Leserstimmen zu
Der Duft von Tee

Hannah Tunnicliffe

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Taschenbuch
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Der Inhalt des Buches dürfte bekannt sein, deshalb halte mich daran nicht auf. Ich habe das Buch gerade gestern ausgelesen. Es hat mich in meinem Urlaub mit der Familie begleitet. Die Geschichte hat mich nicht sofort gepackt, aber dann doch relativ schnell und sehr intensiv. Ich habe geweint und gelacht und jeden Macarons geschmeckt. ;-) Der Tee kam mir leider viel zu kurz. Ich bin Tee-Liebhaberin und der Titel hat mich zum Kauf des Buches bewogen. Wer gefühlvolle und leichte Geschichten über Frauenfreundschaften mag, kann sich auf eine schöne Auszeit mit diesem Buch freuen. Am Besten mit einer schönen Tasse Tee und etwas Süßem. Ich habe mir daraus ein Ritual geschaffen und das Lesen so ein wenig zelebriert. Herrlich :-)

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Gekauft habe ich mir dieses Buch zum einen, weil es auf der Liste der Bücher stand die ich mal lesen wollte und gerade reduziert war und zum andern, weil es ein unglaublich schönes Cover hat und ich es unbedingt haben wollte. Zu Beginn habe ich mir echt schwer getan mit dem Buch. Ich wurde mit der Figur der Grace nicht wirklich warm und auch den Sinn der Geschichte erschloss sich mir nicht ganz. Aber ich hatte weiter gelesen. 1.) Weil ich Bücher ungern abbreche und 2.) weil mir irgendwas bei dem Buch das Gefühl gab, dass ich es lesen sollte. Also hatte ich weiter gelesen. Und irgendwie wurde es immer besser. Zwar gehört Grace immer noch nicht zu meinen Lieblingsromanfiguren aber jeder hat sein Päckchen zu tragen und ist aus bestimmten Gründen so, wie er nunmal ist. Aber dieses ganze Buch ist voll von gut gemeinten, kleinen und manchmal unscheinbare Ratschlägen, wie wir zu uns finden und wissen können, ob wir gut so sind wie wir sind. Es zeigt auf, dass es manchmal einen Sinn hat, dass uns was verwehrt bleibt und dass es nicht heißen muss, dass es deswegen schlechter wird. In gewisser Weise gibt einem dieses Buch Mut neu anzufangen oder das zu tun, was man möchte auch wenn es nicht immer unbedingt als das sinnvollste erscheint. Ein wirklich tolles Buch, bei dem ich froh bin, dass ich durchgehalten und ihm eine Chance gegeben habe, denn es hat mich definitiv überzeugt!

