Leserstimmen zu
Todesfrist

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (1)

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Andreas Gruber ist in meinen Augen einer der besten Autoren im deutschsprachigen Raum. Mit seinen Thrillern aus der „Todes-Reihe“ und den darin agierenden BKA-Ermittlern Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez konnte der Österreicher mein Herz im Sturm erobern. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und ein alter Kinderbuchklassiker dient ihm als grausame Vorlage. Er entführt sein Opfer und gibt dessen Angehörigen die Möglichkeit zu erraten, wen er aus dessen Umfeld bei sich hat. Um das Rätsel zu lösen haben sie 48 Stunden Zeit … Hinter diesem Spiel verfolgt der Mörder natürlich einen perfiden, aber auch genialen Plan! „Todesfrist“ ist spannend, bildgewaltig und mitreißend erzählt, mit actionreichen Wendungen, die mich selbst nicht nur einmal verwirrt zurückgelassen haben. Die Geschichte wird mit viel Geschick für Details und kreativen Szenen erzählt und der Autor zeigt großes Wissen was die Psychologie des Menschen betrifft. Natürlich kannte auch ich das Kinderbuch aus meiner Jugend und konnte mich sogar noch an den knallig gelben Einband erinnern, aber die entsprechenden Verbindungen zu den Morden hätte ich im Leben nicht ziehen können! Ich muss auch ehrlich gestehen, dass mich die Grausamkeit der Kinderreime doch etwas schockiert hat! Das hat mir meine Mama als Kind vorgelesen? Öhaaa! Wir verfolgen Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez bei ihrer Arbeit. Zwei Ermittler, die nicht unterschiedlicher sein können und doch sooooo gut zusammen agieren! Sabine Nemez arbeitet bei der Münchner Polizei und wird aus privaten Gründen in den Fall hineingezogen. Aufgrund der besonderen Schwere wird das BKA Wiesbaden verständigt und der Niederländer Maarten S. Sneijder übernimmt die Ermittlungen. In dem Sektor der Fallanalytik und der forensischen Psychologie kann ihm so schnell keiner das Wasser reichen, dennoch ist er einer der schrägsten Köpfe in der Geschichte der Kriminalliteratur. Er kifft wo er geht und steht, versucht seine Cluster-Kopfschmerzen mit Hilfe von Selbst-Akupunktur zu bekämpfen und sein Verhalten den Kollegen und Zeugen gegenüber ist in der Regel grobschlächtig und verletzend. Seine Verbalattacken strotzen vor Zynismus und er hat so und so in Allem recht! Ein echter Kotzbrocken eben! Ich liebe Maarten S. Sneijder! Natürlich muss ich nicht dezidiert hinzufügen, dass hinter der harten Fassade ein hochsensibler und liebevoller Charakter steckt, das ist sonnenklar! Was auch Sabine Nemez sehr schnell zu spüren bekommt! Zusammen sind die Beiden in meinen Augen ein unschlagbares Team! Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und man bekommt als Leser nicht nur einen guten Eindruck auf den Stand der Ermittlungen, sondern auch vom Treiben des Mörders. Die wechselnden Tatorte werden wunderbar bildlich dargestellt und auch die Morde an sich bekommen ihre Aufmerksamkeit. Andreas Gruber ist ein Meister darin, den Leser zu schockieren, zu verwirren und einen am Ende völlig fertig sitzen zu lassen! Ein absolut gelungener Start der Reihe!

