Leserstimmen zu
Nullzeit

Juli Zeh

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Ich habe „Nullzeit“ schon vor einiger Zeit vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und war wirklich gespannt auf das Buch, vor allem, da ich zuvor noch nie etwas von Juli Zeh – die ja vielerorts als die bedeutendste deutsche Gegenwartsautorin gilt – gelesen hatte. Jetzt weiß ich auch endlich, warum. Schon lange ist mir kein Buch mehr so nahe gegangen wie dieses. Ich habe vergleichweise lange dafür gebraucht, das Buch zu lesen, obwohl es mit seinen etwa 300 Seiten eigentlich wirklich nicht besonders lang ist. Der Grund dafür war vor allem, dass der Anfang für mich etwas schwierig war, weswegen ich nicht immer sofort weiterlesen wollte. Noch jetzt, ein paar Tage nachdem ich es beendet habe, fällt es mir schwer, meine Gedanken und Gefühle bezüglich dieses Buches richtig in Worte zu fassen. Zwar wusste ich, dass Juli Zeh dafür bekannt ist, schockierend zu schreiben, aber zu Beginn war mir der Roman einfach schlicht und ergreifend zu viel. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mit dem beklemmenden Gefühl klarkam, das „Nullzeit“ in mir hervorgerufen hat – als ich das geschafft hatte konnte ich das Buch allerdings nicht mehr aus der Hand legen. „Nullzeit“ ist voll von überraschenden Wendungen, es beginnt als leichtes Urlaubsbuch und endet als Psychothriller. Man wird förmlich in die Handlung eingesogen und ist als Leser dann auch wirklich mittendrin. Obwohl es kaum actionreiche Szenen gibt saß ich oft fingernägelkauend vor dem Buch, weil ich die Spannung einfach nicht mehr ausgehalten habe – man fiebert und leidet wirklich total mit den Protagonisten mit, so stark habe ich dieses Gefühl beim Lesen schon lange nicht mehr erlebt. Und das, obwohl ich eigentlich keine der Figuren so richtig leiden konnte – für mich normalerweise ein Grund, auch das Buch selbst nicht so wirklich interessant zu finden. Nicht so jedoch bei „Nullzeit“ – ich glaube, auch dadurch zeichnet Juli Zeh sich einfach aus. Jede ihrer Figuren ist so einzigartig, so prägnant, so ehrlich und so kaputt, dass schlussendlich jeder auf seine Art und Weise sowohl Sympathie erweckt, als auch einfach nur abstoßend ist. Verstärkt wird dieser Effekt noch dadurch, dass das Buch aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt wird und man als Leser einfach unmöglich herausfinden kann, welche von beiden denn nun die „wahre“ Geschichte erzählt. Sowohl Sven als auch Jola sind wahnsinnig unzuverlässige Erzähler und je länger man das Buch liest, desto mehr beginnt man wirklich alles zu hinterfragen, was einem erzählt wird. Kurzum – ich habe „Nullzeit“ trotz anfänglicher Schwierigkeiten wirklich, wirklich gern gelesen. Wobei „gern“ mir hier fast das falsche Wort ist – denn obwohl es mir wirklich Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen, hat es mich auch unheimlich mitgenommen. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mich derart bedrückt hat – das Einzige, das dem vielleicht nahe kommt war Gillian Flynns „Gone Girl“. Es war ein wirklich fanstastisches Leseerlebnis – ich kann ohne zu zögern sagen, dass “Nullzeit“ zwar mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Juli Zeh war! Ich habe “Nullzeit” als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür an den btb-Verlag!

