Leserstimmen zu
Sterbensschön

Chelsea Cain

Archie-Sheridan-Reihe (5)

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Vor 3 Monaten überlebte Archie Sheridan knapp die Überschwemmung des Willamette River (Totenfluss). Er ist mittlerweile vollkommen runter von seiner Schmerzmittelsucht und auch wieder aktiv im Dienst, jedoch einen Nebeneffekt hat sein neugewonnenes Leben - er kann nicht mehr durchschlafen. Jede Nacht zwischen 3 und 4 Uhr ist er wach, doch damit ist er nicht allein. Auch Patrick, das junge Entführungsopfer eines Serienmörders, leidet unter Schlaflosigkeit und findet jede Nacht Trost in Telefonaten mit Archie. Mit dem relativ ruhigen Leben ist es jedoch schnell vorbei, als Archie zu einem Tatort gerufen wird. Jake Kelly wurde am helligten Tag entführt - seine Leiche findet sich wenig später aufgehängt an einem Baum in einem Park - gehäutet. Der Täter hinterließ außerdem eine Lilie am Tatort. Es scheint jedoch niemand ein Motiv für die Tat gehabt zu haben, denn Jake arbeitete ehrenamtlich in einem Life Works Center for Young Women und war gemeinhin als guter Mensch bekannt. Doch Archie erlebt noch eine Überraschung der anderen Art. Eine der jungen Frauen, die bei dieser Organisation lebt, ist Pearl, die er von einem seiner letzten Fälle kennt und das sind nicht nur schöne Erinnerungen. Das einzige, wessen sich Archie bei diesem Fall sicher sein kann, ist, dass die Täterin nicht Gretchen Lowell ist, denn diese sitzt nach wie vor im State Mental Hospital und dennoch lässt sie Archie keine Ruhe. Über ihren Arzt nimmt Gretchen wiederholt Kontakt zu Archie auf, denn sie könne Hinweise zur Ergreifung des Täters führen. Archie jedoch ist nicht gewillt, sich erneut mit Gretchen einzulassen, sodass diese sich an Susan Ward wendet, die mittlerweile als freie Journalistin arbeitet, aber noch hin und wieder Kontakt mit Archie hat. Susan trifft sich tatsächlich mit Gretchen und diese erzählt ihr von ihrem ersten Mord - im Alter von 16 Jahren. Als Archie sich das Interview anhört, weiß er, dass Gretchen ihm damit eine Spur zum Täter gelegt hat und die Zeit drängt, denn nur kurz nach dem ersten Opfer, wurde eine weitere Leiche gefunden, nebst einer weiteren Lilie und der Mörder scheint sein Werk noch nicht beendet zu haben. Widerstrebend trifft sich Archie doch mit Gretchen, doch was sie ihm erzählt, kann er kaum glauben. Gretchen erzählt von einem Kind, dass sie hatte, Lily und dass Archie, wenn er den Täter finden wolle, unbedingt nach Ryan Motley suchen müsse. Wie viel von dem, was Gretchen ihm erzählt hat, kann Archie ihr glauben und wird er endlich herausfinden, wer Gretchen Lowell wirklich ein war? Endlich, das lange Warten hat ein Ende - Gretchen Lowell is back!!! Der 5. Band der Archie-Sheridan-Reihe beginnt etwa 3 Monate nach Ende des 4. Bandes Totenfluss. Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet und endlich, endlich erfahren wir ein Stück mehr aus Gretchen Vergangenheit, ihrer Jugend und ihrem allerersten Mord. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet und was soll ich sagen - ich mag Gretchen Lowell einfach, möchte ihr aber auf gar keinen Fall im realen Leben begegnen. Der Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, immer wieder hat er mich in seinen Bann geschlagen und eigentlich von der ersten Seite an gar nicht mehr losgelassen. Jetzt hoffe ich natürlich baldigst auf einen weiteren Band, in dem sich Archie mit Gretchen messen kann. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wem ich schlussendlich den Sieg in diesem Duell wünsche.

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Stark geschrieben wie eh und je!

