Leserstimmen zu
Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman

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Mitreißend, sehr bewegend

Von: Brigitte aus Bremen

09.05.2019

Ein Buch das ich nicht aus der Hand legen konnte und mich sehr bewegt hat

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„Das Licht zwischen den Meeren“ von M.L. Stedman, ein Roman, habe ich in der Buchhandlung nur wegen des schönen Covers in die Hand genommen. Doch dann hat mich der Klappentext neugierig gemacht und ich habe kurz in das Buch reingelesen – und war überzeugt. Ich musste es einfach kaufen. Klappentext: " Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat … " Die Liebesgeschichte zwischen Tom, dem Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock, und seiner Frau, Isabel, ist etwas ganz besonderes. Sie beginnt mit einem Knall und geht sanft und zart weiter. Sie wächst, so sehr, dass Isabel und Tom heiraten, sie zu Tom auf die Insel zieht und gemeinsam mit ihm, fernab von allen anderen Menschen, ein Leben als Leuchtturmwärtergattin führt. Das Buch hat drei Teile, jeder beschreibt einen anderen Lebensabschnitt von Tom und Isabel. Zu Beginn begleitet man die beiden Protagonisten bei deren Kennenlernen und lernt diese so selbst kennen. Es ist ein entspanntes, ruhiges Leben auf der Insel, das nur durch eine rauhe See ein bisschen aus den Fugen geraten kann – dann ist das einzig Wichtige nämlich, dass der Leuchtturm funktioniert und kein Schiff in Seenot gerät. Doch der zweite und dritte Teil des Buches bleiben nicht so sanft und unbeschwert. Es passiert ein Unglück, dass das Leben von Tom und Isabel gehörig auf den Kopf stellen wird… Ich bin wirklich ganz begeistert von dem Buch. Der Schreibstil von M.L. Stedman hat mich sofort gefesselt, sodass es mir schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Sie beschreibt ihre Charaktere mit so viel Liebe und Detailreichtum, dass es wirklich sehr leicht fällt, sich in diese hineinzuversetzen und mitzufühlen, was sie bewegt. Eine wunderschöne Geschichte, voller unerwarteter Ereignisse und mit ganz viel Gefühl. Wenn du nicht zu kitschige Liebesgeschichten magst und gerne mit den Protagonisten mitfieberst, dann kann ich dir nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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Kurzbeschreibung Die Liebe fordert alles. Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat … (Quelle: Blanvalet Verlag) Meine Meinung „The Light Between Oceans: Das Licht zwischen den Meeren“ stammt von der Autorin M. L. Stedman. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier vom Klappentext sehr angesprochen. Neugierig habe ich mich also ans Lesen gemacht. Tom mochte ich von Anfang an wirklich sehr. Er ist nach dem Krieg eher zu einem Einsiedler geworden. Er lebt auf einer Insel, arbeitet dort als Leuchtturmwärter. Als er Isabel kennenlernt und sie letztlich mit auf seine Insel nimmt scheint etwas Leben in die Tristheit zu kommen. Er versucht auch immer das richtige zu tun. Isabel mochte ich auch. Sie liebt Tom, das merkt man. Nur leider ist ihnen ein Kind nicht gegönnt, denn Isabel erleidet mehrere Fehlgeburten. Ich konnte auch nachvollziehen, dass sie die Chance endlich Mutter zu sein ergriff als sie da war. Die Nebenfiguren, wie beispielswiese Hannah, die immer daran geglaubt hat, dass ihre Tochter noch lebt, sin der Autorin wirklich gelungen. Ich konnte sie mir gut vorstellen und die Handlungen sind nachvollziehbar. Der Schreibstil der Autorin ist sehr ergreifend und lässt sich angenehm flüssig lesen. Zu Anfang wirkte er aber auf mich sehr detailliert, was sich nach ein paar Seiten aber gegeben hat. Die Gefühle und Emotionen konnte ich hier sehr gut nachvollziehen. Die Handlung hat mich mitgenommen. Das Thema Kinderwunsch ist hier sehr zentral und es dreht sich sehr viel darum. Ich fand es interessant zu lesen wie Tom und Isabel sich ein Leben mit einem fremden Kind aufbauen, wie sie quasi abgeschottet auf ihrer Insel leben. Das Geschehen zeigt aber auch wie sich ein Mensch verändert, wenn er einen Wunsch hat, der sich nicht erfüllen möchte. Es sind letztlich sehr traurige Schicksale, die hier zu einem Ganzen arrangiert wurden und die den Leser sehr bewegen. Das Ende ist sehr traurig und ergreifend. Es regt zum Nachdenken an, ist aber durchaus auch irgendwie frustrierend. Bei mir hat dieser Schluss noch einige Zeit nachgehallt. Fazit Insgesamt gesehen ist „The Light Between Oceans: Das Licht zwischen den Meeren“ von M. L. Stedman ein Debütroman, der mich nachdenklich gestimmt hat. Gut gezeichnete Charaktere, ein gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die emotional aber auch spannend gehalten ist, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert und mich überzeugt. Absolut lesenswert!

