Leserstimmen zu
Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman

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Mitreißend, sehr bewegend

Von: Brigitte aus Bremen

09.05.2019

Ein Buch das ich nicht aus der Hand legen konnte und mich sehr bewegt hat

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„Das Licht zwischen den Meeren“ von M.L. Stedman, ein Roman, habe ich in der Buchhandlung nur wegen des schönen Covers in die Hand genommen. Doch dann hat mich der Klappentext neugierig gemacht und ich habe kurz in das Buch reingelesen – und war überzeugt. Ich musste es einfach kaufen. Klappentext: " Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat … " Die Liebesgeschichte zwischen Tom, dem Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock, und seiner Frau, Isabel, ist etwas ganz besonderes. Sie beginnt mit einem Knall und geht sanft und zart weiter. Sie wächst, so sehr, dass Isabel und Tom heiraten, sie zu Tom auf die Insel zieht und gemeinsam mit ihm, fernab von allen anderen Menschen, ein Leben als Leuchtturmwärtergattin führt. Das Buch hat drei Teile, jeder beschreibt einen anderen Lebensabschnitt von Tom und Isabel. Zu Beginn begleitet man die beiden Protagonisten bei deren Kennenlernen und lernt diese so selbst kennen. Es ist ein entspanntes, ruhiges Leben auf der Insel, das nur durch eine rauhe See ein bisschen aus den Fugen geraten kann – dann ist das einzig Wichtige nämlich, dass der Leuchtturm funktioniert und kein Schiff in Seenot gerät. Doch der zweite und dritte Teil des Buches bleiben nicht so sanft und unbeschwert. Es passiert ein Unglück, dass das Leben von Tom und Isabel gehörig auf den Kopf stellen wird… Ich bin wirklich ganz begeistert von dem Buch. Der Schreibstil von M.L. Stedman hat mich sofort gefesselt, sodass es mir schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Sie beschreibt ihre Charaktere mit so viel Liebe und Detailreichtum, dass es wirklich sehr leicht fällt, sich in diese hineinzuversetzen und mitzufühlen, was sie bewegt. Eine wunderschöne Geschichte, voller unerwarteter Ereignisse und mit ganz viel Gefühl. Wenn du nicht zu kitschige Liebesgeschichten magst und gerne mit den Protagonisten mitfieberst, dann kann ich dir nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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Kurzbeschreibung Die Liebe fordert alles. Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat … (Quelle: Blanvalet Verlag) Meine Meinung „The Light Between Oceans: Das Licht zwischen den Meeren“ stammt von der Autorin M. L. Stedman. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier vom Klappentext sehr angesprochen. Neugierig habe ich mich also ans Lesen gemacht. Tom mochte ich von Anfang an wirklich sehr. Er ist nach dem Krieg eher zu einem Einsiedler geworden. Er lebt auf einer Insel, arbeitet dort als Leuchtturmwärter. Als er Isabel kennenlernt und sie letztlich mit auf seine Insel nimmt scheint etwas Leben in die Tristheit zu kommen. Er versucht auch immer das richtige zu tun. Isabel mochte ich auch. Sie liebt Tom, das merkt man. Nur leider ist ihnen ein Kind nicht gegönnt, denn Isabel erleidet mehrere Fehlgeburten. Ich konnte auch nachvollziehen, dass sie die Chance endlich Mutter zu sein ergriff als sie da war. Die Nebenfiguren, wie beispielswiese Hannah, die immer daran geglaubt hat, dass ihre Tochter noch lebt, sin der Autorin wirklich gelungen. Ich konnte sie mir gut vorstellen und die Handlungen sind nachvollziehbar. Der Schreibstil der Autorin ist sehr ergreifend und lässt sich angenehm flüssig lesen. Zu Anfang wirkte er aber auf mich sehr detailliert, was sich nach ein paar Seiten aber gegeben hat. Die Gefühle und Emotionen konnte ich hier sehr gut nachvollziehen. Die Handlung hat mich mitgenommen. Das Thema Kinderwunsch ist hier sehr zentral und es dreht sich sehr viel darum. Ich fand es interessant zu lesen wie Tom und Isabel sich ein Leben mit einem fremden Kind aufbauen, wie sie quasi abgeschottet auf ihrer Insel leben. Das Geschehen zeigt aber auch wie sich ein Mensch verändert, wenn er einen Wunsch hat, der sich nicht erfüllen möchte. Es sind letztlich sehr traurige Schicksale, die hier zu einem Ganzen arrangiert wurden und die den Leser sehr bewegen. Das Ende ist sehr traurig und ergreifend. Es regt zum Nachdenken an, ist aber durchaus auch irgendwie frustrierend. Bei mir hat dieser Schluss noch einige Zeit nachgehallt. Fazit Insgesamt gesehen ist „The Light Between Oceans: Das Licht zwischen den Meeren“ von M. L. Stedman ein Debütroman, der mich nachdenklich gestimmt hat. Gut gezeichnete Charaktere, ein gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die emotional aber auch spannend gehalten ist, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert und mich überzeugt. Absolut lesenswert!

