Leserstimmen zu
Flavia de Luce 10 - Todeskuss mit Zuckerguss

Alan Bradley

Flavia de Luce (10)

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Auch sein zehntes Flavia de Luce-Abenteuer „Flavia de Luce 10 - Todeskuss mit Zuckerguss“ erzählt Alan Bradley wieder mit viel schrägem Humor. Im Mittelpunkt steht natürlich erneut das etwas altkluge, aber sehr liebenswerte Mädchen Flavia, das mittlerweile zur Hausherrin auf dem Familieanwesen geworden ist. Zusammen mit ihrem väterlichen Freund Arthur betreibt sie mittlerweile die Detektei Arthur W. Dogger & Partner - Diskrete Ermittlungen". Die beiden müssen ihren ganzen Grips einsetzen, um ihre gleich zwei ersten Aufträge zu lösen. Einen kleinen Seitenhieb gibt es vom Autor noch gegen betrügerische Händler, die mit natürlichen Heilmitteln Geld machen wollen. So ist auch der zehnte Flavia-Fall „Todeskuss mit Zuckerguss“ wieder unterhaltsame und kurzweilige Krimikost, angesiedelt im beschaulichen England der 50er Jahre.

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Flavia de Luce ist ein mittlerweile 12-jähriges Mädchen, das im England der 50er Jahre auf einem Landgut lebt und dort auch schon manch einen Kriminalfall lösen konnte. Denn Flavia ist überaus intelligent, pfiffig und eine Koryphäe auf dem Gebiet der Chemie. Die Ereignisse überschlagen sich, als ihre Schwester Ophelia beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte einen abgetrennten Finger darin findet. Außerdem gibt ein Auftrag für Flavias neu gegründetes Detektivbüro Rätsel auf... Die „Flavia de Luce“-Bücher stechen für mich total zwischen anderen Büchern hervor. Nicht nur wegen der tollen Covergestaltung, sondern vor allem wegen des einzigartigen Schreibstils. Flavias Gedanken sind besserwisserisch und teilweise überheblich, oft sind sie sogar richtig fies. Ich weiß, dass einige Flavia deshalb sehr unsympathisch finden und deswegen auch mit der ganzen Buchreihe wenig anfangen können. Aber ich liebe es! Hinter ihren Gedankengängen steckt so viel britischer Humor, für mich ist es genau das Richtige! Was mir außerdem besonders an den „Flavia de Luce“-Büchern gefällt, ist, dass in die spannende Erzählung Fakten und Wissenswertes über Schriftsteller, Komponisten, Künstler und Politiker der Zeit und Vergangenheit eingeflochten werden. Dank Flavia de Luce habe ich auf jeden Fall schön einiges gelernt. Sehr gut für die Allgemeinbildung! Und natürlich kommt auch Flavias große Liebe, die Chemie, wieder nicht zu kurz. So weiß ich jetzt zum Beispiel, was eine Klein‘sche Flasche ist und wie man laborchemisch Coffein nachweist. Nach 10 Büchern dieser Reihe habe ich alle Charaktere total lieb gewonnen. Vor allem Dogger ist mein heimlicher Star. Auch die Zankereien und Wortgefechte zwischen Flavia und ihren zwei älteren Schwestern finde ich immer wieder amüsant. Worüber ich mich in „Todeskuss mit Zuckerguss“ besonders gefreut habe, ist die Beziehung zwischen Flavia und Dogger. Wo er in den ersten Bänden noch ein treuer, aber nicht ganz zurechnungsfähiger Hausangestellter ist, entwickelt er sich von Band zu Band zu einem brillanten, gerissenen Vertrauten und sogar Freund von Flavia. Es war schön, Doggers Charakterentwicklung mitzuerleben. Man merkt, wie wichtig er der sonst so selbstständigen und manchmal sogar recht gefühlskalten Flavia ist. Mir gefällt, wie Dogger deine kleine Gehilfin behandelt. Er lässt sie selbst denken und nimmt nichts vorweg. Wenn Flavia dann die richtigen Schlüsse zieht, nickt er nur anerkennend und gibt ein „Bravo“ zu Besten. Dabei habe ich immer ganz genau seinen Gesichtsausdruck vor Augen, den er dabei wahrscheinlich macht. Der Kriminalfall hat mir wieder einmal sehr gut gefallen, vor allem die Rolle, die Hahnemanns Homöopathie darin spielt. Auch das Setting von Ophelias und Dieters Hochzeit als Schauplatz eines Verbrechens fand ich sehr stimmig. Die Bücher von Alan Bradley haben ihren ganz eigenen Charme. Der Humor ist teilweise recht anspruchsvoll, sodass man manch unterschwellige Bemerkung zum Beispiel nur mit Lateinkenntnissen komplett verstehen kann. Für mich also genau richtig. Natürlich kann man auch ohne Latein viel Freude am Buch haben, ich habe mich hier nur auf 1-2 Stellen bezogen. Immer wenn ich einen „Flavia de Luce“-Roman lese, denke ich mir, ich liebe im falschen Jahrhundert. Ich wette, meine Seele ist britisch und in einem früheren Leben habe ich auch auf einem englischen Landgut gelebt, so wie Flavia. Auf jeden Fall wecken die Bücher immer wieder mein Fernweh nach England. Insgesamt also wieder einmal eine sehr gut gelungene Fortsetzung der Bücher rund um Flavia de Luce, die ich nur weiterempfehlen kann!

