Leserstimmen zu
Wenn ihr uns findet

Emily Murdoch

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schluchz

Von: FrauRedlich

10.09.2017

Das war übrigens die gestrige Lektüre! Und was soll ich dazu sagen? Uääähhh, es war so schrecklich, diese armen Kinder! schluchz, heul. Ich sollte nicht immer so ein Zeug lesen. Wie konnte sie nur?? ähh, nochmal von vorne: Carey und ihre kleine Schwester Jenessa wachsen mit ihrer drogenabhängigen Mutter zusammen im Wald auf. Doch eines Tages taucht diese nicht mehr auf. Stattdessen eine Frau vom Jugendamt und Careys Vater, der die beiden Mädchen zu sich nimmt. Stück für Stück müssen diese sich wieder in der Zivilisation zurechtfinden und nur langsam gelingt es ihnen, dass was sie im Wald erlebt haben zu verarbeiten und zu erzählen. Und das sind mehr als schlimme Dinge. Toll geschrieben, spannend von der ersten Seite an und extrem aufwühlend. Zart besaitete lieber Finger weg oder zwei Tafeln Schokolade dazu legen.

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Klappentext/Inhalt: Es gibt Geheimnisse, die zu groß sind für das Herz eines Mädchens Klamotten, Partys, Jungs und Schule: Diese Welt ist Carey und ihrer kleinen Schwester Jenessa völlig fremd. Die Geräusche des Waldes, das beengte und doch so vertraute Zusammenleben im Wohnwagen und die oft tagelange Abwesenheit ihrer Mom – das ist der Alltag der Mädchen, die in einem Trailer tief versteckt inmitten eines Naturschutzgebietes leben. Als Careys und Jenessas Vater die Mädchen zu sich und seiner neuen Familie holt, finden die Tage im Wald ein jähes Ende. Zu jäh für die fünfzehnjährige Carey, die sich daran gewöhnt hat, sich und ihre Schwester durchzubringen und zu beschützen, koste es, was es wolle. Dass der Preis dafür mitunter sehr hoch war, begreift sie erst jetzt durch die liebevolle Anteilnahme ihres Vaters. Weil sie das Geheimnis, das auf ihrem Herzen lastet, nicht für immer verdrängen kann … Meine Meinung: Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und wollte mich hiermit nochmal bedanken. Auf dieses Buch habe ich mich schon total gefreut. Ich habe mich auf eine düstere Geschichte mit vielen Geheimnissen vorgestellt und diese habe ich auch bekommen. Carey, ihre Schwester Jenessa und ihre Mutter leben im Wald. Ihre Mutter ist aber schon eine ganze Weile weg und die Kinder sind auf sich allein gestellt (mal wieder). Die beiden mögen den Wald sehr und wollen da auch nicht weg. Eines Tages kommt ein Mann und eine Frau und holen die beiden wieder in die Zivilisation. Diese ist ihnen mittlerweile völlig fremd. Sie wollen eigentlich beide wieder in den Wald zurück aber versuchen ihr neues Leben so gut es geht zu leben. Dort stoßen sie auf viele Hindernisse und versuchen sich durchzukämpfen. Dies hat mir wirklich gut gefallen. Die beiden müssen sich wieder an das "normale" Leben gewöhnen und es ist erschreckend realistisch dargestellt. Das Buch ist aus Sicht von Carey geschrieben. Ich mochte sie wirklich gern. Sie musste wie auch ihre Schwester schon vieles im Leben durchstehen. Sie versucht ihre Schwester nur zu beschützen aber in dieser neuen Welt muss sich Jenessa auch mal ohne sie durchschlagen. Es fällt Carey wirklich schwer loszulassen aber ich fand das total verständich. Die anderen Charaktere sowie die Schauplätze sind gut ausgearbeitet. Ich konnte alles nachvollziehen und verstehen. Mit dem Ende dieser Geschichte habe ich absolut nicht gerechnet. Es ist einfach nur krass. Ich war total sprachlos. Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost. Dennoch ist es ein Buch was erschreckend realtisch ist. Diese Geschichte kann wirklich auf der Welt passieren und dies ist wirklich erschreckend. Fazit: Das Buch hat mir gut gefallen aber an vielen Stellen war ich auch einfach nur schockiert. Diese Geschichte kann im Leben wirklich passieren und deshalb ist sie mir auch so unter die Haut gegangen. Bewertung: Cover: 5/5 Klappentext: 4,5/5 Inhalt: 4/5 Schreibstil: 4/5 Gesamtpaket: 4,5/5 4,5 von 5 Sterne

