Leserstimmen zu
Flavia de Luce 9 - Der Tod sitzt mit im Boot

Alan Bradley

Flavia de Luce (9)

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Ein halbes Jahr ist es her, seit Flavias Vater an einer Lungenentzündung starb. Die Schwestern de Luce befinden sich irgendwo zwischen Gefühlsleere und dem Beginn eines neuen Lebens nach dem Tod des Vaters. Ihre Tante Felicity hat tiefgreifende Veränderungen angekündigt. Doch ehe diese umgesetzt werden, sollen die Schwestern ein paar friedliche Ferientage verleben. Nun ist Flavia nun einmal Flavia und zieht Leichen an wie ein Magnet. Da reicht es, bei einer Bootstour die Hand in die Themse zu halten und schon hat sie eine Wasserleiche am Haken. Sofort ist Flavia in ihrem Element und nimmt die Ermittlungen auf. Von da an hetzt sie von einem Schauplatz zum nächsten. Praktischerweise laufen ihr sofort allerlei mögliche Verdächtige über den Weg, die Hinweise fliegen ihr nur so zu und sie schafft es, die halbe Bevölkerung des Dörfchens zu befragen, noch ehe ihre Schwester ein Orgelspiel beendet hat. Der Mordfall wirkt nicht ganz so inszeniert wie in Band 8, doch Flavias Nachforschungen nehmen teils absurde Züge an und sind schwer nachzuvollziehen. Die Chemie und Experimente werden zur Zufriedenheit des Lesers wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Überrascht war ich von den Entwicklungen der einzelnen Figuren. Dogger ist nicht wiederzuerkennen. In den vorangegangenen Bänden war er das ruhige Faktotum der Familie de Luce, das von den Geistern der Vergangenheit gequält wurde. Auf einmal erscheint er voll Tatendrang und beteiligt sich aktiv an der Auflösung des Mordes. Auch die Beziehung der Schwestern untereinander, die im letzten Band viel zu kurz gekommen ist und anfangs auch immer noch festgefahren und voll Abneigung erscheint, ist eine andere geworden. Da staunt man nicht schlecht, wenn zwischen Flavia und Daffy plötzlich gesittete Dialoge stattfinden und man sogar eine Art Zusammenarbeit erkennt. Nur Feely bleibt nach wie vor blass und wird auf ihre Selbstverliebtheit und die Verlobung mit Dieter beschränkt. Flavias charakterliche Weiterentwicklung wird auch fortgesetzt. Sie erscheint wieder ein Stück erwachsener. Ihr Umgang mit anderen Menschen ist einfühlsamer und sie weiß auch, wann es klüger ist, zu schweigen, obwohl sie sehr genau weiß, dass sie den meisten Leuten überlegen ist. Wie gewohnt wunderbar sind der Schreibstil, die scharfsinnigen Dialoge, die unzähligen Bezüge und Flavias Gedankengänge. In „Der Tod sitzt mit im Boot“ wurden spürbar die Schwächen des Vorgängerbandes ausgebügelt. Endlich scheint sich auch im verstaubten Buckshaw eine Veränderung anzukündigen, weshalb ich den 10. Band der Reihe mit Spannung erwarte! Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag, dass das Rezensionsexemplar letztendlich doch den Weg zu mir gefunden hat!