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Als Fan der ersten Stunde lechzt man nach jedem Wort und würde mit Begeisterung noch hundert weitere Geschichten von Flavia verschlingen. Was den Büchern meines Erachtens jedoch abhanden gekommen ist und weshalb auch viele Leser die späteren Bände als nicht ganz so fesselnd empfinden mögen wie die ersten, ist das große, rätselhafte Endgeheimnis, das mit jedem Band ein bisschen mehr gelüftet wird. Am Anfang rankte sich noch alles um Flavias verschollene Mutter. Danach wurde der Mythos um eine Geheimorganisation aufgebaut. Aber nachdem Flavia aus dem Internat geschmissen wurde, geht es ausschließlich um das Leben auf Buckshaw und in der unmittelbaren Umgebung. Versteht mich nicht falsch, ich liebe sämtliche Figuren und bin ein begeisterter Leser aller Flavia-Geschichten. Aber nach zehn Bänden fragt man sich schon, worauf die Handlung am Ende hinauslaufen soll, um Flavia einen würdigen Abschluss zu bereiten. Denn dass dieser Band der letzte aus der Reihe sein soll, will und kann ich nicht glauben. Nein, nein, nein. Mehr noch als das Fehlen eines Zieles, auf das die Bände am Ende hinauslaufen, verdrießt mich jedoch die Stagnation der Entwicklung vieler altbekannter Figuren. Besonders natürlich die Beziehung von Flavia zu ihren Schwestern. Feely taucht in „Todeskuss mit Zuckerkuss“ lediglich zu Beginn auf und verschwindet wortlos in die Flitterwochen. Daffy wird in die Bibliothek verdammt, wo sie an ihren Memoiren schreibt. Mehr erfahren wir über beide Figuren im gesamten Buch nicht. Obwohl Feelys Hochzeit sogar maßgeblich für die Covergestaltung war, ist das Thema innerhalb der ersten 20 Seiten abgehandelt. Einzig von Dogger erhält der Leser tiefgründige Einblicke. Und auch Flavia ist wieder ein Stück erwachsener geworden. Gleichzeitig ist es Alan Bradley gelungen, mehr die Flavia aus den Anfangsbänden aufleben zu lassen: Ihren leidenschaftlichen Hang zu allem Morbiden, ihr umfangreiches Wissen über Chemie und die Experimente in ihrem Labor. Hinter allem steckte wieder mehr Herz, mehr Flavia. Flavia ist im zehnten Band definitiv in Höchstform. Den Mordfall fand ich dieses Mal stark konstruiert. Einige Wendungen sind schwer nachvollziehbar und das Motiv so mancher Figur erscheint fragwürdig. Warum der Finger in der Hochzeitstorte landete, ist mir letztendlich immer noch schleierhaft. Die Begründung dafür erscheint fadenscheinig und nur bedingt logisch. Alan Bradleys Schreibstil schafft es jedoch nach wie vor, von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Die Ermittlungen von „Arthur W. Dogger & Partner – Diskrete Ermittlungen“ schreiten rasant voran. Der Fall zählt wohl zu den facettenreichsten der gesamten Reihe. Bradleys Humor ist schwarz, morbide, aber sowas von intelligent. Er unterhält auf höchstem Niveau. Ein ganz großer Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Rezension zu Flavia de Luce - Todeskuss mit Zuckerguss von Alan Bradley Eine Hochzeit, auf der Flavia zu Gast ist, wäre doch langweilig ohne einen Mordfall. Und so kommt es, dass beim Anschneiden der Hochzeitstorte ein Finger zu Tage kommt, der da nun wirklich nichts zu suchen hat. Gemeinsam mit Dogger, ihrem Partner, macht sie sich daran zu ermitteln wem der Finger gehört und vor allem wie er in die Torte gekommen ist. Bei ihren Recherchen werden sie nicht nur von Missionarinnen abgelenkt, sondern auch zahlreiche  ungeklärte Familiengeheimnisse und eine weitere Leiche erschweren ihnen die Arbeit. Aber das Ermittlerduo gibt sich nicht so schnell geschlagen und so kommen immer mehr düstere Geheimnisse ans Licht, die ein verwirrter Erfinder, eine verrückte Gärtnerin und eine Kranke zu verbergen versuchen. Die Murexid-Reaktion sollte laut Flavia jeder kennen und besonders in ihrem aktuellen Fall ist der Nachweis von Koffein sehr wichtig. Und so verbringt die junge Ermittlerin auch in diesem Buch wieder viel Zeit im Labor in dem sie auch hier wieder wichtige Entdeckungen macht, die für ihre Ermittlungsarbeit auch dieses Mal wieder sehr wichtig sind. Ein Krimi zum Lachen und mit rätseln, denn der Autor macht es wie jedes Mal bis zum Ende spannend.

