Leserstimmen zu
Wenn eins zum andern kommt

Penelope Lively

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Inhalt: Der neue Roman der Booker-Preisträgerin Der Lehrerin Charlotte wird auf der Straße die Tasche gestohlen, es ist nichts Wertvolles darin, aber sie stürzt und bricht sich die Hüfte. Dieser Überfall wird Auswirkung haben auf das Leben von sieben ganz unterschiedlichen Menschen. Charlotte muss für ein paar Wochen zu ihrer Tochter ziehen. Die Tochter wird dadurch aus ihrer Routine gerissen. Eine SMS wird eine Affäre verraten und das Ende einer Ehe einleiten, lukrative Ideen werden sich als Luftblase erweisen, ein Einwanderer wird die englische Sprache lieben lernen und vielleicht die Liebe einer Frau erobern. Wenn eins zum andern kommt zeigt, wie eine winzige Veränderung das Leben vieler durcheinanderwirbeln kann. Penelope Lively ist eine Schriftstellerin von seltener Klugheit und großem Einfühlungsvermögen. Dabei lässt die vollendete Geschichtenerzählerin auch in ihrem neuesten Roman feinsten britischen Humor aufblitzen. Meinung: Zu Beginn möchte ich noch kurz anmerken ,dass das Buch ein Rezensionsexemplar ist ,welches ich freundlicher Weise vom Randomhouse Verlag bereit gestellt bekommen habe. An dieser Stelle noch mal Vielen Dank.:) Das Buch hat mir mittelmäßig gefallen. Es war ein solides Buch für zwischendurch. Gut hat mir gefallen ,dass der Schmetterlingseffekt gut getroffen wurde und man durch ,die verschiedenen Perspektiven einen großen Eindruck bekommen hat. Leider wurde ich aber mit den meisten Charakteren nicht warm. Charlotte, Rose und Gerry ´s Geschichte war wundervoll und hat mir gut gefallen. Marion´s Geschichte hingegen mochte ich nicht ,da sie mir unsymphatisch war. Genauso war es leider auch bei Henry. Doch nach 150 Seiten wurde man ganz langsam ein wenig mit ihnen warm. Der Schreibsstil war sehr gut und war sehr angenehm. Im Großen und Ganzen muss ich sagen ,dass Buch ist ganz in Ordnung doch ich empfehle es hauptsächlich älteren Menschen ,da die Charaktere in der Geschichte fast alle 40+ sind und ich somit ihr handeln weniger nachvollziehen konnte. Bewertung: 3/5 Sternen

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Eigentlich müsste meine Rezension in diesem Falle sowohl positiv als auch negativ ausfallen, „Wenn eins zum anderen kommt“ hat mich einfach mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir gut, was passiert wenn jemandem etwas geschieht? Hat es dann nur Auswirkungen auf diese Person oder wie weit ziehen die Kreise? Leider hapert es hier irgendwie an der Umsetzung. Die Schreibweise wirkt zwar sehr flott, aber irgendwie auch abgehetzt, ich fühlte mich ständig von einem zum anderen Teil der Geschichte weiter gereicht. Auch wenn die Charaktere im Grunde ein Klischee nach dem anderen bedienen hat es mir Anton, der Syrische Gastarbeiter ganz besonders angetan. Mit seiner Art zu sprechen und die Dinge an zu gehen hat er mich oft zum schmunzeln gebracht. Außerdem gefällt mir die eigentliche Hauptprotagonistin Charlotte sehr gut, eine pensionierte Lehrerin mit einer großen Leidenschaft für Bücher und Geschichten. Welchem Buchliebhaber kann so jemand schon unsympathisch sein?Leider plätschert die Geschichte nur so vor sich hin und zieht sich manchmal wie Kaugummi und das, obwohl das Buch nicht mal 300 Seiten hat.

