Leserstimmen zu
Doctor Sleep

Stephen King

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Doctor Sleep

Von: ElaLettrice

13.08.2015

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch rein zu kommen. Hatte lange kein Buch von Stephen King gelesen. Irgendwann flutschte es dann aber. Sonntags hatte ich nicht mal Zeit für meine Freundin und musste sie mit sehr knappen Nachrichten abspeisen, weil ich das Buch nicht weglegen konnte. Es ist von Vorteil wenn man Shining gelesen oder auch gesehen hat, denn Doctor Sleep knüpft eigentlich nahtlos an. Auch während der Handlung in Doctor Sleep kommen oft Personen und Situationen aus Shining ins Spiel. Die Geschichte, ist absolut fesselnd und sehr schön geschrieben. Dan ist mir sehr sympatisch gewesen und auch Abra habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sogar das Ende hat mir gut gefallen, was ja bei Stephen King immer so ne Sache ist. Es war stimmig und nicht so offen wie es bei vielen anderen seiner Bücher der Fall ist. Wie immer möchte ich nicht zu viel Preis geben, denn sonst macht ja das Lesen keine Freude mehr. Mein Fazit: Ich habe schon viele Bücher von Stephen King gelesen und muss sagen, das Doctor Sleep zu meinen Favoriten zählt. 5 von 5 Sternen würde ich geben. Für Stephen King Fans ein absolutes Muss, aber auch alle Thriller-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten.

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Doctor Sleep ist die Fortsetzung des Buches „The Shining“, das bereits vor einigen Jahren erschienen ist. Da ich „The Shining“ bisher noch nicht gelesen habe, habe ich befürchtet, dass mir der Einstieg schwer fallen oder mir einige Zusammenhänge fehlen könnten. Erfreulicherweise ist das Buch jedoch so geschrieben, dass man auch ohne Kenntnis des ersten Teiles keinerlei Schwierigkeiten hat, alles zu verstehen. Mein erster Gedanke war „Oh, ist ja doch ganz schön dick“, die Geschichte ist aber so geschrieben, dass es sich schnell und einfach liest – nach einer guten Woche war ich durch mit dem Buch. Die ersten Seiten machen einen Eindruck, als wäre es ein Buch, das man besser nicht unmittelbar vor dem Schlafen geht liest – der Anfang war also tatsächlich etwas gruselig (ich weiß, es ist Stephen King und das zeichnet die Bücher ja auch), dennoch habe ich nach den ersten paar Seiten noch schnell etwas lustiges im Fernsehen geguckt, bevor ich schlafen gegangen bin. Es zeigt sich aber schnell, dass das Buch insgesamt, dann doch weitaus weniger gruselig, sondern in erster Linie einfach nur spannend ist. Es fiel mir jedes Mal aufs Neue schwer, mit dem Lesen aufzuhören und schlafen zu gehen. Fazit Das Buch ist auf sehr angenehme Art geschrieben, macht Spaß zu lesen und hat eine interessante, spannende Geschichte, die im richtigen Maß eine teilweise unheimliche Spannung erzeugt. Mir hat es sehr gut gefallen.

