Leserstimmen zu
Im Schatten des Berges

Gregory David Roberts

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Die Geschichte von Lin aus "Shantaram" geht weiter. Da mir der erste Teil schon sehr gefallen hatte, habe ich mich über diese Fortsetzung sehr gefreut. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Linbaba hatte ja im letzten Teil schon einiges durchgemacht. Mit dem neuen Mafiaboss kommt er nun so gar nicht klar. Wir begleiten Lin wieder bei seinen selten legalen Aktivitäten in Indien, machen einen kurzen Abstecher nach Sri Lanka und philosophieren mit ihm auf dem Berg beim Priester Idriss. Wieder muss Lin ein paar schmerzhafte Verluste verkraften ( und ebenso der Leser ), aber er findet auch immer wieder glückliche Momente. Die sympathischen indischen Abenteuer, die er so nebenbei erlebt, bilden einen guten Ausgleich zu der Härte der Gangsterwelt, in der er sich bewegt. Ich habe mit ihm gebangt, gehofft und gezittert, und so manches Mal den Kopf geschüttelt über seine Gedanken und Entscheidungen. Trotzdem blieb er immer ein sympathischer Protagonist, dem man wünscht, endlich innerlich zur Ruhe zu kommen und sein Glück zu finden. Dabei erfährt man wieder einiges über die indische Kultur und Mentalität, wenn auch weniger als im ersten Band. Der Schwerpunkt des Buches liegt diesmal auf religiösen und philosophischen Fragen, mit denen Lin sich viel auseinandersetzt. Er selbst gibt zwar an, nicht spirituell veranlagt zu sein, befindet sich aber ständig auf Sinnsuche. Dabei erfährt er einiges von den verschiedenen Religionen, doch seine persönliche Wahrheit findet er schließlich woanders. Es handelt sich aber bei "Im Schatten des Berges" nicht um ein religiöses Buch; diese Themen sind fein in die Geschichte eingewoben, so dass man sie erst wahrnimmt, wenn man schon mittendrin ist. Das Buch ist trotz der vielen Charaktere und schwierigen Themen nie langweilig, was auch auf den tollen Schreibstil zurückzuführen ist. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich konnte wieder total abtauchen und einige Zeit lang jeden Tag in Indien sein. Ich würde in jedem Fall empfehlen, den ersten Band zuerst zu lesen, da viele Personen von dort auch hier wieder vorkommen. Es ist auch sehr hilfreich zu wissen, was Lin vorher schon alles erlebt hat, um zu verstehen, warum er sich nun so verhält, wie er es tut. Trotzdem kann man das Buch aber bestimmt auch ohne diese Vorkenntnisse verstehen, denn es gibt auch genug neue Personen und Geschichten, die hier entwickelt werden. Für mich war es wieder ein tolles Leseerlebnis. Jeder, der "Shantaram" geliebt hat, der wird "Im Schatten des Berges" ebenfalls grandios finden! Daten zum Buch Autor: Gregory David Roberts Verlag: Goldmann Seitenanzahl: 1.060 ISBN: 9783442313624 erschienen am: 17.10.2016

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Nachdem "Shantaram" eines meiner absoluten Lieblingsbücher war, habe ich nun jahrelang auf die Fortsetzung gewartet. Wie auch schon beim ersten Band ist es schwierig, ihn zusammen zu fassen oder detaillierter über den Inhalt zu sprechen. Nicht nur wegen seiner enormen Länge (gut 1000 Seiten), sondern auch wegen seiner Komplexität und Vielschichtigkeit. Auch in diesem Buch hat mich das Autobiographische sehr gereizt. Lin, der Protagonist, erlebt sehr viel, auch viel Schlechtes und viel Illegales und man weiß nie so genau, was der Autor jetzt tatsächlich erlebt hat und was er mit seinem dichterischen Talent hinzugefügt hat. Eben dieses Talent hat mich auch diesmal absolut von den Socken gehauen. Roberts Schreibstil ist einfach unglaublich. Er schreibt ehrlich und direkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und doch ist es poetisch und philosophisch. Immer wieder gibt es Zitate oder Absätze, die einen vollkommen sprachlos zurücklassen. Es ist, als hätte Roberts die Wahrheit in Worten gefunden und schenkt sie uns, eingebettet in seiner eigenen, faszinierenden Geschichte. "Im Schatten des Berges" (genau wie "Shantaram" damals) ist nicht nur eine spannende, interessante Geschichte eines flüchtigen Verbrechers, der in Indien ein neues Leben voller Gefahren und Liebe und Freunden und Verlust gefunden hat, sondern auch ein Buch voller Weisheit. Hier fand ich den zweiten Band viellecht sogar noch stärker als den ersten, auch wenn meine Erinnerung an diesen nicht mehr ganz frisch ist. Denn in "Im Schatten des Berges" lernt Lin eine Art Guru kennen, mit dem viele philosophische Gespräche geführt werden, was das Buch durchaus bereichert hat. Manchmal waren mir die Sprüche aber auch zu viel. Es gab einige Seiten, in denen er mit seinen Freunden - meist Karla, die natürlich immer noch eine große, große Rolle in seinem Leben spielt - eine Art Spiel spielt, bei dem sie sich mit philosophischen Sprüchen "battlen" und das war beim ersten Mal noch cool, beim dritten Mal nur noch nervig. Es fühlte sich so an, als wollte Roberts unbedingt seine gesammelte Zitatsammlung in dieses Buch quetschen. Nichtsdestotrotz schafft er es doch, dass man sich in den 1000 Seiten nicht langweilt. Das schafft er nicht nur mit der Schönheit seiner Sprache, sondern auch mit lebensechten Charakteren. Viele von ihnen kannte ich schon aus dem ersten Band und manche lernte ich neu kennen. Man lernt, einige zu hassen und andere zu lieben. Man sieht und fühlt wie Lin. Auch hier gab es wieder einen kleinen Minuspunkt, denn obwohl Roberts die Frauen seiner Geschichte mit sehr viel Respekt portraitiert, stellt er sie doch immer wieder als diese unverständlichen, mystischen, in Rätseln sprechenden Wesen dar. Die Dialoge mit Lisa und Karla waren oft mehr als verwirrend und in meinen Augen etwas verzerrt dargestellt. In diesem Buch standen, neben vielen anderen Themen, vor allem Verlust und Wahrheit im Mittelpunkt, was durchaus interessant war, aber mir fehlte ein wenig der Shantaram aus dem Slum, den ich im ersten Band so lieben gelernt habe. Alles in allem war es aber wieder einmal ein wundervolles Buch, das mein Herz höher schlagen ließ und mich mit nach Indien genommen hat und mich vermutlich für den Rest meines Lebens nicht mehr loslassen wird. Roberts schafft es einfach, einen zu packen und nachhaltig zu verändern. Ich bin von ihm und seiner Arbeit schwer beeindruckt und hoffe, dass wir noch mindestens ein weiteres Buch bekommen werden. Verlust und Wahrheit, Liebe und Entscheidungen - Roberts lässt uns in seiner Geschichte verschwinden und lässt uns vor seiner Weisheit und seiner Sprache staunen

