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Leserstimmen (43)

Stephen King: Joyland

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8371-1951-0

Erschienen:  17.06.2013
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Kundenrezensionen

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nostalgische Erzählweise und ein Ende mit viel Drama, Spannung und Emotionen

Von: Mareike Unfabulous aus Berlin Datum : 17.05.2018

www.mareikeunfabulous.de/

Joyland war nach der Kurzgeschichten Sammlung "Basar der bösen Träume" mein erstes richtiges Buch von Stephen King, dem Meister des Schreckens. Ich habe das Buch gekauft, weil es mich aufgrund seines Covers und des Klappentextes überzeugen konnte. Aber auch, weil ich ein großer Fan von Vergnügungsparks bin und auf die Umsetzung der angepriesenen Story gespannt war.

Der Einstieg in das Buch fiel mir leichter, als ich zunächst angenommen habe. Joyland spielt in den 70er Jahren und wird rückblickend vom Hauptprotagonisten, Devin Jones, erzählt. Stephen King stach dabei vor allem mit seiner nostalgischen Art, die Geschichte zu erzählen, hervor. Das Buch machte auf ca. 200 von insgesamt 368 Seiten leider einen sehr lahmen Eindruck auf mich. Ich verspürte überhaupt keinen Lesefluss, geschweige denn einen gewissen Grad an Spannung, der mich mitfiebern und mitraten ließ. Viel mehr erschien mir "Joyland" wie eine nette Erzählung, die das Studenten- und Liebesleben von Devin Jones erzählt hat. Ich war total enttäuscht und konnte nicht glauben, dass es das gewesen sein soll.

Erst im Laufe der zweiten Buchhälfte, mit dem Auftauchen von Mike und Annie, entwickelte sich das Geschehen zu einem echten Hochkaräter. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und bin in den Erzählungen von Devin Jones förmlich versunken. Das Ende konnte an Drama, Spannung und Emotionen kaum übertroffen werden.

"Joyland" hat mir schlagartig so gut gefallen, dass ich dem Buch insgesamt vier von fünf Sternen gebe. Und doch bleibe ich bei meiner Kritik: der Spannungsbogen während der ersten Hälfte war einfach zu gering. Ach, was sag ich da?!!! Der Spannungsbogen zunächst gar nicht vorhanden! Das fand ich unheimlich schade. Meine Erwartungen waren nach all den Lobeshymnen eben ganz andere.

ein etwas anderer King

Von: JanesBücherecke Datum : 13.07.2017

buecherrezi.blogspot.com

Auf verhängnisvolle Weis kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten in sich überschlagenden Geschehen, steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.

Ganz ehrlich, das war kein typisches King Buch. Viel habe ich zwar noch nicht von ihm gelesen, aber das tanzt etwas aus der Reihe. Es ähnelt eher einem Krimi, mit wenig Spannung. Natürlich geht es zum Ende des Buches noch mal richtig los, aber das war es dann auch schon. Gruseleffekte sind zwar eingebaut, aber nicht groß präsent.
Dennoch kann man das Buch gut und schnell durchlesen, denn der Schreibstil bleibt der gleiche. King hat einfach eine Gabe zu schreiben, die man kaum noch sieht. Er setzt genau im richtigen Moment auf Details und lässt sie im nächsten Moment sein. Im Klartext, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Für knallharte King Fans, meiner Meinung, eine kleine Enttäuschung, dennoch ein muss. Denn jeder hat mal Momente wo er lieber etwas seichteres liest. Im großen und ganzen ein gelungenes Buch und ein guter Ausgleich zu den härteren Exemplaren seiner Bücher.

Ein wunderbarer King – kein Horror und sehr Erwachsen

Von: Sabrina Datum : 19.06.2017

sabrinas-buchwelt.blogspot.de/

Devin Jones arbeitet während der Semesterferien im Freizeitpark Joyland. Den Sommer 1973 wird er wohl nie vergessen, denn ihn verlässt seine Freundin Wendy, er versucht hinter das Geheimnis der Geisterbahn „Horror House“ zu kommen, denn dort soll es nach dem Mord an einem Mädchen spuken und das Aufeinandertreffen mit der jungen Frau und ihrem behinderten Sohn. Auf der Suche nach Antworten, wird es für Devin gefährlicher als er zu denken vermag....

Was soll ich sagen. Ich liebe liebe Stephen King und ich liebe „Joyland“! In „Joyland“ packt er großes erzählerisches Talent aus und fesselt einen mit einer sehr spannenden Geschichte. Nicht ganz typisch King, eher ruhig, ohne viel Blut, ohne Horror erzählt er von dem Sommer in dem Devin Jones im Joyland arbeitet.

Der Schreibstil ist wie gewohnt gut, detailliert, aber nicht zu genau – so dass man einfach Spaß hat und immer tiefer in die Geschichte eintauchen will. Am Anfang mag es etwas zäh wirken, aber das legt sich schnell. Ich persönlich muss sagen, dass ich es einfach toll finde, wie wandelbar King doch ist mit seinen Geschichten. Wobei es hier auch einige Leser geben wird, die enttäuscht sein werden, wenn sie das übliche erwarten.
Wenn man einmal in „Joyland“ angekommen ist, will man es so schnell nicht mehr aus der Hand legen.

Die Beschreibungen der zwischenmenschlichen Beziehungen und Charaktere sind ihm sehr gut gelungen. Es macht Spaß die unterschiedlichsten Beziehungen und Ereignisse nachzuvollziehen, seien es die Begegenungen mit den Kollegen oder aber in der Pension, in der Jones wohnt, oder aber sehr spannend natürlich auch die Begenungen mit der Unbekannten und ihrem Sohn, dem er eine unvergessliche Zeit bereitet.

„Joyland“ ist ein sehr erwaschender Stephen King Roman, der mich vollends begeistert und mitgenommen hat! Stephen King ist der Meister!

Konnte mich leider nicht überzeugen

Von: Juleisreading Datum : 29.01.2017

www.juleisreading.wordpress.com

Inhalt:
Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt. (vom Verlag)

Meinung:
Ich hatte mich schon so darauf gefreut ein Buch von Stephen King zu lesen. Ich hatte nur Gutes von diesem Autor gehört und wollte nun selber wissen, ob seine Bücher wirklich so gut sind. Außerdem hatte ich schon lange nach einem Buch gesucht, wo ich Angst habe und mich wirklich grusele, deshalb habe ich zu Stephen King gegriffen. Der Klappentext von „Joyland“ klang einfach so spannend und gruselig, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe.

Leider muss ich nun sagen, dass dieses Buch mich echt enttäuscht hat. Es war leider überhaupt nicht spannend und auch gar nicht gruselig. Die ersten Seiten des Buches waren ganz in Ordnung und auch der Schreibstil von Stephen King war echt leicht und flüssig zu lesen, also damit hatte ich keine Probleme. Nur die Geschichte hat mich gestört. Ich bin der Meinung, dass der Klappentext einen wirklich hinters Licht führt. Ich war schon auf Seite 250 und es ist immer noch nichts passiert, was mich echt gewundert hat. Oft war es auch so, dass ich keine Lust hatte weiterzulesen, da dieses Geschichte so in die Länge gezogen wurde und auch an manchen Stellen einfach nur langweilig war. Es gab vielleicht ein bis zwei Stellen, wo ich eine Gänsehaut hatte, aber mehr leider auch nicht. Die Geschichte hat erst auf den letzten 50 Seiten wirklich angefangen, was ich sehr schade fand, da ich wirklich große Erwartungen an dieses Buch und auch an Stephen King hatte.

Wertung:
Da dieses Buch mir leider gar nicht gefallen hat und es auch überhaupt nicht spannend war, habe ich diesem Buch nur zwei von fünf Sternen gegeben. Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut, wurde aber leider echt enttäuscht. Hoffentlich war es nur dieses Buch von Stephen King, was ein wenig schwächer war, denn ich werde dem Autor definitiv noch eine Chance geben und schauen, ob seine anderen Werke mich vielleicht überzeugen können.

Joyland (Stephen King)

Von: Poldi Datum : 05.09.2016

www.poldis-hoerspielseite.de

Davin Jones heuert in den Semesterferien in dem altmodischen Vergnügungspark „Joyland“ an und findet dabei Ablenkung von der Trennung seiner Freundin. Schnell lernt er auch die anderen Angestellten kennen, aber auch die Geschichten über die Geisterbahn, in der das Gespenst einer verstorbenen Frau sein Unwesen treiben soll. Als er jedoch den im Rollstuhl sitzenden Mike und seine verschlossene Mutter Annie kennenlernt, wird er immer tiefer in diese Geschichte hereingezogen – mehr, als ihm lieb ist...

Stephen King hat im Laufe seiner unbeschreiblichen Karriere eine deutliche Wandlung durchgemacht. Von dem anfänglich so präsenten Horror ist oft ein leiser Grusel übrig geblieben, dafür legt der Autor noch mehr Wert auf eine intensive Beschreibung seiner Protagonisten und einer prägnanten Entwicklung der Handlung. Auch in „Joyland“ ist dieser neue King sehr präsent, zudem ist die Geschichte überraschend kur geraten – und gerade das macht einen Pluspunkt aus. Denn so ist die Handlung sehr knackig erzählt, keinerlei Längen, jede Szene ist an dem Platz, an den sie gehört. King erzählt mit einer unglaublichen Präzision und weiß, was er erzählen will, und genau das kommt auch beim Leser an. Obwohl nur sehr langsam Grusel- und Horrorelemente Einzug halten, ist die Erzählung atmopshärisch sehr dicht und punktet mit sehr detailliert gezeichneten Charakteren. Und man spürt immer dieses gewisse Kribbeln, die Ahnung einer schlimmen Wendung, und auch wenn diese allzu bald vorauszuahnen ist, entzündet King am Ende wieder ein Feuerwerk und zeigt, dass er weiterhin Meister des Horrors ist, dass er schreckliche Szenerien erschaffen und diese mit sehr prägnanten Momenten anreichern kann.

Sprachlich ist Joyland wieder sehr überzeugend, da King es schafft, mit wenigen Worten eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen. Alles ist so präzise beschrieben, dass es einem völlig wirklich vorkommt, und auch die Charaktere wirken lebendig und präsent. Insbesondere Davin wächst einem dabei schnell ans Herz, seine Gedankenwelt ist vielschichtig und nahbar, seine Reaktionen glaubhaft und nachvollziehbar.

Bei „Joyland“ greift alles perfekt ineinander, Sprache, Charaktere und Handlung schaffen einen sehr intensiven Roman, der auch durch seine Kürue so scharf und präzise wirkt. Der Verlauf ist flüssig, allerdings kommt die Geschichte zu spät auf den Punkt, sodass das Finale etwas zu überhastet wirkt. Dennoch konnte mich der Roman überzeugen und hat mich einige Stunden sehr gut unterhalten.

King kann nicht nur Horror, sondern auch sehr feinfühlige Geschichten erzählen! Ein wunderbarer Roman!