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Zum Inhalt: „Glück is´ umsonst, sagt Mama...“ Die 15-jährige Carey wohnt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter zusammen in einem alten Campingwagen mitten in einem riesigen Wald. Da die Mutter drogenabhängig ist und in der Stadt neue Vorräte besorgen muss, ist sie oft tagelang nicht da. Viel Zeit ist vergangen, doch sie taucht immer noch nicht auf. Aber dafür kommen andere, fremde Menschen. Und diese wollen Carey und Jenessa mitnehmen, raus aus dem Wald. Weg von ihrem Zuhause. Sie wurden gefunden! Wird das Leben jetzt einfacher? Und schafft Carey es, die Vergangenheit hinter sich zu lassen? Cover: Auf dem Cover ist das Gesicht eines jungen Mädchens, das fast das ganze Titelbild in Anspruch nimmt, wahrscheinlich ist es Careys Gesicht. Ich finde das Cover sehr ansprechend. Schreibstil: Der Schreibstil ist flüssig, macht Lust aufs Weiterzulesen. Carey erzählt aus der „Ich-Perspektive“ im Präsens. Die ersten Seiten waren ein bisschen schwierig zu lesen, weil Carey eine sehr gewöhnungsbedürftige Ausdrucksweise hat. Diese legt sich aber schnell, fast schon gespenstisch schnell - kann man schlechte Angewohnheiten so schnell ablegen? Die Autorin schafft es, Spannung zu erzeugen und zu halten. Careys Rückblicke in die Vergangenheit werden zum besseren Textverständnis kursiv gekennzeichnet. Charaktere: Obwohl, oder gerade weil Carey so viel Schlechtes und Grausames erleben musste, ist sie eine enorm starke Persönlichkeit. Und trotz aller Sorgen ums Überleben, ist sie sehr mutig und schafft es immer wieder auch ihre Schwester Jenessa zu motivieren nicht aufzugeben. Jenessa wirkt recht flach neben der Hauptprotagonistin. Ich konnte ihr nichts abgewinnen. Careys Vater konnte ich lange Zeit nicht einschätzen, er war oft präsent, hat aber leider nie viel gesprochen. Melissa war herausragend nett und aufgeschlossen, was mir leider zu unrealistisch vorkam, wenn man bedenkt, dass sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann alleine lebt und plötzlich ziehen zwei wildfremde Mädchen dazu. Delaneys Haltung zu der neuen Situation finde ich sehr angebracht und nicht zu überspitzt. Mich hat sogar gewundert, dass sie sich doch recht schnell geschlagen gegeben hat, ich habe fast noch krassere Sachen in Bezug auf Carey erwartet. Schade fand ich auch hier, dass scheinbar alle Jenessa gleich ins Herz geschlossen haben, wovon man nur wenig mitbekommt, und daher wirkt es für mich nun einmal nicht aufrichtig. Insgesamt hätten auch die Nebenakteure noch stärker einbezogen werden sollen. Meine Meinung: Eine Rezension zu diesem Buch abzugeben, fällt mir sehr schwer. Hätte ich mir dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar gewünscht, hätte ich keine Buchbesprechung abgeben wollen. Das liegt zum einen und hauptsächlich daran, dass es emotional sehr aufwühlend ist, und