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Leserstimmen (98)

Rick Yancey: Das unendliche Meer

Das unendliche Meer Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31335-8

Erschienen: 30.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Leider nicht so gut wie Band 1

Von: Kitty's Buch- und Filmkiste aus Riesa Datum : 31.08.2017

kittyskiste.blogspot.de/

Nachdem die fünfte Welle über die Menschen hereingebrochen ist, gibt es nicht mehr viele Überlebende. Cassie und ihre Freunde konnten zwar aus Camp Haven entkommen, doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Außerdem fehlt es ihnen an einem sicheren Unterschlupf und die Kälte macht ihnen zu schaffen.

Irgendwie konnte ich mich bei diesem Buch nicht so richtig auf den Schreibstil einlassen. Dieser war mir für eine Geschichte dieser Art zu poetisch und davon ganz abgesehen, oft auch ziemlich verwirrend. Dazu kommt auch noch, dass sie aus der Perspektive zahlreicher Charaktere erzählt wird, man aber nicht darauf hingewiesen wird, aus wessen Sicht die Geschichte gerade geschildert wird. Dennoch lies sich die Geschichte ziemlich schnell, wenn auch nicht besonders flüssig, lesen.

Diese fängt zwar stark und spannend an, hält das Tempo dann auch ziemlich lange, zieht sich aber gegen Ende hin sehr, bevor sie noch einmal in sehr interessanten, gut gemachten Twists mündet, welche so einige Szenen, die beim Lesen recht öde wirken, erklärt. Im Gegensatz zum ersten Band der Reihe hatte dieser hier auch einen kleinen Cliffhanger und vor allem wurden nicht alle Fragen geklärt, so dass man auf den dritten Band gespannt sein kann. Schade fand ich an Band zwei nur, dass trotz der Spannung, die immer wieder aufgebaut wurde, letztendlich nicht wirklich viel passiert ist. Dennoch freue ich mich auf den letzten Teil und bin gespannt, wie es mit Cassie, Evan, Ben und den anderen weiter geht.

Was die Charaktere angeht, so fand ich sie alle recht gut und abwechslungsreich gezeichnet. Es gibt zwar keinen, der besonders heraus sticht, aber auch niemanden, der nicht nachvollziehbar wäre. Cassie ist zwar noch immer diejenige, die im Fokus steht, doch auch andere Personen bekommen ihren größeren Auftritt, so zum Beispiel Ringer, welche wir einen großen Teil der Handlung über begleiten. Während allerdings Cassie doch eher etwas blass wirkte, so wurde Ringer im verlauf der Geschichte immer interessanter und sympathischer.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Das unendliche Meer ein typischer Mittelband ist, der sich trotz teilweise anstrengendem Schreibstil gut weg lesen lässt und der auf jeden Fall Lust auf das Finale macht. Von daher gibt es, obwohl er durchaus schlechter als Die fünfte Welle ist, eine Leseempfehlung.

Leider nicht so gut wie Band 1

Von: Kitty's Buch- und Filmkiste aus Riesa Datum : 31.08.2017

kittyskiste.blogspot.de/

Nachdem die fünfte Welle über die Menschen hereingebrochen ist, gibt es nicht mehr viele Überlebende. Cassie und ihre Freunde konnten zwar aus Camp Haven entkommen, doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Außerdem fehlt es ihnen an einem sicheren Unterschlupf und die Kälte macht ihnen zu schaffen.

Irgendwie konnte ich mich bei diesem Buch nicht so richtig auf den Schreibstil einlassen. Dieser war mir für eine Geschichte dieser Art zu poetisch und davon ganz abgesehen, oft auch ziemlich verwirrend. Dazu kommt auch noch, dass sie aus der Perspektive zahlreicher Charaktere erzählt wird, man aber nicht darauf hingewiesen wird, aus wessen Sicht die Geschichte gerade geschildert wird. Dennoch lies sich die Geschichte ziemlich schnell, wenn auch nicht besonders flüssig, lesen.

Diese fängt zwar stark und spannend an, hält das Tempo dann auch ziemlich lange, zieht sich aber gegen Ende hin sehr, bevor sie noch einmal in sehr interessanten, gut gemachten Twists mündet, welche so einige Szenen, die beim Lesen recht öde wirken, erklärt. Im Gegensatz zum ersten Band der Reihe hatte dieser hier auch einen kleinen Cliffhanger und vor allem wurden nicht alle Fragen geklärt, so dass man auf den dritten Band gespannt sein kann. Schade fand ich an Band zwei nur, dass trotz der Spannung, die immer wieder aufgebaut wurde, letztendlich nicht wirklich viel passiert ist. Dennoch freue ich mich auf den letzten Teil und bin gespannt, wie es mit Cassie, Evan, Ben und den anderen weiter geht.

Was die Charaktere angeht, so fand ich sie alle recht gut und abwechslungsreich gezeichnet. Es gibt zwar keinen, der besonders heraus sticht, aber auch niemanden, der nicht nachvollziehbar wäre. Cassie ist zwar noch immer diejenige, die im Fokus steht, doch auch andere Personen bekommen ihren größeren Auftritt, so zum Beispiel Ringer, welche wir einen großen Teil der Handlung über begleiten. Während allerdings Cassie doch eher etwas blass wirkte, so wurde Ringer im verlauf der Geschichte immer interessanter und sympathischer.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Das unendliche Meer ein typischer Mittelband ist, der sich trotz teilweise anstrengendem Schreibstil gut weg lesen lässt und der auf jeden Fall Lust auf das Finale macht. Von daher gibt es, obwohl er durchaus schlechter als Die fünfte Welle ist, eine Leseempfehlung.

Würder Nachfolge des grandiosen ersten Bandes!

Von: NicoleShox Datum : 22.09.2016

https://nicolesbibliothek.wordpress.com

Wie ihr vielleicht wisst, hat mich der erste Band der Reihe total umgehauen. Zur Erinnerung: hier findet ihr noch einmal meine Rezi.
Schnell musste die Fortsetzung her, doch gelesen habe ich sie erst, nachdem ich mir vor ein paar Tagen die Verfilmung des ersten Buches angesehen habe. Die mir, nebenbei bemerkt, ganz gut gefallen hat (ich sag nur: Evan <3), aber nicht annähernd an das Buch herankommt.

Umso erfreuter bin ich darüber, dass auch „Das unendliche Meer“ mich wieder voll und ganz mitreißen konnte.
Yancey hat einen unverwechselbaren Schreibstil: komplex, tiefgründig, bildgewaltig und reich an Metaphern. Seine Bücher kann man nicht mal eben so weglesen, man muss sich konzentrieren und voll und ganz darauf einlassen und ja: das kann auch schnell anstrengend werden, aber es lohnt sich so sehr.

Die Geschichte wird wieder aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt, vor allem Ringer kommt ausführlich zu Wort. Sie ist ein äußerst interessanter Charakter, vollkommen gegensätzlich zu Cassie, hart, in sich gekehrt, lächelt nie, kämpft wie eine Maschine und lässt keine Emotion erahnen. Je mehr ich über sie erfahren habe, desto mehr ist sie mir ans Herz gewachsen. Ringer (eigentlich Marika) muss in diesem Band viel durchmachen, der Hauptteil der Geschichte dreht sich um sie und so scheint sie eine zweite Hauptprotagonistin geworden zu sein. Ich verrate nicht, was sie durchmachen muss, aber es hat mich wieder überrascht, mitgerissen und zu einer unvorhergesehenen Wendung geführt. Am Ende scheint sie der Schlüssel zu sein, der im Finale benötigt wird, um die Geschichte enden zu lassen. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt.

Auch in diesem Band wird es wieder brutal, es gibt viele Kampfszenen und noch mehr Verletzungen – so, wie es sich für ein Endzeit-Epos gehört. Von einigen Dingen war ich geschockt und das will schon was heißen, schließlich bin ich durchaus auch Thriller und Psychothriller gewöhnt.

Von meinem heißgeliebten Evan gab es diesmal nicht so viel zu lesen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber man erfährt viel über seine Vergangenheit und seine Rolle in der Geschichte. Ich denke, dass er vor allem im letzten Band noch eine wichtige und entscheidende Rolle spielen wird, zusammen mit Cassie und Ringer.

Insgesamt habe ich das Buch wieder innerhalb von nur zwei Tagen aufgesogen und das bedeutet ja wohl, dass Herr Yancey wieder alles richtig gemacht hat. Ich habe jedenfalls nichts zu meckern, deshalb gibt es volle Punktzahl.


Fazit:

„Das unendliche Meer“ ist die rundum gelungene, furiose Fortsetzung von „Die 5. Welle“ und steht dem grandiosen ersten Band in nichts nach. Die Geschichte geht düster, brutal und rasant weiter und spitzt sich in Richtung des großen Finales zu, das ich kaum noch erwarten kann. Wenn ihr Science Fiction / Dystopien mögt, solltet ihr euch die Bücher nicht entgehen lassen.

ღRezension zu >Das unendliche Meer< von Rick Yanceyღ

Von: Bücher ღ weil wir sie lieben Datum : 21.03.2016

https://www.facebook.com/pages/Bücher-ღ-weil-wir-sie-lieben/1522700687977175

Rezension – Das unendliche Meer, Band 2 – Rick Yancey – 352 Seiten – Hardcover – Trilogie – 16,99€ – ISBN 978-3-442-31335-8 – Goldmann Verlag – 30. März 2015

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar! Diese Rezension könnte Spoiler zu Band I enthalten!

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier:

http://www.randomhouse.de/Buch/Das-unendliche-Meer/Rick-Yancey/e420251.rhd

Der Inhalt:

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Das Cover:

... passt zum ersten Band und sieht einfach wunderschön aus. Wieder finden sich hier goldene Elemente, die mir sehr gut gefallen und das Licht reflektieren. Das Cover strahlt so eine unglaubliche Anziehungskraft aus – und trotz der erdrückenden Thematik auch eine gewisse Wärme.

Der Schreibstil:

Rick Yancey hat einen tollen Schreibstil, den ich sehr gern mag. Er weiß spannende Momente perfekt in Szene zu setzen, sodass sich das Buch zügig und quasi in einen Atemzug durchlesen lässt. Ich finde es toll, dass wir die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erleben, denn so konnte ich mich in die Charaktere gut hineinversetzen. Einige humorvolle Momente waren auch dabei, was trotz der eigentlich ernsten Situation ein bisschen Witz in die Sache gebracht hat.

Meine Meinung:

„Das unendliche Meer“ knüpft direkt an die Geschehnisse aus dem ersten Band an. Wieder werden wir direkt ins kalte Wasser geworfen – das ist etwas, das der Autor definitiv drauf hat. Ich wurde in diesem Teil so oft überrascht, dass ich eigentlich dachte, da kommt nichts mehr. Aber nein, Rick Yancey hat immer noch einen drauf gesetzt. Und davon bin ich wirklich begeistert.

In diesem Teil erfahren wir viel über die jeweiligen Charaktere, erleben aus erster Hand, wie sie sich zu dieser Person entwickelt haben. Dadurch wuchs mir jeder einzelne von ihnen immer mehr ans Herz. Dabei rutschen sie von einer heiklen Situation in die andere, sodass die Spannung und Action an keiner Stelle irgendwie nachgelassen hat. Dabei schafft es der Autor durch seine Schreibweise, die jeweiligen Situationen so gut zu beschreiben, dass ich mich teilweise richtig gegruselt habe.

Am Ende des Buches konnte ich nicht fassen, dass es schon wieder vorbei ist. Das Finale ist dem Autor großartig gelungen, lässt uns Leser aber mal wieder sprachlos und ungeduldig zurück. An diesem Buch habe ich (fast) nichts auszusetzen! Die Spannung war großartig und, auch wenn ich Cassie doch etwas vermisst habe, wurde ich bestens unterhalten. Einziges Manko ist, dass ich mich bei manchen Kapiteln etwas schwer getan habe, um zu wissen, aus wessen Sicht es denn nun geschrieben ist. Mit der Zeit hat sich das dann aber gelegt. Ich würde mir wünschen, dass man hier vielleicht die jeweiligen Namen drüber schreibt.

Ich freue mich riesig auf Band 3 und fiebere dem Ende entgegen!

Fazit:

„Das unendliche Meer“ ist eine gelungene Fortsetzung. Auch hier ist die Geschichte wieder von Spannung, überraschenden Wendungen und großartigen Charakteren durchzogen. Ich vergebe 4,5 / 5 Leseeulen!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

Spannende Fortsetzung

Von: Biggi Friedrichs Datum : 24.02.2016

vergessenebuecher.blogspot.de/

Auch der 2. Teil dieser Trilogie ist fesselnd und sehr spannend erzählt. Rick Yancey berichtet auf einem sprachlich sehr hohen Niveau, manche Sätze sind philosophisch angehaucht und er schafft es, eine Endzeitatmosphäre mit starken Bildern beim Leser zu erzeugen.

Verschiedene Protagonisten geben hier ihre Sicht der Dinge aus der Ich-Perspektive wieder. Das macht es anfangs etwas schwer, herauszufinden, wer denn gerade erzählt.
Hinzu kommt, dass der erste Band dieser Trilogie vorwiegend aus der Ich-Perspektive von Cassie erzählt wurde, ab und an auch von Evan. Hier wird mit Ringer begonnen. Hilfreich wäre hier gewesen, über den einzelnen Kapiteln die Namen des Ich-Erzählers zu schreiben. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Band 3. Auch ein Personenregister wäre unterstützend gewesen.

In diesem Band treten die Emotionen der einzelnen Protagonisten in den Vordergrund, die Story bietet weniger Action, dafür geht es mehr darum, wem man noch trauen kann. Ringer spielt in dieser Fortsetzung eine sehr große Rolle.

