Leserstimmen zu
Wenn eins zum andern kommt

Penelope Lively

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Meinung _________________ Der Klappentext von Penelope Livelys Werk hat mich direkt angesprochen und ich hatte einiges von dieser Geschichte erwartet. Wie kann ein Handtaschenraub so viele Leben verändert? In welche Richtung werden sich die Leben wandeln und vor allem: Wessen Leben wird sich am meisten dabei vom vorherigen unterscheiden? Charlotte muss wegen ihrer gebrochenen Hüfte zu ihrer Tochter Rose ziehen, die deswegen nicht an der Geschäftsreise ihres Chefs Henry teilnehmen kann. Henry bittet seine Nichte Marion, ihn zu begleiten, die wiederum ihrem Geliebten Jeremy per SMS mitteilt, dass sie ihn am Wochenende wegen des Ausflugs mit ihrem Onkel nicht sehen kann. Jeremys Frau Stella liest per Zufall die SMS und will die Scheidung. Das Grundgerüst des Plots hat mich sehr interessiert und auch begeistert – wie eins zum andern führt, wie Kleinigkeiten das Leben mehrerer Personen durcheinander bringen können, wie sich alles entwickelt, wer am meisten darunter zu leiden hat und wie alles miteinander verbunden ist; die Umsetzung hat mich leider nicht angesprochen. Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, vor allem die Schilderungen, was passiert und was alles ins Rollen gebracht wird. Doch nach den ersten hundert Seiten verlor die Geschichte an Spannung und meiner Meinung nach auch an Struktur. Neue Abschnitte begannen mit "Er" und "Sie" und desöfteren war ich verwirrt, um wen von den vielen Figuren es sich jetzt überhaupt handelt. Der Roman war teilweise ziemlich langatmig, wenn nicht sogar langweilig, obwohl die Charaktere sehr sympathisch, gelungen und durchdacht auftraten. In vielen Romanen gibt es nur äußerlich und charakterlich perfekte Figuren, ohne schlechte Eigenschaften. Das war hier nicht der Fall – insbesondere bei Jeremy nicht. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich Charaktere mit Macken und Fehlern einfach realitätsnäher und ansprechender finde. Neben den Protagonisten war der Schreibstil das zweite und leider auch letzte überzeugende an dem Roman. Die Geschichte lässt sich dank der Sprache von Penelope Lively gut, schnell und flüssig lesen. Fazit _________________ Alles in allem war ich in den ersten hundert Seiten sehr überzeugt von dem Buch und konnte auch die eher schlechten Bewertungen nicht verstehen. Aber sowohl die Handlung, als auch die Struktur der Geschichte verloren immer mehr an Ordnung und waren uninteressant, so dass ich mich gegen Ende hin sogar quälen musste, den Roman zu beenden. Wer also nicht allzu viel von dem Roman erwartet und eine leichte Lektüre zum Zeitvertreib sucht, mit einem flüssig lesbaren Schreibstil und sympathischen, tiefgründigen Charakteren, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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