Leserstimmen zu
Feuer

Waldtraut Lewin

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Interessante und unterhaltsame Betrachtung

Von: Th. Loch aus Quedlinburg

21.10.2016

Bildung und Erkenntnis sind ein Thema welches die verschiedensten Jahrhunderte durchzieht, eigentlich die gesamte Menschheitsgeschichte begleitet, ja die Entwicklung der Menschen entscheidend beeinflusst. Letztlich entpuppt sich eine jegliche Bildungsfrage als eine Machtfrage, welches dieses Buch sehr gut veranschaulichen. „Der Luther-Roman“ lässt sich sehr gut lesen, der rote Faden geht nie verloren, auch wenn manche Wendung vollzogen wird. Anschaulich wird das Leben Luthers geschildert, eines Menschen, welcher als Produkt seiner Zeit, mit den Widersprüchen dieser Zeit permanent konfrontiert wird und an diesen gelegentlich zu zerbrechen droht. Seine Stärken und Schwächen kommen zum Tragen und das nicht ohne Folgen für viele seiner Mitmenschen, Förderer, Widersacher, Anhänger. Die Rolle Luthers wird treffend in die Zeit eingeordnet, es werden Grenzen aufgezeigt, aber auch die Ursachen derselben. Im Roman wird Luther nicht idealistisch verklärt, sondern in seiner Komplexität und Widersprüchlichkeit im Kontext einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche gesehen. Er wird als Mensch dargestellt, welcher geprägt von seiner Umwelt mehr ein getriebener als ein treibender ist. Der Roman gewährt Einblicke in seine Kindheit und Jugend, in seine Studienzeit und die Umstände, welche Luther veranlassten in ein Kloster zu gehen. Eindrücklich wird sein weiterer Werdegang geschildert und die Kräfte welche sein Handeln bewegten, diese waren allerdings weniger göttlicher Art, als gesellschaftlichem Sein geschuldet. Seine Rolle in den Machtkämpfen seiner Zeit, aber auch sein Versagen als Reformator, welcher auf halbem Wege stehen geblieben ist und so die Möglichkeit verpasste die christliche Religion zur Religion der Menschen zu machen, sie ihres herrschenden, beherrschenden Charakters zu berauben und befreiende Wirkung zu entfalten. Die herrschenden Verhältnisse im Reich waren für Luther kein Grund der Kritik, sondern Gott gewollt. Somit verkündete er Gottes Gnade fürs Himmelreich, irdisches Sein sollte allerdings davon verschont bleiben, hier manifestierte er die herrschenden Verhältnisse und die damit verbundenen Folgen für die meisten Menschen, insbesondere die Bauern. Einer Auseinandersetzung zur Zeit der Bauernkriege mit Müntzer, welchen er von früheren Diskussionen in Wittenberg kannte, ist er aus dem Weg gegangen, im Gegensatz dazu hat er sich bei den Fürsten angebiedert. Letzteres hielt ihm allerdings nicht davon ab, im Laufe der Zeit Ansichten weiter zu entwickeln und Einstellung zu ändern, so zum Beispiel gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Auch spiegelt der Roman das Verhältnis Luthers zu den Juden, welches durchaus hoffnungsschwerer Wandlungen unterworfen war. Interessant ist dieses Buch auch im Zusammenhang mit dem 500 jährigen Jubiläums des Thesenanschlages an das Tor der Wittenberger Schlosskirche im Jahre 1517. Ein Roman also, welcher Einblicke in die Geschichte der Reformation, ihrer Ursachen und Beweggründe gibt, die treibenden Kräfte benennt, kurzweilig zu lesen und passend zur Lutherdekade erschienen ist. Und nicht nur Inhaltlich, sonder auch sprachlich ein anspruchsvolles Buch!

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Interessantes Buch

Von: Iris Müller aus Nidderau

15.08.2014

Ein wirklich interessant geschriebenes Buch über den grossen Reformator Martin Luther - über sein Leben - seine inneren und äusseren Kämpfe - ein ganz und gar unbequemer, sperriger Mann mit Ecken und Kanten. Das Leben Luthers und eine genaue Beschreibung der geschichtlichen Begleitumstände. Ganz besonders zu empfehlen allen Mitgliedern der evangelischen Kirche.

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Ein historischer Roman der "etwas anderen Art"

Von: Annika Staude aus 33790 Halle

11.08.2014

Inhaltlich und sprachlich ein absolut anspruchsvolles Buch! Man braucht eine gewisse Zeit, um sich einzulesen und in die Handlung hineinzudenken. Aus meiner Sicht ist dieser Roman allerdings nur denjenigen zu empfehlen, die sich wirklich für das Leben und Werk Martin Luthers interessieren. Mich persönlich würde es noch interessieren, wie die Autorin überhaupt auf den Gedanken kam, Martin Luthers Leben in dieser Romanfassung zu erzählen.

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