Leserstimmen zu
Flavia de Luce 10 - Todeskuss mit Zuckerguss

Alan Bradley

Flavia de Luce (10)

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Als Fan der ersten Stunde lechzt man nach jedem Wort und würde mit Begeisterung noch hundert weitere Geschichten von Flavia verschlingen. Was den Büchern meines Erachtens jedoch abhanden gekommen ist und weshalb auch viele Leser die späteren Bände als nicht ganz so fesselnd empfinden mögen wie die ersten, ist das große, rätselhafte Endgeheimnis, das mit jedem Band ein bisschen mehr gelüftet wird. Am Anfang rankte sich noch alles um Flavias verschollene Mutter. Danach wurde der Mythos um eine Geheimorganisation aufgebaut. Aber nachdem Flavia aus dem Internat geschmissen wurde, geht es ausschließlich um das Leben auf Buckshaw und in der unmittelbaren Umgebung. Versteht mich nicht falsch, ich liebe sämtliche Figuren und bin ein begeisterter Leser aller Flavia-Geschichten. Aber nach zehn Bänden fragt man sich schon, worauf die Handlung am Ende hinauslaufen soll, um Flavia einen würdigen Abschluss zu bereiten. Denn dass dieser Band der letzte aus der Reihe sein soll, will und kann ich nicht glauben. Nein, nein, nein. Mehr noch als das Fehlen eines Zieles, auf das die Bände am Ende hinauslaufen, verdrießt mich jedoch die Stagnation der Entwicklung vieler altbekannter Figuren. Besonders natürlich die Beziehung von Flavia zu ihren Schwestern. Feely taucht in „Todeskuss mit Zuckerkuss“ lediglich zu Beginn auf und verschwindet wortlos in die Flitterwochen. Daffy wird in die Bibliothek verdammt, wo sie an ihren Memoiren schreibt. Mehr erfahren wir über beide Figuren im gesamten Buch nicht. Obwohl Feelys Hochzeit sogar maßgeblich für die Covergestaltung war, ist das Thema innerhalb der ersten 20 Seiten abgehandelt. Einzig von Dogger erhält der Leser tiefgründige Einblicke. Und auch Flavia ist wieder ein Stück erwachsener geworden. Gleichzeitig ist es Alan Bradley gelungen, mehr die Flavia aus den Anfangsbänden aufleben zu lassen: Ihren leidenschaftlichen Hang zu allem Morbiden, ihr umfangreiches Wissen über Chemie und die Experimente in ihrem Labor. Hinter allem steckte wieder mehr Herz, mehr Flavia. Flavia ist im zehnten Band definitiv in Höchstform. Den Mordfall fand ich dieses Mal stark konstruiert. Einige Wendungen sind schwer nachvollziehbar und das Motiv so mancher Figur erscheint fragwürdig. Warum der Finger in der Hochzeitstorte landete, ist mir letztendlich immer noch schleierhaft. Die Begründung dafür erscheint fadenscheinig und nur bedingt logisch. Alan Bradleys Schreibstil schafft es jedoch nach wie vor, von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Die Ermittlungen von „Arthur W. Dogger & Partner – Diskrete Ermittlungen“ schreiten rasant voran. Der Fall zählt wohl zu den facettenreichsten der gesamten Reihe. Bradleys Humor ist schwarz, morbide, aber sowas von intelligent. Er unterhält auf höchstem Niveau. Ein ganz großer Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Rezension zu Flavia de Luce - Todeskuss mit Zuckerguss von Alan Bradley Eine Hochzeit, auf der Flavia zu Gast ist, wäre doch langweilig ohne einen Mordfall. Und so kommt es, dass beim Anschneiden der Hochzeitstorte ein Finger zu Tage kommt, der da nun wirklich nichts zu suchen hat. Gemeinsam mit Dogger, ihrem Partner, macht sie sich daran zu ermitteln wem der Finger gehört und vor allem wie er in die Torte gekommen ist. Bei ihren Recherchen werden sie nicht nur von Missionarinnen abgelenkt, sondern auch zahlreiche  ungeklärte Familiengeheimnisse und eine weitere Leiche erschweren ihnen die Arbeit. Aber das Ermittlerduo gibt sich nicht so schnell geschlagen und so kommen immer mehr düstere Geheimnisse ans Licht, die ein verwirrter Erfinder, eine verrückte Gärtnerin und eine Kranke zu verbergen versuchen. Die Murexid-Reaktion sollte laut Flavia jeder kennen und besonders in ihrem aktuellen Fall ist der Nachweis von Koffein sehr wichtig. Und so verbringt die junge Ermittlerin auch in diesem Buch wieder viel Zeit im Labor in dem sie auch hier wieder wichtige Entdeckungen macht, die für ihre Ermittlungsarbeit auch dieses Mal wieder sehr wichtig sind. Ein Krimi zum Lachen und mit rätseln, denn der Autor macht es wie jedes Mal bis zum Ende spannend.