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Es handelt sich um den Roman "Das Licht zwischen den Meeren" oder auch auf Englisch "The Light between the Oceans" von der australischen Autorin M.L. Stedman. Der Roman wurde auch verfilmt und läuft mit Michael Fassbender, Alicia Vikander und Rachel Weisz in den Hauptrollen derzeit noch im Kino. Das sagt der Rückentext: Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat … Das sage ich: Dieses Buch hat mich geschafft. Nachdem ich im Vorfeld schon auf einigen Plattformen schon den Trailer gesehen hatte, dachte ich, dass es für mich immer besser ist, erst das Buch zu lesen und dann den Film zu schauen. Hat ja auch bei anderen Filmen mit Romanvorlagen geklappt. Aber irgendwie wollte ich nicht so wirklich in den Flow dieses Buches reinkommen, musste es zeitweise weglegen, um es dann noch mal zu versuchen. Aber irgendwie klappte es auch dann nicht. Ich habe wirklich lange gebraucht, um mich in dieses Buch hinein zuleben. Mich ihm hinzugeben. So wie es auch bei anderen Büchern klappt. Vielleicht lag es an der Detailverliebtheit der Autorin, die die Umgebung und Atmosphäre auf Janus Rock und in der Beziehung zwischen Izzy und Tom beschrieb, die mir nicht gefiel. Obwohl mir ein solches Leben auf einer einsamen Insel als Leuchtturmwärterfamilie vielleicht persönlich doch gefallen würde. Mein Herz sprang förmlich als sie dieses verlassene Bündel Menschlein in dem Ruderboot fanden. Natürlich konnte ich mich ab dem Zeitpunkt in Izzy hineinversetzen und auch in ihren Wunsch der kleinen Lucy eine gute Mutter zu sein, was nach einer langen Zeit der Rückschläge und dem unerfüllten Kinderwunsch, nicht leicht für sie gewesen ist. Sie nahm das Kind wie ihr eigenes an, in der Hoffnung, dass es niemals rauskommt, dass die kleine Lucy vielleicht dort auf dem Festland doch noch eine Mutter hat. Aber wie weit geht Tom um Lucy ihrer wahren Bestimmung zu überlassen und nimmt der Isabel einen Teil ihres Lebens, nur damit er ein reines Gewissen haben kann? Was als romantischer Liebesroman begann, endet in einem Thriller. Da dieses Buch und ich zu Anfang sehr große Differenzen hatten, gebe ich diesem Buch nur 3 von 5 Sternen.