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Inhalt Flavia und Dogger haben endlich zusammen ein Detektivbüro eröffnet und wollen nun gemeinsam Fälle in Bishops lösen. Und das geht schneller als sie denken denn an Feelys Hochzeit findet sich ein abgetrennter Finger und das ausgerechnet in der Hochzeitstorte. Flavia und Dogger verlieren keine Zeit und legen sofort los das Rätsel zu lösen, dabei fühlen sie so manchem bekannten aber auch manchem neuen Gesicht auf den Zahn. Meine Meinung Ich glaube ich muss euch nicht mehr sagen dass ich ein Fan dieser Reihe bin oder? 😀 Aber trotzdem muss ich hier nochmal schwärmen. Ich liebe es einfach mit jedem neuen Band wieder nach Bishops Lacey zu reisen und Flavia sowie die anderen Bewohner wiederzusehen. Auch ist jeder Fall bisher spannend gewesen und so war es auch diesmal. Man braucht nie lang drauf zu warten dass etwas passiert. Kaum angekommen und ein wenig umgesehen, haben wir es schon mit dem neuen Fall zu tun. Seit neuestem ist ja nun auch Undine dabei, die wie ich finde auch wieder ein ziemlich einmaliger Charakter ist. Vorwitzig und selbstbewusst spielt sie so manchen Streich und bringt dabei auch Flavia manchmal ein wenig auf die Palme 😀 Ach sie bringt mich echt oft zum schmunzeln und hat genau wie Flavia kein Problem damit einfach rauszuhauen was sie gerade denkt 😀 Auch an Spannung fehlte es hier wieder kein bisschen. Man rätselt und ahnt und es macht unheimlich viel Spaß Schritt für Schritt der Sache näher zu bekommen. Auch ist es immer wieder interessant wie die ganzen chemischen Zusammenhänge eingeflochten werden und vor allem wie das junge Mädchen schon all diese Dinge weiß und bestimmte Experimente durchführt. Und wer jetzt denkt das sei langweilig, dem muss ich widersprechen, in dieser Reihe ist das immer und immer wieder interessant. Und das obwohl es nun schon 10 Bände sind! Dennoch wird es einfach nie langweilig und ich glaube ich könnte hier noch viel mehr vertragen <3 Aber ich muss diesmal leider auch ein wenig Kritik anbringen. Ich weiß nicht ob ich da vielleicht einfach ein Brett vorm Kopf habe aber manches ist nicht so wirklich aufgeklärt finde ich. Also der Fall an sich schon, ja, aber gewisse Vorkommnisse da frage ich mich immer noch warum derjenige das jetzt getan hat oder wie das nun zusammen hängt. Das ist diesmal recht verworren und will mir nicht so ganz einleuchten und hier hätte ich mir schon ein wenig mehr Aufklärung gewünscht oder einfach etwas mehr Geradlinigkeit. Flavia hat es auch in diesem Band wieder nicht ganz leicht. Nicht nur dass der Vater ja erst verstorben ist, ihre Schwester hat nun geheiratet und wird demnach auch Buckshaw verlassen. Dennoch versucht sie Fassung zu bewahren und sich die Tränchen zu verdrücken denn auch wenn ihre Schwestern ihr eher das Gegenteil von Liebe entgegen bringen, sind sie doch Familie und so taff Flavia auch oft tut, sie ist eben doch noch ein Kind. Umso schöner dass sie in Dogger einen Verbündeten gefunden hat, der ihr somit auch ein wenig Halt gibt. Fazit Wieder ein ganz ganz toller Band den ich in Null Komma Nichts weg gelesen habe. Die Atmosphäre und das frühe englische Flair rund um Bishops Lacey und deren Bewohner ist einfach wundervoll und immer wieder einen Besuch wert 😉 Ich kann die Reihe nur empfehlen! Lest sie! xD