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Bootsfahrt

Von: wal.li

19.12.2018

Nun ist Flavia de Luces Vater schon ein halbes Jahr tot und unter den Schwestern geht es drunter und drüber. Alle drei sind noch sehr jung, viel zu jung, um Waisen zu sein. Wirklich helfen kann da auch der treue Dogger nicht. In der Hoffnung, dass sich die Wogen etwas glätten, unternimmt er mit den Mädchen eine Bootsfahrt. Doch wenn man Flavia kennt, ahnt man schon, dass sie nicht einfach eine Hand durchs Wasser gleiten lassen kann. Was wohl bei allen anderen gut ginge, führt bei Flavia dazu, dass ihre Hand an einem Hindernis hängen bleibt, genau genommen an dem offenen Mund einer Leiche. Man mag es sich nicht vorstellen, schließlich würde man ja an fremden Zähnen hängen bleiben, brrr. Flavia ist glücklicherweise abgebrühter und gemeinsam mit Dogger bringt sie die Leiche ans Ufer. Die günstige Gelegenheit muss genutzt werden, solange die Polizei noch nicht vor Ort ist, untersucht Flavia die Leiche. Und sofort fallen ihr einige Ungereimtheiten auf, die später genauer untersucht werden müssen. Für ein paar Tage müssen die de Luces und Dogger am Ort bleiben, bis der Todesfall genauer geklärt ist. Für Flavia ist es eine willkommene Ablenkung von ihrer Trauer, eigentlich wollte sie sterben, doch mit dem rätselhaften Todesfall kommt wieder Leben in ihr Herz. Der Mensch ist doch ein sehr anpassungsfähiges Wesen, auch wenn er meint, nach einer Katastrophe kann es nicht mehr weitergehen, wird er doch erfahren, dass nach einer gewissen Zeit der Trauer und des Stillstands ein Licht am Horizont auftaucht, durch welches die alten Lebensgeister wieder erweckt werden. Das in Flavias Fall das Licht in Form einer Leiche daherkommt, ist schon etwas speziell, typisch Flavia eben. Man ist richtig froh für Flavia, wie sie ihre chemischen Untersuchungen durchführt und mit den Ergebnissen ein paar Denkübungen macht, wodurch sich tatsächlich ein anderer Ansatz für den Leichenfund offenbart als der Unfall, zu dem er durch die Polizei gemacht werden soll. Dogger ist dabei eine große Hilfe, seine denkerischen Fähigkeiten stehen Flavias in nichts nach und sogar ihre Schwestern erweisen sich als hilfreich. Flavia müht sich mit dem schmerzlichen Verlust und mit dem Erwachsen werden, doch wie auch schon in ihren vorherigen Auftritten müht sie sich leichtfüßig und sympathisch. Flavia de Luce, 12 Jahre, eine außergewöhnliche Ermittlerin, der man gerne bei der Entwicklung vom naseweisen Kind zur integren Jugendlichen zuschaut.

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Flavia De Luce ermittelt endlich ihren 9. Fall. Dieses mal sind die Familiären Verhältnisse nach dem Tod des Vaters sehr angespannt. Deshalb sind Diener Digger und das Fahrrad Gladys Flavias einzige Verbündete auf dem Familienanwesen Bukshaw. Um die Familienverhältnisse wieder ins Lot zu bringen, organisiert Digger einen Familienausflug mit dem Ruderboot im Dorf nahegelegenen Fluss. Abrupt endet die Bootstour nachdem in der Nähe der Dorfkirche im Fluss eine Wasserleiche auftaucht...... Man darf gespannt sein was Flavia in diesem Fall wieder bei ihren Ermittlungen herausfindet. Meine Meinung: Auch der 9. Band der Flavia De Luce Reihe ist wieder spannend und unterhaltsam zugleich und bringt den Leser wieder zum Schmunzeln. Meine Empfehlung zu dieser Reihe für Neueinsteiger ist. Die Reihe mit dem 1. Band zu starten und nach der Reihe zu lesen so versteht man die Zusammenhänge im jeweiligen Buch besser, da hier auch Erkenntnisse aus Vergangen Ermittlungen fortgeführt werden. Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich finde es toll das Flavia immer wieder Texte aufweist über deren Zusammenhänge man Nachdenken muss. Allerdings macht es das lesen auch anspruchsvoller, deshalb eine vier Sterne Bewertung.

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Großartiges Buch.......

Von: Dagmar aus Sankt Augustin

25.09.2018

Ich liebe die Bücher um die außergewöhnliche Ermittlern FLAVIA DE LUCE! Die Kriminalfälle sind obskur, die Ermittlerin ermittelt mit ungewöhnlichen Methoden und Möglichkeiten, die Figuren sind großartig gezeichnet und der zynisch, sarkastisch, ironische Ton dieser Bücher ist unvergleichbar!!! Den von mir bedauerte Wechsel der Einbandgestaltung ist schwer hinzunehmen, aber man wird mit großartigen Formulierungen darüber hinweg getröstet! Diese Bücher machen einfach Spaß, aber......... warum wird der Internetauftritt dieser Bücher nicht sorgfältiger gestaltet! Den neunten Band findet man nur wenn man gezielt danach sucht, an mehreren Stellen begegnet man immer noch Band 8 als neuesten Band! Warum ist das so? Das ist einer Flavia de Luce nicht würdig!!! Außerdem würde ich mich freuen zu hören das diese großartige Serie weitergeführt wird!