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Ich konnte mich anfangs nicht wirklich in die Geschichte einfühlen, da mir der Schreibstil viel zu sehr ins Detail ging. Manche mögen das, wenn man alles bis ins kleinste Detail beschreibt und jeden Schritt dokumentiert, ich bin leider nicht so ein Freund davon. Tom, der nach dem Krieg ein wenig zum Einsiedler geworden ist, war mir von Beginn an sympathisch. Die Chemie zwischen ihm und der lebenslustigen Izzy hat sofort gestimmt und sie brachte etwas Leben auf die Insel. Durch den unerfüllten Kinderwunsch, wurde Izzy jedoch immer mehr verbittert und so ergriff sie sofort die Chance auf ein Muttersein, als sich ihr die Gelegenheit dazu bot. Mir tat Tom leid, der einerseits das Richtige tun, aber andererseits seine Frau glücklich sehen wollte. Wenn man so überlegt, was man wohl selber in dieser Situation getan hätte, kommt man nicht so schnell zu einer Antwort, wenn überhaupt. Wahrscheinlich kann man es auch überhaupt nicht nachvollziehen, da es ja doch etwas ganz anderes ist, wenn man wie Isabel auf einer verlassenen Insel lebt und abgeschieden von allem sein eigenes Leben führt. Wieder am Land musste es doch so kommen, dass sich das Lügengerüst, dass die Beiden sich im Laufe der Zeit aufgebaut haben, einstürzt. In all der Zeit tat mir Tom leid, da er zu jedem Zeitpunkt seine Frau schützen wollte, sie dagegen aber nur ihr eigenes Leid sah – den Verlust „ihrer“ Tochter. Dieser Roman ist tiefgreifend, herzzerreißend und nicht so leicht zu verdauen. Man stellt sich einfach unentwegt die Frage: „Wie würde ich selber handeln?“. Man schlägt sich auf die Seite der leiblichen Mutter, dann doch wieder auf die Seite von Isabel. Es ist ein einziges hin und her. Auch nach dem Beenden des Buches habe ich mich für kein „Richtig“ entschieden, finde aber, dass das Buch ein super tolles Ende hat und man beim Lesen immer wieder mal zu den Taschentüchern greifen muss. FAZIT: Für mich war das Buch – zu diesem Zeitpunkt – leider nicht das Richtige, da ich „leichte“ Bücher bei denen ich abschalten kann, bevorzuge. Trotzdem ist die Handlung sensationell und auch deshalb ist mir dieses Buch sofort ins Auge gestochen. Auch wenn es als Buch in der Form nichts für mich gewesen ist, werde ich mir den Film dazu auf jeden Fall ansehen! (Mit gaaaanz vielen Taschentüchern!) Ich kann dieses Buch allen herzlich empfehlen, die nicht nur seichte Liebesromane lesen wollen!!

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INHALT: Australien 1920: Tom nimmt als Kriegsveteran einen Job als Leuchtturmwärter an, um Ruhe für seine geschundene Seele zu finden. Isabel sucht in der Nachkriegszeit einen Mann, der in der Lage ist, eine Familie mit ihr zu gründen. Nach einigen Besuchen, heiraten die beiden und versuchen in der Abgeschiedenheit auf Janus eine Familie zu gründen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Izzy erleidet eine Fehlgeburt nach der anderen und so ist die Gefühlswelt der beiden in heller Aufruhr als eines Tages ein Boot mit einer männlichen Leiche und einem gesunden Baby strandet. Sie behalten das Baby und Jahre später wird ihre Entscheidung auf eine harte Probe gestellt, denn sie erfahren, dass diese Entscheidung ein anderes Leben zerstört hat. FAZIT: Ich habe das Buch schon lange bei mir liegen und habe es nie gelesen. Ich war vom alten Cover bezaubert und hatte dennoch das Gefühl, dass es der falsche Moment war. Als ich nun die Kinovorschau mit dem wundervollen Meer und dem Leuchtturm sah, wusste ich jetzt oder nie.... Das Buch ist ein ruhiges Buch. Ich empfand das Lesen als sehr ruhig und entspannend. Der Erzählstil hat mich auch sehr an die beruhigende Wirkung des Meeres erinnert. Auch die Schilderungen von Janus und dem Leuchtturm empfand ich als sehr gelungen und wunderschön und ich liebe das Meer wirklich! Der Leidensweg von Tom und Izzy und ihren familiären Erfahrungen verdeutlicht die Emotionen und lässt einen als junge Mutter selbst grübeln. Ich denke, dass dieses Buch nicht für Leserinnen geeignet ist, die vergeblich versuchen schwanger zu werden oder die bereits ein Kind verloren haben! Das Buch ist diesbezüglich wirklich schonungslos. Wie würde man selbst entscheiden und was passiert mit dem Kind, wenn es nicht bei der richtigen Mutter aufwächst? Was ist vererbbar und was ist anerzogen? Obwohl es kein "actionreiches" Buch ist, habe ich mich auf keiner Seite der 448 Seiten gelangweilt. Volle Punktzahl für die Hommage an die Familie, das Meer, das Leben und die Liebe. Außerhalb der Buchbewertung möchte ich Euch noch die Verfilmung ans Herz legen. Ein gelungener Film mit wunderbaren Schauspielern, stimmungsvoller Musik und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2016/09/m-l-stedman-das-licht-zwischen-den.html