es mir darum schwerfällt, es zu bewerten und in eine vorhandene Schublade zu stecken. Zum anderen weiß ich noch nicht, inwiefern ich die Lobeshymnen der anderen Leser für dieses Buch teilen kann. Die Idee, auf der das Buch beruht ist wirklich super. Die Geschichte ist in der heutigen Zeit gar nicht mal so weit hergeholt, was ihr aber auch einen bitteren Beigeschmack gibt. Während ich zum Anfang jedoch noch gar nicht sagen konnte, in welche Richtung sich das Buch entwickelt, und ich gedanklich ständig nur Vermutungen anstellen konnte, fügen sich ab der Hälfte des Buches die Puzzlestücke langsam etwas mehr zusammen. Die Autorin schafft es, dass man im Verlauf sehr stark emotional eingebunden wird, man wünscht sich für Carey und ihrer neuen Familie nur Gutes, ahnt aber, dass dies noch nicht alles war und es zum auflösenden Ende hin gefühlsmäßig noch mal sehr turbulent wird. Das Buch ist nichts für Zartbesaitete, auch als Jugendbuch ab 14 Jahren empfinde ich es noch als zu schwere und unverdauliche Kost. Es ist stellenweise so berührend aber auch verstörend, dass man einfach mitleiden muss. Hätte ich es in so jungen Jahren gelesen, hätte ich es wohl nicht so gut verarbeiten können. „Wenn ihr uns findet“ hat mich lange nicht losgelassen, trotz dem, dass alles irgendwie besser wird, gibt es nach Carey und Jenessas Vorgeschichte natürlich auch kein richtiges gutes Ende. Ein kleines Nachwort hätte ich mir persönlich schon gewünscht, aber wahrscheinlich wäre dann doch noch ein Happy End entstanden, was die Autorin so wohl nicht gewollt hat. Das Buch endet in meinem Kopf mit einem langen Nachhall, man kann es nicht mehr so leicht abschütteln, und einige Szenen spukten immer wieder in den Gedanken herum... Weshalb ich keine 5-Sternebewertung geben möchte, liegt wohl daran, dass die Geschichte zwar immer spannend ist, jedoch salopp gesagt, nichts Großartiges passiert. Die Story beruht größtenteils auf vergangene Geschehnisse und nimmt auch erst ab der Hälfte Fahrt auf, und zeigt dem Leser auch erst dann, wohin die Reise gehen soll. Ein paar Szenen wie der Schuleintritt, die Party oder die leichte Liebesbeziehung waren für das Hauptaugenmerk der Geschichte meiner Meinung nach kaum von Belang. Des Weiteren erfahre ich zu wenig Persönliches über und aus der Sicht von Delaney, Melissa und dem Vater. Man bekommt fast nur einen Einblick in Careys Welt. Die anderen fallen mir zu sehr hinten herunter. Da wünsche ich mir mehr Informationen. Die Geschichte ist auf nur 304 Seiten erzählt, da hätte die Autorin gern noch ein wenig mehr Ausbau betreiben können. Für das Erstlingswerk von Frau Murdoch, aber wirklich eine sehr gute Leistung. Meinen Respekt hat sie sich verdient! Ausgestattet mit einer herzzerreißenden Dramatik, aber auch vielen freudigen Momenten ist dieses Buch definitiv sehr lesenswert. Ich bewerte das Buch mit 4,2 von 5 Sternen.

