Leserstimmen zu
Verleumdet

Thomas Enger

Henning-Juul-Romane (3)

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,30 [A] | CHF 12,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt Ein brutaler Killer: In einem Pflegeheim wird eine Frau tot aufgefunden. Der Täter muss rasend vor Wut gewesen sein. Henning Juul soll den Mord aufdecken, doch plötzlich braucht seine Schwester unerwartet Hilfe. Eine anonyme Drohung bezichtigt Justizministerin Trine Juul der sexuellen Nötigung. Die Medienhetze beginnt – die Botschaft: Treten Sie zurück, sonst kommt alles ans Licht. Doch dann macht Henning Juul eine Entdeckung, die nie bekannt werden darf. Und erneut schlägt der Killer zu … Meine Meinung Verleumdet ist das erste Buch, welches ich von Thomas Enger gelesen habe und sein Schreibstil hat mich wirklich von Anfang an gefesselt und begeistert. Obwohl ich die vorherigen Teile nicht gelesen habe und mir dadurch Informationen über Personen gefehlt haben, war dies nicht weiter schlimm. In den Kapiteln wurde immer aus verschiedenen Sichten geschrieben, was ich gut fand. Am Anfang des Kapitels hat man auch gleich erfahren aus welcher Sicht es gerade erzählt wird, wodurch es immer übersichtlich blieb. Durch die verschiedenen Sichten hat man immer wieder einen Einblick in jede Lage und in die verschiedenen Situationen bei den verschiedenen Personen bekommen. Ich werde auf jeden Fall auch noch die vorherigen Teile und den nächsten Teil lesen. Fazit „Verleumdet“ ist ein wirklich sehr gelungenes Buch, welches mich sehr gefesselt hat. 4/5 Punkte.

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Ich habe bisher noch kein Buch von Thomas Enger gelesen und muss sagen, dass mich sein Schreibstil begeistert. Bodenständig und sachlich beschreibt er alle noch so brenzligen Situationen, ohne das es für mich als Leserin „ungemütlich“ wurde. Leider habe ich die ersten beiden Henning-Juul-Romane nicht gelesen, weswegen mir so manche Info fehlte. Allerdings hat der Autor das Buch so geschrieben, dass die fehlenden Informationen nicht weiter im Vordergrund standen. Sehr gut fand ich auch die Statements die der Autor im Laufe zu Themen wie „Versorgung der Pflegebedürftigen“ oder „Hetzjagd auf Personen im öffentlichen Dienst“. Diese wurden klar betont und teils ein wenig überspitzt dargestellt, was aber in Ordnung war um den Standpunkt klar darzustellen. Leider fand ich den Wechsel der Perspektiven ca. bis zur Mitte des Buchs sehr verwirrend. Eigentlich wollte ich mich erst mal in die Geschichte reinfinden, wurde jedoch sogleich mit 3 bzw. 4 verschiedenen Sichtweisen konfrontiert. Auch das Augenmerk auf zwei Hauptstories parallel fand ich ein wenig zu viel. Mir fiel es zwischendurch sehr schwer weiterzulesen, weil ich erst wieder ein paar Kapitel zurückgegangen bin um mich auf den letzten Stand zu bringen. Das Buch war für mich anfangs ziemlich zäh, jedoch flogen mir die Seiten nach einem guten Drittel nur so davon. Den LeserInnen, die einen guten Krimi lesen möchten, kann ich das Buch empfehlen, aber vorher sollte man die ersten beiden Bände „Sterblich“ und „Vergiftet“ lesen.

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Verleumdet ist bereits der dritte Krimi um den Redakteur Henning Juul. Hier geht es um gleich drei Handlungsstränge, was dem Buch nicht unbedingt gut tut. Die Story: In einem Altersheim in Oslo wird eine Frau auf grausame Weise ermordet. Wer begeht einen Mord an einer hilflosen alten Frau, die sowieso nur noch wenige Jahre zu leben hat? Zusammen mit der Polizei geht der Online-Reporter Henning Juul der Sache auf den Grund. Gleichzeitig muss sich seine Schwester, eine erfolgreiche Justizministerin, dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs stellen. Und zusätzlich ist Henning weiterhin auf der Suche nach dem Brandstifter, der seinen Sohn auf dem Gewissen hat. Meine Meinung: Mit den drei Handlungssträngen hat sich der Autor keinen Gefallen getan. Es geht hauptsächlich um die Suche nach dem Mörder der alten Frau. Allerdings haben die persönlichen Probleme seiner Schwester einen fast gleichwertigen Anteil im Buch, was mir persönlich zu viel war. Nur ganz am Ende überschneiden sich beide Handlungsstänge. Diese haben aber eigentlich gar nichts miteinander zu tun, deshalb wirkt das leider arg bemüht. Zwischendrin kommt dann immer mal wieder die Suche nach dem Brandstifter. Für nur knapp 380 Seiten war das etwas zu viel, vor allem weil der Leser ständig zwischen den Ereignissen hin und her springt. Auch das Ende des Buches finde ich etwas unpassend und erstaunlich langweilig. Während Hennig sehr sympathisch ist, da er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat, war mir der Mörder viel zu klischeehaft und das Motiv nicht nachvollziehbar. Das hört sich alles nach einem sehr schlechten Krimi an, aber ich habe mich trotzdem unterhalten gefühlt. Es gab nur leider zu viele negative Aspekte, um das Buch weiterempfehlen zu können. Fazit: Ein netter Krimi, der leider aufgrund zu vieler Schwächen enttäuscht. Kein totaler Reinfall, aber auch nichts besonderes. Ich vergebe 2,5 Sterne.

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