Leserstimmen zu
Die Furcht des Weisen (1)

Patrick Rothfuss

Die Königsmörder-Chronik (2)

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Diese Geschichte ist einfach fesselnd. Ich habe bereits vor ein paar Jahren die Bücher gelesen aber Stefan Kaminski ist der Hammer. Er macht diese besondere Geschichte noch magischer als sie ohnehin schon ist! Das Sprechtempo ist sehr angenehm. Ich neige oft, dazu die Geschwindigkeit hoch zu drehen, aber das war hier nicht nötig! Besonders gut hat mit die Umsetzung der einzelnen Charaktere gefallen! Und ja.... es sind sehr viele, aber jeder einzelne hatte durch neue Stimmfarben und Tonlagen einen Wiedererkennungswert! Meisterleistung! Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist; bei den meisten Hörbüchern merkt man an welchen Stellen eine Pause bei den Aufnahmen gemacht wurde. Sei es durch eine frischere Aussprach oder eine minimale Änderung des Tempos. Bei diesem Hörbuch, konnte ich das bis jetzt noch kein eines Mal heraus hören! Mit Stefan Kaminski wurde diese ohnehin schon fantastische Geschichte nochmal aufgewertet und ich ziehe den Hut vor dieser Sprechleistung die seines Gleichen sucht!

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Aufmachung: Das Cover ist sehr ähnlich zu den anderen Covern der Reihe, was mir sehr gut gefällt. Es ist recht simpel gehalten, man sieht bloß den Titel in einem Kreis und unten einen Mann, der wohl Kvothe darstellen soll, vor einer Stadt stehen. Mir gefällt das Cover sehr gut. Meine Meinung: Puh, also ich habe für dieses Hörbuch echt Ewigkeiten gebraucht. Und das sage ich nicht nur so, das ist Tatsache. Mehrere Jahre (!) saß ich da jetzt dran. Das lag hauptsächlich daran, dass mich die fast 27h Lauflänge immer wieder abgeschreckt haben, weshalb ich lange Zeit einfach gar nicht gehört habe. Das macht natürlich viel Sinn, denn dann kommt man ja sehr gut voran…. Dazu kommt, dass die Geschichte gerade zu Beginn recht zäh ist, Rothfuss holt sehr aus. Das ist jedoch auf keinen Fall langweilig – und gehört bei Fantasy ja fast schon zum guten Ton; man möchte natürlich so viel wie möglich von der unbekannten Welt mitbekommen. Als Hörbuch hat sich das dann allerdings doch als ein wenig anstrengend herausgestellt. Die Furcht des Weisen (1) beginnt direkt im Anschluss zu Der Name des Windes, aber selbst, wenn es eine Weile her ist, dass man Teil 1 gehört hat, kommt man dennoch gut in die Geschichte. Das wichtigste wird ohnehin mehrfach angesprochen, aber an vieles erinnert man sich auch später noch. Wie auch in seinem Vorgänger passiert hier wieder unglaublich viel. Tatsächlich könnte man meiner Meinung nach Tag 2 noch ein weiteres Mal splitten, obwohl der Band in der deutschen Ausgabe schon einmal geteilt wurde. Inhaltlich gibt es eindeutig eine Stelle, an der es Sinn machen würde, da dort ein Einschnitt passiert. Auch von der Länge her würde es an dieser Stelle gut passen. Aber na ja, so tragisch ist es auch nicht, denn wenn man einmal in der Geschichte gefangen ist, ist es nur schwierig, wieder herauszukommen. Es gibt tatsächlich nicht sonderlich viel zu sagen, außer dass Die Furcht des Weisen (1) all das hat, was Fantasy haben sollte: Der Plot ist breit und aufregend, das Setting unbekannt, und es passieren viele tolle magische Dinge. Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten wird es von Kapitel zu Kapitel immer spannender. Kvothe erlebt viele gefährliche Situationen, in denen man mit ihm mitfiebert. Zwar muss er unterschiedliche Gefahren meistern, aber über alle seiner Prüfungen schwebt stets die Frage: Was hat es mit den Chandrian auf sich? Gemeinsam mit Kvothe erfährt man brotkrümelweise immer mehr über sie. Das bringt allerdings keine Klarheit in die ganze Situation, vielmehr eröffnen sich so nur neue Fragen, wodurch man am liebsten zum Ende vorspulen möchte, damit man die Antworten bekommt, aber man möchte auf der anderen Seite natürlich nichts verpassen. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger; ich empfehle unbedingt, den nächsten Band parat zu haben. Auch figurentechnisch steht Die Furcht des Weisen (1) anderen großen Fantasy-Sagen in nichts nach: Kvothe, der Protagonist, ist klug, aber noch sehr jung. Das vergisst man hin und wieder, da er sich (wohl auch aufgrund seiner Vergangenheit und seiner Fähigkeiten) oft reifer verhält, aber durch bestimmte Charaktereigenschaften wird dem Leser sein Alter immer wieder in Erinnerung gerufen. So ist Kvothe sehr leicht reizbar, was wohl an seiner Jugend und (trotz bisheriger Erlebnisse) fehlenden Erfahrung liegt. Sein Verhalten passt zu seinem Alter, was ihn zu einem sehr sympathischen, nachvollziehbaren Protagonisten macht. Er ist nicht fehlerlos, aber man hat Vertrauen darin, dass er es irgendwie aus jeder Situation schafft. Umso spannender wird es dann natürlich, wenn er etwas mal nicht schafft. An seiner Figur hat mir besonders der Kontrast zu seinem älteren Ich, das die ganze Geschichte dem Chronisten und Bast erzählt, gut gefallen. Man merkt einen eindeutigen Altersunterschied und eine Reife, die der jüngere Kvothe noch nicht hat. Man möchte erfahren, was er alles so erlebt hat. Auch die anderen Charaktere haben alle ihre Eigenarten und sind auf ihre Weise sympathisch oder eben nicht. Vor allem an Bast und Devi habe ich Gefallen gefunden! Der Sprecher, Stefan Kaminski, ist einfach unglaublich gut. Er hat nicht nur eine angenehme Stimme, der man stundenlang zuhören könnte – da kommt einem die Länge des Hörbuchs dann entgegen :D –, auch sein Sprechtempo ist sehr angenehm. Man kann gut und entspannt folgen. Es ist langsam, aber nicht so, dass es anstrengend wird, zuzuhören, oder dass man müde wird. Kaminski hat für alle Figuren eine unterschiedliche Tonlage, sodass man immer weiß, wer gerade spricht. Wenn er dann seine Stimme verstellt, wirkt das Ganze nicht irgendwie seltsam, sondern sehr natürlich, selbst bei höheren Stimmen. Auch macht er glücklicherweise keine komischen Sprechgeräusche oder er schmatzt, man hört ihn nicht einmal atmen. All das macht es nur umso leichter, sich in der Welt von Kvothe zu verlieren. Die Geschichte an sich ist schon toll, aber am besten hat mir der Sprecher gefallen. Fazit: Die Furcht des Weisen (1) ist – vor allem durch Stefan Kaminski – ein wahnsinnig tolles Hörbuch. Wenn man erst einmal den Respekt vor den 27h Laufzeit verloren hat, verliert man sich in der Geschichte und hat sie auch ruckzuck durchgehört. Das Hörbuch ist sehr unterhaltend, aber allein die Stimme reicht schon aus, dass man es gut und gerne auch öfter hintereinander hören kann. Ich muss es wissen, da ich es mehrfach begonnen habe. :D Kurzum: Patrick Rothfuss und Stefan Kaminski haben ein Meisterwerk geschaffen! ♥ 5/ 5 Lesehasen.

