Leserstimmen zu
Welche Marke steckt dahinter?

Martina Schneider

(1)
(0)
(0)
(0)
(0)
€ 7,99 [D] inkl. MwSt. | € 8,30 [A] | CHF 11,50* (* empf. VK-Preis)

Im Supermarkt und Discounter hält man im Sortiment zwei Möglichkeiten für die Kunden offen: die Wahl für das Marken- oder Eigenmarkenprodukt. Der Unterschied der beiden ist auf dem ersten Blick der Preis und die Gestaltung der Verpackung. Doch gibt es noch weitere oder sogar Gemeinsamkeiten? Meinung: Eine kleine, wirtschaftliche Überlegung zu Beginn. Laut der oberflächlichen Wahrnehmung gibt es pro Produkt im Laden mindestens zwei Anbieter: die billigen und die teuren. Schaut man auf die Verpackungen so fällt einem auf, dass auch die Nahmen der Hersteller komplett unterschiedlich sind. Ob der Inhalt gleich oder in wie fern anders schmeckt ist eine Geschmacksfrage und für jeden anders in der Beurteilung. Daraus kann man schließen, dass es sich um zwei unterschiedliche Anbieter eines gemeinsamen Produktes handelt - doch das stimmt sehr oft nicht! Das Schlüsselwort heißt Privat Label. Privat was? Hier gibt es Informationen dazu. Unternehmen sind bekannt für ihre Markenprodukte, mit denen sie in der Öffentlichkeit werben. Nennen wir eine Marke Premium. Das Unternehmen hinter Premium nennen wir mal Beispiel GmbH. Die Beispiel GmbH ist in allen bekannten Supermärkten- und Discounter-Ketten aufgelistet und stehen mit ihren Produkten von Premium in den Regalen. Im Falle der Supermärkte: die Kundengruppe ist gemischt von Menschen, sie bereit sind viel Geld zu bezahlen, um ein Markenprodukt zu kaufen, da sie sich davon eine "gute" Qualität erhoffen und/oder das Gefühl aus der Werbung selber spüren möchten oder es sind Menschen dabei, die nicht viel Geld ausgeben wollen oder können. Die erste Gruppe zahl gerne einen hohen Preis für Premium. Die Zweite tut es nur, wenn ihnen die Produkte diesen Preis wert sind. Jedoch ist dem nicht immer so. Die Supermärkte-Ketten kommen schnell ins Wackeln. Im Falle der Discounter: die Kundengruppe sind Menschen, die nicht viel Geld ausgeben wollen oder können. Die Preise von Premium finden sie zu hoch angesetzt. Deshalb kaufen sie kaum bis gar nicht beim Discounter ein. Die Discounter-Ketten schreiben rote Zahlen. Für beide Ketten kann es schnell gefährlich werden. Um alle Parteien zufrieden zu stellen, wird gerne Privat Label betrieben. Das bedeutet, dass Beispiel GmbH unter ihrem Namen weiterhin Premium verkauft und gleichzeitig eine Tochtergesellschaft aufkauft oder gründet, die unter der Marke Billig Produkte verkauft. Somit bekommt der Kunde die Wahl und Auswahl der Produkte, die Märkte können die Wünsche mehrere Kundengruppen decken und die Hersteller wie Beispiel GmbH verdient parallel. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob Beispiel GmbH die gleichen Rezepte für die Produkte von Premium und Billig verwendet. Wer an dieser Stelle laut aufschreit, dass das gar nicht sein kann, weil man ja den Unterschied herausschmeckt, für den habe ich eine witzige Entdeckung: Passanten wurden zwei gleiche Schüsseln Vanillepudding vor die Nase gestellt. Beim Geschmackstest sollte man herausfinden, welches das Marken- und welches das Eigenmarkenprodukt sei. Heraus kam, dass viele die Eigenmarke als Markenprodukt benannt haben, auch, als sie vor dem Test felsenfest überzeugt hatten, dass sie seit Jahren immer das Markenprodukt kaufen und essen, da es so gut schmeckt und der Geschmack unverkennbar sei. Du glaubst mir immer noch nicht? Dann mach selbst den Test! Jemand soll für dich zwei Schüsseln Pudding vorbereiten und du versuchst sie zuzuordnen. Schreib uns in die Kommentare, was bei dir herausgekommen ist;) Zurück zum Text. Hinter welchem Namen steckt nun welches Unternehmen? Woran kann ich es erkennen? Dabei hilft das Buch Welche Marke steckt dahinter?. Die Autorin Martina Schneider zeigt anhand von verschiedenen Produkten, welche prominenten Hersteller hinter den No-Name-Produkten verbirgt und woran man sie entdecken kann. Fazit: Auch wenn das Buch recht schmal ist, so ist es für Einsteiger bei diesem Thema sehr hilfreich. Toll ist, dass die Preiseinsparung schon dabeisteht. Ich würde mir für die Neuauflage auch gerne ein Kapitel zu Kosmetikprodukten wünschen.

Lesen Sie weiter