Von: Claudia Bett Datum : 02.09.2016

www.claudiabett.com

Inhalt:

Um sein Studium zu finanzieren, beschließt der einundzwanzigjährige Devin Jones, während der Semesterferien in dem etwas heruntergekommenen Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina zu arbeiten. Als ihm seine große Liebe Wendy kurz darauf in einem Brief mitteilt, dass sie sich von ihm trennen möchte, weil sie einen anderen Mann kennengelernt hat, ist Devin am Boden zerstört. Es kommt ihm sehr gelegen, dass er in Joyland sehr hart arbeiten muss und nur wenig Zeit zum Nachdenken hat, denn sonst könnte er diese schmerzvolle Trennung kaum verkraften. Von früh bis spät verkauft er Eintrittskarten, Popcorn und Hotdogs, reinigt und repariert die Fahrgeschäfte oder schlüpft in ein schweißtreibendes Hundekostüm und zaubert als Howie the Happy Hound, das Maskottchen von Joyland, den kleinen Besuchern ein begeistertes Lächeln auf die Lippen.
Auf dem Weg zur Arbeit kommt Devin jeden Tag an einer Villa am Strand vorbei und macht dort die Bekanntschaft mit Annie und ihrem behinderten Sohn Mike. Die hübsche junge Frau verhält sich sehr abweisend, aber mit dem todkranken Mike schließt er schnell Freundschaft.
Devin fühlt sich wohl in Joyland, findet Gefallen am Schaustellergewerbe, hat neue Freunde gefunden und beschließt deshalb, sein Studium für ein Semester auf Eis zu legen und länger als ursprünglich geplant in Joyland zu bleiben.
Allerdings liegt ein dunkler Schatten auf dem Vergnügungspark, denn vier Jahre zuvor hatte sich dort ein grausamer Mord zugetragen. Der unbekannte Mörder, der bislang nicht gefasst werden konnte, hatte einer jungen Frau während der Fahrt mit der Geisterbahn die Kehle durchgeschnitten und sie dann achtlos neben das Gleis geworfen – erst Stunden später wurde ihre Leiche gefunden. Seitdem soll es in der Geisterbahn spuken, denn einige Zeugen wollen das Mädchen nach ihrem Tod dort gesehen haben – in dem Kleid, das sie am Tag ihrer Ermordung trug, und mit einem blauen Haarreif. Es scheint, als habe der Geist der toten Linda Gray keine Ruhe gefunden. Obwohl Devin eigentlich nicht an solche Geistergeschichten glaubt, interessiert er sich für den ungeklärten Mordfall und stellt eigene Nachforschungen an – nichtsahnend, dass er sich damit in große Gefahr begibt.

Meine persönliche Meinung:

Mein erstes Buch von Stephen King habe ich vor mehr als fünfundzwanzig Jahren gelesen – 'Friedhof der Kuscheltiere', ein großartiger Roman, der auch recht gut verfilmt wurde. Danach hatte ich eine sehr lange und äußerst intensive Phase, in der ich die Romane des Autors nacheinander verschlungen habe, auch wenn mich zugegebenermaßen nicht alle überzeugen konnten. Irgendwann habe ich King allerdings etwas aus den Augen verloren, nur noch selten zu seinen Büchern gegriffen, aber dennoch kann ich behaupten, dass er meine Lesekarriere entscheidend geprägt hat. Damals, vor fünfundzwanzig Jahren, hätte ich allerdings niemals zugegeben, dass ich Stephen Kings Bücher liebe, denn sie galten als Schundromane, standen eher hinten im Bücherregal, und dass sie millionenfach verkauft und erfolgreich verfilmt wurden, änderte nichts daran, dass der Autor ziemlich verpönt war. Inzwischen hat sich das geändert, auch das Feuilleton nimmt Stephen Kings literarisches Schaffen allmählich ernst und hat erkannt, dass dieser Autor weitaus mehr kann, als nur spannende Romane zu schreiben, die sich gut verkaufen lassen. Dass King so lange unterschätzt wurde, liegt vermutlich an dem Genre, in dem er sich überwiegend bewegt, denn Horrorromane gelten nach wie vor als trivial, obwohl sie sich überwiegend mit geradezu philosophischen und sehr tiefgründigen Themen beschäftigen, denn den Tod, die Angst, das Böse oder endzeitliche Szenarien würde ich keineswegs als trivial bezeichnen. Dass diesem Genre ein so negativer Ruf anhaftet, liegt sicher vor allem daran, dass diese Themen von einigen Horrorautoren furchtbar schlecht und platt umgesetzt werden, denn blankes Gemetzel und blutgierige Monster allein machen eben noch lange keinen guten Roman und sind einfach nur nichtssagend. Stephen King dagegen versteht es, das Grauen in all seinen Facetten perfekt zu inszenieren, Figuren zu erschaffen, die im Gedächtnis bleiben und auch literarisch durchaus zu überzeugen. Ich würde ihn jedenfalls als einen der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller bezeichnen, nicht nur, weil er einer der produktivsten und erfolgreichsten ist, sondern weil er in erster Linie ein brillanter Erzähler ist.
Doch nicht überall, wo „King“ draufsteht, ist auch Horror drin, denn dass der „Meister des Grauens“ sich auch durchaus auch auf die leisen Töne versteht und sehr gefühlvolle und tiefgründige Geschichten erzählen kann, hat er bereits in 'Dolores' eindrucksvoll gezeigt und stellt er nun auch in 'Joyland' wieder unter Beweis.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des inzwischen über sechzig Jahre alten Hauptprotagonisten Devin erzählt. Rückblickend erinnert er sich an das Jahr 1973, als seine große Liebe Wendy ihm das Herz gebrochen hatte und er im Vergnügungspark Joyland arbeitet, um über den Trennungsschmerz hinwegzukommen. Stephen King hat seinen Hauptprotagonisten sehr fein und einfühlsam gezeichnet und nimmt sich Zeit, diese Figur präzise zu entwickeln. Ich mochte Devin von der ersten Seite an, nicht nur den jungen Devin, der an seinem ersten Liebeskummer fast zerbricht, sondern auch den Devin, der nun im Rentenalter einen nostalgischen Blick in die Vergangenheit wirft – mit ein bisschen Wehmut, aber auch mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen. Devin ist mir sofort ans Herz gewachsen, denn er ist ein sehr feinfühliger und gutherziger junger Mann. Seine Freundschaft mit Mike, einem todkranken Kind, das weiß, dass es nicht mehr lange zu leben hat, hat mich wirklich zu Tränen gerührt, und auch die zarte neue Liebe, die sich im Verlauf dieses Sommers bei ihm anbahnt, wird überaus sensibel, aber keineswegs kitschig dargestellt.
Anders als erwartet, handelt es sich bei 'Joyland' keineswegs um einen Horrorroman, sondern in erster Linie um einen sehr emotionalen Roman vom Erwachsenwerden. Sehr einfühlsam erzählt King wie der junge Student Devin in jenem Sommer des Jahres 1973 seine Kindheit allmählich hinter sich lässt, seine Unschuld verliert, seine erste und sehr bewegende Erfahrung mit dem Tod macht und zum Mann wird.
Außerdem ist 'Joyland' eine raffiniert gestrickte Kriminalgeschichte mit Thrillerelementen. Devins Suche nach dem Mörder der vier Jahre zuvor ermordeten Linda Gray ist überaus spannend und wendungsreich und endet plausibel mit einem überraschenden Showdown.
Die Gruselatmosphäre, die man sonst von Kings Romanen kennt, kommt hingegen ein wenig zu kurz, denn die spärlichen Horrorelemente werden viel zu selten eingesetzt, um dem Leser einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Ich-Erzähler nie selbst mit diesen übersinnlichen Phänomenen in Berührung kommt, ihm der Geist des ermordeten Mädchens in der Geisterbahn nie begegnet, sondern ihm nur davon berichtet wird. Das Böse tritt auch nicht in Form eines blutrünstigen Monsters, sondern in realer Menschengestalt in Erscheinung, was die Geschichte trotz der phantastischen Elemente realistisch und bodenständig erscheinen lässt.
Der Schauplatz der Handlung hat mir sehr gut gefallen, denn dem Autor ist es gelungen, die Rummelplatzatmosphäre und den Charme dieses etwas heruntergekommenen Vergnügungsparks perfekt einzufangen.
Leser, die vom „Meister des Grauens“ die gewohnten schaurigen Momente und Horrorszenen erwarten, werden von Joyland vermutlich enttäuscht sein. Mich hingegen hat es fasziniert, Stephen King von seiner eher leisen und tiefgründigen Seite kennenzulernen. Der Autor hat in diesem Roman jedenfalls bewiesen, dass er den Leser auch mit ruhigen Erzählungen und ohne Schreckensmomente fesseln kann, wobei die eigentlichen Stärken dieses Romans nicht im Spannungsaufbau, sondern vor allem in der Figurenzeichnung liegen.
'Joyland' ist kein Horrorroman, aber eine überaus gelungene Mischung aus Coming-of-Age-Roman und Thriller. Ein großartiges Buch eines brillanten Erzählers!

Etwas zu ruhig für mich

Von: Mella Datum : 09.04.2016

book-angel.blogspot.de/


Klappentext/Inhalt

Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.
Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.

Meine Meinung:

Nachdem ich Mr. Mercedes gelesen habe, war klar, dass ich noch einige Bücher von Stephen King lesen muss. Ich hatte einige Erwartungen aber die wurden nicht alle erfüllt.

Devin ist davor auf College zu gehen und hat eine Freundin. Davor möchte er aber noch Geld verdienen. Er bekommt eine Stelle in Joyland. Dies ist ein Vernügnungspark. Dort lernt er viele Leute kennen und ist ein kleiner Star. In dem Vergnügungspark ist vor einiger Zeit jemand gestorben und es gehen Geschichten rum. Devin möchte mehr darüber erfahren und begibt sich dabei auf eine gefährliche Reise. Letztendlich muss er um sein Leben fürchten. Was wird passieren? Das müsst ihr selber lesen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich hier einige Erwartungen hatte, da sich der Klappentext einfach richtig gut anhört. Leider war ich irgendwie etwas enttäuscht von dem Buch. Wir bekommen hier die Geschichte von Devin erzählt, was er alles erlebt hat und wie er sich dabei gefühlt hat. Dies hat sich manchmal echt gezogen und ich hatte so viel mehr erhofft. Vor allem was den Mord angeht. Dies fand ich richtig schade. Als das Buch dann zu Ende hatte, war ich wirklich verunsichert. Auf der einen Seite war es eher langweilig aber auf der anderen Seite hat der Autor eine geniale Geschichte geschrieben. Ich bin immer noch im Zwiespalt, ob ich die Geschichte genial finden soll oder nicht.

Fazit:

Der Klappentext hört sich nach einer spannenden Geschichte an. Leider war das Buch stellenweise echt etwas langweilig. Viele Dinge hatte ich mir komplexer vorgestellt. Am Ende war ich dennoch sehr zwiegespalten. Das Buch ist zwar nicht so aufregen wie andere Bücher von ihm aber irgendwie trotzdem genial.

Bewertung:

Cover: 5/5
Klappentext: 5/5
Inhalt: 3/5
Schreibstil: 3/5
Gesamtpaket: 3/5

3 von 5 Sterne

Rezension "Joyland"

Von: Seelenlesezeichen Datum : 12.01.2016

seelenlesezeichen.blogspot.de


Inhalt

Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.



Meine Meinung

Joyland war das erste Buch, welches ich von Stephen King gelesen habe. Ich hatte aber schon sehr viel von seinen Büchern gehört. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mir verschiedene Dinge vorgestellt die passieren könnten. Aber nichts davon ist wirklich passiert. Ich weiß nicht, ob ich es einfach nur nicht mitbekommen habe, aber ich habe das was im Klappentext steht im Buch nicht wirklich gelesen.

Die Situationen sind sehr gut und detailliert beschrieben. Meiner Meinung nach manchmal zu detailliert. Ich finde es gut, wenn Situationen detailliert beschrieben werden, aber irgendwie war es einfach zu viel.

Trotzdem war die Geschichte und auch der Schreibstil super und das Buch hat mir wirklich gut gefallen.


Fazit


Das Buch war anders, als ich es mir vorgestellt habe, aber trotzdem war es gut. Bin mir aber noch nicht sicher, ob ich noch ein Buch von Stephen King lesen werde.

3,5/5 Punkte

von Horror keine Spur

Von: Colleen Strobel Datum : 02.01.2016

https://www.facebook.com/2buecherfeen/?ref=hl

Meine Meinung:
Vorerst möchte ich sagen, ich habe dieses Buch nach ungefähr 200 Seiten abgebrochen. Da King eigentlich ein Autor im Genre Horror ist, habe ich mich auf einiges gefasst gemacht. Ich wurde allerdings enttäuscht, denn dieses Buch enthält nicht den kleinsten Hauch von Grusel oder Spannung.
Auch Stephen Kings Schreibstil konnte mich nicht wirklich überzeugen und ich habe eine Weile gebraucht und mich damit zu Recht zu finden. Manche Sätze musste ich zweimal lesen bis ich sie verstanden habe.
Einzig die Charaktere konnten mich etwas ansprechen. Sie sind gut durchdacht und auch durchaus authentisch. Nur durch diesen Punkt erhält das Buch letztendlich doch noch 2 Sterne.