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Inhalt Flavia und Dogger haben endlich zusammen ein Detektivbüro eröffnet und wollen nun gemeinsam Fälle in Bishops lösen. Und das geht schneller als sie denken denn an Feelys Hochzeit findet sich ein abgetrennter Finger und das ausgerechnet in der Hochzeitstorte. Flavia und Dogger verlieren keine Zeit und legen sofort los das Rätsel zu lösen, dabei fühlen sie so manchem bekannten aber auch manchem neuen Gesicht auf den Zahn. Meine Meinung Ich glaube ich muss euch nicht mehr sagen dass ich ein Fan dieser Reihe bin oder? 😀 Aber trotzdem muss ich hier nochmal schwärmen. Ich liebe es einfach mit jedem neuen Band wieder nach Bishops Lacey zu reisen und Flavia sowie die anderen Bewohner wiederzusehen. Auch ist jeder Fall bisher spannend gewesen und so war es auch diesmal. Man braucht nie lang drauf zu warten dass etwas passiert. Kaum angekommen und ein wenig umgesehen, haben wir es schon mit dem neuen Fall zu tun. Seit neuestem ist ja nun auch Undine dabei, die wie ich finde auch wieder ein ziemlich einmaliger Charakter ist. Vorwitzig und selbstbewusst spielt sie so manchen Streich und bringt dabei auch Flavia manchmal ein wenig auf die Palme 😀 Ach sie bringt mich echt oft zum schmunzeln und hat genau wie Flavia kein Problem damit einfach rauszuhauen was sie gerade denkt 😀 Auch an Spannung fehlte es hier wieder kein bisschen. Man rätselt und ahnt und es macht unheimlich viel Spaß Schritt für Schritt der Sache näher zu bekommen. Auch ist es immer wieder interessant wie die ganzen chemischen Zusammenhänge eingeflochten werden und vor allem wie das junge Mädchen schon all diese Dinge weiß und bestimmte Experimente durchführt. Und wer jetzt denkt das sei langweilig, dem muss ich widersprechen, in dieser Reihe ist das immer und immer wieder interessant. Und das obwohl es nun schon 10 Bände sind! Dennoch wird es einfach nie langweilig und ich glaube ich könnte hier noch viel mehr vertragen <3 Aber ich muss diesmal leider auch ein wenig Kritik anbringen. Ich weiß nicht ob ich da vielleicht einfach ein Brett vorm Kopf habe aber manches ist nicht so wirklich aufgeklärt finde ich. Also der Fall an sich schon, ja, aber gewisse Vorkommnisse da frage ich mich immer noch warum derjenige das jetzt getan hat oder wie das nun zusammen hängt. Das ist diesmal recht verworren und will mir nicht so ganz einleuchten und hier hätte ich mir schon ein wenig mehr Aufklärung gewünscht oder einfach etwas mehr Geradlinigkeit. Flavia hat es auch in diesem Band wieder nicht ganz leicht. Nicht nur dass der Vater ja erst verstorben ist, ihre Schwester hat nun geheiratet und wird demnach auch Buckshaw verlassen. Dennoch versucht sie Fassung zu bewahren und sich die Tränchen zu verdrücken denn auch wenn ihre Schwestern ihr eher das Gegenteil von Liebe entgegen bringen, sind sie doch Familie und so taff Flavia auch oft tut, sie ist eben doch noch ein Kind. Umso schöner dass sie in Dogger einen Verbündeten gefunden hat, der ihr somit auch ein wenig Halt gibt. Fazit Wieder ein ganz ganz toller Band den ich in Null Komma Nichts weg gelesen habe. Die Atmosphäre und das frühe englische Flair rund um Bishops Lacey und deren Bewohner ist einfach wundervoll und immer wieder einen Besuch wert 😉 Ich kann die Reihe nur empfehlen! Lest sie! xD