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"Jeder Betrug verlangt nach einem Körnchen Wahrheit, wie verdünnt sie auch sein mag." (Seite 303) Beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte findet Flavias Schwester Ophelia (‚Feely‘) mitten im Gebäck einen abgetrennten menschlichen Finger. Feely steht unter Schock, doch Flavia ist ganz in ihrem Element, nimmt den Finger heimlich an sich und untersucht ihn in ihrem Chemielabor. Es handelt sich um einen ordentlich manikürten Frauenfinger, der nach Formaldehyd riecht. Mit Doggers Hilfe findet Flavia blitzschnell heraus, dass der Finger von einer verheirateten, linkshändigen Gitarrenspielerin stammen muss, und bald kennen die beiden auch einen Namen, denn im August wurde die berühmte Gitarristin Adriana Castelnuovo auf dem nahegelegenen Friedhof von Brookwood beigesetzt. Der Fall um den gefundenen Finger ist die erste Ermittlung des Detektivbüros ‚Arthur W. Dogger & Partner‘, und so machen sich Flavia und Dogger auf den Weg nach Brookwood. Bald bekommen sie einen weiteren Auftrag, denn eine gewisse Mrs Prill meldet wichtige Briefe als vermisst. Ich habe alle Flavia-Bände mit großer Begeisterung gelesen, und das einzig Negative, was ich über den zehnten Band ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ sagen kann, ist, dass damit die Reihe beendet ist. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ ist genauso bitterböse und schwarzhumorig wie die anderen Bände, aber immer wieder kommen Flavias Warmherzigkeit und ihre komplexe Gefühlswelt zum Vorschein, was die Reihe so wunderbar komplex und besonders macht. Gefallen haben mir zudem die (für die Reihe typischen) Einblicke in Chemie und in Botanik, die detailverliebten und überzeugenden Darstellungen von Flavia und ihren Schwestern, Dogger, Mrs Mullet, den Dorfbewohnern und Personen im Umkreis von Bishop‘s Lacy sowie der Handlungsorten, v.a. die düsteren und geheimnisvollen Beschreibungen des Herrenhauses Buckshaw. Diesmal bewegt sich Flavia u.a. auf den Spuren der Homöopathie und bereist die Umgebung von Bishop‘s Lacy, so dass der Leser auch andere Handlungsorte kennenlernt und mehr über historische Begebenheiten und Samuel Hahnemanns Anschauungen und Ideen erfährt. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ bietet perfekte Unterhaltung, viel Sprachwitz, spannende Einblicke in die Welt der Chemie sowie eine ebenso kluge und bitterböse wie empfindsame Ermittlerin. Alan Bradley: Todeskuss mit Zuckerguss. Deutsch von Gerald Jung und Katharina Orgaß. Penhaligon, 2019, 315 Seiten; 20 Euro.