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Nach heutigen Standards kann oder mag man sich gar nicht mehr vorstellen: ein renommierter Arzt und Psychiater, der als erster Vertreter der Jugendpsychiatrie in Deutschland galt, auch in der Armenklinik tätig war und selber Kinder hatte, veröffentlichte 1844 ein Bilderbuch, in dem Kinder auf vielfältig Weise grausam zu Tode kommen, verstümmelt werden oder anderweitig zu Schaden kommen. Sie verbrennen, verhungern, werden von Hunden gebissen oder bekommen die Daumen abgeschnitten. Die Rede ist natürlich von Heinrich Hoffmann und seinem umstrittenen Klassiker “Struwwelpeter”. Zwar kann man das Buch nicht einfach so im Licht heutiger Pädagogik sehen, dennoch wirkt es auf den heutigen Leser unnötig grausam. Andreas Gruber geht da noch einen Schritt weiter: sein Killer nimmt das Buch als Vorlage… …allerdings sind seine Opfer keine Kinder, sondern Erwachsene. Alleine für diesen Einfall verdient das Buch schon Pluspunkte für Originalität, doch das verblasst geradezu neben der geballten Wunderlichkeit und sarkastischen Brillanz des männlichen Protagonisten: Maarten Sneijder. M.S.S.: »Maarten S. Sneijder, wenn ich bitten darf. Und das hier dauert bedauerlicherweise wohl länger als drei Sätze?« Mikka: »Kann ich diese Rezension bitte ohne Einmischung weiterschreiben?« M.S.S.: »Ob Sie das können, bezweifele ich doch sehr.« Mikka: »Sehen Sie diese drei Finger? Drei Minuten Klappe halten! Schaffen Sie das?« Ja, das S ist wichtig, und das lässt er auch niemanden vergessen – wofür das Initial steht, ist allerdings paradoxerweise sein Geheimnis. Sneijder ist hochintelligent, macht sich durch seine schroffe Art jedoch nur wenige Freunde: er ist nicht nur ätzend sarkastisch, sondern lässt sein Gegenüber auch deutlich spüren, was er von ihm hält – meistens nicht viel. Regeln und Umgangsformen? Das ist was für Leute, die die Wahrheit nicht aushalten können. Er leidet unter unerträglichen Clusterkopfschmerzen, weswegen er sich oft zwei Akupunkturnadeln in die Hände steckt, und raucht Joints, um einen besseren Draht zur Gedankenwelt des Mörders zu bekommen. Kurz gesagt: Maarten S. Sneijder ist eine Nummer für sich – und ich liebe ihn. M.S.S.: Ich gebe hiermit zu Protokoll, dass das Gefühl nicht erwidert wird. Mikka: Das waren keine drei Minuten. Doch man kann sich im Verlaufe des Buches des Gedankens nicht erwehren, dass er unter all dem Stacheltiergehabe eigentlich gar nicht so übel ist. Zu dem Schluss kommt auch die junge Ermittlerin Sabine Nemez, die von Sneijder… Naja, herumkommandiert wird – man könnte aber auch sagen, unter die Fittiche genommen. Irgendwie. Sie ist ein sehr starker Charakter und passt perfekt zu Sneijder, die beiden ergänzen sich wunderbar. (Was wohlgemerkt nichts mit Romantik zu tun hat, denn Sneijder ist schwul.) Sie steht ihm in Intelligenz nicht nach und ist willens, Wagnisse einzugehen – wie das Wagnis, mit Sneijder zusammenzuarbeiten. Dass die Geschichte originell ist, habe ich schon erwähnt… M.S.S.: Hat es dann einen besonderen Grund, warum Sie sich endlos wiederholen? Mikka: Immer noch keine drei Minuten. …und sie ist großartig konstruiert. Die Handlung ist komplex, hat tolle Wendungen und verfällt nie in Klischees, sondern spielt höchstens damit. Und das ist nicht nur todspannend, sondern einfach rundum unterhaltsam — wobei Sneijder für mehr Humor sorgt, als ihm selber wahrscheinlich recht wäre. M.S.S.: Korrekt. Zuletzt noch ein paar Worte zum Schreibstil… M.S.S.: Sie haben ja keine Ahnung, wie froh mich das Wort “Zuletzt” stimmt. Der Schreibstil ist fantastisch, und Andreas Gruber schreibt einfach mit Biss und Humor, ohne das dabei die Spannung flöten geht.

