Leserstimmen zu
40 Stunden

Kathrin Lange

Faris-Reihe (1)

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Das Cover und der Klappentext von „40 Stunden“ haben mir bereits vorab eine Gänsehaut bereitet. Mein Gefühl, dass dieser Thriller ziemlich gut sein muss, hat mich nicht getäuscht. Anfangs bin ich mit ein bisschen Skepsis rangegangen, da ich eher vorsichtig bin, was Bücher mit religiösem Inhalt angeht. Ja, es dreht sich sehr viel um den Glauben und die Religion, aber das wurde von der Autorin super verpackt in jeder Menge Spannung. Die Seiten flogen nur so dahin und ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Die Spannung wird stets auf einem hohen Level gehalten und durch Kurzschlusshandlungen des Täters häufiger Mal auf die Spitze, und darüber hinaus, getrieben. Mein Kopfkino ratterte die ganze Zeit, doch bis zum Schluss hatte ich nicht mal eine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Ich habe jede Zeile ganz genau gelesen, aber die Autorin hat den Zeitpunkt, wann die Person enttarnt wird, voll im Griff. Durch Zwischensequenzen, in denen es um andere Protagonisten geht, wird man zusätzlich leicht in die Irre geführt. Faris Iskander, der Hauptprotagonist, stand die ganze Zeit im Mittelpunkt der Geschichte, wodurch dem Leser tiefe Einblicke in sein Leben und seine Gefühlswelt gewährt werden. Mich hat das Buch ganz und gar überzeugt und es ist für mich jetzt schon ein Highlight in meinem Bücherregal. Ich hoffe inständig, dass es bald weitere Fälle für Faris geben wird.

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Meine Meinung Kathrin Lange eine mir bis dato unbekannte Autorin hat es wie kaum ein anderer Schriftsteller/andere Schriftstellerin bisher geschafft mich mit ihrem Thriller in den Bann zu ziehen. Selbst ein Chris Carter- bis dato mein absoluter Lieblingsthriller-Gott- kann da kaum mithalten, so mörderisch spannend war dieses Buch. Im Fokus von Kathrin Lange steht Faris Iskander, ein Polizeiermittler und Muslim mit arabischem Aussehen. Alles Attribute die in der heutigen Zeit sehr schnell für sehr große Schwierigkeiten und Probleme im Alltag, Beruf und Privatleben sorgen können. Unterstützt wird Iskander durch das Team der SERV, der Spezialeinheit für religiöse Verbrechen bei der Polizei. Diese ist auch bitter nötig nach dem Fund eines Videos mit einem Mann, an das Kreuz genagelt nach Jesus Christus Vorbild. Wäre das alles noch nicht schlimm genug, droht ein Irrer damit verschiedene Bomben beim Weltkirchentag detonieren zu lassen- sollte der Mann am Kreuz innerhalb von 40 Stunden sterben. Ganz großes Kino was Kathrin Lange dort heraufbeschwört- doch wie war die Umsetzung? Zunächst lernt der Leser die Charaktere mehr oder weniger tiefgründig kennen, den einen eher oberflächlich und kurz, den Hauptcharakter sehr intensiv und menschlich. Ja Faris Iskander menschelt in einer Art und Weise die dem Leser sofort sympathisch sein muss. Seine Zweifel, sein Glauben, sein Straucheln – ja einfach seine vielfältigen Emotionen reißen den Leser von Seite zu Seite mit, bilden einen Kontrast zu dem tendenziell sehr hohen Spannungsbogen den Kathrin Lange aufbaut und aufrechterhält. 40 Stunden mit Kommissar Faris Iskander, eine Zeitschiene zwischen Leben und Tod, Emotionen wie auf einer Achterbahn und Menschen , Gefühle und Emotionen wandelbar wie das Wetter in der Wüste. Selten habe ich so spannungs- und emotionsgeladene Zeitfenster erlebt. Das Buch verdient zu Recht die Bezeichnung Thriller. Gespannt wie ein Flitzebogen erwartet der Leser die nächste Szene- wie geht es weiter? Was passiert- was findet Faris heraus? Wie können ihm die anderen Mitglieder der SERV helfen? Mir fiel es sehr schwer das Buch überhaupt aus der Hand zu legen, so spannend waren einige Szenen. Ich habe die Luft angehalten, ob des Grauens das mich erwarten würde können. Sicherlich gab es auch den ein oder anderen kleinen Knick in der Logik, der mich dazu trieb die ein oder andere Vermutung über die Identität des Täters anzustellen, aber die meisten Vermutungen sollten sich als sinnlose Irrwege herausstellen. Geschickt wusste die Autorin die Fäden immer enger zu spinnen, den Leser mit Informationen zu versorgen, ihn an den Ermittlungen teilhaben zu lassen, aber nie gänzlich aufzuklären so dass immer ein quälend kleiner Raum für eigene Gedanken blieb. Abgerundet wurde das Buch durch ein fulminantes Finale das keiner der Leser sicherlich so in dieser Art und Weise für möglich gehalten hätte. FAZIT: Ich bin begeistert und habe selten so einen guten Thriller aus einer deutschen Feder gelesen und werde es sicherlich nicht bereuen mich auf weitere Teile der Autorin mit Kommissar Faris Iskander zu freuen. Für mich DIE Überraschung des Jahres 2014 und das obwohl das Jahr erst gerade begonnen hat. Absolute Kaufempfehlung und natürlich volle Punktzahl/Sternezahl.