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Nachdem mich Band 9 nicht ganz so mitreißen konnte, schließt Band 10 wieder an die vorherige Begeisterung an, die mich mit der Flavia Reihe verbindet. Mittlerweile kennt man die junge Chemikerin mit dem Hang zum Morbiden schon recht gut und obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, ist sie mit ihrem altklugem Charme und ihrer pfiffigen Schläue ein liebenswerter Charakter, den man einfach gern haben muss :) Ihre Faszination alles in chemische Bestandteile zu entschlüsseln und für den Tod haben viele Hintergründe, die in der Familiengeschichte zugrunde liegen und Flavia ist immer noch nicht wirklich bereit, ihre Gefühle offen zu zeigen. Das kennt sie auch nicht anders, hält es für äußerst britisch, immer die Fassung zu bewahren und konnte es sich wegen ihrer böswilligen Schwestern auch nie leisten, ihre Maske fallen zu lassen. Selbst jetzt, da ihre große Schwester Feely heiratet und ausziehen wird aus dem Anwesen Buckshaw, traut sie sich kaum, eine Träne zu verdrücken. Schnell und gerne lässt sie sich ablenken von einem überraschenden Ereignis auf der Hochzeit, das sofort ihre Neugier und ihren Spürsinn weckt. Zusammen mit Dogger macht sie sich an die Aufklärung und der Fall ist wieder mal höchst verzwickt. Der Autor lässt ja gerne in jedem Band einige chemische Fachbegriffe fallen, wodurch man einige unnütze, aber auch einige nützliche Details in dem Bezug kennenlernt - dieses Mal hat er aber auch noch das Thema Homöopathie mit einfließen lassen, die ja zur damaligen Zeit noch viele unterschiedlichen Auffassungen unterlegen war. Eigentlich wie heute :) Jedenfalls hat es mich gefreut auch mal zu diesem Thema einiges Wissenswertes zu erfahren. Dogger ist ja das "Mädchen für alles" auf Buckshaw und war bisher eine Nebenfigur und ein recht eigenbrötlerischer Charakter, weil er immer noch mit seiner posttraumatischen Störung aus dem Krieg zu kämpfen hat. Mit Flavia hat ihn aber schon immer ein besonders herzliches Verhältnis verbunden und die Detektei, die die beiden jetzt zusammen betreiben, funktioniert fabelhaft! Er ist endlich jemand, der Flavia ernst nimmt und sie in ihren Bemühungen unterstützt und kann natürlich zusätzlich mit seiner Erfahrung und seinem reichen Wissensschaft noch einiges mehr beisteuern. Trotzdem lässt er ihr den Raum, die Entdeckungen selber zu machen und sieht sie als gleichwertige Partnerin. Der Schreibstil ist gewohnt super unterhaltsam, denn Flavia erzählt aus ihrer Sicht in ihrer typisch trockenen Art, die aber durch geistvolle, ironische oder amüsante Wortspielereien aufgelockert wird. Vor allem ihr Umgang mit dem Tod und ihr völliges Fehlen von Ekel oder Angst, gemischt mit Neugier und dem Drang, sich zu beweisen, ist jedes Mal wieder faszinierend und absolut unterhaltsam zu lesen. Der Band hat mir sehr viel Spaß gemacht :)

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Dreamteam

Von: Manuela G.

10.07.2019

Zum Inhalt: Klappentext Ein Mord in aller Tortenstille.... Die zwölfjährige Chemikerin und Spürnase Flavia de Luce hat gemeinsam mit Dogger, dem treuen Diener der Familie, ein Detektivbüro gegründet. Doch rechnen die beiden nicht damit, dass ihr erster Fall ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Feely auf sie wartet. Nach einer turbulenten Zeremonie mit einem vermissten Trauzeugen soll das Anschneiden der riesigen, wunderschön verzierten Torte der Höhepunkt der Feier werden. Doch kaum hat die Braut das Messer angesetzt, erklingt ein markerschütternder Schrei - denn aus dem ersten Tortenstück ragt ein abgetrennter Finger.... Meine Meinung: Ich freue mich immer, wenn Flavia über einen neuen Fall stolpert. Das Detektivbüro hat seine erste Kundin und Flavia ist ganz aufgeregt. Natürlich ist sie Profi genug, sich das nicht anmerken zu lassen. Gemeinsam mit Dogger nimmt sie die Ermittlungen auf. Wieder einmal war es eine Freude zu lesen, wie clever diese Zwölfjährige ist. Sie schafft es scheinbar spielend, immer die richtigen Worte zu finden. Sie kann sich auf jeden Menschen total gut einstellen und weiß genau, wie sie jemanden um den Finger wickelt. Und in Dogger hat sie den perfekten Detektivpartner gefunden. Den beiden bei ihren Ermittlungen an der Seite zu stehen, hat einen riesen Spaß gemacht. Die Charaktere sind klasse beschrieben und sehr authentisch. Der Schreibstil fesselt den Leser regelrecht an die Geschichte. Es kommen Wendungen vor, die man nicht erwartet und die die Spannung auf einem sehr hohen Level halten. Ganz entzückend finde ich, wie es der Autor immer wieder schafft, durch kleine "Gedankengänge" Flavia, doch ein Zwölfjährige erscheinen zu lassen. Das kann man nämlich hin und wieder vergessen. Cover: Das Cover gefällt mir supergut. Es hat tolle Farben und passt hervorragend zur Geschichte. Fazit: Ich konnte das Buch wieder einmal nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Flavia hat auf jeden Fall Suchtpotential.

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