Leserstimmen zu
Triumph des Himmels

Andrea Schacht

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Wir schreiben das Jahr 1925. Eine Rallye, die von Paris nach Berlin führt, von Triumph zu Triumph. Eine bunt gemischte Schar an Teilnehmern findet sich ein, um an der Rallye teilzunehmen. Für die junge Berliner Journalistin Emmalou steht fest, sie muss an dieser Rallye teilnehmen. Natürlich als Berichterstatterin, aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Flugzeug. Hier gibt es bestimmt jede Menge zu berichten, über Abenteurer, ehrgeizige Männer und Frauen, Menschen, die nach Ruhm gieren. Der große Krieg ist gerade erst überstanden. Immer wieder werden die Menschen von der Vergangenheit eingeholt. Ich bin ziemlich gespalten, was meine Meinung zu diesem Roman angeht. Anfangs war ich sehr begeistert. Man spürt das Prickeln vor Beginn der Rallye. Dann geht es endlich los. Emmalou begleitet die Fahrt mit ihrer kleinen Rumpler von oben. Dem Leser begegnen Frauen, frei, frisch und frech. Eine Rallye von Paris nach Berlin - welch ein Abenteuer! Doch irgendwann dachte ich mir, wann passiert endlich mal wirklich was? So interessant die meisten Kapitel und Passagen auch sein mögen, so spannend und interessant diese ganze Zeit ist mit ihren Automobilen und einer Welt, die in Bewegung ist, der Roman konnte mich dann doch nicht wirklich fesseln. Die Geschichte ist gut recherchiert. Der Leser erfährt jede Menge über die damalige Welt der Automobile, aber mir blieben die einzelnen Personen auf Dauer zu blass. Zu viele technische Details (der Auto-Fan wird hier natürlich begeistert sein). Je nach Geschmack wird diese Geschichte begeistern. Das Buch ist durchaus unterhaltsam und es wird jede Menge Arbeit darin gesteckt haben, doch es ist nicht "meine" Geschichte. Mich hat die Geschichte nicht packen können, obwohl mich das Thema sehr interessiert. Der Roman umfasst 576 Seiten. 100 Seiten weniger hätten dem Roman bestimmt besser gestanden. Lasst Euch aber bitte trotzdem nicht abhalten diesen Roman zu lesen. Es ist eines dieser Bücher, bei dem die Leser völlig unterschiedlicher Meinung sein werden.

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Bisher hatte ich nur Romane von Andrea Schacht gelesen, in denen Katzen eine Hauptrolle spielten, aber auch schon da war ich von dem Schreibstil meistens sehr begeistert. So dass ich nun auch endlich einen ‘richtigen’ historischen Roman von ihr lesen wollte – und ich wurde nicht enttäuscht. Zu meiner Freude kam auch trotzdem eine Katze vor, auch wenn sie nur eine kleine Nebenrolle spielte. Aber auch sonst war ich ehrlich gesagt etwas überrascht, wie sehr mir das Buch gefallen hat. Denn auch wenn ich grundsätzlich sehr an der Zeitperiode interessiert bin, so sind Autorennen oder -rallyes eigentlich nicht meins. Aber die Autorin schafft es hier sehr gut die Ereignisse und Herausforderungen der Rallye spannend und fesselnd zu beschreiben, so dass ich ganz nebenbei einiges über die Automobile des frühen 20. Jahrhunderts gelernt habe. Besonders toll an dem Rallye-Teil der Handlung fand ich aber die Beschreibung der Landschaften und Orte. Die Handlung liegt ja nicht mal 100 Jahre zurück, aber gerade die Beschreibung der Eifel und ihrer Straßen klingt nach einer völlig anderen Landschaft als der Eifel, die ich kenne. Es ist faszinierend zu lesen, wie es dort aussah, als Autos noch ein zu bestaunendes, seltenes Ereignis waren. Von den vorkommenden Figuren waren Gregoire und seine zwei Schwestern ChiChi und ChouChou meine absoluten Lieblinge. Die drei sind einfach herrlich unterhaltsam und mit ihrer optimistischen, liebenswürdigen Art einfach sofort unheimlich sympathisch. Ich hätte gern mehr über sie und ihr Leben in Frankreich erfahren, aber leider liegt der Fokus des Buches nie wirklich auf ihnen. Sollte sich Andrea Schacht aber dazu entschließen über die drei ein eigenes Buch zu schreiben, würde ich es sofort lesen. Ansonsten ist da noch Emmalou, die so etwas den Mittelpunkt des Romans bildet und die ich auch sehr mochte. Sie ist so etwas das, was bei Filmen und Serien gern als starke Frau bezeichnet wird – aber nicht auf eine perfekte Art und Weise. Emmalou ist dagegen manchmal recht dickköpfig und verrennt sich auch mal in was. Aber ihre Schwächen machen sie nur sympathischer. Und natürlich Fritz, der mit seiner Berliner Schnauze einfach amüsant war. Die restlichen Figuren fand ich zwar auch schön vorgestellt, trotz der nicht gerade geringen Anzahl hatte ich recht schnell keine Probleme die erschiedenen Rallye-Teilnehmer auseinanderzuhalten, aber leider sind sie teilweise doch etwas arg klischeehaft / einseitig dargestellt. Bei den Personen, die in dem Buch vorkommen, fand ich es teilweise etwas übertrieben, wie viele Verbindungen es unter ihnen bereits gab. Jeder teilt gefühlt mit jedem anderen eine Vergangenheit und natürlich sind es fast nie positive Erinnerungen, sondern irgendwelche Geheimnisse, die besser unentdeckt bleiben sollte. Was aber fast nie klappt und so bilden sich die Konflikte von selbst. Aber es war einfach zu vieles Guten. Was zwar für die Handlung nicht schlecht war – die Rallye allein hätte ihr nicht so viel Spannung und zwischen menschliche Konflikte verschafft, aber ihre Glaubwürdigkeit auch nicht gerade förderlich war. Der Roman ist nicht perfekt, sondern hat ein paar kleine Schwächen. Aber, und das ist für mich das wichtigste, er bietet eine tolle Unterhaltung. Für mich sicherlich nicht der letzte historische Roman von Frau Schacht. Teilweise fühlt ich mich von der Art der Figurenzeichnung etwas an den Stil von Frau Gablé erinnert, was aber gar nicht schlecht ist. Fans dieser Autorin sollten ruhig mal einen Blick in das Buch hier werfen.