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INHALT: Australien 1920: Tom nimmt als Kriegsveteran einen Job als Leuchtturmwärter an, um Ruhe für seine geschundene Seele zu finden. Isabel sucht in der Nachkriegszeit einen Mann, der in der Lage ist, eine Familie mit ihr zu gründen. Nach einigen Besuchen, heiraten die beiden und versuchen in der Abgeschiedenheit auf Janus eine Familie zu gründen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Izzy erleidet eine Fehlgeburt nach der anderen und so ist die Gefühlswelt der beiden in heller Aufruhr als eines Tages ein Boot mit einer männlichen Leiche und einem gesunden Baby strandet. Sie behalten das Baby und Jahre später wird ihre Entscheidung auf eine harte Probe gestellt, denn sie erfahren, dass diese Entscheidung ein anderes Leben zerstört hat. FAZIT: Ich habe das Buch schon lange bei mir liegen und habe es nie gelesen. Ich war vom alten Cover bezaubert und hatte dennoch das Gefühl, dass es der falsche Moment war. Als ich nun die Kinovorschau mit dem wundervollen Meer und dem Leuchtturm sah, wusste ich jetzt oder nie.... Das Buch ist ein ruhiges Buch. Ich empfand das Lesen als sehr ruhig und entspannend. Der Erzählstil hat mich auch sehr an die beruhigende Wirkung des Meeres erinnert. Auch die Schilderungen von Janus und dem Leuchtturm empfand ich als sehr gelungen und wunderschön und ich liebe das Meer wirklich! Der Leidensweg von Tom und Izzy und ihren familiären Erfahrungen verdeutlicht die Emotionen und lässt einen als junge Mutter selbst grübeln. Ich denke, dass dieses Buch nicht für Leserinnen geeignet ist, die vergeblich versuchen schwanger zu werden oder die bereits ein Kind verloren haben! Das Buch ist diesbezüglich wirklich schonungslos. Wie würde man selbst entscheiden und was passiert mit dem Kind, wenn es nicht bei der richtigen Mutter aufwächst? Was ist vererbbar und was ist anerzogen? Obwohl es kein "actionreiches" Buch ist, habe ich mich auf keiner Seite der 448 Seiten gelangweilt. Volle Punktzahl für die Hommage an die Familie, das Meer, das Leben und die Liebe. Außerhalb der Buchbewertung möchte ich Euch noch die Verfilmung ans Herz legen. Ein gelungener Film mit wunderbaren Schauspielern, stimmungsvoller Musik und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2016/09/m-l-stedman-das-licht-zwischen-den.html

