Leserstimmen zu
Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud

Die Lockwood & Co.-Reihe (1)

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Lucy, George und Lockwood sind Teenager, die mit ihrer eigenen Agentur – ohne erwachsene Hilfe – dem Geisterproblem in Großbritannien zu Leibe rücken möchten. Das ist nur gar nicht so einfach, wenn einem eine saftige Klage wegen einem abgebrannten Haus droht, wenn man nicht in den nächsten vier Wochen sechzigtausend Pfund auftreibt. Wo das Geld hernehmen, wenn man pleite ist? Und dann ist da auch noch dieser Geist, den Lucy, anstatt ihn sicher hinter Silber zu verbannen, aus Versehen mitgenommen hat und der sie vor immer neue Rätsel stellt. Als sie einen teuren Auftrag angeboten bekommen, zögert Lockwood nicht lange – er sagt zu. Und das obwohl sie in das wohl meist heimgesuchte Geisterhaus der ganzen Welt sollen, aus dem noch niemand, der nachts hineinging, wieder lebend hinaus kam. Allein dafür, den Auftrag anzunehmen, bietet ihr Auftraggeber ihnen sechzigtausend Pfund an und das ist nicht das einzige, das ihn ganz schön zwielichtig erscheinen lässt. Doch dieser Auftrag ist ihr einziger Ausweg. In Combey Carey Hall – dem heimgesuchten Haus – wimmelt es nur so von Geistern – doch wie sich herausstellt sind die übersinnlichen Erscheinungen nicht die einzige Gefahr… Lucy, Lockwood und George sind grundsätzlich verschiedene Charaktere. In ihre immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen legt Jonathan Stroud seinen scharfzüngigen Humor, der allen Lesern von seiner Bestseller-Reihe um Bartimäus nur zu gut bekannt sein müsste. Ganz egal wie viel man über Lucy auch erfährt, Lockwood bleibt bis zum Schluss ein verschlossenes Buch (zumindest für diesen ersten Band). Das macht wohl einen Teil des Reizes aus. Die Geschichte an sich beginnt eher langsam, mit einer ziemlich ausführlichen Schilderung der Ereignisse in dem später abgebrannten Haus. Doch dann nimmt die Handlung schnell Fahrt auf und spätestens dann, wenn Lockwood & Co. ihren Auftrag annehmen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jonathan Stroud erzählt in einer einzigartigen Mischung aus Spannung und Witz die Geschichte dreier hochbegabter Protagonisten, die einen sofort in ihre Welt hinein ziehen. Man gerät als Leser in einen Strudel, der einen immer weiter hinab zieht. Abwärts, abwärts… Es ist eine durchweg gelungene Geschichte, die allen Lesern von „Bartimäus“, aber auch allen anderen, nur zu empfehlen ist. Aber Achtung! Man sollte sicherstellen, dass man genug Zeit zur Verfügung haben, wenn man das Buch in die Hand nimmt. Also alle wichtigen Besorgungen besser vorher erledigen, damit man es dann an einem Stück verschlingen kann – oder es einen, wie man’s nimmt.