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Inhalt An der Universität beginnt für Kvothe ein neues Trimester, doch das meiste ist beim Alten geblieben. Seine Rivalität mit Ambrose scheint sich weiter zuzuspitzen, während Kvothe immer noch um jeden Heller kämpfen muss und seine Schwärmerei für die wunderschöne und liebenswürdige Denna nimmt ebenfalls kein Ende. Doch etwas entscheidendes hat sich verändert: er kann endlich bei Meister Elodin die Namenskunde studieren. Kvothes größter Wunsch scheint zum greifen nahe, auch wenn er die Suche nach Hinweisen zu den Mördern seiner Eltern, den Chandrian, noch immer nicht aufgegeben hat. Und dann verändert eine große Intrige alles… Es ist jetzt über 4 Jahre her, dass ich „Der Name des Windes“ beendet habe und noch immer bin ich von der Welt, die Patrick Rothfuss erschaffen hat komplett eingenommen. Er hat ein High Fantasy Epos erschaffen, der immer einen Platz in meinem Herzen haben wird und „Die Furcht des Weisen – Teil 1“ hat mich darin nur wieder bestärkt! Diese großartige Geschichte als Hörbuch zu erleben, war ebenfalls eine grandiose Erfahrung, herzlichen Dank an Der Hörverlag für das Rezensionsexemplar! Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn wirklich Angst hatte, dass ich nicht in die Geschichte hineinfinden würde. Allerdings hat mich Rothfuss, genauso wie Stefan Kaminski, eines Besseren belehrt. Ich habe nur wenige Kapitel gebraucht, um wieder ganz in der Welt der Königsmörder-Chroniken aufzugehen. Der etwas eigenwillige Erzählstil des Autors hat mein Herz wieder höher schlagen lassen und es ist mir immer schwer gefallen das Hörbuch zu unterbrechen. Da ich aber leider nicht immer Zeit hatte, um wirklich dran zu bleiben, hat es nun doch einiges länger gedauert das Buch zu beenden, als ich es mir gewünscht habe. Dann ist mir jedoch die Frankfurter Buchmesse zur Hilfe gekommen: insgesamt 7 Stunden Fahrt (hin und zurück), die meine Lust auf diese Geschichte endlich befriedigen konnte. Patrick Rothfuss‘ Schreibstil ist so besonders und einnehmend. Manche würden sagen er ist langweilig, zu ausschweifend und zu genau, für mich ist jedes Wort perfekt gewählt und an der richtigen Stelle. Ich möchte alles aufsagen, was Rothfuss mir über Kvothe und seine Geschichte sagen will. Ich möchte jedes Wort hören bzw. lesen und keines davon fühlt sich für mich zu viel an. Der Einfallsreichtum des Autors ist so vielfältig und teilweise überraschend, dass es manchmal fast schon überwältigend ist. Vor allem der komplexe Aufbau der Magie in dieser Welt ist spannend, großartig und atemberaubend. Ich bewundere Rothfuss sehr dafür, wie alles Sinn macht und sich einfach perfekt einfügt. Alles passt zueinander, fügt sich ein und egal wie aussichtslos die Situation für Kvothe gerade erscheint, man kann sich immer zurückerinnern, dass er neben einem Chronisten sitzt und ihm erzählt, wie er in sein Wirtshaus „Zum Wegstein“ gelangt ist. Und genau das finde ich absolut großartig. Wir wissen, dass Kvothe unwahrscheinliches geleistet hat. Wir wissen, dass er in seiner Welt wohl die berühmteste Legende überhaupt ist. Wir wissen das alles, doch wir wissen nicht, wie er dazu gekommen ist und diese Geschichte, zumindest einen Teil dieser Geschichte, erzählt „Die Furcht des Weisen Teil 1“. Stefan Kaminskis Stimme passt, in meinen Augen, perfekt zu Kvothe. Er lässt mich alles um mich herum vergessen, entführt mich in eine Welt