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Rührt zu Tränen

Von: Isbel

26.06.2016

Ich habe die gebundene Ausgabe vom Limes Verlag gelesen und dort stand auf dem Umschlag ein Zitat von der New York Times: "Machen Sie sich auf Tränen gefasst." Das kann ich nur so unterschreiben. Auf den letzten Seiten liefen bei mir die Tränen. Und das schafft nur eine Geschichte, die mir ans Herz geht. Es geht um Entscheidungen und wie man mit den Folgen umgeht. Es geht um die Frage, was das Richtige und was das Falsche ist. Es handelt von der bedingungslosen Lieben zwischen Mutter und Tocher. Von der Liebe eines gebrochenen Mannes zu der Frau, die ihm Hoffnung auf Glück schenkte. Die Charaktere waren alle so gut ausgearbeitet und schlichen sich in mein Herz. Da war Tom, der nach seinen Erlebnissen im ersten Weltkrieg die Abgeschiedenheit auf Janus Rock sucht, und der nicht ganz glauben kann, dass er die Liebe und das Glück mit seiner Frau verdient. Isabel, die Tom liebt und nach drei Fehlgeburten sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind. Hannah, die ihren Mann und ihr Baby verliert und die den Schmerz kaum ertragen kann. Lucy, die in ihrem Alter gar nicht verstehen kann, warum die Erwachsenen handeln wie sie handeln. Dann noch die ganzen Nebenfiguren Sergeant Knuckey, Ralph, Billy, Violet,...... Ich kann gar nicht alle aufzählen. Tom war mein Liebling. Er will auf der einen Seite die Regeln und Gesetze einhalten, auf der anderen Seite liebt er seine Frau über alles und will verhindern, dass sie an der letzten Fehlgeburt zerbricht. Die Entscheidung, die er letztendlich triftt als das Boot mit dem Baby auf Janus strandet, nagt an seinem Gewissen. Der Mann tat mir so leid. Isabel und Hannah, beides Mütter, die alles für ihr Kind tun würden. Ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich mich nicht mehr für eine Seite entscheiden konnte. Ich habe einfach mit beiden mitgelitten und mich dann nur noch gefragt, was für Lucy das beste wäre. Obwohl diese Frage auch nicht leicht zu beantworten ist. Isabel ging mir allerdings zwischendurch immer mal wieder auf die Nerven. Auf der einen Seite konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen, auf der anderen Seite dachte ich mir: "Sei nicht so egoistisch. Überlege mal, was dein Mann da für dich tut." Obwohl ich Tom auch gerne mal geschüttelt hätte. Zum Schluss flossen bei mir die Tränen. Ich wusste am Ende selbst nicht mehr, was jetzt die richtige Entscheidung wäre. Ständig sprangen meine Sympathien von einem zum anderen. Die Vernunft sagt das, das Herz sagt was anderes. Im Laufe der Geschichte waren sich beide auch mal einig. Das Ende der Geschichte fühlte sich aber richtig an und demnach konnte ich das Buch zufrieden zu klappen, auch wenn ich über so einige Fragen noch nachdenken muss. Der Schreibstil ist sehr schön. Die Gefühle der Personen wurden durch ihn sehr gut übertragen und die Beschreibungen der Landschaften sind nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich konnte mir die Landschaften und die Atmosphäre sehr gut vorstellen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ich bin nirgendwo über Satzkonstruktionen gestolpert.

