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Levi Henriksen: Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen

Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen Blick ins Buch

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74470-1

Erschienen: 10.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die man gelesen haben sollte

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 22.03.2016

derachentaler.de

Mikael, nach eigener Aussage Weltmeister im Verlieren von Leuten, stammt aus einer Familie die eher nach Instinkt und Vorahnung navigiert als nach Logik und Wissen. Die erste einschneidende Veränderung in seinem Leben ist die Erblindung seiner Mutter, zu der er seit dem Unfall ein ganz besonderes Verhältnis hat. Aufgrund einer Fehlentscheidung seines Vaters, bricht das ohnehin problematische Verhältnis zu seinem älteren Bruder, dass ihn mehr belastet als er sich eingestehen will, ganz auseinander und er zieht sich mehr und mehr in seine eigene Welt zurück.
Später als er glaubt, das große Glück gefunden zu haben, trifft ihn ein weiterer Schicksalsschlag, der dazu führt, dass er immer mehr zu einem in sich gekehrten Einzelgänger wird. Erst als er beginnt sich für Daniela, die uneheliche Tochter seines Bruders verantwortlich zu fühlen, scheint sein Leben langsam wieder einen Sinn zu bekommen. Etwa zur gleichen Zeit trifft er Kristine und in ihm keimt die Hoffnung, langsam mit der Vergangenheit abschließen zu können. Allmählich fängt er an zu begreifen, dass er sich nicht weiter treiben lassen kann und sich endlich entscheiden muss.

Fazit
Der Roman besticht durch seinen lockeren Schreibstil und eine sehr bildhafte Sprache, die einen mitten in die Natur eines skandinavischen Dorfes versetzt. Wunderbar einfühlsam beschreibt Henriksen das Erwachsenwerden eines jungen Mannes, mit all seinen Höhen und Tiefen, dass trotz aller Tragik sehr amüsant zu lesen ist.

Lesen!

Von: Kaoskoch Datum : 07.09.2015

hamburgerarroganz.blogspot.de/

Mikael Hildonen ist Anfang 30, lebt mit seinen Eltern und seiner Nichte auf einem Waldgrundstück in einem kleinen norwegischen Ort an der schwedischen Grenze und arbeitet für einen Hauspflegedienst. Im Großen und Ganzen verläuft sein Leben ruhig.

Dann aber wird seine 13jährige Nichte vom Jugendamt abgeholt und in eine Pflegefamilie gebracht, weil man glaubt, sie sei bei Großeltern und Onkel nicht gut aufgehoben, nachdem ihre Mutter starb. Der leibliche Vater, Mikaels Bruder, interessiert sich nicht für das Kind, das einem One Night Stand entsprang.

Mikael setzt mit seinen Eltern alles daran, seine Nichte zurück in die Familie zu holen. Im Laufe des Romans erkennt er auch, dass es sich nicht nur lohnt, um seine Nichte zu kämpfen, sondern auch um seine Kollegin Kristine - und um sich selbst. Zu allem Überfluss stehen auch noch vier rabiate Schuldeneintreiber vor seiner Tür.

Plötzlich lastet ganz schön viel auf Mikaels Schultern. Er erkennt, dass es besser ist, sich der Vergangenheit zu stellen, so schmerzhaft sie auch sein mag, um eine Zukunft zu haben.

Bei der Auswahl dieses Buches ging ich nach dem Titel, der so wunderbar skurril ist und sich wie folgt erklärt: "Die anderen Leute im Dorf blätterten gern in morschen Familienbibeln, wenn sie über ihre Herkunft sprachen. Bei Familie Hildonen gab es keine solchen Bücher, dafür hingen an der Scheunenwand die Sägen und Äxte seiner Vorfahren, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichten."

"Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen" von Levi Henriksen ist ein schräger Familienroman mit sympathischen Protagonisten. Henriksen schreibt flüssig, die Geschichte ist mitreißend, kurz: Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen!

Fazit: "Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen" ist eine wunderbare Lektüre für faule Urlaubstage oder lange Herbst- und Winterabende. Unbedingt lesen!

Skurriler Lesespaß

Von: Sabine Engel Datum : 07.09.2015

hamburgerarroganz.blogspot.de/

Mikael Hildonen ist Anfang 30, lebt mit seinen Eltern und seiner Nichte auf einem Waldgrundstück in einem kleinen norwegischen Ort an der schwedischen Grenze und arbeitet für einen Hauspflegedienst. Im Großen und Ganzen verläuft sein Leben ruhig.

Dann aber wird seine 13jährige Nichte vom Jugendamt abgeholt und in eine Pflegefamilie gebracht, weil man glaubt, sie sei bei Großeltern und Onkel nicht gut aufgehoben, nachdem ihre Mutter starb. Der leibliche Vater, Mikaels Bruder, interessiert sich nicht für das Kind, das einem One Night Stand entsprang.