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Klappentext: Eine mörderische Sekte hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu einem seiner berühmtesten Romane zurück: Der kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist nun erwachsen. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Auch das Mädchen Abra hat das Shining. Kann er sie retten? Mein Umriss: 35 Jahre nachdem das Overlook-Hotel niedergebrannt ist hat Dan Torrance, der kleine Junge der die Katastrophe damals überlebte, seine Berufung gefunden. Um dahin zu gelangen ging er durch die Alkoholsucht und lebte wie ein Vagabund. Jetzt arbeitet er in einem Hospiz, in dem er seine Fähigkeiten bei den Menschen einsetzen kann, die seine Hilfe am nötigsten brauchen. Bei den Sterbenden. Diesen hilft er durch sein Wesen, seine Ruhe und seine Geduld beim Übertritt in den ewigen Schlaf. In diesem Hospiz bekam er auch den Titel Dr. Sleep. Als er sein Zimmer in einem Turm des Hospizes bezog, fand er dort eine alte Tafel. Auf dieser Tafel erschienen Nachrichten, die er zuerst nicht zuordnen kann, bis ein Mädchen sich in seine Gedanken einschleicht. Per Gedankenübertragung wird der Kontakt immer intensiver, bis sie sich kennen lernen. Was Dan von ihr dann erfährt, ruft die alten, vergessen geglaubten und im Alkohol ertränkten Erinnerungen wieder hervor. Abra verfügt ebenso wie er über das Shining und daher sieht sie sich durch eine seltsame Gruppe verfolgt. Diese Gruppe weiß von Abras übermäßigem Steam, der Hauch den sie im Sterben ausstoßen würde, der ihnen das weitere Leben sichern würde. Dan will ihr von nun an Helfen, zumal er eine ganz besondere Beziehung zu ihr und ihrer Familie sieht. Dadurch gerät er ebenfalls ins Visier Abras Verfolger…. Mein Eindruck: Schon auf den ersten Seiten war ich von der Story gefesselt. Leider driftete King nach ca. 30 Seiten in gähnende Langeweile ab, die erstmal nicht enden wollte. Ich gab dem Buch eine Chance bis Seite 200, wollte dann aber doch erfahren, ob er sich mit der Handlung doch noch berappelt. Nach der ersten Hälfte gewann die Story endlich an Fahrt und ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wobei ich mir trotzdem die Frage stelle, warum gerade um dieses Buch so ein Hype veranstaltet wurde. Es ist wahrlich nicht Kings bestes Werk und kommt nicht mal annähernd an Shining, dessen Fortsetzung es ist, heran. Für die zweite Hälfte hat sich der Kampf durch die erste Hälfte gelohnt, auch wenn sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Mir hätte es gereicht, wenn erwähnt worden wäre, dass Dan Torrance wie auch damals sein Vater dem Alkohol verfiel und mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker den Weg aus der Sucht fand. Die immer sich wiederholenden Sitzungen der AA an denen Dan teilnahm und wann er welche Auszeichnungen bekam, bläht das Buch nur unnötig auf und bremst die eigentliche Story unangenehm. Eine Sache jedoch berührte mich ganz besonders. Es war das Erlebnis mit Deenie. Das Mädchen gabelte Dan in einer Kneipe auf und er verbrachte die Nacht mit ihr. Gemeinsam mit Deenie gab er sein Geld für Kokain aus, welches sie gemeinsam konsumierten. Am Morgen wollte er sich so gar nicht gentlemanlike klammheimlich verkrümeln, als plötzlich ein kleiner Junge vor ihm stand, der nach seiner Mutter fragte. Als der Junge die Kokainreste auf dem Tisch sah, meinte er es wäre Zucker und wollte hin. Dan beseitigte das Kokain und legte es an eine Stelle, an die der Junge nicht ran kam. Danach klaute er Deenie noch 70 Dollar und verschwand. Ein Erlebnis, das ihm Jahre später noch zu schaffen machte. Mein Fazit: Lesbar, wenn auch nicht überragend. Es gibt bessere Werke von King