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Ein wunderschöner Roman über die Liebe, die Verzweiflung, von Familienbanden, unerfüllbaren Wünschen und gebrochenen Herzen. Isabel und Tom leben auf der Leuchtturminsel Janus und wünschen sich nicht mehr als ein Kind, als dann ein Boot mit einem Toten und einem kleinen Baby angeschwemmt wird, sehen sie dies als Zeichen Gottes und nehmen sich des kleinen Mädchen an. Doch damit finden sie nicht nur ihr Glück, sondern müssen auch feststellen, dass sie das Leben einer anderen Familie zerstört haben. Unaufhaltsam gräbt sich dieses Wissen in ihr Leben und droht auch ihr Glück zu zerstören! Die Autorin beschreibt sehr eindringlich, gefühlvoll und leidenschaftlich wie ein kleines Baby zum Glück und zum Unglück gleichermaßen für zwei unterschiedliche Familien führt und wie ein Kampf des Gewissens, des Rechts und der Familienbande entbrannt. Wunderschön, fesselnd und spannend geschrieben. Voller Gefühl und Liebe, Neid, Hass und Verzweiflung. Von dem Leben völlig unterschiedlicher Familien und ihrem Versuch, das richtige im Leben zu machen und das Glück des kleinen Mädchens nicht zu zerstören, ist dieses Buch voller Leidenschaft und Herzblut. Von mir absolut zu empfehlen, so mitreißend habe ich schon lange mit keinem Schicksalsroman mitgefiebert!

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Das Licht zwischen den Meeren ist der Leuchtturm auf Janus Rock, einer winzigen Insel zwischen indischem Ozean und Nordpolarmeer. 150 Kilometer entfernt von der australischen Küste hilft der Leuchtturm Schiffen ihren sicheren Weg zum Hafen zu finden. Auf Janus lebt der Leuchtturmwärter Tom mit seiner Frau Isabel. Die beiden leben ein abgeschiedenes und doch idyllisches, glückliches Leben. Trotz allem Glück miteinander liegt bald ein dunkler Schatten über beiden. Isabell erleidet nacheinander mehrere Fehlgeburten und wünscht sich doch so sehnlichst ein Kind. Eines Tages wird dann ein Boot mit einem toten Mann und einem frierenden Säugling vor Janus an Land gespült. Isabel nimmt sich des Kindes an und überzeugt Tom den Vorfall trotz all seiner Bedenken nicht zu melden. Sie begraben den Toten und behalten das Mädchen als ihre eigene Tochter auf der kleinen Insel. Damit beginnt das größte Glück aber auch die größte Tragödie im Leben von Tom und Isabel. Die Auswirkungen dieser von Trauer und Verzweiflung getriebenen Entscheidung wird schlussendlich nicht nur das Ehepaar zu spüren bekommen. „Das Licht zwischen den Meeren“ ist eine perfekte Herbstlektüre. Die Beschreibungen des Ozeans rund um Janus und der Stürme haben mich völlig in ihren Bann gezogen. Ich hatte das Gefühl die Seeluft förmlich zu riechen und den Sturm an meinen Fenstern rütteln zu hören. Hach! Irgendwie war dieses Buch damit für mich genau der richtige Einstieg in die kalte Jahreszeit. Dazu passt wunderbar die melancholische Stimmung der Geschichte. Denn zwar beginnt es noch äußerst positiv mit der Liebesgeschichte zwischen Tom und Isabel, doch spitzt sich der Konflikt im Buch (ausgelöst durch das geliebte Findelkind) schnell immer deutlicher zu. Gerade der Kontrast zwischen der anfänglich so harmonischen und glücklichen Beschreibung und der späteren Tragödie hat mich an diesem Buch fasziniert. Die Beschreibung der Charaktere und ihrer Beweggründe waren dabei immer sehr authentisch und haben mich die Gewissensbisse selbst „durchzweifeln“ lassen. Besonders bewegend waren die Momente in welchen das Paar ständig zwischen dem neu erworbenen Familienglück und ihren nagenden Zweifeln schwankte. Insgesamt möchte ich für „Das Licht zwischen den Meeren“ 4 von 5 Leseratten vergeben. Das Buch hat mich sehr berührt und die Thematik ist gut umgesetzt. Leider hat mich die Auflösung der Tragödie nach dem tollen Start nicht vollends überzeugen können. Das Ende wirkte etwas schnell „vorgesetzt“ und nicht so schön entwickelt wie der Rest der Geschichte. Trotz dieses kleinen Wermutstropfens ist “Das Licht zwischen den Meeren” ein tolles, gefühlvolles Buch welches vor allem durch seine Stimmung überzeugen kann (und mir sogar ein kleines Tränchen entlockt hat).

