Leserstimmen zu
Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Jonathan Stroud

Die Lockwood & Co.-Reihe (2)

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Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Agentur Lockwood & Co. Viele Aufträge und neue Erkenntnisse konnten Anthony Lockwood, George Cubbins und Lucy Carlyle sammeln. Durch ihren neuen Bekanntheitsgrad sind sie mittlerweile eine der angesagtesten Agenturen in London. Das macht den drei schon ganz schön zu schaffen und trotzdem stürzen sie sich in jede Arbeit, die sich ihnen bietet. Manchmal kommen sie tagelange nicht richtig zum Schlafen, können aber irgendwie doch bei der Sache zu bleiben und die Aufträge bearbeiten. Ich habe unheimlich viel Spaß beim Lesen gehabt, denn Lucy, George und Lockwood sind ein unschlagbares Team. Die drei haben sich aufeinander eingestellt, wissen, wie der andere handelt, vertrauen sich blind und können sich auch aufeinander verlassen. Zumindest, wenn es darum geht, Geister zu jagen oder Rätsel zu lösen. Vor allem Lucy, die sich mit ihrer neuen Fähigkeit vertraut machen konnte, führt viele Fälle zum Erfolg. Dies freut alle sehr, nur Lucy fragt sich, warum ihre Fähigkeit gerade bei dem Geisterschädel versagt, der in einem Einmachglas bei ihnen zu Hause steht. Einmal konnte sie mit ihm reden, doch seit dem blieb er ruhig. Seine Worte gehen ihr nicht aus dem Kopf. George führt etliche Experimente mit dem Schädel durch, um ihn zum Sprechen zu bringen. Im zweiten Teil der Reihe bekommt die Agentur nunmehr den Auftrag, ein Grab auf dem Friedhof zu versiegeln. Dies scheint eigentlich eine einfache Aufgabe, nur kommt es ungewollt zu kleinen Komplikationen, bei denen ein Artefakt in einem Eisensarg entdeckt wird. Ein Spiegel, der alle, die hineinblicken, in seinen Bann zieht. Dieses Artefakt ist nunmehr sehr begehrt. Und so kommt es, wie es kommen muss. Der von Lockwood, Lucy und George versiegelte Sarg wird aufgebrochen und der Spiegel gestohlen. Natürlich ist dies noch nicht alles, denn der Besitzer des Spiegels ist der im Eisensarg liegende Edmund Bickerstaff, der durch Experimente im 19. Jahrhundert zur traurigen Berühmtheit gelang. Seine okkulten Vorhaben war alles andere als ehrenhaft und führten zu Tod und Verderben. Klar ist nun, dass Lockwood & Co. sich dem Fall annehmen und dabei auf noch mehr Geheimnisse stoßen. Die Geisterjagd mit den drei jugendlichen Agenten ist ein wahrer Spaß, wenn man mal den Ernst außer Acht lässt. Sarkasmus wird groß geschrieben und wenn andere (gegnerische) Agenten mit von der Partie sind, lassen gerade George und Lucy kein gutes Haar an ihnen aus. Dies führt zu etlichen Wort-Schlagabtauschen, bei denen ich mich fast kringelig gelacht habe. Denn gerade George, der körperlich eher ein Defizit sprich Übergewicht aufweist, ist es, der mit seinem Wissen punkten kann und sich deshalb so einiges "unschönes" für seine Konkurrenten einfallen lässt. Hoch anrechnen muss man ihm, dass er aber auch einstecken kann. Lucy hat diesmal eine große Aufgabe, denn sie muss versuchen, den nunmehr im Hause der Agentur lebenden Geisterschädel zum Reden zu bringen. Und sich keine Gedanken über die eine Tür im Haus zu machen, die sie nicht öffnen darf. Beides schwer, denn für das eine hat sie keine Lust und die Neugier für die Tür ist übermächtig. Lockwood dagegen bliebt undurchsichtig, wie auch im ersten Teil. Man bekommt nur spärliche Informationen über ihn und trotzdem hat er ein so charismatisch nettes Verhalten, dass man ihn einfach gern haben muss. Dies merkt übrigens auch Lucy und mehr als einmal gerät sie über ihn ins Schwärmen. Gut nur, dass sie sich auch zusammenreißen kann, wenn es gerade brenzlig wird. London ist ja mal wieder ein Setting, bei dem ich ins Schwärmen gerate. Geister, unnatürliche Phänomene, okkulte Beschwörungen, Übernatürliches - es gibt nichts, was nicht hierher passt. Gerade diese Kulisse bietet so einiges, um hier Geschichten stattfinden zu lassen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie hier einfach hingehören. Für mich einer der Gründe, endlich dort länger Urlaub zu machen und mich auf die Spuren der verschiedenen Geschichten zu begeben, die ich bislang über bzw. in London gelesen habe. Der Autor, der mich schon mit seinen Bartimäus-Romanen überzeugen konnte, hat mit Lockwood & Co. eine Agentur geschaffen, die mit Abenteuerlust, Witz und Charme so manche tolle Jagden veranstalten können und dabei einfach so bleiben, wie sie sind. Nett, charismatisch und intelligent. Einfach ein Trio, das man gerne haben muss. Ich freue mich auf weitere Abenteuer und bin gespannt, wie der Autor den Kracher, den er am Ende des zweiten Bandes hochgehen ließ, in die nächsten Bände mit einbaut. Fazit: Die Geisterjagd im modernen London kann ich nur mit der vollen Punktzahl bewerten.

