Leserstimmen zu
Die Frau, die vom Himmel fiel

Simon Mawer

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"Sie liebte das lautlose Töten mit der Hingabe einer Ministrantin, die sich für eine neue Religion begeisterte." Marian ist eine junge Londonerin, die als Spionin ausgebildet wird. 1943 springt sie mit dem Fallschirm über Frankreich ab. Ihr Ziel ist Paris. Seit dem Ausbruch des Krieges hat sich vieles verändert. Schon ein kleiner Fehler könnte sie verraten. »Geht nicht forsch in ein Café und bestellt einen café au lait. Wahrscheinlich gibt’s keine Milch, und es gibt garantiert keinen Kaffee. Und (...) bittet nicht um Zucker. Wenn ihr um Zucker bittet, fragen sie sich vielleicht, wo ihr die letzten zwei Jahre gewesen seid.« Ihr Auftrag ist es, einen wichtigen Wissenschaftler nach England zu holen. Vielleicht kann mit seiner Hilfe der Krieg beendet werden. Marian und Clement waren sich einst sehr nah. Doch es ist viel passiert, seit dem sie sich das letzte mal gesehen haben. »Wir sollten nichts sagen, was wir morgen früh bereuen.« »Findest du? Vielleicht sollten wir gerade jetzt die Dinge sagen, die wir später bereuen.« Das Buch hat einen realen Hintergrund: "Vom Mai 1941 bis zum September 1944 schickte die französische Sektion der Special Operations Executive fünfzig Frauen in den Einsatz." Der Vater des Autors war bei der Royal Airforce. Die vielen Details haben die Geschichte für mich sehr realitätsnah und interessant gemacht. Obwohl es als "Casablanca-gleiche" Liebesgeschichte beschrieben wird, stand die Beziehung für mich nicht im Zentrum der Handlung. Simon Mawer hat einen wunderbaren Schreibstil. Und er steigerte die Spannung des Romans bis zum Ende hin immer weiter. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Ein fesselnder Roman über eine junge Spionin in Paris. Über Mut, Liebe und Verrat.