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Emmalou Schneider arbeitet in Berlin des Jahres 1925 als Journalistin. Doch im Grunde ihres Herzens sehnt sie sich nach Abenteuern- Abenteuer, die sie auf ihrem momentanen Posten bei der Zeitung nicht unbedingt erleben kann. Als sie jedoch davon erfährt, dass eine Autorallye zwischen Paris und Berlin stattfinden soll, ist sie sofort Feuer und Flamme. Und das Glück scheint ihr zudem auch gewogen zu sein, denn Emmalou kennt einen jungen Mann und erfahrenen Flieger, der ihr zudem auch noch ein Flugzeug für die Berichterstattung zur Verfügung stellen möchte. Endlich machen sich Emmalous Flugkünste bezahlt! Auf der Teilnehmerliste stehen unter anderem auch zwei Männer, die Emmalou einst, vor Beginn des ersten Weltkriegs als sie noch im Hotel ihrer Eltern arbeitete, kennenlernte. Hans Beckhaus und Alasdair MacLean. Doch seltsamerweise machen sich Hans und Alasdair zunächst sehr rar. Emmalou macht sich deswegen aber zunächst keine großen Gedanken, sie ahnt ja nicht, welch brisante Geheimnisse beide mit sich herumtragen. Im Gegensatz zu Oberst Otto von Braunlage, der in Hans und Alasdair zwei Deserteure aus dem Krieg zu erkennen glaubt und während der verschiedenen Etappen seine Ermittlungen beginnt. Dabei hätte er ganz andere Dinge zu erledigen. Seine junge, attraktive aber leider sehr verschwenderische Frau gibt das Geld mit vollen Händen aus. Dumm nur, dass Otto von Braunlage finanziell kurz vor dem Ruin steht. Der junge Fritz Papke dagegen ist von zu Hause ausgebüxt, nachdem er einem jungen Herrn die prall gefüllte Brieftasche entwenden konnte, in der sich zudem ein Ticket nach Magdeburg befand. Sein Glück sucht er in einer Autowerkstatt wo er von seinem Meister angelernt wird. Da er sehr fähig ist, bekommt er schließlich die Chance sich während der Rallye zu beweisen. Ein weiterer Teilnehmer der Rallye hat dagegen nichts Gutes im Sinn- er will gewinnen, um jeden Preis und dafür ist ihm jedes Mittel recht, was ihn äußerst gefährlich macht… Einen einmal erfrischend anderen Plot präsentiert Andrea Schacht Lesern von historischen Romanen diesmal in ihrem aktuellen Roman „Triumph des Himmels“. Ehrlich gesagt war es zunächst die pure Neugierde, die mich zu diesem Roman hat greifen lassen, denn Geschichten über eine Autorallye, in der eine junge Frau im Mittelpunkt steht, sind sehr dünn gesät. Zeitlich angesiedelt wurde die Story ein paar Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Der 1. Weltkrieg ist in den Köpfen von manchen Rallyeteilnehmern immer noch präsent. Da die Autorin ihre Geschichte aus der Sicht von gleich mehreren, charakterlich sehr unterschiedlich gestrickten Romanakteuren vorantreibt, bekommt man hier als Leser einen guten Querschnitt in die Denkweise des einfachen Volkes geboten, was mir sehr gut gefallen hat. Zudem ist es der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen, das Grauen des Krieges, das allen Protagonisten noch in den Knochen steckt, beinahe greifbar zu machen. Aber auch die Rallye entpuppt sich nicht nur als schmückendes Beiwerk rund um eine süße Liebesgeschichte. Stattdessen steht eigentlich die Rallye im Fokus des Geschehens und die einzelnen Etappenziele und Ereignisse während der Rallye werden sehr bildhaft und atmosphärisch dicht beschrieben. Der Nebenstrang um einen gefährlichen Saboteur verlieht dem Roman dann noch einige Spannungselemente, so dass die Lesezeit leider wie im Flug verging und ich auch sehr gerne noch ein paar Seiten mehr über Emmalous Reise nach… (kann ich leider nicht verraten, sonst müsste ich spoilern) erfahren hätte. Lediglich hätte ich mir vielleicht mehr gemeinsame Momente zwischen Emmalou und „Alasdair“ gewünscht. Weniger romantisch veranlagte Leser werden meinen Kritikpunkt aber gar nicht wahrnehmen, schätze ich. Kurz gefasst: Unterhaltsamer historischer Roman mit ungewöhnlichem Plot!