Fazit:
Wer ein Horror Buch erwartet, sollte bei diesem Buch nicht unbedingt zugreifen, da von Horror nicht wirklich viel zu erkennen ist.

King auf dem Rummel

Von: kinderdok Datum : 29.12.2015

kinderdoc.wordpress.com

Stephen King ist ein Phänomen: Seit Jahrzehnten erfolgreich, geliebt von den einen, gemieden von den anderen. Seine Fans sehen in ihm einen angehenden Nobelpreisträger, seine Gegner einen geschickt vermarkteten Groschenromanschreiber. Nachdem er mit Mr. Mercedes vor kurzem einen waschechten Thriller hinlegte (ohne Horror), kommt mit “Joyland” ein Krimi daher (ohne Horror). Die Geschichten sind allesamt nicht sonderlich sophisticated, aber den Thrill, den Spannungsbogen kann keiner so gut, wie Stephen. Man muß ja nicht seine Schocker lesen, aber seine “braven” Romane und Geschichten sind feinste Erzählliteratur.

Sehr gut, aber kein Horror

Von: BloggingRenate Datum : 13.12.2015

bloggingrenate.blogspot.de

Devin Jones, ein 21- jähriger Student, kommt nach Heaven’s Bay um während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland zu arbeiten. Schon an seinem ersten Tag prophezeit ihm Madame Fortuna - die Wahrsagerin von Joyland Devins Treffen mit einem Mädchen mit einem roten Hut und einer Puppe und einem Jungen mit einem Hund. Eines dieser beiden Kinder soll das Zweite Gesicht haben.
Als ob das nicht schon genug wäre, erfährt er kurz danach von seinem zukünftigen Vermieterin dass vor ein paar Jahren in der Geisterbahn von Joyland ein Mädchen ermordert wurde und ihr Geist soll angeblich immer noch dort hausen.
Für Devin Jones wir der Sommer des Jahres 1973 nicht nur eine Suche nach sich selbst sondern auch nach dem Mörder aus der Geisterbahn. Wird seine Zeit in Joyland letztlich erfolgreich und glücklich werden?

Joyland von Stephen King bietet eine ziemlich tolle Geschichte und Handlung. Das Buch ist aus der Ich -Erzähler Perspektive geschrieben und damit aus der Sicht von unserem Protagonisten, Devin Jones. Allerdings kann ich nicht sagen das ich den Charakter von Devin Jones total abgekauft habe, denn ich fand dass Devin viel zu viel zum Held gemacht wurde. Auch sonst fand ich im allgemein die Charaktere ein bisschen oberflächig abgearbeitet.
Der unglaublich tolle Schriebstil von Stephen King, der mir immer wieder von anderen Lesern versprochen wurde, kommt in diesem Buch sehr gut zur Geltung, er ist flüssig und entspannt und vor allem - er macht Lust auf mehr. Der Leser bekommt eine sehr gute Beschreibung des Settings , was mir an manchen Stellen viel zu viel war und ich ein bisschen langweilig fand. Aber es muss nicht für jeden gleich sein, allerdings bin ich ein Leser der sich bei solchen Bücher mehr auf die Aktion und den Gruselige konzentriert.
Ich brauchte für das Buch ziemlich lange denn die Geschichte ging sehr langsam voran und als endlich der Höhepunkt erreicht war, war er viel zu schnell vorbei.
Auch sonst fehlte mir an dem Buch das durchdringend Schaurige und Mysteriöse, an Tiefe und Charm. Aber trotzt allem, hatte ich keine Stellen in der ich hängen blieb. Ich hatte ständig das Bedürfnis zu erfahren wie es weiter gehen wird.
Das Ende hat mich vor allem ziemlich enttäuscht denn das Geschehen war für mich vorhersehbar und ziemlich lahm.
Aber alles in allem, war Joyland von Stephen King eine nette Lektüre die mir persöhnlich Lust auf mehr Stephen King gemacht hat. Eine tolle Geschichte dessen Potenzial nicht total ausgenutzt wurde aber dafür trotzdem ein tolles Buch abgibt.

Der Meister schlägt wieder zu … oder auch nicht.

Von: Daughter of Ink and Paper Datum : 13.11.2015

daughterofinkandpaper.blogspot.de/

Meine Meinung: Stephen King ist der Meister, das hört man nicht nur ständig, das glaubt man nach unglaublichen tollen Büchern, die man gelesen hat auch. Es ist eine Tatsache. Dass der Meister meisterhaft schreibt, ist wohl klar. Dies ist auch der Fall mit diesem Buch, allerdings nur bedingt.


Das Setting wird wie ein Bild vor dem Leser ausgebreitet. Der Freizeitpark und die 70er Jahre sind so präsent, dass wir das Gefühl bekommen, live dabei zu sein. Obwohl ich die Beschreibungen wirklich gerne gelesen habe, sind sie mir an manchen Stellen zu viel, zu unwichtig. Dieses durchdringende Gruselige, das Mysteriöse, das hinter der Fasade lauert, wie wir sie aus Kings früheren Werken kennen, scheint hier nicht durch. Dadurch fehlt dem Buch Tiefe und der Charme, dem man von King bereits gewohnt ist.


Auch die Charaktere sind nicht dreidimensional, jedenfalls nicht so, wie die aus anderen Büchern. Sie sind gut, glaubwürdig, aber nicht so lebhaft. Es fehlt ihnen an Seele, wenn man so will, was schade ist, da Stephen Kings Bücher ihre Wirkung zum Teil durch ihre Charaktere entfalten. Man denke nur an Carrie, Sie und Shining.

Bei dem Protagonisten hier, Devin Jones, ist der Autor zu sicher gegangen. Devin ist zu sehr Held, der sich von Stolpersteinen überhaupt nicht aufhalten lässt, der keine "richtigen" Kratzer abbekommt. Als Leser hat man das Gefühl mit einem Stereotypen zu tun zu haben. Er scheint zu glatt zu sein, sodass eine Identifikation mit ihm kaum stattfindet, man hasst ihn zwar auch nicht, aber für einen Hauptcharakter reicht das meiner Meinung nach auch nicht aus.


Trotz der flüssigen Schreibweise habe ich ziemlich lange für das Buch gebraucht. Das liegt daran, dass die Aktion nicht wirklich starten möchte. Wenn mal etwas passiert, sehr statisch und der Ausgang wird irgendwann auch ziemlich vorhersehbar. Leider kommt dadurch Langatmigkeit auf.


Bewertung: Es kommt immer wieder vor, das Autoren, dass man Autoren, von denen wir Höchstleistungen gewohnt sind, strenger bewertet. Als treue Leserin werde ich auch weiterhin Stephen Kings Bücher lesen, allerdings hoffe ich, dass sie nicht wie dieses nach einem bekannten Schema ablaufen. Für dieses Buch vergebe ich ♥♥♥ durchschnittliche Herzen.

Ein ganz besonderer King

Von: Andrea Hübner Datum : 19.10.2015

andreasbuecherblog.blogspot.com

352 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 17. Juni 2013
ISBN 978-3453268722

Klappentext:

In Joyland nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf. Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht ...

Mein Umriss:

Es ist Sommer im Jahr 1973. Devin Jones muss vor seinem Studium Geld verdienen, um während dessen über die Runden zu kommen. Also heuert er im Vergnügungspark Joyland in North Carolina an.
Von Anfang an stürzt er sich mit Begeisterung und Elan in diesen Job. Nicht zuletzt um seine verlorene Liebe zu Wendy zu verarbeiten. Er mietet sich ein Zimmer und schon bald gehört er zum Team. Auf seinem Heimweg sieht er jeden Abend einen kleinen Jungen im Rollstuhl auf der Veranda eines grünen Hauses sitzen und denkt sich, dass er dieses Haus irgendwann sein eigen nennen wird.
Seine Vermieterin erzählt ihm, dass es in der Geisterbahn des Parks spukt. Dort soll der Geist einer in der Geisterbahn ermordeten Frau umgehen. Neugierig geworden versucht er nun herauszufinden, ob es sich nur um eine Schauergeschichte oder die Wahrheit handelt. Dabei wird er von Kollegen unterstützt, deren Ergebnisse ihn immer mehr davon überzeugen, dass es den Geist der Frau wirklich gibt.
Die sich entwickelnde Freundschaft zu dem kleinen Jungen und dessen Mutter, sowie seine Recherchen bezüglich des Mordes bringt ihn und die beiden in höchste Gefahr….

Mein Eindruck:

Nach „Der Anschlag“ war dieses Buch von Stephen King für mich keine Überraschung mehr, sondern eine logische Weiterentwicklung in eine von ihm ungewohnte Richtung.
Früher kannte man King hauptsächlich als Autor von Horrorromanen, Endzeitromanen und Psychothrillern. Hier entpuppt er sich als Schriftsteller eines eher seichten Kriminalromans, der sehr ruhig und ausgeglichen, aber nicht weniger den Leser einnehmend verfasst ist.
Er geht auf die Begebenheiten der anfänglichen Siebzigerjahre ein, sodass man diese noch mal durchlebt. Die Technik ist noch nicht so ausgereift, es gibt noch keine Mobiltelefone, die Menschen gaben sich in Vergnügungsparks mit eher unspektakulären Fahrgeschäften und Attraktionen zufrieden. King zeigt, dass die Welt damals noch nicht so hektisch und stressbeladen war, wie sie heute ist. In diesem Roman hat man das Gefühl, vom Autor an die Hand genommen und durch den Park, über den Strand und durchs Geschehen geführt zu werden.
Er schlägt ungewöhnte Tasten in seiner schriftstellerischen Tastatur an, die sicherlich nicht allen Lesern gefallen werden. Für mich steht nun jedoch endgültig fest, dass er einer der wenigen Schriftsteller ist, die mehrere Genres überzeugend abdecken ohne dadurch unglaubwürdig zu werden.

Mein Fazit:

King einmal auf die sanfte Tour, gerade deswegen unbedingt zu empfehlen.

Kein Horror - aber gut

Von: kointas Hobbyeck Datum : 31.08.2015

kointashobbyecke.blogspot.de/

Inhaltsangabe:
Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.
Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.
Meine Meinung:
Wenn man die Inhaltsangabe liest und an Stephen King denkt, ist auf Spannung und Adrenalin gefasst. Dies bekommt der Leser leider nicht in vollen Zügen. Aber schlecht fand ich den Roman trotzdem nicht. Das Buch lässt sich leicht und locker lesen, so dass ich es sehr schnell durch hatte. Die Erzählweise, dass Devin die Geschichte rückblickend erzählt, finde ich sehr schön. Es hat was von Großvater erzählt und man weiß auch von Anfang an, dass er nicht stirbt. Der Charakter von Dev wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer, ist er doch eigentlich ein netter Junger, der anfangs einfach zu sehr an seine Freundin gehangen hat. Sein Leben und Arbeiten im Vergnügungspark Joyland wird sehr schön beschrieben und man bekommt einen guten Eindruck. Als Freizeitpark-Fan hat mich dies natürlich zusätzlich interessiert. Die langsam aufbauende Beziehung zu Mike, dem behinderten Jungen, zeigt wie gefühlvoll und an seine Mitmenschen interessiert Dev doch ist. und ist sehr gut in Szene gesetzt. Leider fast nur nebenbei findet er Interesse an eine Geistergeschichte und die damit verbundene Mordserie von damals. Im letzten drittel nimmt das Buch dann noch mal Fahrt auf. Zwischendrin hatte ich eher das Gefühl es driftet in einem Liebesroman ab, da offensichtlich war, das er der Mutter von Mike nicht abgeneigt war.
Das Cover passt übrigens wunderbar zum Buch und sieht sehr schön aus.