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"Flavia de Luce - Der Tod sitzt mit im Boot" ist der 9. Band einer Buchreihe, die ich wirklich als gelungen erachte. Es ist nicht zwingend notwendig die vorherigen Bände zu lesen, ist aber empfehlenswert, um Flavias Gedanken, Emotionen und ihren Spürsinn zu verstehen. ich bin erstaunt über die Intelligenz dieses doch sehr jungen Mädchens, die in ein Abenteuer schlittert,, welches mit dem gewählten Titel des Buches sehr viel gemeinsam hat. Auch wenn man als Leser_in oftmals das Gefühl hat, dass die Story vor sich hin plätschert, ist ein gewisser Spannungsbogen vorhanden, der von Flavia vorangetrieben wird. Sie selbst hat einiges zu verarbeiten und ist immer noch in der Trauer um ihre Vater verstrickt. Der geplante Bootsausflug birgt eine Leiche und die Erkenntnis, dass dieser junge Mann nicht der Einzige ist, dessen ungewöhnlicher Tod aufgeklärt werden muss. Wie sich im Nachhinein herausstellt, eilt Flavia ihr Ruf voraus und ihr Spürsinn ist in dem Örtchen nicht unbedingt erwünscht, da Geheimnisse und Märtyrer ihren Weg kreuzen. Interessant ist auch, dass Flavia erst 12 Jahre alt ist und sich aber viel reifer verhält, als es ihrem Alter angemessen wäre. Ein Kind mit vielen eigenen Problemen, entwickelt regelrecht Kampfgeist, um einen oder auch mehrere Morde aufzuklären. Ich empfand es als sehr gelungen Flavia dabei zu betrachten wie sie mir chemische Vorgänge und Gifte erklärt. Dies geschieht so ganz nebenbei, ohne irgendwie herablassend zu wirken, denn Flavia eilt ihr Wissen voraus. Dogger und die Schwestern Flavias nehmen im 9. Band auch einigen Raum ein, was mir gut gefallen hat. Trotz der Trauer um ihren Vater ist Flavias Spürsinn nicht verloren gegangen, sondern wirkt eher so, als wäre es eine gelungene Ablenkung vom Schmerz. Flavia gelingt es, den Mord aufzuklären und wie sollte es auch anders sein, bringt sie sich selbst in Gefahr, da ihr sehr daran gelegen ist, nicht im Ungewissen zu bleiben. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da "Flavia de Luce - Der Tod sitzt mit im Boot" ereut eine sehr gelungene Fortsetzung einer Buchreihe ist, die einen gewissen Charme auf mich ausübt, da die Protagonistin außergewöhnlich ist und auch der Schreibstil des Autors immer wieder aufs Neue begeistern kann. Eine Erzählung aus einer anderen Zeit, verknüpft mit Spürsinn und einem jungen Mädchen, welches einiges zu verarbeiten hat und dennoch auf ihre eigene Art und Weise befähigt ist, sich unbeliebt zu machen durch Fragen und dem Drang nach Aufklärung.

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Meine Meinung: Wenn man so eine Reihe schon seit Jahren liest, weiß man was man bekommt und was man auch gerade lesen möchte. Deshalb wurde ich auch bei diesen Teil nicht enttäuscht. Die Story war sehr gut und eben wieder „typisch“ für die Reihe. Besonders gut hat mir an diesen Fall auch am Anfang der kleine „Helfer“ gefallen. Aber auch Flavia war wieder sehr überzeugend mit Ihren Argumenten, mit Ihrer Scharfsinnigkeit und Ihren besonderen Humor. Die Beziehung zu Ihren Schwestern hat sich in diesen Buch doch ein bisschen verändert. Was mir auch sehr gut gefallen hat. Denn so ist es ja auch oft mal im „echten“ Leben. Fazit: Ein typischer Flavia de Luce und das war auch gut so – wie immer hervorragend. Teilen mit:

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Nachdem Flavia und ihre Schwestern im letzten Band ("Mord ist nicht das letzte Wort") einiges mitgemacht haben, versucht Dogger mit einem Ausflug ein wenig Abwechslung in den tristen Alltag zu bringen. Dass bei der Bootsfahrt eine Leiche auftaucht, kommt Flavia natürlich sehr gelegen und schnell läuft sie zu alter Form auf: Spuren sichern, analysieren und herausfinden, wie die Person gestorben ist weckt ihre alten Lebensgeister. Alan Bradley bringt auch in diesem neunten Fall wunderbare Abwechslung in die Geschichte ein. Bestand diese in den letzten Bänden teilweise durch Verlegung der Abenteuer Flavias an andere Orte als Buckshaw oder neue Verbündete, hat er ihr für diesen neuen Fall, der weit in die Vergangenheit hineinreicht, einen besonderen Menschen an die Ermittlerseite gestellt: Dogger! Gemeinsam mit der zwölfjährigen Protagonistin begibt er sich auf die Suche nach einem Mörder, und allein die erste "Analyseszene" im improvisierten Labor mit Dogger und Flavia ist das reinste Vergnügen. Auf einigen Umwegen schaffen die beiden es, den Fall am Ende doch noch zu lösen - und das Ende des Buches verspricht für den nächsten Band eine vermutlich grandiose Fortsetzung. Alan Bradleys Bücher sind von Gewöhnung und Langeweile weit entfernt, jedes neue Abenteuer von Flavia de Luce ist für sich gesehen besonders und toll - so wie "Der Tod sitzt mit im Boot"!

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Text auf der Buchrückseite: »Die Flavia-de-Luce-Romane sind Kult.« Mail on Sunday Wie sieht für Sie der typische Ermittler aus? Männlich, mittelalt, ein bisschen brummig, mit einer aufgeweckten jungen Kollegin an seiner Seite? Denken Sie um! Denn kaum jemand hat eine so hohe Erfolgsquote, was die Lösung von Kriminalfällen betrifft, wie Flavia de Luce: zwölf Jahre alt, auf liebenswerte Weise ein bisschen naseweiss, begnadete Chemikerin, an ihrer Seite nur ihr treues Fahrrad Gladys. Auch in diesem ungewöhnlich heissen Sommer in England kreuzt während eines Bootsausflugs mit ihrer Familie eine Leiche Flavias Weg. Der tote Mann ist in blaue Seide gehüllt und trägt einen einzelnen roten Ballettschuh. Als auch noch drei Klatschtanten in der ortsansässigen Kirche dran glauben müssen, läuft Flavias zauberhafte Spürnase erneut zu Hochtouren auf. Meine Meinung: Mittlerweile schon beim neunten Band angekommen, kann ich immer noch nicht genug von Flavia de Luce bekommen. Nachdem der letzte Band für mich so ok war, habe ich für diesen Band die Messlatte hoch angesetzt. Gleich zu Beginn auf der ersten Seite war ich geschockt – haben ich in der Zwischenzeit etwas verpasst, hätte ich den letzten Band nochmals lesen sollen um alles aufzufrischen, was ist dazwischen passiert – waren die Fragen die gleich auf der ersten Seite auf mich eingeprasselt sind. Verpasst und vergessen habe ich nichts, aber bin gleich mitten ins Geschehen gelandet. Die Charaktere sind auch wieder in diesem Buch sehr ausgefeilt und in ihrem Wesen unergründlich. Dauernd dachte ich mir, ER ist der Mörder – um zu merken das ich ein weiteres Mal auf dem Holzweg war. Unglaublich gut hat mir die Annäherung und Zusammenarbeit zwischen Flavia und ihrer Schwester Daffy und Dogger gefallen. Hatten sie in den letzten Bänden eher wenig – für meinen Geschmack- miteinander zu tun, gibt es nun in diesem Band doch mehr Verflechtungen miteinander. Bezüglich der Handlung hatte ich manchmal ein wenig Mühe den Geschehnissen zu folgen. Die Überlegungen die sich Flavia zum Fall machte, wurden nicht immer mitgeteilt. Aber die darauffolgenden Handlungen waren dann auch nicht ganz logisch oder zumindest so klar, dass man selbst darauf hätte kommen können. Aus diesem Grund empfand ich die Geschichte manchmal ein wenig als unruhiges rumhüpfen von Handlung zu Handlung, ohne klaren roten Faden. Alles in allem erhält der 9. Band von mir eine Bewertung von soliden 4 von 5 Punkten. Allgemeine Informationen: Autor: Alan Bradley Seitenzahl Buch: 352 Verlag: Penhaligon Erscheinungsdatum: 25. Juni 2018 ISBN: 978-3-7645-3114-0 Autor: Alan Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Nach einer Laufbahn als Elektrotechniker zog Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Mord im Gurkenbeet war sein erster Roman und der viel umjubelte Auftakt zu seiner weltweit erfolgreichen Serie um die aussergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau Shirley auf der Isle of Man. Autorenportrait via buch.ch

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