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ein absolut fesselndes Buch

Von: Ulla Leuwer aus Düsseldorf

11.04.2014

Meine Meinung: Ich kenne viele Bücher von Andrea Schacht, die ich alle mit wachsender Begeisterung gelesen habe. Deshalb habe ich mich für dieses Buch sofort interessiert und wurde überhaupt nicht enttäuscht. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Protagonistin Emmalou konnte ich sofort gut leiden und auch ihre Entscheidungen gut verstehen. Sie hatte es 1925 nicht leicht als Frau und es war sehr mutig, wie sie die Rallye begleitet hat. Die wichtigsten Teilnehmer dieser Rallye konnte ich in den einzelnen Kapiteln kennen lernen. Das hat mir sowieso sehr gefallen. Die Überschriften und Texte fand ich klasse. Durch die Einteilung der Kapitel bin ich auch nicht durcheinander gekommen, denn es wurde von einer Vielzahl Personen berichtet und nie dachte ich, warum wird jetzt darüber geschrieben. Denn alles war sehr fesselnd und überhaupt nicht langweilig. Eine Besonderheit gab es auch hier, wenn Emmalou die Hauptperson war, wurde die Geschichte aus ihrer Sicht in Ich-Form erzählt. Die meisten der Rallyefahrer haben sich, aus ihrer Sicht, aus wichtigen Gründen angemeldet. Einem Fahrer war es besonders wichtig und er hatte böse Absichten den anderen gegenüber. Sehr lange wusste ich nicht, wer denn dieser Bösewicht war. Erst ein winziger Hinweis brachte mich auf die richtige Fährte. So ging es mir dann wie allen betroffenen Teilnehmern, ich wusste nichts und war gespannt mehr zu erfahren. Nebenbei habe ich natürlich auch noch etwas mehr von der damaligen Zeit erfahren, wie schwer es für viele war, sich durchzuschlagen. Wie sehr einige noch an alte Zeiten hingen und sich in Uniform sicher fühlten und nicht merkten, wie peinlich das war. Aber es zeigte auch, wie schlimm es für die Soldaten im Krieg war und wie lange sie von den Geschehnissen verfolgt wurden. Außerdem zeigte es mal wieder, dass der äußere Schein nicht unbedingt etwas über den Menschen aussagen kann. Ach, ich kann hier gar nicht alles aufzählen. Deshalb kurz und knapp, dieses Buch ist Andrea Schacht sehr gut gelungen. Auch wenn ich mich wiederhole, die Geschichte ist fesselnd geschrieben und macht den Leser neugierig und nachdenklich, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es ist für mich sehr ansprechend und passt genau zu dem Inhalt. Sehr gut haben mir auch die Bilder im Buch gefallen. Bei Gelegenheit werde ich mich noch mehr über die Autotypen informieren, denn auch darüber habe ich viel interesantes erfahren. Fazit: Ein rundherum gelungenes Buch mit einer tollen interessanten Geschichte, fesselnd und spannend. Bei mir fällt es in die Sparte "ich-konnte-es-mal-wieder-nicht-aus-der-Hand-legen" und natürlich auch empfehlenswert!!!

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