Fazit:
Man sollte dieses Buch nicht als Horrorroman lesen, sondern als gute "Sommerlektüre" Es ist ein ganz anderer King und doch hat es mit besser gefallen als so manch anderes Buch von ihm. Die Geschichte bleibt (fast) realistisch und ist im Grundsatz sehr schön. (Nur eben ohne viel Spannung)

Leider so gar nicht Horror...

Von: Sofia Ma Datum : 29.07.2015

sofiasworldofbooks.blogspot.de/

Aufmachung:

Das Cover gefällt mir recht gut. Übrigens ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit ziemlich viele blaue Bücher lese, aber das ist ja im Moment egal.
Jedenfalls kommt es auf dem Cover gut zur Geltung, dass es hier um Joyland, wobei es sich um einen Vergnügungspark handelt, geht. Der Titel passt demzufolge auch gut, und ich finde ausnahmsweise mal nicht, dass dieser ziemlich einfallslos ist, auch wenn es im ersten Moment so scheint.

Meine Meinung:

Ich habe mich ziemlich über das Buch gefreut, da es ja von Stephen King ist, und ich von Friedhof der Kuscheltiere letztes Jahr restlos begeistert war. Außerdem habe ich schon lange keinen guten Spannungsroman mehr gelesen. Tja.
Joyland ist einfach nur LANGWEILIG!!! :(

"'Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Leute einander im Namen der Religion wehtun, wo es doch auf der Welt schon genug Leid gibt', sagte Mrs. Shoplaw"

(S. 204 - Mrs. Shoplaw zu ihren Untermietern)

Das führe ich jetzt auch mal weiter aus, wie es sich für eine Rezension gehört:
Zuerst einmal lernt man Devin Jones kennen, was an sich ja auch normal ist, weil er der Protagonist ist.
Auf den ersten paar Seiten ist er extrem nervig und augenscheinlich sehr abhängig von seiner damaligen "Freundin" Wendy. Egal, was passiert, er führt dies auf Wendy zurück - sein ganzes Leben dreht sich um sie, während sie, wie der Leser aufgrund der Erzählung aus der "Zukunft" bemerkt, sich gar nicht wirklich für Devin interessiert. Dieser jedoch merkt das wirklich überhaupt nicht (in der Vergangenheit), was zum einen zwar verständlich ist, da er sie richtig liebt, zum anderen irgendwann aber auch echt nervt.
Mit der Zeit entfernt er sich jedoch endlich von ihr, wodurch er selber auch erträglicher wird, denn eigentlich ist er ein netter, ruhiger Junge, dem jedoch seine Mitmenschen durchaus wichtig sind, was er mehrmals unter Beweis stellt. Trotzdem ist Devin, wie leider auch der Rest des Buches, nicht so der Knaller, sondern eher langweilig; es ist irgendwie nichts Besonderes, Herausstechendes an ihm..
Man lernt Devin, seine Macken und seinen Job bei Joyland bzw. den Vergnügungspark selber also kennen. Wie gesagt, an sich kein Problem. Allerdings macht das fast das ganze Buch aus und es passiert einfach gar nichts Spannendes, einzig vielleicht die Beziehung zwischen Devin und Mike und dessen Mutter, aber das erwartet man bei Nicholas Sparks und nicht bei Stephen King.
Stephen King ist für mich der Horror-Autor schlechthin, und wenn ich ein Buch von ihm lese - auf dessen Buchrücken übrigens auch Horrorroman steht, nebenbei bemerkt, kann ja durchaus sein, dass er jetzt doch lieber Leichteres schreiben möchte -, erwarte ich eigentlich auch, dass mir Angst eingejagt wird - Horror eben. Aber das passiert hier nicht, wie bereits mehrmals erwähnt.
Zwischendurch erfährt man mal hin und wieder einige kleine Details über den Mord, der dort vor einigen Jahren geschehen ist, und dass da wohl irgendetwas Seltsames vor sich geht, aber das war´s auch schon.
Devin und seine Problemchen stehen dabei die ganze Zeit im Vordergrund, der Mord an sich und das, was er nach sich zieht, gerät total in den Hintergrund, und damit auch die ganzen Horrorelemente. Also eben das, was ich eigentlich haben wollte, bekomme ich nur am Rande ganz wenig.
Am Ende bekommt man dann zwar eine Auflösung und alles läuft auch irgendwie zusammen, aber der sogenannte "Showdown" fällt meiner Meinung nach ziemlich schwach aus, erst recht im Vergleich zu dem wirklich langatmigen und vor allem langweiligen Rest des Buches.

"Wenn man einen Krimi liest oder im Fernsehen anschaut, geht man fröhlich über ganze Leichenberge hinweg und interessiert sich nur dafür, ob es der Butler oder die böse Stiefmutter war."

(S. 246)

Wie eigentlich das gesamte Buch ist die Auflösung dazu noch total vorhersehbar, ich wusste bereits nach 100 Seiten, dass das Buch so ausgehen würde. Und das liegt ganz sicher nicht daran, dass ich schon viel in der Spannungsliteratur gelesen habe - diese Auflösung ist fast schon amateurhaft offensichtlich, sodass sie jeder sehen kann.
Einzig die Idee und der flüssige Schreibstil konnten mich überzeugen, die Umsetzung jedoch ist grauenhaft. Da haben wir doch den Schrecken!

Fazit:

Falls man hier einen schön-schaurigen King-Roman erwartet, wird man einfach nur enttäuscht. Langeweile von vorne bis hinten und die Handlung noch dazu vorhersehbar.
Die sich entwickelnde Beziehung zwischen Devin und Mike und dessen Mutter ist nett mit anzusehen, aber unter dem Aspekt des restlichen Romans doch eher fehl am Platz.
Idee gut, Umsetzung schlecht.
1,5/5 Lesehasen.

Joyland - Stephen King

Von: Lilli Datum : 24.07.2015

Inhalt:
Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.
Meine Meinung:
Schon immer war ich fasziniert von Stephen King, warum das weiß ich selbst nicht genau. Dies war nun das zweite Buch von ihm, das ich gelesen habe. Und ich muss sagen, so gruselig war es nicht. Es war ein netter Roman, durch den ich sehr schnell durchgekommen bin.
King hatte in diesem Buch einen lockeren Schreibstil, wenn man auch gemerkt hat, dass es ein älterer Autor ist, so hat es doch seinen Charme. An einige Begriffe, die heute nicht mehr gängig sind, musste man sich erst einmal gewöhnen, aber das hat nicht weiter gestört.
Was mir sehr gut an dem Buch gefallen hat, ist, dass es einem so vor kam, als würde der eigene Großvater einem diese Geschichte erzählen. Ich habe gerne weitergelesen, da ich wissen wollte, was mit den verschiedenen Figuren passiert.
Ich bin der Ansicht, dass das Buch in zwei Teile geteilt ist. Der erste Teil ist die Vorgeschichte, sodass man gut ins Buch reinkommt, man lernt den Alltag des jungen Studenten Devin kennen, seine Arbeit im Joyland Vergnügungspark. Der zweite Teil ist die eigentliche Tragödie. Es wird auf andere Personen eingegangen und man lernt andere Seiten von Devin kennen.
Bis zum Ende wurde man im Dunkeln gelassen, was den Täter betrifft. Umso überraschender war das Ende.
Fazit:
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Es war mal ein anderer King, mit diesem Buch hat er wiedermal sein Einfühlungsvermögen in den Menschen bewiesen. Da das Buch für mich kein wirklicher Horrorroman war, würde ich ihn für alle Jugendlichen ab 15+ empfehlen. In Zukunft werde ich auf jeden Fall noch weitere Romane von Stephen King lesen.

[Buchmeinung] "Joyland" von Stephen King

Von: Lalapeja || Kathys Blog Datum : 22.07.2015

https://lalapeja.wordpress.com/

Ich habe in meinem Leben bisher nur fünf Bücher von Stephen King gelesen und das letzte im Jahre 2010. Es wurde Zeit dies mal wieder zu ändern. Da mich "Joyland" schon länger interessierte, traf es sich gut, dass es in diesem Jahr als Taschenbuch erschien.

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1973 und der 21-jährige Student Devin Jones bewirbt sich um einen Ferienjob im Freizeitpark Joyland. Schnell findet er Anschluss zu den Kollegen und knüpft Freundschaften mit anderen Studenten. Außerdem wird gemunkelt, dass es in der Geisterbahn wirklich spuken soll. Vor einigen Jahren soll hier eine junge Frau ermordet worden sein, der Täter ist immer noch frei und wurde nicht gefasst. Devin will mit seinen Freunden diesem Geheimnis nachgehen, was jedoch nicht ohne Folgen bleiben wird.

Meinung

"Joyland" liest sich wirklich wahnsinnig gut. Stephen King hat einen grandiosen Schreibstil und binnen kürzester Zeit war ich im Bann des Freizeitparks gefangen. Ich konnte das Lachen und Kreischen der Kinder, die auf den Fahrgeschäften saßen, förmlich hören, Popcorn riechen und Zuckerwatte schmecken. So schön und bildhaft kann nicht jeder schreiben und allein für dieses Kopfkino lohnt sich das Lesen schon.

Aber es gibt auch einen Mordfall aufzuklären und auch wenn dieser nur an ganz wenigen Stellen erwähnt wird, so ist er doch immer präsent. Wir erleben zunächst den Sommer mit Devin und seinen Freunden und obwohl der Erzähler nur seinen Tagesablauf beschreibt, liegt dennoch eine gewisse mysteriöse Spannung in der Luft. Diese wird auf den letzten 100 Seiten dermaßen greif- und spürbar, dass ich mich manchmal zum Luftholen zwingen musste. ;) Das wäre somit auch mein einziger Kritikpunkt: ich hätte mir zwischendurch ein paar Spannungshöhepunkte gewünscht und nicht nur am Ende. Sozusagen kleine Mini-Herzinfarkte für zwischendrin. Aber so arbeiten wir uns Schritt für Schritt auf das große Finale zu.

Fazit

"Joyland" ist wohl kein typischer Stephen King-Roman, keine reine Horrorgeschichte. Aber sie vereint perfekt Spannung, eine mysteriöse Stimmung und Gefühl in einer einzigartigen und fantastischen Kulisse. Ich habe jetzt definitiv wieder Lust auf Stephen King bekommen und empfehle dieses Buch besonders für die, die sich mal an diesen Autor heranwagen möchten. ;)

Nette Sommerlektüre

Von: Catherine Datum : 21.07.2015

www.buchlingreport.blogspot.de

Ok, ok,... jetzt wird es peinlich für mich. Aber ich gestehe lieber gleich zu Beginn dieses Posts, bevor ich mich nachher outen muss. Durchatmen - hier kommt's: Joyland ist tatsächlich das allererste Buch von Stephen King, das ich gelesen habe. Und - ja es geht noch schlimmer - ich habe auch noch keine einzige Verfilmung seiner Bücher gesehen! So! Jetzt ist es raus. Die Karten sind auf dem Tisch. Ich konnte also halbwegs unvoreingenommen an Joyland herangehen, da ich wirklich absolut keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Ist ja bei so manch einer Lektüre auch ein Vorteil. :)

Also habe ich mich auf die Reise ins Joyland gemacht, einem Vergnügungspark im North Carolina der 70iger Jahre. Hier heuert der Student Devin Jones an, um in den Sommerferien als "Happy Helper" den Schaustellern zur Hand zu gehen - was so viel bedeutet wie Achterbahnwaggons schrubben, Wände streichen, als Animateur auftreten und "das Fell" des Maskottchens "Howie the Happy Hound" zu tragen und so verkleidet die Kinder zu bespaßen.