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Worum gehts? London: irgendwann. Sobald die Sonne untergeht, beginnt das Grauen in der Stadt. Geister erheben sich aus ihren Gräbern, tauchen in Häusern oder den Straßen auf und treiben dort ihr Unwesen. Woher sie kommen weiß keiner. Und das ist eines der vielen Probleme. Denn auch nur Kinder und Jugendliche können die Wesen aufspüren und sich somit vor ihnen schützen. Erwachsene haben nur die Wahl von Amuletten, da sie die Geister weder spüren noch sehen können. Sobald ein Geist einen Menschen berührt, stirbt dieser. Um diese Geisterplage einzudämmen gibt es Agenturen, die Kinder und Jugendliche beschäftigten, die die Geister vertreiben oder deren Quellen zerstören. Solch eine Agentur ist auch Lockwood & Co. Noch können Lockwood und George aber nicht mit den großen Agenturen mithalten. Das soll sich aber mit dem Fall der Seufzenden Wendeltreppe und Lucy, die sie neu ins Team holen, ändern. Zuvor jedoch hat das Team aber ganz andere Schwierigkeiten. Bei ihrem ersten gemeinsamen Fall fackeln sie das Haus ihres Auftraggebers ab und stecken bis zum Hals in Schulden. Um ihnen ihre Schulden aber zu erlassen, wird ihnen ein Fall angeboten, an dem sogar die ganz großen Agenturen versagt haben. Den Dreien bleibt nichts anderes übrig als den Fall der Seufzenden Wendeltreppe anzunehmen und zu hoffen, dass sie diesen überleben. Gut? Lockwood und Co – Die Seufzende Wendeltreppe war ein wirklich genialer Auftakt für die kommende Reihe. Das Buch ist unglaublich flüssig geschrieben, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es ist aus der Sicht von der Hauptfigur Lucy geschrieben, die unglaublich viel Humor und Sarkasmus bietet. Typisch Jonathan Stroud gibt es wieder einen witzigen Sidekick, der Sprüche raushaut, über die ich immer wieder Schmunzeln und auch mal richtig Lachen musste. Die Story ist in sich schlüssig und macht Spaß zu lesen. Der erste Fall in dem Haus fand ich unheimlich gruselig und irgendwie auch beängstigend. Am Ende dieses Falles fühlte ich mit den Protagonisten und ihrer Geldnot. Dann folgte der zweite Auftrag, um den es in dem meisten Teil des Buches geht. Auch hier fiebert man wieder mit und möchte verstehen, was da genau passiert ist. Die Idee hinter der Geschichte, dass nur Kinder und Jugendliche die Geister sehen, finde ich eine schöne Idee. Ebenso, dass sie die Geister mit eher älteren Waffen bekämpfen wie Degen, Eisenspäne, Eisenketten usw. Das scheint alles aus einem anderen Jahrhundert und nichts wirklich Modernes, was schon irgendwie im Kontrast zu dem Rest steht, den man aus dem Buch so erfährt. Schön finde ich, dass jede der drei Charaktere eigene Gaben oder Fähigkeiten hat, die das gesamte Team gut ergänzen. Lucy hat ein gutes Gehör und arbeitet nach ihrem Instinkt. George ist eher der Analytiker und recherchiert vorher viel über die Häuser und die Todesfälle dort, damit die Agenten nicht ausversehen in ihr Verderben rennen. Lockwood ist der Anführer der ganzen Gruppe und kann von allem ein bisschen. Quasi das Allround Talent der Gruppe. Ich freu mich auf jeden Fall bald die weiteren Bände zu lesen! Kurzes Fazit: Super spannendes Buch, was einen zwischendurch wirklich zum Gruseln bringt. Tolle Geschichte mit viel Humor!

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Dass das Buch gehypt wurde ist ja schon fast untertrieben, da man ja nur gutes über das Buch hört. Nach langem überlegen, ob es nicht doch zu gruselig ist (ja ich weiß, ich bin ein riesen Angsthase :)) Jedoch bin ich total froh, dass ich endlich zum Buch gegriffen habe. Zunächst erstmal zum Schreibstil des Autors, denn dieser ist einfach grandios. Alles wird sehr bildlich beschrieben und fühlt sich einfach dort. Außerdem ist er sehr flüssig und passt super zur Geschichte. Ebenso schön sind die Charaktere, die sehr schön charakterisiert sind und einfach Spaß machen und für viele Lacher sorgen. Leider haben diese manchmal etwas doof gehandelt, was mich etwas frustriert hat. Die Geschichte fand ich auch sehr spannend und konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Mich hat es auch nicht gestört, dass erst in der Gegenwart erzählt wird und man erst später was über Lucy (die Protagonistin) erfährt. Nun zum Gruselfaktor ;): Das Buch ist nicht wirklich über gruselig und es ist auch nicht ekelig oder so. Es ist ja auch immerhin ein Jugendbuch. Nach dem ersten Teil bin ich nun schon sehr gespannt auf die Folgebände!

