Leserstimmen zu
Saat der Angst

Emily Benedek

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Hat mich nicht überzeugt

Von: Jay aus Paris

12.08.2016

Ich habe während des Lesens viele verschiedene Meinungen von dem Buch gehabt: Zu Beginn wollte ich erst abbrechen, weil es mich nicht gepackt hat, so ab der Hälfte war ich dann aber vollkommen in der Story und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Leider wirkt das Ende ein wenig so, als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt, nach dem Spannungshöhepunkt folgen nur noch ein paar Seiten. Das kam für mich durchaus überraschend, was ich eigentlich mag, in diesem Falle war es aber leider eher eine negative Überraschung.

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Auf drei verschiedenen Kontinenten werden drei brillante Wissenschaftler entführt. Jeder von ihnen ist ein Experte im Bereich der Nuklearwissenschaften. Zugleich laufen bei den westlichen Geheimdiensten besorgniserregende Neuigkeiten aus dem Nahen Osten auf. Der Iran scheint etwas zu planen. Julian Granot, ein ehemaliger Geheimagent, arbeitet nun für eine regierungsnahe Firma, die sich mit Ermittlungsarbeit beschäftigt. Seit dem der mit Marie Peterssen zusammengearbeitet hat, möchte er sie wieder in sein Team holen. Ein guter Zeitpunkt, denn die Lage spitzt sich zu. Zugegeben, dass Buch hat mich ein wenig Durchhaltevermögen gekostet, bevor es mich packen konnte. Das Buch zeigt gerade im ersten Drittel unheimlich viele verschiedenen Perspektiven. Die Sicht der drei Wissenschaftler, die Sicht verschiedener Regierungen und Geheimdienste, der beteiligten Iraner, des Übeltäters, Maries und Julians Sicht. Doch irgendwann konzentriert sich das Ganze auf einige dedizierte Sichtweisen und man lernt die beteiligten Personen besser kennen. Es sind immer noch viele Parteien, die hier mitspielen, aber es gelingt einem dann, die Namen und Zuordnungen zu treffen und weiß nun, wer gerade schildert und vor allem, auf welcher Seite derjenige steht. Julian Granot und Marie Peterssen sind kein gleich gestelltes Team, aber sie könnten es mal werden. Es ist eher eine Ausbilder / Lehrling Beziehung, die hier stattfindet, kombiniert mit einer Romanze, die zum Glück nur kurz flammt und danach um der Arbeit willen zurück gehalten wird. Marie hat ihre Spezialitäten, aber für Spionageaufgaben ist sie nicht ausgebildet. Deshalb lässt Julian ihr, neben den Ermittlungen, die die beiden durchführen, eine Ausbildung von seinem Team angedeihen und Marie schlägt sich wacker. Doch ist die im Buch dargestellte Ausbildung erst mal nur der Anfang. Dem Buch merkt man übrigens an, dass es einen ersten Teil gibt, aber das stört das Lesen dieses Teiles nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass es vermutlich einen weiteren Teil geben wird, der auch unabhängig gelesen werden kann. Das Thema der Gefahr aus dem Nahen Osten ist nicht neu, aber natürlich immer noch aktuell. Um einen genaueren Einblick darin zu gewähren, ist das Buch zu kurz und natürlich auch nicht darauf ausgelegt. Es geht hier nicht um Hintergründe und Wissen, das vermittelt werden soll, sondern um eine spannende Ermittlung, bei der Terroristen entlarvt werden sollen. Das ist aber von vornherein klar. Leider begann bei mir die Spannung allerdings erst, als ich endlich in das Buch hineingefunden habe. Wie schon erwähnt, sind es mir gerade im ersten Drittel, einfach zu viele Perspektiven. Danach konnte mich das Buch aber durchaus begeistern und die Spannung stieg. Überrascht und ein wenig enttäuscht war ich allerdings vom Ende. Wobei ich der Autorin dafür Respekt zolle. Ich will nicht zu viel verraten, deshalb nur so viel, dass es ein nur teilweise abgeschlossenes Ende ist und auch nur teilweise gut endet. Ich hatte ein abgeschlossenes Ende erwartet, so wie es meist in der Art von Thrillern üblich ist. Somit konnte mich die Autorin überraschen, auch wenn ich ein wenig enttäuscht bin, denn ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch einen weiteren Teil von der Autorin lesen werde. Fazit: Viele Sichtweisen erschweren den Einstieg, doch dann kann die „Saat der Angst“ mit Spannung überzeugen, bis das Ende dann überraschend, aber auch ein wenig enttäuschend abschließt.

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