Der Park-Alltag ist natürlich ein Knochenjob, aber Devin findet großen Gefallen daran, vor allem die Kinder als Howie zu erheitern. Noch viel wichtiger: Der Job hält ihn davon ab, ständig an seine Ex-Freundin Wendy zu denken, die ihn eiskalt in einem Brief abserviert und gegen einen anderen ausgetauscht hat. Auf beide Aspekte - Devins Liebeskummer und seinen Aufgaben im Park - verwendet King in seiner Erzählung unheimlich viel Zeit bzw. Seiten. Wir erfahren mehr über den Slang der Jahrmarktsleute, wie Devins Aufgaben im Park aussehen, welche Tänze die Animateure alle kennen müssen, welche Tricks genutzt werden, um den Parkbesuchern noch etwas Geld aus der Tasche zu leier. Im Prinzip nimmt dies den größten Teil des knapp 350ig Seiten starken Buches ein.

Nur leicht angedeutet wird diesem Großteil des Handlungsverlaufs die mystisch-gruselige Ebene. Denn es gibt in dem Vergnügungspark zwar eine Achterbahn, in der es angeblich spuken soll, aber was es damit wirklich auf sich hat, bleibt lange unter Verschluss. Dabei soll es sich angeblich um den Geist eines ermordeten Mädchens handeln, der dort sein Unwesen treibt und dessen Mörder nie gefunden wurde. Außerdem gibt es im Park eine Hellseherin, die Devin nachsagt, auf ihm würde ein Schatten liegen und er solle ja auf sich Acht geben. Außerdem sagt sie voraus, dass Devin zwei Kinder treffen wird: ein Mädchen und einen Jungen mit einem Hund. Kurz darauf rettet Devin ein kleines Mädchen, das einen Hotdog verschluckt hat, vor dem Ersticken. Und dann trifft er am Strand auf seinem Weg zur Arbeit auf einen kleinen Jungen im Rollstuhl und dessen Mutter.

Aber wie schon gesagt: Den Hauptteil der Geschichte nimmt Devins Leben im Park ein und seine "Teenie-Probleme" - wenn ich das mal so bezeichnen darf. Erst ziemlich zum Schluss gibt es mehr Details zu dem mysteriösen Mordfall und einen großen Showdown auf den letzten paar Seiten. Ansonsten liest sich Joyland für mich eher wie ein Jugendroman als wie ein Thriller-Gruselschocker, den man eigentlich von Stephen Kind erwarten würde. Wie zu Beginn gebeichtet: Ich habe keinen Vergleich zu anderen Bücher oder Filmen. Aber der Name Stephen King wird ja eigentlich schon quasi als Synonym verwendet für Horrorgeschichten, die einem die Nackenhaare aufstehen lassen. Das hat mir ehrlich gesagt etwas gefehlt bei dieser Geschichte. Es plätschert irgendwie alles ruhig vor sich hin und ist eher etwas seichter von der Handlung. Ein "Coming-of-Age-Roman", der von einem Jugendlichen handelt, der seinen Weg ins Leben finden und seine erste große Liebe überwinden muss. Aber wirklich gruselig-spannend-aufregend war die Story leider nicht. Wäre für mich eher etwas leichte Urlaubslektüre, bei der man nicht groß nachdenken muss. Mein Fazit daher leider eher: Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt.

Joyland

Von: Eva Keks Datum : 02.07.2015

lieblingsecke.blogspot.de

Das Buch ist wohl das Erste von King, dass mich wirklich angesprochen hat. Es klang irgendwie auch interessant. Allerdings wurde ich thematisch leicht enttäuscht, aber dazu gleich mehr.

Ich habe ein spannendes Buch mit Übernatürlichem erwartet, wurde am Anfang in der Annahme auch bestätigt und wurde immer wieder aufgeregt, wenn es in die Richtung ging.
Doch die Geschichte entwickelt sich immer mehr in Richtung Liebesgeschichte und ich dachte mir "warte, ist King nicht eigentlich für was anderes bekannt?". Außerdem hat es etwas vom Detektivroman. Sie (also hauptsächlich Devin) versuchen einen Serienmörder zu fassen.

Die Figuren sind, wie ich es bislang nicht anders kenne, leicht runtergekommen. Aber einige von ihnen gefielen mir dennoch. Devin, der Protagonist, der immer in alle Sachen hineingezogen wird. An seiner Seite Erin, die man einfach lieben muss und Lane gefiel mir auch. Er ist ein guter Arbeitskollege.

Das Ende des Buches war für mich unglaublich überraschend. Der Killer wird natürlich aufgedeckt und alle meine Tipps waren falsch. Aber gerade das ist ja immer wieder gut. Eben einfach nicht vorhersehbar.

Fazit:
Ein schönes Buch für zwischendurch. Ein leichter King, er ist nämlich nur 350 Seiten stark und deswegen auch praktisch für eine Zugfahrt oder Ähnliches.
Mir hat es gefallen und mich noch neugieriger auf weitere King-Bücher gemacht.

Kein üblicher King

Von: Kathrinsbooklove Datum : 18.06.2015

https://kathrinsbooklove.wordpress.com/

Meinung (gekürzt):
Das Werk wird aus der Erinnerung des Protagonisten erzählt, weswegen immer wieder kleine Kommentare des Erzählers mit einfließen.

Wie unter dem Gesichtspunkt der Besonderheiten bereits angesprochen, fällt dieser Roman Kings etwas aus dem Rahmen. Der Autor wählte in diesem Werk eine völlig andere Art Spannung aufzubauen und liefert dem Leser vielmehr eine packende Lebensgeschichte, als einen klassischen Thriller.

Aber auch King ist nicht frei von Kritikpunkten. So gibt es zum Beispiel bei den Figurenbeschreibungen häufige, unnötige Wiederholungen. Es wirkt, als müsse er noch einmal betonen, wie diese Figur wirklich ist, was wiederum natürlich sehr erzwungen rüberkommt. Ob es da leise Zweifel am eigenen Können gab?

Trotz dieser vermeintlichen Zweifel überzeugen die Figuren durch ihren klaren Charakter und die von King gegebene Tiefe und Vielschichtigkeit.


Fazit:
Ganz klar nicht das, was man unter normalen Umständen erwarten würde, gleichzeitig jedoch von Grund auf überzeugend und fesselnd.

Die gesamte Rezension findet ihr hier:
https://kathrinsbooklove.wordpress.com/2015/06/19/rezension-joyland-s-king/ ‎

Der beste King aller Zeiten?

Von: Max Sanders von Sixth Chapter Datum : 16.06.2015

sixthchapter.blogspot.de/


Für mich definitiv. Dieses Buch ist groß!

Es hat eine mysteriöse und spannende Rahmenhandlung, zu der ich nur sagen kann: so habe ich mir Stephen King immer vorgestellt.

Er verknüpft bekannte Ängste mit Elementen des Übernatürlichen auf eine Weise, die keinerlei Zweifel an deren Existenz zulässt. Dies führte dazu, dass ich das Buch innerhalb eines Tages und zwar ohne Pause (Eis essen zählt nicht :-) durchlesen musste. Wie Doctor Sleep und Revivel, baut auch Joyland auf einem sympathischen Protagonisten auf, den man allerdings im Gegensatz zu Danny und Jamie nicht mit Mitleid betrachtet, sondern einfach durch die Story begleiten will. Man hat nicht ständig den Gedanken, warum muss ihm das passieren, sondern will durch ihn die Geheimnisse von Joyland lüften.

Natürlich kommen auch sehr emotionale Szenen nicht zu kurz, und ich war wieder einmal überrascht, wie nahe mir Kings Worte gingen. Es ist beeindruckend wie diese Gefühlsebene mit der Spannung verknüpft ist.

Unterstützt wird die Handlung durch das wunderschöne Setting. Die Beschreibung North Carolinas ist in so leuchtenden Farben geschildert, dass das Fernweh mit jeder Seite wachsen lässt. Der Hintergund des Vergnügungsparks bietet außerdem Platz für Lustiges wie Skurriles.

Eine rundum gelungene Geschichte, die sowohl Spannung, Grusel als auch Gefühl in Einklag bringt. Nichts anderes als die volle Punktzahl ist dafür denkbar.

Keine Gruselgeschichte!

Von: Caröchen Datum : 11.06.2015

foodmeetsbooks.blogspot.com

Inhalt
Devin arbeitet den Sommer über als Aushilfe im Vergnügungspark Joyland, um sich sein Studium zu finanzieren. Doch nachdem es ihm so viel Spaß gemacht hat, verlängert er kurzentschlossen seinen Aufenthalt für ein Jahr.
Nun, da er genug Zeit hat, recherchiert er mit seinen Freunden, was es mit der ermordeten Frau in der Geisterbahn auf sich hat. Aber je näher er der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für ihn und seine Mitmenschen, denn der Mörder beobachtet ihn auf Schritt und Tritt.


Eigene Meinung
Wenn Sie Joyland in der Hand halten, verabschieden Sie sich schon mal davon, sich auch nur ansatzweise zu gruseln. Joyland ist eigentlich nichts weiter, als die Erzählung eines mittlerweile alten Mannes, wie er in den 70er Jahren in einem Freizeitpark gearbeitet und was er da so alles erlebt hat.
Dem Klappentext nach zu urteilen, soll man sich hier ziemlich gruseln und spannend soll es auch noch sein. Etwa im letzten Viertel ist mir dann auch mal aufgefallen, dass das gar nicht der Fall ist und es auch primär nie um den Mörder geht.
Zwar sehe ich das als Kritikpunkt, da ich eigentlich eine Gruselgeschichte à la King erwartet habe und keine Lebensgeschichte. Doch der alte Mann erzählt das so toll und herzlich und selbst seine Beschreibungen der Arbeiten in Joyland waren richtig interessant. Mir hat es unglaublichen Spaß gemacht, Devin in seine Vergangenheit zu folgen, auch wenn meine Nerven nicht zum Zerreißen gespannt waren.
Erst gegen Ende geht es richtig um den Mörder und so schnell wie es begonnen hat, hört es leider auch wieder auf.


Fazit
Eigentlich wollte ich nur 3 Sterne vergeben, doch das Buch hat mir trotz allem einfach so viel Lesespaß bereitet, dass ich auf 4 Sterne erhöht habe. Eine King-Gruselgeschichte bekommen Sie hier nicht, dafür aber die schöne, nostalgische Lebensgeschichte eines ehemaligen Studenten.

Kein üblicher King, aber einer der besten!

Von: Nicole Datum : 09.06.2015

blog.nicole-rensmann.de


Der erste Satz: „Ich besaß zwar einen Wagen, aber in jenem Herbst des Jahres 1973 ging ich von Mrs. Shoplaws Strandquartier im kleinen Örtchen Heaven’s Beach aus meistens zu Fuß nach Joyland.”

Devin Jones ist 21 Jahre alt, seine erste große Liebe hält ihn auf Abstand und entfremdet sich mehr und mehr von ihm. Um sich für sein Studium ein bisschen Geld zu verdienen, jobbt er in den Sommerferien in einem Vergnügungspark – Joyland. Ein Job, der sein Leben prägen wird. In dieser Zeit macht seine Freundin in einem Brief mit ihm Schluss, er lernt eine 10 Jahre ältere Frau und ihren todkranken Jungen kennen, der das 2. Gesicht zu haben scheint.
Die Wahrsagerin des Vergnügungsparks sagt ihm einige interessante Begegnungen voraus, die sich tatsächlich bewahrheiten. Er rettet einem kleinen Mädchen das Leben. Und da wäre noch die Geschichte über den Geist in der Geisterbahn – der ungeklärte Mord an einer jungen Frau.

»Joyland« erzählt die Lebensgeschichte eines Mannes, der seine erste große Liebe nie völlig vergessen konnte. Ein junger Mann, der seinen Platz im Leben sucht, der von Traurigkeit und Selbstmordgedanken spricht, der einfach mal aus seinem normales Leben für ein Jahr aussteigt um zu sich zu finden. Der seinen Vater liebt, seine Mutter verloren hat und auf der Suche nach neuen Zielen ist. Ein Mensch, wie es jeder von uns hätte sein können.