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Wenn ihr uns findet

Von: Mischke aus Hünfelden

07.05.2014

Ein unsagbar wahres Buch, in diesem Buch habe ich viele Sachen wieder erlebt, sicher mit einer anderen Geschichte, aber dieses Buch hat eine völlig wahre Geschichte für mich wieder gegeben, die beiden kleinen Mädchen von jetzt auf gleich auf sich gestellt und die Große hat es so gut gemeistert, ich fand es toll und sag hier mit nochmal ganz lieb danke das ich es lesen durfte.

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Ganz anders als erwartet...

Von: Katja W.

10.04.2014

Inhalt: Carey lebt seit ihrem vierten Lebensjahr im Wald, zusammen mit ihrer Mutter und später mit ihrer kleinen Schwester Jenessa. Während ihre Mutter sehr oft wochenlang in der Stadt bleibt, muss Carey schon früh lernen sich selbst und ihre Schwester allein durchzubringen. Ihr Mutter kehrt dann mit neuen Vorräten zurück, die aber meist nicht mehr als Dosen-Essen beinhalten. Selbst wenn ihre Mutter einmal anwesend ist, kann Carey von ihr keine Hilfe erwarten. Doch irgendwann kommt Careys Mutter nicht mehr zurück und die sowieso schon spärlichen Vorräte der beiden Mädchen neigen sich allmählich dem Ende. Doch unerwartet tauchen eine Frau und ein Mann auf. Beide versichern Carey, dass ihre Mutter nicht zurück kommen wird und die beiden ab jetzt bei Careys Vater untergebracht werden. Nach all den Jahren hätte Carey nie gedacht den Mann wiederzusehen, der für alles verantwortlich ist. Oder nicht? Meinung: Schreibstil: Ich hatte am Anfang ein paar Einstiegsschwierigkeiten, da ich mit der Ausdrucksweise der Protagonistin nicht ganz klar kam. Aber das hat sich schnell geändert und schon nach kurzer Zeit lies sich die Geschichte ganz leicht lesen. Geschrieben ist ich das Buch aus Sicht von Carey. Meinung: Die Geschichte hatte mich im Klappentext schon angesprochen und ich wollte mehr über diese zwei Mädchen im Wald erfahren. Es war nur Schade, dass man davon nicht sonderlich viel mitbekommen hat. Schon ab den ersten Seiten geht es für die Mädchen um die Eingliederung in das "normale" Leben. Doch hin und wieder gibt es, wenn auch nur kleine, Rückblenden in die Vergangenheit. Man merkt schnell das Carey für ihr Alter schon deutlich weiter ist. Doch wer wäre das nicht, wenn er sich nicht schon sehr früh um seine kleine Schwester kümmern muss, noch dazu allein im Wald. So nimmt sie für die kleine Jenessa die Mutterrolle ein und kümmert sich um alles. Man erfährt so viel schockierendes über Carey, dass mir dieses Mädchen einfach unglaublich leid getan hat und mir selbst jetzt teilweise noch die Worte fehlen. Ich verstehe ja, dass es schwer ist sich nach so einem Leben im Wald, wieder an etwas anderes zu gewöhnen, aber ich habe nicht verstehen können, warum sie nach ihren Erlebnissen so lange das Gefühl verspürt dorthin zurück zu wollen. Auch Jenessas erste Lebensjahre sind in diesem Wald alles andere als einfach. Ich habe mich sehr gefreut, dass es ihr so leicht fällt in einer völlig fremden Welt Fuss zu fassen und das sie so liebevoll aufgenommen wird. Aber Kinder reagieren ja meist anders, als man erwartet. Ich habe natürlich fieberhaft gehofft, dass sie am Ende ihre Sprache wiederfindet. Die Nebencharaktere waren ausreichend ausgebaut. Charlie, Melissa, Delaney, Ryan und Courtney haben mir gut gefallen. Besonders Delaney, die gar nicht so ist wie ich anfangs dachte und in ihrer Kindheit auch schon genug durchgemacht hat (auch wenn man das mit einem Leben im Wald nicht vergleichen kann), man merkt ihr an das sie sich nach Aufmerksamkeit sehnt und das nicht erst seit Carey und Jenessa in die Familie geholt worden. Aber auch die Mitarbeiterin vom Sozialamt Mrs. Haskell konnte bei mir punkten. Ich bin froh, dass die beiden Mädchen dort gleich auf solch eine nette Frau stoßen. Ach ja, dann haben wir natürlich noch die Mutter von Carey und Jenessa, zu dieser Frau möchte ich nichts sagen, manche Menschen sollten keine Kinder bekommen! Viel Spannung gibt es nicht. Das Buch arbeitet auf ein Ereignis hin: "Was geschah in der Nacht der weißen Sterne?". Doch leider konnte ich mir dies schon denken, daher war es nicht überraschend für mich. Trotzdem gibt es in dem Buch das ein oder andere unvorhergesehene Ereignis. Fazit: Ganz anders als ich erwartet habe. Dieses Buch lies mich nachdenklich und schockiert zurück, ich hatte aber auch den ein oder anderen freudigen Moment.

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