Leserstimmen zu
Jörg Zink. Eine Biographie

Matthias Morgenroth

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Das Buch ist unbedingt zu empfehlen

Ameis Buchecke, Hildesheim

Von: Claudia Kühl, Ameis Buchecke aus Hildesheim

11.12.2013

Fast 500 Veröffentlichungen unterschiedlichster Art hat Jörg Zink in seinem langen Leben auf den Weg gebracht zu den Menschen, denen er von Gottes Liebe erzählen wollte – und noch immer will: Theologische Fachbücher, seine Übersetzung der Bibel in heutige verständliche Sprache, ein Buch über Mystik, auch eine Autobiografie. Geschenkbücher mit von ihm selbst fotografierten Bildern, sorgfältig zum Text passend ausgesucht, gehören ebenso zu seinem Werk wie Filme und politisch „anstößige“ Schriften. Er war ein Meister der großen Bibelarbeiten auf dem Evangelischen Kirchentag, engagierte sich in der Friedensbewegung und trug den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung als einer der ersten in die Kirche. All dieses kommt zur Sprache in der Biografie über Jörg Zink, die der Germanist und Theologe Matthias Morgenroth geschrieben hat. Der Leser erfährt von Jörg Zinks Herkunft, von seinen Eltern, die ihre Vision von einer gerechten Welt, in der die Menschen in Ehrfurcht vor den Mitgeschöpfen leben, mit ihrem Leben bezahlten. Seine Prägung durch den Verlust der Eltern in sehr jungen Jahren, durch intensive Naturerfahrungen auf der heimatlichen Schwäbischen Alb, durch Grenzerfahrungen und Bewahrungserlebnisse im 2. Weltkrieg wird deutlich. Das Buch ist nicht nur eine Beschreibung dieses bewegten Lebens. Es ist zugleich eine Einführung in das umfangreiche Werk Jörg Zinks geworden und ebenso ein Stück protestantische Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie Matthias Morgenroth seinen fortlaufenden erzählenden Text mit originalen Textteilen aus Zinks Werk verwebt und so in gewisser Weise gemeinsam mit diesem die Biographie schreibt. Das liest sich flüssig und gut verständlich. Vorgestellt wird ein außergewöhnlicher und vielseitig begabter Mensch, der seine Gaben unermüdlich dafür einsetzt, die Welt lebensfreundlicher zu machen. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen für Menschen, denen Jörg Zink so etwas wie Lebensbegleiter war, ebenso wie für Menschen, die ihn neu für sich entdecken möchten.

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Ein gutes Buch.

Von: Johannes Muthmann aus Salzgitter

23.05.2013

Matthias Morgenroth gelingt es , das Leben des bekannten Fernsehpfarrers, Kirchentagsautors und Bibelarbeiters darzustellen. Immer werden Ereignisse seines Lebens mit Glaubensthemen verbunden. Drei größere Abschnitte kristallisieren sich heraus: 1. Kindheit und Jugend In seinem Elternhaus erlebt er eine starke Naturverbundenheit. Sie führt zur Mystik und Fragen nach Gott. 2. Kriegserlebnisse Als Bordfunker der deutschen Luftwaffe steht er in der Faszination für Technik und gerät in Schuldverflochtenheit. In einer persönlichen Begegnung mit einem französischen Gefangenen, der sich bekreuzigt, begegnet er der schmalen Gestalt Jesu. 3. Nachkriegszeit Auf seinen vielen Arbeitsfeldern als Pfarrer und freier Mitarbeiter, sowie in öffentlichen Medien versteht es der Theologe, Worte des Glaubens und Gottes freundlich, ja faszinierend zu formulieren. Auf zahlreichen Evangelischen Kirchentagen wird er zum prominentesten Theologen, dem tausende Menschen an den Lippen hängen. Ja, er wird zur Kultfigur, die es durchaus versteht, um friedenethische und ökologische Themen zu streiten und gesellschaftskritische Positionen zu beziehen. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der grünen Bewegung und hat in Mutlangen mit demonstriert gegen den erneuten Raketenaufbau der USA. Kämpferisch, meditativ kommunizieren sind seine Stärken in bildhafter Sprache. Das Ganze wird besonders deutlich durch bisher unveröffentlichte Privatfotos und Originaltexte . Sehr lesenswert.

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Von: Heidi Nipp aus Mauren LI

30.04.2013

Die Biographie von Jörg Zink ist sehr spannend zu lesen. Man staunt über sein reichhaltiges Leben und die Kraft, die er immer wieder bekam, sei es aus der Natur oder dem Glauben. Seine Kindheit war schon ausserordentlich. Er wurde früh Waise. Das hat ihn schon stark geprägt. Seine ersten mystischen Erfahrungen machte er als Kind im Wald , wo er sich oft alleine aufhielt. Sehr intensiv waren die Erlebnisse und Begegnungen während des zweiten Weltkrieges als Funker und Pilot, wo er täglich mit dem Tod konfrontiert wurde. In dieser Zeit lernte er Goethes Faust und den ganzen Hyperion Hölderlins und zahllose Gedichte auswendig um sich abzulenken und Überlebenskraft zu schöpfen. Aus diesen Erfahrungen kommt auch sein Einsatz als Politiker im späteren Leben. Jörg Zink engagiert sich öffentlich in der Friedensbewegung und er ist Gründungsmitglied der Grünen Partei. Sein grösstes Arbeitsfeld war seine Tätigkeit als reformierter Pfarrer. Grosse Bekanntschaft erlangte er durch seine Auftritte im Fernsehen, das „Wort zum Sonntag“, die Filmdokumentationen für die er oft in den nahen Osten reiste und die Kirchtage. Nicht zu unterschätzen sind seine zahlreichen Bücher in denen er uns den Weg zu einer glaubwürdigen Theologie zeigt und uns die Mystik näher bringt. In dieser Biographie sind sehr viele Zitate aus seinen Büchern und Vorträgen sowie zahlreiche Fotos aus seiner privaten Sammlung eingeflochten. Nebst seiner anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit war Jörg Zink Ehemann und Vater von vier Kindern. Dieses Buch kann ich allen wärmstens empfehlen. Man lernt einen ausserordentlichen intelligenten Mann und eine starke Persönlichkeit mit vielen Talenten und Interessen kennen. Das Buch gibt Kraft und Vertrauen in das Leben und an Gott.

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