Gut gefallen haben mir hier die einzelnen Personen, ihre Empfindungen und Überlegungen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt.

5/5 Sterne für diese richtig gute Fortsetzung der "5. Welle". Da immer noch alles im Dunkeln ist, wer Interesse hat, die Menschheit zu vernichten und welche Absichten dahinterstehen, bin ich total auf Band 3 gespannt (Mitte Mai soll der letzte Band erscheinen, wir müssen wohl mit der Übersetzung leider noch etwas warten).

Ein toller zweiter Band!

Von: Isabella Datum : 21.02.2016

amoureuxdeslivres.blogspot.com

Nach solch einem Auftakt konnte ich einfach nicht warten und musste augenblicklich zur Fortsetzung greifen - auch wenn der letzte und dritte Band noch nicht erschienen ist und ich jetzt warten muss.
Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber mich hat Rick Yancey mit seiner Idee, mit seinen Charakteren, mit seinem Schreibstil schon längst überzeugt. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Das unendliche Meer spielt kurz nach seinem Vorgänger, man ist direkt im Geschehen. Der Prolog beschreibt eine Grausamkeit, eine Bombe versteckt in einem Kind. Danach: mehr Spannung. Cassie und Ringer, die miteinander anecken. Ben, der gereizt ist, und Sam, der sich an ihn klammert. Sie alle wissen, dass nach ihnen gesucht wird, und sie eigentlich nicht länger ausharren können, doch Cassie will auf Evan warten, will ihm die Chance geben, zurückzukommen.
Soviel sei gesagt: Evan kehrt zurück. Aber er bringt Grace mit, ein Stück aus seiner Vergangenheit - Grace, jemand, der so ist wie er selbst. Nur tödlicher, stärker und viel gefährlicher. Die Situation eskaliert, dass Ringer und Teacup verschwunden sind, ist fast nur noch ein Tropfen auf heißem Stein.
Was mich besonders fasziniert, ist, dass man allmählich merkt, dass die Geschichte sich längst nicht mehr nur um Cassie oder um Ben dreht - besonders Ringer spielt eine viel größere Rolle in dem Buch, und was für eine! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Bisher war Ringer ja immer nur das mysteriöse Mädchen mit einer Vorliebe für Schach, aber nun erfahren wir endlich mehr über sie, über ihre Vergangenheit. Ich konnte nicht anders als sie (noch) mehr ins Herz zu schließen - und sie im gleichen Zug wegen ihrem Mut, ihren Entscheidungen zu bewundern.
Abgesehen davon geht es (natürlich) wieder actionreich zu. Die überwiegend kurzen Kapitel brachten mich dazu, noch eins zu lesen, und noch eins, obwohl ich eigentlich auch noch so Bedürfnisse wie Schlaf habe. Was mir besonders gut an Yanceys Art und Weise gefällt, Geschichten zu erzählen: die subtilen Andeutungen. Die Leitmotive und versteckten Metaphern, die man erst bei genauerem Hinsehen entdeckt. In der einen Sekunde wird man mit Handlungen konfrontiert, in der nächsten mit wundervollen Wörtern. Gänsehaut pur.
Ich will allerdings auch anmerken: wen es schon beim Vorgänger gestört hat, dass im Großen und Ganzen nicht ganz so viel passiert, den wird das auch hier wieder stören. Ich mag das - besonders bei der Filmadaption hat man gesehen, dass die Kleinigkeiten, die erst überflüssig erscheinen, bei Rick Yancey oft besonders große Bedeutung haben.
Außerdem wird man andauernd ins kalte Wasser geworfen. Im Ernst - wenn ich dachte, dass ich nicht mehr überrascht werden könnte, passierte es noch mal. Und in was für einem Ausmaß! Die ganze Idee, die bisher nur angedeutet war, ist ganz anders, irgendwie größer und irgendwie grausamer - einfach fantastisch. Ich bin immer noch begeistert. Und unglaublich gespannt, was der dritte und finale Band für Cassie und Co. bereithalten wird.

ein Zuckerschlecken für mein Fanherz

Von: haihappen_Uhaha Datum : 17.02.2016

https://www.youtube.com/channel/UCXGuHkbcgXeYR7GLujPWzBw

Cover:
Ich denke dazu muss ich nicht viel sagen, ich liebe die Gestaltung der Trilogie! Auch diesen goldenen glossy Effekt der Bände mag ich sehr. Auch zum Titel "unendliche Meer" passt das super.

Handlung:
Kurz und knapp:
Die Jugendlichen konnten aus Wonderland fliehen und sich in Sicherheit bringen, doch draußen lauern neue Gefahren auf sie.
Unsere Protagonisten kämpfen ums nackte Überleben und kommen den heimtückischen Plänen, der "Anderen" immer mehr auf die Schliche. Auch die Vorgeschichten zu Ringer, Poundcake und Evan werden erzählt.

Meinung:
Der 2.Band hat einen super Einstieg! Ich war so in der "neuen" Perspektive drin, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Bis zur Hälfte des Buches war ich mega begeistert und habe es durchgesuchtet. Für mich war klar, es wird Band 1 überbieten! Schlag auf Schlag kommen unsere Charaktere in neue brenzlige Situationen. Das Buch trieft nur so vor Action und Gewaltszenen. Einige Stellen fand ich dann sogar zu detailliert und etwas gruselig/eklig. Ich sag nur "Megan". Die Gefühle wurden so super dargestellt, vor allem wieder bei Zombie. Wie er sich quält und bis zum bitteren Ende bereit ist nicht aufzugeben. Er ist mir SOO sehr ans Herz gewachsen.
Sehr gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen. Ringer ist so ein toller Charakter! Auch aus den Perspektiven "Evan" und "Poundcake" erfahren wir neue Hintergrundgeschichten und schöne Details.

Leider kam ich dann dem Ende des 2. Bandes immer näher und merkte, dass wir von der "Grundhandlung" nicht wirklich weiter gekommen sind. Ja es kommt schon einiges ans Tageslicht und einiges wird einem klarer. Man kommt schon ein Stück voran, aber eben nur ein kleines. Das war dann ein bisschen doof, aber für mich als "Fan" der Reihe und der Charaktere, kann ich sagen, dass ich diesen Band sehr genossen habe! Die ganzen Details und die schöne Zeit mit diesen tollen Personen, möchte ich nicht missen. Für mich war somit der 2.Band zwar nichts weltbewegendes in der Handlung, aber ein Zuckerschlecken für mein Fanherz. Definitiv ein Monatshighlight :)
Ich freue mich riesig auf den 3.Band und kann es kaum erwarten!

Besser als Teil 1

Von: Anna Datum : 15.11.2015

annaskleinebuecherwelt.blogspot.de/

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Trilogie.
Das Cover gefällt mir wieder gut. Auf dem Foto sieht man leider nicht, dass es eigentlich schimmert. Dadurch wird das Cover zu einem Hingucker.

Der Einstieg in das Buch ist mir auch wie beim ersten Teil sehr schwer gefallen. Diesmal lag es vor allem daran, dass ich die Namen wie Cupcake, Ringer und Poundcake nicht direkt zu ordnen konnte. Diese kamen zwar schon im ersten Teil vor, haben allerdings hauptsächlich eine Nebenrolle gespielt.
Da sich der Autor allerdings entschieden hat, dass er das Buch mit der Erzählung von Ringer beginnt, habe ich mich dort etwas schwer getan, und ich habe etwas länger gebraucht, um hineinzukommen und mich zu sortieren.
Hilfreich wäre es gewesen, einen kleinen Rückblick auf die vorangegangenen Geschehnisse zu erhalten. Leider gab es so gut wie keine Rückblenden.

Außerdem hat mich gestört, dass es viel zu viele Perspektiven gab. Im ersten Teil gab es 3 Menschen, die erzählt haben. Hier waren es wesentlich mehr und es war nicht immer direkt ersichtlich, um wen es gerade geht. Am Ende gab es sogar noch einmal eine Erzählung, die von keinem der Protagonisten erzählt wurde.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der zweite Teil besser gefallen hat. Er hat sich besser lesen lassen und ich fand auch, dass er spannender war.
Ich finde die Idee rund um das Buch immer noch gut und ich war an vielen Stellen echt fasziniert davon, wie der Autor die Handlungen miteinander verstrickt. Auch wenn es die ein oder andere zähe Stelle gab, so gab es doch überwiegend spannende Stellen, die mich dann doch überzeugen konnten.

Am Ende bleiben wieder einmal viel Fragen offen und auch das letzte Kapitel, dass noch einmal komplett anders ist, als die Vorgänger, lässt den dritten Teil mit Spannung erwarten.

die 5 welle 2

Von: denisf Datum : 15.11.2015

booksandfreaks.blogspot.de/

http://booksandfreaks.blogspot.de/2015/11/rezension-zu-das-unendliche-meer.html

Das unendliche Meer

Von: Lena Moneck Datum : 11.11.2015

lenasbooksecrets.blogspot.de

Klappentext
Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Meine Meinung
"Das unendliche Meer" beginnt mit einer Art Prolog, der schon recht verstörend ist. Rick Yancey knüpft nicht nahtlos an den ersten Teil an, sondern lässt den Leser eine Situation miterleben, die sich nach den ersten 4 Wellen abspielt.
Eine Gruppe Überlebender hat sich zum Schutz in ein ehemaliges Farmhaus zusammen gefunden, als plötzlich ein kleines Kind auf das Haus zu kommt.
Völlig verwahrlost, hilflos und vor allem Alleine sind die Bewohner erst skeptisch, denn unter normalen Umständen hätte ein Kind niemals bis jetzt alleine überleben dürfen.
Sie folgen schlussendlich ihren völlig normalen und wahrscheinlich angeborenen Instinkten und holen den kleinen Jungen zu sich ins Haus.

Im ersten Teil habe ich mich so gut mit Cassie angefreundet und war hier umso enttäuschter das sie im 2. Teil eher als Nebencharakter fungierte. Allgemein haben die Charaktere mir nicht so zu gesagt, wie im letzten Teil... Dies ist wohl der einzige große Kritikpunkt.

Der Schreibstil ist wie im ersten Band sehr gut
und liest sich sehr einfach und schön.
Der zweite Teil der „Fünfte Welle“-Reihe wird aus der Sicht von Cassie, Ringer, Evan und teilweise Poundcake erzählt. Ich mag den Perspektivenwechsel, da er stets für Abwechslung sorgt und man die einzelnen Charaktere noch besser kennenlernen kann, was gerade bei verschlossenen Personen wie Ringer von Vorteil ist. Zudem erlebt man die Geschichte so nicht nur an einem Schauplatz, sondern erfährt auch immer, was in der Zeit bei den anderen Charakteren passiert ist. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Fazit
Eine gelungene Fortsetzung die fesseln kann, einige Antworten bietet, aber auch wieder viele Fragen aufwirft. Es bleibt auf jeden Fall spannend, was genau der Sinn hinter all dem ist und wie es im letzten Band weiter- und ausgehen wird.

Ein zweischneidiges Schwert, dieses Buch

Von: Daughter of Ink and Paper Datum : 03.11.2015

daughterofinkandpaper.blogspot.de/

Meine Meinung: Nach dem ersten phänomenal guten Band eins, waren meine Erwartungen sehr hoch. Ich wollte wissen, wie es mit Cassie, Sam, Evan und den anderen weitergeht. Der Anfang des Buches war ein bisschen schwierig, da der Autor nicht wirklich auf die Ereignisse aus dem ersten Buch eingeht. Ab und zu werden einige Dinge erwähnt, aber für mich ist dies zu wenig gewesen, um meine Erinnerung anzukurbeln. Daher empfehle ich vor dem Lesen des zweiten Bandes eine ausführliche Rezension zu dem ersten Buch zu lesen oder eben einen Re-Read.
Nicht nur die Zeit, die zwischen dem ersten und zweiten Band vergangen sind, aber auch die neuen Erzählperspektiven haben es mir schwierig gemacht, in das Geschehen einzutauchen. Im Rückblick finde ich auch, dass einer der Erzählstränge unnötig gewesen ist, wenn nicht sogar noch mehrere. Es handeln sich bei den Charakteren zwar um Protagonisten, aber einige erleben so wenig, dass man ihre Erlebnisse zusammenfassen könnte.
Leider hat das Buch einige zähe Stellen, bei denen die Charaktere nur herumjammern und philosophieren. Ich verstehe, dass es schwierig ist, wenn die Menschheit ausgelöscht wird, aber mehr an Handlung hätte ich wirklich begrüßt. In dieser Zeit hätten die Charaktere etwas Sinnvolles machen können, aber nun gut. Hätte, hätte, Fahrradkette.
Meine neuer Lieblingscharakter ist Ringer, die mir schon im ersten Band total gut gefallen hat. Sie erlebt wirklich viel in diesem Buch, es ist eigentlich schon fast ihr Buch. Die Entwicklung die sie durchmacht, ist wirklich krass. Wenn ein Charakter sich innerhalb so kurzer Zeit so stark verändert, kann es den Leser verstören, nicht so hier. Ich freue mich schon mehr von ihr zu erfahren. Langweilig sind hingegen Cassie und Evan, die nur Teenie-Drama in einer Welt schieben, in der Teenie-Drama nichts zu suchen hat. Leute, könnt ihr euch in Zukunft bitte etwas zusammenreißen und über eure Probleme reden?
Rick Yancey schreibt wie im Band zuvor auch, sehr flüssig und nicht linear. Die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere überschneiden und verweben sich, wodurch sie an Tiefe gewinnen. Von einigen Charakteren möchte der Leser dennoch mehr erfahren, wie es nun mal oft so ist.
Bewertung: Ein zweischneidiges Schwert, dieses Buch. Einerseits ist es wirklich interessant und hebt sich von der Masse der Jugend-Endzeit-Büchern dadurch hervor, dass Romantik nicht die Hauptrolle spielt. Andererseits hat fast zu viele zu ruhige Stellen, in denen fast nichts passiert. Dennoch hat mir diese Fortsetzung so sehr gefallen, dass ich am liebsten gleich zu Band drei greifen würde. Die Charakterentwicklung und die Auflösung des Ganzen sind meine Hauptgründe, daher ♥♥♥♥ Herzchen. Schwächer als der erste Band, aber immernoch ein ziemlich guter Mittelteil.