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Eine Geschichte, die Spuren in der Seele hinterlassen hat...

Von: Sandra @Buechernische

27.02.2015

Seht euch dieses Cover an, ist das nicht eine Augenweide? Schon in der Verlagsvorschau war ich von diesem Anblick sofort gefangen. Die Kombination aus Aquarellzeichnung, Tuschestrichen und Fotografie – eine kunstvolle Collage, gedruckt auf gutem, schweren Papier – ist ein absoluter Blickfang und die Farbgebung einfach rund herum gelungen, spiegelt sie doch die Zerrissenheit wieder, von welcher die Protagonisten erfüllt sind. Die Grenze zwischen Licht und Dunkel, zwischen guten und schlechten Entscheidungen, die Grenze zwischen der kleinen Insel weit draußen im Meer und dem Kontinent. Vergangenheit und Zukunft. Das Cover des Limes Verlags empfinde ich passender als das der englischen Ausgabe bei Randomhouse Australia, welches mehr in Erdtönen gehalten wurde. Das Symbol des Skorpions als Ausdruck für Gefahr gefällt mir jedoch ebenfalls sehr gut. Schlägt man den Buchdeckel auf, hat man eine in Blautönen gezeichnete Karte Australiens vor sich, im Stil alter Kartografien, versehen mit liebevoll platzierten nautischen Symbolen. Natürlich findet sich auch Point Partageuse auf der Karte, ebenso wie Janus Rock. Ich habe ein wenig recherchiert und habe festgestellt, dass die im Buch bezeichneten Orte inklusive der Leuchtturminsel der Phantasie der Autorin entspringt. Sie ließ sich von einem Punkt mitten im Meer inspirieren, wo das warme Wasser des indischen Ozeans auf das eiskalte Südpolarmeer trifft – wiederum einer der Kontrastpunkte, welche sich durch den gesamten Roman ziehen. Dieses Buch versprüht ein emotionales Feuerwerk. Wenn ich es von seiner Gefühlsintenstität mit anderen Vertretern dieses Genres vergleichen möchte, dann am ehesten mit Jojo Moyes »Ein ganzes halbes Jahr« aus dem Rowohlt Verlag. Ich habe mindestens ebenso oft zum Taschentuch gegriffen wie bei der rührenden Geschichte um Lou & Will. Das Thema “Licht und Dunkel, Sicherheit und Gefahr” zieht sich durch die Story wie ein roter Faden. Frau Stedman schreibt gefühlvoll und eloquent, tiefgründig und so bildhaft, dass ich das Rauschen der Wellen höre, das Salz in der Luft schmecke und die Tränen der Protagonisten auf meinen eigenen Wangen spüren kann. Mehr als einmal sank das Buch auf meine Knie, ich musste es auf mich wirken lassen. Es ist ein großartiges Debüt einer australischen Autorin, von der wir mit Sicherheit noch hören werden, wenn sie diese kraftvolle Art, ihre Ideen in Worte zu fassen, beibehalten kann. 448 Seiten lang war ich wie gefangen in diesem Roman, ich las und las, ich war Teil dieser Geschichte. Ich litt mit Izzy und Tom, ich verfluchte manches Mal das schwere Schicksal, das die beiden ertragen mussten und manches Mal erkannte ich die eine oder andere Parallele zu meinen eigenen Entscheidungen. Doch nicht nur die emotionale Tiefe ist brillant, auch der Schauplatz der Geschichte zog mich magisch an. Ich gestehe, ich bin ein Fan dieses fernen Kontinents. Ich lese Bücher über Australien, von den Aborigines bis zur Flora & Fauna, sehe mir Dokumentationen zur Geschichte Down Unders an und sauge alle Informationen, welche mit diesem faszinierenden Stückchen Erde zu tun haben, in mir auf. Nicht jedes Buch, welches Australien als Handlungsschauplatz wählt, lese ich auch automatisch. »Das Licht zwischen