Leserstimmen zu
Ein dunkler Ort

Lois Duncan

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Das Cover wird dem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht: es sieht nach einem Standard-Thriller aus, und das Buch ist alles andere als Standard! Es ist eine atmosphärische Gothic Mystery, in der die Autorin geschickt Grusel und Spannung verbindet - eine zeitlose Geistergeschichte und die psychologischen Verwicklungen, die entstehen, wenn eine Gruppe Menschen über einen langen Zeitraum auf relativ kleinem Raum zusammenlebt. Ein paar der Ideen in diesem Buch fand ich sehr faszinierend und originell. Die Spannung baut sich eher schleichend auf, unterschwellig und umso bedrohlicher. Das langsame Tempo stört hier überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Kit hat am Anfang ja nur ihr Bauchgefühl, das ihr sagt, dass in Blackwood Hall etwas Böses vor sich geht, aber so nach und nach häufen sich die Zeichen, dass sie damit richtig liegt. Das Mädchen, mit dem sie sich direkt angefreundet hat, schreit im Schlaf - und währenddessen wird es in ihrem Zimmer immer kälter und kälter. Eine andere Schülerin, die im Leben noch nie für irgendetwas Talent gezeigt hat, malt auf einmal perfekte Gemälde - und beginnt, sich mehr und mehr zu verändern. Die dritte im Bunde wird zum Mathegenie, und Kit selber spielt in ihren Träumen perfekt Klavier und wacht morgens mit schmerzenden Fingern auf. Und sie sind völlig isoliert von der Außenwelt. Es gibt kein Internet und keinen Handyempfang, und ihre Briefe kommen niemals an. Es gibt keine Möglichkeit, Hilfe herbeizurufen, denn sie sind weit weg vom nächsten Ort und der Zaun rund um das Gelände scheint unüberwindlich. Und die anfangs freundlichen Lehrer werden immer merkwürdiger und bedrohlicher. Es ist dieses Gefühl der Isolation und Hilflosigkeit, aus dem viel der Spannung entsteht. Wie schon gesagt, hatte die Geschichte für mich etwas Zeitloses, und das bringt mich zu einer kleinen Anmerkung: die Originalausgabe des Buches erschien bereits 1974, aber das deutsche Buch von 2014 ist die Übersetzung einer bearbeiteten, moderniserten Ausgabe. Die Handlung wurde aus den 70er Jahren in die heutige Gegenwart verlegt, und Dinge wie Laptops, Smartphones und WLan wurden hineingeschrieben. Aber beim Lesen hatte ich dennoch nie wirklich das Gefühl, ein modernes Buch zu lesen. Die Art, wie die Menschen sprechen, die Art, wie das Buch vom Schreibstil her geschrieben ist, das alles fühlt sich für mich trotz allem älter an, und daher bin ich unschlüssig, für wie sinnig ich diese Modernisierung halten soll. Für mich gab es einen Bruch zwischen der Stimmung des Buches und diesen modernen Änderungen. Was allerdings keine Kritik am Schreibstil sein soll: der hat mir gerade wegen der Zeitlosigkeit gut gefallen. Er ist eher einfach, aber das hat mich nicht gestört - es gibt dem Ganzen etwas Märchenhaftes, Unwirkliches, das sehr gut zur Geschichte passt. Die Charaktere haben mir an sich gut gefallen, ABER. Wir haben hier eine sehr begrenzte Anzahl an Charakteren: die vier Mädchen, die drei Lehrer, zwei Angestellte. Und dennoch werden ein paar davon nicht wirklich tiefergehend beschrieben und blieben für mich eher blass. Es gibt keine richtige Liebesgeschichte, aber relativ am Anfang macht einer der Lehrer, der auch der Sohn der Schulleiterin ist, eine Bemerkung, bei der ich die Stirn gerunzelt habe. Obwohl Kit und er noch kaum miteinander gesprochen haben, wünscht er sich schon, er hätte sie unter anderen Umständen getroffen - da schwingen ja ganz klar romantische Absichten mit! Das wirkte auf mich abrupt und aufgesetzt, und im Laufe des Buches hat mich die Autorin auch nicht davon überzeugt, dass es zwischen diesen beiden echte Gefühle gibt, gerade weil sie relativ wenig miteinander interagieren. Ein ganz großes Manko war für mich das Ende: nach all der schleichenden, langsamen Spannung ging das Ende auf einmal hopplahopp und brach an einem Punkt ab, wo die Geschichte für mich einfach noch nicht fertig erzählt war. Fazit: Wer dezenten Grusel und schleichende Spannung mag, für den ist das Buch vielleicht genau das Richtige! Man darf nur keine typische Thriller-Spannung erwarten - hier ist alles unterschwellig bedrohlich und entwickelt sich langsam, was eine ganz andere Art von Spannung erzeugt. An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur manche der Charaktere blieben für mich eher blass und das Ende kam für mich viel zu abrupt.