Von: http://buchwelten.wordpress.com/

04.06.2013

So langsam aber sicher beginnt Archie Sheridan wieder „normal“ zu leben, zumindest so gut es unter seinen Umständen möglich ist. Die seelischen Wunden, die die schöne Serienkillerin Gretchen Lowell ihm zugefügt hat, werden wahrscheinlich niemals so vernarben, wie die körperlichen Narben. Aber immerhin ist Archie von den Schmerzmitteln runter, er hat die Tablettensucht besiegt. Dennoch ist er in Gedanken nach wie vor oft bei Gretchen, doch er wahrt den Abstand zu ihr. Archie ist in eine neue Wohnung gezogen, in ein geräumiges Loft, wo angenehmerweise gerade eine attraktive Nachbarin die Wohnung unter ihm bezieht. Sie gefällt ihm, vielleicht hat das ein klein wenig mit der optischen Ähnlichkeit zu Gretchen zu tun? Jedoch kommt Archie beruflich nicht zur Ruhe. Das Hochwasser ist zwar überstanden, doch die Aufräumarbeiten in der Stadt laufen noch auf Hochtouren. Und dann wird eine Leiche entdeckt. Das Opfer wurde im Park erhängt, geknebelt und gehäutet. Der Mordfall zeigt nicht Gretchens Handschrift, was auch nicht möglich sein kann. Denn Gretchen sitzt sicher in der Psychiatrie und wird zu Archies Freude so sehr unter Medikamente gesetzt, dass die Beauty Killerin nicht einmal mehr ihre Schönheit als Waffe nutzen kann, denn die ist derzeit dahin. Und trotzdem erreicht Archie aus der Klinik eine Nachricht von Gretchen. Die liefert sie nicht an ihn direkt, denn sie weiß, dass er nicht zu ihr kommt. Nein, sie lockt die Journalistin Susan Ward mit einem Interview. Gretchen behauptet Details zum aktuellen Mordfall zu kennen, sie nennt sogar einen Namen. Was führt diese Frau wieder im Schilde? Spielt sie wieder ihr geliebtes Katz und Maus Spiel mit Archie? Weiß sie wirklich etwas oder versucht sie erneut, ihn zu sich zu locken, weil sie genauso wenig von ihm lassen kann, wie er von ihr? Und die wichtigste Frage: Bleibt Archie stark …? *** Ich bin bekennender Fan der Gretchen Lowell Reihe, wobei ich seinerzeit an den ersten Teil mit gemischten Gefühlen heranging. Ich dachte, dass was ich letztendlich lese, erfüllt nicht die Erwartungen, die ich im Vorfeld hatte. Doch dem war nicht so. Furie (Teil 1), Grazie (Teil 2) und Gretchen (Teil 3) waren für mich alle drei 5 Sterne Thriller. Totenfluss zähle ich persönlich als Teil 4 der Archie Sheridan-Reihe, jedoch nicht konkret in die Gretchen Reihe, da sie in dem Roman eigentlich so gar keine (aktive) Rolle spielt. Totenfluss war auch gut und spannend, kam für mich aber nicht ganz an die Gretchen Romane heran. Um so neugieriger war ich natürlich auf das neuste Werk der Autorin. Und auch dieser Teil hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Auch wenn dieser Roman 416 Seiten umfasst, hatte ich ihn in zwei Tagen durchgelesen. Alle bekannten Personen sind noch mit dabei: Archie Sheridan natürlich zu allererst, dann Henry Sobol, sein treuer Partner und guter Freund. Auch Susan Ward, die toughe, neugierige und mutige Journalistin mit ständig wechselnder Haarfarbe (diesmal in Orange). Sie und Archie verbinden eine Menge dramatischer Momente und mittlerweile pflegen die beiden so etwas wie eine gute Freundschaft. Chelsea Cain schafft es erneut diese besondere Stimmung der Romane zu erschaffen und durchgehend zu halten. Die Morde sind krass und extrem und auch so beschrieben. Dies ist nichts für schwache Lesernerven. Aber es passt und gehört für mich in diese Handlung. Sie streut mehrere Fäden aus, die sich letztendlich alle miteinander verbinden, dies ist aber wieder geschickt aufgebaut und nicht leicht durchschaubar. Was allerdings diese Romane von Anfang an ausmacht, ist diese krankhafte Beziehung/Abhängigkeit zwischen Archie und Gretchen. Jedesmal schafft es Chelsea Cain aufs neue, mich als Leserin mit diesen Protagonisten zu packen und nicht loszulassen, bis ich die letzte Seite zu Ende gelesen habe. Die Cover der zwei letzten Romane gefallen mir optisch nicht mehr so gut, wie die der ersten Bände. “Totenfluss” zierte ein Seestern, was für mich noch irgendwie zu einem Hochwasser passt, findet sich auf dem neusten Cover ein Insekt, was mich an das “Viecher-Design” der Dean Koontz Romane erinnert. Es sieht nicht schlecht aus, passt für mich allerdings nicht zur Handlung. Mein Fazit: Erneute 5 von 5 Sternen für den neusten Teil um die Beauty-Killerin Gretchen Lowell. Die Autorin fesselt mit Handlung und den von ihr erschaffenen Charakteren von der ersten bis zur letzten Seite. Cain schreibt heftig, blutig, spannend, aber auch ruhig und gefühlvoll. Und sie beschreibt absolut überzeugend diese kranke zwischenmenschliche Beziehung. Das Niveau und die Qualität ihres Schreibens lässt auch in diesem 4. oder 5. Teil (wie man es nun sieht) kein bisschen nach. © Buchwelten 2013