Solide, spannende und verwirrende Fortsetzung

Von: booknator Datum : 27.09.2015

booknaator.blogspot.de/

Meine Meinung:
Der Einstieg gestaltete sich für mich extrem schwierig. Charaktere wie zum Beispiel Ringer, Teacup, Poundcake oder Dumbo sind aus meinem Gehirn komplett gelöscht worden. Es kam mir vor, als würden diese Charaktere zum aller ersten Mal auftauchen. Durch andere Rezensionen habe ich erfahren, dass sie wohl mit geflohen sind und deshalb alle beisammen sind. Trotzdem sind das für mich komplett neue Charaktere gewesen und ich hatte überhaupt keine Erinnerungen mehr an sie.
Zudem fand ich es auch schwierig zu verstehen aus welcher Sicht das aller erste Kapitel (und die folgenden) geschrieben waren. Sobald man sich aber hieran gewöhnt hat, findet man generell relativ schnell heraus, um wen es sich handelt.
Wie auch schon in Band 1 fand ich die Kapitel mit Cassie sehr unterhaltsam. Sie ist meiner Meinung nach ein typischer Teenager und hat eine belustigende Wortwahl,beispielsweise, wenn sie in Gedanken eine Szene kommentiert. Für mich immer noch der sympathischste Charakter.
Bei ihr bleibt es dann auch. Dumbo und Poundcake sind ja auch ganz niedliche Kinder, aber Ben, Sam, Ringer und Teacup stehen viel zu viel unter Anspannung und sind extrem aggressiv. Mir persönlich gefällt das Verhalten, welches Ben und Sam an den Tag legen überhaupt nicht. Wenn man bedenkt, was sie alle im Lager durchmachen mussten, durchaus nachvollziehbar. Gefällt mir aber trotzdem nicht.
Der angenehme und einfach Schreibstil lässt einen gut durch das Buch lesen. Ich hatte nicht das Gefühl ewig an einem Kapitel zu lesen (welche übrigens schön kurz sind) und das gibt bei mir immer Pluspunkte.
Generell war dieses Buch doch wieder ziemlich spannend. Mir haben die Rückblenden in die Vergangenheit der Überlebenden gefallen und ich fand es spannend zu erfahren, was sie durchlitten haben. Natürlich brennen auch die Fragen, wo sie jetzt hingehen, wie sie aus einer bestimmten Situation herauskommen oder warum die Anderen diesen langwierigen Prozess mit den Wellen durchführen.
Leider wurde ich gerade Anfangs und zum Ende hin, wie auch in Band 1, extrem verwirrt. Ich konnte der Geschichte einfach nicht mehr folgen. Ich wusste nicht, wie diese Situation zustande gekommen ist oder über welchen zwischenmenschlichen Bereich zwei Charaktere einen Plan ausgedacht haben. Fand ich dann doch etwas schade, weil mir so der Spaß am Lesen genommen wurde.
Insgesamt sind mir die Charaktere sowieso irgendwie zu kalt. So eine richtige Beziehung kann ich nur zu Cassie aufbauen. Die anderen sind für mich einfach viel zu distanziert. Ich spüre da keinen eisernen Überlebenswillen, Liebe oder Trauer über den Untergang der Welt. Das einzige, was in der Gruppe vorherrschend ist, ist die Aggressivität und Misstrauen. Ich meine alleine, dass sich eine 7 Jährige mit einem 10 Jährigen prügelt. Das war mir dann doch irgendwie zu krass.

Mein Fazit:
Alles in allem ein spannendes Buch, mit einer interessanten und vor allem actionreichen, brutalen Handlung und einem spannenden (Cliffhanger-) Ende. Leider sind die Charaktere zu kalt und man baut keine richtige Beziehung zu ihnen auf. Auch die verwirrende und für mich schwer nachzuverfolgende Handlung lassen die Wertung ein bisschen nach unten sacken.
Dennoch kann „Das unendliche Meer“ mit „Die 5. Welle“ mithalten und lässt mich mit Vorfreude auch den dritten und letzten Band dieser Trilogie warten.

Auftakt zum Finale

Von: Liberiarium Datum : 13.09.2015

liberiarium.blogspot.com

PLOT
Cassie Sullivans Geschichte setzt sich fort. Nachdem sie ihren kleinen Bruder aus den Fängen der Außerirdischen befreit hat, müssen sie und ihre Begleiter ein Versteck finden. Sie kämpfen nicht nur mit der stetigen Angst, sondern auch noch mit ihren eigenen Problemen: Ben ist schwer verletzt, das Vertrauen ist bei allen angeknackst und nirgendwo scheint es sicher zu sein. Die Gruppe findet einen Unterschlupf, nur um daraufhin festzustellen, dass sie Besuch bekommen. Derweil macht sich Cassie Sorgen um ihren Retter Evan Walker. Ihre Freunde glauben nicht daran, dass er es geschafft hat, doch Cassie hat noch Hoffnung.

MEINUNG
Das unendliche Meer war eine reine Achterbahnfahrt für mich. Der Anfang war so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, doch in der Buchmitte fiel für mich die Handlung rapide ab, bevor sie erst gegen Ende wieder an Schwung gewann. Wie auch in Band eins wechseln sich langatmige Szenen mit rasanten Momenten ab, aber genau diese stilleren Augenblicke sind vermutlich der Grund, wieso einigen Lesern der zweite Band nicht so gut gefiel. Das Werk ist deutlich kürzer als der erste Band und im Endeffekt ist die Handlung in wenigen Worten erzählt. Das unendliche Meer wirkt zwischendrin wie ein erzwungener Einschub, als hätte der Autor am liebsten nur zwei Bände geschrieben, hatte aber die Vorgabe drei veröffentlichen zu müssen. Als ich mit dem Roman durch war, dachte ich nur „das war es jetzt schon?“
Positiv hervorzuheben ist, wie auch in Band eins, der Schreibstil. Man hat das Gefühl, als würden die Metaphern und die vielen Stellen zwischen den Zeilen noch größer und bedeutungsvoller. Liest man nicht richtig mit, so verpasst man wohlmöglich einen relevanten und trickreichen Schachzug. Der Stil hat sich im Gegensatz zum ersten Teil sehr gehoben, wirkt deutlich erwachsener und reifer, was im gleichen Atemzug dazu führt, dass man mehr darüber nachdenken muss, was man gerade gelesen hat.
Der Perspektivenwechsel ist dieses Mal nicht ganz so präsent. Natürlich werden einige Szenen aus Cassies Sicht geschildert, aber überraschenderweise nehmen auch die Nebenfiguren aus dem ersten Band nun eine größere Rolle ein und beherrschen ganze Kapitel. Ich hatte manchmal das Gefühl, als würde Cassies Relevanz schrumpfen, was ich etwas schade fand, da sie für mich ganz klar die Protagonistin der Reihe ist.
Der zweite Band öffnet den Weg zum großen Finale. Hier werden einige neue Theorien um die Anderen eingeworfen und man bekommt einen aufschlussreicheren Blick hinter die Fassade der Außerirdischen. Dennoch waren die Informationen für meinen Geschmack etwas zu knapp und ich habe das Gefühl, als würde sehr viel für das Ende der Trilogie aufgespart werden. Da The Last Star, wie der dritte Band heißen soll, erst im Mai 2016 auf Englisch erscheint, fällt das Warten auf die Auflösung noch ganz schön lang aus. Dafür wird die Filmadaption der Reihe schon im Januar 2016 in den amerikanischen Kinos zu sehen sein, worauf ich persönlich sehr gespannt bin.

FAZIT
Im Endeffekt hatte ich mir ein wenig mehr Story für den zweiten Teil versprochen. Der erste Band eröffnet alleine schon so viele Geheimnisse, dass ich glaubte, im nächsten Roman müsste es ordentlich abgehen. Leider ist die Handlung aber sehr knapp und konzentriert sich nicht gerade auf die Geschehnisse rund um Cassie. Dennoch gefällt es mir sehr gut, dass sich der Roman weiterentwickelt hat, die Sprache erwachsener ist und man mehr von den Technologien der Anderen erfährt. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Handlung im Gegensatz zum ersten Band eher dürftig ausfällt, obwohl der Roman viel Spannungspotenzial bietet.

[Rezension] Das unendliche Meer - Rick Yancey

Von: misshappyreading Datum : 07.09.2015

misshappyreading.blogspot.de/

Inhalt:

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen... (Klappentext)

Meine Meinung:

Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht in der Geschichte. Teil 2 beginnt aus der Sicht von Ringer, und ich mag Ringer überhaupt nicht. Das heißt der Anfang war für mich ein wenig holprig. Yancey Schreibstil ist sehr interessant aber auf den ersten Seiten wieder gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte eine Weile bis ich wieder in der Erzählung drin war, doch dann packte mich der Sog der Geschichte.
Wieder einmal eine recht wirre, spannende, verrückte Storyline. Nach und nach lernt man Ringer besser kennen. Sie ist ein entscheidender Teil der Geschichte. Je mehr ich von ihr las, desto mehr mochte ich sie.

Schön fand ich an dem Buch, dass auch Protagonisten zu Wort kommen, die im ersten Band noch recht farblos blieben, wie Poundcake. Cassie kam mir vor wie eine Nebenrolle, was tatsächlich gar nicht so schlimm war wie befürchtet.

Und ja, ich bin ab sofort Ringer Fan!

Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil sehr speziell. Kurze abgehackte Sätze, viele und teilweise auch verwirrende Gedanken. Und doch sind einem die Gefühle der Personen sehr nah und fast greifbar. Yanceys Schreibstil ist fesselnd und emotionsgeladen. Definitv sticht die Art zu schreiben aus der Masse heraus. Entweder man mag es oder nicht, ich mag es zum Glück.

Das Ende? Wuuuummmm! Schocker! Hab ich nicht erwartet. Mehr sag ich nicht...

Mein Fazit:

Ein würdiger zweiter Teil. Für mich kommt er an den ersten Teil heran, da die Geschichte in eine völlig andere Richtung läuft und mit vielen "neuen" Gesichtern bestückt ist. Um so mehr freue ich mich auf den Film!

Rasanter als der erste Teil, jedoch etwas weniger Handlung

Von: Red-Sydney Datum : 06.09.2015

worldwidebookz.blogspot.de/

Inhalt

Ihren Feinden sind sie vorerst entkommen, doch in Sicherheit sind sie noch lange nicht. Denn noch während sie sich verstecken, rückt die Gefahr immer näher.
Denn die fünfte Welle ist in vollem Gange.

Cassie Sullivan und ihre neuen Mitstreiter haben es geschafft zu fliehen, doch sie musste eine hohen Preis dafür bezahlen. Zumindest fühlt es sich so an.
Während sie noch hofft und bangt, dass ihre schlimmsten Befürchtungen sich nicht bewahrheiten, müssen Ben, Ringer und sie ihre kleine Gruppe beschützen und vor allem zusammenhalten, was sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Neben der Angst davor, von ihren Gegner entdeckt zu werden, kämpfen sie vor allem mit dem Misstrauen einander gegenüber. Und damit, welche Entscheidungen für das Wohl des Teams richtig sind: Ausharren oder weiterziehen.
Währenddessen sind diejenigen, vor denen sie flüchten, näher, als sie ahnen.

Meinung

Nach dem fulminanten Ende des ersten Bandes musste ich natürlich sofort den zweiten hinterher lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und ich muss sagen, dass der Autor die Qualität halten konnte.
Vor allem die Figuren konnten mich wieder begeistern. Ich fand es besonders toll, dass man diesmal auch die Perspektiven der anderen Jugendlichen kennenlernt und mehr über deren Vergangenheit erfährt. Das ist wesentlich interessanter, als wenn Rick Yancey weiterhin nur aus Cassies und Bens Sicht erzählt hätte, und gibt der kleinen Gruppe als Ganzes viel mehr Tiefe. Das gilt vor allem deswegen, weil die Charaktere alle vor schwierige, mitunter sehr brutale Entscheidungen gestellt werden, die ihnen teilweise alles abverlangen. Ich musste oft schwer schlucken und fragte mich, was ich wohl in einer solchen Situation getan hätte, besonders da die Protagonisten allesamt realitätsnah beschrieben werden mit ihren Schwächen und Fehlurteilen, die tragische Konsequenzen haben können. Gerade in der Hinsicht bin ich gespannt auf den dritten Teil.