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Vorerst anzumerken ist, dass ich die ganze Geschichte als Hörbuch gehört habe, wozu ich später noch etwas sagen werde. Zum Buch Es war sehr leicht in diese interessante Welt einzutauchen, denn schon auf Anhieb an gefiel mir das Buch. Natürlich gibt es viele Bücher, in denen Geister eine große Rolle oder sogar Hauptrolle spielen, aber in diesem Buch sind die äußerst breitgefächert und nicht nur in ihre Stärke, sondern auch den Typ unterteil, was in Glossar noch einmal hilfreich zur Erklärung nachzulesen ist, aber durch den schönen Schreibstil lässt es sich auch ohne sehr gut vorstellen. Nicht nur diese Einteilungen machen die Welt interessant, sondern auch wer sie bekämpft beziehungsweise vor ihnen beschützt. Denn das sind keine Erwachsenen, sondern hier spielen Kinder die Geisterjäger mit verschiedensten Fähigkeiten der Sinne. Dem Hören, Sehen und Fühlen. Anfangs war es ein bisschen befremdlich, denn als man in die Geschichte mit dem spannenden und vor allem lustigen Schreibstil gelangt, lernt man Kinder kennen, die in der Nacht den Geistern auf die Spur gehen - ohne Erwachsene, alleine, mit Degen und anderen für Geister scharfen Geschützen. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Mädchens namens Lucy erzählt, welche neu zu der Agentur gegen Geister "Lockwood & Co.", welche äußerst klein ist, recht unbekannt und nur zwei weitere Mitglieder hat, gehört. Sie ist mir ein äußerst sympathischer Charakter mit so viel Witz wie die anderen beiden Jungen, Anthony/Lockwood und George, haben. Es stellen sich keine Fragen zu ihr auf, auch nicht am Anfang, welcher nämlich etwas anders ist. Anstatt mit einer Vergangenheit, auf die die Gegenwart folgt, beginnt das Buch mit einem für die Agentur entscheidenden Ereignis, von welchem aus sich die Story verzweigt. Wie gesagt, verwirrt einen nichts, denn der Schreibstil schafft eine schöne Atmosphäre, in welcher man das Gegebene eben akzeptiert, bis es näher und auch logisch erklärt wird. Natürlich denkt man auch schon vorher darüber nach. Alle anderen Charaktere gefielen mir auch sehr, wobei ich mir vielleicht eine genauere Alterseinschätzung gewünscht hätte, denn zu Beginn war Lockwood für mich nur ein kleiner Knirps, bis er zu einem richtigen Jungen wurde. Man spürte bei allen Personen eine gewisse Tiefe, so klein sie teils auch sein mochten. Es erfolgt eine spannende Entwicklung in der Geschichte und zum Ende hin gab es derart viele, für mich unerwartete Wendungen, dass ich nur wissen wollte, wie es weiter geht. Es ist wahrlich so schön eine solche Geschichte zu lesen/hören, die auch Einklang von einer Detektivgeschichte besitzt mit viel Humor, einer gleichzeitig düsteren Stimmung und Überraschungen. Man merkte nur vielleicht, dass das Buch für Jüngere ist, denn in ernsten und gruseligen Situationen gab es zwar Blut und dergleichen, aber dennoch eine Auflockerung. Und dann das Ende... Ich muss weiterlesen, wobei ich wohl auf das Hören hierbei übersteige. Zum Hörbuch Anfangs musste ich mich erst einmal an die Stimme der Sprecherin gewöhnen und dachte schon, es würde nie werden, aber schließlich fand ich sie sehr passend. Sie gibt einzelnen Personen einen gewissen Klang, sodass es nicht schwer fällt, einzelne Charaktere wieder zu erkennen. Man merkt gar nicht, wie Kapitel um Kapitel vergeht. Nur empfand ich die Nachahmung eines alten Mannes etwas seltsam, womit man sich hingegen ebenfalls anfreundete. Die Sprache hatten einen angenehmen Fluss und ließ die richtigen Gefühle aufkommen.

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Lange schlich ich um die Geschichte von Lockwood & Co. herum, bis ich dann endlich einen Versuch wagte. Die Erwartungen waren hoch, immerhin scheint wirklich jeder die drei Geisterjäger zu lieben. Leider war ich gleich nach wenigen Minuten das erste Mal enttäuscht. Die Hörbuchsprecherin Judith Hoersch hat eine schöne und angenehme Stimme, und doch erinnert mich ihre Art zu lesen an ein Hörbuch für Kinder. Und mit Kindern meine ich wirklich 6-7 jährige. Klar, die Geschichte ist mit seinen sehr jungen Protagonisten auch eher für jüngere Leser. Hier hatte ich aber wirklich das Gefühl an ein Kinder-, nicht an ein Jugendbuch geraten zu sein. Die drei Protagonisten Lockwood, Lucy und George waren mir sofort sympathisch. Sie sind alle sehr unterschiedlich und liebenswert. Die Geschichte selbst, fand ich stellenweise leider sehr langweilig. Die Handlung nahm nur sehr langsam an Fahrt auf und teilweise musste ich mich einige Seiten "durchquälen", da mich die Entwicklung einfach nicht interessierte. Auch der eigentliche Fall nahm mir zu wenig Platz ein. Der Schreibstil von Jonathan Stroud ist sehr angenehm und locker. Das Ende war in sich abgeschlossen und in Ordnung. Völlig begeistert es mich leider nicht, sodass ich die Reihe nicht weiterlesen werde. Fazit: Vielleicht haben mir die hohen Erwartungen hier einen Strick gedreht, doch mich konnten dieser Auftakt leider nicht mitreissen.