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Tom kehrt 1918 aus dem Krieg zurück und startet - traumatisiert von den Kriegserlebnissen - einen Neuanfang als Leuchtturmwärter. Bei einem Landgang in Partageuse lernt er die junge Isabel kennen. Sie verliebt sich in ihn und ist bereit, ihr Leben in der Kleinstadt Australiens und ihre Familie aufzugeben, um mit Tom nach Janus Rock, eine 150 km entfernt liegende Insel, in die Einsamkeit zu ziehen. Auf der Insel erleidet Isabel mehrere Fehlgeburten. Das letzte Kind kann sie im siebten Monat nur tot zur Welt bringen. Voller Trauer, und da sie sich für ihr Versagen als werdende Mutter schämt, bittet sie Tom, noch niemandem davon zu erzählen. Zwei Wochen später strandet ein Boot mit einem toten Mann und einem Säugling auf Janus Rock. Isabel interpretiert dies als Schicksal und möchte das Findelkind bei sich aufnehmen. Tom lehnt dies ab, schließlich warte irgendwo sicher eine Mutter auf ihr Baby und möchte den Vorfall sofort melden. Als er jedoch sieht, wie Isabel mit dem Kind, das sie bereits Lucy nennt, aufblüht, lässt er sich trotz schlechtem Gewissens erweichen und die beiden geben vor, dass das Mädchen ihr Kind ist. Als sie nach mehreren Monaten der Abgeschiedenheit zu einem Urlaub an Land gehen, erfahren sie die Hintergründe zu dem gestrandeten Boot und von der trauernden Ehefrau und Mutter Hannah. Tom kann mit dem Fehler der Vergangenheit nicht leben und versucht weiterhin, Isabel zu überzeugen, das Kind der leiblichen Mutter zu übergeben und trifft dann allein eine für alle folgenschwere Entscheidung. Hannah, die nie an den Tod ihrer Tochter glaubte, erfährt, dass ihre Tochter Grace am Leben ist. Tom nimmt die Alleinschuld auf sich und wird inhaftiert. Um seine Ehefrau zu schützen, nimmt er selbst die Todesstrafe wegen des angeblichen Mords an Hannahs Ehemann in Kauf. Isabel ist am Boden zerstört, als ihr Lucy entrissen wird und diese als Grace bei einer ihr völlig fremden Mutter aufwachsen soll. Das kleine Mädchen ist völlig verstört, Hannah verzweifelt, weil Grace sie ablehnt und Isabel hadert mit ihrem ungerechten Schicksal und hat regelrechte Rachegelüste Tom gegenüber, der sie in ihren Augen verraten hat. Der Roman schildert sehr eindringlich, wie abgeschieden Tom und Isabel auf Janus Rock leben und sich dort eine eigene Welt erschaffen, auf der sie unbeobachtet mit einem fremden Kind leben. Die Gewissensbisse von Tom sind zwar allgegenwärtig, aber aus Liebe zu der früher so lebenslustigen Izzy, die sich für ihn für ein derart einsames Leben auf einer Insel nur mit Leuchtturm und ohne andere Menschen entschieden hat, schweigt er jedoch. Isabel dagegen sieht die Situation als von Gott gegeben an und blendet die andere Welt koplett aus. Eine falsche Entscheidung hat für alle Beteiligten eine Tragödie hervorgerufen. "Das Licht zwischen den Meeren" ist ein gefühlsbetonter Roman, der einige traurige Einzelschicksale schildert. Angefangen vom Kriegsveteran über trauernde Mütter und Väter nach dem Krieg, Fehlgeburten und dem andauernden Hass auf die Deutschen. Auch wenn das Handeln von Tom und Isabel falsch ist, ist es zumindest nachvollziehbar. Sowohl ihr Schicksal als auch das von Hannah bewegen, auch wenn der dritte Teil des Buches um die Rückkehr von Lucy-Grace sich in die Länge zog und ich den Eindruck hatte, dass sich die Geschichte im Kreis dreht. Dennoch: Eine wirklich herzzerreißende Geschichte, die mich bis zum Ende, das dann zum Glück frei von Kitsch war, gut unterhalten hat.