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Cover Das Bild wirkt warm und einladend, denn es macht sofort Lust auf ein Kaffeekränzchen mit seinen besten Freunden und Freundinnen. Mir gefallen sowohl die alten Porzellantassen (sehr britisch), als auch die bunten Macarons und der Kirschblütenzweig - nicht nur, weil sie gut miteinander harmonieren, sondern weil sie für mich symbolisch für die einzelnen Nationen stehen, die im Roman aufeinander treffen. Meine Meinung Mein wichtigster Tipp vor dem Lesen: entweder sollte man vorher ausreichend gegessen haben oder sich mit genügend Essen ausstaffieren, um zu verhindern, dass der Magen beim Lesen zu knurren beginnt. Die Beschreibungen von Speisen (besonders von Macarons) machen nämlich einen Großteil des Romans aus und klingen so fantasievoll und schmackhaft, dass man sofort Appetit bzw, den Wunsch, selbst zu backen, bekommt. Für mich war das sehr aufschlussreich und inspirierend. Gleichzeitig muss ich da auch meine Kritik ansetzen: ich hatte oftmals das Gefühl, dass der Roman nur dazu dient, über Essen zu reden bzw. davon zu schreiben, denn die eigentliche Handlung gerät dadurch hin und wieder aus dem Fokus. Das zentrale Problem ist, dass Grace keine Kinder bekommen kann. Dementsprechend nimmt dieses Thema einen Großteil ihrer Gedanken ein, was (auch wenn das böse klingt) an manchen Punkten etwas anstrengend war, da Grace oftmals recht leidend dargestellt wird. Erst durch ihre Beschäftigung im "Lillian's", ihrem Café, bekommt sie etwas Ablenkung und wird unternehmungsfreudiger, wenngleich das Thema damit nicht vom Tisch ist, da es immer wieder hochkocht. Ebenso ist auch Grace's Mutter eine ständige Konstante im Handlungsverlauf. Auch wenn sie tot ist, schreibt Grace ihr immer wieder Briefe, die sie allerdings für sich behält. Durch diese bekommt man ein ziemlich klares Bild von ihrer Person und dem Verhältnis der beiden, das sehr innig war. Die beiden waren mehr wie beste Freundinnen als wie Mutter und Tochter, haben viel miteinander unternommen und jede Menge Spaß gehabt. Allerdings sind die Erinnerungen an ihre Mutter nicht nur positiv. Wenn sie anfangs fürsorglich, willensstark, lebenslustig und durchsetzungsfähig erschien, so wandelt sich dieses Bild im Laufe der Geschichte. Oftmals schwankt ihr Gemütszustand, sodass sie emotional sehr bedürftig ist und versucht, Grace mit allen Mitteln an sich zu binden. Dieses Verhalten war für mich die ganze Zeit sehr rätselhaft, allerdings klärt sich später auf, was die Ursache dafür ist. Letztlich dienen die Briefe Grace dazu, all diese Erinnerungen zu verarbeiten und ihre Trauer zu bewältigen. Durch das Café lernt Grace immer mehr neue Leute kennen, die die Geschichte bereichern und beleben. Was mir besonders an ihnen gefallen hat, war, dass sie überall herzukommen schienen. Die Gruppenzusammensetzung ist ziemlich multi-kulti, da Britinnen, Australier, Kantonesen und Franzosen aufeinander treffen. Vor allem Léon wird eine wichtige Bezugsperson für Grace. Mit ihm versteht sie sich auf Anhieb und er unterstützt ihr Geschäft durch seine ständigen Besuche, seine Vorschläge und seine Hilfe bei der Suche einer Aushilfskraft. Er ist also ziemlich toll, sodass ich gut nachvollziehen konnte, dass Grace eine Schwärmerei für ihn entwickelt (auch wenn er Franzose ist). Er ist ihr gegenüber wirklich aufmerksam, fürsorglich und charmant. In ihm hat sie einen Gleichgesinnten gefunden, was die Vorliebe für kulinarische Genüsse betrifft. Er ist ein Feinschmecker, offen für Neues und kreativ in der Zusammenstellung von Lebensmitteln. Genau das ist Pete nicht, weshalb Grace verstärkt das Gefühl hat, sie würden nicht auf einer Wellenlänge sein. Klar ist es schwierig, wenn nicht gar oberflächlich, diese Einschätzung nur an der Leidenschaft fürs Kochen und Backen festzumachen, aber im Wesentlichen steht seine mangelnde Begeisterung für Grace dafür, dass Pete kein Interesse für ihre Vorlieben zeigt. Das heißt aber nicht, dass Pete ein schlechter Ehemann oder "der Böse" in der Geschichte ist. Er hat auch seine süßen Momente und dass er Grace aufrichtig liebt, steht außer Frage. Durch die kleine Rückblende, wie sich die beiden kennen gelernt haben, schließt man ihn ebenso ins Herz wie Léon, auch wenn er vom Charakter her ganz anders ist. Von daher hab ich keine Abneigung gegen ihn entwickeln können. Im Gegenteil hab ich die ganze Zeit gehofft, dass Grace nichts mit Léon anfängt und bei ihrem Mann bleibt. In welche Richtung sich dieses Gefühlschaos entwickelt, verrate ich an dieser Stelle nicht, um nicht zu spoilern. Würde man jedoch ein Liniendiagramm des Spannungsverlaufs zeichnen, wäre es wohl eine fast durchgehende Horizontale mit zwei oder drei kleinen Ausschlägen nach oben. Soll heißen: die Handlung ist nicht sonderlich aufregend. Es gibt nur wenige Konfliktsituationen, die meist auch nur angeschnitten werden. Ebenso schnell, wie sie aufkommen, verblassen sie auch wieder. Daher haben sie bei mir keinen längerfristig bleibenden Eindruck hinterlassen. Für den Moment haben sie etwas Spannung erzeugt, waren aber nicht ausführlich genug, um mich emotional merklich zu berühren. Das ist besonders im Hinblick auf die Schicksale von Gigi und Rilla, Grace's Angestellte, schade, die ausreichend Stoff bereitgehalten hätten, um der Story einen neuen, interessanteren Anstrich zu verpassen. Mit Rilla hatte ich am Ende richtig Mitleid, da sie, wie man erfährt, mit einigen heftigen Rückschlägen zu kämpfen hatte. Im Endeffekt hatten diese Offenbarungen aber nicht viel mit der Story zu tun. Fazit "Der Duft von Tee" schneidet Themen wie Freundschaft und Familie, Abschiede und Neuanfänge und Risikobereitschaft und den Wunsch nach Sicherheit an und hat damit die richtigen Zutaten für einen gelungenen Roman. Allerdings ist die Handlung weit weniger spektakulär als sie hätte sein können. Das Buch lässt sich gut lesen, war aber auch nicht atemberaubend. Für Inspirationen zum Thema Kochen und Backen eignet es sich aber allemal.