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Manchmal fängt man ein Buch an und weiß genau, dass man es lieben wird. Bei 40 Stunden von Kathrin Lange trifft dies zu 100% zu! Durch den flüssigen Schreibstil und die vielen Cliffhanger, bleibt einem eigentlich auch gar nichts anderes übrig, als das Buch zu verschlingen! Die Hauptfigur Faris finde ich besonders gelungen. Als Ermittler einer Sondereinheit für religiöse Verbrechen mit ägyptischem Aussehen hat man es nicht gerade einfach. Gerade, wenn das Thema Bombendrohung in Berlin groß geschrieben wird. Der Charakter ist sympathisch und authentisch. Besonders an ihm mochte ich jedoch, dass man immer wieder mit Rassismus konfrontiert wurde und so selbst zum Überdenken eigener Vorurteile angeregt wurde. Die Kapitel sind hauptsächlich aus der Sicht von Faris, aber man liest auch sowohl beim Bombenleger, als auch bei Besuchern des Kirchentages mit. Da man letztere natürlich auch lieb gewinnt, fiebert man ordentlich mit, denn sollte Faris nicht schnell genug ermitteln, soll das Olympiastadion mit allen Kirchentagsbesuchern gesprengt werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich selbst bis zum Schluss keine Ahnung hatte wer der Täter ist. In manchen Ermittlungen war ich zwar schneller als die Polizisten, aber das ist mir hier nicht weiter negativ aufgefallen. Ein kleiner Minuspunkt bekommt bei mir das Ende. Zwar ist der ganze Thriller sehr schnelllebig, aber das Ende wurde mir dann doch etwas zu schnell abgefühstückt. Es wurde zwar weitestgehend alles aufgeklärt, aber für mich hat der große Knall (damit meine ich jetzt keine Bomben ;)) gefehlt.

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40 Stunden und dann?