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"Jeder Betrug verlangt nach einem Körnchen Wahrheit, wie verdünnt sie auch sein mag." (Seite 303) Beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte findet Flavias Schwester Ophelia (‚Feely‘) mitten im Gebäck einen abgetrennten menschlichen Finger. Feely steht unter Schock, doch Flavia ist ganz in ihrem Element, nimmt den Finger heimlich an sich und untersucht ihn in ihrem Chemielabor. Es handelt sich um einen ordentlich manikürten Frauenfinger, der nach Formaldehyd riecht. Mit Doggers Hilfe findet Flavia blitzschnell heraus, dass der Finger von einer verheirateten, linkshändigen Gitarrenspielerin stammen muss, und bald kennen die beiden auch einen Namen, denn im August wurde die berühmte Gitarristin Adriana Castelnuovo auf dem nahegelegenen Friedhof von Brookwood beigesetzt. Der Fall um den gefundenen Finger ist die erste Ermittlung des Detektivbüros ‚Arthur W. Dogger & Partner‘, und so machen sich Flavia und Dogger auf den Weg nach Brookwood. Bald bekommen sie einen weiteren Auftrag, denn eine gewisse Mrs Prill meldet wichtige Briefe als vermisst. Ich habe alle Flavia-Bände mit großer Begeisterung gelesen, und das einzig Negative, was ich über den zehnten Band ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ sagen kann, ist, dass damit die Reihe beendet ist. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ ist genauso bitterböse und schwarzhumorig wie die anderen Bände, aber immer wieder kommen Flavias Warmherzigkeit und ihre komplexe Gefühlswelt zum Vorschein, was die Reihe so wunderbar komplex und besonders macht. Gefallen haben mir zudem die (für die Reihe typischen) Einblicke in Chemie und in Botanik, die detailverliebten und überzeugenden Darstellungen von Flavia und ihren Schwestern, Dogger, Mrs Mullet, den Dorfbewohnern und Personen im Umkreis von Bishop‘s Lacy sowie der Handlungsorten, v.a. die düsteren und geheimnisvollen Beschreibungen des Herrenhauses Buckshaw. Diesmal bewegt sich Flavia u.a. auf den Spuren der Homöopathie und bereist die Umgebung von Bishop‘s Lacy, so dass der Leser auch andere Handlungsorte kennenlernt und mehr über historische Begebenheiten und Samuel Hahnemanns Anschauungen und Ideen erfährt. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ bietet perfekte Unterhaltung, viel Sprachwitz, spannende Einblicke in die Welt der Chemie sowie eine ebenso kluge und bitterböse wie empfindsame Ermittlerin. Alan Bradley: Todeskuss mit Zuckerguss. Deutsch von Gerald Jung und Katharina Orgaß. Penhaligon, 2019, 315 Seiten; 20 Euro.

