Leserstimmen zu
Vergiss das mit dem Prinzen

Pippa Wright

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Aurora ist Single. Nach 11 Jahren Beziehung sieht sie sich völlig unerwartet einem Leben gegenüber, das sie so nie wollte. Ihre Freundin und ihre Tante überreden sie sich mit vielen unpassenden Männern zu treffen, um über ihren Ex hinwegzukommen. Sie hatte nie wirklich Dates und das führt natürlich zu vielen lustigen Situationen. Aurora durchläuft dabei verschiedenen Stufen. Anfangs ist sie natürlich am Boden zerstört und definiert sich selbst nur über die vergangene Beziehung. Aber nach und nach lernt sie sich selbst wieder zu finden. Die Männer der Geschichte sind natürlich alle sehr speziell und absichtlich mit negativen Eigenschaften bestückt. Trotzdem haben mir die Dates viel Freude bereitet. Seit langem musste ich bei einem Buch mal wieder lachen, weil die Situation einfach so unmöglich war. Leider kam mir das Ende etwas zu plötzlich und war für mich nicht so recht nachvollziehbar. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr von allem gewünscht. Das Buch war sehr locker und leicht geschrieben. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich. Von Selbstzweifel bis bizarren und witzigen Situationen ist alles dabei. Für mich eine super Mischung!

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Inhaltsangabe: Rory Carmichael ist am Boden zerstört als ihr Freund Martin die Beziehung nach 11 Jahren beendet. Sie ist der festen Überzeugung, dass dies nur ein vorübergehender Irrtum sei und Martin zu ihr zurückkommt. Und dann auch noch das. Ihre Kolumne soll eingestellt werden und etwas frisches Neues muss her. Da ihre Arbeitskollegin Tricky ihren Kummer mitbekommt, rät sie Rory dazu absichtlich die falschen Männer zu daten, damit sie ihren Mr. Right finden kann. Und so kommt eins zum anderen. Gezwungenermaßen schlägt Rory eine neue Kolumne über „Dates mit unpassenden Männern“ vor und muss sich dafür mit den unterschiedlichsten Männern treffen – und das Chaos kann beginnen… Meine Meinung: „Vergiss das mit dem Prinzen“ von Pippa Wright ist ein typischer Chick-Lit-Roman, der mit viel Charme und englischem Humor daher kommt, mich aber nicht aus den Socken gehauen hat. Der Schreibstil ist leicht verständlich und wird aus Sicht der Hauptprotagonistin Rory geschildert. Die Beschreibung der Charaktere hätte jedoch ein wenig mehr Tiefgang vertragen können. Selbst die Hauptprotagonistin Aurora Carmichael, genannt Rory bleibt eher unscheinbar. Schüchtern und naiv sind denke ich die passenden Worte um Rory am besten zu beschreiben, da sie an dem Gedanken festhält Martin, ihr (Ex-)Freund könne sich getäuscht haben und zu ihr zurück kommen. Tricky, eine Arbeitskollegin ist das krasse Gegenteil von Rory. Sie strotzt gerade nur so vor Selbstbewusstsein und ist das reinste Klatschmaul. Tante Lyd, eine ehemalige Schauspielerin, weiß immer einen guten Rat für ihre Nichte und bietet Rory ein Dach über dem Kopf. Auch die beiden Rentner, tragen einen großen Teil zur Geschichte bei und bieten abwechslungsreiche Unterhaltung. Das Beste an der Geschichte ist jedoch wie Rory absichtlich die falschen Männer daten muss um zu ihrem Mr. Right zu finden und darüber eine Kolumne zu verfassen. Denn hierbei werden die Männer genauestens unter die Lupe genommen und ihre Schwächen so liebevoll umschreiben, dass man sie einfach dennoch lieb haben muss. Fazit: „Vergiss das mit dem Prinzen“ ist nicht perfekt, aber auch nicht grottenschlecht, sofern man dem englischen Humor etwas abgewinnen kann und auf typische Chick-Lit-Romane steht. Typische Chick-Lit-Handlungen mit eher blassen Charakteren.