Von: Monika Stutzke aus Berlin

23.04.2014

As-samu alaikum. Das ist das erste, was Faris Iskander am anderen Ende des Telefons zu hören bekommt, bevor ihm ein Video zugespielt wird, das eine Kreuzigung zeigt. Diesen Satz hörte er vor 10 Monaten zum letzten Mal, bevor er verhindern konnte, dass eine Bombe hochging und viele Menschen in den Tod riss. Faris Iskander, gebürtig in Alexandria, ist Polizist und gehört der Sondertruppe SERV (Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen) an. Er wurde damals bei der Bombenexplosion schwer verletzt und die Albträume suchen ihn auch nach so vielen Monaten noch heim. Kurz nachdem er seine Arbeit wieder aufnehmen konnte, wurde er suspendiert. Als ihn jemand auf Grund seiner Hautfarbe und seines Aussehens als Bombenleger bezeichnete, ist er ausgerastet und hat diesen zusammengeschlagen. Nun erhält er dieses Video und wird vom Anrufer zu einem Bahnhof dirigiert, in dem er kurz darauf Zeuge einer Bombenexplosion wird. Ein Zeichen, dass der Anrufer es ernst meint. Er gibt Faris 40 Stunden Zeit, um den Gekreuzigten zu finden, ansonsten würde es ein Bombeninferno geben. Die Ermittler bekommen schnell heraus, dass der Countdown zur Abschlussveranstaltung des zur Zeit in Berlin stattfindenden ökumenischen Kirchentages im Olympiastadion abläuft und sich dort Tausende von Gläubigen einschließlich des Papstes befinden werden. Die Zeit läuft, der Anrufer belässt es nicht mit der einen Bombe im U-Bahnhof, jederzeit kann die nächste Bombe irgendwo in Berlin hochgehen ... Die Autorin Kathrin Lange versteht es, einen packenden Thriller zu schreiben. Sie baut von Beginn an Spannung auf, die es dem Leser schwer fallen lässt, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Trotz seiner Suspendierung beginnt Faris mit dem Team der SERV mit den Ermittlungen. Seine Chefin Dr. Geiger, die von Hause aus was gegen Faris hat und ihn für eine tickende Zeitbombe hält, ist davon nicht erbaut und versucht, das zu verhindern, aber der anrufende Bombenleger verlangt speziell nach Faris und so muss sie sich schließlich fügen. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, wer hat Kenntnis von dem Satz "As-samu alaikum"? Dieses wurde nie an die Öffentlichkeit herausgegeben, der damalige Bombenleger kann es jedoch auch nicht sein, denn der verstarb bei der Explosion. Es dauert nicht lange, denn schnell ist ersichtlich, woher der Bombenleger die Informationen hat. In einigen Kapiteln findet man zum Ende Episoden von Alexander. Man bekommt sehr schnell mit, dass Alexander der Sohn des Gekreuzigten ist. Er hat die Begegnung mit einem Engel und erzählt diesem vom Zusammenleben mit seinem Vater. Die Zusammenhänge zwischen diesen Episoden und dem Hauptstrang werden nach und nach ersichtlich. Ich habe diesen Thriller förmlich verschlungen. Gleich zu Beginn wird man in die Story hineingezogen und erst wieder entlassen, wenn man das Buch gelesen hat. Was war ich froh, dass ich es in einem Rutsch durchlesen konnte und nicht beiseite legen musste. Faris Iskander ist ein Protagonist, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat und trotzdem das letzte aus sich herausholt, um Schlimmes zu verhindern. Er wird unterstützt von seinen Kollegen, vor allem seinem Partner Paul Sievers, auf den er sich verlassen kann. Sie sind ein eingespieltes Team und verstehen sich auch ohne viel Worte. Faris versucht zudem die zu beschützen, die er liebt, selbst seine ehemalige Freundin, die ihn vor längerer Zeit verlassen hat, denn der Bombenleger weiß genau, wo es Faris weh tut. Dieser Thriller lässt einen nicht los, wenn man ihn zu lesen begonnen hat. Spannung wird bereits auf den ersten Seiten erzeugt, die durchweg vorhanden ist und sich stetig steigert. Man fiebert förmlich den Ende entgegen, um endlich alles zu erfahren, um zu wissen, wer der Täter ist und wofür das alles inszeniert wurde. Ich hatte ab der Mitte des Buches einen Verdacht auf den Täter, der sich auch bestätigte. Die Geschichte spielt in Berlin, die Örtlichkeiten wurden von der Autorin sehr gut recherchiert. Auch was die Ermittlungen angehen, sind sie gut nachvollziehbar und erscheinen dem Unwissenden glaubhaft dargestellt. Ein Buch, dass ich allen Thrillerfans sehr gern weiterempfehle. Ich freue mich derweil schon mal auf den 2. Teil mit Faris Iskander und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.