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Gut!

Von: C. Manddt

29.03.2014

"Ein dunkler Ort" ist ein Roman, der gut unterhält. Er erschafft eine düstere Stimmung und fesselt, so dass man schnell voran kommt beim Lesen, um das Rätsel um "Blackwood" zu lösen.

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Ein fesselnder Thriller

Von: Lara Linz aus Düsseldorf

25.03.2014

Das Buch hat mir mehr als nur gut gefallen! Ich habe es innerhalb von nur zwei Tagen gelesen. "Blackwood", das düstere Internat hat mich in seinen Bann gezogen und wollte mich nicht mehr loslassen. Die Szenerie wurde oftmals nicht mit genauem Aussehen ausgestattet - das war auch gar nicht nötig - sondern mit Gefühlen . Spannung war zu jeder Zeit vorhanden, so dass ich das Buch kaum zu Seite legen konnte. Nur das Ende kam zu plötzlich und hat mich nicht wirklich überzeugt. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall für alle 13-16-jährigen weiter.

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Ein dunkler Ort...

Von: Manuel Müller

20.03.2014

...als Buchtitel, klang sehr vielversprechend. Die ersten Seiten des Buches fingen etwas schwerfällig an, man bemerkt schnell, dass die Haupt- sowie die Nebenfiguren nicht ausreichend ausgearbeitet waren. Auch die Schauplätze waren eher mittelmäßig beschrieben. Man konnte sich nicht so wirklich hineinversetzen. Auch viel es auf, dass jede Menge Rechtschreibfehler vorhanden waren, die sich über die gesamte Länge des Buches zogen. Mir persönlich fehlte auch ein merklicher Spannungsbogen, für meinen Geschmack wurde man zu schnell von der einen in die andere Situation gerissen. Selbst das Ende war alles andere als gut, da die Geschichte plötzlich endete. Dennoch habe ich diesem Buch von Lois Duncan 4 Sterne gegeben, da es sich um ein Jugenduch handelt, welches zum Einstieg für junge Leser sehr geeignet ist. Es ist weder brutal noch zu verstrickt geschrieben. Für Menschen, die schon etwas länger Lesen, wird dieses Buch nicht viel bieten können, da man hier nicht von Weltliteratur ausgehen darf. Dieses Buch ist klar und deutlich geschrieben, hat einen guten Salzbau, ist teilwese sehr fesselnd, daher ist es gut und flüßig lesbar. Eine solche Story habe ich in dieser Form noch nicht gelesen, jedoch wurde sie von der Autorin eindeutig zu flach gehalten. Lois Duncan hätte aus dieser Story mehr herausholen können. Nichts desto trotz ist dieses Buch für Jugendliche, die gerade mit dem Lesen beginnen sehr gut geeignet.

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Ein Elite-Internat

Von: Nadja Schettler

19.03.2014

Kit wird von ihren Eltern in ein Internat geschickt, aber gleich, als sie in Blackwood Hall ankommt, hat sie eine düstere Vorahnung - und möchte am liebsten gleich wieder nach Hause! Außer ihr sind nur noch 3 andere Mädchen auf dem Internat. Als sich bei jedem der 4 seltsame Talente zeigen, Albträume häufen und merkwürdige Dinge passieren, reicht es Kit - sie muss dort weg, koste es, was es wolle. "Ein dunkler Ort" ist eine spannende, ich würde es wohl Schauergeschichte nennen, für Jugendliche. Die Beschreibung des Internats, der Personen und der Vorgänge dort sind sehr düster und beklemmend beschrieben. Das Buch liest sich recht schnell und gut weg. Die Idee an sich ist schlüssig, hat mich aber in Summe nicht ganz überzeugt, muss ich zugeben. Eine nette Unterhaltung für Jugendliche ab 14 Jahren.

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Ein schöner Jugendthriller

Von: Felix Mader aus Rostock

18.03.2014

Ich habe Lois Duncans Roman "Ein dunkler Ort" innerhalb eines Abends gelesen und finde ihn für die Zielgruppe sehr gut geschrieben, eine einfache gehaltene Sprache mit einer interessanten Idee verknüpft, so stell ich mir eine Jugendthriller vor. Die Hauptfigur Kit wird auf ein Internat geschickt. Blackwood ist nicht nur der Name der Schule sondern auch das entsprechende Anwesen, das ihr von vornherein böse erscheint. Im Laufe der Zeit passieren immer mysteriösere Dinge. Briefe kommen nicht an, Sachen verschwinden und die Schülerinnen entwickeln Talente, die sie vorher in solcher Professionalität nicht hatten. Kit kommt diesem Geheimnis auf die Spur und deckt Unglaubliches auf.. Viel Spaß beim Verschlingen dieses Buches

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