Der Schreibstil ähnelt derjenigen Mischung des ersten Bands: Angenehm zu lesen, mit der typischen Jugendsprache versetzt und mit demselben trockenen Humor gewürzt. Man kann sich nicht nur gut in die Personen hineinversetzen, sondern auch in die rasante Handlung, die von einer beklemmenden Atmosphäre und überraschenden Wendungen unterstützt wird. Man wird regelrecht von einem unerwarteten Ereignis ins nächste geworfen und erlebt lediglich ein paar Ruhepausen dazwischen, in denen man sich ständig fragt, wann ein weiterer Schockmoment folgt. Dadurch wird eine perfekte Weltuntergangsstimmung erzeugt, die auch das Kurzschlussverhalten der Kinder in vielen Szenen plausibel macht.
Leider kann das nicht darüber hinweg trösten, dass eigentlich nicht viel Neues passiert. Einige Erkenntnisse gewinnt man dazu, was die Motive der Außerirdischen angeht, das muss ich zugeben. Doch diese werfen viel zu oft mehr Fragen auf, als sie beantworten. So muss man notgedrungen auf den Abschluss der Trilogie warten, um hoffentlich endlich alle Antworten über die Hintergründe zu erhalten.


Fazit

Mit Das unendliche Meer hat Rick Yancey einen würdigen Nachfolger für Die fünfte Welle geschrieben. Die nachvollziehbare Weiterentwicklung bekannter Figuren, neue interessante und tiefgründige Perspektiven, eine packende, wendungsreiche Handlung und der dazu passende Schreibstil sind die großen Pluspunkte der Fortsetzung.
Leider bleiben noch sehr viele Fragen ungeklärt und die eigentliche Handlung schreitet trotz der massigen Actionszenen kaum voran.
Wer den ersten Band mochte, sich gerne für spannungsgeladene Alieninvasionen mit Tiefgang begeistern kann und zudem gerne Romane aus der Sicht verschiedener Personen liest, der wird sich von diesem Buch sehr gut unterhalten fühlen.

Das unendliche Meer

Von: Buecher Maedchen Datum : 31.08.2015

https://www.youtube.com/channel/UCz4xwbgWnBwWflquzz-KLMw

"Das unendliche Meer" von Rick Yancey ist im Goldmann Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet neu 16,99€.

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Rick Yancey hatte hier eine wunderbare Geschichte zu erzählen und hat die auch sehr gut zu mir als Leser gebracht. Anfangs war es genauso wie beim ersten Band ein wenig irritierend zum rein kommen, doch das legte sich recht schnell. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt, es ist ab und zu verwirrend von wem nun die Geschichte erzählt wird, doch das hat mir eigentlich nichts ausgemacht. Schnell konnte man dieses Buch lesen und auch jede einzelne Seite genießen, es war niveauvoll, aufregend und an manchen stellen traurig. Yancey hat einen richtig genialen Schreibstil, mit dem er seine Leser nur so an dieses Buch kettet. Die Kapitel sind nicht sehr lang, was mir persönlich sehr gefällt. Auf jeden Fall freue ich mich auf den dritten Teil der Triologie und hoffe, dass dieser mich genauso fesselt wie es auch die anderen getan haben.

Tolle Charaktere aber weniger Spannung...

Von: Kathi Datum : 21.08.2015

schummerlicht.blogspot.de/

Ich muss ehrlich sagen, dass meine Erwartungen an diesen Band sehr hoch waren. "Die 5. Welle" hat mich einfach gefesselt und komplett überzeugt. Doch leider wurde ich diesmal nicht vollends überzeugt.

Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und gespickt mit Sarkasmus und schwarzem Humor an den richtigen Stellen. Doch des öfteren konnte ich die Denkweisen der noch sehr jungen Charaktere nicht nachvollziehen. So denken doch keine Teenager?!
Was mir allerdings am meisten fehlte war die Spannung. Dieser Teil spielte sich eigentlich fast komplett an zwei Orten ab. Nachdem ich das Buch schon über die Hälfte gelesen hatte, war noch immer nicht sehr viel passiert. Abwechselung boten Rückblenden, die von der Vergangenheit der verschiedenen Personen erzählten. So erhält der Leser einen tieferen Einblick in die einzelnen Charaktere und kann deren Verhalten teilweise besser verstehen.
Dennoch fehlte mir der Nervenkitzel, den der erste Teil ausmachte. Es kam mir so vor, als ob der Autor die Geschichte künstlich in die Länge zog um eine Trilogie zu erschaffen. Theoretisch hätte dieser zweite Band nicht sein müssen. Erst im letzten Drittel geschehen wirklich interessante und für die Handlung wichtige Dinge. Ab diesem Zeitpunkt konnte mich die Geschichte auch wieder in seinen Bann ziehen und neugierig auf den nächsten Band machen.

Mein Fazit
Die Charaktere Cassie, Sam, Evan, Ringer und Co. sind nach wie vor sehr gut gelungen! Sie und ihre Dialoge können überzeugen. Die fehlende Spannung lies mich etwas ernüchternd zurück. Trotzdem kann mich die Geschichte alles in allem nach wie vor überzeugen. Ich freue mich auf den nächsten Teil und vergebe knappe vier Sternchen.

wieder sehr spannend

Von: 78sunny Datum : 31.07.2015

78sunny.blogspot.de/

Ich muss gestehen, dass ich mit Bauchschmerzen an dieses Buch gegangen bin. Zum einen, weil mir Band 1 wirklich unglaublich gut gefallen hat und Band 2 es daher schwer hat das Level zu halten und zum anderen, weil ich doch einige eher negative Meinungen gehört hatte. Ich kann aber gleich sagen, dass ich die negativen Argumente nicht nachvollziehen kann.

Inhaltlich will ich nicht viel schreiben, weil ich nicht zu Band 1 spoilern möchte. Den muss man unbedingt vorher lesen, weil hier sonst gar nichts Sinn machen wird. Und ich könnte hier inhaltlich so gut wie gar nichts schreiben ohne etwas entscheidendes zu verraten. Erwähnen möchte ich, dass wieder aus verschiedenen Perspektiven berichtet wird. Dieses Mal hauptsächlich aus Ringers und Cassies Sicht, aber auch kurze Kapitel aus der Sicht von anderen Nebencharakteren. Erst dachte ich mir wird es nicht gefallen Ringers zu begleiten, aber dann war es doch richtig mitreißend. Diese wechselnden Perspektiven sind aber teilweise auch sehr nervenaufreibend, weil die verschiedenen Handlungsstränge/Perspektiven vor allem am Anfang mit extremen Cliffhangern enden. Es gibt Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte, Todesfälle die mich mitgenommen haben und auch sonst jede Menge Überraschungen. Besonders gefiel mir, dass man nun nach und nach hinter das 'große Ganze' kommt oder es sich zumindest einbildet. Mit einigem habe ich gerechnet aber anderes hat mich auch überrascht. Ich bin super gespannt wie dann schlussendlich in Band 3 alles ausgeht.

Der Schreibstil gefiel mir wieder richtig gut. Er ist nicht 08/15. Rick Yancey verfasst teilweise ausgefallene, fast poetische Sätze und wechselt seinen Schreibstil sogar im Buch. Mal sind es nur sehr kurze, abgehackte Sätze, wenn der Charakter zum Beispiel unter Stress steht, an anderen Stellen beschreibt er Landschaften und Situationen sehr ausschweifend. An einer Stelle wird sogar eine sehr merkwürdige Art und Weise eines Dialogs gewählt. Das passte nicht zum Rest des Buches und verwirrte ein wenig, aber ansonsten war der Stil sehr mitreißend.

Überhaupt war das Buch wieder super spannend und ich finde es klasse mitzurätseln was oder wer hinter der ganzen Sache steht, welche Ziele hier wer hat. Ich liebe es wie der Autor es schafft nicht nur die Charaktere zu paranoiden Wesen zu machen sondern auch mich paranoid werden zu lassen. Auch ich hinterfrage jede einzelne Handlung eines Charakters und frage mich was dahinter steckt. Genial. Ich liebe solche Bücher einfach. Wie schon erwähnt gibt es etliche Wendungen. Ich hatte viele zwar erwartet, weil ich mittlerweile doch ein wenig das System durchschaue (oder es mir zumindest einbilde), aber trotzdem waren sie wirklich toll. Actionreich wurde es auch wieder, eigentlich über das ganze Buch. Allerdings konnte ich im letzten Viertel das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Emotional hat mich die Geschichte wieder völlig in den Bann gezogen. Ich kann gar nicht erklären, wie der Autor das schafft, aber ich fühle wirklich mit den Charakteren mit, selbst mit denen, die ich kaum 'kenne'. Ich tauche regelrecht in die Handlung ein.

Die Charaktere sind hauptsächlich schon aus Teil 1 bekannt, aber man erfährt nun deutlich mehr von Ringer und es kommen auch einige neue interessante Charaktere dazu. Hier gleicht niemand dem anderen und das finde ich wirklich beeindruckend. Die Charaktere haben Tiefe, was einen richtig mitfühlen lässt und einen in die Handlung hinein zieht.

Die Liebesgeschichten spielen eine ganz kleine Nebenrolle und doch sind sie einfach überzeugend. Sie sind so eine Art Würze für die Geschichte, ohne übertriebene Dramen und alles passt halt zu diesem Weltuntergangszenario.

Grundidee 5/5
Schreibstil 5/5
Spannung 5/5
Emotionen 4,5/5
Charaktere 4,5/5


*Fazit:*
5 von 5 Sternen
Mich hat auch dieser zweite Teil wieder richtig begeistert. Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert, mitgerätselt und wurde extrem gut unterhalten. Ich hoffe so sehr, dass der dritte Teil nicht zu lange auf sich warten lässt.

Rick Yancey braucht immer etwas Zeit, bis er auf Hochtouren kommt

Von: Favola Datum : 31.07.2015

www.favolas-lesestoff.ch/

"Das unendliche Meer" setzt genau da ein, wo "Die fünfte Welle" geendet hat. Ganz ohne Vorbereitung wird man ins kalte Wasser geworfen, ein schockierender Prolog lässt einem die Haare zu Berge stehen. Rick Yancey zeigt einmal mehr, dass er mit seinen Protagonisten und den Lesern nicht gerade zimperlich umgeht.
Doch nach dem Prolog flacht der Spannungsbogen leider stark ab.

Schon im ersten Band brauchte ich Geduld, bis mich die Geschichte so richtig packte, hier dauerte es sogar noch länger. Ich tat mich schwer damit , welcher Protagonist gerade begleitet wurde, denn alle liess Rick Yancey aus der ich-Perspektive erzählen.
Für Cassie, Ringer, Sam, Teacup, ... und auch Evan geht es wirklich ums nackte Überleben und wir werden Zeuge, wie sie mit der ganzen Situation und untereinander umgehen. Die ersten zwei Drittel des Buches zogen sich für mich und verlangten mir eine hohen Konzentration ab.

Cassie hat uns schon zu genüge bewiesen, dass sie eine starke Protagonistin ist. Sie ist zäh und gibt die Hoffnung nicht auf, dass Evan noch lebt und zu ihr zurückkehren wird. Schliesslich hat er es ihr ja versprochen ....
Neben Cassie bekommt Ringer eine tragende Rolle. Im ersten Teil war sie eher eine Randerscheinung und konnte bei mir nicht wirklich Sympathiepunkte holen. Nun rückt sie jedoch ins Zentrum, denn sie will nicht mehr ausharren, sondern macht sich auf, um ein besseres Versteck zu finden.

Mir hat es sehr gut gefallen, die vielen unterschiedlichen Charaktere besser kennenzulernen. Wir blicken recht häufig zurück und erkennen, warum jemand so geworden ist, wir wir ihn kennengelernt haben.
Im letzten Drittel wird es dann richtig spannend und der Autor überascht mit einigen unvorhergesehenen Wendungen. So hätte ich mir das ganze Buch gewünscht!

Anscheinend braucht Rick Yancey immer eine relativ lange Zeit, bis er auf Hochtouren kommt. Die ersten zwei Drittel waren für mich leider zu zäh. Es wurde immer mal wieder um den heissen Brei herumgeredet und man bekam nur vage Antworten. Das Hüpfen zwischen den unteschiedlichen ich-Perspektiven hat mir den Einstieg in die Geschichte zusätzlich erschwert.

Der Schreibstil von Rick Yancey hat mir wirklich gut gefallen und ich finde, dass er sehr gut zur Story passt. Obwohl er sehr nüchtern erzählt, schafft er es, die Emotionen und Gedanken der Protagonisten gut zu transportieren. Doch dann kommen auch wieder derart verschachtelte Sätze daher, dass man sie mit hoher Konzentration 'entwirren' muss.

Fazit:
"Das unendliche Meer" ist ganz bestimmt kein Buch, das man mal eben schnell liest. Rick Yancey schreibt anspruchsvoll und verlangt einem durch seine unterschiedlichen ich-Perspektiven einiges an Konzentration und Geduld ab.
Leider kommt er dieses Mal erst auf den letzten 100 Seiten auf Hochtouren. Da beweist er aber, wie brilliant er sein kann.