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Danny, der kleine Junge aus "The Shining" ist erwachsen geworden. Nach dem er dem Overlook entkommen ist und sein Shining zumindest stellenweise in den Griff bekommen hat, hat sich sein Leben allerdings doch nicht so leicht gestaltet wie er es gerne gehabt hätte. Abgerutscht in den Alkohol versucht er sich jetzt als Hilfe in einem Hospitz und bei den Anonymen Alkohlikern. Doch bald muss Danny erkennen, dass er nicht der einzige ist, der vom Shining verfolgt wird. Das kleine Mädchen Abra kontaktiert ihn unbewusst - bereits im zarten Alter von zwei Jahren. Lange bleibt die Verbindung still und Danny glaubt an Zufall. Doch Abra muss nicht nur mit ihrem Shining fertig werden, sie wird auch noch bedroht, denn ein mysteriöser Zirkel ist hiner ihr. Kann Danny Abra helfen ihre Kräfte zu kanalisieren und gegen "die Wahren" anzukommen? ----- "The Shining" hat bis heute noch einen Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Nächtelang hat mich das Shining verfolg und gleichzeitig nicht losgelassen. Mit "Doctor Sleep" habe ich meine eigene Therapie begonnen um selbst mit dem Overlook abzuschließen. Doch die Therapie war leichter als erwartet. Nach den ersten Seiten, in denen man man rückblickend an das Overlook und seine Grauengestalten erinnert wird startet die Geschichte relativ seicht und einfach. Man verfolgt Danny in seinem Leben, nachdem er das Shining in den Griff bekommen hat und seine Horrorkreaturen wegsperren kann. Ein Leben voller Alkohol und Abstürzen, allerdings größtenteils Shining-frei. Erst mit dem Auftreten von Abra bekommt man es wieder mit einem kleinen Kind zu tun, dass über Kräfte verfügt die nicht nachvollziehbar sind, stärker sogar noch als die von Danny. Das Paranormale nimmt zu die Geschichte zieht an Geschwindigkeit an. Der richtige Nervenkitzel den man aus "The Shining" kennt bleibt jedoch eigentlich die ganze Zeit aus. Das Grauen ist nicht so unbegreiflich und ungreifbar wie im Original. Dadurch hält sich der Grusel und die Verfolgung in Grenzen. Nichts desto trotz kann die Geschichte gerade mit der kleinen Abra an Spannung gewinnen und fesseln. Das Shining ist eben vielfälltig und muss sich nicht immer nur in Geistern und Visionen manifestieren. Wer die richtigen Grauensszenen aus "The Shining" erwartet, der wird enttäuscht. "Doctor Sleep" ist viel zahmer und weniger nervenzerreißend. Eine gute Story die auf den selben Fähigkeiten basiert, allerdings in eine viel weniger klaustrophobische Richtung abweicht. Gerade diese Bedrängnis hat "The Shining" ausgemacht doch dazu ist die Gefahr in "Doctor Sleep" schlicht und einfach immer zu weit weg. Wer Paranormales sucht, der wird auf jeden Fall fündig und darf auch auf eine gute und spannende Story gespannt sein, sobald die kleine Abra auf den Bildschirm tritt. Wer allerdings mehr auf den Horro wartet, der wartet vergeblich und lange. Meine wirkliche "Angst" vom Original ist ein wenig kuriert, der Nachfolger kann nicht den selben Schrecken verbreiten. Vielleicht habe ich "The Shining" schlicht und einfach zu früh in die Finger bekommen - doch genau daduch ist es mir immer noch im Kopf geblieben und hat meine Liebe zum Horror sicherlich mitgeprägt. Eine interessante Fortsetzung, aber sie kommt um Längen nicht an das Original heran. Dazu sind die Charaktere zu ausgewachsen und zu bedacht wenn es um das Shining geht. Vier Neuner gibt es trotzdem - wenn man die Story abgekopelt von seinem Original betrachtet kann sie durchaus (auf eine andere Weise) überzeugen.