Auf den ersten Seiten fühlte ich mich in Kings Frühwerke zurückversetzt. Wahrsagungen, das zweite Gesicht und Vergnügungsparks, echte Geister in der Geisterbahn, ein ungeklärter Mord – all das sind typische Elemente seiner frühen phantastischen Literatur, aber wer hier Horror sucht, wird dieses Genre nicht finden. Kings Schreibstil erinnerte mich an seine Bachman-Werke.
Stephen Kings neuer Roman »Joyland« ist eine nette, ruhige Geschichte mit vielen bezaubernden, stilistischen Highlights, aber ohne viel Schnick-Schnack. Die wenigen mystischen Elemente, derer sich Stephen King bedient, sind so dezent, dass die Geschichte auch ohne hätte auskommen können. Auf das an einer Stelle verwendete Horrorelement hätte King durchaus verzichten dürfen. Aber vielleicht wollte er am Ende noch einmal kurz seinem Namen alle Ehre machen. Doch das ist gar nicht nötig. Der ehemalige Meister des Horrors ist sanft geworden. Und diese Sanftheit steht »Joyland« verdammt gut.

Kleine Randnotiz: Stephen King erwähnte den Blarney-Stone, einen Stein aus Irland, der – kopfüber geküsst – Glück in der Liebe verspricht. Über diese irische Legende habe ich bereits Ende der Neunziger eine Geschichte geschrieben, kein großartiges Highlight, aber tatsächlich ist es das erste Mal, dass ich den Blarney-Stone in einem Roman erwähnt finde. Mein persönliches Aha-Erlebnis.

Fazit: »Joyland« hat mich zu Stephen King zurückgebracht, und das sagt doch mehr aus als jedes weitere Wort.

Komplette Rezension lesen: http://www.nicole-rensmann.de/2013/06/23/gelesen-joyland-von-stephen-king/

Wunderbar nostalgisch angehaucht, mit einem Touch Mystik

Von: Alexandra @BücherKaffee Datum : 31.05.2015

www.buecherkaffee.de

Stephen Kings Bestseller Der Anschlag – seine Zeitreise in die Sechzigerjahre – wurde von der Kritik einhellig in höchsten Tönen gelobt. In Joyland nun nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Der Protagonist Devin Jones - der ich-Erzähler dieses Romans - blickt mit seinen mittlerweile sechzig Jahren auf seine Jugend zurück und lässt uns daran teilhaben. Mit 21 heuert er in den Semesterferien in einem Vergnügungspark an der Küste von North Carolina an. Gerade von seiner großen College-Liebe Wendy versetzt, ist er bitter enttäuscht und das Herz des jungen Mannes ist gebrochen. Mit der Arbeit in Joyland will er sich ablenken und auf andere Gedanken kommen.
Joyland hält viel Arbeit für die Devin - im Park von allen Jonesy genannt- und seine Freunde bereit und das tut ihm gut. Er nimmt sogar freiwillig des verhasstesten Job an und schlüpft mehrmals täglich in die Verkleidung von Howie the Happy Hound, das Maskottchen von Joyland. Howie war der Hund von Bradley Esterbrook, dem Erbauer von Joyland. Er freut sich, wenn die Kinder glücklich um ihn herum tanzen und er vergisst seine eigenen Sorgen für einen Moment. Zudem fällt er Mr. Esterbrook positiv auf, was ihm später sehr von Nutzen ist.

Natürlich hören die Freunde auch von den Geistergeschichten, die man sich erzählt. In der Geisterbahn soll es spuken... Das junge Mädchen Linda Grey soll in eben dieser Bahn von ihrem anfreunden ermordet worden sein. Aber Geistergeschichten sind Geistergeschichten...man glaubt sie oder eben nicht. Doch Jonesy wird mit der Zeit immer skeptischer. Was ist wirklich dran an dieser Geschichte?

Auf seinem Weg zur Arbeit trifft er jeden Tag einen kleinen Jungen im Rollstuhl, der mit seiner Mutter immer an der fischen Luft ist und er ihm immer fröhlich zuwinkt.
Mike leidet an einer besonderen Form von Muskelschwund. Die Duchenne-Krankheit, die die Betroffenen oft nicht älter als zwanzig werden lässt. Und dies ist ihm mit seinen zehn Jahren durchaus sehr bewusst. Er weiß, dass er sterben wird und sein Wunsch ist es, Drachen steigen zu lassen - und endlich Joyland zu besuchen. Täglich kann er das Riesenrad sehen und er möchte unbedingt sehen und erleben, was den Menschen solch ein Vergnügen bereitet. Er möchte auch noch etwas anderes in Joyland tun, was er aber niemandem verrät...
Grandiose, facettenreich gestaltete Protagonisten und ein nostalgischer Flair, der mich persönlich vollkommen verzauberte. Stephen King kann so bildhaft erzählen wie kein anderer. Ich sah dieses Joyland der Siebzigerjahre genau vor meinem geistigen Auge. Die Fahrgeschäfte, die Kleidung der Angestellten, ich konnte fast das Popcorn riechen. Die Handlungsstränge um den liebenswerten Jungen Mike und um die Geschehnisse in Joyland fließen gekonnt ineinander und enden zuletzt in einem fulminanten Finale.
Man erkennt einen Stephen King einfach sofort, nachdem man die ersten Seiten gelesen hat. Einfach ein unverwechselbarer und faszinierender Schreibstil!

"Wir verkaufen keine Möbel. Wir verkaufen keine Autos. Wir verkaufen kein Land, keine Häuser, keine Rentenfonds. Wir haben kein politisches Programm.
Wir verkaufen Spaß. Vergessen Sie das nie." - Zitat Seite 51

Mein persönliches Fazit

Joyland ist ein wunderbarer, nostalgisch angehauchter Roman mit einem Touch Übersinnlichem, der mich von der ersten bis zu letzten Seite vollkommen faszinierte. Ich liebe Stephen King´s Werke einfach, da er so vielfältig, facettenreich und abwechslungsreich schreibt. Viele verbinden mit Stephen King automatisch Horror. Klar, er ist der absolute Meister des Horror, aber er kann auch ganz anders - wie er mit Joyland wieder einmal bewiesen hat. Kein Gemetzel, kein großes Blutvergießen ... Hier wird auf subtile Spannung und leisen Schrecken gesetzt, die sich so steigert, dass man kaum das Buch zur Seite legen kann. Chapeau, Mr. King!

© Rezension: 2014, Alexandra Z.

"Joyland" - Ein etwas anderer King

Von: *Littera* Datum : 27.05.2015

https://www.youtube.com/channel/UC5_gBH39VPiPcgZXvwhLkMw

Von dem im Jahrmarkt spielenden Grusel-Drama von King habe ich zwar etwas anderes erwartet, aber es hat mich dann doch überzeugt! :) Vielleicht kann ich euch diesen Roman mit meiner Videorezension ja auch schmackhaft machen:
https://www.youtube.com/watch?v=nUYVvXwzZhk
Viel Spaß!

Gute Idee - mittelmäßig umgesetzt, schade!

Von: My World of Books Datum : 20.05.2015

franzi-world-of-books.blogspot.de/

Inhalt:
"Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf."

Der Student Devin Jones besorgt sich für die Semesterferien einen Job im Freizeitpark Joyland in North Carolina. Nachdem seine Freundin Wendy ihm den Laufpass gibt, stürzt er sich in die Arbeit und forscht nach dem Mörder, der in der Geisterbahn Horror House ein Mädchen umgebracht hat, deren Geist dort immer noch spukt. Dabei ahnt er zunächst nicht, dass der Mörder ganz in der Nähe ist und er sich in große Gefahr begibt...


Cover:
Das Cover zeigt eigentlich nur das Schild des Freizeitparkes, welches hell erleuchtet ist. Der Hintergrund ist dunkelblau und man kann Silhouetten von Bäumen und Strommästen sehen. Ich finde es nicht sehr spektakulär.


Meine Meinung:
Ich muss sagen, ich war am Anfang wirklich skeptisch. Viele Leute sagten mir, dass "Joyland" nicht gut sei. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Horror lese, also Stephen Kings andere Werke größtenteils nichts für mich sind. Aus diesem Grund wollte ich auch dieses Buch lesen, da die Menschen, die sagten, dass Buch sei schlecht, das damit begründeten, dass es für sie, als eingefleischte King-Fans, einfach nicht gruselig genug ist.
Leider hatten sie recht. Ich liebe jegliche Art von Thriller und hatte damit gerechnet, dass "Joyland" eher diesem Genre entspricht, also viel Spannung und auch ein wenig Grusel und Überraschung enthält. Das war aber gar nicht der Fall!
Die Story an sich hat mir in der Hinsicht, dass das Buch als Roman deklariert ist, gut gefallen. Aber ehrlich gesagt habe ich von einem King mehr erwartet. Der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut, weshalb ich das Buch auch recht schnell durchgelesen habe. Auch die Charaktere, insbesondere Mike, haben mir sehr gefallen, sie wurden meiner Meinung nach sehr authentisch beschrieben und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Aber wo war die Spannung? Und wo die unerwartete Wendung? Man hätte aus der Idee wirklich viel mehr machen können als eine kleine Liebesgeschichte (die ich aber sehr gut fand) und ein mittelmäßig spannendes Ende, das ich für meinen Teil schon vorausgeahnt hatte.


Fazit:
Leider konnte Stephen Kings "Joyland" meine Erwartungen nicht erfüllen. Aber es wird dennoch nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein, weil mich der Schreibstil einfach komplett überzeugt hat. In dieser Hinsicht weiß King, wie er seine Leser in seinen Bann zieht. Der romantische Anteil und die Charaktere haben mir aber gut gefallen, weshalb das Buch von mir 3 von 5 möglichen Sternen bekommt. Ich hoffe und glaube, der nächste King wird besser. Der Mann kann schließlich schreiben. ;)

Mein erster King! Rezension Joyland.

Von: Cuty Book Datum : 20.05.2015

https://cutybook.wordpress.com/

Rezension : Stephen King – Joyland

Ein unheimliches vergnügen

Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß´: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

Einband : Taschenbuch
Seiten : 352
Verlag : Heyne
Preis : 9,99€
Damit Devin Jones sich sein Studium leisten kann, hat er für die Semesterferien einen Job im Freizeitpark Joyland angenommen. Da seine Jugendliebe Wendy sowieso einen anderen Job, in einer anderen Stadt angenommen hat, verschlägt es Dev nach North Carolina. In einem kleinen Appartement eingezogen, fügt er sich schnell den Gegebenheiten und findet Freude daran, seine Semesterferien mal anders zu verbringen.

Der Herzschmerz um seine Jugendliebe sind durch die turbulenten Geschehnisse in Joyland auch schneller vergessen als vorher gedacht. Neue Leute und seine Aufgaben in seinem neuen Job fordern ihn bei der prallen Hitze in North Coralina vollkommen aus.

Vom sorglosen Leben eines Schaustellers, verlängert Devin seine “Semesterferien” und fängt im nächsten Jahr erst wieder an sein Studium aufzunehmen. Eine Lawine von Ereignissen löst am Ende doch eine Lawine hervor, in dem es am Ende doch um Leben und Tod geht….

ich muss leider sagen, dass ich schon enttäuscht bin. Ich habe mir viel mehr von einem Roman von Stephen King erhofft. Bis Seite 200 war es mehr als langweilig, ich habe des öfteren überlegt einfach abzubrechen, dies wollte ich dem großartigen Autoren aber nicht antun. Der Schreibstil von Stephen King ist angenehm und wirklich einfach zu lesen und das auch sehr angenehm. Inhaltlich war dieser doch eher langweilig als spannend.

Da es mein erster King Roman ist, befürchte ich kann ich nicht voll über seine Werke urteilen. Joyland soll, wie ich gehört habe sowieso aus der Reihe seiner gewöhnlichen Romane / Horror / Thriller fallen.