voller Magie, Intrigen, Freundschaften, Liebe und Verzweiflung. Er lässt mich die Verwirrung, Angst, den Schmerz, die Liebe, Freundschaft und Verrat am eigenen Leib erfahren und haucht Kvothe für mich Leben ein. Auch wenn die Handlung nur wenig Action zu bieten hat, so ist die Geschichte durchweg spannend und voller verheißungsvoller Abenteuer. Auch wenn man mit Kvothe nicht nur gute Zeiten durchlebt, so weiß man immer, dass dieser Weg für ihn vorbestimmt zu sein scheint und dass alles schon in die richtigen Bahnen geleitet werden wird. Zumindest ist das meine große Hoffnung für ihn, denn er ist ein unfassbar sympathischer Protagonist, den ich gerne begleite und manchmal auch gerne als Freund hätte. Und das, obwohl ich nicht immer verstehen kann, weshalb er so reagiert, wie er reagiert. Aber genau das passt irgendwie. Er ist ein Protagonist der viele Ecken und Kanten hat, bei dem eben nicht alles perfekt und makellos ist und das macht Kvothe für mich greifbar. Er ist keine Legende, die alles kann ohne wenn und aber, sondern Fehler hat und Fehler macht. Er ist doch „nur“ ein Mensch und das stellt Rothfuss in meinen Augen großartig heraus. Auch wenn ich noch immer nicht weiß wie die Handlung weiter verlaufen wird und ich wirklich keine Ahnung habe wie wir in das Wirtshaus „Zum Wegstein“ gelangen, so verfolge ich Kvothes Geschichte unwahrscheinlich gerne und hoffe, dass ich den zweiten Teil von „Die Furcht des Weisen“ früher zu lesen anfange und nicht wieder 4 Jahre verstreichen lasse. Fazit Eine Fantasy Geschichte, die mein Herz höher schlagen lässt. Die Königsmörderchroniken ist eine Buchreihe, die ich allen Fans von High Fantasy nur ans Herz legen kann. Ihr werdet es lieben in die Welt von Kvothe einzutauchen, seine Magie kennen zu lernen und herauszufinden, was ihn zu einer Legende gemacht hat. Der Schreibstil des Autors ist unverwechselbar und sein Ideenreichtum einfach großartig. Lest dieses Buch. Lest diese Reihe. Ihr werdet es nicht bereuen!

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s ist erstaunlich, wie grandios ein Autor schreiben kann. Patrick Rothfuss ist ein Meister der Worte. Er malt Bilder in die Luft und katapultiert direkt in die von ihm geschaffene Welt. Kaminski als Hörbuchsprecher ist nicht minder grandios! Er spricht jeden Charakter feinfühlig und verleiht ihnen eine eigene Stimme. Es ist unglaublich angenehm, ihm zuzuhören und in Kvothes Geschichte abzuztauchen. Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an. Es gibt wider die Rahmenerzählung mit dem Chronisten, Bast und dem Wirt Kote. Das Scherfällige des Wirtes ist zum Greifen nah. Auch Kvothes Geschichte geht natürlich weiter. Er wird erwachsener und lernt begierig an der Universität. Sein Zwist mit Ambrose spielt natürlich eine große Rolle. Rothfuss gelingt es, seine Charaktere so zu egstalten, dass man sie entweder mag oder hasst oder sich überhaupt nicht sicher ist, was man von ihnen halten soll. Auch Denna bleibt weiterhin ein großes Rätsel. Rothfuss streut vereinzelt Hinweise, die man begierig aufsaugt, um sie vielleicht zu einem großen Ganzen zusammensetzten zu können. Die Welt, die er egschaffen hat, ist so dicht, vor allem durch die vielen Legenden, die es gibt. Man hat das Gefühl, als würde dieses Reich wirklich existieren. Da Kvothe in diesem Teil umherreist, bekommt man etwas mehr von dieser grandiosen Welt zu sehen. Der Schreibstil ist natürlich einzigartig. Wunderbar! Es gibt keine Superlative oder überhaupt Worte, die diesem Buch gerecht werden. Einfach selbst lesen oder hören. Das Hörbuch ist wirklich ein Genuss