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Worum geht’s? In Lockwood und Co – Der Wispernde Schädel geht es um die Agentur Lockwood und Co, die durch ihren letzten Fall so viel Aufmerksam bekommen haben, dass sie sich vor Aufträgen jetzt gar nicht mehr retten können. Sie stoßen auf einen Mysteriösen Fall, indem Geisterartefakte geklaut werden und ihre Besitzer bei dem Diebstahl ums Leben kommen. Gleichzeitig wird auf einem Friedhof ein Sarg geborgen, in dem aber der Inhalt auf plötzliche Art und Weise verschwindet. Jetzt liegt es an Lockwood und Co das Artefakt zurück zu bringen. Doch es birgt mehr Probleme und Geheimnisse, als sie zunächst annehmen. Und ein neuer Charakter kommt hier auch so richtig ins Spiel! Hats gefallen? Das Buch war wieder einmal richtig gut. Lucy, George und Lockwood haben wieder einmal einige Fälle zu lösen. Beginnen tut das Buch mit einem Fall, den die Gruppe gerade so löst. Darauf folgt dann der große Fall, indem sich die drei Agenten auf die Spuren dieses mysteriösen Artefakts begeben und diesmal sogar Hilfe haben. Nämlich vom Schädel, der langsam anfängt mit Lucy immer öfter zu kommunizieren. Das Buch ist im Endeffekt nach demselben Schema gestrickt, aus dem auch das letzte war, aber stören tut das absolut nicht. Denn der Fall ist wieder Einzigartig und spannend geschrieben. Man erfährt hier noch mehr über die Charaktere, aber Lockwood bleibt einfach undurchschaubar. Das ist ziemlich interessant. Ich bin gespannt, wohin das noch führen wird! Mir hat außerdem gut gefallen, dass dem Schädel und Lucy etwas mehr Raum gegeben wurde. Sie nähern sich an und das find ich ziemlich cool. Er ist ähnlich wie Bartimäus damals. Also ein witziger Sidekick, der immer mal wieder seine Kommentare abgibt! Wirklich toll. Lockwood & Co legen sich außerdem vor allem verbal mit den anderen Agenturen an, die teilweise mit zu ihren Fällen hinzugezogen werden. Das ist ziemlich lustig, vor allem, weil George eine gewisse Vergangenheit in einer anderen großen Agentur hatte. Kipps entwickelt sich in diesem Buch als richtiger Widersacher von Lockwood, Lucy und George, was mir richtig gut gefällt. Ich hoffe, da kommt noch mehr! Fazit Lockwood & Co – Der Wispernde Schädel ist ein tolles zweites Buch, das die Geschichte rund um die Agentur weitererzählt und dabei nicht langweilig wird.

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London: Es ist gefährlich sich nach Anbruch der Dunkelheit im Freien zu bewegen, denn die ganze Stadt wird von Geistern heimgesucht. Erwachsene können diese Geister nicht sehen, nur Kinder besitzen diese Fähigkeit. Aus diesem Grund haben sich mehrere Agenturen gebildet, die die Geister bekämpfen. Doch nur Lockwood & Co tut dies ohne jegliche Unterstützung von Erwachsenen. In dieser Agentur arbeiten Anthony Lockwood, Lucy und George. In London wurden sie bislang noch nicht so wirklich ernst genommen, da die großen Agenturen die meisten Siege erzielen können. Als dann Lucy und Lockwood bei einem Einsatz auch noch ein Haus abfackeln, gehen die Probleme erst richtig los. Wenn sie die Summe des verbrannten Hauses nicht aufbringen können, müssen sie ihre Agentur schließen. Da kommt ihnen der Auftrag eines großen Eisenwarenherstellers gerade recht. Er möchte, dass sie die Geister aus seinem Anwesen vertreiben. Doch irgendetwas scheint an diesem Auftrag nicht zu stimmen… Es ist recht schwierig die Geschichte zeitlich einordnen zu können. Das Buch scheint in der Gegenwart zu spielen, jedoch tauchen immer wieder Komponenten auf, die einen an die Vergangenheit erinnern. Dies hat mich jedoch nicht weiter gestört. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und es gibt immer wieder Passagen, bei denen man sich wirklich gruselt. Obwohl die Mitglieder von Lockwood & Co noch sehr jung sind, hat sich das Buch kaum wie ein Kinderbuch angefühlt. Teilweise hat mich der Aufbau der Geschichte jedoch etwas an Harry Potter erinnert, zumal es hier um eine vollkommen andere Thematik geht. Lucy hat mich immer wieder an Hermine, George an Ron und Lockwood an Harry erinnert. Es gibt auch eine besonders verfeindete Agentur, deren Mitglieder mich an Draco Malfoy und Co erinnert haben. Allerdings ist dieser Vergleich doch sehr feinfühlig und man hat nicht das Gefühl, einen billigen Abklatsch von Harry Potter zu lesen. Ganz im Gegenteil, das Buch hat mich nach kürzester Zeit in seinen Bann gezogen. Ich konnte gar nicht genug von der Geisterwelt bekommen und habe mir direkt Teil 2 gekauft. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, das so manche Ungereimtheiten auflöst. Mein Fazit: 5 ehrlichvergebene Punkte! Sehr empfehlenswert, auch für Erwachsene.

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