Leserstimmen zu
Das dreizehnte Opfer

Stuart MacBride

Detective Constable Ash Henderson (1)

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Taschenbuch
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Ich bin zugegebenermaßen von der Lektüre total geflasht. Zum Einen von all der Prügel die Ash Henderson bezieht und austeilt, zum Zweiten von der Brutalität des Killers und Drittens von dem Knallerende. Ich wage zu behaupten, dass es kaum ein Buch gibt, in dem so viel geprügelt wurde und bei dem ich mich dennoch so köstlich amüsiert habe. Der Schreibstil, die Darstellung und Interaktion der Charaktere sind witzig, abgedreht und sogar die Brutalität der Polizisten manchmal irgendwie nachvollziehbar. Mit Ash Henderson hat Stuart MacBride mal keinen trunksüchtigen Bullen gezeichnet, der zwar ein wenig unangepasst ist, aber im Großen und Ganzen ein lieber Kerl. Sondern er hat einen echten Arschlochbullen geschaffen, der sich mit Tabletten vollschüttet, in echt üblen Schwierigkeiten steckt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit gewalttätig wird. Und trotzdem mag ich Ash. Die junge Psychologin Alice McDonald bildet das verschüchterte Gegenstück zu Henderson. Sie ist neu im Team, hat mehr Macken als ein Psychiatrieinsasse und quatscht die ganze Zeit. Und um sich in den Täter hineinzuversetzen, killt sie die ein oder andere Flasche Whisky. Was zunächst unvorstellbar ist, funktioniert irgendwie doch recht gut. Ash und Alice bilden gar kein so schlechtes Gespann. „Das 13. Opfer“ ist unbestritten eine Gewaltorgie. Das Buch ist aber spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Trockener Humor in den Dialogen und amüsante Beschreibungen sorgen für hohen Unterhaltungswert. Und die Idee des Killers, der noch Jahrelang die Eltern seiner Opfer quält ist natürlich auch wunderbar perfide. Ich kann den Thriller nur empfehlen und hoffe auf weitere deutsche Übersetzungen der Ash-Henderson-Reihe.

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"Das 13. Opfer"

Von: Kaisu

13.09.2015

Inhalt: Die Zeitungen nennen ihn den „Gratulator“. Er kidnappt Mädchen kurz vor deren dreizehntem Geburtstag und schickt den Eltern jedes Jahr ein Foto seines Opfers. Fotos, auf denen der grausame Mord an den Entführten Bild um Bild festgehalten ist. Bis mit dem letzten Foto auch jede Hoffnung stirbt. Vor fünf Jahren verschwand auch die Tochter von Detective Constable Ash Henderson. Alle glauben, Rebecca sei von zu Hause fortgelaufen, denn Henderson hat niemandem erzählt, dass er ein Jahr nach ihrem Verschwinden die erste Postkarte erhielt. Man hätte ihn sofort von dem Fall abgezogen. Doch Henderson hat zu viel geopfert, um Rebeccas Mörder zu finden. Nun, zwölf Jahre nach der ersten Entführung, scheint er ihm so nahe zu sein wie nie zuvor. Und doch nicht nahe genug ...[Goldmann] Meine Meinung: Dieses Buch habe ich in einer kleinen Leserunde mit Kitty gelesen. Nachdem wir beide feststellen mussten, dass dieser Thriller schon recht lange auf unserem jeweiligen SUB am herumlümmeln ist und waren wirklich entsetzt, dass wir es nicht schon lange vorher gelesen hatten! Doch von vorne: Ash Henderson ist ein Mann, dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Dennoch kämpft er sich durchs Leben, immer in der Hoffnung, dass er seine Tochter lebend wieder sieht. Aber bei jedem neuen Foto von ihr, schwindet diese immer mehr. Als seelisches Wrack würde ich ihn noch nicht bezeichnen. Er ist jedoch auf dem guten Weg dorthin. Als positiver Gegenpart lernt man Alice kennen. Sie ist neu im Team und soll als Psychologin frischen Wind in die Sache bringen. Immerhin gibt es neue Hinweise und auch neue Leichen. Zwischen den beiden herrscht nicht gerade Friede-Freude-Eierkuchen. Ash ist ein Eigenbrötler mit vielen alten Lastern, die er sich auf der Suche nach seiner Tochter aufgebeutelt hat - so haben entsprechend einige ein Hühnchen mit ihm zu rupfen und stellen ihm eifrig Steine in den Weg. Trotzdem fand ich diese Abzweige nicht störend oder nervig. Sie sorgen dafür, dass man sich ein besseres Bild von Ash machen kann und alles was anfangs verworren und seltsam wirkt, findet gegen Ende alles zu einem verständlichem Ende zusammen. Zeitweise sind die detailreichen Beschreibungen und heftigen Gewaltakte nicht ohne. Für zartbesaitete Leser ist das also nix. Ich fand diese Passagen trotzdem nicht übertrieben - sondern realistisch klar brutal. Einzig dieser ganze Mafia-Strang war gelegentlich etwas too much - aber wer sich mit diesen Menschen anlegt, sollte auch die Konsequenzen tragen können! Von daher ist mein Argwohn hier auch nicht so groß gewesen. Der Unterhaltungswert war einfach zu groß und fügte sich perfekt in das eigentliche Geschehen - der Suche nach dem Gratulator - ein. Fazit: Gut lesbare Lektüre, die ein bisschen in der Masse verschütt geht. Zumindest kenne ich kaum Meinungen dazu. Thrillerliebhaber sollten hier auf jeden Fall ihre Nase hineinstecken und sich eine eigene Meinung bilden. Ich war jedenfalls überzeugt!

