Leserstimmen zu
Die Feenjägerin

Elizabeth May

Die Feenjägerin (1)

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Rezension

Von: Anna Fuchsia

04.11.2015

Der Schreibstil: Ach ich bin verliebt. Ich liebe einen solchen Schreibstil. Spannung. Aktion. ENDLICH mal keine rosarote Brille, aber kein Blümchenstil. Es gibt keine langweiligen Stellen. Keinen Spannungsabfall. Ein Schreibstil, der mehr verspricht und einen nicht enttäuschen wird. Insgesamt ist es sehr locker und flockig geschrieben. Keine "schweren" Textpassagen, bei denen man verzweifeln würde, weil die Sätze zu lang oder kurz sind. Nein. ALLES genau richtig. Meine Meinung: Was soll ich sagen...für mich ist es eines der besten Bücher,die ich dieses Jahr gelesen habe. Zunächst ein Mal fand ich besonders das Thema Feen sehr interessant, die man ja sonst nur als kleine süße Flatterdinger wahr nimmt, die niemandem etwas zu Leide tun. Nun aber haben sie die Mutter der Hauptfigur, Aileana, getötet. So viel zum Thema klein, süß und harmlos. Wobei...dies tirfft wohl auf die kleine Fee Derrick zu, zu der Aileana ein "engeres" Verhältnis zu haben scheint. Doch kann man Feen wirklich vertrauen? Schwüre werden gesprochen und vielleicht nicht ein Mal besiegelt? Fragen über Fragen. Ich persönlich bin so begeistert von der liebevollen Beschreibung Derricks, dass ich die ganze düstere und magische Stimmung fast vergesse. JA, das Buch ist düster, geprägt durch die Wut der Jägerin, überschattet durch den gewaltsamen Tod der Mutter und einer väterlichen Liebe...bei der man am liebsten wegrennen möchte (und dies nicht im positiven Sinne). Und als ob dies schon alles war. Natürlich dürfen auch Männer (Jungs sorry...) auch hier nicht fehlen. Kieran, eine Fee, der aber doch irgendwie nicht auf der Seite des "Bösen" steht...oder etwa doch? Wie weit kann sie ihm vertrauen, wo doch Derrick sogar ihre Kleider flickt und ein so magisches, liebevolles Wesen ist, dass man das gesamte Buch am liebsten knuddeln möchte? Bei Kieran jedoch hatte ich bei seiner Art zwischendurch das Bedürfnis, ihm ein Messer in Körperteile zu stecken, an denen es weh tut! Anders verhält es sich mit..ja wem? Gavin natürlich. Auch wenn der erst später relevant wird und auch er nicht ganz so normal ist, wie es den Anschein hat...ist er mir 1000x sympathischer als Kieran...was jedoch keine Kunst ist. Ein Zwiespalt der Gefühle, wie wird sie sich entscheiden? Und, wird Aileana, angetrieben durch Kieran und die unabänderliche Wut auf die Fee, die ihre Mutter getötet hat, eben diese finden und sich rächen? Mir haben die Beschreibungen der Handlungen und Charaktere super gefallen. Die Wut und Dunkelheit in Aileana sind mehr als nachvollziehbar und trotz dieser wenigen Fassetten, die sie zeigt, kann man ihre Emotionen (oder nicht-Emotionen) gut begreifen. Zudem gibt es mehr als die bloße Jagt auf Feen. Es gibt weitaus mehr, als den Tod der Mutter...und was ist das für ein Wort, dass die Feen für Aileana verwenden? Es gibt weitaus mehr, als nur blank kalte Wut und Hass. Doch wird sie diese "Bestimmung" erfüllen können? ICH liebe die Geschichte rund um Aileana. Und ich LIEBE Derrick (allgemein die Beschreibung der Figuren und Halndlungen). DIESES BUCH empfehle ich jenen, die auf der Suche nach Vergeltung sind, aber den richtigen Weg nicht gefunden haben. Dieses Buch zeigt, dass genau dieser Weg der Falsche sein kann. Ich kann nur sagen : 5 von 5!!

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Die Feenjägerin ist der Auftakt einer Trilogie und wurde von Elizabeth May geschrieben. Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in Schottland und das finde ich super. Endlich mal eine Geschichte, die nicht in diesen 0815 Städten spielt sondern einmal in Edinburgh.... Zu Begin des Buches wird man ohne richtige Erklärungen direkt ins Geschehen geworfen. Das ist zwar meistens nicht so schlimm aber irgendwie fand ich es bei diesem Buch störend. Aileana ist die Protagonistin und ist aufgrund dem Tod ihrer Mutter wütend und aufgebracht. Das kann ich natürlich nachvollziehen, da sie auch beschuldigt wird ihre Mutter selbst getötet zu haben. Aber ich finde trotzdem, dass sie diese Wut und Aggressivität mit der Zeit etwas unsympathisch macht. Im Buch gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund läuft, was ich aber gar nicht schlimm finde, denn wenn ich eine Liebesgeschichte möchte könnte ich ja auch einen Liebesroman lesen.

