noch viel spannender. Zum Beispiel gibt es da eine Sache, die Kaladin tun kann, von der er aber nichts weiss - der Leser weiß es natürlich. Aber da wir nicht genau wissen um was es sich handelt, welche Möglichkeiten usw. ist das natürlich alles total gemein und doof und böse und - so sichert man sich Leser, Spannung und eine unschlagbare Dramaturgie. ;-) Außer unsere Hauptprotagonisten gibt es noch etliche andere die ein eigenes Kapitel hier und da bekommen und die Brandon Sanderson so zum sprechen bringt. Manchmal habe ich mir daher gedacht: "Ach verdammt! Wen interessiert denn jetzt der und der, wie geht es mit XY weiter?!". Es ist auch ein bisschen erschlagend, die Masse der ganzen Leute, das Weltbild, all die Dinge. Dabei ist das Buch keineswegs nur eine Einführung. Nein. Es geht direkt zur Sache, man steckt mit den Figuren mitten im Sturm, buchstäblich und muss sich zurecht finden. Das geht, der Trick ist weiterlesen. ;-) Wer andere Werke des Autors kennt, weiss das praktisch alles wichtig ist und am Ende alle, die nicht sterben, zusammen kommen um die Auflösung zu finden. Dabei muss es übrigens zu keinem Happy End für die Beteiligten führen. Prognosen abzugeben ist an dieser Stelle schwer, da der Autor gerne das Unerwartete einbaut. Doch ich versichere Euch wer Highfantasy wünscht, der wird hier definitiv fündig und keine Angst vor dicken Büchern! Ich habe genau 49 Stunden Lesezeit benötigt, denn man kann es einfach nicht weggelegen. Eine sehr vielschichtige, spannende und mitreißende Geshcichte über eine Welt, ihre Völker und viele, viele Geheimnisse. Ich glaube was die Geheimnisse und Intrigen angeht, ist auch noch kein Ende in Sicht. Ich muss mir jetzt also "Den Pfad der Winde" (Band 2) besorgen, um dann endlich mit "Words of Radiance" anfangen zu können, das schon seit Januar auf dem SuB liegt. LEST diese Buchreihe!

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Sturmlicht. Splitterklingen. Herolde. Damals. Heute. Wieder einmal schafft Brandon Sanderson ein fantastisches Werk voller Magie und spannender Ausgangspunkte. Gekonnt wird die Geschichte in mit vielen kleinen Fäden begonnen, um nach und nach miteinander verknüpft zu werden. Zugegebenermaßen ist eben diese Verknüpfung hier noch recht versteckt und fallen nur dem aufmerksamsten Leser auf. Jedoch dürfte jenen, denen Sandersons Art zu schreiben bekannt ist, klar sein, dass hier der Grundstein für etwas viel größeres gelegt wird. Wir beginnen die Geschichte mit drei Sichtweisen, zunächst unterschiedlichster Personen. Dalinar, Bruder des ermordeten Königs, der nun entweder den Verstand verliert oder tatsächlich von Visionen heimgesucht wird. Shalan, die das Mündel von Hellheit Yasnar zu werden versucht um ihre Familie zu schützen und dabei so viel mehr lernt als sie jemals auch nur vermutet hätte. Und Kaladin, der als Speermann in einem Krieg den falschen tötete und nun an jedem seiner Tage ums Überleben Kämpft. Zusammen mit einiges, zunächst zusammenhanglos erscheinenden Zwischenspielen, taucht der Leser in diese wundersame Welt hinein und lernt sowohl die Grausamkeit des Kriegs, als auch die Magie der Großstürme kennen. Sturmlicht. So nennt sich die Magie, die Edelsteine auflädt und durch einige Menschen genutzt wird um sowohl gutes als auch böses zu tun. Mord, Vergeltung und andere Grausamkeiten herrschen in dieser Kriegswelt. Völker kämpfen um Macht. Reichtum ist das Vorherrschende Ziel und nur wenige sind sich im klaren, dass all diese Kämpfe sie schlussendlich zerstören werden. Die Herolde, welche immer wieder in der Geschichte genannt werden, stellen mitunter das größte Geheimnis dar. Es bleibt leider nicht aus, dass diese Krieger lediglich im Prolog einen Gastauftritt erhalten. Unsere Geschichte spielt wiederum 4.000 Jahre danach und es bleiben bis zuletzt viele Fragen über sie offen. Jedoch scheint dies nicht versehentlich, sondern vielmehr gewollt zu geschehen. Die Spannung steigt an allen Punkten und die Geschichte endet an einer guten Stellen, obwohl der erste Band durch die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche wieder einmal vom Verlag in zwei Teile geteilt wurde. Und eigentlich ist der erste Band noch gar nicht beendet. Dennoch bin ich in den Bann gezogen und will mehr wissen über Kaladins Schicksal, Dalinars Visionen und Shalans Werdegang. Ich will mehr über die - hoffentlich - überlebenden Brückenmänner erfahren, deren Opfer im Krieg mehr und mehr gefordert wird. Ich will mehr über die Seelengießer erfahren - Edelsteine voller Magie, die sogar ganze Häuser erschaffen können. Und ich will mehr Zwischenspiele um die gesamte Welt besser verstehen zu können. Mehr. Mehr. Mehr! Insagesamt hat mich dieser erste Band sehr begeistert und natürlich steht die Geschichte hier noch ganz am Anfang. Der Einstieg gestaltet sich nicht sonderlich schwer, auch, wenn ich zunächst besorgt wegen all der Eigennamen war. Doch zum Glück schafft Brandon Sanderson es wieder einmal seine erschaffene Welt in mein Gehirn zu brennen und ich freue mich darauf die Fortsetzung in die Finger zu bekommen. 4,5/5 Sternen

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Ein Zeitalter des Krieges.