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Alsoooo, das Buch ist aus der Ego-Perspektive geschrieben. Dies lässt den Leser das Gefühl geben, man ist näher am Geschehen. Wie dem Inhalt des Buches zu entnehmen ist, geht es um Detective Ash, der im Fall des Gratulators ermittelt. Zu Anfang bekommt er eine neue Psychologin an seine Seite gestellt, die ihn in dem Fall unterstützen soll. Diese ist ein wenig schräg und selbst ein psychisch nicht die stärkste, was sie aber wiederum für mich als sympathischste Figur im Buch erscheinen lässt. Leider ist in meinen Augen das Buch viel zu lang. Es wird viel über den Detective selbst geschrieben, seine Machenschaften mit der "Mafia", die meines Erachtens zu viel vorkommt, und auch andere Nebengeschichten. Mir ist es zu viel "drum herum Geschreibe" und der Schluss ist völlig zu überzogen. Die Gewaltbereitschaft in dem Buch ist sehr hoch, aber ich habe den Anschein, dass dies so geschrieben wurde um ein wenig mehr Spannung in das Buch zu legen. Was mir jedoch sehr gefällt ist, dass man erst auf den letzten 50 Seiten den/die Täter geliefert bekommt, ohne dass man vorher auch nur den Hauch einer Ahnung hat, da immer wieder Verdächtige in den Raum geworfen werden, aber alles offen gelassen wird. Jedoch hat der Autor auch hier meiner Meinung nach übertrieben, in dem er ... naja, lest selbst - ich will ja nicht spoilern. Ich verteile mal wieder Gummidrops, Schmetterlinge, Apfelringe oder wie auch immer ihr die Punkte benennen wollt. Das 13. Opfer bekommt von mir leider nur 3 von 5 Punkten, da es einfach zu viel drum rum war, zu wenig Geschichte um den Hauptfaden und zu viel kuddelmuddel am Schluss. Ich hoffe das nächste Buch von Stuart Macbride wird besser.

