Leserstimmen zu
Am Anfang war der Frost

Delphine Bertholon

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Ich war so gespannt auf diesen Roman von Delphine Bertholon, denn das Cover gefällt mir persönlich wirklich sehr gut und auch der Titel klang vielversprechend. Und beides ist aufeinander abgestimmt...im Titel ist die Rede von Frost und dieser Frost und die winterliche Stimmung findet sich auch auf dem Cover wieder. Doch leider konnte mich dieses Buch nicht in seinen Bann ziehen. Wir begleiten Nathan wie er im Jahr 2010 mit seinen Zwillingen zu seiner Familie zurückkehrt um mit dieser wie jedes Jahr Weihnachten zuverbringen. Direkt bei seiner Ankunft bemerkt Nathan das irgendetwas anders ist als sonst. Im Verlauf der Geschichte tauchen immer wieder neue Geheimnisse auf und es geschehen Dinge, die sich die Familie nicht erklären kann. Am Ende findet sich dann doch alles zusammen und man erkennt den roten Faden, der sich durch den Roman zieht. Das Buch ist in 2 Perspektiven geschrieben.....die eine ist die von Nathan im Jahr 2010 die geschrieben ist als würde er das erlebte seiner verstorbenen Frau Cora erzählen und die zweite Perskpektive sind Tagebuch aus dem Jahr 1981 geschrieben von Nathan`s Mutter Grâce Bataille. An sich hat die Geschichte ja schon einen ganz spannenden Hintergrund, doch für mich zog sich die Geschichte teilweise wie Gummi und ich kam einfach nicht vorwärts beim lesen. Letztendlich kann ich dazu nur sagen....wirklich eine sehr sehr tolle Idee, aber eine weniger gute Umsetzung, deshalb gibt es von mir auch nur 2 Büchereulen.

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Auch wenn ich nicht wirklich überzeugt worden bin, dennoch ein netter französischer Roman voller Geheimnisse und unerklärlichen Vorkommnissen. Genau das richtige für entspannte Lesestunden bei dem erneuten Wintereinbruch gerade. Hier ist nicht nur der Frost im Titel passend... 1981. Grâce Bataille führt in ihrem malerischen Familienhaus in der französischen Provinz ein Leben wie aus dem Bilderbuch – mit zwei wunderbaren Kindern und einem Mann, den sie abgöttisch liebt. Doch die Fassade bröckelt, als eines Tages ein neues Au-Pair-Mädchen bei ihnen anfängt. 2010. Nathan kehrt nach Hause zurück, um wie immer mit Mutter und Schwester Weihnachten zu feiern. Doch dieses Jahr ist alles anders... Sein Vater, der dreißig Jahre zuvor wortlos verschwand, taucht wieder auf. Und plötzlich geschehen seltsame Dinge im einst idyllischen Haus... (Quelle: Klappentext) Dieser Roman wird aus der Sicht von Nathan und seiner Mutter Grâce erzählt. Nathan begleiten wir als Leser auf der Suche nach dem Geheimnis, welches das Weihnachtsfest bei seiner Mutter durchwirkt. Denn schon bei seiner Ankunft merkt er, dass irgendetwas nicht stimmt. Und nicht nur die Atmosphäre ist unheimlich, sondern auch die unerklärlichen Dinge, die geschehen. Nathan versucht zwar immer eine rationale Erklärung für alles zu finden, scheitert letztlich aber daran. Nach und nach entblättert sich für den Leser sichtbar, was die Verbindung all dieser unerklärlichen Ereignisse ist. Der Schlüssel hierfür liegt- wie so oft in solchen Geschichten- in der Vergangenheit von Grâce. Diese Zeit wird in Tagebucheinträgen dargestellt. Und passenderweise präsentiert sich uns auch die Lösung dieses ganzen Mysteriums in einem alles entscheidenden Brief. "Am Anfang war der Frost" entführt den Leser in familiäre, aber auch persönliche Abgründe. Einfache menschliche Regungen wie Eifersucht, die fatale Folgen haben können und sich Generationen weit erstrecken. Auch das Setting um die Weihnachtsfeiertage herum ist sehr passend gewählt. Am Fest der Liebe schlagen solche Abgründe doch um so mehr ein, oder? Trotz allem ist die Geschichte nicht wirklich überraschend oder gar etwas neues, und dann auch noch wahnsinnig vorhersehbar. Es gab keinen Moment, an dem mich die Ereignisse völlig aus dem Nichts erschüttert hätten. Leider. Alles in allem bin ich eher enttäuscht von dem gesamten Buch, weil ich mehr erwartet hätte. Mehr Spannung, greifbarere Figuren, Überraschung Ein nettes Buch, das man mal gelesen haben kann, aber nichts besonderes. Deshalb gibt es von mir nur zwei von fünf Schmetterlingen.