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Weiter ging es, durch die graugrüne Trostlosigkeit der Midlands, "ein England, das sie nicht kannte". Konnte es wahr sein, was sich hier abspielte oder war alles "bloß ein absurder Witz, ein Schabernack ..."? An den oft kleinen und schäbigen Bahnhöfen stiegen Menschen ein und aus, meist Soldaten, mit Seesäcken beladen. Etwas Leben brachten sie in die bizarre Situation ihrer kleinen Reisegruppe. Niemand wusste, wohin genau die Reise geht und was sie erwarten würde. Auf einen Einsatz in Frankreich sollten sie vorbereitet werden, doch jetzt ginge die Fahrt erst einmal nach Schottland, hatten ihnen jene gesagt, die nicht gerne Fragen beantworteten und schon gar nicht solche, die ihre Organisation betrafen. Marian Sutro gingen die absonderlichsten Dinge durch den Kopf, allen voran die vage Vermutung, man hätte sie vielleicht längst für geistesgestört erklärt und würde sie und ihre Begleiter in eine abgelegene Nervenklinik bringen. Weit weg von Familie und Verwandtschaft und vor allem weit weg vom Krieg. War es ein Irrtum, allen Ernstes zu glauben, einen persönlichen Beitrag, wie auch immer dieser aussehen mochte, in diesem Krieg leisten zu können? Niemand würde sie hier oben finden und wer waren eigentlich diese Leute, die sie kontrollierten und ausfragten, selbst aber keinerlei Fragen beantworten wollten? Nach Glasgow wurde die Landschaft immer unwirklicher, die Bahnhöfe immer kleiner. Passagiere stiegen keine mehr zu und schließlich erreichten sie ein Ziel ohne Namen, stiegen aus und wurden mit einem Transporter weitergefahren. Marian glaubte beim Aussteigen noch jenen Mann aus der Ferne zu erkennen, der ihr unlängst in einer Londoner Bar Interesse entgegenbrachte. Er, der sich mit einem Glas Rotwein in der Hand zu ihr setzte und ihr eine Zigarette anbot. Sie erinnerte sich noch an seinen französischen Akzent, und dass sie ihn abblitzen ließ, da sie noch eine wichtige Verabredung mit ihrem Bruder hätte. Benoît war sein Name und offenbar erzählte er ihr keine Lügen, wie sie zuerst vermutet hatte. Offenbar wollte er tatsächlich nach Frankreich zurück ... ... und jetzt sitzt sie tatsächlich mit ihm in einem Flugzeug. Wie Gepäckstücke zusammengeschnürt warten sie im Rumpf der lärmenden Maschine auf den alles entscheidenden Moment, um über dem besetzten Frankreich abgeworfen zu werden. Benoît scheint es wenig zu kümmern und er nähert sich dem Ziel in aller Ruhe schlafend. Schließlich findet der Pilot ein winziges Licht, 800 Meilen von zu Hause entfernt - eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden wäre wahrscheinlich leichter. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Aussteigen gekommen. Die Bodenluke wird geöffnet und sie stürzen hinab ... "Die Frau, die vom Himmel fiel" ist eine Hommage an die tapferen SOE-Frauen, die im zweiten Weltkrieg hinter den feindlichen Linien abgeworfen wurden. Die französische Sektion der "Special Operations Executive" schickte 50 von ihnen zum Einsatz ins besetzte Frankreich. Dieses Buch klingt und schwingt und erzählt eine Geschichte, in der man sich verlieren könnte - wie jene Mutigen, die im Zug nach Schottland ins Ungewisse reisten und doch wussten, dass sie das, was immer man mit ihnen vorhatte, tun mussten. Schon nach wenigen Seiten wollte ich dem vorgegebenen Tempo des Romans nicht folgen. Simon Mawer zieht den Spannungsbogen zwar sehr verhalten an, aber dennoch passte ich die Geschwindigkeit des Lesens eher der des Bummelzuges durch Schottland an, um mich nur nicht dem Ende dieser wunderbaren Geschichte zu schnell zu nähern. Selten sind solche Geschichten geworden, die einerseits aufwühlen und in fast panische Spannung versetzen und andererseits zutiefst berühren! Die Unkompliziertheit seines sprachlichen Ausdrucks steht im Kontrast zu einer großen Wirkung. Der Leser spürt den Wind seiner Worte, den tobenden Lärm, den er beschreibt, und auch die sanften Momente unmittelbar, ungestört von jeder ausschmückenden Übertreibung oder intellektuellen Metaphern, die erst entschlüsselt werden müssen. Simon Mawer modelliert die Figuren aus seinen Worten und haucht ihnen damit Leben ein. Es sind Worte, die noch eine Gänsehaut zaubern können - man liest die Geschichte nicht nur, man spürt sie! Mit diesen ebenso klaren wie befreiten Worten, gelingt es Simon Mawer ein Szenario aufzubauen, das den Leser erst vor die Tore der tobenden Hölle des 2. Weltkrieg versetzt, um ihn dann unmittelbar mitten darin abzuladen! Mit einer unglaublichen Intensität widmet er sich nicht nur der eigentlichen Geschichte, sondern auf sehr eindringliche Weise seiner absoluten Hauptdarstellerin Marian Sutro, die ihr Leben als "ein sich entfaltendes Drama" versteht, und für die Erregung und Furcht immerwährende gleichberechtigte Begleiter sind! Ihre ebenso liebenswerte wie sensible Charakterisierung lässt sie uns schon nach wenigen Seiten als Vertraute erscheinen - man glaubt sie zu kennen, kann ihre Ängste, Zweifel und den unverbrauchten Mut verstehen und nachvollziehen. Ebenso spektakulär sind seine Landschaftsbeschreibungen. Auch hier wirken Simon Mawers Worte nahezu dreidimensional und bis ins kleinste Detail ausgefeilt. Grandios beschreibt er selbst klimatische Unterschiede zwischen Frankreich und England. Marian Sutro erlebt in Frankreich "eine neue, strahlende Welt der Kälte". Hier verzaubert das Sonnenlicht Eiskristalle in Diamanten, während es in England "nur Nebel und Feuchtigkeit und eine raue Kälte" gibt. Die Kälte in Frankreich "ist dagegen wie Champagner"! Die Ereignisse und Rahmenbedingungen in "Die Frau, die vom Himmel fiel" entsprechen den historischen Tatsachen und selbstverständlich sind die Figuren alle erfunden. Immerhin bekommt man aber den Hauch einer Ahnung, wie es vielleicht wirklich gewesen sein könnte und was jene tapferen Frauen erlebt und durchgemacht haben. Das ist nicht alles, aber viel!