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Todesfrist

Von: Nicole Plath

20.08.2017

In München, Köln und Leipzig wird jeweils eine Frauenleiche entdeckt. Jede Frau starb auf eine andere, grausame Weise. Aber sie haben eine Gemeinsamkeit: Ihr Mörder hält sich bei seinem Vorgehen an den Struwwelpeter. Doch bevor er die Frauen tötet, gibt er einer anderen Person die Möglichkeit, innerhalb von 48 Stunden ein Rätsel zu lösen. Wenn es gelöst wird, muss die Frau nicht sterben. In München übernimmt Sabine Nemez den Fall, obwohl ihre Mutter das Münchner Opfer ist. Der forensische Kriminalpsychologe Maarten S. Sneijder möchte sie bei den Ermittlungen in dieser Todesserie dabei haben. Während die Suche nach dem Täter beide nach Wien führt, erhält dort Helen Berger ein Rätsel, welches sie lösen muss, um einer anderen Person das Leben zu retten. Doch die Psychotherapeutin ist kein leichtes Opfer und begibt sich auf die Suche nach dem Erpresser. Zu Beginn des Buches muss der Leser mit drei Handlungssträngen klar kommen, welche im Laufe der Ereignisse kunstvoll miteinander verwebt werden. Andreas Gruber gelingt es, den Leser in die Geschichte zu ziehen. Früh erfährt der Leser, wer der Täter ist. So weiß oder ahnt der Leser mehr als die Polizei, was die Begleitung von Nemez und Sneijder noch spannender macht. Es ist ein rasanter Roman, der immer dann etwas ausgebremst wird, wenn sich die Sachverhalte nicht so entwickeln, wie es von den Ermittlern und/oder dem Leser erwartet wird. Die Charaktere Nemez und Sneijder sind gut ausgearbeitet. Die Figur des Maarten S. Sneijder ist hier ganz besonders hervorzuheben. Er ist ein ganz besonderer Typ und eckt als solcher auch an. Drei Sätze reichen nicht aus, um diese Figur zu beschreiben. Wer den Roman gelesen hat, weiß, worauf ich mit mit „drei Sätze“ beziehe, denn das ist nur ein Teil von Sneijder, der mir persönlich gut gefallen hat. In „Todesfrist“ sind alle Zutaten für einen guten Thriller so zusammengefügt, dass eine stimmige Geschichte herauskommt, ohne zu vorhersehbar zu sein. Der Roman hat ein Kopfkino ausgelöst, welches noch anhält, selbst wenn das Buch bereits aus der Hand gelegt wurde.

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Der erste Fall “Todesfrist” von Andreas Grubers ungleichem Ermittlerduo, bestehend aus dem niederländischen Profiler Marten S. Snejder und der Kriminalanwärterin Sabine Nemez, ist actiongeladener und knallharter Hörbuchthrill. Gruber jagt uns in einem Wahnsinnstempo durch seine Story und über die verschiedenen Schauplätze in München, Dresden und Wien. Dabei verliert er nie seine Hauptfiguren aus den Augen und gibt ihnen einen interessanten und gut durchdachten, persönlichen Touch. Zwar ist die Idee vom durchgeknallten Serientäter, der wahllos Frauen entführt und ermordet nicht mehr ganz so neu, aber der Schauspieler Achim Buch schafft es spielend, uns in diese immerhin schon 2013 erschienene, packende Story hinein zu ziehen und bis zum letzten Satz darin gefangen zu halten. Am 21. August 2017 erscheint der neue und vierte Fall “Todesreigen” mit den beiden Ermittlern.

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Todesfrist

Von: Suroopika Naguleswaran aus Ahornweg 4, 2542 Pieterlen

02.06.2017

Ich finde dieses Buch klasse! Ich hoffe, dass ich noch mehr Bücher von Andreas Gruber lesen kann.😊

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Die Reihe um Maarten S. Sneijder von Andreas Gruber stand gefühlt schon ewig auf meiner Leseliste, und nachdem dieses Jahr nun schon der vierte Teil erscheinen soll, dachte ich es wäre Zeit endlich mal anzufangen! Bereits zu Beginn des Buches geht es mit sehr viel Spannung los und dieses Spannungslevel wird sehr lange gehalten. Mit der vermeintlichen Auflösung der Fälle ist es aber nicht getan, denn Gruber versteht es mit einigen Wirrungen die Spannung der Geschichte weiter hochzuhalten. Beinahe hätte ich das Buch an einem Abend/Nacht durchgelesen, wenn ich nicht so totmüde gewesen wäre. Der erste Teil macht defintiv Lust auf mehr und ich werde auch zeitnah mit der Reihe weitermachen.