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Im Winter ist man ja durchaus empfänglich für Titel, die irgendwas mit Winter und Frost und Schnee zu tun haben :-) So gings mir auch, als ich das Buch beim Bloggerportal gesehen habe... Eine schöne französische Familiengeschichte, die sich durchaus so zugetragen haben könnte ;-) Nathan kommt wie jedes Jahr mit seinen Kinder nach Hause zurück. Doch diesmal ist etwas anders, das merkt er schon gleich als er das Wohnzimmer betritt. Es ist nicht nur der fehlende Weihnachtsbaum, auch seine Schwester und Mutter sind merkwürdig. Das merkwürdige Gefühl dauert so lang an, bis er endlich fragt und so kommt es, dass er erfährt, dass sein Vater, der vor 30 Jahren die Familie verlassen hat, plötzlich wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Und werden so manche Familiengeheimnisse wieder zum leben erweckt... Eine tolle Geschichte, die einen nicht mehr los lässt, man will unbedingt wissen, was sich 1981 im Sommer tatsächlich zu getragen hat und was das alles mit den mysteriösen Geschehnissen im Haus zu tun hat... Toll geschrieben, auch immer der Wechsel zwischen den Tagebucheinträgen von Grace 1981 und der Geschichte erzählt von Nathan von heute.

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Man könnte einen Film draus machen. Man könnte es aber auch lassen. Der Klapptext lässt vermuten, dass der Vater eine größere aktive Rolle spielt. Das tut er nicht. Er wird überwiegend nur erwähnt und nimmt somit eher eine passive Rolle ein. Das Buch wird von 2 Personen erzählt. Einmal von Grâce in Briefform, die sie an ihren Mann richtet, der sie aber nie zu lesen bekommt, eher eine Art Tagebuch, Aber ihre Worte sind an ihn gerichtet. Und von Nathan, ihrem Sohn. Er richtet seine Worte direkt an seine verstorbene Frau, erzählt ihr also die Geschehnisse obwohl sie schon lange tot ist. Das gefällt mir. Es kommt authentisch rüber. Er ist ein guter Geschichtenerzähler. Die unterschiedlichen Erzählweisen sind dank Textformation gut auseinander zuhalten. Kapitel an sich gibt es nicht aber nach jedem Brief bzw. nach jedem Abschnitt der Geschichte erfolgt ein Seitenumbruch. Ein Buch was sehr vorhersehbar ist. Was die Storyline nicht gerade fesselnd macht. Ich hatte beim Lesen nicht einmal das Gefühl 'Oh das überrascht mich jetzt aber' Schade eigentlich. An sich ist das Buch aber gut und lässt sich einfach lesen - sofern man mit französischen Namen und Orten kein Problem hat. Aber einmal reicht auch. Leider wird es jetzt im Bücherregal einstauben.