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Inhalt Sven betreibt mit seiner Lebenspartnerin Antje eine Tauchschule auf einer kleinen, spanischen Insel. Vor vierzehn Jahren verließ er Deutschland, mit der Devise, sich einfach nur rauszuhalten. Dem Stress entfliehen. Vor Verurteilung zu flüchten. Das Tauchen ist seine Leidenschaft, die er seinen Schülern gewissenhaft näher bringt. Er behält gern die Kontrolle. Doch als Jola und Theo auftauchen, wird ihm diese Stück für Stück entrissen. Erscheinen die Beiden anfangs noch als normales Paar, entdeckt Sven doch immer mehr, welche Dunkelheit sie verbergen, wie sie sich gegenseitig Stück für Stück zerreißen und in einem Kampf um Leben und Tod umeinander herumtänzeln. Die attraktive Schauspielerin, die sich beim Tauchen auf die Rolle von “Lotte Hass” vorbereiten will, zieht ihren Lehrer immer mehr in ihren Bann, und Sven kann nicht anders, als sich in ein Beziehungsdrama zu stürzen, das ihn selbst zerbrechen lassen kann… Meine Bewertung “Nullzeit” ist das zweite Buch, das ich von Juli Zeh gelesen habe, und nochmal eine große Portion härter als “Corpus Delicti”. Innerhalb von zwei Tagen habe ich es verschlungen, allerdings warne ich zartbesaitete Leser davor, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Es spart nicht Grausamkeiten, an schön verpackten Obszönitäten. Auf stille Art schafft es die Autorin, einen Thriller zu verfassen, der ein beklemmendes Gefühl garantiert, und gleichzeitig mich philosophischen Ansätzen aufwarten kann, die den Leser zum Nachdenken anregen. “Wenn Theo mich verprügelt, weiß ich wenigstens: Das ist die Realität. Unverkennbar. Sinnlos, unfair und banal. Irrtum ausgeschlossen.” Juli Zeh besitzt meiner Meinung nach ein einzigartiges Gespür dafür, mit wenig Worten viel zu sagen. Eine Handlung, für die andere Autoren 500 Seiten brauchen würden, verpackt sie in 250. Der Leser wird bis zum Ende im Dunkeln darüber gelassen, wer denn nun wirklich die Wahrheit sagt, ob Sven der Lügner ist, oder Jola, ob Theo das Opfer oder der Täter ist, wann das Drama wirklich seinen Anfang genommen hat, und wessen Schuld das gesamte Geschehen ist. Gleichzeitig wird der Leser in eine Geschichte gezogen, deren Dunkelheit über und unter Wasser erkennbar ist. Die Tauchszenen sind präzise ausgearbeitet, die Schönheit des Ozeans bildet einen starken Kontrast zu der Grausamkeit, die die verschiedenen Beziehungen beinhalten. Ob es schließlich ein Happy End gibt, oder nicht, hängt stark von der Sichtweise des Lesers ab. Ich würde sagen, dass der Weg mit dem geringsten Anteil an Schaden gewählt wurde. Happy ist das Ende aber ganz sicher nicht. Es lässt ein Gefühl der Beklemmung zurück, eine Anspannung, die man nicht so leicht abschütteln kann. Mit wem ich Mitleid empfinden soll, weiß ich auch nicht, denn die Charaktere sind mir gleichzeitig sympathisch und widern mich an. Was sie aber unbestreitbar sind: Faszinierend. Nicht umsonst konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Dialoge sind auf den Punkt, durch die wechselnde Sicht zwischen Svens rückblickender Erzählung und Jolas Tagebuch wird das komplizierte Geflecht aus Lüge und Wahrheit noch weiter verstärkt. Eigentlich weiß ich immer noch nicht, ob ich nun tatsächlich die Version glaube, für die sich Juli Zeh am Ende entschieden hat. Die Charaktere reißen mich mit, und ich denke, dies ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich “Nullzeit” lese. Das Buch würde ich jedem empfehlen, der Geschichten a la “Gone Girl” von Gillian Flynn sucht. Juli Zeh schafft es tatsächlich, mit ihrem Meisterwerk noch mehr Spannung und Faszination hervorzurufen, noch perfidere Charaktere zu erschaffen, die man gleichzeitig bemitleiden und an die Wand klatschen möchte. Der unterschwellige Hass auf Deutschland, den Sven verkörpert, wird wohl auch deutsche Leser nicht kalt lassen. Und egal, wem man nun tatsächlich glaubt: Dieses Buch lässt keinen Leser kalt. “Die Welt wird nicht schöner, wenn du deine Poesie drüber kippst. Auch nicht größer, wichtiger oder besser. An der Welt prallst du einfach ab. Wie das Meer an den Felsen zersprühen deine Worte und fließen in dich selbst zurück.”