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Eigentlich ist es ein typischer englischer Chic-lit aus der Feder von Pippa Wright. Auch ist die Handlung alles andere als ausgefallen. Die Heldin soll, nachdem sie nach elf Jahren Beziehung von ihrem Freund für eine andere abserviert wurde, eine Kolumne für die Webseite ihrer Arbeitgeberin schreiben und dafür völlig unpassende Männer daten (was angeblich laut dem Rat einer Kollegin auch dem Seelenleben unserer Heldin gut tun wird). Während Rory nun Greise, lüsterne Twens, Intellektuelle und einen verzweifelten Musiker datet, schreibt sie eifrig die gesammelten Erfahrungen in ihrer Kolumne nieder, die ein Erfolg wird. Ohne dass Rory es merkt, verändert sich aber auch irgendwann ihre Einstellung zum Leben und sie begreift, dass der angeblich richtige Mann fürs Leben auch mal der berühmte, sprichwörtliche Griff ins Klo bedeuten kann. Mit von der Partie sind nebenbei ihre exzentrische Tante und zwei schrullige Mitbewohner, die genau wie Rorys Tante ehemalige Schauspieler sind und nicht zu vergessen, ein frecher Installateur, mit dem sich Rory mehrfach heftige Wortgefechte liefert und der T-Shirts mit recht zweideutigen Botschaften trägt . Was dieses Buch allerdings für mich so besonders gemacht hat, war der trockene, schwarze und typisch englische Humor der in vielen Romanpassagen zum Tragen kommt. Die Autorin muss eine sehr gute Beobachterin sein. Nur so ist es zu erklären, dass sie die Männer, die Rory trifft und die völlig verschieden sind, so echt wirken lassen kann und deren Schwächen dabei auf so witzige Art dem Leser offenbart, ohne dass es zu bösartig wird. Meine Higlights waren die Momente, während denen Rory ihre Männer datet und auch die herrlich witzigen Dialoge zwischen ihrer Tante und deren Mitbewohner, die sich wirklich nichts schenken. Einzig Rory, wirkte mir ein wenig zu passiv in manchen Momenten und steht wirklich eine lange Zeit auf der sprichwörtlichen Leitung. Aber diese kleine Schwäche macht der köstliche Humor dafür um Längen wieder wett. Ich muss gestehen, dass mir mittlerweile Contemporaries und Chic-Lits aus britischer Autorenfeder um einiges besser gefallen, als genregleiche Lektüre von amerikanischen Autorinnen. Irgendwie liegt mir der britische Humor mehr. Wem es also ebenso geht, dem lege ich “Vergiss das mit dem Prinzen” wärmstens ans Leserherz. Es sei denn, Ihr fürchtet Lachfältchen. Kurz gefasst: Herrlich witziger und schwarzhumoriger, britischer Chic-Lit

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Ist der "Falsche" dann der Prinz?

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim

20.06.2013

Rory ist plötzlich nach elf Jahren Dauerbeziehung wieder Single. Völlig gefrustet und am Boden zerstört zieht sie zu ihrer Tante Lydia. Diese führt eine Pension für gealterte Schauspieler. Zusammen mit zwei sich immer wieder streitenden ehemaligen Schauspielgrößen, muss Rory nun unter dem Dach ihrer Tante wohnen. Aber auch in ihrem Job geht es drunter und drüber. Ihr Kollegin Ticky meidet nicht nur die Arbeit wie der Teufel das Weihwasser, nein, sie weiß auch ihre Gegenüber so lange zu löchern und bedrängen, bis diese ihr alles erzählen. Und so bekommt Rory ungefragt den Rat, dass sie wieder daten muss. Und das so schnell wie möglich. Aber nicht irgendjemanden, sondern bewusst die falschen Männer. Bei einem Meeting erfährt Rory dann, dass ihre Kolumne eingestellt werden soll. In ihrer Panik schlägt sie eine neue Kolumne vor. Über Dates mit unpassenden Männern. Ehe sie es sich versieht, muss sie auf der Website ihrer Firma von den Dates berichten. Aber wo findet man unpassende Männer und will sie das wirklich machen? Doch Rory hat nicht mit Tricky gerechnet … Nach „Willkommen im Wahnsinn“ ist dies das zweite Buch der Autorin. Rory bleibt zunächst für den Leser blass, aber sie entwickelt sich im Laufe des Buches und wird zu einer guten Freundin. Auch die anderen Protagonisten z.B. ihre Tante oder die beiden Schauspieler werden gerade im letzten Drittel herzlich und liebenswert. Die Geschichte plätschert nicht vor sich hin, sondern nimmt nach Trickys Aktion recht schnell an Fahrt auf und bietet auch Stoff zum Nachdenken. So muss z.B. Rory erkennen, dass das Glück manchmal wirklich nicht weit entfernt liegt. Oder dass man auch die inneren Werte erkennen muss. Wirklich gut gefallen hat mit der typische schwarze britische Humor. Die Männer, die Rory nach und nach trifft unterscheiden sich grundsätzlich voneinander. So wird auch dem Leser Abwechslung geboten. Witzige Dialoge, Fettnäpfchen und der britische Humor machen das Buch zu einer tollen Sommerlektüre, die man entspannt auf dem Balkon oder am Strand genießen kann. In der Ich-Erzähler-Perspektive darf der Leser auch an Rorys Gedankenwelt teilhaben. Die 39 Kapitel sind schnell gelesen, auch wenn es zwischendurch manche kleine Längen gibt. Ich jedenfalls freue mich schon auf das nächste Buch von Pippa Wright. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und hat nichts mit dem vorherigen Buch zu tun. Fazit: Eine witzige Sommerlektüre, die nicht nur Liebhabern des britischen Humors Spaß macht.

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