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Nachdem mich Band 9 nicht ganz so mitreißen konnte, schließt Band 10 wieder an die vorherige Begeisterung an, die mich mit der Flavia Reihe verbindet. Mittlerweile kennt man die junge Chemikerin mit dem Hang zum Morbiden schon recht gut und obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, ist sie mit ihrem altklugem Charme und ihrer pfiffigen Schläue ein liebenswerter Charakter, den man einfach gern haben muss :) Ihre Faszination alles in chemische Bestandteile zu entschlüsseln und für den Tod haben viele Hintergründe, die in der Familiengeschichte zugrunde liegen und Flavia ist immer noch nicht wirklich bereit, ihre Gefühle offen zu zeigen. Das kennt sie auch nicht anders, hält es für äußerst britisch, immer die Fassung zu bewahren und konnte es sich wegen ihrer böswilligen Schwestern auch nie leisten, ihre Maske fallen zu lassen. Selbst jetzt, da ihre große Schwester Feely heiratet und ausziehen wird aus dem Anwesen Buckshaw, traut sie sich kaum, eine Träne zu verdrücken. Schnell und gerne lässt sie sich ablenken von einem überraschenden Ereignis auf der Hochzeit, das sofort ihre Neugier und ihren Spürsinn weckt. Zusammen mit Dogger macht sie sich an die Aufklärung und der Fall ist wieder mal höchst verzwickt. Der Autor lässt ja gerne in jedem Band einige chemische Fachbegriffe fallen, wodurch man einige unnütze, aber auch einige nützliche Details in dem Bezug kennenlernt - dieses Mal hat er aber auch noch das Thema Homöopathie mit einfließen lassen, die ja zur damaligen Zeit noch viele unterschiedlichen Auffassungen unterlegen war. Eigentlich wie heute :) Jedenfalls hat es mich gefreut auch mal zu diesem Thema einiges Wissenswertes zu erfahren. Dogger ist ja das "Mädchen für alles" auf Buckshaw und war bisher eine Nebenfigur und ein recht eigenbrötlerischer Charakter, weil er immer noch mit seiner posttraumatischen Störung aus dem Krieg zu kämpfen hat. Mit Flavia hat ihn aber schon immer ein besonders herzliches Verhältnis verbunden und die Detektei, die die beiden jetzt zusammen betreiben, funktioniert fabelhaft! Er ist endlich jemand, der Flavia ernst nimmt und sie in ihren Bemühungen unterstützt und kann natürlich zusätzlich mit seiner Erfahrung und seinem reichen Wissensschaft noch einiges mehr beisteuern. Trotzdem lässt er ihr den Raum, die Entdeckungen selber zu machen und sieht sie als gleichwertige Partnerin. Der Schreibstil ist gewohnt super unterhaltsam, denn Flavia erzählt aus ihrer Sicht in ihrer typisch trockenen Art, die aber durch geistvolle, ironische oder amüsante Wortspielereien aufgelockert wird. Vor allem ihr Umgang mit dem Tod und ihr völliges Fehlen von Ekel oder Angst, gemischt mit Neugier und dem Drang, sich zu beweisen, ist jedes Mal wieder faszinierend und absolut unterhaltsam zu lesen. Der Band hat mir sehr viel Spaß gemacht :)

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Dreamteam

Von: Manuela G.

