Leserstimmen zu
Identity

Helen Giltrow

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Klappentext Der Beginn einer grandiosen Thriller-Reihe. Charlotte Alton kann in gut gesicherte Systeme eindringen. Informationen manipulieren. Und sie kann Menschen, die ihre Vergangenheit löschen wollen, eine neue Identität verschaffen. All das gehörte zu ihrem früheren, ihrem anderen Leben. Mittlerweile ist Charlotte eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die in den besten Kreisen verkehrt. Da bietet man ihr plötzlich einen neuen Job an: Sie soll den Auftragskiller Simon Johanssen in ein Hochsicherheitsgefängnis einschleusen. Charlotte weiß, dass dies ein Himmelfahrtskommando ist, womöglich eine Falle. Doch sie reizt die Gefahr. Und Johanssen und sie haben einander früher gut gekannt. Sehr gut. Und so begibt sich Charlotte in die Höhle des Löwen... Meinung Das Cover dieses Buches hat mich direkt angesprochen, dabei bin ich bei Thrillern von mir unbekannten Autoren wirklich wählerisch. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, das muss ich einfach lesen. Von vorneherein klang das Buch für mich nicht wie ein reiner Thriller und ich wurde beim Lesen bestätigt. Es macht viel mehr den Eindruck wie ein Action Thriller – mit so vielen Tempoeinheiten und düsteren Gedanken. Dadurch das beim Lesen heraus kam das dieses „Gefängnis“ mehr eine abge-riegelte Stadt ist, die sich selbst organisiert – musste ich direkt an den Film „Brick Mansions“ mit Paul Walker denken…. Auch wenn die Thematik in dem Film nicht mit einem Gefängnis gleichzusetzen ist, allerdings schon mit einer verruchten Gegend in der nicht einmal die Polizei ihre Füße setzt und welche durch eine Mauer abgetrennt wurde. Die Autorin hat auf jeden Fall einen wunderbaren Einstieg in Ihre geplante Reihe getätigt. Die Handlungen waren teilweise sehr komplex und etwas schwierig nachzuvollziehen, was aber in meinen Augen der Geschichte keinen Abbruch tut. Vielleicht auch gar nicht schlecht – denn ich persönlich hab mich dadurch beim Lesen mehr auf das Buch konzentriert anstatt abzuschweifen. Und durch die Offenheit der Story, aufgrund fehlender Details, ist die Fantasy des Lesers angeregt und er kann sich viele Szenen selbst ausmalen ohne es direkt vom Autor vorgegeben zu bekommen. Also wer einen lockeren leichten Thriller für nebenbei lesen möchte – ist hier leider etwas verkehrt. Es ist ein in meinen Augen anspruchsvoller Thriller – der mit jeglichen Facetten dienen kann und den Leser mit auf eine fantastische Reise nimmt. Dazu rundet der Schreibstil der Autorin das ganze wunderbar ab. Fazit: Ein mit Action bestückter Thriller der die Fantasy des Lesers abruft und mit vielen Facetten, Wendungen, unerwarteten Geschehnissen trumpfen kann. War für mich ein absolutes Lesevergnügen auch wenn es keine leichte Kost ist.