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Gibt es die Leute, die Sachen sehen, die andere nicht sehen? Selbst wenn - mal ehrlich, wer würde ihnen glauben? Auch dem Protagonisten in Kings Fortzsetzungsroman zu Shining hat das hellsichtige Sehen und er würde das unter keinen Umständen an die große Glocke hängen. Doch er ist nicht der Einzige und es beginnt eine Odyssee um mysteriöse Leute, Zustände und auch um das Leben eines Mädchens... Eine mörderische Sekte ist in Amerika unterwegs - diese haben es auf abgesehen, welche das "Shining" haben. In der Fortzsetzung zu Shining spielt auch hier der kleine Danny, der nunmehr der erwachsene Dan Torrance ist, die Hauptrolle. Die Vergangenheit scheint ihn nicht loszulassen und so steckt er den Kopf in den Alkohol und versucht so zu vergessen. An einem Ort, Frazier, angekommen, schließt er sich der AA-Gruppe an und möchte Abschied zum Alkohol nehmen. Das Shining setzt er nun nur noch in seinem Beruf ein, er spendet in einem Hospiz Sterbenden Trost und hilft ihnen, den Übergang zu finden. Dort ist er bekannt unter Doctor Sleep. Während er sich hier ein normales Leben aufbaut, hat es die 12jährige Abra nicht leicht - auch sie "leidet" unter Shining. Und sie sieht beunruhigende Dinge - die Sekte, die es auf Kinder abgesehen hat und deren Shining. Sie sehen unscheinbar aus und sind nicht als Monster zu erkennen, ernähren sich aber von Kindern. Nun sind sie hinter Abra her, da diese ein unscheinbar starkes Shining besitzt. Diese verbindet sich telepathisch mit Dan und die beiden machen sich daran, diese Sekte aufzuhalten... Gleich vorneweg - ich habe Shining nicht gelesen, nur als Film gesehen und trotzdem kann man eigentlich nahtlos anknüpfen. Die Rezensionen zu diesem Buch haben ein weites Spektrum, die Meinungen sind grundverschieden und man merkt doch, wie sehr unterschiedlich die Geschmäcker und Wahrnehmungen jedes einzelnen Lesers sind. Man merkt hier gleich, dass King versucht, so zu schreiben wie früher. Dennoch ist es doch etwas anderes, als einen frühen King in den Händen zu halten. Wie man ihn aber kennt, geht er genaustens auf die Charaktere ein und zeichnet dem Leser ein unfassbar klares Bild über diese und deren Umgebung. Es ist fast, als wäre man selber mitten dabei. Angemerkt sei hierbei, dass die Spannung trotz fehlender Horrorelementen stark aufgebaut ist. King geht hier mehr auf die psychischen Elemente ein und wie er hier über den Alkoholismus schreibt, merkt man, dass er selbst damit Bekanntschaft gemacht hat. Viele scheinen ihn daher nun zu verurteilen, aber im Grunde sind Alkoholiker, die den Weg hieraus geschafft haben, sehr starke Menschen und wenn sie dies öffentlich zugeben, macht sie das nur noch stärker - aber genug abgeschweift! Es ist logisch, dass auch ein Schriftsteller irgendwann einmal evtl. einen anderen Stil wie seine früheren Werke entwickelt, da er ja auch mit der Zeit geht und sich selbst weiterentwickelt sowie seine Persönlichkeit. King hat hier vor alle Dan sehr detailgetreu gezeichnet. Man liebt ihn, man hasst ihn in manchen Momenten, aber vor allem steht man durchgehend hinter ihm. Er ist ein ehrlicher, offener Mensch - nur zu sich selbst nicht so ganz! Als man aber auch noch Abra begegnet und wie die beiden sich verstehen, hat man hier ein Rad, das sich zu drehen versteht. Irgendwie fand ich meines Erachtens die Sekte eher als nebensächlich, auch wenn es hauptsächlich um diese geht. Es ist wie im richtigen Leben, die bösen Dämonen verfolgen einen und man wird sie nur los, wenn man sich genau diesen stellt statt abzuhauen. Viel eingehender geht King in seinem Roman auf die zwischenmenschlichen Bürden und ihren Dämonen ein, wie sie damit umgehen und fertig werden. Der Schreibstil und die Spannung, die sich immer wieder zwischen den Dialogen aufbaut, haben mich als Leser gefesselt und mitgenommen. Auch nach Beenden des Buches konnte ich noch nicht ganz loslassen und hätte am liebsten noch weiter gelesen. Auch wenn die Rezensionen hier weit auseinandergehen und viele bekunden, dass dies ein untypischer King sei und daher nicht ganz so lesenswert wie seine älteren Werke, kann ich die Fortsetzung von Shining bedenkenlos weiterempfehlen. Auch hinter diesem Werk steckt ein großartiger King, welcher sich einfach auch durch die Zeit weiterentwickelt hat - weiter so!