10.07.2019

Zum Inhalt: Klappentext Ein Mord in aller Tortenstille.... Die zwölfjährige Chemikerin und Spürnase Flavia de Luce hat gemeinsam mit Dogger, dem treuen Diener der Familie, ein Detektivbüro gegründet. Doch rechnen die beiden nicht damit, dass ihr erster Fall ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Feely auf sie wartet. Nach einer turbulenten Zeremonie mit einem vermissten Trauzeugen soll das Anschneiden der riesigen, wunderschön verzierten Torte der Höhepunkt der Feier werden. Doch kaum hat die Braut das Messer angesetzt, erklingt ein markerschütternder Schrei - denn aus dem ersten Tortenstück ragt ein abgetrennter Finger.... Meine Meinung: Ich freue mich immer, wenn Flavia über einen neuen Fall stolpert. Das Detektivbüro hat seine erste Kundin und Flavia ist ganz aufgeregt. Natürlich ist sie Profi genug, sich das nicht anmerken zu lassen. Gemeinsam mit Dogger nimmt sie die Ermittlungen auf. Wieder einmal war es eine Freude zu lesen, wie clever diese Zwölfjährige ist. Sie schafft es scheinbar spielend, immer die richtigen Worte zu finden. Sie kann sich auf jeden Menschen total gut einstellen und weiß genau, wie sie jemanden um den Finger wickelt. Und in Dogger hat sie den perfekten Detektivpartner gefunden. Den beiden bei ihren Ermittlungen an der Seite zu stehen, hat einen riesen Spaß gemacht. Die Charaktere sind klasse beschrieben und sehr authentisch. Der Schreibstil fesselt den Leser regelrecht an die Geschichte. Es kommen Wendungen vor, die man nicht erwartet und die die Spannung auf einem sehr hohen Level halten. Ganz entzückend finde ich, wie es der Autor immer wieder schafft, durch kleine "Gedankengänge" Flavia, doch ein Zwölfjährige erscheinen zu lassen. Das kann man nämlich hin und wieder vergessen. Cover: Das Cover gefällt mir supergut. Es hat tolle Farben und passt hervorragend zur Geschichte. Fazit: Ich konnte das Buch wieder einmal nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Flavia hat auf jeden Fall Suchtpotential.

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Endlich läuten die Hochzeitsglocken auf Buckshaw: Ophelia de Luce und Dieter Schrantz geben sich endlich das langersehnte Ja-Wort. Der Himmel hängt voller Geigen, und die Luft ist geschwängert vom Blütenduft. Flavia möchte sich bei dieser geballten Anhäufung von Kitsch am liebsten übergeben, wäre da nicht dieser „klitzekleine“ Zwischenfall während der Feierlichkeiten: Beim Anschneiden der Hochzeitstorte fördert die Braut einen abgetrennten Finger aus dem Backwerk zutage! Flavia ist entzückt und stürzt sich begeistert in die Ermittlungen, hat sie doch gemeinsam mit dem treuen Diener Dogger ein Detektivbüro gegründet. Der erste Fall von „Arthur W. Dogger & Partner – Diskrete Ermittlungen“ überrascht mit pikanten Details und verblüffenden Wendungen…! Flavia macht süchtig! Die Seiten flogen förmlich vor meinen Augen dahin. In Flavias Welt versinken, heißt „nach Hause kommen“ und sich wohl fühlen: Alles ist so bekannt, so vertraut. Nach 9 Bänden kennen wir die kleine, überschaubare Welt von Bishop’s Lacey aus dem Effeff. Da besteht die berechtigte Gefahr, dass beim Leser Monotonie eintreten könnte. Doch zum Glück lässt Bradley bei seinen Protagonisten eine Weiterentwicklung zu: Flavia ist zwar nach wie vor die penetrante, besserwisserische Göre, die wir alle so sehr lieben, gleichzeitig erlaubt Bradley ihr neustens auch sentimentale Gefühlsregungen, die sie weicher, kindlicher und verletzlicher erscheinen lassen. Bei Dogger lässt er unter der Fassade der vom Krieg traumatisierten Kreatur auch seinen brillanten, hochintelligenten Geist durchschimmern. Aber auch den sogenannten „supporting actors“ erlaubt er kleinen Überraschungen und verhindert so deren eindimensionale und auf Dauer langweilige Charakterisierung. Einzige Wehrmutstropfen sind die manchmal etwas arg konstruiert wirkenden Wendungen in der Handlung, die knapp ausgearbeiteten Konstellationen einiger Handlungspersonen zueinander und die eine oder andere mangelhafte Auflösung zu noch offenen Fragen. Aber hier „leide“ ich wahrlich auf extrem hohem Niveau. Werden diese „Mängel“ doch mehr als wettgemacht durch den immensen Charme der Geschichte und der liebenswerten Kauzigkeit der Protagonisten. Zudem lässt der Autor einige neue Personen in Erscheinung treten, die die Begehrlichkeit des Lesers nach weiteren Details (und somit auf nachfolgende Auftritte innerhalb der Serie) wecken. Alan Bradley hat uns mit „Flavia de Luce“ absolute Feel Good-Krimis geschenkt! Bishop’s Lacey ist auf dem besten Wege, das „St. Mary Mead“ unseres Jahrhunderts zu werden.