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Der zweite Teil der Königsmörder-Chronik wurde für den deutschen Markt in zwei Teile gespalten. Und zwar relativ hart im hinteren Drittel des Buchs. Im Hörbuch schließt der zweite Teil nahtlos an den ersten an. Ohne Übergang. Das muss der Leser bzw. Hörer wissen, denn er muss beide Bücher lesen, um der Geschichte folgen zu können. Und wenn wir gerade schon dabei sind: Der erste Tag „Der Name des Windes“ muss ebenfalls vorab gelesen bzw. gehört werden, um diesen Band zu verstehen. Viel zu lange in der Universität „Wir haben uns schon viel zu lange mit der Universität aufgehalten“, so oder so ähnlich sagt es Kvothe seinem Chronisten. Und es scheint, als wäre es Rothfuss selbst aufgefallen, dass dieser Part ein bisschen ausgeufert ist. Sind die Geschehnisse in der Universität im ersten Teil noch stimmig und zur Gesamtgeschichte passend, verpassen sie in diesem Buch eine (vermeidbare) Länge. Es passiert einfach zu wenig in den Tagen als Kvothe an der Universität ist. Dabei meinte ich mitnichten Nichts, sondern tatsächlich zu wenig. Ab in die Welt Die Geschichte zieht erst wieder an, als er sich auf den Weg zum Hof von Maer Alveron begibt und dann dort wie gewohnt vom Regen in die Traufe stolpert. Dies ist nämlich weiterhin Kennzeichen des Hauptprotagonisten: Er stellt sich immer wieder extrem ungeschickt an. Und verspielt dabei sicherlich die ein oder andere Sympathie des Lesers, was aber durchaus gewollt ist. Viele Charaktere, die in den ersten zwei Dritteln eine Rolle spielen, kennt der Leser aus dem ersten Buch. Erst im zweiten Drittel am Hof des Maer gesellen sich neue und zuweilen deutlich interessantere Charaktere dazu. Selbstredend mischen aber auch (ein wenig vorhersehbar) alte Bekannte mit. Und dann, mitten in einem Abenteuer bricht dieser erste Teil des zweiten Tags ab. Und mit mittendrinnen, meine ich mittendrinnen. Sprecher Das Hörbuch wird wieder von Stefan Kaminski gelesen. Dass ich auf die Königsmörder-Chronik gestoßen bin, weil ich nach Büchern gesucht habe, die er gelesen hat, spricht eigentlich schon für sich. Allerdings ist mir aufgefallen, dass er in diesem Band ein wenig nachgelassen hat. Seine sprecherische Vielfalt hat er hier nicht unter Beweis gestellt. Dennoch ist der gesprochene Text angenehm anzuhören. Wie sehr das allerdings vom persönlichen Geschmack abhängt, sieht man an den Negativkritiken, die das Hörbuch wegen ihm schlecht bewerten. Fazit Ich verwende sehr gerne den Ausspruch, dass eine Geschichte konsequent weitererzählt wird. Und bei diesem ersten zweiten Teil trifft das zu Hundert Prozent zu. Erzählstil, Story und Charaktere werden so fortgeführt, wie es angefangen hat. Das Stilmittel, dass eine Geschichte in einer Geschichte erzählt wird, in der sich ihrerseits wieder eine Geschichte befindet, wird in diesem Teil ebenso angewandt. Wie im ersten Teil funktioniert das auch hier sehr gut. Durch die enge Verwebung der einzelnen Teile ist es zwingend notwendig, dass der Leser diese drei Bücher lesen muss. Allerdings muss er dann wie alle anderen Fans der Serie ebenfalls auf die Teile drei und vier warten. Auch wenn die Wartezeit schon fünf Jahre beträgt, so ist eine Veröffentlichung des nächsten Teils leider nicht in Sicht.