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Inhalt Detective Constable Ash Henderson gehört zu einer Gruppe die den Gratulator jagen. Er hat mehrere Mädchen kurz vor ihren 13. Geburtstag gekidnappt und schickt den Eltern nun jedes Jahr pünktlich zum Geburtstag eine Karte mit einem Foto von dem Mädchen. Die Bilder werden von Jahr zu Jahr schrecklicher und zeigen am Ende den Tod des Mädchens. Auch Ash hat seine Tochter an den Gratulator verloren, doch das wissen die meisten Menschen in seinem Umfeld nicht, sonst würde er von dem Fall abgezogen werden und das will er auf jeden Fall verhindern. Inzwischen sind 12 Jahre vergangen seid dem der Gratulator sein erstes Opfer entführt hat und Ash denkt er sei nah an seinem Ziel angekommen und könnte ihn bald packen. Neu an seiner Seite hat er die Kriminalpsychologin Alice McDonald, die aber scheinbar nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Doch irgendwie gelingt es den beiden zusammen den Weg zu gehen. Es werden durch Zufall bei Bagger arbeiten Skelette gefunden und können als Opfer des Gratulatoren identifiziert werden. Doch plötzlich verschwindet auch noch die zweite Tochter von Ash und seine Ex Frau bekommt ein Foto der Tochter zugeschickt. Nun heißt es für Ash und seine Kollegen noch gezielter vorzugehen und den Gratulator zu finden. Meine Meinung Ich fand das buch aus der Ich Perspektive eigentlich recht gut geschrieben, wenn ich am Anfang auch arge Probleme hatte es zu lesen. Der Anfang war doch sehr anstrengend zu lesen und mit den vielen privaten Problemen die Ash Hernderson hat, fand ich ihn als Polizist doch sehr merkwürdig. Auch das er erstmal zuschlägt bevor er eine Frage stellt, ist in meinen Augen nicht gerade die feine Art, aber so ist Ash nun einmal und das zieht sich durch das gesamte Buch. Auch das die Kriminalpsychologin so viele Marotten hat, war für mich gewöhnungsbedürftig, wobei damit sämtliche Klischees abgedeckt wurden. An dieser Stelle will ich jetzt auch gar nicht viel mehr zu dem Inhalt schreiben, denn dann passiert es mir und ich Spoiler hier und deswegen schreibe ich jetzt nur noch schnell das es von mir 3 von 5 Sternen gibt. Mehr kann ich leider nicht vergeben, weil es zu abstrus für mich ist und der Anfang zu anstrengend für mich war. Aber es gibt garantiert genug Leser, die diese Art von Büchern gerne lesen.

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Detective Ash Handerson ermittelt schon seit Jahren in einem Fall eines psychopathischen Mörders, der junge Mädchen kurz vor ihrem 13. Geburtstag entführt, bestialisch foltert und umbringt. Leichen werden nie gefunden, dafür bekommen die Eltern jedes Jahr zum Geburtstag ein Foto von der Qual ihrer Tochter, bis schließlich einige Jahre später ein Foto der Leiche zu sehen ist. Auch Handersons Tochter wurde von dem Killer entführt, doch um von dem Fall nicht abgezogen zu werden, verschweigt er dies... Je krasser, desto mehr Leser – dies scheint zur Zeit das Motto vieler Thrillerautoren zu sein. Auch Stuart MacBride hat sich für seinen Roman „Das 13. Opfer“ dieser Maxime angeschlossen und präsentiert dem Leser einige heftige Gewaltphantasien, für die man einen starken Magen haben sollte. Er ist dabei an der Grenze des guten Geschmacks unterwegs und schont seine Leser dabei nicht. Dies muss man mögen, doch selbst dann sind einiger Stolpersteine eingebaut. So nutzt der Autor hier eine Vielzahl von Klischees aus dem Genre, sowohl was die Handlung angeht als auch die Charaktere. Gerade die beiden Hauptrollen sind sehr überspitzt dargestellt und dabei nicht einmal sympathisch. Ash Handerson ist ein Haudegen und schlägt lieber zu, bevor er fragt, hat eine Menge Schulden am Hals und ist noch nicht einmal sonderlich clever. Dass er in der Polizistenlaufbahn ziemlich abgestiegen ist, kauft man ihm sofort ab, dass er an diesem Fall ermittelt wirkt dann aber doch sehr unglaubwürdig – ebenso, dass seine Kollegen ihn immer wieder decken. Auch seine Partnerin, die Psychologin Alice McDonald, ist mit ihrer nervigen und übertriebenen Art keine wirkliche Identifikationsfigur. Allerdings kann man der Geschichte einen fesselnden Ausdruck nicht absprechen. Die Grundidee ist sehr gut weiterentwickelt worden, die Handlung kann trotz einiger langatmiger Passagen Spannung erzeugen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Verdächtiger, allesamt mit einem interessanten Motiv versehen, wird dabei beleuchtet, falsche Fährten gelegt diese schließlich aufgelöst. Das ist schon gut geschrieben, wenn nicht dieser merkwürdige Schluss wäre, in dem sich der Täter recht untypisch verhält und das Ganze eher durch Zufall aufgedeckt werden kann. Dabei wird deutlich, dass alles doch nur zusammenkontruiert wurde, anstatt eine wirklich durchdachte Geschichte zu präsentieren. So bleibt ein eher durchwachsener Eindruck von „Das 13. Opfer“, der spannenden Handlung und vielen packenden Szenen stehen unglaubwürdige Charaktere und eine zum Ende hin abstruse Handlung entgegen. Die eingebauten Gewaltszenen sind heftig, aber packend inszeniert. Aufgrund der Kurzweil des Buches können von mir aber noch 3 Sterne vergeben werden.

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