Endlich geht es weiter

Von: Maddie Datum : 30.07.2015

Das Cover ist mal wieder wunderschön. Besonders gefällt mir, dass es so schön glänzt, wenn man es gegen das Licht hält. Es lässt das Buch wertvoller aussehen. Auch hier findet man wieder - wie beim ersten Buch - den Vogel im Cover. Er ist unten im Wasser abgebildet. Allerdings finde ich, das er hier mehr auffällt, als im beim ersten Teil. Der Raum, in dem Cassie ist, ist bestimmt die Lobby des Hotels, in dem sich die kleine Gruppe versteckt. Dadurch kann man sich diesen kleinen Teil schon mal gut vorstellen. Was ich auch richtig gut finde ist, dass sowohl Cover als auch der Titel aus dem Original übernommen wurden. Da bin ich schon gespannt, was sie mit dem letzten Band zaubern werden.
Nachdem ich Band eins so sehr geliebt hab, und es auch mein Jahreshighlight war, musste ich unbedingt wissen, wie es hier weiter geht. Ich hab den ersten Band im Urlaub gelesen, den zweiter aber nicht mitgenommen, und so saß ich die ganze restliche Zeit wie auf Kohlen. Als wir dann wieder Zuhause waren, hab ich mich natürlich gleich auf dieses Buch gestürzt. Endlich konnte ich weiter lesen.
Der Autor bleibt auch hier seinem schönen Schreibstil treu. Er schreibt nicht außergewöhnlich, aber trotzdem besonders. Man kommt schnell voran, gerade, weil er so fesselnd schreibt. Man kann gar nicht anders, als immer weiter zu lesen. Das Buch hab ich dabei kaum aus der Hand gelegt. Auch hier ist das Buch weider in verschiedene Teile geteilt, die aus der Sicht verschiedener Charaktere geschrieben sind. Manchmal wird die Erzählperspektivie geändert. Mal ist der jeweilige Teil aus der Ich-Perspektive und manchmal aus der Erzählerperspektive geschrieben. Ich find das immer richtig toll, wenn das geändert wird. Immerhin ist das schwer, so zwischen den Perspektiven zu springen.
Die Handlung hat mich auch hier wieder angesprochen, wenn gleich ich sie auch nicht ganz so gut fand, wie in Band eins. Aber da waren es auch mehr Seiten und viel mehr Dinge, die man erzählen musste, um eine Grundbasis zu haben. Ich fand diese Handlung gleichbleibend spannend und man musste immer weiter lesen. Jeden Mal, wenn ich dachte, das ich jetzt mal etwas vorhersagen kann, wie es weiter geht, wurde ich weider getäuscht. Das ging mir schon im Vorband so.
Auf die Charaktere hab ich mich natürlich wieder richtig sehr gefreut. Ich war froh, Cassie und Evan und auch Ben und Ringer wieder zu sehen. Gerade Cassie und Evan, die ja meine beiden liebsten Charaktere sind. Hier kamen neue Personen hinzu. Ringer wurde hier zum Beispiel ein großer Teil gewidmet. Sie kam selbst zu Wort und man erfuhr endlich ein bisschen mehr, was hinter ihrer Maske steckte.
Das Einzige was ich bemängeln muss, ist, das der Autor hier wirklich oft verwirrend geschrieben hat. Gerade im letzten Drittel ging es mir so. Ich hatte manchmal das Gefühl, das ich ein paar Seiten übersprungen und vielleicht irgendwas nicht mitbekommen hab. Er schrieb manchmal in einem einzigen Rätsel und gerade, weil er seine Charaktere sehr emotional ergründet, wurde es zu viel und hat in die Irre geführt.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich im letzten Band erwarten wird. Eigentlich zähl ich hier schon die Tage. Aber es wir ja noch eine ganze Weile dauern ^^

Besser als Band 1

Von: Weinlachgummi Datum : 25.07.2015

weinlachgummis.blogspot.de/

Band 1 hat mir nicht so gut gefallen, trotzdem wollte ich noch Band 2 lesen, um dem Autor und der Reihe noch eine Chance zugeben. Ich bereue es nicht, da mich dieser Teil sehr positiv überrascht hat.

Sie können uns töten, bis keiner mehr von uns übrig ist, aber sie können nicht töten - können niemals töten -, was in uns überdauert. Seite 74

Cassie, in Band 1 noch eine Hauptprotagonistin, rückt hier etwas zurück. Da ich mich mit ihr nicht so recht anfreunden konnte, begrüßte ich dies. Aber auch wenn es dann mal Kapitel aus ihrer Sicht gab, fand ich diese viel weniger nervig als in Band 1. Die meiste Zeit begleitet der Leser wohl Ringer. So lernt man sie um einiges besser kennen. Doch ist sie für mich auch kein Charakter, mit dem ich mich identifizieren kann oder den ich besonders lieb gewann. Dies hat mir leider im Buch gefehlt, jemanden den ich wirklich mag. Und somit auch mit ihm mitfühlen und leiden kann.

Du bist verbogen, aber nicht gebrochen. Der Stahl muss geschmolzen werden, eher das Schwer geschmiedet werden kann. Seite 330

Es passiert zu erst und auch immer mal wieder über längere Zeit nicht viel Spannendes und actionreiches. Trotzdem konnte es mich mehr fesselnd als sein Vorgänger. Die Gruppe steht auch länger still, aber mir fehlte nicht die Dynamik. Ich fand es spannend mit zu verfolgen, wie sich alles entwickelt. Nur gegen Ende wurde es mir etwas langweilig bei Ringer, dafür gab es aber kurz darauf sehr viel Action und auch noch ein paar Überraschungen. Gegen Ende gab es auch eine Szene, bei der mir der Mund offen stand und welche ich zweimal lesen musste, ein schöner Schocker. Nun bin ich sehr gespannt auf Band 3.

Fazit:
Hat mir besser gefallen als Band 1. Es geht zwar etwas ruhiger zu, trotzdem fand ich es sehr spannend und fesselnd. Die Charaktere konnte ich immer noch nicht lieb gewinne, so fehlt mir die Emotionale ebene beim lesen.

"Die Geschichte geht weiter und versinkt im Meer der Langeweile…… "

Von: Petra Donatz aus Solingen Datum : 25.07.2015

leseratte1969.blogspot.de/

Klappentext
Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Über den Autor
Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.
www.rickyancey.com

Meine Meinung

Story
Die Geschichte geht da weiter, wo der erste Teil endet. Die Überlebenden sitzen in einem Hotel fest und überlegen wie sie der Alien Invasion Herr werden können. Dazu gibt es Rückblicke in ihrem Leben.

Schreibstil
Das Buch ist alles andere als leicht zu lesen. Ich habe den Eindruck, es ging Yancey hauptsächlich darum außergewöhnliche Sätze zu formen.

Charaktere
Mit den diversen Charakteren konnte ich nicht warm werden, dass sie auch noch verschiedenen Namen haben macht es dem Leser nicht gerade leicht, in einer sowieso schon schwer erzählten Geschichte zurecht zu kommen.

Mein Fazit

Ich sage es gleich vorweg, eins der langweiligsten Bücher die ich bisher gelesen habe
und ich habe auf Seite 140 Abgebrochen. Darüber täuschen auch nicht die ungewöhnlichen und hochtrabenden Sätze hinweg. Ich hatte mich ehrlich auf die Fortsetzung gefreut und bin sehr enttäuscht worden, schade um die Zeit. Ich vergebe eine von fünf Sternen. Für mich ein absoluter Flop.

Nicht so actiongeladen wie der erste Band, trotzdem gut

Von: Lillis Buchseite Datum : 22.07.2015

https://lillisbuchseite.wordpress.com

Inhalt:
Cassie, ihr Bruder Sam, Ben, Ringer, Teacup, Poundcake und Dumbo konnten dank Evan Walker aus dem Lager der Anderen entkommen. In einem verlassenen Hotel warten die Kinder und Jugendlichen auf Evan, aber er hat es scheinbar nicht geschafft. Doch mit jedem Tag, den sie am selben Ort bleiben, erhöht sich das Risiko der Gruppe, von den Anderen aufgespürt zu werden. Deshalb geht Ringer los, um eine Höhle auszukundschaften. Doch leider kommt sie nicht so weit. Sie fällt Vosch in die Hände, der ganz besondere Pläne mit ihr hat. Inzwischen machen die übrigen Bekanntschaft mit neuen fiesen Tricks der Anderen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist wie schon im ersten Band fesselnd und mitreißend. Die Seiten fliegen nur so dahin. Während im ersten Teil vor allem Cassie zu Wort kam, geht es nun zu einem großen Teil um Ringer. Trotzdem gibt es auch Kapitel aus Cassies Sicht. Beide Mädchen erzählen in der Ich-Form, man erkennt aber immer sofort, wer gerade an der Reihe ist. Auch männliche Perspektiven gibt es, diese werden von einem personalen Erzähler dargestellt.

Wechselnde Perspektiven mag ich eigentlich sehr gerne, geben sie dem Leser doch einen umfassenden Überblick. Hier fand ich es aber etwas übertrieben, denn einige Male wurde diesselbe Szene einfach aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wobei sich nichts wesentlich Neues ergab.

Während der erste Band voller Action war, beginnt der zweite relativ gemächlich. Die Handlung kommt wenig voran. Dafür lernen wir die Protagonisten näher kennen. Erinnerungen an früher zu Hause oder im Camp der Anderen geben Hinweise darauf, warum sie die Personen geworden sind, die sie nun sind, warum zum Beispiel Poundcake nicht spricht oder warum ein Versprechen unbedingt gehalten werden muss. Die Charaktere gewinnen dadurch an Tiefe.

Erst spät wird der Roman wieder richtig spannend und actionreich. Ich muss sagen, dieser Teil hat mir dann doch besser gefallen als der Anfang. Allerdings geht es hier auch wieder sehr brutal und blutig zu. Von der ein oder anderen lieb gewonnenen Figur muss der Leser sich wieder verabschieden, dafür kommen neue hinzu, die auch interessant und vielschichtig sind.

Toll fand ich auch, dass wir gegen Schluss sogar schon ein bisschen in die Hintergründe der Invasion der Außerirdischen eingeweiht werden. Damit hätte ich eigentlich erst im nächsten Band gerechnet. Aber keine Angst, es bleibt trotzdem spannend, wie sich alles weiter entwickelt. Ich bin schon sehr neugierig auf den dritten Band.

Die Reihe:
1. Die fünfte Welle
2. Das unendliche Meer
3. ???

Verwirrend, unklar, rasant

Von: Lea Datum : 21.07.2015

www.buch-junkie.blogspot.de

Im zweiten Buch stehen nicht mehr Cassie Sullivan und Evan Walker im Vordergrund, sondern die "Nebencharaktere" -vor allem Ringer-, die wir im ersten Buch nur oberflächlich kennengelernt haben, eine große Rolle.

Ringer ist eine tolle Protagonistin, mit der ich besser klar gekommen bin, als mit Cassie und Evan.
Sie ist sehr tough und hat einen scharfen Verstand, den sie auch gerne benutzt.
Man erfährt in diesem Teil mehr über sie und ihr vergangenes Leben, als die Erde noch nicht von Aliens überfallen wurde, außerdem erfährt man, wie sie die ganze Welt-Übernahme-Von Aliens-Sache betrachtet.

Auch Poundcake, Ben(Zombie), Teacup und Dumbo lernt man in diesem Teil besser kennen.
Jeder dieser Charaktere hat seine eigenen Schwächen und Stärken, die der Autor gut ausgeschmückt und untergebracht hat.
Gut gefallen haben mir Dumbo und Poundcake, von beiden erfährt man mehr über deren Hintergründe, vor allem von Poundcake -dem stillen Jungen, der nie etwas sagt- erfährt man viel aus seiner Vergangenheit, was ich sehr schön fand'.

Bei Ben und Sam war ich leider etwas enttäuscht, ich bin auch im ersten Teil kein Ben-Fan gewesen, dafür aber ein Sam-Fan.
Leider habe ich das Gefühl, die beiden haben sich total ins negative entwickelt.
Sam ist abweisend und trotzig und Ben: Naja ich kann es nicht genau sagen, aber er ist zu angespannt, zu nervös und zu launisch, ich konnte ihn einfach nicht verstehen.



Meine Enttäuschung lag vor allem daran, dass die Geschichte das ganze Buch über total unklar war, die Handlung dreht und wendet sich, man weiß irgendwann einfach nicht mehr wo man ist, was passiert ist und ob man jetzt auch alles wirklich so verstanden hat oder ob man vielleicht etwas überlesen hat und deswegen nicht mehr ganz mitkommt.
Die Handlung ist teilweise wirklich so vielseitig und verwirrend, dass ich wirklich aufpassen musste beim Lesen.
Trotz dem ganzen Hin und Her kam die Action nicht zu kurz und das Lesen ist spannend geblieben.
Erst auf den letzten Seiten wurde es dann klarer und verständlicher.



Im ersten Buch, war der Schreibstil noch einfacher und flüssiger zu lesen, aber in diesem fiel mir das Lesen irgendwann wirklich schwer, weil die Sätze sehr komplex und vieldeutig waren.
Auch der ständige Perpektivwechsel hat nicht zum einfacheren Lesen beigetragen, im gegenteil, manchmal wusste ich erst nach ein paar Kapiteln wer denn dahinter steckt

Ein perfekter zweiter Teil

Von: Katrin Jahr Datum : 12.07.2015

www.radioaktivebucheule.de/

Meine Meinung:
Die Geschichte um Cassie, Ben, Evan Walker, Ringer und die anderen setzt genau da an, wo der erste Band aufhört.
Cassie und die Gruppe um Ben haben sich in einem Hotel verschanzt und ihnen ist noch nicht ganz klar wie es weiter gehen soll.
Die Kapitel werden wieder aus den unterschiedlichen Sichten der Protagonisten erzählt, dadurch bekommt man einen Einblicke in ihre Gedankenwelt und zum Teil auch Vergangenheiten. Wobei der größte Teil um Ringer geht. Wir erfahren wer sie vor dem Angriff war. Durch sie erfahren wir auch von der Gegenseite und wie diese tickt.
Auch dieses mal müssen die Jugendlichen sich Dingen stellen, die an ihnen kratzen die sie auf eine harte Probe stellen. Und vorallem wem können sie noch trauen?
Bei diesem Buch teilen sich die Meinungen, aber ich finde es klasse und freue mich schon auf den dritten Band. Rick Yancey hat mit seinem Schreibstil und seiner Wortwahl wieder eine Welt geschaffen in die es sich eintauchen lässt.

