Leserstimmen zu
Eine kurze Geschichte der Menschheit

Yuval Noah Harari

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Wie konnte der Mensch es schaffen, zu glauben, die Erde zu beherrschen? Welche Errungenschaften, Freiheiten, Möglichkeit, Zwänge und Fehler haben ihn dazu geführt? Welche Schritte sind wir gegangen, vom aufrechten Gang bis zum digitalen Zeitalter? Yuval Noah Harari erklärt es. In seinem – im Vergleich zur Erdengeschichte doch sehr kompaktem – Buch erzählt er von der kognitiven, landwirtschaftlichen und wissenschaftlichen. Mit den vielen Vielleichts der Historiker zeigt er dabei nicht nur einen möglichen Weg auf und gibt zu, wo Lücken sind. Biologische wie kulturelle und industrielle Phänomene werden beleuchtet, erklärt und mit Beispielen versehen. Das – natürlich – offene Ende stellt die Frage nach dem Götterstatus der Menschen und den selbst auferlegten Normen. Ich war von dem Buch gefesselt. Gerade der erste eher biologische Teil von Eine kurze Geschichte der Menschheit war faszinierend und aus meiner Sicht überaus interessant. Nicht, dass die späteren kulturellen Entwicklungen nicht ebenso beachtenswert sind, aber die natürliche Auslese, die Entwicklung zum homo sapiens ist ein reines Wunder der Natur aus meiner Sicht und ebenso eine erschreckende Entwicklung. Das zeigt auch das Buch auf. So führt Harari beispielsweise die Vermehrung der Menschen in Bezug zur Vermehrung von domestizierten Tieren (Hühnern, Schafen, Kühen) und zeigt gleichzeitig, dass dieser massentechnische Evolutionssieg für diese Lebewesen oft mit einem einzigen Leidensweg (Nahrungsmittelproduktion) verbunden ist. Ohne zu belehren geht Harari diesen Weg. Stellt die Aufgabe des Normadentums eben nicht nur als geniale Entwicklung dar, sondern belegt welche Einbußen der Mensch dafür hingenommen hat. Dieser reflektierte Blick zieht sich durch das Buch, das mitnichten eine Lobpreisung des großartigen Menschen ist, sondern Positives wie Negatives gegeneinander stellt. So bleibt das Buch auch relativ wertfrei, zeigt kein: Nur so ist es richtig, sondern vielmehr ein: So ist es nunmal. Etwas schwieriger zu lesen, aber nicht weniger interessant, ist das Buch in Bezug auf die „jüngere“ Geschichte. Vielleicht fand ich die wissenschaftliche Revolution aber auch deswegen nur bedingt ebenso fesselnd wie die kognitive, weil mein Kulturwissenschaftlicher Hintergrund mir da einiges schon vorher klar gemacht hat. Vielleicht ist es aber auch einfach leichter mit einem weiteren Blick auf die frisch entstandenen Menschen zu sehen, als die Fehler der direkteren Vorfahren vorgeführt zu bekommen – und damit mitunter die eigenen. Höchst wissens- und damit auch lesenswert ist Eine kurze Geschichte der Menschheit. Mit einem wunderbar unterhaltsamen Stil, der weniger belehrt, als anekdotenreich informiert und die großen Punkte der Menschheitsgeschichte auf so einfache Weise darlegt, kann ich es nur empfehlen.

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Eine Geschichte der Menschheit kann schon aus praktischen Gründen kaum kurz sein, will man gründlich sein. Doch das ist kein Problem in Hararis unterhaltsamen und kurzweiligen Aufriss über die Entstehung der Menschheit von den ersten Höhlenbewohnern bis zum technikbesessenen Kapitalisten der Neuzeit. Dabei werden etliche Fragen aufgewogen und teilweise auch geklärt, zum Beispiel: Was macht uns zum Menschen? Warum sind wir die einzig überlebende Menschenart, und was wäre gewesen, wenn alles anders gekommen wäre? Auch historische und entwicklungsgeschichtliche Themen werden näher in Hararis Buch erläutert, unter anderem die landwirtschaftliche Revolution und ihre Konsequenzen sowie die Einführung eines allgemeingültigen Zeitsystems. Dabei werden die verschiedensten Ansätze und Theorien zusammengetragen und näher analysiert, vor allem aus den Bereichen der Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft und Anthropologie. Das mag jetzt furchtbar trocken klingen, ist es aber nicht. Wer schon immer einmal wissen wollte, was uns Mensch zum Menschen macht und ob wirklich alles Gold ist, was glänzt, der sollte einen genaueren Blick auf “Eine kurze Geschichte der Menschheit” werfen. Es kommt nicht häufig vor, dass ich meinem Mann Stellen aus einem Buch vorlese, die ich interessant genug finde, um sie mit ihm zu teilen, aber hier ist dies so einige Male vorgekommen. Was ich besonders spannend finde, ist nicht nur die Nacherzählung dessen, was bereits passiert ist. Harari nimmt sich auch die Zeit zu ergründen, was hätte passieren können, wären nur kleine Weichen der Menschheitsgeschichte anders gestellt worden – eine durchaus spannende Idee. Was wäre zum Beispiel gewesen, wenn der Neandertaler nicht ausgestorben wäre? Andererseits spinnt der Autor die Geschichte auch weiter und blickt dabei mutig in die Zukunft. Mit Schreckensszenarien wie Globaler Erwärmung, genetischen Manipulationen und immer heftigeren Kulturkämpfen, die immer wieder in den Nachrichten Erwähnung finden, was ist der Weg der Menschheit? Werden wir uns eines Tages selbst zerstören? Oder besteht noch Hoffnung, dass wir die Kurve kriegen bevor wir unsere Umwelt komplett zerstört haben? Kriegen wir die drohende Überbevölkerung in den Griff? Harari ist mit diesem Buch ein fantastisches Werk gelungen, das zum Denken anregt und herrliche Diskussionsgrundlage werden kann. Er ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem. Glückwunsch auch an Übersetzer Jürgen Neubauer für seine erstklassige Arbeit, die sehr zum Lesergenuss beiträgt. Absolut empfehlenswert für Sapiens, die schon immer alles wissen wollten!

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Thalia Buchhandlung Berlin GmbH & Co. KG

Von: Monika Mannke aus Berlin

30.08.2013

Ein genialer Tripp durch unsere Geschichte – Lesegenuss pur! Man weiß ja eigentlich, was kommt – und ist trotzdem gespannt, wie es weiter geht. Zum Weiterempfehlen!!

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Mayersche Buchhandlung GmbH & Co. KG

Von: Martin Müller aus Wuppertal-Barmen

28.08.2013

Salopp und sehr flüssig geschrieben. (..) Für Leser von Bill Bryson. Mein Top-Titel fürs Sachbuch-Weihnachtsgeschäft.

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Buch-Service und Internethandel

Von: Dana Schneider aus Schwepnitz

28.08.2013

Harari's Buch ist sensationell. Er verarbeitet hier nicht nur geschichtliches Wissen mit offenem und klugem Blick, sondern gibt auch philosophische Denkanstöße. Ein Buch, was uns helfen könnte, uns selbst besser zu verstehen und Lösungsansätze für ökologische Probleme zu finden. Muss man lesen!

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Buchhandlung Graff GmbH

Von: Stefanie Westenberger aus Braunschweig

28.08.2013

Spannender kann ein Krimi nicht sein – solche Sachbücher wollen wir lesen! Für alle Neu- und Wissbegierigen Leser jeden Alters. Einfach grandios.

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