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Gretchen ist zurück

Von: Corinna Pehla aus Dörverden

27.05.2013

Die berühmte Serienmörderin Gretchen Lowell sitzt in einer psychologischen Einrichtung hinter schwedischen Gardinen und doch mordet jemand mit ihrer Handschrift. Für Archie Sheridan ist es wie eine Reise in die Vergangenheit. Nachdem Gretchen noch immer sicher verwahrt ist, kann er nun den Versuch starten, sich ein neues Leben aufzubauen. Und doch kommt es zu erneuten Mordfällen, die deutlich an die schöne Serienmörderin erinnern. Doch wie kann dies sein? Als sich dann auch noch Gretchen bei der Journalistin Susan Ward meldet und Informationen preisgeben möchte, steht Archie vor einer erneuten Jagd. Wer ist der Täter und was hat Gretchen mit ihm zu tun? Ich muss zugeben, dass die älteren Bücher von Chelsea Cain (Furie, Grazie, Gretchen und Totenfluss) meine absoluten (Thriller-)Favoriten sind. Selten habe ich so spannende, blutige und knifflige Bücher gelesen. Als ich nun endlich „Sterbensschön“ in den Händen hielt, war ich doch recht aufgeregt und freute mich schon sehr auf die Spannenden Lesestunden am Abend. Das Buch startet, wo „Totenfluss“ endet und ist der 5. Teil der Reihe. Für Neuleser, würde ich schon empfehlen, sich an die Reihenfolge zu halten. 1) Furie 2) Grazie 3) Gretchen 4) Totenfluss 5) Sterbensschön Aber nun zum Buch. Es war wie ein Wiedersehen von alten „Bekannten“. Archie Sheridan als leitender Ermittler, mit seinem doch sehr zerstörten Leben und Susan Ward als Journalistin, mit dem Hang zu wilden Frisuren und immer auf der Suche nach DER Story. Trotzdem war das Highlight des Buches natürlich Gretchen. Jene wunderschöne, aber auch sehr gefährliche Serienkillerin, die mich nun bereits seit den Vorgängerbüchern begleitet und die mich so manches mal den Atem anhalten ließ. In diesem Buch spielt sie nun wieder eine Rolle und dies zwar nicht als Hauptperson, trotzdem aber als wichtiger Teil der Geschichte. Mir gefällt besonders die Atmosphäre, die Chelsea Cain schafft, wenn Gretchen und Archie aufeinandertreffen. Beide haben ja eine gemeinsame Vergangenheit und es liegt diese gefährliche Spannung in der Luft, die selbst außerhalb des Buches spürbar ist. Insgesamt aber kann ich beruhigen, denn wer denkt das die Reihe abschwächen würde, der irrt. Chelsea Cain schreibt immer noch so greifbar spannend, sie hat auch immer noch den Hang dazu sehr genau und bildreich zu beschreiben (was in manchen Szenen schon sehr hart ist) und „Sterbensschön“ ist ein gewohnt flüssiger Pageturner. Ich selber würde auch dieses Buch als einen, für mich, favorisierten Thriller beschreiben. Mein Fazit: Für Fans der Reihe ist „Sterbensschön“ ein Muss! Gretchen ist zurück und die Spannung der Vorgänger ist immer noch da. Für Neuleser/-innen der Reihe empfehle ich die korrekte Reihenfolge und lege ganz dringend nahe, diese Reihe zu lesen! Gerade wer es blutig mag, ist hier richtig.

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