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Zum Inhalt: Grace und Pete sind gerade nach Macao gezogen, da Pete das Bauprojekt eines Casinos leitet. Eigentlich sind die beiden ein eingespieltes Team, doch durch die langen Arbeitszeiten von Pete fühlt sich Grace unterfordert und beschließt sich eine Aufgabe zu suchen. Ziemlich am Anfang erfahren wir auch, dass Grace keine Kinder bekommen kann, da sie sich mit Mitte dreißig schon in den verfrühten Wechseljahren befindet. Es war schon immer der Wunsch von ihr und ihrer Mutter ein Café zu eröffnen. Nun möchte Sie diesen Traum in die Tat umsetzen und macht sich auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Schnell wird sie fündig und baut ihr Café aus. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten läuft das Café so gut, dass Grace Personal einstellen muss. Durch ihren Bekannten Leon kommt sie zu Rilla und die beiden Frauen ergänzen sich perfekt. Das Café namens Lillian's hat zwei Stammgäste, die alte chinesische Dame Yok Lan und die Gattin eines Geschäftsmanns namens Marjoy. Bald stöß auch die schwangere Enkelin von Yok Lan Gigi dazu und die fünf Frauen entwickeln eine feste Frauenfreundschaft die alle Sorgen und Ängste miteinander teilt. Nun spielt auch Leon eine große Rolle im Leben von Grace, den sie entwickelt von Tag zu Tag mehr Gefühle für ihn, was noch zu einem großen Problem führen wird. Auch Gigi steht vor der Herausforderung Alleinerziehende zu werden... Meine Meinung: Ich habe an diesem Buch absolut garnichts auszusetzen, ein sehr schöner Frauenroman mit Humor aber auch Ernst. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich konnte das Buch flüßig durchlesen. Auch die Länge der einzelnen Kapitel ist angenehm. Die Geschichte hat sich zu keinem Zeitpunkt gezogen oder war langatmig. Schön ist auch, dass auf die Kultur und Umgebung Macaos eingegangen wird. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe und kann es jedem weiterempfehlen. Mein Fazit: Ein absolut gelunger Roman über fünf Frauen die durch Zufall zueinander gefunden haben.