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Sehr gutes Buch!

Von: Daniel aus München

14.12.2015

Dieses Buch ist spannend bis zum Schluss!

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Nullzeit - Juli Zeh Über den Sommer... "Auswandern. Das ergäbe doch nur einen Sinn, wenn das Land, in das wir fliehen, nicht wir selbst wären. (Juli Zeh, Nullzeit) ... über Juli Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren und hat Jura/Europa- und Völkerrecht studiert. Sie hat bereits diverse, erfolgreiche Romane veröffentlicht u.a. (eines meiner Lieblingsbücher" "Adler und Engel", "Spieltrieb", "Corpus Delicti", "Schilf". So war es kein Zufall, dass ich zu einem Buch von ihr in der Bücherhandlung griff. ...mehr übers Meer Nullzeit ist die, bei einem Tauchgang vorgegebene Zeit, in der man, ohne ein Ausharren in einer bestimmten Tiefe, an die Wasseroberfläche zurückkehren soll. In dem gleichnamigen Roman geht es um die drei Protagonisten Sven, Jola und Theo. Das eigenwillige Paar, Jola und Theo, fährt zur Entspannung in ein einsames Dorf nach Spanien. Jola ist Schauspielerin, Theo relativ unerfolgreicher Autor. Die beiden wollen einen Tauchkurs bei dem aus Deutschland ausgewanderten Sven belegen. Jola braucht einen Tauchschein für ihre neue, angestrebte Rolle in einem Film. Svens Freundin, Antje, wohnt auch in dem Dorf und ist für die Organisation der Gastaufenthalte zuständig. Zwischen Sven und Jola entsteht eine erotische Spannung. Sven beginnt sich für Jola zu interessieren. Diese weiß genau ihre Reize einzusetzen, um Sven für sich zu gewinnen. Der Roman ist aus zwei Sichten geschrieben, der von Sven und aus der Sicht von Jolas Tagebucheinträgen. ... und sommerlichen Psychoterror Bereits zu Beginn des Buches wird schnell klar Jola und Theo sind kein gewöhnliches Paar. Die beiden schreiben sich gegenseitig SMS im Auto, während andere (hier Sven) dabei sind. Sie lieben und hassen sich. "Vor knapp einer Stunde hat Theo mal wieder versucht mich umzubringen." (Nullzeit, Juli Zeh) Theo und Jola versuchen sich wahrhaftig gegenseitig umzubringen. Das ist ein ständiges Hin und Her zwischen den beiden. Der Leser bleibt vorerst im Unklaren darüber wer von den beiden die Strippen in der Hand hält. Sven, der Jolas manipulativem Charme verfällt, wird immer mehr in das undurchsichtige, tödliche Spiele zwischen den beiden hineingezogen. Zunächst glaubt er Jola sei die Unschuldigere der beiden und er müsse sie vor Theo beschützen. Seine Beziehung zu seiner Freundin Antje geht daran kaputt. Doch Jola inszeniert sich bewusst. Dazu benutzt sie u.a. ihre Tagebucheinträge, in denen sie Gewaltexzesse von Theo beschreibt. Zuletzt enttarnt Sven Jola dann doch. Gerade so kann er sich noch aus dem Spiel der beiden "befreien", nicht ohne Verluste für ihn. Jola und Theo gehen aus dem Roman wie sie kamen, zusammen, in inniger Hassliebe. Text: http://leserstoff.blogspot.de

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Von: Mareike D.