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Einfach toll

Von: Yunika

27.06.2016

Diesen Band hatte ich sehr lange hinausgezögert und als ich gesehen habe, dass es ihn als Hörbuch gibt, musste ich dieses unbedingt haben. Ich hatte nur zu lange gewartet, sodass ich einiges an Zeit brauchte, um wieder hinein zu kommen. Handlungsmäßig war es kein Problem, wieder einzusteigen, nur was die einzelnen Begriffe und Völker anging, hatte ich ein wenig meine Probleme, fand mich aber schnell wieder zurecht. Die Idee der Geschichte finde ich noch immer sehr interessant und eigentlich auch die Umsetzung. Ich liebe die Welt, die Patrick Rothfuss erschaffen hat, denn sie hat Hand und Fuß. Sie ist klar strukturiert und hat keine Lücken. Mein einziges Problem mit der Geschichte ist, dass sie sich für mich ein wenig zieht und sehr langsam voran geht. Sie hat Höhen und Tiefen und ist sehr ausführlich – manchmal schon zu ausführlich. Sprachlich ist das Buch super. Es lässt sich flüssig lesen und packt einen von der Ersten Seite an. Auch wenn es sich zwischenzeitlich zieht, so lässt es einen nicht los. Dem Sprecher des Hörbuchs konnte ich sehr gut folgen. Er hat weder zu langsam, noch zu schnell gelesen und so konnte ich ihm gut folgen. Er hat sich sehr bemüht und konnte die Geschichte gut rüberbringen. Von der Stimme her passte er sogar sehr gut zu Kvothe. Die Charaktere sind genauso gut strukturiert wie die Welt der Geschichte. Sie sind sehr vielfältig und tiefgehend. Kvothe fand ich von Anfang an sehr sympathisch, genauso wie die anderen seiner Freunde, obwohl ich über Kvothe öfters nur den Kopf schütteln konnte, denn er hat teilweise Charakterzüge, die ich etwas nervig fand. Aber das zeigte nur, dass er nicht perfekt war und machte ihn realistischer. Alles in allem eine tolle Geschichte, mit einer Welt, die Hand und Fuß hat. Sie bietet alles, was eine gute Geschichte braucht: Tolle Charaktere, einen tollen Schreibstil und eine gut strukturierte Handlung.

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„Die Furcht des Weisen 1 - Die Königsmörder-Chronik – 2. Tag“ von Patrick Rothfuss gelesen von Stefan Kaminski ist der zweite Teil einer Fantasy-Trilogie. An der Universität hat es Kvothe nicht leicht. Er stolpert über immer mehr Intrigen und muss so immer aufmerksam sein. Aber auch Devi hängt ihm im Nacken. Denn sie möchte ihr Geld wieder haben. Und dann gibt es ja noch die Chandrian. Kvothe muss wieder einige Gefahren stellen und sie meistern. Dabei wirkt er, wie auch im ersten Teil, älter als er eigentlich ist. Trotzdem stellt er wieder einiges an, wenn auch um teilweise seine Haut zu retten. Die Suche nach den Chandrian prägt ihn weiter hin sehr stark. Man trifft auch wieder auf alte und bekannte Charaktere wie Devi, seine Freunde und natürlich Denna. Auf die einen freut mich man sich total, über den ein oder anderen wundert man sich und ab und an fragt man sich „Warum machst du das?“. Dennoch passt alles zu ihnen. Natürlich gibt es auch wieder neue Charakter zu entdecken. Diese hat Patrick Rothfuss auch wieder genial entstehen lassen. In diesem Teil lernt man wieder einige neue Aspekte aus dieser Fantasywelt kennen. In der Universiät lernt man mehr über Magie, am Hofe von Maer Alveron lernt man wieder eine neue Gegend kennen, … Es gibt immer viel zu entdecken und das macht es interessant. Wie auch im ersten Teil gibt es wieder die Rahmenhandlung und Kvothes Biographie. Wobei die Rahmenhandlung, also die Szenen im Wirtshaus deutlich weniger sind. Auch in diesem Teil schafft es der Autor, die scheinbar langweile Biographie toll und interessant zu erzählen. Die Geschichte ist packend und man möchte einfach wissen ob es Kvothe schafft aus diesem oder jenem rauszukommen und in wie weit er mehr über die Chandrian erfährt. 