Leserstimmen zu
Die Insel des Mondes

Beatrix Mannel

(2)
(0)
(0)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,99 [A] | CHF 12,00* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Madagaskar 1880: Nach dem Scheitern ihrer dramatischen Ehe möchte Paula auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde, die spurlos verschwunden ist, einen Neuanfang wagen und den Traum nach einem einzigartigen Parfüm fortführen. Da der Weg zur Plantage durch den gefährlichen Dschungel führt, schließt sich Paula drei fremden Männern und einer Madagassin an. Doch auf dem Weg dorthin begeht Paula manches Tabu und bringt sich und die anderen dadurch in Lebensgefahr. Meine Meinung: Madagaskar war mir bis zu dieser Geschichte nur dem Namen nach bekannt. Aber der Autorin ist es durch ihren bildhaften Schreibstil schnell gelungen, mir das Land und den Dschungel nahe zu bringen. Ich konnte die Gefährlichkeit des Tropenwaldes und die schwül-feuchte Hitze spüren, mich aber auch an der Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt erfreuen. In Gedanken hatte ich das schönste Kopfkino. Zu einer tollen Geschichte gehören aber auch gute Protagonisten. Auch das ist Beatrix Mannel hervorragend gelungen. Ich war voller Bewunderung für Paula, eine nette überaus mutige junge Frau, die über sich hinauswuchs und jeder Gefahr trotzte. Auch die vier Wegbegleiter könnten unterschiedlicher nicht sein. Einer davon ist Paula nicht wohlgesonnen. Die Autorin versteht es geschickt, den Leser diesbzgl. in Spannung zu halten. Mir war lange nicht klar, wer der Übeltäter ist. Die ganze Reise ist voller Abenteuer, mit jeder Seite wird die Geschichte aufregender, jede Seite ist ein Lesegenuß und ist stimmig bis zum Schluss. Das ganze Buch ist sehr liebevoll und abwechslungsreich gestaltet. So beginnt fast jedes Kapitel mit der Beschreibung von Duftingredenzien, welche ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Zwischendurch erleben wir die Gedanken von Paulas Widersacher und das Leben ihrer Großmutter anhand eines langen Briefes. Immer wieder baut die Autorin kleine liebevolle Gesten ein, die das Buch zu etwas besonderem machen. Dies war das dritte Buch der Autorin, was ich gelesen habe. Ich kann alle empfehlen, die Bücher von Beatrix Mannel haben für mich das gewisse Etwas und daher vergebe ich 5/5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Paula, die nach einer unglücklichen Ehe endlich geschieden ist, macht sich auf den Weg nach Madagaskar, um dort das Erbe ihrer Großmutter Mathilde, die sie selbst nie kennenlernen durfte, anzutreten. Bereits zu ihrem 14. Geburtstag erhielt sie ein Rezeptbuch ihrer Großmutter, in welchem sie die "Rezepte" für Parfümkreationen aufgeschrieben hatte. Schon seit damals war sie fasziniert von der Parfümherstellung und erhielt auch durch ihren Vater Unterstützung. Nun nach der Scheidung befindet sie sich mitten im Dschungel, in Gesellschaft von drei Männern, die unterschiedlicher nicht sein können und einer Ortsansässigen, um zur Plantage ihrer Großmutter zu gelangen. Von denen hat jeder eine andere Motivation, sie zu begleiten, aber ist ihr wirklich jeder wohlgesonnen und wird sie ihr Ziel überhaupt erreichen? ... Das vorliegende Buch war das erste, welches ich von der Autorin Beatrix Mannel gelesen habe, aber ich weiß jetzt schon, dass es nicht das letzte gewesen sein wird. Sie entführt den Leser in ein exotisches Land ins Jahr 1880. Madagaskar, schon vom Klang des Namens her ein traumhaftes Land und von dem ausgehend, was ich bisher darüber wusste, prädestiniert dafür, dort eine Geschichte anzusiedeln. Den Zauber des Landes für den Leser wiederzugeben, ist der Autorin hervorragend gelungen. Fantastische Landschaftsbeschreibungen brachten mir das Gefühl, genau das zu sehen, was die Autorin beschrieben hat. Die Feuchte und Dichte im Dschungel war nahezu greifbar. Sicherlich ein Traum, den man sich gönnen sollte. Die Protagonistin Paula lässt die Autorin, hauptsächlich ausgerüstet mit Gerätschaften, die sie für die Parfümherstellung benötigt, einem Rezeptbuch ihrer verstorbenen Großmutter und einem später gefundenen Brief an ihre Mutter, nach Madagaskar reisen. Viel Elan, Mut und Selbstdisziplin im Gepäck und der Hoffnung, die Plantage ihrer Großmutter überhaupt zu finden, macht sie sich auf den Weg. Da sie nicht allein durch den Dschungel gehen kann, sucht sie sich Reisegenossen, die sie mit dem Arzt Villeneuve, seinem Assistenten Lazlo, dem norwegischen Missionar Morten und der Einheimischen Noria findet. Dass jeder von ihnen sein eigenes Ziel verfolgt und es nicht jeder gut mit ihr meint, erkennt sie fast zu spät. Viele Gefahren begleiten sie auf den Weg zur Plantage. Da kommt man auch nicht um Notlügen herum, die man gegenüber einer Königin behauptet, um ans Ziel zu kommen. Dass diese jedoch später erkannt wird und ihr zum Verhängnis wird, ist einem Verrat geschuldet. In den Roman eingebunden sind die sehr gut recherchierten Sitten und Gebräuche im Land, über die die Reisenden regelrecht stolpern und in die sie zum Teil auch eingreifen, womit sie den Zorn und die Wut der Einheimischen auf sich ziehen. Aber Paula lässt sich davon nicht berühren, sie steht zu dem, was sie für richtig hält. Ich will nicht zu viel von dem Buch verraten, um den kommenden Lesern nicht die Vorfreude zu nehmen. Es ist ein Buch voller Zauber der Insel Madagaskar, Freundschaft, Hoffnung, auch Liebe, aber auch ein Buch über Missgunst, Neid und Bösartigkeit. Ein Buch, dem man sich nicht verschließen kann, wenn man es einmal begonnen hat. Ein Buch, in das man versinkt und erst wieder aufsieht, wenn man es durchgelesen hat. Und über allem wabert der Duft der Vanille, einer Pflanze, die angenehm süßlich riecht und ihren eigenen Zauber verbreitet. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen.

Lesen Sie weiter