Ich würde es leider keinem weiter empfehlen, es hat recht wenig mit Horror und Spannung zutun. Von den 352 Seiten würde ich gerade mal 50 Seiten für spannend halten und der Rest ist ein gemütliches dahin lesen, ob es interessant ist, wird wohl jeder anders darüber urteilen. Viele Erzählungen und Nebendarsteller hätte man gekonnt weg lassen können.

Vorsicht Spoiler!

Die Situation mit seinen Arbeitskollegen aus dem Vergnügungspark Joyland, Erin und Tom, die wie ich vermute – wenn ich es nicht falsch verstanden habe eine Beziehung führen, sind mir mehr als unsympathisch. Erin scheint zu wissen das Devin mehr als Freundschaftliche Gefühle für in Hegt und nutzt dies trotzdem aus? Und reißt ihm ständig hinterher? Unverständlich Sorry! Aber logisch müssen Romane ja sowieso nicht sein.

Vieles finde ich auch einfach zu Weltfremd und unvorstellbar. Klar tauche ich gerne in andere Welten, aber diese mit den ganzen Geistern, die dann doch keiner sieht war mir dann doch ein wenig zu surreal.

Leider, leider nur 2 von 5 Sternen!

Ein ganz besonderer Vergnügungspark

Von: Seehase1977 Datum : 01.05.2015

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht…

Der 21jährige Devin Jones hat, um sich sein Studium zu finanzieren, eine Stelle im Vergnügungspark „Joyland an der Küste North Carolinas angenommen. Als „Mädchen für alles“ soll Devin dort den Sommer über arbeiten. Seine Freundin Wendy macht alsbald per Brief mit ihm Schluss, was Devin schier das Herz bricht. Dennoch findet sich Dev schnell in „Joyland“ zurecht, seine Arbeit macht ihm Freude, lenkt ihn von seinem Herzschmerz ab und auch bei seinen Kollegen ist der hilfsbereite junge Mann bald beliebt. Zusammen mit zwei anderen Studenten, Erin und Tom, die ebenfalls den Sommer über im Vergnügungspark arbeiten, hat sich Dev bei der netten mütterlichen Mrs. Shoplaw ein Zimmer angemietet. Die drei werden schnell Freunde.

Eines Tages erfährt Devin, dass „Joyland“ auch ein trauriges und grausames Geheimnis birgt. Vor ein paar Jahren wurde einem jungen Mädchen in der Geisterbahn von ihrem Begleiter die Kehle aufgeschlitzt. Man erzählt, dass ihr Geist heute noch dort spuken soll. Devin geht mit Hilfe von Erin den Dingen auf den Grund und beginnt zu recherchieren. Währenddessen lernt er noch den kranken und im Rollstuhl sitzenden Jungen Mike und seine Mutter Annie kennen. Schon bald werden seine dramatischen Entdeckungen Dev in große Schwierigkeiten bringen, doch davon ahnt der junge Mann bis jetzt noch nichts…
Hammer! Stephen King hat es geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Er hat mich mit seinem tollen Erzähl- und Schreibstil in einen Vergnügungspark ins Jahr 1973 geschickt, ich konnte das Popcorn riechen, die Buden und Fahrgeschäfte vor mir sehen und mit Devin und den Joyland-Besuchern die tolle Atmosphäre schnuppern und erleben. Den Leser erwartet hier keine Horrorgeschichte sondern vielmehr ein tiefsinniger, facettenreicher und einfühlsamer Roman mit wunderbaren Protagonisten und einem tollen Plot. Ich habe das Buch sehr genossen, es hat mich sehr berührt und ich war traurig als ich am Ende des Romans angekommen bin. Fünf Sterne und ein Wort – nämlich absolut wunderbar!

Spannend und kurzweilig

Von: Dassis Dreamworld Datum : 29.04.2015

www.dassisdreamworld.de

Ich mag Kings Stil aus dem Einfachen etwas Gruseliges zu machen. Joyland ist eigentlich gar kein Psychothriller oder Horror, viel mehr ist es ein Krimi mit ein paar eingestreuten übernatürlichen Elementen. Nicht unbedingt schrecklick gruselig, aber doch spannend und man kann wirklich bis zur letzten Seite mitfiebern. Mich hat allerdings etwas gestört, dass es am Anfang so lange dauerte bis wirklich etwas geschah. Man hatte durch die Informationen von Devs Vorstellungsgespräch schon eine grobe Ahnung, was da kommen würde, wartete aber mehr darauf, dass endlich auch etwas passiert.

Für ein Buch von Stepehn King war mir Joyland fast nicht gruselig und aufregend genug. Bisher hat fast jedes seiner Bücher bei mir dafür gesorgt, dass ich mindestens einmal mit einem schlechten Gefühl abends alleine im Bett lag und am liebsten bei eingeschlatetem Licht geschlafen hätte. Das war hier nicht so.

Das Buch ist trotzdem gut. Gut geschrieben, ein tolles Setting (alter Freizeitpark im Jahr 1973) und durchaus kurzweilig. Ich kann Joyland also auf jeden Fall empfehlen, auch wenn es ein eher handzahmes Werk von King ist. Muss ja aber auch nicht immer für Gänsehaut bis auf die Knochen sorgen.

diesmal leider nicht so überzeugend......

Von: Lesezauber Datum : 18.04.2015

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung
Da ich ja Stephen King Bücher absolut liebe, war ich sehr gespannt, wie Joyland sein würde. Leider muß ich diesmal gestehen, ich bin enttäuscht. Ich fand mich gar nicht mit der Geschichte zurecht und fragte mich immer wieder: Wo bleibt die Spannung?

Die Geschichte beginnt ganz ok, ich erfuhr etwas über die Darsteller und ein kleines Mädchen, das vor vielen Jahren in der Geisterbahn ermordet wurde. Und das ist schon so ziemlich alles. Die Handlung baut sich nicht wirklich auf, es zieht und zieht und zieht sich. Irgendwie wird immer nur außen herum „geschrieben“, aber man kommt nie zum Wesentlichen. Und das ging bis zur Hälfte des Buches so. Dann nimmt die Spannung etwas zu, aber nur etwas und es wird wieder nur über Gott und die Welt berichtet. Zum Ende hin (die letzten 20 Seiten circa) wars dann spannend und auch sehr grausam, was aber das Ganze auch nicht rumreißen hat können.

Die Personen wurden sehr gut und viel zu ausführlich beschrieben. Auch das Joyland konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen. Aber leider ist man das beim Meister des Horrors anders gewohnt. Ich denke das dieser Thriller mehr dazu gedacht war, psychisch sich zu gruseln. Bei mir hatte dies aber keine Wirkung. Vielleicht bin ich schon von zu vielen guten Thriller verwöhnt worden.

Cover
Das Cover ist gelungen. Der Name des Autors ist leicht verschnörkelt (soll wahrscheinlich gruselig aussehen) dargestellt. Der Mittelpunkt macht das beleuchtet Schild vom Vergnügungspark.

Fazit
„Joyland“ hat mich nicht überzeugen können. Es war mir zu langatmig und einfach gähnend langweilig. Dafür erhält es leider nur gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen, da Herr King ja eigentlich zu meinen Lieblingsautoren gehört. Eine Leseempfehlung kann ich diesemal nicht vergeben.

Nicht das, was man erwartet!

Von: Mieze Schindler Datum : 15.04.2015

dufttrunken.blogspot.de

Da les ich nach Jahren mal wieder einen Stephen King, in Erwartung von wohligen Erschauerungen und erstklassigem Horror und dann kommt das - Joyland.

Joyland ist kein Horror-Roman, wie man ihn von Stephen King kennt. Wer hier mordende Clowns oder untote Tiere oder dergleichen erwartet, ist hier falsch. Hier kommt, und das hätte ich nie erwartet, dass ich das mal zu einem von Stephen Kings Bücher sagen würde, so gut wie kein Horror vor. Klar, wird in Kombi mit der Geisterbahn ein wenig auf die Grusel-Drüse gedrückt, aber so wie man das gewohnt ist vom Meister des Horrors? Kein Schimmer weit und breit.

ABER: Joyland ist trotzdem unglaublich gut. Denn, was ich an Kings Schreibstil immer am meisten geschätzt habe, dass ist seine Authentizität. Er erzählt diese Geschichte von dem Jungen wie aus dem Stehgreif, wie als wäre er der alte Mann, der zurück auf seine Zeit im Joyland blickt und das macht er äußerst unterhaltsam und auf seine Weise spannend. Auch wenn der eigentliche Sinn des Buches erst zum Schluss kommt, habe ich mich bis dahin schon sehr gut unterhalten gefühlt und hätte noch ewig die Geschichten aus dem Vergügungspark lesen können.


Joyland baut sich ganz ähnlich wie ein Krimi auf, Jugendliche arbeiten an einem Ort, an welchem ein Mord passiert ist, sie beginnen sich dafür zu interessieren und forschen nach und... stoßen fast auf des Rätsels Lösung. Und diesmal ist der Mörder aus Fleisch und Blut. Umso besser. Dennoch ist es nicht diese total Verschnipselung des Mordes/ des Tathergangs, wie man es aus anderen Krimis kennt.
UND - ich hatte keinen Schimmer, wer der Mörder ist. Erst als ich den Namen zu Schluss las, dachte ich: Was?? Sehr gut gemacht! Absolut unhervorsehbar (meiner Meinung nach).


Seinen Ausflug aus der Horrorwelt heraus, hat Stephen King extrem gut gemeistert. Das Buch ist toll geworden und es ist schön zu sehen, das King nicht nur ein Meister des Düsteren ist, sondern dass es ihm auch gut gelingt, (überwiegend) fröhliche Geschichten zu erzählen.

Wer also mal Lust auf einen anderen King hat, der ist hier absolut richtig!

King, wie er leibt und lebt - dennoch anders

Von: Bücherparadies Datum : 07.04.2015

buecherparadies.eu

Wir alle haben unsere Jugend und das Erwachsenwerden hinter uns - oder noch vor uns. Der Kampf um die Liebe, neuen Herausforderungen und wo man im Leben überhaupt steht, steht hier an erster Stelle. Auch der Protagonist in Kings Buch "Joyland" hat hier mit so einigem zu kämpfen und muss sich fragen, ob es noch eine Schwelle in das Jenseits gibt...

Devin Jones finanziert sich sein Studium mit einem Job im Freizeitpark "Joyland". Er hat gerade eine Beziehung hinter sich und trauert dieser immernoch hinterher. Im Freizeitpark soll es spuken in der Geisterbahn, dem will er auch auf den Grund gehen. Auf seinen Wegen lernt er viele Leute kennen, unter anderem auch seine Nachbarn, Annie und ihren Sohn. Neben allen zwischenmenschlichen Begebenheiten, tritt er Nachforschungen zum Fall eines ermordeten Mädchens an, welches nun dort im Freizeitpark spuken soll und tritt somit eine Lawine los, welche ungeahnte Folgen hat...

Für einen eingefleischten King-Fan ist das Buch eher weniger ein Horror. Er begibt sich hier eher auf den psychischen "Horror", welcher sich alltäglich im Kopf eines Heranwachsenden abspielt. Wir lernen Devin als ruhigen, recht bodenständigen Kerl kennen und haben ihn sofort gern. Man begleitet ihn durch den Freizeitpark und durch seine situationsbedingten Probleme. Man kann sich hier auch gleich mit anfreunden, denn haben wir nicht selbst die Wege der Liebe, des Verrates, vermeintliche Freundschaft und Erfolges hinter uns?

Es ist irgendwie kein typisches King-Buch, dennoch lässt es sich nicht verleugnen, dass man es auf Anhieb erkennt. Er geht hier eher auf die alltäglichen Dinge ein, statt die mystischen. Doch auch hier spielt sich nebenbei etwas mysteriöses ab, denn ein Geist soll in der Geisterbahn rumspuken, welcher ein Mädchen sein soll, das ermordet wurde. Klar, Devin versucht herauszufinden, was hier vorging, aber es bleibt irgendwie Nebensache.