Schwächer, als der 1.Band trotzdem ist die Spannung auf Teil 3 groß und erwartungsvoll :)

Von: LeFaBook Datum : 10.07.2015

lefabook.blogspot.de/

Inhalt:

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen… [Quelle: Goldmann Verlag]

Aus dem Buch:

»Ich sollte sie zurücklassen. Und zwar sofort.
Aber ich tue es nicht. Ich kann nicht. […] In der Minute, in der wir beschließen, dass eine Person keine Rolle spielt, haben sie gewonnen, und jetzt sind meine Worte die Kette, die mich an sie fesseln.« [Seite 41]

Meine Meinung:

-Das unendliche Meer-
die Zeit der Menschen läuft ab, jetzt heißt es Leben oder Tod....


Ich schätze die Welt der Dystopien sehr, da ich es unheimlich faszinierend finde,
wie sich manch ein Autor die Zukunft vorstellst - egal wie Dunkel diese auch ist.
Nachdem mich Rick Yance mit seinem Buch "Die Fünfte Welle" wahrlich begeistern und fesseln konnte, wollte ich natürlich auch die Fortsetzung lesen!

Dies habe ich nun auch geschafft, doch zähe Textpassagen haben mir die Zeit der Begeisterung gestohlen. So setzt der Band inmitten eines ruhigen Chaos ein und ich war in einem Wirbel der Faszination und Verwirrtheit gefangen. Wir lesen nämlich nicht mehr aus der Sicht von Cassie Sullivan die im ersten Band die Hauptprotagonistin war, sondern beschreiten den Weg des Kampfes aus wechselnden Sichtweisen einstiger Nebencharaktere. Dieser Punkt hätte mir sehr gut gefallen können, da der erste Band kaum Zeit und Raum gegeben hat - seine Aufmerksamkeit auf die Menschen am Rande zu werfen. In diesem Fall jedoch war es einfach zu viel. Rick Yance hat nämlich einen sehr komplexen Schreibstil, der einen hinters Licht führt und somit Spannung hervorruft gleichzeitig aber auch die volle Konzentration des Lesers fordert um bei der Geschichte und Handlung am Ball zu bleiben. Dies viel mir zunehmends schwerer, je mehr Seiten ich hinter mir ließ, da es einfach zu viele Köpfe gab, in die ich mich hineinzuversetzen versuchte.

Meine Enttäuschung wuchs, sodass mir der Lesespaß etwas verloren ging. Mir waren das einfach zu viele innerer Monolog, wechselnde Protagonisten und zu viele verschiedene Handlungen. Mein Hirn hüpfte von einer Situation zur anderen und kam nicht wirklich fließend weiter. Trotz der stimmungsschwangeren Atmosphäre die Yance wahrlich einzusetzen vermarg, da man die Dunkelheit und den Kampf für das Leben mit Gänsehaut durch seine Wortwahl spürt, fehlte mir die tatsächliche Spannung und Action in der Geschichte - das zu zerreißend gespannte Band, was der erste Band so eindrucksvoll bewießen hat. Gegen Ende kam diese gewaltige Ladung zwar wieder Zustand und ich hing an den Seiten, fast den Tränen nah, weil es doch noch für kurze Zeit bergauf ging - doch leider haben die schlechteren Passagen und Zeilen überwogen, sodass "Das unendliche Meer" kein so heller Stern am Buchhimmel ist, wie sein Vorgänger!

Trotzdessen ist diese Dystopie-Reihe lesenswert gerade für Fans von Untergangsszenarien, die mit noch nie dagewesenen Aliens, Kriegen und rasanten Wendungen in den Bann gezogen werden wollen.....

Das unendliche Meer

Von: Nadine's Bücherwelt Datum : 07.07.2015

everyones-a-book.blogspot.de/

Meine Meinung:
Nachdem ich die fünfte Welle zwar gut, an einigen Stellen aber gern mal langatmig fand, hatte ich schon angst vor dem zweiten Teil, war gleichzeitig aber auch gespannt darauf, weil mir Aufmachung und Idee wirklich gut gefallen. In diesem Fall wurde ich nichtmal enttäuscht :)

Diesmal wurde nicht hauptsächlich aus Cassie's Sicht erzählt, sondern viel Wert auf Ringer gelegt. Im Mittelteil habe ich das erst anders gesehen, weil dort wieder von Cassie, aber auch mal von Poundcake etwas zu lesen war. Ich finde es gut, dass es dem Autor wichtig zu sein scheint, dass man zu allen Charakteren eine Bindung aufbauen kann und so auch das Verhalten besser zu verstehen.

Ringer ist mir mal so mal so sympathisch oder unsympathisch. Ich weiß nie wirklich was ich von ihr halten soll und denke, dass es dafür noch mehr Gründe geben muss. Ein wirkliches Bild hat man immernoch nicht erlangen können, obwohl sie ja eigentlich viel von sich preisgegeben hat. Gerade Schach scheint ihr am Herzen zu liegen. Und das nicht umsonst. Trotzdem fehlt mir noch die Verbindung, wobei die zwischenzeitlich immer mal da war. Dass die Gute hier sogar eine Liebesgeschichte anfängt hat mich überrascht. Vor allem weil es nicht der war, von dem ich ausging.

Ben, Poundcake, Dumbo und Evan sind diesmal leider eher Nebensache. Cassie und Evans Beziehung spielt natürlich schon noch eine Rolle, eine eigentlich sogar sehr große Rolle. Trotzdem finde ich ja gerade die Beiden so toll und hätte im zweiten Teil gern mehr davon gehabt. Stattdessen rückt eben Ringer mehr ins Licht. Auch andere Charaktere, wie Vosch sind wieder wichtig. Und natürlich kommt auch ein neuer Charakter, Razor, dazu :)

Was mir aufgefallen ist war, dass die TItel der Bücher immer gut gewählt wirken. Im ersten Teil spielte die fünfte Welle ja einen großen Teil und war perfekt dafür. Hier habe ich mich erst gefragt wieso und dann kam der Titel so oft vor, dass man zwar gern verwirrt war, es aber einfach passte.

Es hat mich ehrlich gesagt noch einiges überrascht. Den Anfang des Buches fand ich zugegegebenermaßen lahm. Nicht sonderlich spannend. Bis zu dem Punkt an dem etwas passierte, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte. Wieder eine neue Technik, geradezu grausam fand ich das. Einfach dieses ständige Töten und dass einige Leute das immernoch nicht wahrhaben wollen. Als ob das alles Außerirdische wären, hallo?!

Apropos! Die Frage danach wer oder was sie eigentlich genau sind wird hier gegen Ende auch nochmal intensiver behandelt, lässt den Leser aber weiterhin im Dunkeln tappen. Ich hoffe ehrlich gesagt schon, dass das noch aufgeklärt wird, weil ich es wichtig finde das wirklich vor Augen geführt zu bekommen und nicht die vage Vermutung zu haben.

Aber nochmal: es waren doch die ein oder anderen Überraschungen da. Gerade dieses neue Spielchen von Vosch und seinen Leuten hat mich geschockt. Und dann gab es gegen Ende nochmal eine Überraschung zwischen ihm und Ringer, sowie zwischen Razor und Ringer. Das war doch ziemlich kompliziert und undurchsichtig, was ich irgendwo als schade, aber auch spannend empfunden habe. Hinzu kommt Evan, der immer wieder eine Überraschung für uns Leser übrig hat. Doch auch er hat mich hier einmal ziemlich geschockt und an ihm zweifeln lassen, leider... Ich liebe ihn aber ehrlich gesagt immernoch :D Und ich denke Cassie tut das auch, oder?

Tja. So ist das bei diesen Büchern. Ich bin etwas überfordert, weil ich nicht weiß, welche Wertung ich geben soll. Zwar gab es auch hier den ein oder anderen doch langatmigen, sowie langweiligen Teil, wie zum Beispiel die Sache mit dem zu ausführlichen Schachspiel, dem Aufenthalt von Ringer mit Teacup und die manchmal langatmige Geschichte im Hotel, trotzdem waren immer auch überraschende Dinge dabei und geärgert habe ich mich auch. Im ersten Teil fand ich doch die ein oder andere Sache langatmiger, wobei ich denke, dass es auch daran liegen könnte, dass ich diesen Teil hier fast sofort durchgelesen habe, weil ich eben Zeit hatte.

Fazit:
Zusammengefasst verstehe ich eigentlich gar nicht, warum dieser Teil oft schlechter hingestellt wird, als der Erste. Okay, ich gebe zu: im Ersten ist noch alles neu und aufregend, man versteht ziemlich schnell und könnte sich dann natürlich im Zweiten langweilen. Ich gebe auch zu, dass es langatmige und unnötige Stellen gab. Auch der erneute lange Aufenthalt im Camp, sowie der Aufenthalt im Hotel haben mir nicht ganz gefallen. Trotz allem würde ich sagen, dass die Charaktere super sind, man nicht immer durchgeblickt hat, das Rätsel der Außeriridischen immernoch vorhanden ist und es Liebesgeschichten gibt, die sich entwickeln können. Außerdem weiß man nie, wer überlebt und wer stirbt. Ich persönlich finde die Geschichte nicht hochgradig, aber immerhin irgendwo spannend und neu und möchte auch noch einen Teil davon lesen. Ringer und ich haben uns zwar noch nicht 100%ig angefreundet, werden es aber bestimmt noch tun. Zu anderen Charakteren erfährt man mal mehr.
Ich würde diesem Teil, genau wie dem Ersten, gern 4 Sterne geben, weil ich nicht finde, dass er ihm in etwas nachsteht, es aber Verbesserungen geben könnte. Jetzt fehlt mir nur ein aufregendes Finale!

An dieser Stelle danke ich dem Goldmann-Verlag für das *Rezensionsexemplar

Eine etwas andere Dystopie! :)

Von: Kathleen Jeß Datum : 02.07.2015

www.kathleens-buecherwelt.de/

Cover & Klappentext:

Das Cover ist zwar schick, trifft aber nicht ganz meinen Geschmack.
Es ist ziemlich duster, auch wenn es dadurch natürlich zu der Geschichte passt.
Es ist halt keine Dystopie, wie ich sie kenne. ;)
Auf dem Cover zu sehen ist ein Mensch, der eine Taschenlampe hält.
Dieser Mensch ist in einer Art Halle, die etwas überflutet worden ist, so sieht es zumindest für mich aus.
Das Licht, was die Taschenlampe bildet, sieht meiner Meinung aus wie ein Adler.

Der Klappentext erzählt noch einmal von den verschiedenen Wellen.
Dann kommt eine kurze Zusammenfassung über den Inhalt des Buches.
Es verspricht, eine spannende Fortsetzung zu werden. ;)


Rezension:

Ich war schon sehr gespannt darauf, wie es mit der Geschichte weiter geht.
So viele Fragen sind für mich noch offen.
Deswegen habe ich gleich nach Beenden des ersten Teils den zweiten beim Verlag angefragt und glücklicherweise kam eine Zusage. :)
Vielen Dank dafür, lieber Goldmann Verlag! :)
Sofort habe ich mich in das Buch gestürzt, als es angekommen war.
Zuerst hatte mich es etwas verwirrt, dass nun wieder die Sichten, aus der die Geschichte geschrieben wurde, verändert wurde.
Cassie in nun nicht mehr so sehr im Mittelpunkt wie vorher, die Aufmerksamkeit gilt dieses Mal Ringer, die ein großes Abenteuer und eine Menge qual über sich gehen lassen muss.
Man es ist es so gewohnt, dass die meisten Geschichten aus der Sicht einer Person geschrieben wird. :D
Doch eigentlich ist es viel besser, wenn jedes Mal aus einer andereren Sicht geschrieben wird, denn so kann man jede Person besser kennenlernen und seine Gedankengänge verstehen.
Das fiel mir nun sehr bei dieser Geschichte auf, genau so wie das vor Kurzem gelesene Buch ,, Das Licht von Aurora'' von Anna Jarzab.
Alles in einem hat mir dieses Buch wieder einmal sehr gut gefallen, weil es anders als die anderen Dystopien sind.
Ich glaube diese Geschichte kann man leicht mit Science-Fiction verwechseln, da eine Art ,,Außerirdische '' ein Rolle in diesem Buch spielen.
Doch die spannende Art, wie das Buch geschrieben wird, konnte es mich ganz überzeugen und ich freue mich schon auf das große Finale! :)
Wenn ihr euch selbst ein Bild von dem Buch machen und in eine spannende Zukunft schauen wollt, dann lest dieses Buch!
Es lohnt sich. ♥


Fazit:

Ein klasse Buch, welches ich jedem ans Herz legen kann, der eine etwas andere Dystopie lesen mag. :)
Es kann auch mal etwas brutaler werden... ;)


Mehr von mir:
http://kathleens-buecherwelt.blogspot.de/

Stabilie Fortsetzung, bei der ein wenig dei Story stecken bleibt.

Von: Shelly Datum : 01.07.2015

www.heartbooks.org

Cover:

Wie schon das erste Cover wurde es in Schwarz-Gold gehalten. Dabei sieht man Cassie in eine Art Tunnel laufen, die Taschenlampe leuchtend im Vordergrund.