23.02.2014

Juli Zeh schreibt einen düsteren Psychothriller und verbindet ihn mit sonnigen Urlaubsfeeling. Eine Insel mit Strand, Meer und wundervollen Korallenriffen bilden einen scharfen Kontrast zu der langsam steigenden Spannung zwischen den drei Protagonisten. Die junge Schauspielerin Jola bucht mit ihrem Partner Theo, ein verschlossener Schriftsteller, die Komplettbetreuung des Tauchlehrers Sven. Aus dessen Perspektive wird die Geschichte erzählt. Die Handlung ist eindeutig von seinen Gefühlen und Eindrücken geprägt ist. An einigen Stellen macht er Andeutungen auf das kommende Unglück, dass sich in der ein oder anderen Bemerkung von Theo oder Jola abzeichnet, die er aber damals noch nicht deuten konnte. Richtig bedrückend wird es, als ab und zu am Ende eines Kapitels ein Tagebucheintrag von Jola eingefügt wird, in dem sie die vorangegangenen Ereignisse aus ihrer Sicht schildert. Dabei ergänzen diese Einträge zunächst das bereits Erzählte um einige Nuancen. Doch mit der Zeit beschreiben sie Ereignisse und Gespräche abweichend, ja vollkommen anders. Die große Frage ist, welche Realität ist nun die Richtige? Gibt es überhaupt die eine Wahrheit? Die Grenzen von Wirklichkeit und düsterer Ahnung verschwimmen zusehens und ich muss zugeben, dass mir dieses Buch zeitweise ganz schön zugesetzt hat. Die beklemmende Atmosphäre habe ich noch Stunden nach dem Lesen gespürt. Man fühlt sich selbst wie ein Taucher, der in ein anderes Bewusstsein eindringt, den Druck der gespannten Atmosphäre presst einen auf den Grund, freies Atmen ist nicht möglich. Man wird gelenkt, ist abhängig von den spärlichen Informationen und Fixpunkten, die einem Glaubhaft erscheinen. Doch nichts ist gewiss, man hat keine Sicherheiten.

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Experimente am Menschen

Von: Petra Lederer aus Leipzig

17.02.2014

"Raushalten" will sich der Jura-Student Sven Fiedler. Er verlässt Deutschland, weil dort jeder jeden beurteilt. Auf einer fiktiven Ferieninsel eröffnet er eine Tauchschule und muss es deshalb mit niemandem - außer mit seiner Freundin Antje - länger als ein paar Urlaubswochen aushalten. Er kann "abtauchen", muss keine Entscheidungen treffen. Das geht lange Zeit gut. So lange, bis Jola und Theo in seiner Idylle erscheinen. Sie haben Rundumbetreuung gebucht. Und bald muss Sven Entscheidungen treffen, die sein Leben und das Leben anderer in Frage stellen. Tauchgänge als Grenzsituationen, als Situationen, in denen sich der eine auf den anderen unbedingt verlassen muss, dienen Juli Zeh als Labor-Anordnungen, mit denen sie menschliche Verhaltensweisen distanziert und mit wissenschaftlichem Blick durchspielt. Da finden Manipulationen und physische Gewalt statt, es werden raffinierte Strategien entwickelt, jeder ist auf sich selbst zurückgezogen - aber letztlich sind Verhalten und Schicksale der drei Protagonisten untrennbar miteinander verflochten. Für den Leser bleibt bis zum Ende die Frage nach der Wahrheit spannend. Die Autorin nutzt u. a. das literarische Mittel des Tagebuchs, um authentische Einblicke in die menschliche Seele ihrer Figur Jola zu ermöglichen. Aber sie nutzt es auf ungewöhnliche Weise ... Juli Zeh ist mit "Nullzeit" ein spannender Roman gelungen, der von einer Atmosphäre der Ungewissheit und der aufgeheizten Beziehungen zwischen den Hauptfiguren lebt. Mit schonungsloser Konsequenz führt die Autorin ihr Experiment "am Menschen" durch und eröffnet Abgründe, die möglicherweise in jedem von uns schlummern.