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Nach dem Klappentext habe ich hier ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. Man sollte sich bei "Identity" auf eine Art düsteren und actionlastigen Sci-Fi-Thriller einlassen. Die Story: Die angesehene Charlotte Alton ist nicht nur die, für die Welt sie hält: Hinter ihr steckt auch die Hackerin Karla, die Menschen durch das Erstellen neuer Identitäten beispielsweise das Untertauchen ermöglicht. In ihrem neusten Auftrag soll sie den Ex-Scharfschützen Simon Johanssen in das "Programm" einschleusen - eine Art experimentelles Hochsicherheitsgefängnis, in der die Insassen eine eigenständige, gefährliche Parallelgesellschaft führen. Unter neuer Identität und Beobachtung durch Karla soll er ins "Programm" gelangen, nach Catherine Gallagher suchen und anschließend wieder flüchten. Doch das "Programm" und seine Insassen verfolgen eigene Ziele... Meine Meinung: Identity ist keiner dieser Thriller, die man mal eben nebenbei liest. Die Autorin macht viele Andeutungen und lässt den Leser dadurch oft im Dunkeln. Das muss nicht schlecht sein, da das Futter fürs Kopfkino bietet. Bei der Vielzahl an Charakteren fehlte mir durch die spärlichen Informationen der Zugang und auch der Handlung konnte ich nicht immer problemlos folgen. Selbst Simon als einer der Hauptcharaktere blieb über weiter Strecken erstaunlich blass. Die Story wird von anderen Rezensenten als "komplex" bezeichnet, aber für mich sollte man es dann nicht bei den kurzen Inhalts- und Charakterskizzen belassen, tiefer ins Detail gehen und nicht so viel dem Zufall überlassen. Ich kann mir das Buch gut als Action-Blockbuster im Kino vorstellen - auch wenn es dazu vielleicht sogar zu gemächlich ist? Als Buch hat es mich ein wenig enttäuscht. Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, aber ich hatte beim Lesen trotzdem Spaß. Das liegt vor allem am (für ein Debüt überraschend guten) Schreibstil und einigen spannenden Action-Einlagen. Fazit: Düsterer Thriller für Fans von Hollywood Action-Blockbustern. Wer einen tiefgründigeren Thriller erwartet, wird ein wenig enttäuscht sein. Im Großen und Ganzen würde ich es als "okay" bezeichnen und vergebe deshalb 3 Sterne.

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Man sollte öfter mal über seinen Tellerrand schauen ! Ich bin eher zufällig auf den Thriller „Identity“ von Helen Giltrow ( Goldmann Verlag ) gestoßen, fand aber irgendwie den Titel, den Klappentext und die ganze Aufmachung des Covers so ansprechend, dass ich das Buch trotzdem gelesen habe – und ich habe es nicht bereut. In London existiert ein weltweit einmaliges Experiment, das sogenannte „Programm“. Es handelt sich um ein etwas anderes Gefängnis – hier wurde ein ehemaliges Stadtviertel zum Gefängnis umfunktioniert. Es existieren zwar Mauern und Wachen, doch eigentlich organisieren sich die Gefangenen selbst, betreiben Läden und Restaurants und sogar eine kleine Klinik. Eines Tages erhält Charlotte alias Karla den Auftrag, jemanden ins Programm einzuschleusen. Dies gelingt, da Karla eine der Hauptakteurinnen in einer geheimnisvollen Geschäftsbeziehung ist und viele Verbindungen an die richtigen Stellen hat – Polizei, Geheimdienste, Regierung. Wenn jemand von der Bildfläche verschwinden will oder Schutz braucht, wendet er sich an Karla beziehungsweise ihren Auftraggeber. Aber auch, wenn jemand anders von der Bildfläche verschwinden soll…. Karla gelingt es, Simon Johannsen ins Programm einzuschleusen. Johannsen soll eine Frau überprüfen, von der nur ein Foto existiert. Angeblich ist sie wegen eines schrecklichen Verbrechens im Programm, doch keiner kann sie finden oder identifizieren. Karla lässt der Auftrag keine Ruhe, da alles ein wenig anders scheint als bei früheren Aufträgen – sie bohrt nach und erfährt immer mehr Details zu ihrem Auftrag. Allmählich erscheint alles in anderem Licht und ehe sich Karla versieht, nehmen Dinge ihren Lauf, die Sie nicht mehr beeinflussen kann…. Klingt auf den ersten Blick eher wie ein „gewöhnlicher“ Krimi, ABER : Leute, ich bin absolut kein Krimileser, und dieses Buch ist DEFINITIV kein normaler Krimi. Der Roman ist absolut hochgradig spannend von der ersten bis zur letzten Seite und verdient die Bezeichnung „Thriller“ wie kaum ein anderes Buch. Da lohnt es sich auch für eingefleischte Fantasyleser, mal „fremdzugehen“ !! Der rasante Schreibstil nimmt einen sofort gefangen. Die Protagonisten Karla und Simon sind so gezeichnet, dass man sofort mit ihnen mitfiebern kann. Auf fast jeder neuen Seite werden neue Schichten aufgedeckt und unerwartete Wendungen in die Handlung eingebaut. Mein Fazit : 5 Sterne für diesen Roman – von dieser Autorin würde ich definitiv ungesehen auch weitere Bücher lesen !