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Nathan erzählt aus seiner Sicht seiner verstorbenen Frau Cora die Ereignisse während der Weihnachtsfeiertage in seinem Elternhaus. Auf den ersten Blick scheint es ein ganz normales Familienfest wie in anderen Häusern auch zu sein. Doch die häusliche Idylle wird durch mysteriöse Vorfälle im Haus und rund um Grâce, die Mutter von Nathaniel, getrübt. Man hat den Eindruck es mit Geistern zu tun zu haben. Nathan Kinder stärken durch seltsame Aussagen diesen Eindruck noch mehr. Hinzu kommt noch das plötzliche Auftauchen des Vaters, der die Familie vor 30 Jahren verlassen hat. Nathan und seine Schwester Lise treffen sich mit ihm um endlich zu erfahren warum er sie im Stich gelassen hat. Für Nathan wird das Treffen zu einem ganz besonderen Ereignis, erfährt er doch Dinge, die ihm all die Jahre verschwiegen wurden…. Als Leser war ich sehr gespannt auf die Aufklärung dieser mysteriösen Vorfälle. Was mich Anfangs gestört hat, waren die Sprünge von der Erzählsicht Nathaniels zu den Tagebucheinträgen aus früherer Zeit von Grâce. Es hat meinen Lesefluss anfangs doch etwas behindert. Mit voranschreitender Seitenzahl gewöhnte ich mich aber an diesen eigenen Stil der Autorin. Der Hauptteil des Romans ist auf wenige Tage beschränkt, in denen man viel über das Leben und die Familie erfährt. Der Titel lässt sich auf die Gefühlswelt von Grâce beziehen. Aus einer leidenschaftlichen Liebe und Eifersucht, entwickelt sich Kälte und Hass. Das ganze Drama erfährt man als Leser durch die Tagebucheinträge. Mit voranschreitender Seitenzahl ändern sich auch Grâce Eintragungen. Ihre Stimmungen werden immer aggressiver und verworren. Nach und nach erfährt man die ganze Tragödie und ihre Auswirkung auf die ganze Familie. Das Coverbild ist wunderschön, zeigt mit seinem winterlichen Motiv eine Idylle die in der Familiengeschichte nicht zu finden ist. Die Charakter der Erzählung sind gut gewählt, ihr Naturell passend zur jeweiligen Rolle. Der Geschichte ist durch ihre besondere Darstellung – Erzählstimme/Tagebucheinträge – anfangs nicht leicht zu folgen. Die Sprache ist sehr schön. Alles zusammen ergibt eine harmonische Mischung aus mystischen Vorgängen und menschlicher Dramaturgie. Die Auflösung der einzelnen Handlungsabschnitte ist gut gemacht, es bleiben keine offenen Fragen übrig. Mein Fazit: Mir hat der Roman nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser gefallen. Delphine Bertholon ist mit ihrem ersten internationalen Roman eine gute Familiengeschichte gelungen. Wer Spannung sucht, wird sie in der Erzählung nicht finden. Wer ein gut durchdachtes Familiendrama mit einer überraschenden Wendung sucht, wird es in der Erzählung finden.

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Leider hat mir dieses Buch nicht so ganz gefallen. Aber wegen diesem schönen Cover hat es doch noch drei Muscheln bekommen. Die Geschichte ist auch schön und die zwei Zeitstränge mit den zwei verschiedenen Erzählern hat mir auch gut gefallen. Warum dieses Buch aber dann nur drei Muscheln bekommen hat seht ihr in meiner Videorezi: https://youtu.be/gBkgAEt4EOY