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Von Andreas Gruber habe ich bisher wirklich nur Gutes gehört und als Thriller-Fan muss man bei so vielen begeisterten Stimmen einfach zugreifen! Eins kann ich vorwegnehmen: ich bin ebenso begeistert, wie all die anderen, die mir das Buch empfohlen haben! Allein der Prolog hat mir die Haare zu Berge stehen lassen! Die Geschichte ist absolut gruselig und spannend! Der Mörder entführt sein Opfer und gibt dann einer anderen Person die Möglichkeit herauszufinden wer diese Person ist und warum er sie entführt hat. Allerdings hat sie dafür nur 48 Stunden Zeit. Schafft es die Person nicht, stirbt das Opfer. Natürlich sind das keine "einfachen" Morde, denn der Killer hat einen perfiden Plan, den es zu erfüllen gibt! Nach einem bekannten Kinderbuch bringt er seine Opfer auf bestialische Weise um. Obwohl auch ich dieses Kinderbuch kenne, habe ich die entsprechende Verknüpfung nicht direkt gesehen. Die Idee, die hinter dem Buch steckt, hat mich auf jeden Fall sehr begeistert! Die Hauptprotagonisten sind in erster Linie Sabine Nemez, die selbst bei der Polizei ermittelt und in den Fall hineingezogen wird. Auch wenn ihr Chef es nicht gutheißt, will sie daher bei den Ermittlungen tätig sein und den Mörder schnappen. Aufgrund der Besonderheit der Morde wird auch noch der niederländische Fallanalytiker Maarten S. Sneijder hinzugezogen, der wirklich eine ganz eigene Art hat. Er kifft, er ist unhöflich und doch sehr effizient. Zusammen sind die beiden auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Duo! Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt und man bekommt als Leser einen guten Eindruck der Ermittlungen, aber auch vom Treiben des Mörders. Die gesamte Geschichte ist sehr gut verknüpft und auch die unterschiedlichen Spielorte gut dargestellt. Spannend ist dieses Buch auf jeden Fall! Dank dem flüssigen Schreibstil und den vielen überraschenden Wendungen bin ich sehr gut durch die doch sehr komplexe Geschichte gekommen! Bis zum Ende war ich gespannt auf die Auflösung des Falls, denn immer wenn man dachte, man kommt zu einem Ende, hat Andreas Gruber eine neue Wendung eingebaut und den Leser überrascht. Für mich ein sehr außergewöhnlicher und packender Thriller!

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Mit einer Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. 48 Stunden gibt der Täter einem dem Opfer nahestehenden Person Zeit um herauszufinden warum er es entführt hat. Der Serienmörder lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Die Münchner Kommissarin Sabine Nemez sucht verzweifelt nach einer Erklärung und einem Motiv, denn eines der Opfer ist ihre Mutter. Mit dem forensischen Kriminalpsychologen Maarten S. Sneijder entdeckt sie ein erstes Muster - ein altes Kinderbuch dient dem Täter als Inspiration für seine grausamen Tötungsarten... Todesfrist von Andreas Gruber ist der erste Teil um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Der Prolog, in dem eine Krankenschwester bei lebendigen Leib einbetoniert wird, das Gesicht frei und durch nur durch zwei Schläuche mit dem nötigsten versorgt, schafft sofort eine sehr beklemmende Atmosphäre, in dem sofort eines klar wird, der Täter ist ein mehr als grausamer Mörder. Kommissarin Sabine Nemez ist bei diesem Fall persönlich betroffen, denn eines der Opfer ist ihre Mutter. Trotz der Anweisung sich von dem Fall fernzuhalten, beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Mit dem forensischen Kriminalpsychologen Maarten S. Sneijder kommt sie auf die Spur eines alten Kinderbuches, das der Täter mit seinen Morden neu interpretiert. Die Protagonisten Nemez und vor allem Sneijder haben mir ausgesprochen gut gefallen. Nemez ist eine junge sympathische Frau, deren Wunsch, den Mörder ihrer Mutter zu finden, man sofort nachvollziehen kann. Aber besonders angetan hat es mir Maarten S. Sneijder. Er ist ein so richtiger Unsympath, arrogant, respektlos und auch schon mal beleidigend, Informationen möchte er in drei kurzen Sätzen erhalten und stößt seinen Mitmenschen immer wieder mal vor den Kopf. Sein Verhalten löste bei mir immer wieder ein leichtes schmunzeln aus, und lockerte damit die Geschichte auch ein wenig auf. Der Fall selbst ist spannend und mit einem hohen Tempo erzählt, die Mordmethoden sind mehr als ungewöhnlich und die Verbindung zu dem alten Kinderbuch empfand ich als sehr gelungen. Auch die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge konnte mich überzeugen und gipfelten in einem spannenden Finale. Der Spannungsbogen war für mich von Anfang an sehr hoch und konnte bis zum Schluss auch gehalten werden. Für mich war "Todesfrist" ein Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mit einer spannenden Geschichte, ungewöhnlichen Mordmethoden und mit dem Ermittler Maarten S. Sneijder konnte mich dieses Buch wirklich begeistern. Mein Fazit: Ein toller Thriller, der mich richtig begeistern konnte! Leseempfehlung an alle Thrillerfans!

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