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Intensiv und spannend!

Von: Martina Meyen aus Sankt Augustin

17.03.2014

Der fiktive ökumenische Kirchentag bietet die Kulisse für diesen spannenden Thriller, in dessen Mittelpunkt - passend zum Kirchentag - eine Kreuzigung steht. Gleich im Prolog liefen mir Schauer über den Rücken, als ich Zeuge dieser Kreuzigung wurde. Wer mich kennt, weiß, dass ich es nicht zu blutig mag, aber schon bei dieser Szene habe ich gemerkt, dass Kathrin Lange „meine“ Grenze nicht überschreiten wird. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, in der jeweiligen Überschrift werden die Stunden hoch gezählt und ein passendes Bibelzitat darf auch nicht fehlen. Das fand ich sehr stimmig. Die Zeit sitzt dem Ermittler Faris im Nacken und mir ist das auch ständig bewusst. Mit Faris Iskander hat Kathrin Lange eine charismatische Hauptfigur erschaffen. Ich mochte ihn von Anfang an. Er ist straight, macht auch mal einen Fehler, reagiert emotional und liebt seinen Job. Kathrin Lange mutet ihm einiges zu, führt ihn an seine Grenzen. Zwischendurch hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen und ihm Mut zugesprochen. So nah dran war ich! Ich konnte seine Verzweiflung förmlich spüren. Ich mag Thriller, die in Deutschland spielen und eine meiner bevorzugten Städte ist neben Köln immer wieder Berlin, denn diese Stadt hat ein ganz besonderes Flair. Sie ist natürlich prädestiniert für so ein Großereignis wie den ökumenischen Kirchentag, der 2003 tatsächlich in Berlin statt gefunden hat. Kathrin Lange hat die Atmosphäre von dieser Massenveranstaltung so gut eingefangen. Perfekt hierzu fand ich den Nebenstrang, der sich um zwei junge Mädchen drehte. Die beiden Kirchentagsbesucherinnen waren das erste Mal alleine unterwegs, sie waren fasziniert von der pulsierenden Großstadt, eine spürte das Kribbeln der ersten Liebe im Bauch und ich … ja, ich hatte Angst um die Beiden. Anfangs hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie das alles zusammenhängen könnte, obwohl ich in einem weiteren Nebenstrang schon ziemlich früh den Gekreuzigten und seinen Sohn kennen lerne. Aber … so einfach ist das natürlich nicht und Kathrin Lange hat mich und auch das Team der Sondereinheit ganz schön an der Nase herumgeführt. Die Handlung spitzt sich immer weiter zu und zum Ende hin gab es einige Wendungen, die mich so sehr überrascht haben! Kathrin Lange hat mich mit ihrem sehr intensiven Schreibstil von Anfang gefesselt. Sie hat mich zu einem Teil ihrer Geschichte gemacht, ich habe mitgefiebert, mit gerätselt, gebangt und gehofft. Und ich wurde mit einer spannenden und fesselnden Geschichte belohnt! Ich freue mich auf den zweiten Teil!