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Ich habe mich soooo wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, denn es hat Action, Fantasy und eine kleine Lovestory. Was will man denn mehr? Hört sich doch perfekt an! Leider war es dann doch nicht ganz so perfekt, wie ich gehofft hatte, aber es ist durchaus ein wirklich sehr sehr gutes Buch. Aileana ist ein sehr extremer Charakter und ich kann mir sehr gut vorstellen, das es viele gibt, die sie überhaupt nicht mögen, denn sie ist schon ziemlich speziell und man muss es wirklich mögen. Und ich bin ein totaler Fan von außergewöhnlichen, extremen Charakteren und extrem ist sie auf alle Fälle. Sie ist wahrscheinlich nicht der sympathischste Charakter, den man sofort in sein Herz schließt, aber ich habe sie in mein Herz geschlossen, denn ich mag starke Frauenrollen sehr gerne. Ich hasse nichts mehr, als wenn die Frauen nur daneben herumstehen und zusehen wie gekämpft. Das ist hier auf keinen Fall so, denn Aileana ist eine wahre Kämpferin. Kiaran ihr "Lehrer" in Sachen Kampf gegen die Feen mochte ich auch sofort. Anfangs ist er eher schlecht zu durchschauen, da er kaum Gefühlsregungen zeigt, aber im Verlauf des Buches blickt man immer mehr hinter die Fassade der kühlen Fee. Aber wirklich richtig ins Herz geschlossen habe ich Derrick, die kleine Fee. Er ist soooo wundervoll. Irgendwie stell ich ihn voll putzig vor, aber auch trotzdem ein bisschen blutrünstig. Mit seinen Honig ist er einfach sooo süß. Allein wegen ihm lohnt sich das Buch schon. Er ist hier einfach mein absoluter Lieblingscharakter. Leider mochte ich die Nebencharaktere wie Gavin, Aileanas beste Freundin und alle anderen nicht so gerne. Sie wirkten auf mich eher blass und auch nicht so originell. Besonders Gavin fand ich gleich gruselig. Warum kann ich gar nicht so genau sagen, aber er war mir einfach so unsympathisch, obwohl er ihr hilft und charmant ist. Wahrscheinlich mochte ich ihn einfach nicht, weil er für Kiaran eine Gefahr darstellte, so liebestechnisch:) Ich wollte ich nun einmal nicht an Aileanas Seite sehen. Die Liebesgeschichte an sich hat mich auch vollkommen begeistert und ich saß immer da und dachte mir immer nur: "Jetzt macht mal endlich!!!" Trotzdem ging mir jedes mal dabei das Herz auf und auf die Entwicklung der Lovestory bin ich besonders gespannt, mal sehen was in Band dann noch so kommt. Leider fand ich die Story im Allgemeinen jetzt nicht wirklich neu, aber ich mochte sie trotzdem echt gern, da es so viel Action gab, die teilweise auch recht brutal war. Die Actionszenen nahmen aber nach und nach immer mehr ab bis zum großen Finale, was aber auch null schlimm war, denn da wurden einfach ganz andere Aspekte beleuchtet, die nicht weniger spannend waren. Die Wahl des Settings für diese Geschichte ist fantastisch. Schottland im Jahre 1844! Ich hätte mir vielleicht an einigen Stellen noch mehr über schottische Mythen oder das Land an sich gewünscht, denn ich bin zurzeit einfach der totale Schottland Fan und kann nicht genug davon haben. Auch das alles in der Vergangenheit spielt hat mich sehr angesprochen, denn damals herrschten einfach ganz andere Verhältnisse und auch die Rolle der Frau wurde hier sehr gut dargestellt. Allerdings muss ich sagen, haben mich diese technischen Extras zu Anfang sehr verwirrt, weil ich damit so gar nicht gerechnet hatte und dann wurden auf einmal so Sachen wie der Ornithopter erwähnt und ich musste einfach immer wieder nach der Jahreszahl sehen, aber ich blieb trotzdem im 19.Jahrhundert. Ich war dann teilweise echt verwirrt und zweifelte an meinen Geschichtskenntnissen. Nach einer Weile habe ich mich dann daran gewöhnt, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man das weggelassen hätte und einfach bei historisch korrekten Sachen geblieben wäre. An der ein oder anderen Stelle hat es Sinn gemacht, aber ansonsten verwirrte es mich mehr als sonst irgendetwas. Auch das Ende ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Ein paar Seiten mehr wären jetzt nun wirklich kein Weltuntergang gewesen. Die paar Seiten hätten das ganze vielleicht noch ein bisschen abgerundet, aber so? Nein, einfach mittendrin aufzuhören war einfach nun mal nichts! Ich mag Cliffhanger sehr gerne, aber warum hier so ein krasser Abbruch vorgenommen wurde ist mir unverständlich. Auch wenn die Szene beendet worden wäre, wäre noch reichlich Spannung für den 2. Band vorhanden gewesen. Es ist vor allem so grausam, weil es wahrscheinlich eine gefühlte Ewigkeit dauern wird, bis der nächste Band herauskommen wird. Rundum ist ein sehr actionreiches Buch mit einer mega kick-assigen Protagonistin, das sich auf alle Fälle lohnt!

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