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Am Anfang war der Frost hab ich über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank das ich dieses Buch lesen konnte. Das Cover finde ich hier wunderschön gestaltet. Es zeigt Eisblumen, kahle Zweige, ein einzeln stehender Baum sowie eine einzelne Person. Die Farben sind gut gewählt und erzeugen auch ebenfalls etwas frostiges. So ein richtig typischer kalter Wintertag. Die Geschichte wird in mehrere Zeiten erzählt. Die ersten Seiten fangen mit einem Brief an dem Geliebten an und sind unterzeichnet mit C. Doch wer ist C. und wer ist der Geliebte? Es geht weiter mit einem Tagebucheintrag. Schnell merkt man jedoch das die Personen von Brief und Tagebuch nicht die gleichen sind. Beide Schriftstücke können nicht unterschiedlicher sein. Der Brief voll Liebe, sind die Tagebucheinträge verbittert und alles andere als liebevoll. Die Tagebucheinträge geben uns den Rückblick von Grâce aus den 80er Jahren. Die heutige Zeit wird aus der Sicht von Nathan, ihrem Sohn, erzählt. Es ist das Jahr 2010 und wie jedes Weihnachten fährt Nathan mit seinen Zwillingen zu seiner Mutter. Seine Schwester Lise ist ebenfalls Weihnachten immer da. Doch als er das Haus betritt, merkt Nathan bereits das dieses Weihnachten nicht so sein wird wie die vergangenen. Es steht kein großer Baum in der gewohnten Ecke, seine Mutter werkelt nicht wie gewohnt in der Küche. Somit schwirren auch keine weihnachtlichen Düfte durch das Haus. Nathans Erzählweise gleicht einen Bericht an seine Frau, die bei der Geburt der Zwillinge verstarb. Immer wieder berichtet er ihr was passiert ist und wie es ihm geht und wie sie die Sicht der Dinge gesehen hätte. Zum Ende hin finden alle Stränge zusammen – die Briefe, die Tagebucheinträge und die Erzählungen von Nathan. Auch die Auflösung wer C ist und was genau geschehen ist wird aufgeklärt. Auch warum der Vater nach 30 Jahren wieder plötzlich seine Kinder sehen will wird versucht zu erklären. Mit Am Anfang war der Frost bin ich nie 100% warm geworden. Ab der Mitte hin hat mich die Geschichte etwas mehr in den Bann gezogen. Vermutlich hätte man hier sicher auch noch mehr draus machen können. Ab und an fehlte mir etwas die Spannung, die für mich erst später kam. Dennoch ließ sich das Buch gut lesen. Mit dem Ende hatte ich so nicht gerechnet. Es wurden jedoch alle offenen Fragen geklärt. Aufgrund des schönen Covers und der Geschichte die ganz ok war bekommt das Buch dennoch 4 Sterne.

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Vorab: Es ist kein einfach zu lesender Roman zu Beginn. Bleibt man jedoch dran und fuchst sich in die Stränge der Geschichte hinein, dann kann man dieses Buch nicht mehr weglegen. Ich hatte richtigen Kohldampf als ich das überraschende Ende erreichte. Beim Blick auf die Uhr bemerkte ich, das ich vier Stunden ununterbrochen gelesen hatte. Setzen Sie sich gemütlich hin und genießen Sie den Roman über eine französische Familie mit tiefen Abgründen: Der Roman Erzählt wird in mehreren Strängen und Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von Grâce, der Mutter, die größtenteils aus ihrem Tagebuch liest. Zum anderen aus der Sicht von Nathan, ihrem Jüngsten, der früh heiratete, verwitwet ist und mit vorwitzigen Zwillingen gesegnet ist. Die Tochter spielt am Rande mit hinein – mal mehr mal weniger stark. Erst später geht einem auf, dass sie eine Schlüsselrolle einnimmt. Einen Vater gibt es, er war dreißig Jahre weg und kommt zu einer kurzen Stippvisite bei seiner ehemaligen Familie vorbei. Sobald er auftaucht, wird der bisher eher beschauliche Roman zum Krimi. Delphine Bertholon lässt den Leser die Abgründe spüren ohne deutlich zu werden. Sie spielt mit Stimmungen und Sprache ohne abzulenken und so, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt. Keine leichte Kost, schwankend zwischen Vergnügen und Melancholie, mysteriös und bodenständig.

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