Die ganze Geschichte ist eigentlich nichts besonderes, ist trotzdem spannend und reisst den Leser mit. Man erlebt das hier Gelesene gerne mit und möchte dabei sein, wenn Devin immer der Wahrheit näher rückt. Des Öfteren möchte man ihn auch auf etwas stoßen, aber bekanntlich ist das ja leider nicht möglich. Die Beschreibungen sowie der altbekannte King-Schreibstil lassen einen hier den Lesefluss genießen ohne zu unterbrechen. Das Buch schreibt das wahre Leben des Protagonisten, wie es einem im Leben passieren kann.

Die erste Liebe, der erste Job, die erste Krise - wer kennt es nicht? Eigentlich sind das die wahren Gruselelemente, nicht der Geist im Freizeitpark. Dieser ist nur ein Geist, welcher den Schuldigen nicht loslassen kann bis man ihm auf die Schliche kommt. Zwischen den Zeilen liest man doch so viel als das Geschriebene - so wie man es von King kennt!

Einfühlsam und sehr intensiv lässt uns King die Gedankengänge und Gefühle des Protagonisten nachempfinden, bis wir das Buch zu Ende gelesen haben und auf die Seite legen. Trotz, dass es kein gewohnter Horror ist, ist es ein gelungenes Buch und für jeden King-Fan unbedingt empfehlenswert. Ich für meinen Teil werde mir vornehmen, wieder öfters King zu lesen, was ich viel zu lange vernachlässigt habe!

King

Von: Harakiri Datum : 06.04.2015

www.fantasybuch.de

Student Devin bekommt einen Ferienjob in einem Vergnügungspark. Die Arbeit macht ihm viel Spaß und er findet schnell Freunde. Doch etwas wurmt ihn: in der Geisterbahn spukt es, und er sieht das Gespenst nicht. Vor Jahren ist dort ein Mädchen bestialisch ermordet worden und der Mörder läuft noch frei herum.
Devin ist im Park sehr beliebt und als er einem kleinen Mädchen das Leben rettet wird er auch berühmt. Er beschließt, ein Semester Pause zu machen und in Joyland zu bleiben. Er will unbedingt das Gespenst in der Geisterbahn mit eigenen Augen sehen. Doch dieses entzieht sich ihm, statt dessen lernt er den kranken Mike und seine Mutter Annie kennen – und beschert ihnen den schönsten Tag ihres Lebens. Nebenbei kommt er auch noch dem Mörder auf die Spur – doch auch dieser merkt, dass Devin ihm näher kommt. Nur Mike kann Devin noch retten…

Ein ganz untypischer King! Erst einmal die Länge des Buches, keine 1000 Seiten wie in sonstigen Büchern, kein Horror, auch die Sprache ist etwas anderes, an manchen Stellen etwas perfide oder gar lyrisch „… oft wartete ich bis die frühen Morgenstunden sich in spätere verwandelten“. Aber trotzdem wie immer sehr bildhaft und flüssig geschrieben. Auch die Story ist dieses Mal eher von der Geschichte um Devin getragen und das mediale kommt nur selten zum Vorschein.

Devin wird als Gutmensch dargestellt, er rettet Leben, ist lieb zu kranken und kleinen Menschen, arbeitet zuverlässig und tut nichts Schlimmes. Doch auch er hat es nicht immer leicht im Leben. Seine heißgeliebte Freundin lässt ihn fallen wie eine heiße Kartoffeln, er hat wenig Geld – und genau das macht ihn so sympathisch. Man wünscht ihm förmlich ein besseres Leben.

Auch die anderen Protagonisten sind gut gezeichnet und kommen dem Leser nah. Selbst der Mörder ist schlussendlich einer, mit dem keiner gerechnet hatte. Hier hat mich der Autor am Ende sehr überrascht.

King kann also auch anders. Aber durchaus nicht schlechter. Sehr einfühlsam erzählt er die Story und am Ende bleibt kein Auge trocken.

Fazit: Ein Buch, das alles in sich vereint: Spannung, Liebe, Heldentum und ein klein bisschen Mystik.

Mehr erwartet

Von: Leseengel Datum : 26.03.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Ich muss sagen, dass mir dieses Buch nicht gefallen hat, dabei bin ich eigentlich ein großer Stephen King Fan und lese seine Bücher oft sogar mehrmals. Das wird bei diesem Buch nicht der Fall sein.

Das dies kein richtiges Horrorbuch von ihm ist, war mir schon vorher klar, aber ein paar mehr gruselige Stellen hätte ich von einem King Buch trotzdem erwartet. Und wenn diese schon nicht vorkommen, dann jedoch mehr Spannung, als dieses Buch zu bieten hat.
Die Spannung kommt bei diesem Buch eindeutig viel zu kurz, viel mehr geht es um das Arbeiten im Freizeitpark, Freundschaften, Liebe und ja auch um den Mord. Aber ich finde der Mord nimmt nicht genug Raum ein.

Teilweise plätschert das Buch leider nur vor sich hin und man erfährt etwas über die Charaktere, wie sie zueinander stehen etc. Ganz viel erfährt man natürlich über Devin. Er ist als Charakter nicht schlecht ausgearbeitet und er ist mir auch sympathisch, was schon mal gut ist. Auch die anderen Charaktere mochte ich größtenteils. Aber in einem S. King geht es mir weniger um die Charaktere, als um die Spannung bzw das Gruseln.

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Aber man hätte mehr daraus machen können, ganz eindeutig, wie ich finde. Schade.

Ein bisschen Krimi, ein bißchen Mystery, viel Atmosphäre

Von: bookloverist Datum : 20.03.2015

Devin Jones finanziert sich sein Studium, indem er in den Sommerferien im Vergnügungspark Joyland anheuert. Der schönste Sommer seines Lebens kann beginnen, wenn da nur nicht seine große Liebe Wendy wäre, die nichts mehr von ihm wissen will. Hinzu kommen Gerüchte über ein ermordetes Mädchen, dass in der Geisterbahn Horror House spuken soll & schließlich begegnet er am Strand noch einer Frau mit ihrem kranken Sohn, die sein Leben verändern werden.

Bei Stephen King denkt man natürlich sofort an Horror, wer sich allerdings aus diesem Grund das Buch zulegt, wird sicherlich enttäuscht werden.Es kommen eindeutig gruselige Elemente vor, diese halten sich allerdings sehr im Hintergrund & blitzen nur manchmal zwischen den Seiten hervor.Trotzdem hat man es mit einem guten Roman zutun.Gemeinsam mit Devin tritt man die Stelle im Vergnügungspark an.Es ist einer dieser traditionellen Parks, wie man sie aus älteren amerikanischen Filmen kennt, mit ganz viel Zuckerwatte,einer Wahnsinnsachterbahn,einer Wahrsagerin & gut gelaunten Plüschhunden,die für die nötige Stimmung sorgen. Aber vorallem die alte Geisterbahn zieht Devin in ihren Bann,zu gruselig ist die Geschichte von dem ermordeten Mädchen und ihrem Geist, der darin verweilen soll.Da beschließen Devin & seine Freunde, selbst nachzuschauen, wie schaurig es in der Geisterbahn wirklich ist.Wie immer hat man es bei King mit einem großartigen Schreibstil zutun, der mich mitten in den Vergnügungspark gestellt hat: lachende Kinder, weinende & quengelnde Exemplare, Menschen mit Hotdogs & Pommes in der Hand, ausgelassene Schreie von der Achterbahn kommend, verschwitzte Parkangestellte, das furchtbare Gedudel der Fahrgeschäfte & Schüsse von der Schießbude – da war ich als Leserin live dabei! Außerdem sind Stephen Kings Figuren real. Das mag sich jetzt etwas hochtrabend lesen, jedoch schaffen es nur wenige Autoren, Figuren zu erschaffen, bei denen ich das Gefühl habe, als ob ich sie jederzeit auf der Straße treffen könnte.& so kommt es mir nicht nur bei den Protagonisten vor, sondern tatsächlich bei jeder Nebenfigur, mag sie noch so eine kleine Rolle haben.Merkwürdig, vergnüglich & manchmal sogar gruselig, so hat mir der über 60 Jahre alte Devin selbst seine Geschichte vom Sommer 1973 erzählt, und dabei ich habe ihm sehr gespannt zugehört.

Für mich aufjedenfall ein Buch was ich empfehlen kann,aber wie gesagt wer einen Horror Roman erwartet wird mit “Joyland” an der falschen Adresse sein.4 von 5 Punkte <3

Tritt ein - wenn du es wagst

Von: Belles Leseinsel Datum : 20.03.2015

bellexrsleseinsel.blogspot.de

Im Jahr 1973 nimmt Devin in den Semesterferien im Vergnügungspark Joyland einen Job an, um sein Studium zu finanzieren. In diesem Sommer versucht Devin zudem, seine große Liebe Wendy zu vergessen, die per Brief mit ihm Schluss gemacht hat. Der 21-jährige lebt sich schnell in der Welt der Schausteller ein, kommt mit seinen Kollegen gut aus und sein Engagement fällt auch dem Boss von Joyland positiv auf. Nach einiger Zeit erfährt Devin, dass es in der Geisterbahn Horror House spuken soll. Eine junge Frau wurde vor Jahren dort ermordet und ihr Geist würde immer wieder Besuchern oder dem Personal erscheinen. Devin wird neugierig und versucht alles, das Geheimnis zu entschlüsseln. Aber auch die junge Frau, die zusammen mit ihrem behinderten Sohn in einen Strandhaus lebt, an dem Devin jeden Tag vorbeikommt, beschäftigt ihn immer mehr. Als die Semesterferien sich dem Ende neigen, beschließt Devin kurzerhand, seinen Aufenthalt in Joyland zu verlängern … ein verhängnisvoller Schritt.

Devin Jones erzählt rückblickend von diesem verhängnisvollen Sommer 1973 und so verfolgt man fortan jeden Schritt und Gedankengang des damals 21-jährigen Studenten. Krank vor Liebeskummer kommt er an der Küste North Carolinas an, seine Gedanken kreisen ständig um Wendy. Einzig sein Ferienjob im Joyland sorgt für etwas Abwechslung. Und der aufgeschlossene, hilfsbereite junge Mann ist auch schnell beliebt unter den Schaustellern und nimmt begeistert das Fell. Hierbei handelt es sich um das Kostüm des Maskottchens von Joyland, welches Devin mehrmals am Tag trägt. Bei der Sommerhitze eine schweißtreibende Angelegenheit, doch Devin macht dies gern und unterhält die kleinen Besucher. Und dann erfährt Devin von dem Mord, der sich vor vier Jahren im Horror House ereignet hatte, der Mörder von Linda wurde nie gefasst.

Steven King lässt es sehr langsam und ruhig angehen in seinem Roman, dabei gelingt es ihm aber problemlos, die Erlebnisse von Devin dennoch fesselnd und jederzeit äußerst unterhaltsam zu erzählen. Spannung kommt eigentlich erst ganz zum Schluss des Romans richtig auf und dennoch fliegen die Seiten regelrecht dahin. Als Leser leidet und freut man sich mit Devin, verfolgt gebannt seine Nachforschungen in Bezug auf den Mord und begleitet ihn bei seiner langsam beginnenden Freundschaft mit dem behinderten Jungen Mike und dessen etwas kratzbürstigen Mutter.

In gewisser Weise ist „Joyland“ schon ein Krimi mit einem Hauch von Gruselementen, der rote Faden des Buches ist klar der Mord im Horror House von vor vier Jahren, aber es ist auch eine wunderschön erzählte Geschichte, welche nachvollziehbar die 1970er Jahre wieder auferstehen lässt und einen tief hinein in das etwas andere Leben der Schausteller führt.

Fazit: Ein wunderschön erzählter Roman über einen verhängnisvollen Sommer, der das Leben eines jungen Studenten nachhaltig prägt.