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Shantaram 2

Von: Ritja

29.11.2016

Wer "Shantaram" gelesen hat, wird in diesem Buch schnell die Charaktere wiedererkennen und einen leichten Einstieg haben. Ohne die Vorkenntnisse wird es wahrscheinlich etwas schwerer die Verknüpfungen zwischen den Charakteren zu verstehen. Auch in dem zweiten Buch zu seinem Leben hat es Gregory Roberts geschafft mich einzufangen und mitzunehmen. Sein Schreibstil ist sehr gut und flüssig und so klar und deutlich, dass man das Gefühl hat, den Straßenlärm, die Gefahren und die Freude spüren und hören zu können. Es geht auch diesmal um seine große Liebe Karla, seine Freunde und sein Leben in Indien. Die Clankämpfe, die Morde, die Brände und die Korruption sind auch diesmal wieder ein Bestandteil der Geschichte. Trotzdem schaffte er es, dass auch der Humor bei dieser Geschichte nicht zu kurz kommt. Ich musste immer wieder über die Handlungen und Eigenheiten von Didier & Co. schmunzeln. Einen größeren Raum gibt er den Gedankenflügen. Immer wieder wird es philosophisch und manchmal ziehen sich diese Diskussionen über mehrere Seiten. Teilweise fand ich dies zu langatmig und wenig spannend. Phasenweise erinnerte mich leider die Geschichte an einen amerikanischen Blockbuster. Einer gegen alle. Ein Held, der alle rettet. Ein Mann, der von der bösen Seite zur guten Seite wechselt. Kann sich ein Mensch derart ändern? Es wirkte nicht echt und realistisch und leider litt die Geschichte etwas darunter. Trotzdem: Wer einfach nur eine spannende Geschichte, die in Indien spielt, lesen möchte, hat hier genügend Seiten (988) und Abenteuer, um abzutauchen.

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Meine Meinung: Vor über 5 Jahren habe ich das Buch "Shantaram" gelesen und seitdem auf das nächste Buch gewartet, von dem ich wusste, dass es geschrieben wurde. Dann hatte ich die Information, dass es dieses Buch als englische Ausgabe inzwischen gab und wartete weiter geduldig auf die Übersetzung. Das Warten hat sich gelohnt. Ich war von dem Buch Shantaram ja sehr begeistert und freute mich jetzt wirklich, dass ich das nächste Buch endlich lesen konnte. Allerdings empfehle ich allen, wirklich zuerst Sh zu lesen, Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen, aber vieles lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, was vorher passiert ist. In dem Buch sind zwei Jahre vergangen und Lin lebt immer noch in Mumbai. Er arbeitet immer noch in seinem Klan und geht nicht ganz sicheren Geschäften nach. Leider bricht zwischen den verschiedenen Klans Streitereien aus und Lin gerät genau dazwischen und muss sich mehrmals seiner Haut wehren. Habe ich im ersten Buch das Leben im Slum und seine Freunde kennen gelernt, was mich sehr fasziniert hat, bekam ich jetzt einen weiteren, allerdings nicht so schönen Einblick von seinem Leben und den Schattenseiten. Auch diesmal hat der Autor mich mit seinen Schilderungen in seinen Bann gezogen. Mit Spannung und Herzklopfen habe ich verfolgt, was alles so passiert. Ich fand es traten zwei Extreme auf, Gewalt und Philosophie, letzteres muss man mögen und mit Freuden lesen. Eigentlich ist das nicht mein Fall und an diesen Gesprächen hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht beteiligt. Aber es sind ja schon immer viele nach Indien gegangen, um die Wahrheit oder die Erkenntnis zu finden. Lin hat uns Leser aber auch dahinter blicken lassen. Hatte ich das erste Buch noch als gedruckte Ausgabe vor mir liegen, war ich jetzt richtig froh, dass ich dieses als eBook gelesen habe, 992 Seiten sind heftig und im Bett nicht so gut zu lesen. Naja, nicht jeder liest abends im Bett, aber auch für unterwegs wäre es mir zu schwer geworden. Auf jeden Fall waren 992 Seiten, die mich gefesselt haben. Fazit: Wer Shantaram gelesen hat, wird mit Sicherheit, wie ich, auf dieses Buch gewartet haben. Diesmal hatte ich am Ende nicht mehr das Gefühl, noch mehr lesen zu wollen/ zu müssen. Es war nu

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