Leserstimmen zu
Julie weiß, wo die Liebe wohnt

Gilles Legardinier

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Ich habe so viel gelacht!

Von: Pattizia aus Waldkirch

05.04.2018

Es ist leicht zu lesen und hat mich so oft zum Lachen gebracht! Ich habe mich auf jede frei Minute gefreut endlich weiter zu lesen:) Sehr sehr nette Unterhaltung!

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Das Leben der jungen Französin Julie Tournelle ist im Moment eher unspektakulär. Ihr Job in der Bank ist gewöhnlich, ab und an trifft sie sich mit ihren Freundinnen, und nachdem sie sich von ihrem unsteten letzen Freund getrennt hat, passiert nicht viel Spannendes in ihrer kleinen Welt. Eines Tages zieht ein neuer Mieter in ihr Haus ein. Mit Blick auf das neue Namensschild ist es um Julie geschehen: Sie verliebt sich in seinen Namen: Ricardo Patatras. Geheimnisvoll, vielleicht verwegen….einen Mann mit diesem Namen muss sie unbedingt mal aus der Nähe sehen. Auch wenn sie sich im ersten Augenblick fragt, “ob ein Zirkus in der Nähe ist und der Clown beschlossen hat, hier seine Zelte aufzuschlagen.“ Doch gleich welche Anstrengungen sie unternimmt, sie bekommt ihn trotz Bewachung des Treppenhauses nicht zu Gesicht. In ihrer schon wahnwitzigen Neugier versucht sie sich anhand seiner Post ein Bild zu machen … und bleibt prompt mit ihrer Taschenlampe in seinem Briefkasten stecken. Und gerade Ricardo Patatras taucht in dieser misslichen Lage auf und muss sie aus ihrem Dilemma befreien … Nach dieser sehr peinlichen Kennenlern-Aktion versucht Julie weiterhin mit verrückten aber einfallsreichen Aktionen alles, um sich vor Ricardo als beste Wahl einer Frau hinzustellen. Denn dieser Mann ist zum Anbeißen! Dabei nimmt sie Anstrengungen wie gemeinsames Joggen in Kauf, obwohl Laufen überhaupt nicht einem ihrer Talente entspricht, interessiert sich neuerdings fürs Kochen, zerstört ihren Computer in der Hoffnung, dass Ric ihn reparieren kann – nur um einen neuen Grund zu finden Ric zu treffen. Das dies nicht immer ganz nach Plan verläuft, ist dem Leser hier sicher schon klar. Doch sie schafft es nicht, Rics ganzes Herz einzufangen. Denn irgendetwas Geheimnisvolles steht zwischen ihnen, und Julie nimmt sich vor, auch diesem auf den Grund zu gehen … Mein Fazit: Dieses Buch ist einfach nur liebenswert, und für mich absolut erstaunlich: geschrieben von einem Mann! Woher weiß Gilles Legardinier so vieles über die chaotischen Gedankengänge einer Frau wie Julie? Diese Frage beschäftigte mich doch mehrere Seiten! Der Autor schreibt so herzlich und witzig über die Liebe und die Anstrengungen, die man unternimmt, um von dem anderen wahrgenommen zu werden. Julies Person erinnerte mich an vielen Stellen sehr an Bridget Jones, das Flair und die Umgebung sowie die Bäckerei als neue Arbeitsstelle von Julie an den bekannten Film „Chocolat“. Als Fazit fühlte ich mich durch Julie sehr gut unterhalten und musste mehrmals über ihre Unternehmungen lachen. Viele Dinge sind sehr menschlich und nachvollziehbar, leider aber auch in Julies Fall mit einigen Fettnäpfchen behaftet, die diesen Roman so reizend machen. Als kurzweilige, charmante und romantische Geschichte ist dieses Frauenbuch eine tolles Urlaubsbuch oder auch eine gute Ablenkung aus dem Alltag!

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“Julie weiß, wo die Liebe wohnt” gehört zu den Büchern, die ich schon seit langer Zeit lesen wollte, von daher musste ich es nun endlich aus dem Bücherregal befreien und habe mich auf ein paar entspannte Lesestunden gefreut. Nun, entspannt waren diese tatsächlich, allerdings nicht immer unbedingt unterhaltsam, was ich sehr schade finde, denn anscheinend passen Gilles Legardinier und ich nicht wirklich gut zusammen. Ich möchte nun nicht unbedingt sagen, dass ich ein Problem mit französischen Autoren habe, allerdings ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass ich mit deren Schreibstil nicht immer klar komme. So ist es leider auch bei “Julie weiß, wo die Liebe wohnt”, denn die Geschichte liest sich für mich zu kitschig und viel zu blumig. Der Autor hat zwar das Talent, seine Figuren und die jeweilige Orte perfekt zu beschreiben, sodass ich mir nahezu alles bildlich vorzustellen konnte, allerdings gab es auch jede Menge Momente, bei denen mich das Buch schlicht und ergreifend nur gelangweilt hat. Positiv zu bewerten sind jedoch die Dialoge, die stellenweise sogar recht humorvoll waren. Wie bereits oben geschrieben, wurden die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese gut kennen lernt und ich mich in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gut hineinversetzten konnte. Mein Problem war jedoch, dass ich diese nicht immer unbedingt sympathisch fand und mir manche Figuren trotz der ausführlichen Beschreibung fremd blieben. Julie ist zwar an sich eine interessante Protagonistin, die sich auch stets weiterentwickelt, allerdings war sie mir dann doch zu chaotisch und zu erinnerte mich zu sehr an bereits andere bekannte Buchfiguren, sodass sie für mich nicht einzigartig war. Zwar empfand ich die Geschichte aus ihrer Sicht oftmals recht interessant und sogar witzig, allerdings hat mir bei ihr auch der berühmte rote Faden gefehlt. Auch die anderen Figuren wie z.B. Julies Nachbar Ricardo oder auch ihre Freunde Sophie, Xavier, Sarah und Co. waren teilweise sympathisch, jedoch zu gewöhnlich, sodass keinerlei große Ausreißer nach oben vorhanden waren. Man merkt dem Autor schon an, dass er bei seinem Debütroman besonders viele Ideen hatte, allerdings empfand ich die Umsetzung an einigen Stellen als zu gewollt. An vielen Stellen wäre weniger mehr gewesen, denn die Geschichte wirkte an vielen Stellen zu überladen. Hätte man die Figuren weniger chaotisch gestaltet und hätte man diese auch zum Teil tiefgründiger erscheinen lassen, hätte ich mit ihnen sicherlich mehr Spaß gehabt und hätte mich noch besser in sie hineinversetzen können. Das Cover ist an sich ganz schön und stimmig und kann mit wunderschönen Farben auftrumpfen, allerdings empfand ich es auch ein wenig als altbacken. Hier wäre eine etwas frischere Variante meiner Meinung nach schöner gewesen, allerdings ist dies hier reine Geschmacksache. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen gut und hat mich direkt auf das Buch neugierig gemacht. “Julie weiß, wo die Liebe wohnt” ist insgesamt eine nette Geschichte, die mich jedoch enttäuscht zurückgelassen hat, da ich mit dem Erzählstil und den Figuren leider bis zum Schluss nicht warm wurde. Wer jedoch ein Fan von Paris ist und einen eher blumigen Schreibstil bevorzugt, ist hier an der richtigen Adresse. Mich konnte es leider nicht überzeugen.