Von: Jaci

16.04.2015

Ein wahrer Hingucker ist dieses Buch allemal und zwar nicht nur von innen. Schon das Cover bietet einen künstlerischen Anblick. Mit den Farben wurde hier eher gespart, aber der verwaschene Stil macht auch einiges her. Schlicht und einfach bringt es doch irgendwie eine bestimmte Stärke zum Ausdruck und die Figur oben am Gipfel wirft Fragen bezüglich deren Herkunft und Gefühlslage auf. Jemand, der so weit oben steht, muss entweder sehr mutig oder wahnsinnig sein... Weiter geht es mit beeindruckenden Illustrationen, die überall, aber zuerst im Buchdeckel vorne und hinten auftauchen. Mit der Gestaltung wurde sich sehr viel Mühe gegeben und die liebevollen Details lassen einen noch besser in die neue Welt eintauchen. Wer nun mit einer Liebesgeschichte rechnet, dem sei gleich gesagt: So etwas gibt es in diesem Buch überhaupt nicht! Nur ein paar Andeutungen auf die wechselhaften Beziehungen eines bestimmten Jungen Mannes wird näher eingegangen, wobei diese kaum mehr als wenige Tage halten. Die Haupthandlung bezieht sich auf einen Krieg zwischen zwei Völkern, den Alethi und Parschendi. Unterschiedliche Sichtweisen, mindestens fünf, berichten von den Vorgängen im Kriegslager, auf der Ebene und weit entfernt zwischen politischen Konflikten und eigenen Interessen. Hier kamen die Kampfszenen manchmal schon beinahe zu sehr in den Mittelpunkt und ließen die Story ab und zu etwas schweifen, sodass sie über Seiten hinweg öde wurde und einige Formulierungs- bzw. Handlungswiederholungen auftraten. Doch der Autor lässt kein noch so winziges Detail aus, was das Ganze wiederum lebendig und durchaus verständlich macht. Dalinar und Adolin, Vater und Sohn, Hochprinz und Cousin des Königs, bilden einen Hauptstrang der Kriegsereignisse und Machenschaften unter den Hellaugen, welche über den Dunkelaugen stehen und sich gegenseitig mit kleinen, unwichtigen Wettstreiten in Schach halten. Diese Machtdarstellung sind typisch für Sanderson und er stellt sie wirklich großartig dar. Ebenso wie andere Themen über Lügen, Hoffnung, die Wirtschaft und Lebensweisen bringen doch einen ganz eigenen philosophischen Hauch ein. Ich würde einen ganzen Roman schreiben, wenn ich das Buch bis zum letzten Buchstaben auseinander nehmen würde, also belasse ich es auf die grundliegenden Dinge und gehe nun nicht weiter auf die Einzelheiten dieser wunderbaren Welt ein. Natürlich haben die Sprengsel ihren Reiz, aber sie zu erklären, würde mich mindestens einen Absatz kosten. Sagen wir, sie sind aufgeweckte Geister, die hin und wieder auftauchen, wenn jemand starke Emotionen verspürt. Syl ist so ein Sprengsel, jedoch anders als erwartet. Ich mag ihre Persönlichkeit sehr, da sie sich zudem auch noch stark zu verändern scheint. Zuerst zaubert sie jedem mit ihrer kindlichen Art ein Lächeln ins Gesicht und schließlich bringt sie einen auf bewundernswerte Weise zum Nachdenken. Genau das macht sie auch mit Kaladin, den sie auf seiner Reise begleitet. Früher einmal war er ein Kämpfer, doch jetzt muss er sich als Sklave wieder einen Namen machen, was unter den gegebenen Umständen nicht gerade einfach ist. Ob die aussichtslose Lage ihn besiegen wird? Sein Charakter jedenfalls birgt viel Potential zu einem Helden und überrascht immer wieder mit seiner wahren Leuchtkraft. Zwei Wiederholungen sind mir gleich aufgefallen. Wie schon in einem seiner anderen Bücher kichern die Männer hier ganz gerne, doch es hält sich zum Glück in Grenzen. Weniger erfreut mich allerdings die ständige Erwähnung eines "Plateaus" im Mittelteil, welches es zu erobern, überqueren oder sonst was gilt. Aber nehmen wir es mit Humor, dass die Lage nur verdeutlicht werden sollte und es womöglich auch nicht gerade viele Synonyme dafür gibt. Es gibt viel zu lernen, was Machtverhältnisse im Lande, Namen und Bezeichnungen der einzelnen Wesen, fremdartigen Zahleinheit und anderen Gegenständen oder Nahrung angeht. Ein größeres Verzeichnis gibt es nicht, ist aber, wenn man ein aufmerksamer Leser ist, gar nicht nötig. Die fantastisch gestalteten Karten und Illustrationen bilden das Sahnehäubchen obenauf. Der Leser sollte sich auf eine lange, schwerwiegende, manchmal auch eintönige Reise einstellen, die nicht immer einfach wird, dafür aber an anderen Stellen Spannung, Spaß und rührende Momente bereithält.

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