den Meeren« erweckte nicht nur ob der Kulisse, sondern hauptsächlich aufgrund des wirklich höchst interessanten Klappentextes meine Aufmerksamkeit. Eine Lebensgeschichte in all seinen Facetten, gebeutelt vom Schicksal, an einem Ort spielend, wo zwei so gegensätzliche Elemente mit all ihrer Kraft aufeinander prallen, ein Fels in der Brandung, der für Orientierung sorgt und doch bietet er seinen Bewohnern nur begrenzt Schutz und Ruhe. Dieses Bild taucht immer wieder auf: der Leuchtturm, der zwischen zwei Ozeanen steht, der Name eines Gottes für diese Insel, der zwei Gesichter hat, welche in verschiedene Richtungen blicken – der Turm, der einen Blick aufs Meer gewährt und in Richtung Land blicken lässt, wo die Gefahr, entdeckt zu werden lauert; ein Ort, der doch gleichzeitig Heimat für zwei Menschen ist, die sich gefunden haben, einander lieben und deren Liebe auf eine harte Probe gestellt wird, einzig und allein aufgrund einer Entscheidung. Jedes Handeln hat seine Konsequenzen, nicht nur für den Agierenden selbst, sondern auch für sein Umfeld. M. L. Stedman schafft ein so lebendiges Portrait von Personen, Orten und Gefühlen, dass ich mich der Story unmöglich entziehen konnte und das Buch allerhöchstens aus der Hand legte, wenn die Augen schon vor Müdigkeit zufielen. Sie zeichnet den Zwiespalt der Gefühle, das Toben im Herzen und die emotionale Macht von Entscheidungen so gefühlvoll und intensiv, wie ich es schon länger nicht mehr erleben durfte. Sie spielt mit Perspektivenwechsel, springt in die Vergangenheit, um uns die Charaktere vorstellen zu können und fokussiert ihr Buch auf Werte wie Moral, Ehrlichkeit, Treue und die wahre, tiefempfundene, alles überdauernde Liebe. Tom und Isobel haben ihre Ecken und Kanten, sie sind nicht perfekt und gerade das macht die beiden so interessant und glaubwürdig. Wenn ich eines nicht mag, sind es aufgesetzte Charaktere, die kein Identifikationspotential bieten. Die sprachliche Eloquenz begeisterte mich, diese metaphorisch durchwirkte Handlung faszinierte mich und das hielt bis zur allerletzten Seite an. Es war mal wieder einer dieser Romane, den man wehmütig zuklappt. Ein Roman, der mir die Tränen der Rührung in die Augen schießen ließ. Ein Roman, dessen Ende ehrlich war, das Gesamtbild formvollendet abrundete und mich mit dem Gefühl zurückließ, dass alles, so wie es geschehen ist, seine Richtigkeit hat. Allein schon aus diesem Grund liebe ich dieses Buch einfach. »Das Licht zwischen den Meeren« muss man selbst erlebt haben, deswegen verrate ich auch abseits der kurzen Inhaltsbeschreibung nichts. Lest diesen Roman, begebt euch auf diese emotionale Reise mit Tom und Isabel und berichtet mir, ob es euch auch so mitreißen konnte. Wie hättet ihr gehandelt? Mein Fazit: Eine sehr gefühlvolle und atmosphärische Geschichte, getragen von zwei so aussagekräftigen, wirklichkeitsgetreuen Figuren, die sich lieben und die wohl schwerste Prüfung ihres Lebens ablegen müssen – eine Geschichte, so lebendig und intensiv. einfach so menschlich und abgerundet durch ein Ende, das besser, authentischer und wahrhaftiger nicht sein könnte. Eine Geschichte, die Spuren in der Seele hinterlassen hat und absolut zu empfehlen ist, wenn man Lust auf ein tiefgreifende, berührendes Literatur hat, die das Herz zum Klopfen bringt und tief in die Seele blicken lässt.

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