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Die Uhr tickt

Von: Honey aus Frankfurt

11.03.2014

Schon öfter habe ich Thriller gelesen, in denen ein Ermittler nur eine gewisse Zeit hat ein Opfer zu finden. Ich war am Überlegen, ob ich dieses Buch wirklich lesen soll, denn die Geschichte an sich ist ja irgendwie erstmal nicht neu. Um einen Einblick zu bekommen habe ich mir eine Leseprobe durchgelesen und da wusste ich, das muss ich einfach lesen. Denn schon die ersten Seiten sind megaspannend. Das Buch beginnt mit einer grausamen Kreuzigung. Diese wird aufgezeichnet und dem Ermittler Faris Iskander per Video auf sein Handy gesendet. Dieser ist eigentlich suspendiert, wird aber durch den Täter bzw. durch den Versender des Videos so in den Fall eingebunden, dass er wieder ermitteln darf bzw. muss. Der Täter lässt eine Bombe in der U-Bahn hochgehen und droht weitere Menschen umzubringen, wenn Faris nicht das macht was er sagt: Faris hat 40 Stunden Zeit das gekreuzigte Ofer zu finden. Die Charaktere in diesem Buch besonders die Ermittler der SERV (Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen) wachsen einem schnell ans Herz. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie wiederholt sich nicht allzu oft und trotz der Länge (414 Seiten) ist das Buch nicht langweilig. Die Sätze sind kurz und knackig und bauen zudem Spannung auf. Immer wieder wird Spannung aufgebaut, weil man einmal aus Sicht der Ermittler liest und dann wieder aus Sicht des Täter. Ein rundum gelungener Roman wie ich finde. Ein Stern Abzug gibt es von mir weil ich mir vielleicht die ein oder andere Wendung gewünscht hätte. 40 Stunden ist gut durchdacht, aber auch solide in der Geschichte. Gut gefallen hat mir der religiöse Hintergrund, so manche Wörter diesbezüglich waren mir nicht geläufig. Es werden weitere Bücher mit dem Ermittler aus Berlin folgen, worüber ich mich sehr freue, auch wenn ich denke, dass Faris ein bisschen wie ein unkaputtbarer Superermittler beschrieben wird. Aber ich lese gerne Bücher mit Helden :) . Mein Review: http://honey-loveandlike.blog.de/2014/03/11/buchvorstellung-40-stunden-17935722/

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Bombiger Ermittler aus Deutschland

Von: Sonja aus Hannover

21.02.2014

INHALT: Faris Iskander ist Ermittler in einer Sondereinheit für religös motivierte Verbrechen. Als er ein Video von einem gekreuzigten Mann und Bombendrohungen für den Kirchentag in Berlin erhält, hat er noch genau 40 Stunden, um eine Detonation von mehreren Bomben zu verhindern. Doch der Attentäter will mehr als den Tod von Gläubigen, er will Faris persönlich.... FAZIT: Das Buch ist packend von der ersten bis zur letzten Seite! Die Thematik ist derart aktuell und brisant, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Anfänglich hatte ich die Befürchtung, ob die religiösen Motive des Attentäters zu sehr im Vordergrund stehen würden, doch dies ist nicht der Fall. Faris Iskander ist hier das perfekte Gegenstück, denn er ist Muslim und durch eine fehlgeschlagene Bombenentschärfung eigentlich ein nervliches Wrack. Doch was tut man nicht alles, um Menschen, die man liebt zu schützen? Auch sein Job ist für ihn ein und alles. Denn schließlich musste er in der Vergangenheit dafür viel aufgeben. Dies alles ergibt ein stimmiges Bild eines menschlichen Ermittlers (Auch wenn er das ein oder andere Mal durchaus eine Schmerztablette oder eine Dusche hätte nehmen können.) Tempo kommt in die Geschichte nicht nur durch das Zeitlimit des Täters, sondern auch durch die kurzen Episoden, um oder mit den möglichen Opfern. Die Motivation des/r Täter/s stimmt einen nachdenklich: wann wird Religiosität fanatisch? Wann entsteht ein Kindheitstrauma? Wann ist Glaube gegenüber einer Gesetzgebung nur noch zweitrangig? Sind die verschiedenen Kulturen überhaupt vereinbar miteinander? Die Kombination aus religiös motiviertem Verbrechen, Rache, Hacker, Bomben kann locker mit den "großen Krimis" aus den USA mithalten. Die Autorin Kathrin Lange hat auf facebook bereits verraten, dass sie derzeit für einen zweiten Teil um Faris Iskander recherchiert. Ich freue mich, denn selten hat mir ein Ermittler so gut gefallen: 4,5 von 5 Punkten. Endlich mal ein bombiger Ermittler aus Deutschland! http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2014/02/kathrin-lange-40-stunden-von-sonja.html

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1. Band der Faris-Iskander-Reihe