Meine Zusammenfassung und Meinung:

Nachdem sich Cassie, Ben und Ringer gerade vor der letzten Welle retten konnten, verbarrikadieren sie sich in einem alten Hotel. Während Ringer sich auf die Suche nach einem besseren Ort für sie alle macht, hofft Cassie, dass Even, der eigentlich zu ihren Gegnern, den Silencern gehört, ihr aber das Leben rettete, noch lebt. Auf der Suche nach einem besseren Unterschlupf begeht Ringer einen schrecklichen Fehler, indem sie erst schießt und dann erst nachsieht. Doch dies ist nicht alles, denn die fünfte Welle ist auch schon auf dem Vormarsch und dieses Mal soll sie jeden einzelnen Menschen töten, der sich noch irgendwo versteckt hält …

Im zweiten teil der Trilogie geht die Story nicht ganz so gut voran wie beim ersten Teil. Dafür lernen wir die Charaktere besser kennen, wie z. B. Ringer, die im ersten Teil ziemlich zu kurz kam. Ben rückt im Gegenzug dafür etwas in den Hintergrund. Man wird direkt in den zweiten Teil hineingeworfen, es gibt keine großartigen Wiederholungen oder sonst etwas, weshalb mir das Lesen etwas schwergefallen ist, da ich den ersten Band irgendwann im letzten Jahr gelesen hatte. Große Bewunderung hatte ich dafür, dass Cassie einfach nie aufgibt. Ich hingegen hätte mir wahrscheinlich schon lange die Kugel gegeben, denn es scheint nur noch ums blanke Überleben zu gehen, auch wenn von einem normalen oder lebenswerten Leben fast nichts mehr vorhanden ist. Immer wieder wird dem Leser deutlich vor Augen gehalten, dass es eigentlich nichts mehr gibt, denn fast jeder Mensch auf der Welt ist tot und die wenigen Überlebenden können nicht hoffen, jemals wieder vernünftig leben zu können.

Für mich war der zweite Teil der Trilogie sehr spannend, wenn auch schwer zu lesen, also wirklich nichts für Menschen, die den ersten Teil nicht wenigstens noch etwas gut im Kopf haben, denn hier wird wirklich an Wiederholungen gespart, dafür leider auch an der Story im Buch. Im Gegensatz dazu gab es mehr tiefgreifende Informationen zu den Charakteren, was mir wiederum auch sehr gut gefallen hat.


Bewertung:

Von mir gibt es für die Fortsetzung, die gleichzeitig der mittlere Band der Reihe ist, solide 3 Sterne.

Die Fortsetzung DAS UNENDLICHE MEER hat mich nicht enttäuscht. Pures Adrenalin!

Von: Sandy Datum : 01.07.2015

nightingale-blog.net/

Der Plot
Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen…


Meine Meinung
Die Meinungen zur Fortsetzung des überaus erfolgreichen Auftakts “Die 5. Welle” trennen sich, wie die Spreu vom Weizen. Einige sehen DAS UNENDLICHE MEER als einen schwächeren Nachfolger. Mir erging es da ganz anders. Ich fühlte mich nicht nur unheimlich gut von Rick Yancey unterhalten, mir gefiel das Sequel sogar einen ticken besser wie sein Auftakt. Vielen Leserstimmen entnahm ich auch, dass sie Probleme hatten wieder in den Plot rein zu finden. Für mich lagen zwischen den beiden Bücher aber gerade mal ein paar Wochen, was definitiv mein Vorteil war.

Die Handlungen schließen in DAS UNENDLICHE MEER kurz nach dem fulminalen Ende des ersten Buches an. Und was soll ich sagen; Rick Yancey ist wieder in Mordsstimmung. Es fliegen die Fetzen, oder viel mehr Dynamit. Liebgewonnene Figuren radiert Yancey eiskalt aus und das Katz- und Mausspiel der >Anderen< wird auf ein weiteres Level gehoben. Mit Grausamkeiten wird auch im Sequel nicht gespart.

Für DAS UNENDLICHE MEER ändert Rick Yancey die Position seiner Figuren. Während in DIE 5. WELLE Cassie, Evan und Zombie den Plot dominierten, werden sie in der Fortsetzung etwas in den Hintergrund gestellt. Sie verschwinden selbstverständlich nicht. Nach wie vor nehmen Cassie und Evan einen wichtigen Platz in der Handlung ein. Doch zu meiner großen Überraschung nimmt ausgerechnet Ringer – die ich im ersten Buch am wenigsten mochte – einen Großteil des Sequels ein. Der Autor hat für sie etwas ganz besonderes parat. Und so lernt der Leser Ringer von einer etwas anderen, verletzlicheren, Seiten kennen. Allgemein bekommt man mehr Hintergrundwissen über einige Figuren. Zudem macht man Bekanntschaft mit Razor, den ich persönlich sehr interessant fand und der auch bei Ringer einen großen Eindruck hinterlässt. Auch Poundcake lernt man in einigen Kapitel etwas besser kennen. Und man bekommt einen besseren Einblick, was die Aliens antreibt.

Yancey hält an seiner Perspektiven-Erzählung von Band 1 fest. Er springt munter von Figur zu Figur, was natürlich manchmal für Verwirrung sorgen kann. Jedoch habe ich mich wieder sehr schnell auf die Situationen einstellen können. Wer meint, dass in dieser brutalen Reihe Liebe keinen Platz hat, täuscht jedoch. Sie dominiert die Handlungen nicht, sondern ist authentisch mit eingewoben.


Fazit
Die Fortsetzung DAS UNENDLICHE MEER hat mich nicht enttäuscht und die Erwartungen sogar noch übertrumpft. Rick Yancey überzeugt mit einem interessanten Perspektivenwechsel, sehr vielseitigen Charakteren und brutalen Kampfszenen. Pures Adrenalin. Ich wurde wieder fantastisch unterhalten.

Im unendlichen Meer

Von: NiWa Datum : 30.06.2015

zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at

Die Wellen sind zum Meer geworden. Aliens erobern unsere Welt und nur wenige Menschen haben die 5 Angriffswellen überlebt. Technische Geräte funktionieren nicht mehr, ein perfider Virus raffte den Großteil der Menschheit dahin und mit der letzten Welle wurde auch noch das gegenseitige Vertrauen der wenigen Überlebenden vernichtet. Denn seither gilt, dein bester noch lebender Freund könnte in Wahrheit dein größter Feind sein, und Cassies kleine Gruppe leistet dagegen verzweifelten Widerstand.

Obwohl man sofort am Ende von Band 1 in die Geschichte einsteigt, empfand ich die ersten Kapitel als sehr verwirrend. Desorientiert war ich mit Ringer und Teacup unterwegs, habe mit Cassie auf ein Wiedersehen mit Evan gehofft und konnte Bens Erschöpfung in mir fühlen, doch aufgrund des sprunghaften Stils, war ich oftmals doch etwas verwirrt und viele Zusammenhänge konnte ich erst später oder gar nicht begreifen, weil Rick Yancey den Leser von einer Perspektive zur nächsten schmeisst. Teilweise habe ich mich wie ein Ball gefühlt, der mal von Cassie zu Ben und dann wieder zu Ringer geworfen wird. Durchgewirbelt und verwirrt, versucht man dann, das Gesamtbild zu erkennen, aber jedem, dem schon einmal richtig schwindelig war, weiß, dass das in dem Zustand gar nicht so einfach ist.

Düster, melancholisch, hoffnungslos - diese Atmosphäre zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite. Sobald man meint, schlimmer könne es nicht werden, beweist Yancey, dass er noch viel düsterere Szenarien zu bieten hat, und lässt dabei weder Leser noch Protagonisten zu lange auf ein gutes Ende hoffen, wodurch man vermutet, dass es wohl kein Entkommen gibt.

Zwar kommt die Handlung an sich nicht besonders gut voran, allerdings sind es neue Perspektiven, die sich öffnen und Charaktere, die man neu entdeckt. Es gibt sehr viele unvermutete Wendungen, durch die man eine andere Sicht auf die bisherigen Ereignisse erhält und zum Ende hin eine drastische Entwicklung, mit der ich so überhaupt nicht gerechnet hätte. Die Charaktere selbst lernte ich nun noch besser kennen und ich wurde mir ihrer Verzweiflung erst so richtig bewusst und dabei fragt man sich ratlos, wie das wohl alles im Abschlussband enden wird.

Obwohl dieser Mittelteil nicht mit Band 1 „Die fünfte Welle“ mithalten kann, war es ein
sehr informativer Abschnitt in der Gesamtgeschichte, weil hier besonders die Komplexität der Handlung betont wird und der Leser noch tiefer in dieses Szenario eintauchen kann. Zwar glänzt dieser Teil nicht durch anhaltende Spannung, trotzdem hat mich diese herausragende Vielschichtigkeit an sich gefesselt. Immerhin wurden dadurch meine Erwartungen verdreht, die Charaktere weiter beseelt und die weitere Neugier gesät.

JEDER EINZELNE zählt

Von: Jack Datum : 22.06.2015

inflagrantibooks.blogspot.com

Meinung:
…Die fünfte Welle war mein verderben. Sollte das unendliche Meer nun meinen endgültigen Tod herbeirufen?

Ich geb´s zu: Ich hatte schiss vor diesem Buch!
Meine Befürchtung, dass das unendliche Meer mich emotional und körperlich genauso zerreißen könnte wie die 5. Welle war allgegenwärtig, und so bin ich doch erleichtert, da unbeschadet wieder herausgekommen zu sein.

Du kannst NIEMANDEN, WIRKLICH NIEMANDEN MEHR TRAUEN! Kinder werden als Köder benutzt, Freunde werden Feinde werden Freunde werden Verbündete und mittendrin stirbt nach und nach dieser letzte Funken Hoffnung, den man zu Beginn zu beschützen wusste. Neue Wege werden eingeschlagen, mit vielen Verletzungen und Verluste, denn das ist der Preis des Überlebens. Auch über die Außerirdischen erfahren wir jede Menge Informationen, die uns Leser und den Protagnisten hier das Überleben umso schwerer machen!

Das unendliche Meer ist im Vergleich zu seinem Vorgänger anders. Nicht mal schwächer, sondern einfach nur anders. Es fokussiert sich intensiver auf die Nebencharaktere – und spiegelt Sichtweise für Sichtweise den starken Kontrast zwischen JEDEM DER Protagonisten hier dramatisch wieder! Sogar die Unscheinbaren bekommen einen Hintergrund und man versteht auf einmal ihr jetziges und zukünftiges Verhalten!!!

Der Autor lässt die Handlung mit unerwarteten Wendungen (die mich überraschten, aber die ich irgendwie auch kommen sah) in ein ganz Neues Licht rücken, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Ich hätte aber soooooooooooooooo gerne mehr aus Ethans und Cassis Sichtweise gelesen *hmpf* aber da die beiden ihre ganz eigenen Dämonen zu bekämpfen hatten, bekamen die anderen den Platz, sich zu entfalten. Und ich fand es GUT so, denn ein Buch macht nicht nur die 2 Hauptprotas aus sondern auch die NEBENCHARAKTERE! Gegen Ende wirft der Autor dann noch mal mit allem, was Krach macht und Spannung erzeugt, um sich und bewirft seine Protagonisten damit. So, als sei es eine Vorübung auf das, was da im Finale auf uns zurasen könnte…


Der Spannungsbogen war durch das Wechseln der Sichtweisen immer mal wieder „schlaff“, aber wie will man dauerhaft Spannung einbringen, wenn man in einem Hotel auf den Tod wartet? Oder sich vor dem Feind versteckt? Versucht, nicht an seinen Verletzungen zu krepieren?
Um dann wieder in eine komplett neue Sichtweise geworfen zu werden, die einen Nebenstrang nach dem Nächsten verfolgt. Und am Ende ergibt alles wieder ein großes GANZES. Ich muss aber gestehen, dass ich eben nicht erwartet hatte, Cassies Hand loslassen zu müssen und mich an eine „neue“ Heldin dranzuhängen…hat etwas gedauert, bis ich das verkraften konnte aber dann lief es wieder so, wie es laufen sollte: Actiongeladen und gefährlich.

Das mit am traurigsten empfand ich bei der Beziehung zwischen Cassie und ihrem kleinen Bruder, der von all den Geschehnissen traumatisiert ist und seine komplette Unschuld verlor. :/ Er versteht nicht, wieso Cassie ihren Vater nicht retten konnte und lässt dementsprechend seinen Hass auf sie ab…auch wie er sich durch das Militär in Band 1 veränderte, wird hier deutlich und schmerzhaft vor Augen geführt.

Ich will gar nicht intensiv auf alles eingehen und hab es nur grob angeschnitten, damit ihr es selbst nachempfinden und erleben könnt, denn es ist nun mal der zweite Band einer Trilogie!


Fazit:
Dieses Buch führte mir wieder vor Augen, wie skrupellos wir Menschen bei so einem Szenario sein können und das JEDER EINZELNE zählt, anstatt die ganze Last auf einen (meistens DIE Auserwählte) zu übertragen. Zusammenhalt, Verrat und jede Menge Opfer bringt das unendliche Meer mit sich und der Finale Band?! Der sollte mal hinne machen und uns nicht mehr so zappeln lassen!


Bewertung:
Da ich diese neue Luft nicht so gut einatmen konnte wie in Band 1, vergebe ich gute knappe 4 von 5 Marken und ich bin sowas von bereit für das Finale sowie den Kinofilm!!


~ Jack

Nicht so spannend wie der erste Teil

Von: Buchröttin aus h Datum : 22.06.2015

Es ist der zweite Teil dieser Reihe.
Was wäre wenn alle Kriege der Welt plötzlich nebensächlich wären? Was wäre, wenn die Menschheit nur einen Feind hätte? Was wäre, wenn dieser Feind aus dem Weltraum käme?
Diese Vernichtung der Erde, diese versuchte Ausrottung der Menschheit. Aber warum, was steckt dahinter?
Cassie und ihr Bruder Sam sind geflohen aus dem Lager der anderen doch wie soll es nun weiter gehen?

