Leserstimmen zu
Bitterholz

James Maxey

Die Herrschaft der Drachen (1)

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Kommentar: Die Drachen haben hier eine Gesellschaftsform ähnlich die der Menschen. Sonnendrachen sind die regierende Spezies. Himmeldrachen sind eher Forscher und Biologen und sie sind Vorsteher der Bibliotheken und Hüter des Wissens. Ihnen alleine ist bekannt, dass die Drachen nicht immer die herrschende Rasse waren und sie kennen den wahren Ursprung der Drachen. Erddrachen sind an den Boden gebunden und werden hauptsächlich als Soldaten eingesetzt oder als Hilfsarbeiter. Die Menschen besitzen nichts. Sie verwalten das Land der Drachen als eine Art Pächter und müssen für den Ertrag, den sie erzielen, hohe Steuern zahlen. Sie leben in Armut und Elend und haben nur als Schätzchen eines Drachen die Chance, etwas Wohlstand und Wissen zu erlangen. Jandra wurde als kleines Mädchen von dem Drachen Vendevorex in die Obhut genommen. Ihre Eltern wurden bei einem Überfall getötet und nun lebt sie im Palast des Königs und lernt von Vendevorex einiges über Zauberei. Die Menschen und ihre Gedanken und Gefühle sind ihr fremd, sie fühlt sich den Drachen mehr verbunden. Als Albekizan beginnt seinen Plan umzusetzen, muss sie sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Das Buch gehört eindeutig in die Kategorie Fantasy doch beinhaltet es auch einen kleinen Teil SF, der in Band zwei dann mehr Raum einnimmt. Die Menschheit meint, zu den Sternen greifen zu müssen und erkennt nicht, dass die Natur Gesetzen unterliegt. In ihrer Gier, ihren Anmaßung, ihrer Überheblichkeit und in ihrer grenzlosen Neugier überschreiten sie alle Grenzen und das führt zu ihrem Untergang. Nur Bant Bitterholz, Jandra und Vendovorex haben eine Vorstellung davon, dass die Menschheit nicht immer in Armut und Elend gelebt hat. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man kann den Hass von Bant Bitterholz nachvollziehen. Er hatte alles und war ein glücklicher und gläubiger Mensch. Durch den Verlust seiner Familie verlor er auch seinen Glauben, jetzt lebt er nur noch für die Rache. Jandra lebt seit ihrer Kindheit in einem Palast, die Ängste, Sehnsüchte, die Armut und das Elend der Menschen lernte sie nie kennen. Sie ist privilegiert aber trotzdem alleine, da kein Mensch ihr Leben teilt. Vendovorex hütet viele Geheimnisse, er ist eine ambivalente Figur, da er seine eigenen Vorteile und Ziele in den Vordergrund stellt und der Kampf der Menschheit für ihn eher zweitrangig ist. Fazit: Ich weiß, man soll das nicht sagen aber Band zwei wird noch besser. Ich liebe Drachen und wer Drachen liebt wird mit diesem Buch mehr als zufrieden sein. Ein schöne, spannende und innovative Trilogie die es schafft, die Spannung auch in Band zwei zu halten.

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Langweilig

Von: Buchdrache

18.12.2017

Hin und wieder verschmelzen Fantasy und Science Fiction, was die spannendsten Mischungen ergeben kann. Auch James Maxey hat sich daran versucht: »Bitterholz« ist der Auftakt der »Herrschaft der Drachen«-Reihe, die die Geschichte des Drachentöters Bitterholz erzählt. Schon vor langer Zeit haben sich die Drachen als Herrscher über die Menschen aufgeschwungen und haben sie versklavt, um für ihre Tyrannen zu arbeiten. Doch nicht jeder hat den Kampf aufgegeben. Bitterholz ist ein legendärer Drachentöter, doch als er den Sohn des Königs tötet, schwört dieser bittere Rache. Sein Plan: Alle Menschen zu vernichten. Ein blutiges Massaker droht. Zugegeben, es wirkt schon etwas befremdlich, wenn Drachen von Nanobots reden und in Darwins Evolutionslehren lesen, um das Geheimnis des Lebens zu entdecken. Aber irgendwie ist gerade das cool. Wie schon der Klappentext des Buches verrät, spielt der Roman in einer fernen Zukunft. Lange ist nicht genau klar, woran sich das festmachen lässt, doch gegen Ende, ohne zu spoilern, werden viele scheinbar magische Dinge auf technische Weise geklärt, so auch die Herkunft der Drachen selbst. Das war in der Tat einer der größten Reize des Buches. Leider verblasst er beinahe gegenüber den Mängeln. Deren größer ist definitiv, dass der Leser es schwer hat, einen Draht zu den Charakteren aufzubauen. Bis zum Schluss waren Bitterholz‘ Motive nicht in allen Punkten klar. Was machte ihn zum Beispiel zu so einem erbitterten Drachentöter? Warum hat er mehr Hass auf sie als der Rest der Menschheit? Auch die Dialoge wirkten häufig steif und gekünstelt und nicht immer wie wirkliche Gespräche. Mit der Dramatik hat es auch nicht immer ganz geklappt und sie wirkte häufig aufgesetzt und überspitzt. Da sieht der Drachenkönig seinen von Bitterholz erlegten Sohn und schreit voller Schmerz und Hass Bitterholz‘ Namen in den Nachthimmel, um danach bittere Rache zu schwören. Das hat eher was von einem schlechten Film als wirklicher Dramatik. Ob das Buch eine Empfehlung ist? Schwer zu sagen. Mir gefiel vor allem gegen Ende der Science Fiction Teil, aber davor hat mich das Buch streckenweise sehr gelangweilt und es fehlte nicht viel und ich hätte es abgebrochen. Ich konnte einfach keinen Draht zu den Figuren finden und die Handlung plätscherte einfach so an mir vorbei.

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