Von: Kerry aus Berlin

16.02.2014

Bis vor zehn Monaten war Faris Iskander, ein in Alexandria geborener Muslim, der jedoch mit vier Jahren mit seiner Familie nach Deutschland kam und auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, der beste Ermittler der SERV (Sondereinheit für die Ermittlung bei religiös motivierten Verbrechen), einer Abteilung des Landeskriminalamtes I in Berlin. Doch bei einer Geiselnahme ging alles schief, es starben 75 Menschen und Faris wurde schwer verletzt. Es dauerte neun Monate, bis er wieder diensttauglich war, doch auf Grund eines privaten Vorkommnisses, wurde er, anstatt in den Dienst zurück zu kehren, suspendiert. Seine Ex-Freundin Laura, die er noch immer liebt, verließ ihn vor zwei Jahren, sodass er mit sich und seinen Gedanken alleine ist. Dann jedoch erhält er einen Anruf, der sein Leben verändern soll. Der unbekannte Anrufer informiert ihn darüber, dass er ihm eine E-Mail mit einer Filmdatei geschickt hat - als Faris sich diese ansieht, gefriert ihm fast das Blut in den Adern, denn auf diesem Video ist zu sehen, wie ein Mann gekreuzigt wird. Doch damit nicht genug, innerhalb von fünf Minuten soll er am U-Bahnhof Bismarckstraße sein. Faris, der weiß, dass der unbekannte Anrufer es ernst mein, erfüllt die Bedingung und schafft es tatsächlich in der vorgegebenen Zeit, doch was er dann erleben muss, lässt seine Alpträume erneut wahr werden. Obwohl der die Anweisungen des Anrufers genau befolgt hat, sprengt dieser eine U-Bahn in die Luft. Faris kommt mit leichten Verletzungen davon, doch 27 Menschen sterben. Schnell steht fest, diese Explosion war lediglich eine Warnung, dass der Bombenleger es ernst meint. Der Täter fordert Faris zu einem perfiden Katz- und Mausspiel auf. Faris hat 40 Stunden Zeit, den gekreuzigten Mann auf dem Video zu finden. Wenn er es nicht schafft, wird der Mann sterben und sobald der Herzmonitor, an dem er angeschlossen ist, seinen Tod bescheinigt, wird Berlin erbeben wie nie zuvor. Das Team von SERV beginnt umgehend mit den Ermittlungen, denn es ist von einem religiösen Motiv bei dem Bombenleger auszugehen. Auch wenn sich seine Kollegen alle für ihn einsetzen, besonders sein Partner Paul Sievers und sein Chef Kriminaloberrat Robert Tromsdorff, wird die Suspendierung durch Dr. Anke Geiger, der leitenden Direktorin des LKA I, von Faris nicht aufgehoben, was schreckliche Konsequenzen hat, denn der Täter, will sein Spiel mit Faris spielen und mit niemandem sonst. Doch Faris ist nicht bereit, sich einfach so geschlagen zu geben. Mit Hilfe eines befreundeten Journalisten, Niklas Hesse, macht er sich daran, der Spur des Bombenlegers zu folgen, denn der Verdacht liegt nahe, dass dieser irgendeine Verbindung zu der Katastrophe von vor zehn Monaten hat. Die Zeit jedoch verrinnt unaufhaltsam ... Der 1. Band der Faris-Iskander-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Roman in meiner Stadt spielte und ich daher viele Orte wieder erkannt habe. Auch fand ich es faszinierend, dass ich nicht nur Faris während seiner Jagd begleiten konnte, sondern auch immer wieder in einzelnen Passagen, den Täter auf seinem Weg folgen durfte. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei hier natürlich Faris ganz klar als Protagonist hervorsticht. Beeindruckend fand ich, seine Darstellung als Muslim in Deutschland, der zwar nicht unbedingt gläubig ist, jedoch auf Grund seiner äußeren Erscheinung immer wieder mit Rassismus gegen ihn in Konflikte hineingezogen wird. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd und sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um einen wahnsinnig spannenden und actionreichen Reihenauftakt handelt und ich mich schon sehr auf den nächsten Band freue (dessen Titel und Cover ich zwar bereits kenne, an dieser Stelle hierzu aber nichts preisgeben möchte).

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