Ich fand das Buch ist eine Mischung aus verschiedenen Genre. SF und Endzeitroman treffen hier aufeinander.
Ich fand die Stimmung in diesem Buch war sehr düster. Aber ich denke, das spiegelt die Geschichte auch wieder.
Cassie, das Mädchen aus dem ersten Band erzählt auch hier wieder aus der Ich- Perspektive. Aber die Erzählperspektive wechselt hier oft und es kommen verschiedene Personen zu Wort. Das fand ich manchmal etwas verwirrend.
Irgendwie hat mich dieser Band leider nicht so fesselnd können wie das erste Buch.
Ich fand es ein wenig anstrengend zu lesen.
Wobei diese Stimmung eigentlich gut getroffen war, die Veränderungen die Cassie durchmachen musste, der Kampf ums Überleben, der alle Menschen verändert hat.
Ich glaube ich bin etwas zwiespältig, da ich Band 1 hervorragend fand.
Der Stil ist durch die kurzen und knappen Sätze gekennzeichnet, das wirkt ein wenig atemlos und hält auch beim Leser die Spannung. Was ich auch mochte sind die Andeutungen, also ein wenig die Auflösungen, warum diese Invasion der Erde geschehen ist.
Ich bin ein wenig zwiespältig, es war trotzdem spannend, da ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht, aber es war halt für mich nicht so spannend und fesselnd wie der erste Teil.
Aber trotzdem möchte ich wissen wie es weiter geht und was genau hinter dieser Invasion steckt.

Schwache Fortsetzung

Von: Ina's Little Bakery Datum : 21.06.2015

www.inas-little-bakery.blogspot.de

Vier Wellen haben die Menschheit beinahe vollständig ausgelöscht.
Cassie, Ben und Ringer haben überlebt, doch mit jedem Tag spitzt sich die Lage weiter zu, denn die Anderen sind ihnen dicht auf den Fersen und werden nicht eher ruhen, bis sie die Erde auch vom letzten Menschen befreit haben....

Meinung:
Da es sich hier um den zweiten Band einer Trilogie handelt möchte ich nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen, einfach deshalb, damit ich niemandem etwas vorwegnehme, trotzdem versuche ich kurz und hoffentlich spoilerfrei zusammenzufassen was den Leser hier erwartet.

Nachdem die ersten vier Wellen die Menschheit so gut wie ausgelöscht haben und es in Camp Haven zu einem heftigen Showdown kam, konnte sich das kleine Grüppchen um Cassie und Ben retten und hält sich jetzt in einem nahe Camp Haven gelegenen zerfallenen Hotel auf. Doch dort können sie auf keinen Fall bleiben, denn die Anderen sind ihnen auf der Spur. Als sich Ringer aufmacht um die Gegend auszukundschaften gerät sie in echte Schwierigkeiten und trifft auf einen alten Bekannten...

"Das unendliche Meer" beginnt mit einem spannenden und schockierenden Prolog, der mir direkt den Atem raubt und mich wieder voll in die Geschichte zieht. So hätte es bleiben können, doch leider wird schon nach wenigen Kapiteln klar, das ich mich hier auf eine eher langatmige Geschichte, in der nicht wirklich viel Aufregendes passiert, einstellen muss.

Zwar ist der Schreibstil, wie auch schon beim Vorgänger absolut besonders, ja beinahe poetisch, manchmal jedoch viel zu verschachtelt und hochtrabend, das man der Handlung kaum noch folgen kann und die zieht sich stellenweise ohnehin schon ins beinahe unerträgliche, so das ich mehrmals fast der Versuchung erlag, einfach ein paar Seiten zu überspringen. Man muss bei den Dialogen häufig zwischen den Zeilen lesen um zu erkennen worauf der Autor hinauswill. Einerseits finde ich diese verborgene Tiefe genial, weil sie mein von New-Adult-Romanen verweichlichtes Hirn fordert, aber andererseits ist diese Permanenz auf Dauer auch ganz schön anstrengend.

Hinzu kommt ein häufiger und irritierender Wechsel zwischen den Protagonisten und den Teilen in die das Buch gegliedert ist. Rick Yancey beginnt die Geschichte aus der Sicht von Ringer, dann wechselt er zu Cassie, von hier aus zu Poundcake, zu Evan und dann zurück zu Ringer. So bekommt man zwar einen guten Einblick in verschiedene, parallel verlaufende Handlungsstränge und Perspektiven, aber immer wenn man sich gerade wieder zurechtfindet und endlich voll in die Geschichte abzutauchen scheint, erfolgt ein Wechsel.
Das war echt zermürbend und für die Leselust nicht unbedingt förderlich.

Im letzten Drittel nimmt das Buch dann doch noch an Tempo und Spannung zu, überrascht durch unvorhergesehene Wendungen, auf deren weitere Entwicklung ich absolut gespannt bin. Eigentlich würde ich JETZT gerne weiterlesen, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich bleibe ein wenig fassungslos darüber das der Autor mir das antut, zurück.

Man merkt ich bin hin- und hergerissen, denn einerseits fand ich das Buch unglaublich langweilig, andererseits möchte ich auch dringend wissen, wie es weitergeht. Diese Unentschlossenheit spiegelt sich auch in meiner Wertung wieder. Ich vergebe wirklich gute, aber ausbaufähige 3 von 5 Cupcakes.

Ereignisreiche Fortsetzung

Von: Katharina Piske Datum : 21.06.2015

svenjasbookchallenge.blogspot.de/

Cover

Das Cover fällt vor allem durch den Kontrast zwischen Schwarz und Gold auf und besticht durch seine glänzende, hochwertige Oberfläche. Durch das Gold wirkt es, als wäre die abgebildete Halle lichtdurchflutet. Man fühlt sich gewissermaßen vom Licht geblendet, weshalb man auch die Person, die auf einen zuschreitet, nicht erkennen kann. Diese Ungewissheit hat es etwas unterschwellig Bedrohliches, das gut zur Story passt. Es ist nie klar, aus welcher Richtung die Gefahr kommt und wem man vertrauen kann.

Meine Meinung

Nachdem ich den ersten Teil Die fünfte Welle gelesen uns ziemlich begeistert war, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 2. Vor allem, da die Rezensionen, die ich dazu gelesen habe, sehr unterschiedlich ausgefallen sind: von Lobpreisungen bis hin zur Ablehnung war im Grunde alles dabei. Ich persönlich finde, dass es keineswegs eine missglückte Fortsetzung geworden ist. Der Erzählstil harmoniert wieder sehr gut mit der Handlung, d.h. man findet keine langatmigen Landschafts- und Personenbeschreibungen. Stattdessen konzentriert sich Rick Yancey auf das Geschehen, in dem sich die Ereignisse nahezu überschlagen, weshalb die Erzählung etwas hektisch wirkt. Insgesamt ist es auch wesentlich brutaler und blutiger als der erste Teil. Stellenweise ist es ein einziges Gemetzel. denn ich hatte das Gefühl, dass ständig irgendetwas explodiert und Menschen bzw. die übernatürlichen Wesen sterben. Das Geschehen baut also eindeutig auf Action anstatt auf großes Gefühlskino und deshalb gehen die zwischenmenschlichen Beziehungen auch sehr unter. Sie erschienen nur schwach skizziert, es gab mehrfach angedeutete Gefühlsregungen und süße Gesten, doch eben in stark reduziertem Umfang. Deshalb ist es auch etwas schwierig gewesen, sich in die einzelnen Personen einzufühlen. Man erfährt nur wenig über sie, was ich zum Beispiel in Bezug auf Dumbo sehr schade finde, da ich seine Art und Weise ziemlich niedlich finde. Meiner Meinung nach, würde er gut zu Cassie passen, allerdings mag ich auch die Szenen zwischen ihr und Evan und so ganz sicher bin ich mir nicht, ob ihre ehemaligen Gefühle für Zombie schon ganz aus der Welt geschafft sind.
Ich denke, das Hauptproblem liegt im strukturellen Aufbau. In Die fünfte Welle war gewissermaßen ein Mission gegeben, denn sowohl Cassie als auch Zombie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, Cassies Bruder Sam wiederzufinden und zu retten. Da sie ihr Ziel erreicht haben, fehlt nun jeder Orientierungspunkt, was als nächstes geschehen soll. Sie besitzen nicht genügend Informationen, um eindeutig zuordnen zu können, wer die Guten und wer die Bösen sind. Also besteht ihre Hauptaufgabe im Grunde darin, zu überleben. Erst ab der Hälfte bekommt man einige Anhaltspunkte und langsam deckt sich der Plan auf, der hinter der systematischen Vernichtung der Menschheit steht. Aber auch das geschieht nur puzzleartig, denn die Handlung springt von einem Ort bzw. einer Person zur nächsten, sodass man immer das Gefühl hat, man erlebt nur Bruchstücke des Ganzen mit, später führen allerdings einzelne Handlungsstränge wieder zusammen.
Was man dem Buch auf jeden Fall zugute halten muss, sind die vielen unerwarteten Wendungen. Wenngleich ich nicht von allen begeistert bin, so haben sie mich doch immer wieder schockiert. Charaktere, von denen ich es nicht erwartet habe, sterben, erweisen sich als heldenhaft oder werden mir überraschend sympathisch. Während ich zum Beispiel anfangs eindeutig Cassies Feindseligkeit und Abneigung gegenüber Ringer (Marika) geteilt habe, habe ich doch langsam deren Verhalten besser verstanden. Sie gehört zwar noch immer nicht zu meinen Lieblingsfiguren, doch allmählich werde ich mit ihr warm, was wohl auch zum großen Teil an ihren Gefühlen für Razor liegt. Dadurch wirkt sie nicht mehr so hart und abgebrüht auf mich, wie sie immer vorgibt zu sein.
Auf jeden Fall war die Geschichte zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar, denn Charaktere verschwinden plötzlich oder es werden neue eingeführt, oder entpuppen sich als Verräter. Genau das hat mich auch immer zum Weiterlesen verleitet. Der Schluss kam, wie schon beim ersten Teil, recht abrupt und lässt viele Fragen offen. Im Gegensatz zum restlichen Geschehen hatte er aber schon fast etwas Romantisches.

Fazit

Das unendliche Meer zeichnet sich vor allem durch seine Situationsdynamik aus, wodurch soziale Beziehungen eher auf der Strecke bleiben. Die Personencharakterisierungen sind definitiv noch ausbaufähig, auch wenn sich das gegen Ende bessert. So richtig bin ich mir noch nicht darüber im Klaren, worauf die Handlung hinausläuft, aber eben das macht die Spannung an der Reihe aus. Für Neu- bzw. Quereinsteiger ist das Buch wahrscheinlich nicht empfehlenswert, denn ich bezweifle, dass Das unendliche Meer ohne den ersten Teil viel Sinn ergibt.

Grandiose Fortsetzung

Von: Maya Shepherd Datum : 11.06.2015

mayashepherd.blogspot.de

Auch in der Fortsetzung „Das unendliche Meer“ konnte Autor Rick Yancey mich von der ersten Seite an mit seinem einzigartigen Schreibstil überzeugen. Er schreibt die Dinge so, wie Menschen/ Jugendliche sie wirklich denken würde und lässt seine Charaktere das sagen, was auch echte Menschen in solchen Situation sagen würden. Dadurch ist jede seiner Figuren voller Leben und leichter vorzustellen.
Der zweite Teil der „Fünfte Welle“-Reihe wird aus der Sicht von Cassie, Ringer, Evan und teilweise Poundcake erzählt. Ich mag den Perspektivenwechsel, da er stets für Abwechslung sorgt und man die einzelnen Charaktere noch besser kennenlernen kann, was gerade bei verschlossenen Personen wie Ringer von Vorteil ist. Zudem erlebt man die Geschichte so nicht nur an einem Schauplatz, sondern erfährt auch immer, was in der Zeit bei den anderen Charakteren passiert ist. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
Die Handlung nimmt im zweiten Teil nochmal gewaltig an Fahrt auf, was ich kaum für möglich gehalten hätte. Immer mehr Hintergründe werden bekannt und das Ausmaß der Grausamkeit durch die Fremden noch deutlicher. Selbst vor Kindern schrecken diese nicht zurück.
Die Stimmung ist das gesamte Buch über apokalyptisch und bedrückend, wird jedoch durch witzige Sprüche zwischen den Charakteren etwas aufgelockert.

Charaktere:
Bereits im ersten Band fand ich Ringer sehr interessant und freute mich darauf mehr über sie zu erfahren. Ich wurde nicht enttäuscht und war sehr froh, dass es in „Das unendliche Meer“ sogar viele Passagen aus ihrer Sicht zu lesen gab. Sie ist mein persönlicher Liebling und auch ihre Entwicklung im Roman gefällt mir sehr gut.
Cassie ist nach wie vor ein Charakter mit dem man sich leicht identifizieren kann, da sie in dieser schrecklichen Welt irgendwie noch am normalsten geblieben ist. Ich liebe die Geschichte zwischen ihr und Evan, auch wenn sie in diesem Band leider viel zu kurz kam. Ich wünsche mir, dass es am Ende eine gemeinsame Zukunft für die beiden gibt.
Egal ob Ringer, Cassie, Evan, Dumbo, Teacup, Sam, Poundcake oder Ben, ich mag sie alle! Rick Yancey hat eine Gruppe wundervoller Charaktere geschaffen, die alle durch ihre liebenswerten Seiten zu überzeugen wissen.

Fazit:
Die Fortsetzung „Das unendliche Meer“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Der Schreibstil ist gefühlvoll und einzigartig, die Charaktere liebenswert und die Spannung kaum zu ertragen. Ein echter Pageturner, den ich jedem empfehlen kann.