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Band 10 der Reihe um Flavia de Luce Nach den letzten Ereignissen hat die leidenschaftliche Chemikerin und erfolgreiche Hobbydetektivin Flavia de Luce zusammen mit Dogger, dem langjährigen Diener im Hause de Luce ein Detektivbüro gegründet. Schon bald wartet der erste Fall auf „Arthur W. Dogger & Partner“ und dieser passiert ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Ophelia: Nach einer etwas turbulenten Zeremonie will das Brautpaar die Hochzeitstorte anschneiden – ein großer Moment für alle Anwesenden. Doch alles kommt anders: Kaum setzt Ophelia das Messer an, zerreißt der markerschütternde Schrei der Braut die erwartungsvolle Stille – denn aus dem Tortenstück ragt ein Finger. Natürlich ist Flavia sofort zur Stelle und hat schon bald darauf eine Spur. Und diese ist weitreichender als zunächst geahnt… Ich bin seit langem schon begeisterte Flavia-Leserin, daher habe ich mich umso mehr gefreut, dass nun der 10.Band um die charmante Hobbydetektivin erschienen ist. Neben einem spannenden Fall kommt natürlich auch Flavias spezielle schwarzhumorige Art nicht zu kurz: „Zum Heiraten sind Kirchen wunderbar geeignet. Man ist von Heerscharen von Toten umgeben, deren lauschende Gebeine stumme Zeugen jeglichen Versprechens sind, das vor dem Altar gegeben (und gebrochen) wird.“ – Seite 18, eBook Ihr nächster Fall wartet ausgerechnet auf der Hochzeit ihrer älteren Schwester Ophelia – ein abgetrennter Finger steckt in der Hochzeitstorte! Flavia beginnt sofort mit ihren Ermittlungen und sichert zuerst mal das Beweisstück, das schon nach kurzer Zeit so einiges verrät… Was mir bereits beim letzten Band schon sehr gut gefallen hat, ist, dass Flavia nun gemeinsam mit Dogger ermittelt. Die Nebenfigur, die schon seit dem ersten Band mit dabei ist und sich um das de Luce-Anwesen namens Buckshaw kümmert, rückt nun mehr in den Mittelpunkt. Neu ist auch, dass die beiden nun ein Detektivbüro gegründet haben. Wie gewohnt ist die Zwölfjährige der örtlichen Polizei immer eine Spur voraus… Während im letzten Band die Handlung überwiegend in einer anderen Ortschaft spielte, geht es in „Todeskuss mit Zuckerguss“ wieder „back to the roots“ – also zurück zum interessanten Anwesen Buckshaw, sowie in Flavias hauseigenes Chemielabor. „Ich erkannte auf Anhieb, dass keine dieser Fragen leicht zu beantworten war. Jede einzelne war so verzwickt wie der ganze Fall, der zu den skurrilsten gehörte, mit denen ich je zu tun gehabt hatte.“ – Seite 190, eBook Der Schreibstil ist wie gewohnt in typischem „Flavia-Stil“ – das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Sicht von Flavia geschrieben. So kann man alle Überlegungen und die Ermittlungsvorgänge hautnah mit verfolgen. Der Fall an sich gibt anfangs einige Rätsel auf und ist weitreichender, als zunächst gedacht. Es bleibt spannend mit einem überraschenden Verlauf. Mein Fazit: Auch der 10. Band um die besondere Hobbydetektivin Flavia de Luce ist sehr gelungen. Es gibt einen neuen, spannenden Fall, dessen Ermittlungen sich sehr interessant entwickeln. Auch der spezielle Flavia-Charme kommt nicht zu kurz – mir hat „Todeskuss mit Zuckerguss“ sehr gut gefallen - ein gelungener Band der außergewöhnlichen Krimireihe!

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