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Das Buch hat mir nicht besonders gefallen und ich finde, dass es mit “Shining” überhaupt nicht mithalten kann. “Shining” ist athmosphärisch dicht, es ist beklemmend, düster und furchteinflößend. Diese Komponenten fehlen für mich in “Doctor Sleep” fast gänzlich. Zunächst einmal konnte ich mich mit den Hauptfiguren der Geschichte nicht identifizieren und auch nicht mit ihnen mitfiebern. Bei Dan Torrance ging es gerade noch so, aber eher wohl deshalb, weil ich wusste, dass er der damals noch kleine Junge aus dem Overlook Hotel ist. Mit dem Mädchen Abra Stone konnte ich dagegen absolut nichts anfangen. Mir ist beim Lesen mehrere Male aufgefallen, dass es mir zu jeglicher Zeit einfach schlichtweg egal war, ob sie nun aus der Sache mit dem “Wahren Knoten” heil heraus kommt oder ob ihr etwas passiert. Und das ist mir eigentlich beim Lesen eines Buches noch nie passiert, dass ich mich so gar nicht auf die Protagonisten einlassen konnte. Auch die Darstellung der Mitglieder des “Wahren Knotens” hat mir nicht gefallen. Obwohl schnell klar wird, dass der “Wahre Knoten” eine sektenartige Gemeinschaft ist, die wirklich gefählich und bösartig ist, und zum Beispiel auch nicht davor zurückschreckt Kinder, die viel “Steam” besitzen, auf grausame Weise zu töten um ihnen bei den Qualen ihres Sterbens möglichst viel von diesem “Steam” abzuzapfen und ihn in sich aufzusaugen, weil sie praktisch vom “Steam” leben, konnte ich mich vor ihnen nicht gruseln und sie nicht wirklich richtig ernst nehmen. Eine Art Sekte, die als spießige Rentner getarnt in Luxus-Wohnmobilen durchs Land fährt und eine Anführerin, die öfter, quasi als Markenzeichen, einen Zylinder-Hut trägt und deshalb auch von den Mitgliedern “Rose the hat” genannt wird, und diese Mitglieder auch alle solchen bescheuerten Spitznamen haben wie z. B. “Billy the Chink” oder “Snakebite-Andie” – ich fand das alles eher albern und deshalb jagte mir der “Wahre Knoten” auch keine Angst ein.Desweiteren finde ich, dass die ganze Geschichte in “Doctor Sleep” sehr langatmig geschrieben ist. Es kommt kaum Spannung auf. Und wenn dann doch mal ein Moment der Spannung auftritt, ist er aber auch schon wieder vorbei. Nun ist es ja bei vielen Büchern von Stephen King so, dass dort ziemlich zähe und langatmige Passagen vorkommen, allerdings andere Passagen doch so gut sind, dass mich die zähen Momente nicht besonders stören. Bei “Doctor Sleep” finde ich allerdings, dass diese langweiligen Stellen überwiegen und ich mich deshalb öfter zwingen musste, weiter zu lesen. Dan Torrance ist Alkoholiker. Später geht er dann zu den Anonymen Alkoholikern und wird trocken. In “Doctor Sleep” geht es demenstprechend sehr viel, also wirklich seitenweise, um die Meetings der Anonymen Alkoholiker und um deren Grundsätze und Gebote. Hier hat Stephen King wohl, wie schon in mehreren seiner anderen Romane, ein Thema aus seinem persönlichen Leben mit eingeflochten, denn auch er war ja mal Alkoholiker und drogensüchtig. (Vielleicht war er auch selbst mal bei den AA, das weiß ich natürlich nicht).Es ist mir bei Stephen King schon oft aufgefallen, dass er stark polarisiert. Seine Fans lieben ihn, die meisten Kritiker hassen ihn wohl eher und er wird ja schon immer in die Ecke der “Schund-Literatur” geschoben. Das tut mir immer ein bisschen Leid für King, denn obwohl seine Romane als eher unanspruchsvoll gelten, finde ich, dass er ein wirklich guter Schriftsteller ist in dem Sinne, dass der es einfach drauf hat,beim Leser auf die richtigen Knöpfe zu drücken und sie mit Geschichten zu fesseln, die ihnen teilweise schlaflose Nächte bereiten können. Darum habe ich auch schon viele Romane von King gelesen, denn er versteht es einfach, bei mir wohligen Schauer bis hin zu richtigen Ängsten auszulösen, und das mag ich einfach an ihm. Leider hat das mit “Doctor Sleep” diesmal nicht funktioniert. Ich denke, dass “Doctor Sleep” eines von Stephen Kings Büchern ist, das mir bis jetzt am schlechtesten gefallen hat. Ich bewerte dieses Buch mit 3 Sternen, da ich es schön von King finde, dass er die Geschichte von Danny Torrance noch einmal aufgegriffen hat. Auch wenn Stephen King aus dem Stoff meiner Meinung nach mehr hätte machen können, finde ich es trotzdem gut zu erfahren, was aus Danny später geworden ist und wie er sein Shining als Erwachsener einsetzt.