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Das ist mal ein gebildeter, obwohl düsterer Thriller von Helen Giltrow. Wer bewacht die Wächter, während sie uns bewachen? So fragte der römische Dichter Juvenal. Wenn die Wachen, Platzhirsche in einer "selbstregulierenden“ Gesellschaft aus anderen Kriminellen" selbst beginnen, Verbrechen zu begehen, wer sind dann die Verbrecher, und warum sollte man sie bewachen? Helen Giltrow zeichnet gekonnt in einer nahen Zukunft eine Schurkenrepublik, die neben unserer eigenen existiert. Das Programm, eine experimentelle Gefängniskolonie ist angeblich uneinnehmbar. Bevölkert vom Bodensatz der Gesellschaft ist dort kein Eingang oder Ausgang möglich. Doch da gibt es die reiche, anspruchsvolle Society-Lady Charlotte Alton gleichzeitig in ihrem Alterego die harte Soziopathin Karla, eine schattenhafte Gestalt. Karlas Geschäft sind Informationen, die vor allem helfen, Menschen verschwinden zu lassen. Sie schleust den harten Scharfschützen Simon Johanssen ein. Ohne ihre Hilfe wird Johanssens Aufgabe eine Selbstmord-Mission sein. Und sie ist nicht bereit, das geschehen zu lassen. Ziel ist Catherine Gallagher. Es beginnt ein Katz und Mausspiel. Wer ist die Beute, und wer ist der Jäger? Aber genug vom Inhalt … Es besteht kein Zweifel „Identity“ ist ein Thriller der Extraklasse, intensiv, spannend und rasant. Eine fantastische Geschichte von Intrigen, Geheimnissen, schlechten Menschen, falschen Fährten, Fehlleitungen und vielem mehr. Der Leser wird in Karlas und Simons Welten ohne Vorwarnung hineingezogen und muss seinen Weg durch die Gefahren sowie ihre Geheimnisse mitmachen. Dadurch entsteht eine Intimität zwischen dem Leser und Karla und Simon, die man nicht erwarten würde. Aber genau das macht die Geschichte so spannend. Keine der Aktionen ist explizit im Detail beschrieben. Stattdessen nutzt Helen Giltrow das Phänomen, dass ein Leser in der Regel sich mehr schrecklichere Szenen vorstellen kann, als alles, was ein Autor zu Papier bringen kann. So hält sie ganz bewusst bestimmte Szenen mehrdeutig. In einer so gefährlichen Welt wie die, in der Karla Geschäfte macht, ist das Endergebnis, dass diese Szenen trotz eines Mangels an Informationen wirklich erschreckend sind. Das Thema ist ein ethisches: Wer ist der schlimmere Verbrecher? Das müssen Leser für sich selbst entscheiden, aber daraus entstehen interessante ethische Gedankengänge. Geschrieben in einer anspruchsvollen, scharfen, kalten Prosa. Dunkel, kantig und manchmal brutal aber immer stilvoll und originell. Jeder Charakter ist gut gezeichnet. In ihrem deutlichen Gefühl der Distanz, der Entfremdung und der Angst. Alle tragen zwei Gesichter, sind von zweideutigen Beweggründen angetrieben und jeder spielt ein doppeltes Spiel. Jede Szene, jedes scheinbar zufällige Detail zählt. Nichts geht verloren. Und das Ende? Sie werden es so nie kommen sehen. Ein genussvoller, komplexer Lesestoff. Ein ungewöhnliches Buch, mit seiner Kombination von Spionage und Thriller. Für alle Leser, die von einem intelligenten Thriller mehr als pure Spannung und action erwarten.

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