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Spannender "Null"zeitvertreib

Von: Denis Heymann aus Jena

16.02.2014

Nullzeit ist eine von Anfang an fesselnde Geschichte einer unheilvollen Ménage-à-trois. Einer der drei Hauptprotagonisten ist der Tauchlehrer Sven, der Deutschland den Rücken gekehrt und sich auf Lanzarote sein Refugium eingerichtet hat. In diese scheinbare Idylle drängen eines Tages die junge, schöne und vor allem finanziell gut ausgestattete Schauspielerin Jola und ihr älterer Partner Theo, ein erfolgloses und verkanntes Schriftstellergenie. Die Beziehung der beiden ist gezeichnet von finanzieller und emotionaler Abhängigkeit verbunden mit Hass, Demütigung und Gewalt. Sven gerät aufgrund Jolas raffiniertem Einsatz ihrer körperlichen Reize und dem Erwecken seines Beschützerinstinkts schnell zwischen die Fronten. Der Leser erlebt die Geschichte aus Sicht des Ich-Erzählers, Sven und aus der Perspektive von Jolas Tagebucheinträgen. Juli Zeh verwebt geschickt die beiden Erzählebenen, deren Schilderungen sich immer weiter voneinander entfernen, um schließlich doch in einem überraschenden Finale zu gipfeln. Insgesamt ein spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen.

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Spannung pur

Von: Marita Zschenker aus Münster

11.02.2014

Dieses Buch ist der erster Psychthriller dieser Autorin welches ich gelesen habe. Sven und Antje sind vor vierzehn Jahren aus Deutschland ausgewandert und betreiben auf einer Insel in Spanien eine Tauchschule. Während Sven sich um Tauchgänge und Ausflüge seiner Gäste kümmert ist Antje für die Unterkunft und Verpflegung zuständig. Sie werden exclusive von einem ungleichem Paar gebucht. Jola Pahlen, eine Telenovela - Schauspielerin, erhofft sich die Rolle ihres Lebens zu ergattern und möchte sich durch ihren Urlaub auf die Rolle einer Taucherin vorbereiten. Theo Hast, der wesentlich ältere der beiden ist ein Schriftsteller mit Schreibblockade. Er erhofft sich endlich das Buch seines Durchbruchs zu schreiben. Die Geschichte ist in der Ich - Form aus der Sicht des Tauchlehrers geschrieben und wird immer wieder von Tagebuchberichten seitens Jola unterbrochen. Im weiterem Verlauf des Thrillers entwickelt sich eine verherende Dreiecksbeziehung zwischen Jola, Theo und Sven. Antje spielt nur am Rande des Geschehens eine Rolle. Die Sichtweise von Handlungen, Erlebnisse und Taten unterscheiden sich bei Jola und Sven gravierend.Sven merkt zu spät das seine Beziehung zu Antje, aber auch seine Existenz als Tauchlehrer gefährdet ist. Am Anfang dieses Thrillers wird vieles nach meiner Meinung zu ausführlich und zu lange beschrieben. Dadurch wirkt er etwas langweilig. Im weitern Verlauf wurde ich jedoch beim weiteren Lesen in das Konstrukt der Verwicklungen mitgezogen und wurde dadurch immer spannender. Juli Zeh hat mit ihren Psychothriller rund um den Tauschsport mit Wahrheit und Lüge gespielt, sodaß man oft nicht mehr weiß wer der "Gute" und der "Böse" ist. Bis zum Schluß des Thrillers ist kein offensichtliches Ende zu erkennen. Ein toller Inhald welcher mich nach dem Lesen auch weiterhin nachdenklich zurück lässt. Für mich ist durch aus die Neugierde auf die anderen Thriller von Juli Zeh geweckt worden.

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