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Eine bezaubernde Geschichte um die Liebe

Von: Monika Stutzke aus Berlin

27.07.2013

Ricardo Patatras, was für ein Name. Als Julie diesen Namen zum ersten Mal am Briefkasten des neuen Mieters sieht, ist sie hin und weg. Sie muss wissen, wer sich hinter diesem geheimnisvollen Namen verbirgt. Also postiert sie sich hinter ihrem Türspion, um ihn wenigstens mal zu sehen. Als das nicht zum Erfolg führt, versucht sie, sich über den Inhalt seines Briefkastens zu orientieren, was er für ein Mensch ist. Gerade eben hat sie es geschafft, ihre Hand in den Schlitz zu stecken, um ihre hineingefallene Taschenlampe wieder herauszuholen, da bekommt sie diese auch nicht mehr heraus. Und wer kommt just in dem Moment ins Haus? Natürlich ihr Objekt der Begierde und der fragt sich natürlich, was sie denn in seinem Briefkasten macht. Aber erst einmal muss er zu ihrer Rettung einschreiten, denn die Hand geht beim besten Willen nicht mehr heraus. Was für ein Beginn für eine Freundschaft. Aber auch, wenn sie sich näher kennenlernen, irgendetwas verbirgt er vor ihr und Julie will partout wissen, was es ist ... Es ist schon interessant zu sehen, wie eine Frau versucht, einen Mann auf sich aufmerksam zu machen. Kleine Lügen sind dabei natürlich erlaubt. Da ist es egal, ob sie beim Laufen vor Anstrengung fast umkippt, weil sie behauptet, sie läuft gern und regelmäßig oder sie zum Testkochen kiloweise Muscheln kaufen muss. Julie lässt nichts unversucht, um ihrem neuen Nachbarn näher zu kommen. Da sind so kleine Pannen wie ein kaputter Computer, den man ein klein wenig manipuliert hat, eben Nebensache. Julie Tournelle, die Protagonistin des Buches ist 28 Jahre alt und ein klein wenig chaotisch, aber ausgesprochen liebenswert. Wegen ihres ehemaligen Freundes Didier hat sie ihr Studium geschmissen und arbeitet seitdem in einer Bank in einem Job, den sie hasst. Julie fasst den Entschluss, ihr Leben zu ändern und das radikal, ihr Job ist das erste, den sie cancelt. Julie ist eine Person, die man einfach mögen muss. Ich habe sie in mein Herz geschlossen. Sie ist ein wenig tollpatschig, chaotisch, aber eine Frau, die man gern als seine Freundin hätte. Sie hilft, wenn Hilfe nötig ist. Rührend kümmert sie sich um die alte Frau in ihrem Haus, die totkrank ins Krankenhaus gehen muss. Sie hat einen großen Freundeskreis und weiß diesen auch zu schätzen. Auf ihrer neuen Arbeitsstätte macht sie sich nach Anfangsschwierigkeiten ebenfalls Freunde und ist für alles offen. Sie ist ein Mensch, der mit sich eigentlich im reinen ist, wenn sie nicht selbst manches mal an sich zweifeln würde. Als sie sich in ihren neuen Nachbarn verliebt, ist sie sogar bereit, ein großes Wagnis einzugehen, nur um ihm vor größerem Schaden zu bewahren. Eine Frau mit einem ganz großen Herzen. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, Julie inklusive ihrem Umfeld präzise zu zeichnen. Als Leser fühlt man sich inmitten all der Menschen wohl, die Julie umgeben. Ihre kleinen Missgeschicke sind so voller Humor geschrieben, dass man mit einem lachenden und einem weinenden Auge diese mitverfolgt. Auch der französische Flair ist beim Lesen fast greifbar. Julie lebt in der Gegend, in der sie groß geworden ist und wo noch Jeder Jeden kennt. Dieser Roman ist für mich ein Erlebnis, er drückt so viel Lebensfreude, Humor und Kameradschaft aus, dass er zu einem echten Lesehighlight wird. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, denn es berührt den Menschen.

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