1617 Minuten dauert das Hörbuch und ist somit eine gute Stunde kürzer als der erste Teil. Wobei das gar nicht so auffällt. Denn genau wie im ersten Teil schafft Stefan Kaminski eine angenehme Atmosphäre. So kann man in die Geschichte abtauchen und merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Denn durch ihn wird Kovthe Leben erlebbar. Das Cover zeigt einen jungen Mann mit einem Stab in der Hand vor einer Stadt. Alles ist dabei in Grün gehalten. Die Stadt unterscheidet sich allerdings von der im ersten Teil. Da die Motive ähnlich sind und die Titel gleich gestaltet sind, passen die zwei Teile richtig gut zusammen. Der erste Teil hat mich ja schon total begeistert. Die Mischung aus der Geschichte von Patrick und gelesen Stefan war einfach genial. Deswegen habe ich mich auch richtig auf den zweiten Teil gefreut. Ich war schnell wieder drin und habe mit Kvothe mitfiebern können. Gleichzeitig konnte ich aber auch entspannen. Denn der Stimme zu lauschen und mal nichts zu tun, ist einfach eine tolle Erfahrung. Gerade weil Stefan Kaminski so angenehm vorliest. Also wieder eine gelungene Mischung. Dafür gibt es 5 von 5 Wölfen!

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"Die Königsmörder-Chronik" ist eine Fantasy-Trilogie, die 2007 mit "Der Name des Windes" begann und möglicherweise 2016 mit "Doors of Stone" ihr Ende finden wird. Der zweite Band ist so lang, dass er auf Deutsch in zwei Bänden erschienen ist. "Die Furcht des Weisen - Teil 1" ist die ersten Hälfte des zweiten Bandes. Da es sich bei der Hörbuchfassung des Buches um eine ungekürzte Lesung handelt, habe ich mich entschieden, sie zusammen mit dem Buch zu besprechen. Fangen wir also an. Der Autor Patrick Rothfuss hat viele Jahre lang, viele verschiedene Fächer studiert, bevor er schließlich seinen Abschluss ein Englisch gemacht und dann sogar Englisch unterrichtet hat. Die ganze Zeit hat er aber auch schon an seinem Buch gearbeitet. 2002 reichte er ein Kapitel seines unveröffentlichten Buches bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb ein und gewann. Dieser Erfolg half ihm sein Buch zu verkaufen und zu veröffentlichen. Für seine Bücher hat er schon verschiedene Preise gewonnen: Quill Award, David Gemmel Award, Deutscher Phantastik Preis,... Darüber hinaus hat der zweifache Vater die Wohltätigkeitsorganisation Worldbuilders gegründet, die Spenden für Heifer International sammelt. Die Übersetzer Im wesentlichen wurde das Buch von Jochen Schwarzer und Wolfram Ströle übersetzt. Der gebürtige Niedersachse Jochen Schwarzer hat Germanistik und Philosophie studiert und arbeitet seit 1996 als freier Übersetzer. Unter anderem hat er auch schon Bücher von John Connolly und Stephen King übersetzt. Wolfram Ströle hat unter anderen Philip Pulmans "His dark materials" und Michael J. Sullivans "Riyria"- Reihe (ab Band 3) übersetzt. Die Lieder und Gedichte wurden von Hans-Ulrich Möhring übersetzt. Der gebürtige Mainzer arbeitet seit 1984 als Übersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören unter anderem Tad Williams und John R. R. Tolkien. Der Sprecher Die Hörbuchfassung wird von Stefan Kaminski gelesen. Der gebürtige Dresdener ist (Theater)Schauspieler und Sprecher. Unter anderem hat er schon Bücher von Terry Pratchett, Neil Gaiman, Frank Schätzing, Jane Austen, Nick Hornby und Kevin Hearne eingelesen. Der Inhalt (kleine Spoiler auf Band 1) Kommen wir zum Buch. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Kvothe, der einem Chronisten seine Lebensgeschichte erzählt. Im ersten Band hat der Leser schon erfahren, dass Kvothe ein berühmter, ja beinahe legendärer Magier ist, der untergetaucht ist, nachdem er unter anderem den Beinamen "Königsmörder" erhalten hat. Welche Ereignisse dazu geführt haben, liegt aber noch im Dunkeln. Im ersten Band hat Kvothe von seiner Kindheit, der Ermordung seiner Eltern durch die Chandrian und den ersten Trimestern an der magischen Akademie erzählt. Nach den turbulenten Ereignissen des ersten Buches, beschließt Kvothe nun, dass es eine gute Idee ist, ein ein wenig die Füße still zu halten, damit die Gemüter sich beruhigen können. Da kommt ihm der Vorschlag ins ferne Vintas zu reise, um dort vielleicht einen einflußreichen Schirmherren zu gewinnen. Natürlich sind die Ereignisse in Vintas weit abenteuerlicher als er es vor Reisebeginn erwartet. Konsequent erzählt Kvothe dabei dem Chronisten nur das, was er für seine Lebensgeschichte als wichtig erachtet. Dazu gehören zum Beispiel alles, das mit den Chandrian zu tun hat, aber auch alles was mit Denna (einer aus Band 1 bekannten Dame) zu tun hat. Die turbulentene Reise nach Vintas - inklusive Piratenüberfall - erachtet er hingegen nicht als wichtig und handelt sie in wenigen Sätzen ab. Die Qualität Was ist das besondere an diesem Buch? Die Geschichte vom kleinen Jungen, der zum größten Magier seiner Zeit wird, ist gut aber sicherlich nicht über alle Maßen innovativ. Das Besondere an diesem Buch ist nicht das WAS - obwohl das auch gut ist - sondern das WIE. Rothfuss ist nicht nur ein begnadeter Erzähler, was die Spannungsbögen, überraschenden Wendungen et cetera anbelangt. Seine größte Stärke ist sein Sprachgefühl. Nie zuvor habe ich in einem Fantasy-Roman so eine poetische Sprache gelesen. Außerdem verfolgt Patrick Rothfuss konsequent den Gedanken nur das zu erzählen, was für den Protagonisten prägend war. Das mag manchmal bedeuten, dass er scheinbar Unwichtiges in epischer Breite dargestellt wird oder das scheinbar Spannendes kurz abgehandelt wird. Ich kann verstehen, wenn es dem einen oder anderem als zu langatmig erscheint, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es schlicht genial. Für mich ist die "Königsmörder-Chronik" nicht nur gute Fantasy, sondern auch richtig wertvolle Literatur. Das Einzige, das mich gestört hat, ist dass das Buch kein sinnvolles Ende hat, aber das ist der Tatsache geschuldet, dass es halt nur ein Teil des eigentlichen Buches ist. Das Hörbuch Da es sich um eine ungekürzte Lesung handelt, ist zum Inhalt nicht viel zu sagen. Er ist identisch mit der Buchfassung. Bleibt also nur der Vorleser. Stefan Kaminski leiht nicht nur Hauptfigur Kvothe, sondern allen Figuren sehr überzeugend seine Stimme. Den einen oder anderen Charakter hat er anders gesprochen, als ich ihn mir beim Lesen vorgestellt hatte aber seine Interpretationen sind durchgehend sehr passend. In der Hülle ist als "Bonusmaterial" die gleiche Karte abgedruckt, die auch im Buch zu finden ist. Fazit Genau wie "Der Name des Windes" ist auch "Die Furcht des Weisen" ein Fantasy-Roman, der nicht nur von der Fantasy lebt, sondern vor allem von der gut erzählten Geschichte. Wer von einem Fantasy-Roman viel Action erwartet ist hier falsch, wer aber gut erzählte Geschichten mit glaubwürdigen Charakteren mag, kann mit diesem Buch eigentlich nichts falsch machen. Dadurch ist das Buch nicht nur für Fantasy-Fans interessant. Für mich ist die "Königsmörder-Chronik" der Maßstab, an dem sich alle moderne Fantasy messen lassen muss.

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