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Einfach spitze

Von: Leseengel

18.07.2015

Dieses Buch ist wieder ein Stephen King Buch, wie ich es liebe. Hier herrscht wieder die Spannung vor und irgendwie auch ein wenig Grusel. Auch wenn die Horrorelemente eher gering gehalten sind, immerhin gibt es in gewisser Weise bei diesem Buch wieder welche. Damals, als ich es gelesen habe, hat mir schon Shining gefallen. Und das es jetzt eine Fortsetzung gibt, finde ich einfach grandios. Für mich ist dieses Buch wieder ein Highlight, welches auf jeden Fall ein Behalti wird und ich werde es mit Sicherheit nochmal lesen. Hier ist Stephen King wieder wie er früher immer war, vom Schreiben her. Auch wenn es länger her ist, dass ich Shining gelesen habe, so bin ich trotzdem sehr gut in dieses Buch hinein gekommen. Der gut geschriebene Einstieg hat dies ermöglicht. Im Buch kommt immer mal wieder die Sprache auf das Buch Shining, auch das finde ich sehr gut, dass dieses so eingebunden ist. Die Geschichte ist total toll aufgebaut und sehr ansprechend. Das Buch ist durch und durch spannend von vorn bis hinten - und genau das finde ich super klasse. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ich wollte es oftmals gar nicht weg legen - auch wenn ich musste. Am liebsten hätte ich dieses Buch in einem Rutsch durch gelesen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, besonders auch Abra, ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich wollte immer wissen wie es mit ihr weiter geht.

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Doctor Sleep hat mich in sofern an Revival erinnert, als dass beide Romane ihren Protagonisten in verschiedenen Lebensphasen begleiten. Jedoch ist Doctor Sleep für mich von Anfang an wesentlich düsterer. Die Grundstimmung ist sehr gedrückt und melancholisch. Der Roman ist absolut verständlich, auch für alle, die Shining nicht gelesen haben. Dort wird die Kindheit des Protagonisten aus Doctor Sleep abgebildet, und so erkennt man natürlich gerade in den Erinnerungen Dans, Elemente aus der Shining- Handlung wieder. Allerdings ist die Beziehung der beiden Werke nur in geringem Maße größer, als die, aller anderen Romane zueinander. So wird auch in Kings neuestem Roman, Revival, der Vergnügungspark Joyland kurz thematisiert. Besonders die Bildlichkeit ist ein Merkmal des Schreibstils Kings und bildet für mich den Punkt der mich am meisten fasziniert. Dadurch, dass man den Protagonisten bereits seit seiner Kindheit "kennt", ist man als Leser in der Lage, eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen und Empathie für ihn zu empfinden. Wie in vielen weiteren Werken, bringt King in Doctor Sleep alltägliche und übersinnliche Elemente in Einklang. Umsetzung im Hörbuch Die Stimme und Betonung von David Nathan ist ein weiteres Mal unschlagbar. Sie passt hervorragend zu Story und Atmosphäre des Romans.

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