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Gefahr und Leidenschaft

Von: Monika Schulte aus Hagen

09.12.2012

Marian Sutro, eine 19-jährige junge Frau, die gerade die Schule verlassen hat, wird vom britschen Geheimdienst angeworben. Es bleibt ihr eigentlich gar nichts anderes übrig als mitzumachen. Ein normales Leben, wie es eine Frau ihres Alters führt, ist für Marian nun nicht mehr möglich. Sie wird nach Schottland geschickt, wo sie auf ihre Spionagetätigkeit vorbereitet wird und eine harte Ausbildung durchlaufen muss. Sie lernt sich lautlos zu bewegen. Sie kann Türen öffnen, ohne, dass es jemand mitbekommt. Sie lernt, wie man tötet und sie lernt, wie man verschiedene Persönlichkeiten annimmt - alles, um zu überleben und um dem Geheimdienst zu dienen. Marian wird nach Frankreich geschickt. Die Royal Air Force fliegt sie dorthin, wo sie mit einem Fallschirm über unbekannten Gebiet abspringen wird. Ihre Aufgabe wird es sein, Clément zu finden. Clément, der als Wissenschaftler für die Nazis arbeitet. Clément, der Marians erste große Liebe war. Marian findet ihn, alte Gefühle werden geweckt. Doch was ist mit Benoít, zu dem sie sich auch hingezogen fühlt und der inzwischen ihr Liebhaber ist? Und kann sie Clément überzeugen nach England zu kommen? Ein Agentenroman, ein Roman voller Spannung und Hingabe. Ein Roman, der einen allein vom Thema her fesselt. Diese Frauen, die vom Himmel fielen, hat es tatsächlich gegeben. So wird es im Nachwort erklärt. Einige der Frauen haben es geschafft zu überleben. Andere wurden von den Nazis geschnappt und ermordert. Simon Mawer versteht es, langsam die Spannung aufzubauen. Man kann irgendwann kaum noch erwarten, dass es endlich "los geht". Ein Roman über Agenten im Zweiten Weltkrieg, der alle Leser begeistern wird. Ein Roman voller Spannung bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Unbedingt empfehlenswert!

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Buchhändler Leserstimme

Von: Marlene Breunig (Das Buchkabinett) aus Obernburg

19.11.2012

Außergewöhnlich gut erzählt. Beste Unterhaltung in literarischer Form. Dieses Buch wird mein ganz besonderer Lesetipp zu Weihnachten.

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Buchhändler Leserstimme

Von: Monika Kolling (HACO Center) aus Wadern

29.10.2012

Ein einzigartiges Buch über den Widerstand in der Nazizeit: Spannend und aufwühlend Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen!!

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Buchhändler Leserstimme

Von: Tobias Wrany (Buchhandlung Hanns-Georg Jost) aus Bonn

23.10.2012

"Die Frau, die vom Himmel fiel" muss sich nicht vor Klassikern des Spionageromans, zum Beispiel aus dem Haus Le Carre, verstecken.

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Buchhändler Leserstimme

Von: Gaby Kellner (Barbaras Bücherstube) aus Moosburg

15.10.2012

Eine beeindruckende Geschichte, besonders wenn man bedenkt, dass es tatsächlich solche mutigen Frauen gab, die ihr Leben für die Befreiung Anderer eingesetzt haben!

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Buchhändler Leserstimme

Von: Karin Kersten (Buchhandlung Schröder) aus Uetersen

15.10.2012

Spannung - Liebe - Zeitgeschichte = absolut gelungen! Gute Unterhaltung mit Anspruch, ich habe es "verschlungen".

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