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Rührt zu Tränen

Von: Isbel

26.06.2016

Ich habe die gebundene Ausgabe vom Limes Verlag gelesen und dort stand auf dem Umschlag ein Zitat von der New York Times: "Machen Sie sich auf Tränen gefasst." Das kann ich nur so unterschreiben. Auf den letzten Seiten liefen bei mir die Tränen. Und das schafft nur eine Geschichte, die mir ans Herz geht. Es geht um Entscheidungen und wie man mit den Folgen umgeht. Es geht um die Frage, was das Richtige und was das Falsche ist. Es handelt von der bedingungslosen Lieben zwischen Mutter und Tocher. Von der Liebe eines gebrochenen Mannes zu der Frau, die ihm Hoffnung auf Glück schenkte. Die Charaktere waren alle so gut ausgearbeitet und schlichen sich in mein Herz. Da war Tom, der nach seinen Erlebnissen im ersten Weltkrieg die Abgeschiedenheit auf Janus Rock sucht, und der nicht ganz glauben kann, dass er die Liebe und das Glück mit seiner Frau verdient. Isabel, die Tom liebt und nach drei Fehlgeburten sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind. Hannah, die ihren Mann und ihr Baby verliert und die den Schmerz kaum ertragen kann. Lucy, die in ihrem Alter gar nicht verstehen kann, warum die Erwachsenen handeln wie sie handeln. Dann noch die ganzen Nebenfiguren Sergeant Knuckey, Ralph, Billy, Violet,...... Ich kann gar nicht alle aufzählen. Tom war mein Liebling. Er will auf der einen Seite die Regeln und Gesetze einhalten, auf der anderen Seite liebt er seine Frau über alles und will verhindern, dass sie an der letzten Fehlgeburt zerbricht. Die Entscheidung, die er letztendlich triftt als das Boot mit dem Baby auf Janus strandet, nagt an seinem Gewissen. Der Mann tat mir so leid. Isabel und Hannah, beides Mütter, die alles für ihr Kind tun würden. Ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich mich nicht mehr für eine Seite entscheiden konnte. Ich habe einfach mit beiden mitgelitten und mich dann nur noch gefragt, was für Lucy das beste wäre. Obwohl diese Frage auch nicht leicht zu beantworten ist. Isabel ging mir allerdings zwischendurch immer mal wieder auf die Nerven. Auf der einen Seite konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen, auf der anderen Seite dachte ich mir: "Sei nicht so egoistisch. Überlege mal, was dein Mann da für dich tut." Obwohl ich Tom auch gerne mal geschüttelt hätte. Zum Schluss flossen bei mir die Tränen. Ich wusste am Ende selbst nicht mehr, was jetzt die richtige Entscheidung wäre. Ständig sprangen meine Sympathien von einem zum anderen. Die Vernunft sagt das, das Herz sagt was anderes. Im Laufe der Geschichte waren sich beide auch mal einig. Das Ende der Geschichte fühlte sich aber richtig an und demnach konnte ich das Buch zufrieden zu klappen, auch wenn ich über so einige Fragen noch nachdenken muss. Der Schreibstil ist sehr schön. Die Gefühle der Personen wurden durch ihn sehr gut übertragen und die Beschreibungen der Landschaften sind nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich konnte mir die Landschaften und die Atmosphäre sehr gut vorstellen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ich bin nirgendwo über Satzkonstruktionen gestolpert.

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