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London wird schon seit Jahren von Geistererscheinungen heimgesucht und es gibt immer wieder unerklärliche Todesfälle. Auch die drei Agenten von LOCKWOOD und Co versuchen solche Fälle aufzuklären und die Geister zu vertreiben bzw. einzusperren. Doch als ihnen bei einem Fall ein Missgeschick passiert und sie unter akutem Geldmangel leiden, müssen sie einen hochgefährlichen Fall in einem der verrufensten Herrenhäuser des Landes übernehmen. Meinung: Ich bin schon länger um diese Reihe herumgeschlichen und kann nur sagen, es hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen. Es ist mal eine andere Idee von Geschichte, die spannend, fantastisch, mystisch, aber auch sehr witzig daher kommt. Die Grundidee könnte ein kleines bisschen an Ghostbusters erinnern, wobei hier nur Jugendliche die Fähigkeit besitzen, etwas gegen die Geister zu unternehmen. Mich konnte das Hörbuch fesseln und begeistern. Die Charaktere sind authentisch dargestellt und jeder mit besonderen Fähigkeiten bestückt. So ergänzen sie sich wunderbar und die Geister haben schlechte Karten. Trotz allem gibt es viele Überraschungseffekte und die Handlung ist nicht immer vorhersehbar. Der Schreibstil, der hier von Judith Hoersch gelesen wird, ist von der ersten Seite an atmosphärisch, locker und toll zu hören. Jonathan Stroud schafft es mit tollen Charakteren, einer detaillierten Beschreibung von Orten und Geschehnissen einen in die Geschichte rund um London zu katapultieren. Judith Hoersch war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach der ersten Eingewöhnungsphase konnte sie mir Lockwood, George und Lucy nahebringen, hat mit ihrer Stimme die verschiedenen Stimmungen gut rübergebracht und an den richtigen Stellen die Spannung aufrecht gehalten. Jonathan Stroud hat hier eine tolle Reihe auf den Weg gebracht, die mit sympathischen Charakteren, sonderbaren Fällen sehr facettenreich daherkommt und die Leser bzw. Hörer begeistern wird. Dies wird nicht der letzte Fall von LOCKWOOD und CO für mich gewesen sein.

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Titel: Lockwood&Co. Die seufzende Wendeltreppe Autor: Jonathan Stroud Genre: Fantasyroman (?) Verlag: cbj Seitenzahl: 432 (Amazon)Preis: 12.99 Euro (Taschenbuch) Klappentext LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren. So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht … Meinung Der Schreibstil von Jonathan Stroud ist flüssig und sehr einfach zu lesen. Da es in diesem Buch keine Verschnaufpausen gibt, ist die Geschichte vor Spannung geladen, dennoch würde dem Buch so eine kleine Pause nicht schaden. Doch der Autor reiht die Handlungen nicht einfach so zusammen, sondern schafft es alles in eine tolle Geschichte zu vereinen. In dem ganzen Buch geht es immer nur um ein einziges Thema was ich manchmal ein bisschen schade finde. Aber die Geschichte ist etwas wirklich neues, was ich sehr, sehr toll finde! Das Buch habe ich allerdings nicht selber gelesen, sondern auf YouTube angehört. Schaut dort unbedingt mal auf dem Kanal LisaReadsBooks vorbei! Sie liest extrem gut vor und hat eine angenehme Stimme. Fazit Das Buch ist sehr spannend und hat mir gut gefallen! Deshalb bekommt es von mir 4 ½ von 5 Sternen.

