Leserstimmen zu
Nacht ohne Angst

Angélique Mundt

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Nacht ohne Angst

Von: Manuela Hahn

20.06.2016

Inhalt: Eine Patientin der Psychiatrie wird tot aufgefunden, erhängt in ihrem Badezimmer, die Schubladen ihres Zimmer sind durchwühlt, es fehlen Bargeld und ein Tagebuch. Schnell wird der Vorfall als Selbstmord zu den Akten gelegt, als eine weitere Patientin tot aufgefunden wird und diesmal handelt es sich zweifelsfrei um Mord. Die behandelnde Ärzte Tessa Ravens, versucht im Alleingang, den Mord und die Umstände die zum Selbstmord der 1. Patientin führten, aufzuklären und gerät immer wieder mit dem Ermittelnden Kommissar Torben Koster aneinander, zu dem sie sich privat sehr hingezogen fühlt. Meine Meinung: Bei *Nacht ohne Angst* handelt es sich um einen unaufgeregten Krimi, ohne blutrünstigen Serienkiller,der erst zum Schluss den Herzschlag der Leser etwas in die Höhe treibt. Die Geschichte lebt von einer intelligenten aber etwas naiven Protagonistin die mit Herzblut und Engagement für ihre Patienten lebt und sich ohne groß zu überlegen auch in brenzlige Situationen begibt, wenn sie glaubt ihnen damit helfen zu können. Geschickt führt Frau Mundt ihre Leser auf eine falsche Fährte um am Ende mit einem überraschenden Ende zu Punkten. Alles in Allem überzeugt das Buch durch eine intelligente Handlung und einem sehr angenehmen Schreibstil, einzig die Liebesgeschichte zwischen Tessa und Koster, empfand ich als überflüssig und ein klein wenig störend.

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Eine Patientin der Hamburger Universitätspsychiatrie wird erhängt im Bad aufgefunden. Ausser dass ihr Tagebuch und ihre Geldbörse fehlen deutet nichts auf ein Gewaltverbrechen hin. Tessa Ravens, behandelnde Therapeutin, kann trotzdem nicht an Selbstmord glauben, sie versucht, die ermittelnden Kommissare Torben Koster und Michael Liebetrau von ihrer Skepsis zu überzeugen, allerdings mit wenig Erfolg. Als wenig später eine zweite Patientin offensichtlich ermordet wird, stellt sich für alle die Frage, wie die beiden Todesfälle zusammenhängen und was dahinter steckt. Angélique Mundt gelingt in diesem Erstlingswerk ein solider Krimi, welcher bis am Schluss viele Verdächtigen aber keine konkrete Spur präsentiert. Die Geschichte ist eher gemächlich erzählt, lässt trotzdem eine gewisse Spannung nicht vermissen. Die Figuren sind einfühlsam und plastisch gezeichnet, die Klinikatmosphäre gut wiedergegeben ohne durch zu viel Faktenwissen zu erschlagen, über das die Autorin, welche selber Psychologin ist, durchaus verfügen würde. Zwischenmenschliche Spannungen und andere Gefühlsverwirrungen runden die Geschichte ab. Fazit: Ein solider, gut aufgebauter Krimi mit allem, was leichten Lesegenuss mit Spannung ausmacht. Empfehlenswert.

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Der Debütroman einer Psychotherapeutin

Von: Monika Stutzke aus Berlin

28.08.2013

Als eine Patientin in der Klinik erhängt aufgefunden wird, ist Tessa Raven, die behandelnde Ärztin so ziemlich die Einzige, die nicht an Selbstmord glaubt. Sie ist sich sicher, dass es sich um Mord handelt, denn warum sollte die Patientin sich umbringen, gerade jetzt, wo die neuen Medikamente so gut angeschlagen haben? Kurz darauf gibt es eine weitere Tote, bei der es sich eindeutig um Mord handelt. Wer ist für die Morde verantwortlich? Der Kommissar Torben Koster und sein Kollege Liebetrau, von ihm Liebchen genannt, übernehmen die Ermittlungen. Im Umgang mit den Patienten müssen sie eng mit Tessa zusammenarbeiten, der das Wohl der Patienten über alles geht. Verdächtige gibt es einige, aber Motive? … Wer kann besser Geschehnisse aus einer Psychiatrie wiedergeben, als Beteiligte, die dort gearbeitet haben? Die Autorin Angélique Mundt hat Psychologie studiert und längere Zeit in der Psychiatrie als Ärztin gearbeitet. Schon von daher kann man davon ausgehen, dass die Krankheitsbilder der Patienten, Behandlungsmethoden und das ganze Umfeld in der Psychiatrie realitätsnah wiedergegeben wurden. Die Autorin lässt in der Klinik in der Abteilung der Psychiatrie einen Mord geschehen. Während der Ermittlungen kommen sich Torben Korber und Tessa näher. Jeder der beiden hat eine Vergangenheit und sein „Päckchen“ zu tragen, das sie mit sich rumschleppen. Trotzdem sie es sich nicht leicht machen, geht es ein wenig schnell mit der Liebesbeziehung der beiden. Das hätte man meiner Meinung ein wenig ruhiger angehen können. Bei den Ermittlungen im Mordfall ist lange Zeit alles offen. Die Autorin geht langsam an die Sache ran, bietet aus jeweils einer anderen Sicht einen neuen Verdächtigen, so dass man als Leser selbst Vermutungen anstrebt, die wie bei mir in die falsche Richtung gingen. Immer neue Erkenntnisse kommen hinzu und lassen die Hypothesen auseinanderbrechen, die man sich gemacht hat. So bleibt der Leser bis zum Schluss neugierig und fiebert der Lösung entgegen. Die Autorin baut zu Beginn eine Spannungskurve auf, die auch fast gleichförmig durch den Roman geht. Höhen oder Tiefen sind eher selten, so dass der Roman auf einer Ebene bleibt. Die Protagonisten Tessa und Torben sind sympathisch und als Leser kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen. Es ist das Erstlingswerk der Autorin und man kann jetzt schon gespannt sein, wie sie ihre Figuren in weiteren Folgen ausbauen wird.

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