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Das Ehepaar Grace und Pete sind von Melbourne in die chinesische Glücksspielstadt Macao gezogen, da Pete dort eine lukrative Arbeitsstelle gefunden hat und für den Aufbau eines Kasinos verantwortlich ist. Grace hat in der Vergangenheit als Kellnerin gearbeitet und ist derzeit ohne Arbeit. Sie wünscht sich sehnlichst ein Kind, kann aber mit Mitte Dreißig aufgrund des verfrühten Eintritts der Menopause keine Kinder mehr bekommen. Der Leser lernt Grace in einer depressiven Phase kennen, in der auch die Ehe inzwischen unter der Kinderlosigkeit und Stimmung zu Hause leidet. Grace fühlt sich in Macao nicht willkommen, sie spricht kein Kantonesisch, kennt niemanden und fällt aus rothaarige Europäerin (Grace ist gebürtige Britin) unter den Chinesen auf. Als Grace ein frei stehendes Ladenlokal entdeckt, werden ihre Lebensgeister geweckt und sie beschließt, ein eigenes Café zu eröffnen. Das "Lillian's" soll ihr Baby werden. Ein wirtschaftlicher Gewinn steht erst einmal im Hintergrund. Pete kann sich für diese Idee wenig begeistern, unterstützt seine Ehefrau nicht bei dem Vorhaben, hält sie aber auch nicht davon ab. Durch das Café entdeckt Grace ihr Talent zum Backen wieder und Erinnerungen an ihre Mutter und ihr gemeinsames Leben in Frankreich werden wach. Das Café, in welchem vorwiegend Macarons und Tee serviert werden, hat bald viele Stammgäste, so dass Grace sogar mehrere Angestellte beschäftigen kann und muss. Zu ihnen und einigen Besuchern pflegt sie ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Die Handlung des Romans spielt sich fast ausschließlich in dem Café ab, da Grace nur noch für die Arbeit zu leben scheint. Sie entfremdet sich immer mehr von ihrem Ehemann, bis dieser ihr ein Verhältnis zu dem befreundeten und selbst verheirateten Koch Léon vorwirft. Später offenbart Pete ihr, sie mit einer Prostituierten betrogen zu haben. Ihren Kummer schreibt Grace in Briefen an ihre Mutter nieder, mit denen sie auch ihre Vergangenheit zu bewältigen versucht. Der Leser erfährt erst am Ende, warum diese unbeantwortet bleiben. Als ihre eigenwillige Angestellte Gigi, die sich mit der Zeit selbst zu einer begeisterten Macaron-Bäckerin entwickelt, ein Kind bekommt, blüht Grace wieder auf und sie nähert sich auch Pete wieder an. "Der Duft von Tee" schildert neben der Geschichte von Grace mehrere Frauenschicksale am Rande - mir fehlte jedoch das gewisse Etwas. Einerseits passiert über die 400 Seiten nicht wirklich viel, andererseits verliert sich die Autorin in vielen nebensächlichen Details oder reißt einige Nebenschauplätze (Missbrauch von Hausangestellten,...) an, die dann aber nicht tiefer thematisiert werden. Auch fand ich schade, dass der Leser nicht mehr über Macao und das Leben und die Mentalität der Menschen dort erfährt. Graces Horizont ist sehr auf das Café fixiert und sie versucht gar nicht, Land und Leute dort näher kennenzulernen oder sich mit den Problemen ihrer neu gewonnenen Freundinnen zu beschäftigen. Vom Ende des Romans war ich regelrecht irritiert, da es mir weit hergeholt erschien. In Sternen würde ich dem Roman 3,5 von 5 geben. Den halben Stern gibt es für das süße Cover und die liebevoll gewählten Kapitelüberschriften, die die verschiedenen Varianten der Macarons en francais und auf deutsch beschreiben.

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Wie sich manche denken können, war es die Buchaufmachung, die mir gleich ins Auge fiel. Aber es ist genau dieses Titelbild, das den Inhalt dieses Buches so gut widerspiegelt: Die einzelnen Kapiteln werden immer durch eine Macaronssorte beschrieben. So wird das 1. Kapitel nicht nur einfach 'L'Arrivée - Ankommen' genannt, sondern mit einem Macaron in der Sorte "süßes, rauchiges Karamell mit einer salzigen, buttrigen Sahnefüllung" umschrieben. Weitere Beispiele??? 'Und petite Flamme - Eine kleine Flamme' (Espresso mit einer Ganache aus dunkler Schokolade und einem Stück Blattgold), 'Un Bon Début - Ein guter Anfang' (Kokosnuss mit einer Passionsfruchtbuttercreme), 'Un petit Phönix - Ein kleiner Phönix' (Zimt mit einer Ganache aus dunkler Chilischokolade) oder 'La Mime Piaf - Der kleine Spatz' (Pfirsich und Maronen mit einer Williams-Birnen-Buttercreme). Das sind nur fünf von insgesamt 27 Kapitel bzw. Kreationen (+ Prolog, Epilog, Macaronsinformation und Danksagung). Läuft nicht alleine bei diesen Kapitelnamen einem das Wasser im Mund zusammen?! Es sind aber auch die verschiedenen, liebevollen und teilweise recht eigensinnigen Charakteren der Geschichte, die einem beim Lesen so ans Herz wachsen. Als Leser leidet man mit der Hauptcharaktere Grace als sie erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann und zudem noch mit ihrer Vergangenheit nicht abgeschlossen hat. Man durchlebt mit ihr die verschiedenen Gefühlswelten und freut sich mit ihr als das Café ein voller Erfolg wird. Das Café verdankt seinen Erfolg nicht nur den eigenwilligen Macaronskreationen von Grace, die ihre Kindheit in Paris verbrachte, sondern auch den Menschen, die in dem kleinen Café arbeiten. Nach 2 Tagen war ich leider mit dem Buch durch. Es hat mich einfach gefesselt. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Leider gibt es zu den wohlklingenden Macaronskreationen keine Rezepte in diesem Buch, denn man bekommt durch's Lesen wirklich große Lust auf Macarons backen.

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