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Nach seinem Erfolg mit der “Bartimäus” Reihe, startet der Autor Jonathan Stroud seit dem 11. September 2013 in eine neue Welt - in die der Geisterjäger - "Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe". Auf 432 Seiten begleitet man die Protagonisten auf eine schaurige Ermittlungsreise in London. Ich danke dem CBJ-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Lucy Carlyle ist sensibel, das heißt, sie ist vor allem für gespenstische Geschehnisse in ihrem Umfeld besonders empfindlich. Da sie noch sehr jung ist, wird Lucy kurzerhand für die Aufspürung dieser Geister eingesetzt, die nehmen immer mehr überhand. Institutionen werden ins Leben gerufen, so auch LOCKWOOD & CO. … Schon als Jonathan Stroud seine Bartimäus Reihe veröffentlicht hatte, war ich begeistert von seinem kleinen Dämon, der sehr viel Witz und Charme versprühte. Doch mit “Lockwood & Co.” hat er mich noch mehr überzeugen können! Im Mittelpunkt steht hier zwar Lucy Carlyle, aber eigentlich bewegt sich der Fokus zwischen ihr und Anthony Lockwood locker hin und her. Neben Lucy gehört auch George zu seinem Team, der mehr der Kopf und Denker in dem wilden Haufen ist. Lockwood selbst kam immer wieder als Draufgänger herüber, der nicht lang fackelt, sondern sich Hals über Kopf in einen Auftrag stürzt, ohne vorher an alles zu denken. Was Lucy und ihm des Öfteren in ein großes Bedrängnis bringt, denn die Jagt nach Streunern, Waberern und vielen anderen Arten von allgemein gesprochen Geistern, ist nicht ungefährlich. In den Institutionen der “Geisterjäger” werden Teenager und Kinder bevorzugt, da sie sehr empfänglich sind für alles, was Geister aussenden. So ist auch Lucy zu diesem Job gekommen, denn ihre Gabe ist außergewöhnlich stark und die Entwicklung, welche sie im Laufe der Handlung durchläuft, wird immer greifbarer und macht sich vor allem in den gefährlichen Situationen bemerkbar. Jonathan Stroud arbeitet gekonnt mit Rückblenden in Lucys Leben, von ihren Anfängen in der Geisterjagt bis hin zu ihrem Beginn bei Lockwood & Co.. Dazwischen setzt er die Handlung ihrer derzeitigen Falles fort und beginnt die Spannung zwischen den Seiten immer spürbarer und greifender wirken zu lassen (lest das Buch in manchen Szenen bloß nicht im Dunkeln). George ist ehr der Zurückhaltende in der ganzen Handlung, er ist zwar das “Gehirn” und bekommt schnell als irgendjemand sonst heraus, was die Beiden bei den jeweiligen Fällen beachten müssen, aber er ist auch ein Miesepeter, der sich oft mit Lucy anlegt. Lockwood sprüht zwar vor Charme, aber er war nicht der Charakter, den ich gern begleitet habe, diesen Platz nimmt definitiv Lucy ein. Was wohl auch an ihrem Leben und Jonathan Strouds Erzählweise liegt. Sie setzt mit ihrem Gefühlen und vor allem ihrer starken Entwicklung den Fokus oft auf sich und ist dabei sehr angenehm und offen. Besonders ansprechend sind die ganzen Wesen, die der Autor in die Geschichte setzt, aber vor allem die jeweiligen Geschichten um diese Geister wirken unterhaltsam und ergreifend. Es werden Rätsel gestellt, die sich dem Leser wie ein Puzzle offenbaren und erst ganz zum Schluss ein Gesamtbild ergeben, dass erschreckt und doch zu einem großen Aha-Effekt beiträgt. Auch die Entwicklung des Autors selbst war es, dass mich Lockwood & Co. so nahe gebracht hatte, denn hier fließt sein Erzählstil leicht dahin und ergriff mich als Leser gleich vom ersten Kapitel an. Er erklärt offen und einfach, bleibt dabei aber mit seinem gewohnten Witz und einer Raffinesse zum Erzählen auch der Bartimäus Reihe treu und baut aber seinen Wortschatz und die Figuren hier viel besser aus, sodass es eine wahre Freude ist, Seite um Seite die Geschichte zu erforschen. Für mich war sein Buch eine gute Mischung aus Krimi, Fantasy, gepaart mit einer großen Portion Gruselfaktor. “Lockwood & Co.” ist spannend, außerordentlich unterhaltend und trumpft mit gut ausgearbeiteten Charakteren und zahlreichen, gespenstischer Wesen auf !

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