Mikael setzt mit seinen Eltern alles daran, seine Nichte zurück in die Familie zu holen. Im Laufe des Romans erkennt er auch, dass es sich nicht nur lohnt, um seine Nichte zu kämpfen, sondern auch um seine Kollegin Kristine - und um sich selbst. Zu allem Überfluss stehen auch noch vier rabiate Schuldeneintreiber vor seiner Tür.

Plötzlich lastet ganz schön viel auf Mikaels Schultern. Er erkennt, dass es besser ist, sich der Vergangenheit zu stellen, so schmerzhaft sie auch sein mag, um eine Zukunft zu haben.

Bei der Auswahl dieses Buches ging ich nach dem Titel, der so wunderbar skurril ist und sich wie folgt erklärt: "Die anderen Leute im Dorf blätterten gern in morschen Familienbibeln, wenn sie über ihre Herkunft sprachen. Bei Familie Hildonen gab es keine solchen Bücher, dafür hingen an der Scheunenwand die Sägen und Äxte seiner Vorfahren, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichten."

"Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen" von Levi Henriksen ist ein schräger Familienroman mit sympathischen Protagonisten. Henriksen schreibt flüssig, die Geschichte ist mitreißend, kurz: Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen!

Fazit: "Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen" ist eine wunderbare Lektüre für faule Urlaubstage oder lange Herbst- und Winterabende. Unbedingt lesen!

Ein schräger Roman aus den norwegischen Wäldern - gerne gelesen!

Von: Leezenland Datum : 01.06.2015

leezenland.blogspot.de

"Die Geschichte meiner Familie in Äxten und Sägen", geschrieben von dem Norweger Levi Henriksen, erzählt die Geschichte von Mikael Hildonen, Anfang 30, der mit seinen Eltern auf einem kleinen Hof an der schwedischen Grenze lebt. Seine Familie, zu der auch sein Bruder Ruben gehört, ist bodenständig und naturverbunden. "Die Nachfahren der anderen alten Sippen im Dorf blätterten gern in morschen Familienbibeln und zogen vergilbte alte Dokumente hervor, wenn sie über ihre Geschichte und ihre Herkunft sprachen. Bei Familie Hildonen gab es keine solchen Bücher, dafür hingen an der Scheunenwand einige Sägen und Äxte, die die Vorfahren im 17. Jahrhundert aus Savolax mitgebracht hatten" (S. 32). Mikael hatte bislang nicht viel Glück in seinem Leben; er hält sich selbst für einen "Weltmeister im Verlieren von Leuten" (S. 20). Dann bringen jedoch gleich drei Entwicklungen sein Leben gehörig durcheinander: In der Hoffnung auf ein besseres Leben verschuldet er sich und hat fortan unangenehme Geldeintreiber im Nacken, seine Nichte wird in eine Pflegefamilie gesteckt und die Familie möchte, dass sie zukünftig bei sich auf dem Hof wohnt und zudem kreuzt eine junge Frau seinen Weg, die seine Hilfe braucht.
Die "schräge Familiensaga", so die Beschreibung des Verlags, hat mich zugegebenermaßen nicht im ersten Anlauf, dann aber doch im zweiten schnell gepackt. Dazu tragen zunächst die interessant gezeichneten Hauptfiguren bei. Neben Mikael selbst gefiel mir insbesondere die Figur seiner blinden Mutter, die trotz ihrer Behinderung Traktor fährt, Wände anstreicht, und eine Art sechsten Sinn zu haben scheint. Die Geschichte selbst dreht sich zunehmend um die spannende moralische Frage: "Wie viele falsche Dinge würdest du tun, um etwas wiedergutzumachen?" (S. 120). Bei seinen Bemühungen, das vermeintlich Richtige zu tun, gerät Mikael in Schlägereien, raubt beinahe eine Tankstelle und eine Bank aus und verübt Einbrüche, mal mehr, mal weniger erfolgreich. So nimmt die Geschichte einige Wendungen, bis hin zu einem - im wahrsten Sinne des Wortes - stürmischen Finale.
Der Titel des Buches gefiel mir übrigens sehr gut - leider aber nur, bis ich das Buch gelesen hatte. Da die Natur, ihre Phänomene, Auswirkungen und Beobachtungen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen, hätte ich im Nachhinein einen Titel aus dem meteorologischen Bereich passender gefunden, wie es wohl auch im Original der Fall war. Besonders gut kann man dieses Buch daher vermutlich auch an einem Platz lesen, wo man die Bäume rauschen und die Wolken sehen kann. Die Atmosphäre der norwegischen Wälder, interessante Personen und eine schräge Geschichte, zudem ein für meinen Geschmack hübsches Cover - das sind gute Zutaten für einen Roman aus Skandinavien, den ich gerne gelesen habe.