Leserstimmen zu
Die Tochter des Ratsherrn

Joël Tan

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Dieser Roman spielt in Norddeutschland des 13. Jahrhunderts und es kommt die dänische Königin vor. Gute Gründe das Buch in meinem Dänemark-Urlaub zu lesen. Hamburg anno 1290: Es ist sechs Jahre her, da haben Runa, die Heldin des Romans und ihre Familie alles durch einen verheerenden Brand verloren. Ihr Traum von großem Reichtum war zerstört und die junge Frau war dazu gezwungen, den gutbetuchten Kaufmann Walther zu ehelichen. Mit dem Umzug nach Hamburg musste Runa auch ihre große Liebe Johann verlassen. Im Laufe er Hamburger Jahre vermehrte sie das Vermögen ihres Mannes und konnte frei von jeglichen Sorgen ein gutes Leben genießen. Begründet war das Dank eines besonderen Vertrages mit Graf Gerhard I. von Schauenburg, aber er stirbt und das Glück der von Holdenstedes gerät ins Wanken. Wieder wird Runa vom Schicksal erbarmungslos geschlagen. Runas Vater fällt derweil durch eine Intrige beim Rat der Stadt und dem Fürstenhaus in Ungnade und wird verjagt, während Runa mit allen Mitteln um ihr Überleben und das ihrer Liebsten zu kämpfen versucht. Gatte Walther gibt ebenfalls sein Bestes, um Ansehen und Besitz der Familie zu retten, denn er liebt seine Frau von ganzem Herzen und möchte sie glücklich machen. Weitere Verwicklungen ergeben sich in Bezug auf die Familienverhältnisse bis Runa sogar auf dem Scheiterhaufen enden soll. Aber, wie so häufig erkennt man dann erst die Freunde, wenn es besonders brenzlig wird. Joël Tan erzählt erstaunlich genau diese Geschichte. Sie malt bildhafte Szenen, die das Mittelalter neu aufleben lassen und mich gefangen nahmen. Viel Poesie und Phantasie gepaart mit historischer Nachvollziehbarkeit entsprechen meinen Vorstellungen über einen guten Roman. Mein Fazit: Joël Tan muss ich weiterverfolgen. Es wird vermutlich eine Fortsetzung geben, die ich bestimmt im nächsten Dänemark-Urlaub goutieren werde.

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