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Penelope Lively beschäftigt sich in ihrem neuen Werk mit der Frage, wie eine kleine Veränderung im Leben einer Person auch das Leben vieler anderer Menschen durcheinander bringen kann. Es beginnt damit, dass die Lehrerin Charlotte das Opfer eines Handtaschenraubs wird, das wirklich Schlimme daran: sie bricht sich die Hüfte und muss für einige Zeit zu ihrer Tochter Rose ziehen. Diese kann ihren Chef Henry, einen Historiker, nicht zu einem Vortrag begleiten, der daraufhin seine Nichte Marion mitnimmt, die ihrem Geliebten Jeremy mit einer Sms absagt, die von seiner Frau gelesen wird, die nun die Scheidung einreichen will. Große Geschäftspläne werden den Bach runtergehen, ein Einwanderer sich noch einmal verlieben, das Ansehen einer Person deutlich abnehmen und das alles nur, weil Charlotte eines Morgens überfallen wird… Allzu viel kann ich leider zu diesem Buch nicht sagen. Es ist einer dieser Romane, die man schnell einmal zwischendurch lesen kann, dann auch sehr gerne liest, aber auch schnell wieder vergisst. Die Herangehensweise empfand ich noch recht originell, sich einmal genauer anzusehen, wie sehr einzelne Ereignisse in unserem Leben sich auswirken und vor allem auch die Leben völlig fremder Menschen beeinflussen können. Die Geschichte von Charlotte und ihrer Tochter auf der einen und die von Henry und seiner Nichte Marion auf der anderen Seite stehen dabei vor allem im Fokus des Buches, die anderen Figuren kommen nicht ganz so häufig vor. Die einzelnen Handlungsstränge werden dabei sehr geschickt miteinander verknüpft, wechseln sich immer wieder ab und werden aus der Sicht mehrerer beteiligten Personen erzählt. Zu Beginn passiert noch einiges, man erlebt intensiv mit, wie sehr Charlottes Unfall das Leben einiger Menschen durcheinandergewirbelt hat, doch mit der Zeit wird das Buch immer langweiliger und vorhersehbarer, so dass die Spannung ein wenig auf der Strecke bleibt. Dies lag vor allem an der Henry/Marion-Geschichte, die ich sehr langatmig empfand und die auch die Handlung an sich immer weniger voranbrachte. Zeitweise fragte ich mich, warum die Autorin insbesondere die Handlung um Henry überhaupt mit in das Buch übernommen hatte, sie wirkte gegen Ende immer stärker völlig fehl am Platz, wenn sie auch immerhin einige interessante Überlegungen zum Älterwerden und zum Forschungsbetrieb in den Geisteswissenschaften anstellte. Ebenso hätte ich auf die Liebesgeschichte im Roman verzichten können, die seltsam gefühllos daherkam und absolut vorhersehbar war. Womit die Autorin mich jedoch immerhin restlos überzeugen konnte, das war die Zeichnung und Weiterentwicklung oder auch Stagnation ihrer Figuren. Sie stellt sich dabei als sehr gute Beobachterin der menschlichen Psyche heraus, die ihre Protagonisten sehr lebensnah und psychologisch tiefgehend darstellt und dabei auch negative Gedanken und Charaktereigenschaften nicht ausspart. Gepaart mit ihrem stets leicht ironischen Schreibstil, der immer wieder herrlichen britischen Humor durchscheinen lässt, lässt sie ihren Leser das Schicksal sehr realistischer Figuren miterleben, die auch du oder ich hätten sein können. Wenn jetzt noch die Handlung an sich etwas fesselnder und interessanter gestaltet worden wäre, hätte sich die Lektüre vollends gelohnt. Fazit „Wenn eins zum andern kommt“ ist eins dieser Unmengen an Büchern, die man sehr schnell einmal an einem verregneten Wochenende auf der Couch lesen kann, wenn man wenig Anderes tun kann und auf leichte Unterhaltung aus ist. Es zeichnet sich immerhin durch sehr tiefgründig entwickelte Figuren aus, die Handlung an sich lässt jedoch leider einiges zu wünschen übrig. Wer eher nach etwas wirklich Anspruchsvollem sucht, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.

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Was passiert, wenn einer Person etwas widerfährt? Wieviele Menschen sind davon, direkt oder indirekt, betroffen? Kaum jemand denkt in seinem Alltag darüber nach, was alles geschehen und wer davon beeinflusst werden kann, wenn man eine Entscheidung, scheinbar nur für sich allein, trifft. Ich fand die Idee der Geschichte gut und auch die verschiedenen Lebensläufe wurden geschickt miteinander verbunden. Penelope Lively hat der Geschichte kein schweres oder zu trauriges Gewand angelegt, sondern mit leichten und ab und an ironischen Humor die Geschichte erzählt. Die Hauptfigur Charlotte fand ich sehr gelungen und man begleitet sie durch den zähen Heilungsprozess. Ganz nebenbei wurden noch Bücher gelesen und von ihnen erzählt, denn Charlotte liebt Bücher und schöpft aus ihnen die Kraft, die sie braucht. Wer Bücher mag, wird hier einige Anregungen finden. Neben Charlotte ist Henry die zweite Säule der Geschichte. Er, früher ein bekannter und respektierter Professor, lebt noch immer in seiner Welt und merkt nur sehr langsam, dass auch sein Leben sich ändert. Noch hält er sich fest, an den guten alten Zeiten, doch auch er wird beeinflusst von Charlottes Überfall. Aber auch die anderen Charaktere kann man sich gut vorstellen und teilweise sind sie very british. Die Geschichte lässt sich schnell und schön lesen, da Penelope Lively einen gut zu lesenden Schreibstil hat. Manche Szene fand ich nicht ganz so gelungen oder zu lang, aber trotzdem lohnt es sich die Geschichte zu lesen.

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